Vas 6elcl)leel)t von Veltlieim /LV 5 ^ II. Teil: Die Stammreihe des Geschlechts von der Teilung der Linien an Georg Scdmiät Kalle a. S. 1912 ^ ^ ^ Buchdruckerei des Waisenhauses Vorwort. Im Jahre 1908, als das Geschlecht v. Veltheim den ununterbrochenen 600jährigen Besitz von Harbke festlich beging, richtete der Senior Schloßhauptmann Werner (Nr, 524) die Anfrage an mich, ob ich die Abfassung einer Geschichte seines alten Geschlechts übernehmen wolle. Ich erklärte mich zur Übernahme der großen und schwierigen Arbeit sehr gern bereit, denn es hatten die verschiedensten Umstände obgewaltet, daß ich seit Jahrzehnten mich mit der Vergangenheit der in der unmittelbaren Nähe von meiner Vaterstadt Halle erbangesessenen Familie beschäftigt und sehr reichhaltige genealogische Sammlungen von Urkunden Auszügen, alten und neuen Siegeln, Porträts und Ahnentafeln angelegt hatte. Es erscheint mir nicht unangemessen, die Gründe für dieses mein lebhaftes Interesse aufzuführen. Zunächst steht die Familie iu meiner engeren Heimat, zumal seit dem wegen seiner patriotischen, wissenschaftlichen und industriell-technische» Verdienste und wegen seines edeln Charakters hochgeschätzten Oberberghanptmanns Franz (Nr. 474) in höchstem Ansehen; mit den Söhnen des Geschlechts habe ich ans dein Halleschen Kgl. Pädagogium auf derselben Schulbank gc IV Vorwort. sessen, und die alten Schulkameraden nehmen zumeist auch iu späteren Jahren Interesse aneinander. Dazu kam, daß ich 1864 von der verwitweten Frau Luise v. V. geb. v. Mitzlass (Nr. 504) zum Hauslehrer für ihren einzigen Sohn Achaz (Nr. S32) berufen wurde, den ich nach seinem unglücklichen Sturz vom Pferde mit zerbrochenem Schädel auf meinen Armen nach dem Herrenhaus zu Schönfließ hereintrug. Die trauernde Mutter, welche mich später in ihrem Testamente mit einein Legat bedacht hat, wollte mich als Inventarium in Schönfließ, so lange mir zur Vorbereitung auf die Examina oder zu wissenschaftlichen Arbeiten die unmittelbare Nähe von Berlin passen würde, behalten, aber ich folgte einer Aufforderung ihres Schwagers Ludolf (Nr. 306), als LäsicommisLum t'amilms, wie er mich ausdrücklich bezeichnete, nach Ostrau als Lehrer seiner Söhne überzusiedeln. Er wies mir in den drei Jahren meiner dortigen erzieherischen Tätigkeit eine solch freundliche Stellung zu seiner Person, zu seinem Hause und zu dem Kreise seiner Verwandtschaft zu, wie sie kaum je einem Hauslehrer in seiner in manchen Fällen zweifelhaften Lage gegenüber einer vornehmen Familie zuteil geworden ist, so daß ich die allgemeine Verehrung, die er noch heute in weitesten Kreisen genießt, im höchsten Maße teile. Auch seine Söhne, meine alten Schüler, haben das Wohlwollen und die Freundlichkeit ihres Vaters pietätvoll auf ihreu ersten Schulmeister nach dem Gesetze der Vererbung übertragen. So habe ich denn auch in Ostran und in Schönsließ mannichsach liebenswürdige Gastfreundschaft genossen. Nach Darlegung dieser meiner persönlichen Beziehungen zu dem alten Geschlecht ist es verständlich, daß ich seit länger als 40 Jahren alles auf die Familie Bezügliche, wo es nur irgend entgegentrat, Gedrucktes und Nn- gedrncktes, zusammengetragen habe, nnd daß ich auf die Anfrage nach Übernahme der Arbeit geradezu antworten konnte, es sei für dieselbe kein anderer so wie meine Persönlichkeit geeignet. Auch aus dem Grunde konnte ich mich zur Abfassung einer v. Veltheim^ schen Geschlechtsgeschichte bereit erklären, weil die sscles mawrias in Magdeburg, in den Brannschweigschen Archiven und im Schloß Harbke für mich unschwer zu erreichen nnd einzuheimsen war, während ich sonst die verlockendsten Anerbietnngen, mich der Geschichte pommerscher, mecklenburgischer, fränkischer Familien zn widmen, wegen der Schwierigkeit der Beschaffung des urkundlichen Stoffes jedes Mal abzulehnen mich veranlaßt sah. Vorwort. v Der vorliegende zweite Band behandelt die Geschichte des Geschlechts von der Teilung der Linien an bis auf die Gegenwart, Der bei weitem schwierigere, in der Bearbeitung befindliche erste Teil wird die Quellen uud die Literatur darbieten und die Frageu nach den Beziehungen zu den alten Grafen v. Veltheim uud Osterburg, nach dem Wappen und dem Namen erörtern und die Stammreihen bis zur Teilung der Linien bringen. Der dritte Band soll die Geschichte der noch heute oder unr zeitweis im Besitz der Familie befindlichen Güter darbieten. Wenn in dem vorliegenden Bande als Mangel empfnnden werden sollte, daß über einzelne der zumal den jüngeren Stammreihen angehörenden Personen die Mitteilungen unverhältnismäßig dürftig ausgefallen sind, und daß von manchem Familiengliede eine Abbildung nicht dargeboten wird, so darf mir nach diesen zwei Seiten hin keine Schuld beigemessen werden, indem mir nicht von allen Geschlechtsgenossen auf meine Aufragen ze. Gegenliebe dargebracht worden ist. Das auf dem Titelblatt Wiedergegebelle Wappen ist dem Neuen Siebmacher entlehnt, während das Wappeu sonst sf. S. VII) zumeist im 1. und 4. Felde die Balken, im 2. und 3. Felde den Baümast zeigt. Zli besonderem Danke fühle ich mich gegenüber Fran Emmy v. B. geb. Gräfin v. Lehndorff (Nr. 538), dem Hofjagdjnnker Fritz auf Destedt (Nr. ttll) und dem Hauptmann Bnrchhard a. d. H. Schönsließ Mr. 577) für das rege Interesse, welches sie für die Arbeit bekundet habe«, verpflichtet. Halle, Weihnachten 1911. I>i'. Gg. S. ^vrtöL oröÄvtui' tortidus st bonis: Vst in ^juvönois sst in. s oaim, IV, Inhaltsverzeichnis. Vorwort Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an l. Kapitel. Stammreihe, in welcher die Teilung der Linien stattfindet. Nr. 1 — ö II. Kapitel. Erste Stammreihe nach der Teilung der Linien Nr. 6 —13 III. Kapitel. Zweite Stammreihe nach der Teiluug der Linien Nr. 14 —41 IV. Kapitel. Dritte Stammreihe nach der Teilung der Linien Nr. 42 —72 V. Kapitel. Vierte Stammreihe nach der Teilung der Linien Nr. 73 — 127 VI. Kapitel. Fünfte Stammreihe nach der Teilung der Linien Nr. 128 —187 VII. Kapitel. Sechste Stammreihe nach der Teilung der Linien Nr. 183 —252 VIII. Kapitel. Siebente Stammreihe nach der Teilung der Linien Nr. 2S3 —316 IX. Kapitel. Achte Stammreihe nach der Teilung der Linien Nr. 317 —360 Seite in i 3 23 60 77 108 141 181 211 236 k s « W Seite X. Kapitel. Neunte Stammreihe nach der Teilung der Linien. Nr. 361—414a 251 XI. Kapitel. Zehute Stammreihe nach der Teilung der Linien. Nr. 414—462 281 XII. Kapitel. Elfte Stammreihe nach der Teilung der Linieu. Nr. 463 — 490 306 XIII. Kapitel. Zwölfte Stammreihe nach der Teilung der Linieu. Nr. 491 —523 326 XIV. Kapitel. Dreizehnte Stammreihe nach der Teilung der Linien. Nr. 524 —574 346 XV. Kapitel. Vierzehnte Stammreihe nach der Teilung der Linien. Nr. 575— 631 369 1. Anhang: 1. Verzeichnis der Schwiegersöhne und Schwiegertöchter ... 3 2. Verzeichnis der männlichen Glieder des Geschlechts .... 8 3. Verzeichnis der weiblichen Glieder des Geschlechts .... 15 2. Anhang: Die uameusgleicheu uud naniensverwandten Geschlechter . 21 Die Ahnentafeln der angeheirateten Damen. Die Stammtafeln des Geschlechts, niit der Teilung der Linien beginnend. von der Keilung der Mnien an. Das Geschlecht v, Vcltheim, Erstes Kapitel. Stammreihe, in welcher die Teilung der Linien stattfindet. i. Ludolf VI*), S. Heinrichs II (s. Stammtafel II), f erblos 1403, Ritter, auf Gifhorn, Ummendorf und Hötensleben, Pfandherr auf Vors-' felde, Königslutter, Schöningen, Bartensleben usw., Lehensherr von Evesen. 27. 2. 1368**) Herzog Magnus von Braunschweig der ältere beurkundet, daß die Bürger der Stadt Helmstedt gelobt haben, die ihm jährlich schuldigen 40 M. Schutzgeld um seinetwillen 3 Jahre lang dem Ritter Ludolf zu zahlen. 