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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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Krönungsfeier.

sagten sie: Es lebe der König in Ewigkeit.« Dann salbt derErzbischof von Köln die Flächen der Hände des Königs, in-dem er betet: «Mögen diese Hände mit dem heiligen Oelegesalbt werden, mit welchem die Könige und Propheten ge-salbt worden sind, und Samuel den David zum Königegesalbt hat, damit Du gesegnet seist und gesetzt als Königzur Herrschaft über dieses Volk, das der Herr Dein GottDir zum Beherrschen gegeben hat. Was Gott verleihenmöge, der lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.«Unterdessen singt der Klerus wieder: »Dich hat der Herrgesalbt u. s. w.« Nach dieser Salbung trocknen zwei bereit-stehende Kapläne des Königs diesen mit ganz weisser Wollean den Stellen ab, wo die Salbung mit dem heiligen Oelestattgefunden hat. Der König wird nun zum Schrein geführt,dort mit den Sandalen, der Alba und der kreuzweise überdie Brust gelegten Stola bekleidet und ohne Mantel zu sei-nem Sitze in der Nähe des Altars geführt. Der Erzbischofvon Köln hebt wieder an: »Lasset uns beten.« Gebet. »All-mächtiger Gott, siehe gnädig mit heiterm Blick auf denruhmvollen König N. herab, und wie Du den König Abraham,Isaak und Jakob gesegnet hast, so überschütte ihn mit demreichen Segen geistiger Gnade, mit der ganzen Fülle DeinerMacht. Verleihe') ihm vom Thaue des Himmels und vonder Fruchtbarkeit der Erde den Ueberfluss an Erzeugnissendes Feldes, an Wein und Oel, und nach der göttlichen frei-gebigen Milde auf lange Jahre die Fülle aller Früchte, da-mit das Vaterland während seiner Regierung von Krankheitenverschont, der Friede im Reiche unverletzt erhalten bleibe,die Würde des königlichen Hauses ruhmvoll in höchster Glorieder königlichen Gewalt vor den Augen Aller erglänze, mithellstem Lichte leuchte und gleichsam vom höchsten Glänzeumstrahlt als leuchtender Blitz erscheine. Verleihe ihm, oGott, dass er ein starker Hort des Vaterlandes und mit demfrommen Sinne königlicher Freigebigkeit ein Trost der Kir-chen und der Wohnstätten heiliger Orden sei; möge er vorden Königen durch Tapferkeit glänzen als Triumphator überseine Feinde zur Unterdrückung der Aufrührer 'und heid-

') Moses I, c. 27.