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Rheinpreußen und seine staatswirthschaftlichen Interessen in der heutigen europäischen Staaten-Krise : oder vergleichende Betrachtungen über den frühern und den gegenwärtigen Zustand der königlich preußischen Rheinlande, mit volkswirthschaftlichen Vorschlägen und statistischen Nachweisungen
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sächlich durch den Handel, und doch haben sie währendeiner geraumen Zeit des Fortfchreitens mehr Geld ausge-führt, als eingebracht. Da nun eine wahre oder vollkom-mene Theorie — um das erste Attribut zu erhalten, darfsie nie falsche Thatfachen zum Grunde legen, um das zweitezu erlangen, muß sie alle Verhältnisse in Rechnung brin-gen, und keinen Umstand unberücksichtigt lassen — vonder Erfahrung nie Lügen gestraft werden kann, fondernden Schlüssel zu allen Erscheinungen der Wirklichkeit bietet,so folgt hieraus, daß weder das eine noch das anderejener Systeme wahr und vollkommen sein könne. DerIrrthum der neuen Schule besieht hauptsachlich darin, daßeiner Ansicht, die privatwirthfchaftlich betrachtet begründet ist,staatswirthfchaftliche Gültigkeit beigelegt wird. Wenn nachSmith der Vorsteher einer Familie vollkommen Recht hat,dasjenige, was er mit größern Kosten durch die Mitgliederderselben verfertigen läßt, lieber außerhalb feines Haufes zukaufen, als es durch die erstere machen zu lassen, so ist esdarum nicht wahr, daß auch ein Staat alles dasjenige,was seine Bürger nicht so wohlfeil, wie die Ausländer zuliefern vermögen, mit Vortheil außerhalb kaufe. Bei einemStaate oder Volke kommt nemlich eine Menge neuer Ver-hältnisse in Rechnung. Machen wir nur eine Anwendungvon dem Smithifchen Principe auf die Rheinprovinzen.Es lasse unsere Staatsverwaltung die Französischen Weineohne Mautgebühren eingehen; was ist die Folge davon? DieWeingüter der Rhein- und Mosel- Ahr- und Nahe- User sinkenwenigstens!um die Hälfte ihres heutigen Werths im Preise,— die Preise der Weine selbst sind vorher ebenfalls aufdie Hälfte des, gegenwärtigen Werthbetrags gesunken. Das