Menge des erzielten Weins bedeutender gewesen sein mag,*)als gegenwärtig, indem man heut zu Tage noch auf vielenGrundstücken, die seit vielen Jahren als Ackerland benutztwerden, Spuren von Weinbau und znrückgebliebenen verwil-derten Nebenstöcken findet, denen jetzt diese Kultur gänzlichfremd geworden ist, so bleibt es doch keinen Augenblick zwei-felhaft, daß niemals fo viele Strecken, welche nur für Weinbenutzt werden können, und die daher von der Natur eigent-lich dazu bestimmt zu sein scheinen, mit Wein, wie gegen-wärtig, bestellt gewesen sind. Man kann dem NheinlandeGlück dazn wünschen, daß die Erzeugung des edlen Ge-wächses diese Richtung genommen hat,**) in der sie zwarAnfangs mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, spä-ter aber auch um fo reichlicher für die anfänglichen Opferentschädigt wird. Leichter kann man freilich Ackerbetteund Getreideböden, als steile Hügel, klippige Abhänge undunfruchtbare Riffe in Traubengärten verwandeln, aber dieNatur lohnt hier mit demselben Maaße, in welchem mansich um ihre Geschenke beworben und bemüht hat. Deran stets besonnten fast unzugänglichen Felswänden reifendeund ihrem unfruchtbarem Fuße mit unsäglichen Schwierig-keiten entrungene Wein, ist ein von jenem ganz verschiede-nes Erzeugniß, welcher in der Thalebene mit geringer An-
stren-
') Dieß ist nur eine Vermuthung von uns, deren Richtigkeitweder bewiesen noch widerlegt werden kann, da landesherrliche Ver-hältnisse vor der Revolution es höchst wahrscheinlich machen, daßman nie eine zuverläßige Nachricht über diesen Gegenstand erhaltenkönne.
") Dieß ist nicht allenthalben der Fall; so hat man in der Nähevon Kreuznach einige der besten Getreideböden in Weinberge verwandelt.