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über die Bischöfe von Bamberg und Würzburg ergoß sich in reichemAlaße die Huld des neuen Königs. Fortan wurden Ludwig und seineBrüder des Königs kräftigste stützen im ostfränkischen Lande. Baldwar mit Ausnahme der Wittelsbacher der ganze Süden des Reichsfür Karl gewonnen. Der Papst erteilte dein Erzbischos von Praguud dem Bischof Friedrich von Bamberg die Erlaubnis, die nun-mehrigen Anhänger König Karls IV. vom Bann zu lösend) Am^3. Juni ^3^3 schlössen die Bischöfe von Bamberg uud Würzburg,Gottfried der ältere von Brauneck, Kraft von Hohenlohe und andereHerrn zu Nürnberg mit den Löhnen Kaiser Ludwigs und deren An-hängern einen Waffenstillstands) Als diese im Januar ^3^9 indem Grafen Günther von Schwarzburg endlich einen Gegenköniggefunden hatten, konnte von einer Parteinahme des hohenlohischenGeschlechts für diesen keine Rede mehr sein. Günther hatte kein Glückim Feld und starb schon am Juni desselben Jahres. So erfreutesich Deutschland früher, als man hoffen konnte, wieder eines allgemeinanerkannten Königtums.
Es waren nicht irgendwelche höhere nationale oder kirchlicheZiele, welche die Schilderhebung des luxemburgischen Hauses ver-anlaßt hatten, vielmehr war allein dessen Familieninteresse dafürausschlaggebend geworden. Zwischen die beiden mächtigen Familiender Habsburger und Luxemburger gestellt hat Ludwig sein König-tum anfänglich gegen das eine erkämpfen, am Schluß gegen dasandere behaupten müssen; jedesmal war von dem vielverzweigteuhohenlohischen Hause ein Teil in seinem Lager, ein anderer in demseiner Gegner. Ludwig selbst sah sich wie seine Vorgänger aufdie Bahn einer selbstsüchtig dynastischen Politik gewiesen, welche dieandern Fürsten mit Mißtrauen und Besorgnis erfüllte und schuld daranwar, daß er zuletzt in seinem Kampf mit dem Papsttum um die Selb-ständigkeit der weltlichen Gewalt wie einst das Hohenstaufengeschlechtvon den Fürsten im Stich gelassen wurde. Mit dem Ende seinerRegierungszeit ist im wesentlichen entschieden, wie die weitere Ent-wicklung des Deutschen Reichs verlaufen sollte; von jetzt ab war dieAussicht geschwunden, daß ein einheitliches Staatswesen unter einer
') «Riezler» vatikanische Akten zur deutschen Geschichte in der Zeit KaiserLudwigs des Bayern. ^89^. 5. 8-59 Nr. 2ZZS.
-) Urk.B. II Ur.
Weller, Geschichte des Hauses Hohenlohe II. 8