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Rheinpreußen und seine staatswirthschaftlichen Interessen in der heutigen europäischen Staaten-Krise : oder vergleichende Betrachtungen über den frühern und den gegenwärtigen Zustand der königlich preußischen Rheinlande, mit volkswirthschaftlichen Vorschlägen und statistischen Nachweisungen
Entstehung
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Ihre Entweihung, der Menschheit scheußliche Geissch schnödeLeibeigenschaft, nistete vor der Fränkischen Staatsumwälzungin mehreren Gegenden der Rheinischen Lande. Vom dem schmäh«ligen Verhältnisse, worin der Mensch Eigenthum eines Andernist, verloren sich ihre Arten in hundertfältigen Uebergängen zuden persönlichen Dienstbarkeiten und Frohnen, welche an denBesitz von Grundstücken geknüpft waren. Man erkennt hierindie niedrige Stufe der Civilisation, worauf sich das Landbefand; andere Umstände stimmten mit ihr überein. MüßigeBettelmönche durchstreiften das Land, und erlangten vonder Unwissenheit der Landleute einen Theil der Vorräthe,die sie im Schweiße ihres Angesichts der Erde abgewon-nen hatten. Dagegen gediehen der reichen Klöster trägeund üppige Bewohner in Freuden und Ueberfluß, und ver-schlangen, ohne ihren Mitbürgern zu nützen, den Segen,womit der Himmel die Anstrengungen emsiger Bauern be-lohnen wollte. Ein Heer unbeschäftigter Bettler fand durchdie Allmofen dieser Klöster Unterhalt, und verjüngte seintrauriges Dasein mittelst der von ihnen erhaltenen Gaben.Die Menge der verwertheten Umlaufsmittel war äußerstgering; Gebrauch und Genuß auswärtiger Natur - undKunsterzeugnisse folglich sehr beschränkt. Man erstaunt,wenn man die Gehalte der ersten Beamten der damaligengrößern Staaten erfährt; ein Theil ihrer Besoldung bestandin dem Empfange landwirthschaftlicher Erzeugnisse. DerLuxus hatte eben so wenig Fortschritte, wie Künste undWissenschaften gemacht, und war nur an den Höfen be-kannt.