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Der neapolitanische Adel besizt fünfVersammlungshallen, und theilt sich daherin fünf Höfe «oder Seggi. Jede Halle führtihre eigene Devise und Panier, zu jederzählt sich eine gewisse Anzahl adelicherGeschlechter. Diese wählen ihren Syndi-cus, welcher sie zusammenberuft, über ihrenStatuten wacht, die Befehfe des Staatsrathsempfängt, sie in den Höfen registriren läfstund Gegenvorstellungen macht, welche ge-wöhnlich nichts fruchten. Demi in Neapelgilt nur Ein Gesetz, des Königs WUle.Luxus und Mangel paaren sich unter demneapolitanischen Adel. Man läfst vier Läu-fer vor sich hertreten, sich von vierzig Be-dienten aufwarten, man hält fünfzig Pferdeauf dem Stalle, und der Haushofmeisterweifs oft nicht was er seinem Herrn zu Mit-tag vorsetzen soll. Von Zeit zu Zeit wer-den sogenannte Ricevimenti gegeben, wodrey bis vierhundert Personen zusammen-kommen, und sich an Biscuit satt essen. —