1369 verpfändet derselbe Herzog dem Hans v. Honlage mit seinen Erben und Vettern unter Vorbehalt des Öffnungsrechtes Schloß und Stadt Schöningen für 100 lötige M. und für die auf 200 M. veranschlagten Bankosten, zur gesamten Hand an Ludolf, Syfert v. Saldern und Jan v. Garfebüttel. 31. 3. 1370. Der Rat zu Braunschweig überläßt das Schloß in Wolsenbüttel pfandweise an Hans v. Honlage, an Lndols und an mehrere Knappen. Es wird aber bald wieder eingelöst. *) Die Zählung der alten im Schloß-Archiv zu Harbke liegenden Stammtafeln ist beibehalten. **) Das Datum der Urkunden ist genau angegeben, um dieselben luden angelegten chronologisch geordneten Regesteu nachschlagen zu können. 4 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 4. 4. 1370 verbürgt sich Ludols mit anderen für die v. Oberg in deren Verschreibuug gegen den Herzog von Braunschweig über Schloß und Stadt Öbissclde. 28. 9. 1370 wurde er uebst Haus v. Höhenlage, Segeband v. d. Berge, Dietrich v. Alten und Kurt v. Rutelebe, allesamt Ritteru, und dem Knappen Sievert v. Saldern vom Herzog Magnus Torquatus iu seinem Testamente zu Amtleuten des Landes und zu Vormündern seiner Kinder derart bestimmt, daß sie nach seinem Tode zu seinem Nachfolger den, der dem Lande am nützlichsten und bequemsten sein möchte, erwählen sollten. 15. 2. 1371 ist er mit seinem Bruder Heinrich und anderen Getreu- händer für die v. Werderdeu uud andere, denen der Herzog Magnus alle seine Lande uud Schlösser in der Herrschaft Lünebnrg uuter gewissen Bedingungen zur Verwaltung übergibt. 16. 4. 1371 ist er mit anderen Getreuhänder für die v. d. Asseburg in deren Vertrag mit dem Erzbischof wegen des Schlosses Wanzleben usw. 13. 10. 1371 erklärt Kaiser Karl IV., das; Herzog Magnus uud dessen Anhänger und Mitschuldige, unter ihnen anch Ludols, weil sie die Besitzungen der Herzöge Wenzel uud Albrecht von Sachsen, denen der Kaiser das Herzogtum Lüneburg zuerkannt hat, angegriffen, mit Feuer und Schwert verheert usw., dem Bann und einer Buße von 1000 M. Goldes verfallen sind. 22. 1. 1374 geloben die Herzöge von Braunschweig und Lüneburg deu Ludols, Hans v. Honlage usw. von der für sie beini Rate der Stadt Braunschweig Wege» des Schlosses Wolseubüttel geleisteten Bürgschaft zu befreien, widrigenfalls sie das Schloß dem Rate ausliefern dürfen. 25. I. 1374 gelobt Ludolf mit Hans v. Honlage und anderen, nachdem ihnen der Rat von Braunschweig das dem Rate verpfändete Schloß Wolfenbüttel ausgeliefert hat, dasselbe dem Rate wieder auszuliefern, wenn die Herzöge nicht am 1. 5., 29. 12. 1374 und 22. 4. 1375 jedes Mal 1000 M, 29. 9. des folgenden Jahres aber 850 M. ans die Pfandsumme bezahlen, dagegen wenn die vier Zahlungen geleistet sind, es den Herzögen auszuliefern. 7. 5. 1374 verbürgt er sich mit Heinrich v. Wenden für den Knappen Ludolf v. Houlage in dessen Urfehde gegen die Herzöge von Sachsen und Lüneburg uud gegen den Rat und die Bürgerschaft von Lüneburg wegen seines daselbst erlitteneu Gefängnisses. 9. 6. 1374 erhält er mit seinem Bruder Heinrich und den v. Honlage Schloß und Stadt Vorsfelde nebst dem Werder für 800 lötige Mark und Schloß und Stadt Königslutter für 650 lötige Mark, also beide Schlösser uud Städte mit Vogteieu, Gericht und Zöllen jfür 1450 lötige Mark unter Vorbehalt des Öffnungsrechtes verpfändet. Von dieser Summe haben die Erstes Kapitel. Stammreihe, in welcher die Teilung der Linien stattfindet. 5 v. Honlage und v. V. 250 lötige Mark ausgegeben, um Königslntter von Lippold v. Steinberg einzulösen, die übrigen 1200 Mark siud eiu Ersatz für den Schaden, den sie und ihre Freunde im Dienst der Herzöge durch Kost und Zehrung erlitten haben. Auf diesen zeitweisen Besitz von Vors- felde bezieht sich eine Urkunde vom 25. 4. 1399, laut deren der Herzog Friedrich von Braunschweig und Lüneburg den Rittern Günther v. Bartens- leben, Konrad v. Weferlingen, Günzel und Burchard v. Bartensleben für eine Schuld von 136 M. den Teil des Schlosses Vorsfelde ausliefert, welchen Günzel v. Bartensleben und der Ritter Paridam v. d. Knesebeck besessen, wie sie ihn von dem Ritter Heinrich bekommen haben. 3. 9. 1374 befiehlt der Propst von Münden den Pfarrern und Geistlichen, die Ritter Konrad v. Lutter und Ludolf und die Knappen Heinrich und Dietrich v. Winningstedt, Vogte der Söhne des Herzogs Magnus, sowie die Ratsherren von Braunschweig und die, wetche zur getreuen Hand Schloß Wolsenbüttcl inne haben, unter Bedrohung des Bannes und des über das Land zu verhängenden Interdiktes zu ermähnen, sie sollten die Abgaben, welche sie unter dem Borgeben, damit das Schloß Wolsenbüttel für die Herzöge einzulösen, eintreiben, von den Leuten und Gütern der Dompropstei zu Hildesheim nicht fordern. 22. 2. 1376 befindet er sich (nach anderen Mitteilungen Ludolf,*) Ludolfs Sohn) mit Heinrich und Hans unter den vom Herzog Otto dem Quadeu eingeladenen Turniergästen in Göttingen. 1376 soll nach Mitteilungen alter Chroniken Lippold v. Werle den drei Brüdern Ludolf, dem Ritter, und den 2 Knappen Heinrich und Hans alle seine Güter in Braunschweigischen Landen verkauft haben. Nach Mei- bom handelt es sich nm den Zehnten zu Neiustedt im Amte Hötensleben oder wohl richtiger um den Zehnten zu Klein-Vahlberge, den ganzen Zehnt zu Schliestedt und den ^/z Zehnten zu Klein-Hötensleben. Er ist neben anderen Zeuge 16. 4. 1376 bei der Sühne der v. Wederden mit dem Erzbischof, 24. u. 25. 10. 1377 in der Sühne des Herzogs Otto mit Wenzel Herzog zu Sachsen und Lüneburg über ihre bisherigen Irrungen und 13. 5. 1381 in dem Schenkungsbrief der Herzöge von Braunschweig für das Kloster Riddagshauseu über 5 Hufen bei Wittmar unter der Asseburg. Nach den Lbroii. Ricldag'sb. haben die 3 Gebrüder 1377 (29. 4. 1386) den Zehnten im Dorfe Kremlingen 4 Hufen, eine Curia und 2 Höfe daselbst besessen und vom Stifte Halberstadt zu Lehen getragen, aber alle diese Gerechtsame und Güter mit des Bischofs Konsens dem Kloster Rid- *) Es ist nicht ausgeschlossen, daß Verwechselungen mit diesem auf Stammtafel II genannten Ludolf vorgekommen sind. 6 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. dagshausen für S1 lötigc Mark verkauft. Sie haben dafür zur Wiedererstattung der Kirche zu Halberstadt etliche annehmliche Güter zugewendet. 24. und 25. 10. 1377 ist er Zeuge bei dem in Gegenwart Kaiser Karls IV. errichteten Friedensvertrag zwischen Herzog Otto von Braunschweig und Albert Herzog zu Sachsen und Lüneburg. 1377 erteilte er einen Afterlehenbrief an die v. Schwalenberge über 2 Hufen Landes und einen Hof zu Gülßen. 3. 3. 1381 verbünden sich die Herzöge Weneeslans und Albrecht von Sachsen und Lüneburg und Herzog Bernhard von Braunschweig und Lüneburg mit der Stadt Braunschweig gegen den Ritter Lndolf und gegen Heinrich nnd Hans. Letztere sollen dem Herzog Genugtuung bieten, weil sie ihm Gefangene ans der Heide abgenommen, und der Stadt Braunschweig wegen des Schlosses Asseburg. Wird Gifhorn wieder gewonnen, so soll dort ein herzoglicher nnd ein städtischer Vogt sitzen, bis die Stadt die Hälfte der Pfandsumme, wofür die v. V. es besaßen, dem Herzog erstatten. Wenn dagegen die Herzöge es allein erobern, soll die Stadt die ganze Pfandsumme erlegen. 24. 6. 1382 konsentiert er (nach anderen Berichten Ludolf, Ludolfs Sohn) mit Heinrich und Hans in den Verkauf einer halben lötigen Mark Geldes aus der Mühle zu Kubbeliugeu von Seiten ihres Lehensmannes Besecke v. Werle an das Kloster Marienberg unter der Bedingung, daß der Propst und der Konvent des Klosters jährlich am ersten Sonntag nach Ostern ihrer und ihrer verstorbenen Eltern Gedächtnis mit Seelenmessen feiern. 