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Fig. 3 die Seitenansicht;
Fig. 4 den Durchschnitt durch das Dach;
Fig. 5 die Grundrissconstruction des Eckpfeilers;
Fig. 6 den Grundriss der Ecken des Kragsteins, woraus die darüberbefindlichen Auskragungen und Abfasungen ersichtlich sind;
Fig. 7 das Profil des Knaufes, in welchem die Traufsiinse über denFenstern auslaufen;
Fig. 8 die Ansicht der Kragsteine von vorn.
Fig. 9. Reicher Erker mit abgewalmtem Pultdach.
Die Kragsteine für die Figuren so wie der Anschluss der in kleinegezinnelte Thürmchen auslaufenden Baldachine ist auf den beiden Seitenverschieden gezeichnet. Wenn bei Aufführung irgend welcher mit Figurenzu verzierender Gebäudetheile die Mittel zur Anfertigung der Figuren nichtausreichen, oder wenn man sich über die darzustellenden Personen nichteinigen kann, so mag man nur Baldachin und Kragstein einstweilen anbringenund den Platz für die Figuren frei lassen. Im Laufe der Zeit findet sichschon das Geld oder auch das darzustellende Object.
Fig. 10. Der Grundriss, in welchem zugleich die daraus gezogenenGesimsprofile gegeben sind;
Fig. 11 der Durchschnitt;
Fig. 12 der Grundriss der Ecke a;
Fig. 13 der Grundriss der Ecke 6;
Fig. 14 und 15 die Seitenansichten der Kragsteine;
Fig. 16 die Grundrissconstruction der Baldachine im grösseren Massstabe;
Fig. 17 und 18 die Aufrisstlieile derselben im grösseren Massstabe.
Tafel 37.
Erker.
Fig. 1. Ein nach 5 Seiten des regulären Achtorts gebildeter Erker.
Anstatt, wie dies in allen früheren Beispielen der Fall war, auf ausder Mauer ausgekragten Steinen zu ruhen, ist hier vor der Mauer ein frei-stehender Pfeiler aufgeführt, von welchem aus der Erker nach allen Seitenausgekragt ist.
Fig. 2 zeigt auf der linken Seite den Grundriss des Erkers, auf derrechten den der Auskragung.
Fig. 3 giebt den Grundriss eines Pfeilers des Erkers.
Anstatt, wie in Fig. 2 gezeigt, mit 5 Seiten des Achtorts frei gelegen,hätte die Ausladung auch geringer sein und nur 4 Seiten des Aclitorts dazugenommen werden können, in welchem Falle dieses jedoch hätte übereckstehen müssen.
Fig. 4 giebt den Durchschnitt durch das Traufsims.
Fig. 5 zeigt den Durchschnitt durch die Brüstung;
Fig. 6 den Durchschnitt durch die Auskragung des Erkers.
Fig. 7. Ein mit nach dem Achtort gebildeter, an der Ecke eines Gebäudesangebrachter Erker, dessen obere Fläche statt des Daches einen Balcon trägt.
Fig. 8. Der Grundriss hierzu. Die untere Hälfte der Figur zeigtden Grundriss der Auskragung.
Fig. 9. Der Durchschnitt durch die Vordermaucr des Erkers;
Fig. 10 ein Pfeiler desselben im grösseren Massstabe.
Fig. 11 und 12 zeigen die Profilirung der Auskragung.
Tafel 38.
Verschiedene Erker.
Fig. 1. Ein auf der Ecke angebrachter Erker.
Es ist derselbe nach einem halben in der Ecke des Gebäudes Überortgestellten Quadrate gebildet. Der Mittelpfeiler desselben, welcher auf derEcke des Gebäudes steht, geht durch und trägt so über dem den Erkerbedeckenden Balcon die beiden darauf zulaufenden in der Richtung derMauerflucht liegenden Bögen, wodurch der Uebergang für die obere recht-winkelige Ecke des Gebäudes gebildet wird.
Fig. 2 zeigt den Grundriss des Erkers;
Fig. 3 den des darüber angebrachten Balcons;
Fig. 4 den der Ecke des Gebäudes mit den daraus hervorragendenKragsteinen.
Fig. 5 ist die Ansicht eines Theiles des Erkers von vorn.
Fig. 6 zeigt den Durchschnitt durch die Ecken des Erkers und diezum Abfluss des Wassers dienenden Rinnen von Stein.
Fig. 7. Die Ansicht des Bogens der nach dem Balcon führenden Thüre.
