dessen Sprache dem größten Theile der Rheinischen Bevöl-kerung fremd ist, und welches ihnen heut zu Tage keinewirthschaftliche Vortheile, wohl aber neben den früherneine Menge neuer Nachtheile bringen kann.
Mehrere Deutsche Staaten hatten zu jener Zeit eben-falls bedeutende Fortschritte gemacht, und die neuen Ansich-ten über die Rechte und die Bestimmung der Menschheitdrangen von Westen und Osten ins Rheinland. Diegrößern Rheinischen Fürsten waren endlich genöthigt, demStrome zu folgen, und eine öffentliche Meinung der Auf-geklärten, wie gering auch ihre Anzahl sein mochte, inzeitgemäßen entsprechenden Einrichtungen anzuerkennen. Soerfolgte die merkwürdige Erscheinung, daß auf den Gym-nasien geistlicher Landesherren Kantische Philosophie gelehrtwurde, vor welcher man früher, wie vor vergifteter Speise,zurückschauderte. Die ungemein niedrige Stufe der Volks-bildung war endlich auch erkannt worden, und man suchtesie durch neue Anstalten zu fördern. Als jedoch die Aus-schweifungen und Grauel der Frankischen Staatsumwal-zung alle wohlthatige Folgen der Aufklarung zu überwiegenschienen, kehrte die alte Besorgniß ihrer nachtheiligen Wir-kung zurück, und man war im Begriffe, Rückschritte zumachen, als die Franzosen das Land besetzten.
Die Verdienste der Franzosen um das linke Rheinuser.
So unvollkommen wir den Zustand des innern Volks-lebens am Rheine, auf den wir, um das Gemälde zu vol-lenden, bald wieder zurückkommen werden, bei dem Heim-falle des linken Rheinuftrs an Preußen fanden, so hatte