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Rheinpreußen und seine staatswirthschaftlichen Interessen in der heutigen europäischen Staaten-Krise : oder vergleichende Betrachtungen über den frühern und den gegenwärtigen Zustand der königlich preußischen Rheinlande, mit volkswirthschaftlichen Vorschlägen und statistischen Nachweisungen
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bände zu lebenslänglichem Kriegsdienste verpflichtet sei,welche Ansicht man allenthalben am Rheine verbreitet fand.Ueberdieß waren die Gemüther durch die Besorgniß beun-ruhigt, daß die-Französischen Gesetze abgeschafft werden undandere/ weniger vollkommne, an ihre Stelle treten möchten.Dagegen schien man zu jener Zeit für andere Maaten, na-.mentlich für Oesterreich eine günstigere Meinung zu be-wahren; Sächsische Landeshoheit wünschte man aber amMittelrheine vorzugsweise, sowohl weil der König von Sach-sen den Rheinländern als rechtlicher Mann galt, indem er-Treue gegen Napoleon mit eigner Aufopferung bewiesenhatte, als weil in den Sitten seiner Unterthanen Aehnlich-,keit mit den Rheinischen wahrgenommen worden war.<Viele Stimmen erhoben sich auch für die Wiederherstel-lung des Zustandes vor der Französischen Staatsumwäl-zung, in welchem die größern Fürsten geistliche Landesherr»waren, die den größten Theil der öffentlichen Ausgabenaus ihrem Privatvermögen bestritten und deshalb äußerstgcringe Steuern erhoben. Das Selbstgefühl der Rhein-länder war durch die Herrschaft eines so nördlichen unddarum fremdartigen Staats , wie Preußen, verletzt. Siehatten sich als Bürger des Fränkischen Kaiserreichs aus-gezeichnet; mehrere der Rheinstädte hatten von Napoleonvortheilhafte Beinamen erhalten, und die RheinischenKrieger, die der öffentlichen Meinung zufolge den Muthder Franzosen mit der Ausdauer der Ueberrheinischen Völkerverbanden, hatten in den kaiserlichen Heeren den ersten Rangbehauptet. Auch war man sich des Wohlstandes vondem linken Rheinufer bewußt, und scheute darum eine Ver-bindung mit Preußen, dessen Lande öffentliche Blätter und