Won Aderlässen»
Blutsvnd Blat-ternfluß.
Für ge-schwolleneBem vndFüsie.
Wasser-sucht vndgeschwulstdeß Lei-
Für Geschwulst deß Magens vnd Rittenwche.
Zwo Ädern an den Händen stahn/geschwulst Für Hertzen wehe soll ntan sie lahn.vndRtt- Vnd wer Vnlust zu essen hat/
tenwehe° Auch den der Rttten schütten that.
Für Geschwulst auch Wehe deß Magens dein/
Darnachwill lchdich lehrenfem/
Wle das dle oberste an der Recht/
Die nahe steht bey dem Gemächt.
Fürn Krampst / Geschwulst das Grien vnd Stein/
Für Bauchgeschwulst man löst sie rem»
Für deß Bims, vnd Blattern Fluß.
Die Adern nahe beym Hindern dem/
Für Blutes Fluß zu lassen seyn.
Deß Leibes/ der Blattern/ ws sie stahn.
Durch diese Laß dir bald verzahn.
Blattern seyn dle Blasen in der Menschen Leibe»
Für geschwollene Füsse vnd Beine.
Zwo Adern an den Knyen sind/
Die ich zu lassen nütz befind.
Für Elfen/ Geschwulst der Fuß vnd BeinDadurchwerden schön vnd rein.
(Elssen/ sind Geschwer.)
Mr Wassersucht vnd Geschwulstdeß Leibes»
Am Schienbein sind der Adern zwo/
Die soll man lassen merck also.
Für Wassersucht/ Geschwulst am Leib/
Zwo Adern ich also beschreib.
Die aussder grossenZehen stahn/
Die solt du für das Augenweh lahn.
Für Blatter in dem Angesicht dem/
Desgleichen Geschwär/wo dle dann seyn/Für Krebs vnd Fluß der Frawen auch/
Dich dieser Lasse frey gebrauch.
Auch ist eine Aderbeym Nabel / die man den Wasser-süchtlgen auch lasset/ vnd die soll entweder zum Tode oderLeben deß Patienten dienen/ wtesie reden/ Ich halte da-vor/daß hter nicht die Adetn gemeint werden/ scndern dieHaut selbst/vnd das darunter liegt/das ?eriwnXum,dieHaut/ die die Darme in sich halt/ oder vmbfähet/ darinnsich das Wasser auffhalt bey den Wassersüchtigen/ wannMit dem 8ca!pLl!o oder FltetenEyßleinsottesswtrdneingedruckt/ daß man die Haut oder wundet/so
laufft das Wasser rauß wle ich gesehen- Besihe das Artz-neybuch von der Wasiersucht.
Aber der Krancke/ dem lch sie schlahen sahe / starb 2..'Tagehernach/ vnd Ueffschr vielWasser von jhme/ daßsich hochllch drüber zu verwundern war.
Für den Schlag.
Die kleinsten Zehen han auch hie/
Zwo Adern/ vnd solt lassen die>
Für Tropssen/ vnd auch fürn Fall/
Für Nieren/ Blattern überall.
(Blattern ist die Blase hier.)
Für das Grien/vnd reissenden Stein»
Grien Darnach vn'ter den Knoden zwo/
vnd reis- Innerhalb den Füssen do:senden Solt lassen für das Grien vnd Stein/
Stein. Den Frawen auch/ als lch es mein.
Nach der Geburt zu ihrem Fluß/
Ob sie laßen dafür als süß.
Für Hüfft' vnd Nierenwehe/ vnd Schwulst
der Gemache.
Hufft vnd Zwo Adern vnterm Knoden sind/
Nieren- Ausserbalb deß Fusses die man sind,
wehe/ vnd Die soltu lahn für Hüfftenweh/geschwulst Der Nieten/ vnd das Harmenweh/der Ge- Ob geschwollen wer dlr dem Gemacht/
Machte» Die Adern laß/so thr-st du recht.
Hüsstwehe ist Loxarius morlzus , oder llckias oder!-kcklzricus mordu^das ist ein grosser Schmertzen/schmlererstllch den Ort mit Baumöl / darnach röste die BlatterNicorisllX über em Kohlf'wrlem/vnd schlahe die drauf/das lindert den Schmertzen bald.
Warnung.
Daö sinb Eins will ich aber warnen dich/
Arterien / Daß du vorsehest sicherlich,bufft/oder A>eß Hebens Adern/ vnd jhr schon/
Von Meistern ichs gelernethon»
Daß man sie soll versehren mcht :
Groß Schaden offt dadurchgeschicht.
Bas I.XX. Capitel.
Folget nun ^ wie man vom gelassenen Blut vrchet»
leu/vnd die Kranckheitcu der Menschendraußlernen solt.
