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Vom Adel : Bruchstück eines grösseren historisch-philosophischen Werkes über Ehre und Schande, Ruhm und Nachruhm aller Völker, aller Jahrhunderte
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Gentiiis, ein Spröfsling aus einem altenHause. Kriegerische Verdienste, so hochauch die kriegerischen Römer sie achteten,gaben nicht eigentlich den Adel. Der rö-

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mische Ritter war kein Edelmann, obgleichman es für eine Ehre hielt, ex equestri fa-milia abzustammen. Hingegen wurden diezu den Magistraturen Berufenen zum Adelgerechnet; auch sogar die Kinder und En-kel, deren Väter und Grofsväter hinterein-ander eine jener Würden bekleidet hatten.Daher die Redensart: der Adel pflanze sich» fort auf die Nachkommen, patre et avo con-sulibus.

Der römische Edelmann unterschied sichdurch keinen Titel, durch kein von. Erhatte das Recht goldene Ringe zu tragen,und seine von "Wachs verfertigte Brustbil-der an dem Orte seines Hauses aufzustel-len, der am meisten in die Augen fiel. Siewurden heilig aufbewahrt, und bey Leichen-begängnissen vorgetragen. Auch dann, wann> der Jüngling auf öffentlichem Markte die

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