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Rheinpreußen und seine staatswirthschaftlichen Interessen in der heutigen europäischen Staaten-Krise : oder vergleichende Betrachtungen über den frühern und den gegenwärtigen Zustand der königlich preußischen Rheinlande, mit volkswirthschaftlichen Vorschlägen und statistischen Nachweisungen
Entstehung
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cr doch die Stelle eines ungleich mangelhaftem des soeben geschilderten eingenommen, und jedermann hattedie Verbesserung erkannt. Das Verdienst der Franzosenum das linke Rheinuser ist, insofern Wohlthaten, zum Theilauf Kosten rechtlicher Besitzer erzeigt, Wohlthaten bleiben,

wenn sie nur fortdauernd tresliche Wirkungen äußern

in der That außerordentlich groß. Kaum hatten sieihre Herrschaft am Rheine befestigt, als gleichsam wie miteinem Schlage Leibeigenschaft, bäuerliche Lasten, Zehnten undFrohnen, Zünfte und Innungen, Kastensystem und jede Un-gleichheit vor dem Gesetze schwanden. Neugeboren, wieauf den Ruf der Gottheit aus Nichts hervortretend, standein jugendlich blühendes, kräftiges Bürgerthnm da. DieFranzosen haben vortreffliche Landstraßen angelegt, die Mün-zen, die Maaße und Gewichte vereinfacht, einige Städteoder ihre Umgebungen verschönert. Sie haben religiöseUnduldung und Aberglauben vernichtet, Mißbräuche abge-stellt und Gespensterfurcht verscheucht, den bunten Rockvon hundert verschiedenen Rheinischen Gesetzgebungen undRechtspflegen in ein schlichtes, den Bauer, wie den Mar-schall umfangendes Gewand zweckmäßig bestimmter und'gemein verständlicher Gesetze verwandelt, und die Oessent-lichkeit der Gerichte eingeführt. Sie haben ferner die rich-terliche Gewalt von der Verwaltung geschieden und beidegenau begrenzt. Einiger Verbesserung hatte sich selbst derVolksunterricht durch die Einführung sogenannter Normal-schulen, worin Volkslehrer gebildet wurden, zu erfreuen.Mehrere ihrer Landvögte, sogenannte Präftkte, hatten durchunmittelbare Einwirkung aus den Ackerbau die Landwirch-schaft zu verbessern gesucht; namentlich ward die Schaaf-

zucht