Fig. 8. Ein reich verzierter Erker.
Fig. 9 zeigt einen Theil des Grundrisses, aus welchem sich jedochder ganze Grundriss ergiebt, so wie sämmtliclie daran vorkommende Profile.
Fig. 10 zeigt die Seitenansicht eines Kragsteines;
Fig. 11 die Laub werkverzierung über den Fenstern in grösserem Massstabe;
Fig. 12 den Durchschnitt durch den Erker.
Tafel 39.
Verschiedene Erker in Ziegelbau.
Obwohl sich der Ziegelbau im Ganzen zur Ausführung von Erkernweniger eignet, als der Bau mit Werkstücken, schon wegen der nothwendigengrössern Pfeilerstärke, der Schwierigkeit der Auskragung, weswegen auch inden Gegenden, wo der Ziegelbau heimisch, Erker aus früherer Zeit wenig odergar nicht vorkommen, so ist doch die Ausführung derselben darin möglich.
Fig. 1. Ein Erker mit zwei Fenstern und zwei Giebeln darüber.
Fig. 2 zeigt den Grundriss dazu.
Fig. 3 giebt den Grundriss der Kragsteine. Es hätte auch unter demmittleren Pfeiler wieder ein schwächerer Kragstein angebracht sein können,indess hat die hier gezeigte Anlage den Yortlieil, dass sie die Anbringungeines Fensters erleichtert, auch würde der mittlere Kragstein nur dannanzubringen sein, wenn auf demselben in der Mauer ein Pfeiler stände.
Fig. 4 zeigt den Durchschnitt dazu;
Fig. 5 die Seitenansicht;
Fig. 6 das Detail des Laubwerks der Brüstung, welches von ge-branntem Thon auszuführen wäre.
Fig. 7. Ein in der Ecke eines Hauses Überort stehender Erker.
Die Ecke des Hauses, welche hinter dem Erker, wie Fig. 10 erweist,behufs Anbringung des Bogens a abgestumpft war, geht oberhalb desErkers durch das kleine Gewölbe b wieder in's Rechteck über.
Es hätten diese Bogen auch innerhalb des Erkers nach dem Mittel-pfeiler geschlagen werden können, bei welcher Anordnung indess dieserstärker und der ganze Erker höher hätte sein müssen.
Fig. 8 zeigt die Ansicht des Erkers übereck;
Fig. 9 den Grundriss in der Höhe cc;
Fig. 10 den Grundriss des Erkers;
Fig. 11 den Grundriss der Auskragung;
Fig. 12 den des Kragsteins auf den Ecken des Erkers, auf welchementweder Figuren oder Blumentöpfe hätten stehen können.
Tafel 40.
Verschiedene Gewölbeanfänge.
Es sind die hier dargestellten Fälle des beschränkten Raumes halbernur auf kleinere Gewölbe berechnet. Im Uebrigen ist der Gewölbebau einso wichtiger und inhaltsschwerer, dass er für sich allein den Gegenstand zueinem umfassenden Werke abgeben könnte und unmöglich auch nur irgendwie erschöpfend hier vorgetragen werden kann. Es sollen hier nur einigeder Aeusserlichkeiten desselben dargestellt werden.
Fig. 1. Der Grundriss zu einem mit Kreuzgewölben bedeckten Bogen-gänge. Die Gewölbe sind quadratisch, die sie tragenden Schafte rund.
Fig. 2. Der Vorderaufriss. Es ist hier der Rundbogen für die äussereBogenform angenommen, obgleich das Gewölbe nur in den Diagonalrippenrundbogig ist.
Fig. 3 zeigt den Grundriss der Schafte. Das darin gezeichnete Profilgiebt die Gliederung des Bogens, welche ohne Kapital aus dem rundenSchafte ausläuft, so dass die einzelnen Bogenlinien aus dem angenommenenMittelpunkt von den gezeichneten Linien des Grundrisses aufgezogen sind,wobei das Profil jedoch erst dann zum Vorschein kommen kann, wenn dieBogenlinien in ihrer Neigung über den runden Schaft hinaus gekommen sind.
Fig. 4 zeigt den Grundriss des Schaftes mit dem Sockel;
Fig. 5 die Bogenlinien der Rippen und Gurte.