4. 4. 1383 (2. 2. 1386) verkaufen die 3 Gebrüder dem Kloster Rid- dagshansen einen freien Hof in dem Weichbilde von Schöningen und 4 Hufen Landes im dortigen Felde mit aller Zngehörung an Holtz, Wasser, Wiesen ?e. für 80 lötige M. Braunschw. Gewichts und bekennen, daß sie vom Kloster Riddagshansen für 40 lötigc Mark, welche das Kloster ihnen schuldet, und in ihre „Were" empfangen haben, erlauben das Gut zu „Algherstorp" auf 9 Jahre zu gebrauchen, anch lassen sie dem Dorfe zu Möuch-Schepestedt „die Nutz und Nchtvord in dem Weitelwalde der to brnkiende alse andere dorplnde". 27. 3. 1384 schreibt Lambert v. Alden, Landvogt zu Sachsen, an Ludolf, die v. d. Asseburg und andere, daß Witekind der Becker wider sie wegen Hegung uud Förderung der Geächteten, die ihm seinen Knecht gehängt haben, Klage erhebt. 1384 ist er Zeuge, als Heinrich Bock der Kirche zu St. Michael iu Braunschweig mit Konsens der Herzöge Friedrich und Berndt 4 zehnt- und dienstfreie Hnfen Landes uud einen zehntfreien Hof zu Groß-Stöcken schenkt. 24. 6. 1386 beurkundet er mit seineu zwei mehrfach genannten Brüdern, daß sie ihr Anrecht an dem hinter dem Streitholz zwischen dem Erstes Kapitel. Stammreihe, in welcher die Teilung der Linien stattfindet. 7 Harbkeschen Stige und dem Holz von Böddcnstedt gelegenen Bleckholze zum Genuß des Stiftes Walbeck aufgeben. 17. 3. 1388 verbürgt er sich mit Heinrich und anderen in einem Revers, den die v. Warberge wegen des für 300 M. Brand. Silbers ihnen verpfändeten Schlosses Hötensleben dem Erzbischof ausstellen. Sein Siegel zeigt den Baumstamm. 9. 5. 1388 ist er mit Ludwig v. Sampeleben und anderen Zeuge beim Bündnis der Herzöge von Brannschweig mit dem Erzbischof. 16. 5. 1388 ist er Schiedsrichter zur Veranschlagung des Schadens, welcher bei einem Angriff der Herzöge von Brauuschweig gegen den Erzbischof entstehen könnte. 11. 11. 1388 wird er bei einer Verhandlung der Grafen v. Hoya mit Hans unter den Beiständen des Herzogs von Braunschweig genannt. In demselben Jahre hat er mit seinem Bruder Heinrich nach Pfef- fingers Braunschw.-Lüneb. Historie die Privilegien mit unterschrieben, welche die Herzöge Bernd und Heinrich von Braunschweig dem eingesessenen Adel erteilten. 6. 6. 1390 ist er Unterhändler bei einem Vertrag zwischen dem Erzbischof von Magdeburg und Ruprecht v. Werstedt über eiu Darlehen von 200 Schock Kreuzgroschen und 24. 6. 1390 Bürge sür den Erzbischof von Magdeburg wegen der Herrschaft Dahme gegenüber den Herren v. d. Dahme. 1. 3. 1391 erhält er mit seinen Brüdern Heinrich und Hans von Eggelingh v. Strobeck 30 M. wegen einer Schuld des Heinrich v. d. Hus ausgezahlt. 1392 war er mit seinem Bruder Hans dabei, als Herzog Friedrich zu Brauuschweig und Lüneburg dem Kloster Riddagshausen verschiedene Güter in dem Dorfe Adeuum schenkte, um davon gut Bier für den Konvent im Advent und in der Fasten zu brauen. 14. 8. 1393 wird er mit seinen Brüdern Heinrich, Hans und Bertram vom Erzbischof belehnt mit Ummendorf nebst dem Hof zu Eils- lebcn und 10 M. jährlicher Gülte aus Sohlen-Beyendorf, von den dortigen Bauern zahlbar, für ein Kapital von 400 M, wovon der Erzbischof schon 200 M. schuldig ist. Auch sollen sie am Schlosse Bauten ausführen dürfen, ebenso am See zu Salschen und an den von Hans v. Harbrode begonnenen Deichen, bis auf Höhe von 150 M, die ihnen wiedererstattet werden müssen. Das Schloß soll dem Erzstist ein offenes Schloß sein, und soll dieser von demselben aus auf eigene Kosten und unter Ernennung eines eigenen Hauptmanns Krieg führen dürfen. Ginge das Schloß an die Feinde verloren, so ist der Erzbischof verpflichtet, nicht eher Frieden zu schließen, als bis deu v. V- das Schloß oder die Pfandsumme 8 Dic Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. restituiert ist, ebenso solle es mit dem Hofe in Eilslebeu gehalten werden. Dagegen dürfen dic v. V. vom Schlosse ans nicht ohne des Erzbischofs Willen Krieg führen. Die während ihres Pfandbesitzes im Gericht Ummendorf sich erledigenden Güter sollen ihnen anfallen. Die sonst im Gericht Ummendorf liegenden Güter des Domkapitels sollen sie beschirmen und die Leute bei ihren Rechten erhalten, 1, 12. 1393 ist er unter den Getreuhändern für die v. Wanzleben, als diesen vom Erzbischos das Schloß Bartensleben für 650 M. Brand. Silbers verpfändet wird, und 23. 2. 1393 für den Herzog von Brannschweig und den Rat von Braunschweig in der Obligation des Erzbischofs von Magdeburg für dieselben über 40V Schock Kreuzgroschen, wofür ihnen das Schloß Neuenhofe zu Pfand gesetzt wird. 9. 1. 1394 vermittelt er einen Vergleich zwischen den Herzögen von Lünebnrg und den Saateleuten. 17. 8. 1394 ist er Getrenhänder, als die v. Wanzleben für 650 M. das Schloß Bartensleben verpfändet erhalten. 1395 erhält er von Roleff v. Garssebüttel, Ludolf v. Honlage und den v. Marenholtz die Hälfte des Schlosses Jerxheim für 40 M. Silbers verpfändet, wie solche Ludolf v. Wenden besessen hatte. 28. 7. 1396 gelobt Herzog Friedrich v. Braunschweig und Lünebnrg alle von seinen Brüdern Bernhard und Heinrich mit den Gebrüdern Ludolf, Heinrich und Hans geschlossenen Verträge zu halten. 17. 12. 1397 ist er Zeuge, als der Erzbischos dem Kloster Ziuna das Dorf Scharfenbruck bestätigt, und 25. 4. 1398 Getreuhänder, als der Erzbischos das Schloß Neuenhofe an die Edlen v. Werberge für 300 M. Silbers verpfändet. 1. 1. 1399 erhält er mit seinen Brüdern Heinrich, Hans und Bertram das Schloß Hötensleben, das vorher für 1000 M. vom Erzbischos den v. Harzrode und dann den Edlen v. Werberge verpfändet gewesen war, vom Erzbischos für 400 M. Braunschweigischen Gewichtes nebst 58 M. Magdeburgisch persönlicher Zinse von den Bauern zu Groß-Rodensleben, Groß-Wellen und den Juden in der Sudenburg unter denselben Bedingungen wie Ummendorf verpfändet, die Baukosten werden ihnen bis auf Höhe von 200 M. vergütet, und bei der Auslösung werden ihnen 22 Hufen mit Winterkorn und 45 Hufen mit Sommerkorn besät restituiert. 21. 1. 1399 reserviert er sich mit seinen Brüdern Heinrich und Hans und den v. Wenden gegen den Bischof von Halberstadt wegen des ihnen für 1000 G. Rh. und 150 lötige M. Brannschweigisch wiederkänflich verkauften Schlosses Ofchersleben. 19. 6. 1399 erkauft er mit seinen Brüdern Heinrich, Hans und Bertram vom Domkapitel zu Magdeburg 72 G. Rh. jährlichen Martinizinses Erstes Kapitel. Stammreihe, in welcher die Teilung der Linien stattfindet. 9 aus Olvcnstedt für ein Kapital von 800 Rh. G., die vom Gr. Siegmund von Anhalt zur Ablösung des Schlosses Kalbe verwendet worden sind. Falls die Baueru den Zins nicht zahlen, soll der Kapitelvoigt 14 Tage nach der Anzeige bei Eintreibung des Zinses behilflich sein. Bliebe der Zins doch aus, so solle das Kapital am nächsten Johannistage zurückgefordert werden. Sollte Ludolf sterben, so ist der Zins seiner Hausfrau Bertha oder seinen Erben zu entrichten. Im Juli 1399 verpfändet der Herzog dem Rat zu Braunschweig für ein auf 3 Jahre erhaltenes Darlehen von 600 M. lötigen Silbers das Schloß Affeburg und übergibt es diesem nnd zu seiner getreuen Hand dem Ludolf, Heinrich und Hans sowie den v. Marenholtz, die es mit des Herzogs Willen dem Rudolf v. Garsebüttel dergestalt in Besitz gaben, daß, wenn die 600 M. nach 3 Jahren nicht zurückbezahlt wären, der v. Garsebüttel oder dessen Erben das Schloß dem Rate und den mitunterschriebenen v. V. und v. Marenholtz wieder überantworten sollten. In demselben Jahre heißt es, der Herzog habe das Schloß mit sämtlichem Zubehör in 3 einzelnen Teilen an die v. Sampelebeu, v. Veltheim und v. Garsebüttel für die Gesamtsumme von 330 lötige M. Brannschiveigisch verpfändet. 17.12.1399 schnldet der Herzog dem Ludolf, Heinrich und Hans und zur getreuen Hand dem Edlen Ludolf v. Verberge, Ludolf v. Honlage, Kurt und Wilhelm v. Sampeleben 800 M. lötigen Silbers und setzt dafür Schloß und Stadt Schöningen nebst dem „Kagenschillinge", dem Dorfe Twieflingen und dem Dorn, 40 M. Gülte beim Rate zu Helmstedt und 5 M. von der Gülte und Bede von den Freyer in Sickte zu Pfande, gestattet auch 10 M. jährlicher Gülte, welche der Rat in Schöningen zu geben Pflegt, die znr Zeit an Paul Gereck verpfändet sind, einzulösen. 18. 10. 1400 erhält er mit Ludolf v. Honlage und Siegfried v. Marenholtz vom Erzbifchof das Schloß Bartensleben nebst Zubehör für 290 lötige M. Braunschw. Gewichts mit der Bewilligung von Baugeldern in. Betrage von 140 M. unter denselben Bedingungen wie llmmendorf verschrieben. 1440 hat er mit seinen Brüdern den großen Huldebrief mit unterzeichnet, welchen die Herzöge Berndt und Heinrich der Stadt Braunschweig nach geschehener Huldigung ausstellten. 2. 9.1401 belehnter Greteken, Ehefrau des Lndekin v. Walberghe, Bürgers zu Braunschweig, zur Leibzucht mit 14^/z Hufen zu Evefen uud mit dem dazu gehörigen Hofe, wie solches alles Ludeke bereits zu Mannlehen gehabt hatte. 1. 8. 1403 ist er mit Konrad v. Wefcrlingen Kommissar für die Herzöge von Braunschweig bei Verhandlungen mit den Vertretern des Erzbischofs. 17. 8. 1403 erhält er mit seinen Brüdern Heinrich und Hans von den Grafen von Schwarzburg eine Obligation über 400 Rh. Gold-G. ausgestellt, die am nächsten Martini zurückbezahlt werden sollen. 10 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Er Wird sonst noch urkundlich (mit seinen Brüdern) genannt: 2.2.1368, 31. 3., 4. 4. und 10. 12. 1370, IS. 1. und 13. 10. 1371, 25. 1., 10. 12. und 16. 4. 1372, 26. 6. 1373, 2. 4. 1379, 1380, 15. 7. 1383, 9. 6. 1386, 27. 6. uud 15. 7. 1388, 18. 12. 1390, 25. 5. 1391 (Verpfändung von Erkerode). 13. 12. 1397, 15. 5. und 17. 12. 1399, 25. 7. 1401, 23. 6. und 26. 10. 1404, 1405. Gemahlin: Berta (19. 6. 1399). 2. Heinrich IV, S. von Heinrich II (s. Stammtafel Nr. II), vor 3. 8. 1415, Ritter, auf Ummendorf und Hötensleben, Psandherr auf Gifhorn, Kalbe, Wanzleben, Erkerode, Schöningen. Von ihm heißt es: „Er zeigte mit seinem Vetter Ludols (Nr. 9) von der weißen Linie sowie den übrigen Mitgliedern der Familie in den fehde- vollen stürmischen Zeiten große Anhänglichkeit an die Erzbischöfe, denen er auch mit den Seinen bedeutende Geldsummen vorstreckte." (Der 5. 6. 1360 genannte Zeuge, als Herzog Magnus die Münze dem Rate zn Braunschweig verschreibt, war wohl sein gleichnamiger Vater.) Hierher gehört auch wohl die Nachricht vom 5. 2. 1367, wonach die v. Oberg sich verpflichten, mit ihrem Hause Oebisfelde dem Erzbischof zu Magdeburg und seinem Gotteshause zu dieuen gegen jedermann, ausgenommen gegen die Herzöge von Braunschweig und Lünebnrg, ihre Herren, die Stadt Brannschweig und ihre Freunde v. V., v. Alvensleben und andere. 13. 5.1373 schwört er wegen der Gefangenschaft, in die er, als er in die Stadt Lünebnrg einstieg, im Oktober 1371 geraten war, und wegen alles desfeu, was deshalb ihm, seinen Freunden, Dienern und Knechten angetan worden, sei es Gefangenschaft oder Totschlag, den Herzögen von Sachsen und Lünebnrg und dem Rate von Lünebnrg, sowie den herzoglichen Mannen und Landen Urfehde, wobei sich unter anderen auch der alte Ludolf (s. Stammtafel Nr. II) für ihn verbürgt. 9. 8. 1376 befindet er sich unter den 9 herzoglichen Mannen, als der Herzog Otto von Braunschweig schwört, den mit dem Herzog Albrecht von Sachsen vermittelte» Frieden zu halten. Drei zwischen 24. 10. und 6. 12. 1377 aufgestellte Verzeichnisse geben über den Schaden Auskunft, welcher dem Herzog von Sachsen und Lünebnrg und seinen Untertanen von Herzog Otto von Brannschweig uud dessen Leuten während der Sühne und des Friedens zugefügt ist, namentlich über die Räubereien der auf dem Schlosse Gifhorn sitzenden v. Veltheim gegenüber einer ganzen Reihe von Orten Hehlen, Steddenhagen, Gorszen, Fuhrberg, Altenhagen, Osterloh, Wahreuholtz, Bostel, Walsrode, Thöreu, Rehwinkel, Hörste», auf dem„Grete"zuEschede, HohenhorftundScharenhorft, überEiuäsche- Erstes Kapitel, Stannnreihe, in welcher die Teilung der Linien stattfindet, 11 rung der Dörfer Garsden, Hehlen und Altenhcigen durch Heinrich, über Beraubung der Bürger zu Lüneburg, Nelzen, Celle und Hannover, über Raub, Brand, Gefangennahme uud Totschlag in der Vogtei Bodenteich dnrch die v. V. uud v. Houlage aus den Schlössern Gifhorn und Kämpen verübt, über Räuberei derselben, über die Gefangenschaft des Berthold Kind, des Heinrich v. Heimbruch und anderer, über die dem Bürger Dietrich v. d. Steinhus abgenommene Schätzung, über Räuberei zu Wolthausen, über die Teilnahme des Heinrich an dem Zuge des Hans v. Schwicheld gegen Celle und über die Niederlage, welche der Vogt und die Bürger zu Celle von ihm erlitten, über den vom Ritter Heinrich angestifteten Brand des Schlosses zu Höhne, über Raub, Brand und Totschlag von den v. V. und v. Honlage im Lande Sachsen-Wittenberg verübt, über Beraubung und Einäscherung des Dorfes Fletmar durch die v. Wenden und andere verübt, über Raub und Gefangennahme zn Schwachhansen und Nordberg und endlich über den während des letzten auch von Ludolf verbürgten Friedens vom Herzog Friedrich uud den Braunschweigern unternommenen Angriff. 1380 schließen die v, V. zu Gifhorn Frieden mit der Stadt Braunschweig, die unter anderen in diesem Jahre auch das Schloß Glentorf zerstört hatte. Von 1381/82 heißt es: Den wieder aufblühenden Wohlstand der Stadt Brauufchweig scheint der umwohnende Adel mit Mißgunst betrachtet zu haben. Mit einer Menge von Fehden und Wegelagerungen suchte er die Bürger heim. Schon zu Anfang des Jahres 1381 ist die Stadt in einen Streit mit den v. V. verwickelt. Nichtersüllte Verpflichtungen der letzteren sollen die MißHelligkeiten herbeigeführt haben. Verübter Land- friedensbrnch scheint den Zwist veranlaßt zu habeu. Von Gifhorn aus, das den v. V. von der Stadt zum Pfandbesitz übergeben war, muß der Handel der benachbarten Städte irgendwie beeinträchtigt worden sein, denn diese schritten 1382 ein. Ehe dies geschah, sicherte sich Braunschweig durch Verhandlungen mit dem damals noch in Wolfenbüttel residierenden Herzog Otto vor einer Hinderung der Exekution durch denselben. 22. 4. 1381 versprach der Herzog, sich nicht in den Streit einmischen zu wollen. 25.5.1381 erklärten sich die v. V. bereit, den Streit durch ein Schiedsgericht austrageu zu lassen. Aber es mnß keine Einigung erzielt worden sein; der Kampf entbrannte von neuem und wurde erst 1382 beendet. Braunschweig hatte sich inzwischen mit den Städten Hannover, Uelzen und Lüneburg, auch mit dem Komtur des Johanuiter-Ordens zu Suppliugenbnrg Ludolf gegen die v. V. verbündet, und so geschah es, daß das Aufgebot dieser Städte mit dem der Lnneburgischen Fürsten Albrecht und Wenzel Gifhorn 1382 belagerte nnd einnahm. Als das eroberte Schloß der Stadt Braunschweig als Lüne- bnrgisches Psandlehen wieder überantwortet war, überließ es die Stadt mit Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Fallersleben 33. 9. 