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Vom Adel : Bruchstück eines grösseren historisch-philosophischen Werkes über Ehre und Schande, Ruhm und Nachruhm aller Völker, aller Jahrhunderte
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Seite
119
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reste grofser adelicher Familien, die gegen-wärtig blofse Bauern sind, aber sich viel aufihr vornehmes Haus, und wohledelgebohr-nes Blut einbilden. Ein Reisender, der beyeinem solchen adelichen Bauer übernachtete,hörte einen Vater seinen Sohn fragen: »Rit-wter! hast du die Schweine gefüttert ?»

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Die Schweizer schätzen nur denjenigenAdel, welcher schon vor Veränderung ihrerRegierungsform existirte. Oder eigentlicherzu reden: die Alpenrepublicaner schätzenden Adel gar nicht.

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Auch die Italiener und Spanier fodernnur acht Ahnen. In dem Orden du Crois-sant, welchen Rene, König von Sicilien undHerzog von Anjou, im Jahr 1448 stiftete,wird die Ahnenprobe gleichfalls nur auf achtfestgesezt.

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Der portugiesische Adel ist nicht erb- ilieh. Der König verleyht die Titel Graf,