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Rheinpreußen und seine staatswirthschaftlichen Interessen in der heutigen europäischen Staaten-Krise : oder vergleichende Betrachtungen über den frühern und den gegenwärtigen Zustand der königlich preußischen Rheinlande, mit volkswirthschaftlichen Vorschlägen und statistischen Nachweisungen
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strengung erzielt wird. Von einigen der vortrefflichstenWeinböden ist es buchstäblich wahr, daß sie der Winzerauf seinem Rücken zu Gipfeln hoher Berge getragen hat,deren Schmuck sie gegenwärtig sind. Die fortschreitendeBildung hat aber auch auf die Auswahl der Nebenartenund die Behandlung derselben ihren wohlthätigen Einflußgeäußert. Man pflanzt heut zu Tage die bessere Weinrebe,nemlich den Rießling an, und entsagt der schlechteren, diemehr aber geringeren Wein giebt, nemlich dem Kleinberger,den Putscheren, Heinischm, Lämmerschwänzen, so daß schondurch diese Verbesserung die Güte des Weins mit jedemJahre erhöht wird. Ueberhaupt bestrebt man sich, mitgroßem Vortheile den Grundsatz zu befolgen, lieber wenigerWein, aber guten, als viel aber geringhaltigen Most zuerzielen. Die Regel, die Stöcke so dicht, als möglich,neben einander zu setzen, hat man, als irrig erkannt, ver-lassen, und vielmehr dem Sprichworte gehuldigt, in welchemdie Nebe sagt:

pflanz' mich für zwei,

so trag' ich für drei. *)

Neuerdings hat man aber auch feinere und südlicheRebenarten in Rheinpreußen anzupflanzen gesucht; die Zu-kunft wird lehren, mit welchem Erfolge die Versuche ein-sichtsvoller Männer belohnt werden. Die Stufe der Wein-kultur ist aber nicht an allen Orten der Preußischen Rhein-lande gleich; die Bewohner weniger sorgfältig und zweck-

') Die größern Zwischenrciume der Weinstöcke bieten nicht min-der denselben eine größere Nahrungssphäre, als sie die Strahlen derSonne besser eindringen lassen, wodurch nicht nur die Menge, son-dern auch die Güte des Mostes vermehrt wird.

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