gesichert sein. Hier genügt es, die Streitsache in ihremwahren Lichte zu zeigen, ohne sie neuerdings entscheidenund auflösen^ zu wollen, welches wir anderswo gethan haben.
Vor Allem muß bemerkt werden, daß beide Schu-len die Erscheinungen der Wirklichkeit oder die Ergebnisseder Erfahrung nicht genügend aufzulösen vermögen. NachSmith hätte England durch sein strenges Prohibitiv-system eher verarmen ^ls reich werden müssen; er glaubtauch in der That, daß die Schiffahrtsacte den Dritten hin-sichtlich ihres Wohlstandes mehr geschadet als genützt habe,Huskisson aber, bekanntlich derjenige Brittische Handels-minister, welcher die Freiheit des Handels am meisten be-förderte, hat in seiner über diesen Gegenstand gehaltenenRede unumwunden bekannt, daß England den Gipfel desReichthums und der Macht, worauf es sich gegenwärtigbefinde, lediglich seinem Sperrsysteme verdanke; so vor-trefflich dies aber auch für verflossene Zeiten gewesen sei,fügte er hinzu, so wenig verdiene es heutiges Tages An-wendung, da die Völker ihren Vortheil kennen ge-lernt, und die Nordamerikaner jüngst durch die Anwen-dung desselben Systems zu außerordentlichen Reichthümerngelangt seien. Die Erfahrung tritt also der Smith'schenTheorie entgegen, aber sie verleugnet nicht minder die Ansichtder alten Schule oder des Merkantilsystems. Die Nord-amerikaner haben nemlich nach allen über ihren wirth-schaftlichen Zustand gesammelten Nachrichten hinsichtlichihres Wohlstandes fast unglaubliche Fortschritte gemacht,und zwar nicht nur durch Ackerbau, und Manufakturin-dustrie, — der eine bereichert nur langsam, und die andereist noch zu unbedeutend, — sondern anerkannterweise Haupt-