1382 gegen eine Pfandsumme von 1990 M. auf 6 Jahre an Hennig v. Wallmoden und bedang sich dabei namentlich ans, daß beide Orte den Leuten der Stadt in jeder Not offen stünden und daß der Besitzer nie der Stadt Feind werden solle. Sodann erfolgte 1382 auch eine Sühne mit den v. Veltheim. Im Februar 1383 klagt Herzog Friedrich von Braunschweig nnv Lüneburg über seinen erbgeborenen Mann Heinrich, daß dieser ihm seinen Bürger und Diener Henning Kogele in seinem Dienst gefangen nnd beraubt hat, und verlangt, daß Heinrich von dem Landvogt Lambert v. Alden vor Gericht geladen werde. Offenbar entbrannte zwischen den v. V. und der Stadt Braunschweig eine neue Fehde, denn 1385 wurde von neuem ein Frieden geschlossen. 2. 3. 1387 sollen Gr. Otto v. Hoya nnd Dietrich Springiutgut über die Forderungen Heinrichs, Ludolfs v. Honlage usw. an die Herrschaft Lünebnrg cutscheiden. 1387 ist Heinrich Zeuge bei einer Unterhandlung in Lüneburg zwischen dem Herzog von Braunschweig lind dem Herzog von Lünebnrg, und 14. 10. 1391 mit Hans und anderen Zeuge bei dem Vertrage der Herzöge zu Braunschweig mit dem Hanptmann der Altmark Hüner v. Königsmark. 17. 1. 1.391 geloben die Herzöge Bernhard und Heinrich von Braunschweig und Lüneburg den Rittern Ludolf und Werner v. d, Knefebeck in deren Krieg mit dem Ritter Heinrich weder diesem noch jenen zn helfen. Unter ihren Bürgen befindet sich auch Hans. 25. 5. 1391 erhält er vom Herzog Friedrich mit Ludolf und Hans das Dorf Eckerode mit Gerichten für 25 M. lötigen Silbers verpfändet. Der Herzog gelobt, es zugleich mit dem Gericht über Destedt, Hemkerode, Schulenrode und Kremlingen von ihnen einzulösen. 1391 beruft sich der Rat zu Lüneburg bei dem Grafen Christian v. Delmenhorst und dem Ritter Heinrich für sein Recht der Elbschiffahrt auf verschiedene Urkunden. Er bittet beide, sich als Schiedsrichter in seinem Streit mit dem Herzog von Sachsen-Lanenburg nach den Urkunden zu richten. 6. 1. 1392 bekundet er, daß zur Zeit, als er Gifhorn inne gehabt, die Bürger und Bauern daselbst keine Han- und Holzgercchtigkeit in dem zum Hofe des Klosters Marienrode zn Bockel gehörigen Ravensburche gehabt haben. 1. 2. 1393 verbürgt er sich mit anderen für die Herzöge von Braunschweig bei einem Vertrag mit dem Erzbifchof von Magdeburg. 1. 4. 1393: Die Sateleute zu Lüneburg schreiben, daß sie in betreff des vom Ritter Heinrich und von Heinrich v. Bülow der Sate geleisteten Eides nur nach der Vorschrift verfahren. Erstes Kapitel. Stammreihe, in welcher die Teilung der Linien stattfindet. 13 Heinrich ist in Streit mit Lünebnrg geraten, er erklärt sich zur Verantwortung gegenüber den Satelenten 4. 5., 8. 5., 11. 5., 29. 5., 3. 6., 10. und 11. 6. 1393 bereit (28. 5. 1393 wird ein neuer Termin zur Ausgleichung der Differenzen festgesetzt). Er hat nach Abfenduug eines Briefes vom 3. 3. 1393 ohne Ankündigung der Fehde die Bürger zu Lüueburg und ihre Güter feindlich und mit Raub angefallen und die Gefangenen und die geraubten Güter weggeführt. Er hatte Schloß Bodeuteich vom Herzog erhalten und von dort aus Fuhrleute und Kaufleute aus Lüneburg, weil ihre Wagen auf der Brücke und anf der ebenen Erde unglücklicherweise umfielen, 1393 gepfändet. Ebenso klagt der Nat zn Lüneburg 20. bis 23. und 28.4.1393 über allerlei Gewalttätigkeiten, die er verübt. Der Naub an Kühen und Pferden werde auf 130 M. geschätzt; sie fordern, da er sein Unrecht fortsetzt, seine Bestrafung vom Herzog. Die Fehde war dadurch entstanden, daß er eine schuldige Summe Geldes vom Rate nicht erlangen konnte. Nun erklärt er, er habe nur nach Nitterrecht gehandelt. Das Urteil lautet dahin, daß er bis zur Höhe seiner Schnldsordernng die Güter zu pfänden und einzunehmen berechtigt gewesen sei, aber den Betrag darüber ersetzen müsse. 1394 klagt er beim Rate nnd der Sate zn Lüneburg wider Weruer v. Bodendick und Ernst v, Bodendorf, die trotz ihres Schwnres das ihm mit dem Schlosse Bodenteich zu Pfand gesetzte Geleit durch Raub gebrocheil haben. Im Falle, daß die Sateleute ihm die Hilfe versagen, werde er sich selber helfen. Auf Aufforderung der Sate zu Lüueburg und Uelzeu sendet er in demselben Jahre 2 gewaffnete Mann nach Harburg zur Hilfe gegen die v. Broberg. Aber er schreibt, daß ihm diese Aufforderung unbillig dünke, da ihm die Sate, als er von ihr Hilfe verlangt, in Stich gelassen hatte, so daß man ihm zu Ellenberg 20 Mann aufgehoben und aus seiner Vogtei weggeschleppt habe. Auf die von Heinrich der Stadt Lüneburg geleistete Hilfe bezieht sich wohl die Nachricht, daß die Stadt 5. 3. 1395 einen Platz vor der Stadt, „die Vininge", an den Bürgermeister Hoykc abtritt, dafür daß Dieser dem Ritter Heinrich 400 M., welche die Stadt diesem schuldete, bezahlt hat. 13.5.1397 wird er als „wohnhastig anf Harbke" (ohnedaß er als Ritter bezeichnet ist) aufgeführt. Der Herzog Friedrich verkauft ihm, dem Ritter Konrad v. Weferlingen lind dem Ritter Rudolf v. Garssebüttel für 107 M. lotigen Silbers wiederkäuflich mit dem Versprechen, es vor I. 5. 1398 zurückzukaufen, das Dorf Schaudelah uud für 60 M. das Gut Salzdahlum, aus einem Sattelhof mit Meierhöfen, Salzkoten, Hufen usw. bestehend, welches Ritter v. Dalem besessen hat. 18. 3. 1398 errichtet er mit Lüneburg, Hamburg und Lübeck wegen seines Streites mit ihnen einen Sühnevertrag. Er darf die 14 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Herzöge von Lüneburg, wenn diese es fordern, auf ihr Schloß Bodenteich zulassen. 25. 4. 1398 ist er Zeuge, als die v. Werberge sich gegen den Erz- bischof v. Magdeburg wegen des von ihnen verpfändeten Schlosses Neuenhof reversieren. 10. 2. 1399 ist er mit anderen Zeuge in einem Konsensbriefe des Herzogs Friedrich für ein Kloster, welches von Curd Stabeln 5^/z Hufen Landes vor Reden erwirbt. 2. 3. 1399 verpfändet der Herzog Friedrich dem Ritter Heinrich die Hälfte des Lehrer Waldes mit dem Forste und das Dorf Scheppau für 100 M. lötigen Silbers. Er erlaubt ihm, die Mühle zu Scheppau gegen spätere Erstattung der Kosten aufzubauen. Die ihm geliehene Geldsumme ist auf dem Schlosse zu Harbke zurückzuzahlen. 9. 4. 1399 verspricht Herzog Friedrich von Braunschweig und Lüneburg dem Wilhelm v. Ambleben, ihm und seinen Erben die den Rittern Heinrich und Rudolf v. Garffenbüttel schuldigen 70 M. lötigen Silbers 29. 9. 1399 zu bezahlen oder dafür ein Drittel des Schlosses Asfeburg auszuliefern. Auch verspricht er ihnen 29. 9. 1399, eine Schuld von 50 M. zurückzuzahlen. 26. 6. 1399 verspricht derselbe Herzog 1000 M. lötigen Silbers, welche er noch von der Einlösung des Schlosses Lichtenberg den v. Saldern schuldet, 29. 9. 1400, jedenfalls vor 13. 7. 1402 zurückzuzahlen. Die herzoglichen Mannen, denen die v. Saldern 26. 6. 1399 das Schloß ausgeliefert haben, unter ihnen die Ritter Heinrich und Hans Gebrüder, sollen, wenn er das Geld nicht zahlt, nach Lichtenberg reiten und das Schloß den v. Saldern wieder ausliefern. Beide Gebrüder verbürgen sich auf 1000 M. 29. 6. und 29. 9. 1399 gegenüber den v. Saldern für den Herzog. Dieser hat zur Einlösung 600 M. lötigen Silbers von der Stadt Braunschweig entliehen, welche er 7. 7. 1399 der Stadt schuldet. Er hat dafür Schloß Afseburg zum Pfand gesetzt und es der Stadt, den Rittern Ludolf, Heinrich und Hans, sowie dem Burchard und Hans v. Marenholz ausgeliefert, die es, da sie das Recht der weitern Verpfändung hatten, dem Rudolf v. Garssenbüttel übergeben. Dieser gelobt 8. 7. 1399 den genannten Rittern das Schloß auszuliefern, wenn der Herzog bis 13. 7. 1402 die schuldigen 600 M. nicht bezahlt haben sollte. Auch verbürgt er sich mit Hans, Ludwig v. Sambleben und anderen für die genannten 1000 M. lötigen Silbers bei den Gebrüdern v. Saldern, welche das ihnen verpfändete Schloß Lichtenberg ihnen unter der Bedingung übergeben hatten, daß es, falls die Schuld nächste Michaelis übers Jahr nicht bezahlt sein würde, ihnen zurückgegeben werde. Erstes Kapitel. Stammreihe, in welcher die Teilung der Linien stattfindet. 