konnte mehr hicbei gewinnen, als diejenigen Orte, die un-mittelbar am Strome gelegen, gewissermaßen die Verbin-dung der beiden getrennten Theile vermittelten? .Die Kolo-nialwaaren, die unter der Fremdherrschast einen Preis er-reicht hatten, welcher Unbemittelten den Genuß derselbenunmöglich machte, der mittlern Klasse des Volks aber äußersterschwerte, waren plötzlich so wohlfeil geworden, daß jederauf ihre Konsumtion als ein Gemeingut Aller Anspruchmachte. Dieselbe Bewandniß und theilweise noch einefür die Verzehrer günstigere hatte es mit England's undElberfeld'-s Manufakturwaaren. Die Folge davon war,daß seit dem Uebergange der Verbündeten über den Rheindie Zahl der kleinern unmittelbar aus dem Laden verkau-fenden Handelsleute bedeutend gestiegen war, die nun ihrerSeits wieder eine große Menge von Handwerkern undDienstleistenden beschäftigten. Verschwiegen darf aber hiernicht werden, daß einzelne Handel- und Gewerbtreibendedurch die plötzlich erfolgte Umgestaltung der Verhältnissegroße Verluste erlitten, und daß der Untergang ihres Ver-mögens, des Verlustes Größe nicht ertragend, eine MengeMitbeteiligter mit sich in den Strudel des Verderbensfortgerissen hatte. Die Summe dieser Verluste mochte imGanzen groß und ansehnlich sein, aber sie trafen das Fa-brikland des linken Nheinufers, die Gegend von Aachen,nicht so furchtbar, weil dieselbe größtentheils wollene Tucheliefert, deren Preis unter Fränkischer Herrschaft bei weitemnicht zu einer solchen übertriebenen Höhe, wie die der baum-wollenen Zeuge im Verhältnisse zu den Preisen des Aus-landes gesteigert worden war. Weit überwogen warendiese Nachtheile von den Vortheilen, die dem Fabriklande
Druckschrift
Rheinpreußen und seine staatswirthschaftlichen Interessen in der heutigen europäischen Staaten-Krise : oder vergleichende Betrachtungen über den frühern und den gegenwärtigen Zustand der königlich preußischen Rheinlande, mit volkswirthschaftlichen Vorschlägen und statistischen Nachweisungen
Seite
47
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten