Beschrankte aber einen Nachtheil empfindet, so ist allerWahrscheinlichkeit nach zu erwarten, daß die Beschränkun-gen eben so wenig aufhören werden, wie die Kriege. Dieneuere staatswirthschaftliche Schule hat dies erkannt, unddaher, um das Princip der Handelsfreiheit zu stützen,nicht nur zu beweisen gesucht, daß, wenn freier Handelzwischen zwei Völkern bestehe, dieser das Maximum allererreichbaren Vortheile gewahre, sondern sie hat sogar zudem gedachten Behuf die Ansicht aufgestellt und nie auf-gehört zu vertheidigen, daß Handelsbeschränkungen dembeschrankenden Volke die größten Nachtheile brin-gen, und daß ein kluges Volk nichts Weiseresthun könne, als die Beschränkungen der Nach-barn unerwidert zu lassen. Hier liegt der Gegen-stand der Abweichung zweier staatswirthschastlichen Schulen;er bildet die Scheidewand zweier verschiedenen Systemeder politischen Oekonomie. Adam Smith und seine ganzeSchule fordert unbedingte Handelsfreiheit, als den unterallen Verhältnissen nützlichsten Zustand für jeden einzelnenStaat, mögen seine Grenznachbarn auch noch so strengeProhibitivmaaßregeln ergreifen; sie thun es nur zu ihremeigenen Schaden. Das (fälschlich) sogenannte Merkantil-stem will Beschränkung des Handels, aber nicht unterallen Verhältnissen, sondern nur dann, wenn er einemStaate mehr nehme als gebe, d. h. wenn dabei mehr Geldausgeführt, als eingebracht werde. Dagegen müsse mansich hüten, behaupten feine Schüler, den einem Staateüberwiegend vortheilhasten Handel durch Erschwerung zuschmälern, man müsse sogar, falls die beiden Vortheile derverkehrenden Staaten gleich.seien, Anstand nehmen, solchen
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Rheinpreußen und seine staatswirthschaftlichen Interessen in der heutigen europäischen Staaten-Krise : oder vergleichende Betrachtungen über den frühern und den gegenwärtigen Zustand der königlich preußischen Rheinlande, mit volkswirthschaftlichen Vorschlägen und statistischen Nachweisungen
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