15 17. 12. 1399 wird Ritter Heinrich mit den Rittern Ludolf und Hans vom Herzog Friedrich von Braunschweig und Lüneburg für 800 lötige Mark, die er ihnen schuldet, pfandweise mit Schloß und Stadt Schöningen mit allen Rechten, mit Twieflingen, dem Dorn und anderen zum mindesten auf 3 Jahre belehnt. Sie erhalten dazu 40 M. lötigen Silbers jährlicher Gülte aus Helmstedt und 5 M. jährlicher Hebungen aus Sickte. Wenn dem Herzog Lehengüter daselbst erledigt werden, sollen sie dieselben während der ganzen Zeit behalten, dagegen verpflichten sie sich zum Bau eines Malhauses auf dem Schlosse zu Schöningen. Die Baukosten sollen ihnen wieder erstattet werden (s. S. 9). 8. 6. 1400 zeigt der Herzog Heinrich von Braunschweig und Lüneburg der Stadt Lüneburg den Tod des Herzogs Friedrich an, der im Felde geblieben ist. Des Herzogs Bruder Bernhard war mit den Rittern Heinrich und Ortgis v. Klencke nach St. Ewald geritten. Die herzoglichen Mannen beim Herzog Friedrich sind sämtlich gefangen genommen. 9. 7. 1405 ist er gegenwärtig bei Verhandlungen des Herzogs Heinrich von Braunschweig mit dem Bischof von Hildesheim. 1405 hat Heinrich mit seinem Bruder Hans und 3 Herren v. Maren- holtz das Schloß zu der Asseburg mit allem Zubehör, wie es der Rat von Braunschweig inne gehabt, an Jordan v. Schliestedt mit Konsens der Herzöge Berndt und Heinrich für 300 lötige Mark Braunschw. eingeräumt. 24. 2. 1406 ist er Zeuge in dem Pfandbriefe der Herzöge Berndt und Heinrich über die Asseburg an den Rat zu Braunschweig. 11. 6. 1406 kamen der Propst und Prior von Schöningen, der gestrenge Hinrik v. V., alten Hinriks Sohn, wohnhaft auf der Burg Hoitensleben, der Rat von Schöningen, die Gemeinde von Hoyersdorf und andere aus dem Hoyersdorfer Felde zusammen, um sich über einen Graben wegen bedrohlicher Wasserfluten zu vergleichen. 29. 7. 1406 zeigt der Kgl. Hofrichter Engelhard, Herr zu Weinsberg, dem Ritter Heinrich, welcher 24. 7. 1405 mit dem Landgrafen von Hessen und dem Herzog Otto von Braunschweig und anderen für den Herzog von Braunschweig-Lüneburg Bürgschaft geleistet hat, an, daß gegen ihn und seine Genossen gerichtlich verfahren werden soll, weil sie dem Königlichen Gebote vom 15. 12. 1405 nicht Folge geleistet. Sie sollen am 16. 10. 1406 sich rechtfertigen, oder es soll an ihnen die Reichsacht vollzogen werden. 1406 verbünden sich Heinrich und Hans, der Edle Hermann v. Werberge, Rudolf v. Garssebüttel und der Rat zu Helmstedt zu gegenseitigem Beistande, um sich gegenüber dem damals im Lande üblichen Raubeil und Stehlen solcher bösen Leute gemeinschaftlich zu erwehren. 16 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 1408 erhält er mit Hans und den v. d. Asseburg vom Herzog Heinrich das Dorf Papsdorff für 100 M. Silbers und 20» Rh. Gold-G. verpfändet. 3. 3. 1409 entsagt er gegen Zahlung von 6 G. Rh. seitens des Klosters feinen Ansprüchen an eine Hufe im Felde zn Emmerstedt, welche der Propst Friedrich zu Marienberg seinem Kloster geschenkt hatte. Andererseits heißt es, die Hälfte der Hufe habe Grete Brandes dem Kloster geschenkt. 20. 7. 1411 gelobt er mit anderen Getreuhäuderu der v. Heimburg dem Erzbifchof, daß diese die Bedingungen für das ihnen verpfändete Schloß mit der Vogtei Staßfurt erfüllen werden. In demselben Jahrs erhielt er vom Herzog Berndt von Brauuschweig einen Lehenbrief über 2^/z Hufe Landes vor Schöningen. 2S. 2. 1412 wird er mit anderen als Getreuhänder für die v. d. Asseburg in betreff des diesen verpfändeten Schlosses Wülperode und 3. 6. 1413 mit dem Edlen v. Werberg als Schiedsmanu des Domkapitels zu Magdeburg in dessen Vertrag mit dein Bürger Hans Alemann genannt. 27. 12. 1414 reversiert er sich mit seinem Vetter Ludols ss. Stammtafel II) gegen den Erzbifchof wegen der von diesem ihnen verkauften Zinsen, nämlich 200 M. ans dem Dorfe Hohendodeleben und 5 M. aus Soolen- Beyendorf (s. unter Nr. 3!). Da er mit seinem Bruder Hans 1405 nach dem Tode ihres Bruders Ludols allein noch mit ihren beiderseitigen Kindern das Geschlecht vertrat, indem ihr Bruder Bertram als Domherr zu Magdeburg ohne Lehenserben war, so teilten sich die 2 Brüder 1406 in sämtliche Güter an Lehen und Erbe. So wurde der ältere Heinrich der Stammvater der schwarzen, der jüngere Hans der Stammvater der weißen Linie. Von ihnen heißt es: „Beide sowie ihre Söhne und Nachkommen nahmen in dem Geiste der damaligen Zeit an dem fast ununterbrochenen Fehdewesen zwischen Fürsten, Rittern, Städten und Klöstern Anteil. So fand der 1417 verstorbene Dietrich v. Quitzow, der mit Heinrich und seinen Brüdern vom Erzstist Magdeburg aus an den Einfällen in die Mark Brandenburg teilnahm, bei ihnen namentlich in der damals für unüberwindlich gehaltenen Burg Harbke eine sichere Zuflucht. Er starb daselbst 1417 und wurde im Kloster Marienborn beerdigt. In diesen Fehden zeigten sich die v. V durch ihre Tapferkeit so furchtbar und mächtig, daß 13. 12. 1429 zu Braunschweig die Herzöge Bernd Otto und Friedrich zu Braunschweig und Lünebnrg, Friedrich Landgraf zu Thüringen, Bernd, Jürgen, Siegmund, Woldemar und Adolf Fürsten zu Anhalt, Gr. Heinrich v. Schwarzburg, Bodo Gr. zu Stolberg, Volrad, Gevert uud Güuther Grafen zu Mausfeld, Gevert Herr zu Querfurt, Hehse v. Neinstein und die Städte Magdeburg, Braunschweig, Halle, Halberstadt, Quedlinburg, Aschersleben und Helmstedt ein Schutzbündnis Erstes Kapitel. Stammreihe, in welcher die Teilung der Linien stattfindet. 17 wider die v. Veltheim schlössen. Infolge dieses Bündnisses wurde 1430 ihr Schloß Destedt, eine der ältesten Familienbesitznngen, belagert, welches sie, als sie sich daselbst nicht mehr halten konnten, selbst anzündeten und verließen. Ihre Macht wurde dadurch keineswegs gebrochen, vielmehr fanden auch sie an ihrem Teile 1432 Verbündete. Deshalb wurden 1432 uud später ähnliche Bündnisse wider sie uud ihre Genossen geschlossen. Eine Folge dieser etwa 30 Jahre währenden Fehden war jedoch, daß sie ihre Stammburg Veltheim a. d. Ohe, weil sie gänzlich zerstört war, und sie andererseits an der Wiederherstellung verhindert wurden, ihrem Lehensherrn dem Herzog von Braunschweig gegen Ende des 15. Jahrhunderts ausließeu. Dieser belehnte damit 1494 deu Barthold v. Hvnrodt; dagegen erwarben sie in dieser Zeit die Gnnst der Erzbischöse zu Magdeburg und gelangten im Erzstift Magdeburg zu eiuem sehr ansehnlichen Besitz. In Urkunden (mit seinen Brüdern) und sonst genannt: 15. 2. 1371, 9. 6. (Verpfändung von Vorsfelde uud Königslntter) und 3. 9. 1374 (Ab- gabenleistnng an das Domstift Hildesheim), 22. 2. 1376, 24. 10. 1377, 3. 3. 1381, 24. 6. 1382 (Verkauf von Zinsen aus Kubbliugen), 4. 4. 1383 (Verkauf von Läudereien zu Schvuiugeu), 2. 2., 29. 4. und 24. 6. 1386, 17. 3. 1388, 11. 4. 1389, 18. 12. 1390, 1. 3. nnd 14. 10. 1391, 14. 8. 1393 (Belehnnng mit Ummendorf), 28. 7. 1396, 1. 1. (Verpfändung von Hötensleben), 21. 1. (Belehnnng mit Oschersleben), 25. 4. und 19. 6. 1399 (Belehnung mit Zinsen aus Olvenstedt), 17. 12. 1399 (Verpfändung von Schöningen), 1400, 17. 8. 1403, 23. 6. (Ankauf von Zinsen aus Niederdode- lebcu) uud 26. 10. 1404, 12. 4., 25. 7. und 21. 9. 1405 (Verpfändung von Kalbe), 26. 1. und 23. 4. 1406, 11. 4. 1407 (Verpfändung von Wanzleben), 13. 3. und 20. 6. 1408, 19. 7. 1409 (Verschreibnng von Hohendodeleben), 19. 1. und 1. 11. 1410, 1411 (1416, 3. 5. 1418). Gemahlin: N. N. v. Hanensee. Kinder: 1. Heinrich V (Nr. 6), 2. Günzel (Nr. 7). 3. Hans, S. des Heinrich II (s. Stammtafel II), Ritter, Stifter der weißen Linie, 1' vor 3. 