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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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Der äussere Mauerring.

benannten, noch heute fortbestehenden Strasse beweisend.In dem Nekrolegium der Achener Marienkirche, welches No-tizen aus der Zeit vom zwölften bis zum vierzehnten Jahrhundertenthält, kommt die platea iudeorum, auch der deutsche Aus-druck »Judestrazen« wiederholt, «Jakob der Jude« und ein-mal »Godefridus iudeus sacerdos« vor, wo in dem letzterenFalle iudeus offenbar Familienname ist, wie eine solche unterden vornehmen Patriziern in Köln bestand. Kaiser Ludwig IV.war, wie er am 2. Februar 1342 zu München bekundet, mitden Juden im Reiche übereingekommen, dass ihm jeder Judeund jede Judenwitwe, die zwölf Jahre alt seien und zwanzigGulden Werth haben, jährlich einen Gidden Leibzins gebensollen: was sich natürlich auch auf die Juden in Achenbezog.

Im Jahre 1342 verpfändete Ludwig IY. die hiesige Karls-kapelle, welche der Probstei annex war, an den Markgrafenvon Jülich. Von der Zeit an besassen die Jülicher dasCollationsrecht dieser Kapelle. Am 16. Februar desselbenJahres verpfändete er die Meierei von Achen an denselbenMarkgrafen gegen 12,000 Mark. (Nopp. S. 139.)

Am 22. September desselben Jahres erliess der Kaiservon Frankfurt aus eine Urkunde an die Stadt (Quix 333),welche, in Verbindung mit andern Andeutungen, uns Achenin der Periode der äusseren Erweiterung oder in der Periodeder Erbauung des äussern Mauerringes zeigt. Wir habenim Laufe der Darstellung gesehen, wie neben der karolin-gischen Pfalz ein Flecken bestand, welcher langsam an Be-deutung zunahm, während die umfangreiche Pfalz durchVerheerung, Brand und Vernachlässigung in ihrem Beständevermindert und zuletzt auf eine Festhalle beschränkt wurde,welche dem heutigen Rathhause Platz machte. Der zurvolkreichen Stadt herangewachsene königliche Ort wurdeunter Kaiser Friedrich I. durch die Bürger mit einer Mauerund mit Befestigungen umgeben, welche gegen Ende deszwölften und beim Beginn des dreizehnten Jahrhunderts beiBelagerungen sich bewährten und um die Mitte des dreizehn-ten Jahrhunderts eine mehr als sechsmonatliche aushielten.Die zu den Zeiten des Staufers (S. 176) enstandene Ring-mauer fasste die bei der Entwicklung der Bedeutung der