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Zwentibolds Regieraug und Tod.
Reliquienkasten in Achen, welcher die Statuetten verschiedenerdeutscher Könige trägt, auch die Zwentibolds steht. >)
Am 30. Juli 896 schenkte er von Achen aus seinerAnverwandten, der Äbtissin Kisla, einer Tochter Königs Lo-thar, den Frohnhof Seffent mit der Kirche und einen Mansuseines gewissen Luitprand mit den .Hörigen u. s. w. Kislahatte ihren Verwandten, den König, gebeten, ihr Einiges vomFiskus des Achener Palastes zum Eigenthum zu geben. Sef-fent ist ein Weiler, der etwa eine halbe Stunde nordwestlichvon Achen liegt und zur Pfarre Laurenzberg gehört. Diein der Urkunde (bei Lacomblet, Urkunden zur Geschichtedes Miederrheins I. 78 und Quix, Cod. dipl. I. 6) angegebeneKirche ist wohl die jetzige Pfarrkirche von Laurenzberg.
Nach Regino von Prüm heirathete Zwentibold um Ostern897 Ota, die Tochter des Grafen Otto, der Wahrscheinlichderselbe ist mit dem Herzoge von Sachsen, Otto dem Er-lauchten, dem Vater Königs Heinrich I. ßeginar, Graf vonHennegau, früher Günstling und Hauptrathgeber Zwentibolds,entzweite sich aus uns unbekannten Gründen mit diesemund wandte sich um Hülfe an Karl den Einfältigen vonFrankreich, den die westfränkischen Grossen nach dem Todeseines Nebenkönigs Odo zu ihren Könige 898 gewählt hatten.Karl erschien auch, drang bis Achen und Nimwegen vor undzog sich dann, nachdem ein Friede vermittelt worden war,wieder in sein Land zurück. Die lothringischen Grossen fielenabermals von Zwentibold ab und wurden von diesem zumzweiten Male in dem festen Dürfos an der unteren Maas,jetzt Doveren bei Hausden, vergeblich belagert. Auch mitden Bischöfen, welche sich weigerten, die Abgefallenen in denBann zu thun, überwarf er sich und ging nach den Jahrbüchernvon Fulda so weit, den Einen derselben, den ErzbischofRatbod von Trier zu schlagen. «Da er dem Rathe gemeinerLeute und Weiber folgte,« so riefen die Lothringer dendeutschen [König Ludwig in's Reich und huldigten ihm zuDiedenhofen. Dieser war nach dem Tode seines Vaters Arnulf
i) Franz Bock, der Reliquienschatz des Liebfrauen-Münsters zuAachen. Aachen 1860, S. 46.