Wollte man die unterhalb gezeigte rundbogige Form auch für dasInner e beibehalten, so dass auch die Gurtbogen g die rundbogige Form abin Fig. 5 erhielten, so würde man entweder den Diagonalrippen die ge-drückte Form a c geben oder den Schluss des Gewölbes hoch über den derBogen legen müssen. Ersteres ist eine hässliclie Linie, letzterer Fall würde,wie leicht einzusehen, ganz aufhören, ein Kreuzgewölbe zu sein, sondern miteinem böhmischen Gewölbe znsammenfallen, wobei die Rippen eine unnützeZugabe wären, was jedoch die für den Rundbogen passendste Gewölbe-form ist.
Nehmen wir aber an, dass die Diagonalrippen nach dem Rundbogengebildet sei en, so dass k d die Biegung derselben vorstellt, welche sich in a iin gerader Ansicht zeigt und aus dem Innern des Schaftes heraus kommt,so ergiebt sich mittelst Anwendung desselben Lehrbogens für die Gurtbogenfür den in Fig. 9 mit g bezeichneten und in Fig. 5 als f g verkürzt er-scheinenden Bogen die Form a e. Es würden sich hiernach die Kappen desGewölbes unter spitzbogiger Form an die auf den Gurtbogen h ruhendeMauer, so wie ingleichen an die Mauer ii Fig. 9 anschliessen; hierausaber folgt, dass es gerathener sein würde, die Bogen h gleichfalls nach demSpitzbogen, dessen Form sich aus Fig. 5 leicht finden lässt, indem seineUnterkante mit a e zusammenfallen würde, zu bilden. Freilich braucht manzur Anwendung des Spitzbogens eine bedeutendere Höhe, als gewöhnlichzu Gebote steht. Will man oder kann man nun die Höhe bis zum Absatzder Rippen nicht in dem Masse beschränken, als die Gewölbehöhe zunimmt,so braucht man nicht den ganzen Stichbogen zu nehmen, sondern kanneinen Abschnitt desselben anwenden, wie in mehreren der folgenden Figurengezeigt wird und hinsichtlich der Rippen schon hier der Fall war.
Fig. 6 zeigt, wie in vorliegendem Falle die Rippen aus der Mauer i iFig. 6 herauskommen. Fig. 7 zeigt dasselbe von der Seite.
Fig. 8 giebt im Grundriss einen anderen Anschluss der Rippen, wobeikeine Gurtbogen vorkommen, sondern die in dieser Richtung laufendenRippen nur die Stärke der Diagonalrippen haben.
Es ist für den eigentlichen Kern des Rippenansatzes, der in diesemFalle noch durch die längs den Mauern laufenden, nach der halben Rippen- •stärke gebildeten Schildbogen vermehrt ist, ein Viertel eines in den Zirkeldes Schafts beschrieben gedachten Vierpasses genommen, was sich dann ander gegenüberliegenden Mauer deutlicher zeigt, indem hier die Rippen, wieFig. 9 angiebt, wirklich aus einem nach der in Fig. 8 gedachten Formgebildeten Schafttheil hervorkommen, der dann, wie Fig. 10 erweist, einekurze Strecke senkrecht hinabgeführt, auf einem aus der Mauer stehendenKragstein k aufsitzt.
Es ist diese Art des Rippenanschlusses an einen runden Schaft,namentlich im Innern von Gebäuden, sehr bequem und von guter Wirkung,weil die von allen Seiten darauf einlaufenden Rippen von gleicher Gestaltsind, was in dem gegebenen Falle der Bestimmung nach nicht möglich war.
Fig. 11 zeigt eine andere Schaftbildung gleichfalls auf dem Kreise.
Sie ist im Aufriss in Fig. 12 und 13 auf verschiedene Weise fürAnwendung von Rund- oder Spitzbogen in Fig. 13 und von Stichbogen inFig. 12 gezeigt.
Fig. 14. Grundriss eines quadratischen böhmischen Gewölbes.
Fig. 15. Grundriss der aus zwei der Tiefe nach stehenden runden Säulengebildeten Pfeiler des Gewölbes.
Fig. 16. Ansicht von vorn.
Fig. 17. Ansicht von der Seite.
Wenn nun in den bis jetzt gezeigten Fällen Gurtbogen und Rippenentweder aus dem Schaft hervorwachsend oder auf dem Kapitäl aufsitzenddargestellt wurden, so kann man auch beide in ihrer vollen Gliederung bisauf den Boden führen.
Fig. 18 zeigt im Grundriss ein einfaches Beispiel der Art. Es ist einGewölbe ohne Rippen angenommen, wobei sich auf den Graden nur einehohe Kante zeigt, daher nur die Gurtbogen auf den Grund geführt sind.