wahrte. Frankreich hatte zuerst eine Mautlinie gegen dieDeutschen Staaten hergestellt, welche hinsichtlich Rhein-,preußens besonders für die ihm so nahe gelegene Eifelhöchst drückend wurde, und den Staat zu schleuniger ge-setzlicher Widervergeltung aufforderte. Die Eifel führtenemlich nach Frankreich eine beträchtliche Menge Vieh,besonders Schlachtvieh aus, und Franzosen erschienen aufden Eifel-Markten häufig als Käufer. Ueberdieß fetztendie gewerbfieißigen Bewohner des Preußischen Staats Ge-treide, Leinwand, Eisenwaaren, Bänder, Garn u. s. w. anFrankreich ab. Dieser Verkehr wurde durch die uner-schwinglichen Eingangssteuern, welche der Französische Staatauf jene Waaren gelegt, und wodurch er ihr Einbringen,wie mittelst gänzlichen Verbots, verwehrt hatte, vollendszu Boden geworfen.
Die vaterländischen Hervorbringn- anderer Gegenstäiidewurden ebenfalls, wenn auch in geringerem Maaße, dadurchbenachtheiligt, und da die Franzosen gleichwohl ihrer Seitseine Menge Fabrikerzeugnisse, namentlich Kattune undSeidenwaaren, wie zuvor, in das Preußische Rheinlandbrachten, so wurden, die Manufakturbesitzcr der Gegendvon Elberfeld, deren Werkstätten sich vorzüglich mit derHervorbringung dieser Waaren beschäftigten, bald der un-gleichen Stellung und ihrer nachteiligen Lage inne, undforderten den Staat dringend zur Entgeltung der Unbillund zur Befchützung des inländischen Gewerbfleißes auf.Damals war man in Deutfchland, welches seit einigenJahren erst wieder seine Unabhängigkeit erkämpft hatte,der Unbeschränktheit jeder Art von Verkehr sehr ergeben.Einmal nemlich dehnte man die Ideen der Freiheit, womit