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2 (1665) Oeconomiae Ruralis Et Domesticae
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283
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^aoliics.

i.

Vergü-tung derLussc.

.--5

i.

Finster-nuß.

5-

Cometen.4-

Fewerzet-chen.

Zeiten deßJahrs.

t.

WarmerWinter.

Thrw-

Vond^r

heitW/wie tvir inVavi6iz!-ZiKc;r!2schen/z.8zm.uIr.DaDavid die Seuche GOcres Hand nenner. Vnd nn i.Buch Mosis am 2.8. Cap. werden Kriege / Thewrung/Pestilentz vuter dleÄZZctlaOri: oder GOrleö fuhrenvnd Strassen gerechnei/dann so spricht GOcr im 2..vers.Der HEn wird dir die Sterbcdrü,en anhängeN/biß daßer dich vertilge. Atjo dräwet GOTT dem Pharaon / nnandern Buch Mose am 6. Cap. Ich will meme Handaußrecken / vnd dich vnd dein Volch mit Pestilentz schla-Heu/daß du von der Erden sollt vertilget »verden. Im 'z.BuchMvsiS a>N2.. Cap. Vndob »hr.euchvordenFein-den in ewere Städte versamlet/ so will ich doch die Pesti-lentz vnter euch senden / vnd will euch in ewrer FeindeHände g^eben. In 4- Buch Mosis am 14. Cap. dräwetGOTT dem Jüdischen Volck/ daß er sie mit Pestilentzschlahen/vndsiegantz vndgarvertilgenwolle. SolcherZeugniß sind in der Schrisst viel mehr / aber wir wollenauff dißmal Mit diesen wenigen begnüget seyn. Druntenim 55. Cap. will ich sagen/ wie man erkennen soll/ außwelchem Element die PestiS herkommet.

Es bekommen aber die Pest leichlich die Müssig>gan-ger/dle ihren'Lew Mit fressen geschwächt/ dadurch sie vielFeuchtigkeiten indem Leibe errcg.n/zu welchem sichhcr-nach die Pest gesellet / als zu semesgleichene. Venerei dieder Viikeufchheit zu viel pflegen/ damit sie das Hertz/Le-ber vnd Gchtrn schwachen.Item/die das Fieber/die wn-gensucht/Bl usieng/vttd Seitenstecheii osst haben.Item/die den Bruch haben / diefurchtjam vnd erschrocken sind/vnd die Blutsfreunde / die einerley Natur haben.

Das IN. Caplttl.

Worbey man erkmne / daß eine Aestilentz an

emem Orrh anfangen will zu regie-ren.

HXEmnach in den vorigen Capiteln gehandelt worden^/was die Pesiilentz seye / vnd auß was vor Vrsachendieselbige emsprmg/ tst auch vonnörhen daß man wissewoher sie komme/ vnd welche die vorgehende Zeichen seyncmer zukünftigen Pesittentz.

So sollen wer wissen / wannGOrr der Allmachtig eiNPesiileiitz schicken will / warnet er vns zuvor durch solchenachfolgende Zeichen.

Er läst die Lusst verg.fftet werden/ davon dann nichtallein d:e Menschen vnd das Viehe kranck werden / son-dern alles Obst vnd Gerreydt eme vergisite Qualitätdarvon übertompt / und ^ompt solche böse PesiilentzischcLufft von unbequemen bösen Einflüssen deß Gestirns /als da seyn böse Lc cor>)un<5iuone8j?Isncrzrum^

iä cü>Anschawungen und Zusamenfügungen der Plane-ten Zacurni, )c>vix und Harris mden Menschlichen Zei-chen/wie spricht libro 4.6e morlzis: Das istem?lnfana der Kranckheiten / wann das Gestirn deßHammels unbequemlichlst.

Item / wann erscheinen Fmsternuß der Sönnen vndMondS/dergletchcn dan waren Anno 158;. DeßglecchenCometen/ Pfawenschwantz/ oder andere dergleichen Zei-chen am Himmel/ welches osstermals (als da seyn Er-scheinung deß Fewers m der Luffr/oder so man vermemetdie Sterne schiessen vnd herab fallen) em Vrsach vndT!orbotten seyn emer zukünfftigen Pestilentz: Auß wel-chen ^l^ocrsrcs dann m Griechendland die zukünftigePestilentz die auß 1117^ kam/anzeigte.

Es sagt ttippocrsces so dieZeiten imIahr ungleichseyn / vnd sich mchr nach den natürlichen Eigenschaftenhalten/ also wann der Lentz/Sommer und Herbst in Vn^ordnung zu vilfeucht/ neblichr/dünstig/oder sonsten shrerechte Eigenschafften Nicht haben / das ist / wann es auffeinen Tag (m gemeldten Zeiten) jetz warm/setz kalt/jetzwider warm/ jetz wider kalt / und so fortan ist.

