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Rheinpreußen und seine staatswirthschaftlichen Interessen in der heutigen europäischen Staaten-Krise : oder vergleichende Betrachtungen über den frühern und den gegenwärtigen Zustand der königlich preußischen Rheinlande, mit volkswirthschaftlichen Vorschlägen und statistischen Nachweisungen
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gleich befriedigt, oder ihrer Lösimg eine Frist gesetzt, nachderen Verlauf fie abgetragen sein mußten. Eine Menge"Unbemittelter, welche ein unverdientes Schicksal aus derReihe der Wohlhabenden gestoßen und tief erniedrigt hatte,gelangten zu dem lang entbehrten Genusse ihres Eigen-thums, welches nun die unerwartete Stütze ihres Alterswurde. Eine gleiche Sorgfalt bewies der Landesfürst für dieRückstände derjenigen Staatsbürger, welche der FranzösischenRegierung Dienste geleistet hatten, und deren Gehalte von, ihr nicht berichtigt waren. In Aachen bestand eine beson-dere Behörde für die Auseinandersetzung diefer Angelegen-heiten, welche später mit der dortigen Negierung verbundenworden ist. So war eine Menge neuer Capitalien ge-schaffen, welche zur Unternehmung neuer Industriezweigeaufmunterten, und die Hervorbringung der rohen und derkünstlichen Erzeugnisse beförderten.

Die Fürsorge des Königs für die Wohlfahrt seinerneuen Unterthanen und seine Neigung für sie hatten die'Rheinländer bald Gelegenheit noch besser kennen zu ler-nen. Als im Jahre 1817 allgemeiner Mangel an dennothwendigsten Nahrungsmitteln ein unbeschreibliches Elendunter der niedern Volksklasse der Städte eben so wieunter vielen Bewohnern des platten Landes hervorgerufenhatte, erschienen auf dem Rheine die Getreideschiffe des Staats,welche der rettende Vater des Vaterlandes mit den Vor-räthen der Ostseeküsten gefüllt und in schleuniger Eile demRheinland? zur Unterstützung gefandt hatte. *)

') Durch ungünstige Vorfälle ikar ihre Ankunft leider verspätetworden. Zwei Millionen Thaler waren zu Getreide-AnkäufenBehufs der Versorgung der Rheinprovinzen vom Staate bestimmt.