nähme kein Ziel gesetzt wird, die angeführten nachtheiligenUmstände ohnfehlbar eintreten. Die Mechanik des Geld-umlaufs läßt sich mit jener eines Mühlwerks vergleichen.So wie jeder Zahn des Kammrads die ganze Kraft, welchedie Mühle treibt, gleichsam übernimmt, und sie auf einenandern Theil der Mühle übertragt, so pflanzt sich in jedem'Stück Gelde ein Theil der belebenden Kraft der Produktionfort, und eben sowohl das Mühlwerk als der Verkehrgeräth in's Stocken, wenn das kraftleitende Princip fehlt,mag die Kraft auch noch so groß sein.
Der Hauptunterschied zwischen der Wirthschaft einesFamilienvaters und eines Staats, welcher den früher ver-neinungsweife angeführten Satz vollkommen unstatthaftmacht, besteht darin, daß jeder wirtschaftliche Nachtheil einesGliedes der Familie in demselben Maaße der ganzen Familieschadet, in welchem es dem einzelnen Gliede Schaden bringt,dagegen ein Nachtheil eines einzelnen Staatsbürgers diesenallein und nur mittelbar in sehr vermindertem Maaße den gan-zen Staat trifft. Die Glieder einer Familie sind zu einer wirth-schaftlichen Einheit verbunden, keineswegs die eines Staats.
Adam Smith hat durch zwei Irrthümer, die ebenso groß als tauschend sind, und von denen, welche Staats-wirthschaft nicht als Berufswissenfchaft treiben, fast nieerkannt wurden, den schwierigsten Theil der sogenanntenNationalökonomie in eine scheinbar leichte Kunde verwan-delt. Diese Irrthümer sind keine andere, als t) die be-reits durch ein Beispiel erläuterte Anwendung einer privat-wirthschaftlichen Wahrheit auf einen Staat oder ein ganzesVolk, und 2) seine falsche Ansicht vom Gelde und seinenEigenschaften, worüber seine Lehre so leicht ist, daß sie in