der Handelsfreiheit vorzüglich zu berücksichtigen beabsichtigt,und die Eingangsstcnersätze in der Regel nur so hoch zustellen gesucht, daß die auswärtige Produktion wenigstensnicht um den Betrag der im Jnlande darauf ruhendenLasten im Vortheil wäre. Dabei unterstützte die Besorg-nifi, lebhaften und verderblichen Schleichhandel zu erregen,jenen Grundsatz. Aber wie schonend man immer zu Gun-sten der auswärtigen Hervorbringung dabei zu Werke ge-gangen war, so wurden die Vortheile dieser Einrichtungvon den meisten Nheinuferbewohnern in der ersten Zeit ver-kannt, und sie selbst von vielen heftig angefeindet. Als aberdie guten Preise der Weine den Weinbau wunderbar för-derten, begriff man endlich die neue Wohlthat,-und viele warenmit der Regierung zufrieden.
Der Wohlstand der Winzer hat seit dieser Zeit bisohngefähr zum Jahre 1826 zugenommen und unverkenn-bare Fortschritte gemacht. Seit dem angeführten Jahreaber scheint ein gewisser Stillstand, wenn nicht eine Abnahmedesselben eingetreten zu sein. Die Ursache davon liegt zumgroßen Theile in den Konsumtions- und Absatz-Verhältnissendes Produktes selbst, dann aber auch in den mit Hessen,Würtemberg und Bayern abgeschlossenen Handelsverträgen.Für die Weinerzeuger von Rhempreußen ist es stets ein ungün-stiger Umstand, wenn mehrere Jahre Wein in Menge, aber ingeringerer als mittlerer Güte bringen. Ein solcher Wein wirdweder ausgeführt, noch kann er für eine Reihe von Jahrenmit Vortheil aufbewahrt werden. Der Preis desselben sinktdaher in Kurzem wie kaum bei einem andern Produkteherab. Beim Mäuse eines Jahrzehnts, von 1818 bis1828 war, z. B. der Preis des Rothweins bis zum vierten