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Rheinpreußen und seine staatswirthschaftlichen Interessen in der heutigen europäischen Staaten-Krise : oder vergleichende Betrachtungen über den frühern und den gegenwärtigen Zustand der königlich preußischen Rheinlande, mit volkswirthschaftlichen Vorschlägen und statistischen Nachweisungen
Entstehung
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Die Wcinkultnr hat in qualitativer Beziehung nochgrößere Fortschritte gemacht. Es fehlte den Winzern unterden kleinherrschaftlichen Hoheiten beinahe an allen Erfor-dernissen einer blühenden Produktion. Kapitalien warenin geringer Zahl vorhanden; der Absatz beschränkte sich aufdie Konsumtion der Nachbarschaft, die Weingüter warenmit hundert verschiedenen gutsherrlichen Abgaben belastet,die häufig gleich dem Zehnten, als Quote vom Roherträgeerhoben, für den^ Inhaber der Grundstücke die Anwendungvon Kapital wirthfchaftlich betrachtet unräthlich machten,und daher alle Verbesserung und Fortschritte verhinderten.In der Regel hatte der Winzer eine gewisse Menge Weinan die Grundherren abzuliefern, und da die Güte desselbennicht bestimmt war, so baute er die schlechteren Trauben-arten, nämlich Kleinberger Lammerschwänze und Putscheren,die nach dem Ausdrucke der Winzer viele aber schlechteBrühe d. h. Most lieferten. Als darauf alle die ange-führten Lasten in Folge der Französischen Umwälzung schwankden, wurde der Weinbau hiedurch zur Vervollkommnungermuntert, und zum Andern ward der Krieg ein Umstand,welcher die Konsumtion, und folglich auch trotz der Kon-kurrenz der Französischen Weine, die man mit ihnen mischte,den Preis der Weine beförderte. Dagegen hatte der Wein»bau unter der Französischen Herrschaft an Ausdehnungaußerordentlich verloren wegen der vortrefflichen Getreide-preise, deren sich die Landwirthschaft zu erfreuen hatte, undwelche die Verwandlung mancher Weinberge in Ackerbauveranlaßten.

Obgleich vor der Französischen Staatsumwalzung die