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Rheinpreußen und seine staatswirthschaftlichen Interessen in der heutigen europäischen Staaten-Krise : oder vergleichende Betrachtungen über den frühern und den gegenwärtigen Zustand der königlich preußischen Rheinlande, mit volkswirthschaftlichen Vorschlägen und statistischen Nachweisungen
Entstehung
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die herübergekcknmeUen Krieger als arm und verwüstet schil-derten. Vollends entschied Wider Preußen die Verschieden-heit des Glaubensbekenntnisses, da von NheinpreußensBewohnern nicht einmal der vierte Theil der EvangelischenReligion zugethan ist, und überdieß die Evangelische Bevöl-kerung größtenteils das rechte Rheinufer bewohnt, welchesminder berücksichtigt wurde. *)

Ungünstige Verhältnisse der Rheinlande im Jahre 1815.

Andere Verhältnisse waren der neuen Regierung, so-fern sie Neuerungen und Verbesserungen zur Beförderungder Kulturfortschritte beabsichtigte, nicht günstiger. Napo-leon, durch bloße Verstandesbildung zum vollendeten Feld-herrn und Staatsmanne geworden, erzog das Volk nur fürseine Zwecke. Der öffentliche Unterricht, statt von Seitendes Staats wirksam unterstützt zu werden, war ihm in ge-wissem Betrachte zur Finanzquelle geworden, indem die dazubestimmten Gesälle nicht ungeschmälert dafür verwandt wur-den, daher die Entgeltung für die Benutzung der Lehran-stalten sehr hoch gehalten und von denjenigen, welche derhöhern Laufbahn im Staatsdienste sich widmeten, gleichsam

') Das Zahlverhältniß der verschiedenen Glaubensbekenner warim Jahre 1828 folgendes:

Die Gesammtbevölkerung bestand aus 2,172,345 Menschen, wo-von: 1,660,972 Katholiken, 487,920 Evangelische, 1315 Menno-niten, 22,338 Juden.

Obgleich die Bevölkerung seit 1816 bedeutend gestiegen ist, in-dem sie zu jener Zeit nur 1,849,711 betrug, so kann man doch mitgroßer Wahrscheinlichkeit annehmen, daß das Verhältniß der ver-schiedenen Glaubensbekenner dasselbe gewesen sey, wie heut zu Tage;mit Gewißheit läßt sich aber behaupten, daß es nicht um ein Bedeu-tendes verändert worden ist.