Erstes Kapitel, Stannnreihe, in welcher die Teilung der Linien stattfindet, 11
rung der Dörfer Garsden, Hehlen und Altenhcigen durch Heinrich, über Be-raubung der Bürger zu Lüneburg, Nelzen, Celle und Hannover, überRaub, Brand, Gefangennahme uud Totschlag in der Vogtei Bodenteichdnrch die v. V. uud v. Houlage aus den Schlössern Gifhorn und Kämpenverübt, über Räuberei derselben, über die Gefangenschaft des Berthold Kind, desHeinrich v. Heimbruch und anderer, über die dem Bürger Dietrich v. d. Steinhusabgenommene Schätzung, über Räuberei zu Wolthausen, über die Teilnahmedes Heinrich an dem Zuge des Hans v. Schwicheld gegen Celle und überdie Niederlage, welche der Vogt und die Bürger zu Celle von ihm erlitten,über den vom Ritter Heinrich angestifteten Brand des Schlosses zuHöhne, über Raub, Brand und Totschlag von den v. V. und v. Honlageim Lande Sachsen-Wittenberg verübt, über Beraubung und Einäscherungdes Dorfes Fletmar durch die v. Wenden und andere verübt, über Raubund Gefangennahme zn Schwachhansen und Nordberg und endlich über denwährend des letzten auch von Ludolf verbürgten Friedens vom HerzogFriedrich uud den Braunschweigern unternommenen Angriff.
1380 schließen die v, V. zu Gifhorn Frieden mit der Stadt Braun-schweig, die unter anderen in diesem Jahre auch das Schloß Glentorf zer-stört hatte.
Von 1381/82 heißt es: Den wieder aufblühenden Wohlstand derStadt Brauufchweig scheint der umwohnende Adel mit Mißgunst betrachtetzu haben. Mit einer Menge von Fehden und Wegelagerungen suchte erdie Bürger heim. Schon zu Anfang des Jahres 1381 ist die Stadt ineinen Streit mit den v. V. verwickelt. Nichtersüllte Verpflichtungen derletzteren sollen die MißHelligkeiten herbeigeführt haben. Verübter Land-friedensbrnch scheint den Zwist veranlaßt zu habeu. Von Gifhorn aus,das den v. V. von der Stadt zum Pfandbesitz übergeben war, muß derHandel der benachbarten Städte irgendwie beeinträchtigt worden sein, denndiese schritten 1382 ein. Ehe dies geschah, sicherte sich Braunschweig durchVerhandlungen mit dem damals noch in Wolfenbüttel residierenden HerzogOtto vor einer Hinderung der Exekution durch denselben. 22. 4. 1381 ver-sprach der Herzog, sich nicht in den Streit einmischen zu wollen. 25.5.1381 er-klärten sich die v. V. bereit, den Streit durch ein Schiedsgericht austrageu zulassen. Aber es mnß keine Einigung erzielt worden sein; der Kampf entbranntevon neuem und wurde erst 1382 beendet. Braunschweig hatte sich inzwischenmit den Städten Hannover, Uelzen und Lüneburg, auch mit dem Komturdes Johanuiter-Ordens zu Suppliugenbnrg Ludolf gegen die v. V. ver-bündet, und so geschah es, daß das Aufgebot dieser Städte mit dem derLnneburgischen Fürsten Albrecht und Wenzel Gifhorn 1382 belagerte nndeinnahm. Als das eroberte Schloß der Stadt Braunschweig als Lüne-bnrgisches Psandlehen wieder überantwortet war, überließ es die Stadt mit