8. 1415, auf Gifhoru, Ummeudorf und Hötensleben, mit Grundbesitz in Helmstedt und Brannschweig, Pfandherr auf ^ Jerxheim. 1388 in Vertrauensstellung bei den Herzögen von Brannschweig. 18. 12. 1390 schwören ihm uud seinen Brüdern Ludols und Heinrich die Brüder Greving mit ihren Vettern Urfehde. 1391 ist er mit seinem Bruder Heinrich Zeuge bei einem Vergleich der Herzöge Berndt und Heinrich von Braunschweig und Lüueburg mit dem damaligen Hanptmann der Altmark. Das Geschlicht v. Belthilm. L 18 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 3. 4. 1394 stellt Siegfried Bock, Drost zu Hallcrmund, wegen seiner Gefangenschaft dem Herzog Friedrich von Braunschweig und Lüueburg, dem Hans uud anderen einen Schuldbrief über 100 M. lötigeu Silbers aus. 24. 6. 1395 verpfändet Herzog Friedrich von Brannfchweig nnd Lüncburg an die Ritter Rndolf v, Garsebüttel, Lndols v, Honlage und Hans, sowie an die v. Marenholtz das ^ Schloß Jerxheim, wie es Ludolf v. Wenden besessen hat, für 409 M. lötigen Silbers. Werden Lehen im Bezirke Jerxheim, welche zur verpfändeten Hälfte des Schlosses gehören, frei, so sollen sie auch diese erhalten. 7. 1. 1396 ist er Getreuhänder für Busso v. Barwinkel, als dieser das Schloß Scheruebeck für 299 M. Magdeburger Währung vom Erzbifchof verpfändet erhält. 25. 5. 1399 ist er mit anderen für das Domkapitel zu Magdeburg Bürge über 299 M. Brannschweigischen Gewichtes gegenüber Ludolf v. Wenden und 27. 7. 1493 mit anderen für den Erzbifchof, als dieser Schloß Angern an die Gebrüder von Rengerslage für 450 Schock Böhm. Gr. verpfändet. 17.7.1499 ist er mit seinen Brüdern Herrn Lndolff nnd Herrn Hinrik Zeuge im Huldebrief der Herzöge Bernhard und Heinrich von Braunschweig, 6. 3. 1491 ebenso mit seinem Bruder Ludolf in einer herzoglichen Urkunde. 2. 12. 1493 ist er Bürge für die v. Bülow und 13. 1. 1405 mit anderen Zeuge im Reverse des Klosters Hillersleben gegen den Erzbischof wegen Verleihung des neugekauften Dorfes Meseberg nnd des dermaleinstigen Vorkaufsrechtes und 2. 2. 1495 Gesamthänder an 11 Hufen zu Klein-Were. 11. 4. 1406 versetzt er dem Kloster zu Schöningen für 6 Brandenb. Mark einen Hof zu Höteusleben. 27. 12. 1414 erhält er mit seinem Sohne Heinrich (Nr. 12) und seiuem Vetter Ludolf (s. Stammtafel II) für ein Kapital von 150 M. feinen Silbers Magdeburgischen Zeichens und Gewichtes 20 M. jährlicher Gülte aus Hohen- dodeleben nnd 5 M. dergleichen aus Solen-Beyendors, aus der jährlich zu Martini fälligen Herbstbede zahlbar, verschrieben. 3. 8. 1415 heißt es, daß der Erzbischof 120 Nh. G. jährlicher Einkünfte aus Kalbe und andere Gefälle zu Burg, Neuhaldensleben und Staß- fnrt, die dem Hans und seinen Brüdern Heinrich nnd Bertram (alle 3 -f) verschrieben waren, wieder eingelöst habe, und ebenso 6. 2. 1415, daß er von den 3 Gebrüdern Hans, Schloß uud Stadt Wanzleben für 550 lötige M. Braunschweigischen Silbers eingelöst habe, und 21. 4. 1416, daß 50 G. Rh. jährlicher Zinsen ans der Bede zn Groß-Salze ihnen verschrieben gewesen seien. Erstes Kapitel. Stammreihe, in welcher die Teilung der Linien stattfindet. 19 Zusammen mit seinen Brüdern und sonst genannt: 22. 2. 1376 (Turniergast in Göttingen), 3. 3. 1381, 21. 6. 1382, 4. 4. nnd 15. 7. 1383, 2. 2., 4. 2., 29. 4. (Verkauf von Kremliugen), 9. 6. und 24. 6. 1386, 11. 1. 1387, 27. 6., 15. 7. und 11. 11. 1388, 17. 1., 1. 3., 25. 5. (Verpfändung von Eckerode), 14. 10. und 17. 1V. 1391, 26. 6., 7. 7. und 14. 8. 1393 (Belehnung mit Ummendorf), 28. 7. 1396, 1. I. (Verpfändung vou Hötensleben), 21. 1. (Belehnung mit Oschersleben), 26. 6., 19. 6. (Belehnuug mit Zinsen aus Olvenstedt), 7. 7., 29. 9. und 17. 12. 1399 (Verpfändung von Schöningen), 27. 7. und 17. 8. 1403, 23. 6. (Ankanf von Zinsen aus Niederdodeleben) und 26. 10. 1404, 12. 4. und 21. 9. 1405 (Verpfändung von Kalbe), 1406, 11. 4. 1407 (Verschreilmng vou Wanzleben), 20. 6. 1408 (Verpfändung von Papsdorf), 19. 7. 1409 (Verschreilmng von Hohendodeleben), 1411, 1414. Kinder: 1. Kunigunde (Nr. 8), 2. Ludolf (Nr. 9), 3. Hans (Nr. 10), 4. Bertram (Nr. 11), S. Heinrich (Nr. 12), ö. Ludwig (Nr. 13). » 4. Bertram, S. von Heinrich II (s. Stammtafel II), Domherr, 1413 Senior des Domkapitels zu Magdeburg, auf Höteuslebeu, Pfandherr von Hohendodeleben, Kalbe nud Wauzleben?c., f vor 3. 8. 1415. 14. 8. 1393 wird er zum ersten Male mit seinen Brüdern Lndolf, Heinrich und Hans bei der Belehnuug mit Ummendorf genannt, ohne daß seiner geistlichen Würde, die er wohl erst später erlangte, Erwähnung geschieht, ebenso 19. 6. 1399 beim Kauf vou Renten aus Olvenstedt. 23. 6. 1404 erkauft er mit seinen Brüdern Heinrich und Hans, Ludolf v. Houlage und Rndolf v. Garfebüttel vom Domkapitel zu Magdeburg 48 G. Rh. jährlichen Zinses aus Niederdodeleben wiederkäuflich für 600 G. Rh. 26. 10. 1404 erhält er mit seinen zwei Brüdern vom Erzbischof zu Magdeburg eine Schuldurkunde über 250 M. Brauuschweigisch ausgestellt, die sie nach der Taxe an ihrem Psandschlosse Hötensleben verbaut haben, ferner über 100 M., die ihnen der verstorbene Erzbischof schuldig geblieben ist, endlich über 150 M Magdeburgisch, die sie an ihrem Pfandschloß Ummendorf verbaut haben. 12. 4. 1405 erhält er mit seinen zwei Brüdern vom Erzbischof 170 G. Rh. aus der Herbst- und Maieubede zu Kalbe und Groß-Salza für 1700 G. Rh. mit einem Aufkündignngstermin zu Pfingsten jedes Jahres unter Verpfändung des Schlosses Kalbe verschrieben. Infolge solcher Verpfändung wird 21. 9. 1405 der Rat von Kalbe angewiesen, die dem Erzstift Pflichtige Herbst- uud Maienbede in Höhe von 120 G. Rh. jährlich an ihn 2* 20 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an, und seine zwei Brüder abzuführen. Dieselbe Weisung ergeht an den Rat von Groß-Salza wegen der 5V G. betragenden Bede. 11. 4. 1407 erhält er mit seinen zwei Brüdern und seinen Getreu- hündern Rudolf v. Garsebüttel, Bernd v. d. Asseburg und Wilhelm v. Amp- leben vom Erzbischof von Magdeburg für ein mit öuw Ankauf der Herrschaft Dahme verwendetes Kapital von 450M. Brauu- fchweigifch, das ihnen nächste Ostern in Harbke oder Hötensleben zurück- WS gezahlt werden soll, als Zinsen 45 M. jährlich aus der Bede von Burg, Neuhaldensleben und Staßfurt, und als Pfand, falls die Zinsen nicht rechtzeitig gezahlt werden sollten, Schloß und Stadt Wanzleben verschrieben. An dem Revers der drei Gebrüder von demselben Tage hängen die leider weder ganz gut erhaltenen noch überhaupt gut ausgedrückten Siegel der Aussteller. Von ihnen zeigt auffälligerweise als erste Hindeutung auf die spätere Wappeukombiuation das erste und dritte Siegel die drei Balken im Schilde mit den Hörnern auf dem Helme, das zweite eine Art Baumstamm mit dem Kissen auf dem Helme Magd. Archiv). 20. 6. 1408 reversiert er sich mit seinen zwei Brüdern und den genannten Getreuhünderu gegen den Erzbischof wegen eines Kapitals von 500 G. Rh., die der Erzbischof von ihnen zur Einlösung des Schloffes Erstes Kapitel. Stammreihe, in welcher die Teilung der Linien stattfindet. 21 Waiizlcben geliehen und ihnen dafür 40 G. Rh. jährliche Zinsen aus Groß- Rodensleben, die Zinsen von 7 Marken, welche durch den Tod des Hans Marschalk erledigt sind, ferner die Zinsen von dein Krng und von dem nach dem Tode Busso Jans erledigten Gütern verschrieben hat. 19. 7. 1409 erhält er mit seinen zwei Brüdern und den drei genannten Getrenhändern das Dorf Hohendodeleben verschrieben, ausgenommen 30 M, die das Domkapitel in Pfand hat, von den 70 M, die das Dorf zur Herbst- bedc zahlt, für ein Kapital von 301^/z M. 3^ Quentchen feinen Silbers, die zur Auslösung des Schlosses Kalbe verwendet worden sind. Sie dürfen das Dorf mit seinen Renten im Falle der Nichtzahlung weiter verpfänden. 