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Rheinpreußen und seine staatswirthschaftlichen Interessen in der heutigen europäischen Staaten-Krise : oder vergleichende Betrachtungen über den frühern und den gegenwärtigen Zustand der königlich preußischen Rheinlande, mit volkswirthschaftlichen Vorschlägen und statistischen Nachweisungen
Entstehung
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diesen Umstand waren die kleinem Kaufleute und Capital-eigner gänzlich von dem gewinnbringenden Großhandel desHolzes ausgeschlossen, und das Mitwerben oder die Kon-kurrenz bei diesem Verkehre auf eine äußerst geringe Anzahlvon Käufern beschränkt. Sie traten zusammen, und mach-ten unter sich und mit dem Forstbeamten gemeinschaftlicheSache, und auf diese Weise wurden Volk und Staat be-stohlen.

Viele höhere Beamte kehrten bei den Unterbeamtenhäufig ein, und ließen sich reichlich bewirthen, nahmenGeschenke von ihnen, und mußten darum blind gegen ihreVeruntreuungen sein. Eine unzweckmäßige Einrichtung be-stand endlich darin, daß die Ausführung von Holzpflan-zungen dem Ansteigerer als lästige Bedingung auferlegtwurde.' Auch hier befreiten häufig Geschenke und Einver-ständnis; mit den Beamten von der vollkommenen Erfül-lung der übernommenen Verpflichtung.

Die heutige Forstvcrwaltung.

Alle diese verderblichen Einrichtungen sind heute ver-möge einer vollkommnern Forstvcrwaltung verschwunden.Der Verkauf des Holzes findet in den kleinsten Haufenstatt, und indem auch der kleine Holzhändler und jederHolzbedürftige feinen Bedarf unmittelbar von der Behördeerhalten kann, wird mittelst der vermehrten Mitwerber derPreis des Erzeugnisses zum Vortheil des ganzen Staatsso hoch als möglich hinauf getrieben. Besondere, gewöhn-lich ausreichende Gefälle sind für die Ausführung vonPflanzungen und Verbesserungen bestinunt. Sie werden