Volk kann also mit demselben Aufwande von Vermögennoch einmal soviel genießen. Wenn aber eine allgemeinbeliebte Waare, wie diese, um die Hälfte ihres Preises sinkt,so lehren Staatswirthschaft und Erfahrung, daß nicht nurdas Doppelte, sondern bei weitem mehr, vielleicht das Drei-fache davon konsumirt wird. Mögen wir nun die Bilanzder Rheinländischen Produktion und Konsumtion nach ihremreellen oder nach ihrem Tauschwerthe betrachten, in beidenFällen hat Rheinpreußen verloren. Nach dem Tausch-werthe betrachtet, hat der Gesammtwerth der Produkte umdie Erniedrigung der Preise sowohl der Weingüter als dererzielten Weine abgenommen, nach dem reellen oder.Ge-brauchswerthe betrachtet, ist die Produktion sich gleich ge-blieben, oder hat höchst wahrscheinlich sogar abgenommen(weil ihr die vorige Ermunterung fehlt), während die Kon-sumtion um einen beträchtlichen Theil — um welchennemlich die Konsumtion der Weine gestiegen ist zuge,nommen hat; folglich hat die gedachte Gegend in jederBeziehung an Wohlstand abgenommen. Aber dieser Nach-theil, der gleich Anfangs eintritt, ist der bei weitem gerin-gere, der ungleich größere liegt in der dadurch hervorge-brachten Verminderung des Umlaufsmittels, in der Schmä-lerung oder augenblicklichen Vernichtung des Kredits, inder unaufhörlichen Stockung des Handels, in den steigen-den Gewinnsten der müßigen Kapitalisten und in den Ver-lusten und verzweifelten Umständen der gewerbthätigen Un-ternehmer. Wenn nemlich das umlaufende Medium aucheine noch so geringe Verminderung erleidet, -so wird diesdoch, da es alles im Verkehr befindliche Vermögen ver-treten muß, leicht fühlbar, und es nmssen, wofern der Ab-
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Rheinpreußen und seine staatswirthschaftlichen Interessen in der heutigen europäischen Staaten-Krise : oder vergleichende Betrachtungen über den frühern und den gegenwärtigen Zustand der königlich preußischen Rheinlande, mit volkswirthschaftlichen Vorschlägen und statistischen Nachweisungen
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