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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
Entstehung
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70 Pfalzgraf von Achen. Ottos I. fernere Schenkungen.

und wolle. Endlich soll keiner seiner Nachfolger, sei es Kai-ser oder König, die besagte Kapelle oder etwas ihr Zuge-höriges einer anderen Kirche zueignen oder einem Bischofoder einer anderen Person zu Lehen geben, sie soll viel-mehr unter clcm Schutze und unter der Immunität der Kaiserund Könige stehen. — Wenn auch von nun die Geistlichendes Marienstiftes Kanonici genannt werden, so kommt den-noch die frühere Bezeichnung fratres noch wiederholt vor.

Ob mit dem Jahre 966 das gemeinsame Leben der .Geistlichen an der Marienkapelle aufhörte und eine Verthei-lung der Einkünfte an die einzelnen Mitglieder statt fand,wird nicht angegeben.

Von Bedeutung ist der Umstand, dass mit dem Todedes Erzbischofs Bruno von Köln, welcher die beiden Loth-ringen lenkte, Niederlothringen keinen Herzog erhielt, sondernunmittelbar von der Krone aus regiert worden zu seinscheint, worauf das Auftreten eines Pfalzgrafen hindeutet,welcher Anfangs seinen Sitz in der königlichen Pfalz hatteund Pfalzgraf von Achen hiess. Otto hatte in den verschiede-nen Herzogthiimern des Reiches mit Ausnahme von Frankenwieder Pfalzgrafen eingeführt, welche die Reichsgüter beauf-sichtigten und im Namen des Königes Recht sprachen. FürLothringen kommt ein solcher 966 unter dem Namen Hermannvor, der ohne Zweifel einem erlauchten Hause angehört, dasein Sohn der Schwager Kaisers Otto III. wurde. Eine sichereKunde über die Vorfahren Hermanns besitzen wir nicht.

In der Urkunde vom 17. Januar 966 erscheint KaiserOtto I. als derjenige, welcher zuerst an die Hebung Achensim Andenken an Karl den Grossen dachte; wir werden weiterunten sehen, dass sein Enkel Otto III. diesen Plan wiederaufnahm.

Am 16. Februar 966 erliess der Kaiser von Nimwegenaus auf Bitten seines Sohnes, des Erzbischofs Wilhelm vonMainz, eine Urkunde zu Gunsten des Achener Marienstiftesüber die Nona von 50 Villen und der Villa Bastonach mitdem Jahrmarkt. Blendofia, Heldun, Linai, Lizau, Satanaiund Blaniaco treten zu den früheren hinzu. Heim und Linsanaus der Urkunde von 930 fehlen. Weder König Arnulf nochKönig Heinrich I. werden genannt. Der Vorsteher der Ka-