folgende Jahr von 1817 hatte ein Erzeugmß von so ge-ringem Werthe gebracht, daß die Winzer es zum Theilnur weit unter dem natürlichen Preise verkaufen, zumTheil gar nicht absetzen konnten. Die ungenannten Zwi-schenjahre waren gänzliche Fehljahre. Die lange Reihevon fünf theils Mangel-, theils Mißwachsjahren hatte beiden Weinerzeugern großes Elend hervorgebracht und ihreHoffnungen so sehr zu Voden geschlagen, daß sie vieleGrundstücke, die in der Thalebene lagen, und zum Gemüse-und Getreidebau geeignet zu sein schienen, der Weinstöckcberaubten, und in Ackerland verwandelten. Zu ihremTroste erschien der Herbst von 1813, welcher von günstigenUmstanden begleitet, die gesunkene Hoffnung kraftig zu be-leben vermochte. Der Wein hatte zwar nur eine etwasbessere als mittlere Güte, allein die Weinpreife waren un-terdessen zu einer bis jetzt unerhörten Höhe gestiegen. DieUrsache, davon war nicht bloß das vorhergehende und an-haltende Mißwachsthum, — die fremden Weine hattenleider die Stelle der vaterlandischen eingenommen, — son-dern auch die Erwartung *) des neuen Schutzes, den einelängs des Fränkischen Gebiets sich erstreckende lebendigeSchirmmauer von Grenzauffehern dem Deutschen Kunst-fleiße und der vaterländischen Erzeugung überhaupt ge-
°) Noch im Jahre 1819 wurde von fremden Weinen keineEingangs-Steuer, sondern nur eine Verbrauchs-Abgabe von 2 Gr.3 Pf. vom Quart erhoben. — Deutsche Weine wurden sogar nurmit 1 Gr. 3 Pf. vom Quart verzollt. Der Tarif vom 15. Oktob.1821 ordnete eine Eingangs-Abgabe von allem in die östlichen Pro--- vinzen des Preußischen Staats eingehenden fremden Weine von8 Thaler vom Centner, und von 6 Thalern von dem in die west-lichen Provinzen desselben eingehenden Weine an.
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