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Vom Adel : Bruchstück eines grösseren historisch-philosophischen Werkes über Ehre und Schande, Ruhm und Nachruhm aller Völker, aller Jahrhunderte
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den Adelstand zu erheben. Schon Heinrichder Sechste soll im Jahr 1198 bey einemTurnier zu Nürnberg, acht und dreyfsig Fa-milien auf einmal geadelt haben. Andereglauben, die ältesten Beispiele solcher Stan-deserhöhungen nur erst unter der RegierungKarls des Vierten zu finden. Adelsbriefe ka-men im x4ten Jahrhundert auf. KaiserWenceslaus der Thor, adelte Krämer undallerley Gesindel. Auch seinem NachfolgerSigismund war Alles um Geld feil. Unterdem Kaiser Ferdinand adelte man sogar ei-nen Schornsteinfeger in Breslau. Seit einemhalben Jahrhundert versteht man auch dieKunst, die Gebeine in der Gruft zu adeln.

Als im i4ten und löten Jahrhundert dierömischen Rechte in Teutschland Wurzelschlugen, und rechtskundige Männer denFürsten unentbehrlich wurden, da öffnetesich dem Verdienst eine neue Laufbahn.Um eine Richterstelle ruhmwürdig zu ver-walten, ward jezt mehr erfordert, als Erfah-rung, Biedersinn und gesunder Menschen-