Item/ so der Winter warm mit vielen Neblen ohiiRegen und doch trüb ist: Oder / so es zu viel regnet unddie grosse Wasser davon aufflauffen und lang groß blei-ben: Solche Zeichen zu welcher Zeit dieselbige geschehen/gesehen oder vermercket werden / zeigen gewißlich nnHerbst/ deßgleichen in andern Zeiten deß Jahrs em zu-

künfftlgePestilentz/ Sterben vnd grosse KranckheitenItem/so grosse Thewrung un Land/ und die Menschen

shre rechte Nahrung Nicht haben : Oder auß grosserÄüffrurhr und Kriegen von den jhrigen verjagt und ver-trieben/ Mangel haden / wie dann diese Jahr her gesche«hen / nicht allem durch Krieg / sondern auch durch deßTeuffels Watsack / die nicht Speicher und Keller genughaben kondten die Armen zu schmden und zu verderben/wassolches aber vor Gesellenseyn/ nnd wie wol sie beyGorc drm Allmächtigen daran seyn / dieweil sie auch zurRuhten und Strass'GorteSgebraucht werden/ zeigt diran der 14. Psalm / und der Prophet L-ectncl.

Weiters / wann die liebliche Nahrung und Frucht/Wem/Rüben/ Kraut/ Korn/ Habern/ Gerst/ Aepffel/ ^und andere Früchte von der Sonnen übel gekocht und ^Zeitigez-Ul Zeitigung nicht kommen mögen / machen sie viel frucht.Kranckheiten m Leuten / dann vielgifftige Dämpff dOher entspringen von wegen der Verstopffungen derSchweißlöchlem / welche beydem Hertzen verschlagenwerden / welches nicht dte germgste Vrsach einer vergiffttung und Faule ist/dann darvon alle prmcipalische Glie-der zerstört/ das Geblüt faulet/ und wird das Hertz gu-ter Lusst beraubet / vnd der gantze Leib zu solcherPe-stilentzischerVergifftunggeschickt/ wie dann Qsleausspricht: So die Dünste Nicht rrauhünren können / Nichtem kleme Vrsach sey zu emer Fäulung und Vergütung.Deßgleichen sagt k^l^^o^raresl.cie^jumor.und <?zl.l.l.ljecjlK kek. auß unzeit^gen zerstöreten Früchten/werdenPestilentz/Fieber/Carduttckel/aar^rsceszrothe Blatter-lemund-Rothfliessen.

Vnter andern auch zeigen die Pestilenkssche Fieberuns em Sterben an/ die Mannig und Viele der Thierenso auß Faulnuß wachsen / als da seyn Heuschrecken/

Schnecken/ Käfer / Krotten/ Gewürmm»d dergleichen ^Thieren/ so sie über die gemeine Gewonhett gespühret«ndg.s-h-nw-.dm^ ^

Auch so die Wasser auß jhrer natürlichen Qualität in ^ ^ein andere verwandelt werden/also daßdie Fisch sodarm -

seyn sterben/ oder Äber darauß sich m andere Wasserthun (wie auch Anno 16 c> 6. geschehen/) vnd ist solches ^ ^em gewiß Zeichen emes iandsterbens an demselben ^ 5gantzen Srrohm / wann die Wasser nicht so viel Fischgeben wie sie fonsten zu gewöhnlichen Jahren pflegen zugeben.

Item / so das Rmd-und a»cker Vieh sehr kranck wird n.und stirbt / so auß solchen Wassern trmcket. Viehe

Es zeigt auch em künfftige Pestilentz und Sterben an/ sterben-,wann die Thier so in den Hölen wohnen/ dieselbige 1-..verlassen/ und heraußfliehen/als nämlichKmnglem/ TodteFüchs/ Maulwörffen/ und dergleichen Thier/ oder so Thierenman solche todt hm und wider m den Walden findet. jhre Hölß

An den Vögeln in der Lusst kan Man es auch mercken/ verlassen» ^wann ein Pesuleutz vorhanden ist. Dann wann die Lusstvergiffr und unrein ist/so entweichen oder fltehendie Vo-gel die foulten von Natur shre Wohnung und bleiben Weichenm der Lusst haben / auß der Höhe herunter «n d:z Thaler der Vö-und auff die Erden/und bleiben alldar wider shre Narur gel.und Gewonheir. Die Tholen und Sperl.ng und andereVögel machen sich auß den Städten weg / daß memandwerß wo sie hinkommen oderbleiben.

Item / wann die schwangere Frawcn vicl'unzeitlgeGeburten gebaren / die kleme Kinder sehr pocken undv.el Masern haben / und die Leute sehr an der Haupt-Kranckh.tt ligen(dann sie gehet offt vorher/oder regieretauch mitten m S terbenslaussten) so bedeuten sie auch emSterben.

Item/ wann viel Leuth erschlagen werden/ und unbe'

Hrabenligen bleiben/werdenstmckend/und faulen/dererFaule und Sranck führen darnach die Wmde weit umb-her/ und entzünden damit die uNreme unpurgierte undvöllige Leiber / und andere innerliche Glieder/ sonderlichaber die Brust/das Hertz und das Gehirn derMenschen/so gehet es dann wie es gehen soll.

Will man erfahren ob die Lufft vergifft ist / so setzeeinen Eyerdotter m ein ztttnen Schüßlem über Nachtmdie Lufft/bleibt er Meer zuvor war/so istdieLnfftnlchtvergifft/ wird er aber anbrüchtig/so ist sie vergifft.

Also kan man es auch an dem Fleisch/an einem reinenguten Wein und an frischer Mtlch vermercken: wanmandie m die Lufft setzet: Dann wann das Fleisch stmckend/die Milch sawr/ und der Wem Niüchentzende oder damp-sichtwird/ soistdieLufftvergifftMitgifftigerFäulniß/bletbea sie aber wie sie zuvor waren/ so ist die noch richtig.

A a. ti^ Oder

14.

Mißge«burten-.