Michael Papst m der Wunder Artzney xÄA.i.fo!.i8l.Z8-..
A^?Ann das Blut gelassen ist/ so setze es fein säuberlich^^lm Becken an e;neu Schatten / da es weder zu kalr
noch zu warm stehet/blß es er^'.t<t» I!^ da- B^ut obmetwaswelß/ dicke vnd schaumicht / . nee^r s Äe'lsch^nSpeichel/ oder Eyterfarbig/ das bedeut/t ^5 c:r Menschvmb dle Brust voller Schleims vnd böser Feucht^ i Menist/darvon kommet Hust/Keichen/Datlipfj/Bustw.ye/vnd Gebrechender Lungen. Es pfleget auch wol/ für derFrantzosen Ankunffr/m völligen beuten also c.ußzusehen.Ist es abet blawlechttg/ vnd etlicher Massen braun/ odergraw/ so bedeute Wehetagen deß Miltzes/vrd zeiget an/daß viel Melancholey in der Miltz vorhanden scy/d mgerStechen ln der lmcken Seyten. Drumü muß dasselblgeschwermütige Geblüt purgirt werden/ sonst möchten dieFrantzosen/der Aussaß/vndallerley Räudlgkelt zuschla-hen.
Bleich Blut bedeut die Mlltzsucht/vnd Kaltedcß Her-tz ens.
^ Wann das Blut gelb vnd bleich ist / so bedeut es einenbösen Magen/ der nicht woldawet/vnd verstopffet lst.
Ists aber allein gelb/ft bedeut es wehetagender Leber»
Schön roth Blut/ das oben ein wenig Wasser hat/ be-deut einen gesunden Menschen.
Wanns rothgelb vnd fahl lst/ so bedeuts eine schwacheLeber/ die nichtgut Blut macht.
Ists dunckelblaw vnd roth/ vnd mannichfarblg/ wieein besprengetTuch/so bedeut es Zlttern deßHertzens/denSchlag vnd einen vnrühigen Schlaff.
So es mitten roth/vnd vmbher schwartz ist/ zeigets ei-ne sehr schwache Leber an/ vnd ist der Mensch zur ?Ieuri6geneigt / vnd ktteget Wehetagen vnd Kranckhelten deßHaupts.
Wans grün ist/vnd viel Wassers hat/so ist dem Men-schen vmb die Brust wehe/ vnd hat em helmlich Fieber.
Ists Klrschenfarbe/so bedeuts es eine hitzige Leber.
5/ioth Blut in elncm schwartzen ^.irck^l/ bedeut eine zu-kunfftigeKranckheit.
Blut/ das oben roth/ vnd vnten schwartz ist/vnd ist zu-sammen gerunnen/vnd lst keine Feuchc:gkelt-»er Wasserdabei)/bedeut Podagram vnd?zralvl-!z.
So es mitten im Becken zusammengerunnen / vnd vn-ken im Grunde Wasser hat/so hat der Mensch dleWasser-sucht amHalse/oder wird sie balde bekommen.
Ists aber ohne Wasser / so bedeuts Trunckenheit deßHertzens vnd Leibes/ vnd folget der Aussatz.
IstdasBlut schwartz vnd hart/so bedeuts/daßes langbeym Menschen verhalten ist.
Schwartz Blut/das einen rothen Rmg hat/bedeut dieGifft.
Schwartz Blut/vnd oben viel Wasser drauss/ brmgctzukünfftige Fieber.
Braun vnd schwartz Blut / bedeut vlel Feuchtigkeitmit viel Grinden.
Wanns allein schwartz ist/so bedeuts grobe/vnZedawe-te Feuchtigkeiten im Lelbe.
Wann Körnlein lm Blut schwimmen / so wird derMensch ein Beschwer bekommen.
Gestehet das Blut balde nach dem lassen / so bedcutSeinen warmen Leib; Gestehets aber nicht bald /so bedeutsemen kalten Lelb.
Man soll auch mit einem Rütlein durchs Blut reissen /ists zehe/ so ists böse vnd Febrig/ ists aber mürbe / so lstsgut.
Wie soll man aber die Humores im Geblüt erken?
nen/ vnd vnterschelden?
Ein schön roth Blut lst ein gut Geblüt / massig warmvnd feucht / süß vnd die beste Nahruug / deß gantzen Lel-bes vnd aller Glieder.
Der Schaum vnd dunckele/ grün oderg ^be Farbe istdie billS oder Lkolcra.
Das wasserige/ weißliche dünne Ding ist die <?,I>icSmatzder tiruirÄ. kglt/ feucht/ vnd vngefchmack
Ff tj Aber
PulßsAdern
Vrtheüvom
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