17. 3. 1412 wird er als Senior des Domkapitels und 3. 8. 1415 als verstorben genannt. 3. 8. 1415 zahlt der Erzbischos 1700 Rh. G., welche er von Heinrich, Hans und dem Domherrn Bertram geliehen Hot, zurück. 11. 7. 1419 wird eine Testamentsstiftung zu Magdeburg des ver- ftorbenen Domherrn Bertram, nnd 10. 8. 1421 werden seine Testamentarien erwähnt. In anderen Urkunden (mit seinen Brüdern) ausgeführt: 14. 8. 1399 (Belehnung mit Nmmendorf), 1. l. (Verpfändung von Hötenslcben) und 19. 6. 1399 (Belehnung mit Zinsen aus Olvenstedt), 1411, 6. 2. 1415. Es ist nicht ausgeschlossen, das; hier Verwechselungen mit dem gleichzeitig lebenden Bertram VIII, S. Heinrichs III (s. Stammtafel II), mit untergelaufen fiud. In den alten Stammtafeln des Geschlechts wird Bertrain als Bruder von Ludols, Heinrich und Hans nicht aufgeführt, auch bei der Teilung in die beiden Linien wird feiner nicht gedacht, während er als Bruder der letzteren beiden mehrfach genannt wird. 5. Hedwig, auch Heilwig genannt, in alten Stammtafeln als T. Heinrichs II (s. Stammtafel II) und zwar als die einzige Tochter ihrer Eltern aufgeführt; als ihre Mutter wird Adelheid v. Quitzow genannt. Sie brachte ihre Güter an das Gotteshaus zu Marienborn nnd stiftete ein goldenes Kruzifix auf den hohen Altar (ef. Ns/bomius Llironieon des Jungfrauen- Klosters zu Marienborn). Nonne 1418, später Priorin des Klosters Marienborn, soll sich öfter nächtliche Stelldichein mit dem Kaplan der Harbker Schloßkapelle gegeben haben, (v. Oelfen in den Ahnenbildern widmet ihr ein Gedicht: „Hed- wigis".) 22 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Nach der Sage fielen fünf sonst nicht genannte Brüder von ihr, Christian, Burghard, Levin, Werner und Hilmar der Kleine, in einer Fehde um die Drakenburg, welche die beiden ersten für den Erzbischos von Magdeburg verteidigten, während die 3 letzteren sie erstürmten. Ein noch jüngerer und letzter Brnder soll bei der Belagerung der Festung Naab in Ungarn geblieben sein und in der Kirche daselbst begraben liegen, (v. Oelsen in den Ahnenbildern: „Vor der Drakenburg" und „Der Letzte".) Zweites Kapitel. Aie erste Stammreihe nach der Teilung der Linien. a) Die schwarze Linie. 6. Heinrich V, der ältere, S. von Heinrich IV (Nr. 2) und der N- N. v. Hanensee, ans Harbke, Ostereilsleben, Jerxleben nnd Süldors, Knappe, erzbischöflicher Rat zu Magdeburg, Pfandbesitzer von Hötensleben, Peine und Wolmirstedt, Lehensherr von Werle, Ahlum, Watteustidde, Destedt uud Esbeck. Er siegelt mit dem Baumstamm-Wappen. (1' 1458.) Nach Rethmeyers Brauuschweigischer Historie hatte Herzog Wilhelm von Braunschweig bei seiner bevorstehenden Reise ins gelobte Land das Vertrauen zu ihm, daß er ihm und Bernhard v. Kanne, Rittern, sein Jn- siegel so lauge anvertraute, bis er wieder heimkehrte. 27. 12. 1414 erkauft er vom Erzbischos 20 M. Zinsen aus Hohen- dodeleben uud 5 M. aus Solenwarsleben. 1. 5. 1416 ist er mit seinem Bruder Günzel und anderen Getreu- häuder bei der Verpfändung des Schlosses Hadmersleben an die v. d. Asse- bnrg durch den Erzbischos. 30. 8. 1416 erhält er mit seinem Bruder Günzel vom Erzbischos eine Obligation über 30 M. seinen Silbers mit 5 M. verzinslich ausgestellt mit dem Versprechen der Bezahlung am nächsten Martinitage. 14l 9 wird er vom Bischof von Halberstadt mit dem Zehnten zu Ostereilsleben, dem Gute, das vorher Hermauu Beyse, Bürger zn Magdeburg, gehabt hatte, belehnt, nämlich 3 Wispel Weizen uud Roggen, sowie mit 3 Schock Hafer im kleinen Zehnten zu Jrxleben uud mit 9 Stück Salz und 20 Schilling Geldes Magdeburger Währung zn Süldorf. 24 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. In demselben Jahre vergleicht sich der Markgraf Friedrich von Brandenburg mit verschiedenen Mannen, besonders mit Heinrich und Günzel. 2V. 7. 1422 erneuern die v. Oberg das mit dem Erzbischof 1369 abgeschlossene Bündnis unter der Bedingung, daß, wenn sie in die Lage kommen, dem Erzbischof wider seine Feinde beizusteheu, hiervon unter anderen auch ihre Freunde (d. h. Verwandte) Heinrich und seine Brüder, sowie Ludols und sein Bruder ausgenommen sein sollen. 1422 stellt er mit seinem Bruder Günzel ein Diplom aus über Herzog Bernhardts Schenkung an das Kloster Schöniugen. 1425 konsentiert er mit Günzel (Nr. 7), Ludolf (Nr. 21) uud Hans /z Hufe zu Esbeck, die Heinrich Navebelle vorher von ihm zu Lehen getragen hatte. Zweites Kapitel. Die erste Stammreihe nach der Teilung der Linien. ZH 1434 hat er mit seinen Vettern von der weißen Linie, Hansens (Nr. 3) Söhnen, den Hartlinger Wald an den Magistrat nnd die Bürgerschaft zu Helmstedt für 59 M, verkauft und in demselben Jahre wird er vom Herzog Heinrich von Brannschwcig mit der Salzgrafschaft und einem sattelfreien Hof zu Schöningen belehnt, wie solche vorher Heinrich Heimburg zu Lehen gehabt. 16. 10. 1437 ist er Getreuhäuder, als der Bischof von Halberstadt den v. d. Afsebnrg das Schloß Falkenstein sür 63V M. verpfändet. 8. 6. 1438 hat er von seinem Vetter Hans, Hansens Sohn (Nr. 10), die Burg Hötensleben mit allen Znbehörnngen, wie Hans der Vater (Nr. 3) und darauf er mit seinen Brüdern solche pfandweise vom Erzbischof zu Magdeburg und dem Kapitel inne gehabt, überantwortet erhalten, nachdem er die Summe des an der Burg verschriebenen Geldes ganz bezahlt hat, ebenso einen verpfändeten Hof vor der Burg belegen, hart an dein Graben, der neue Hof genannt, der des Hans und seiner Brüder Erbe war, für 25 Rh. G. Die v. V- haben außer der Psandsnmme 260 Rh. G. Bankosten an dem Vorwerk vor der Burg Hötensleben zn fordern. Die Pfandsumme bestaud aus 3 Posten: 1. 466 lötigen Mark Braunschw. Gewichts 2666 Gold-G., 2. 356 lötige M. Braunschw. Gewichts 1756 Rh. G., 3. 566 Gold-G. wozu sie noch 566 Gold-G. verbauten, in Summa 4756 Gold-G. Günzel schoß schließlich diese ganze Summe dem Erzbischof vor, woranf 1462 die Ablösung erfolgte, doch nur so, daß Hötensleben an Günzel verpfändet wurde. 24. 4. 1446 ist er Zeuge im Huldebries des Herzogs Heinrich des Friedsamen von Braunschweig. 24. 8. 1446 empfängt er die Belehnung mit Renten uud Ländereien zu Wulfsdvrf, Eickendorf (sl. Etkendorf), Harbke, Hohenstedt, Orden, Baden- stedt, Morsleben, Rotstedt, Hötensleben, Ottleben, Altendorf, Telfchen und Druxberge. 9. 16. 1446 belehnt er Lüdecke Fredeckes mit einem Hof und einer Hufe zu Watenstidde (im Gerichte Jerxheim). 28. 12. 1442 qnittiert er über 46 G. Rh., die ihm der Erzbischof von 166 Rh. G. schuldig geblieben war. 1443 belehnt er mit seinem Brnder Günzel unter Bewilligung des Bischofs Burchard von Halberstadt den Bürger zu Braunschweig Heinrich Walbeck mit 2 Sattelhöfen und 14 Hufen Landes zu Destedt. (Aus dem Jahre 1447 ist ein Teilungsvertrag des Heinrich und seines Bruders Güuzel mit ihren Vettern über Destedt vorhanden.) 16. 4. 1448 erkauft er vom Erzbischof von Magdeburg Renten aus Schloß und Stadt Egeln. 26 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien. 10. 10. 1448 verleiht ihm mit seinen Söhnen Gottschalk (Nr. 16) und Heinrich (Nr. 15) sowie deren Erben und zur gesamten Hand mit Kurt, Bernd und Busso v. d. Asseburg der Erzbischof 140 G. Rh. jährliche Zinsen aus dem Gefalle des Schlosses und der Stadt Egeln für ein Kapital von 1400 Nh. G. mit der Verpflichtung,^^ics Kapital nächste Michaelis zu Harbke oder Helmstedt oder Hötenslcben zurückzugeben. Heinrich v. Greissvogel erhält 40 G. für einen von Ludolf gekauften Hengst. 29. 7. 1449 befindet er sich unter den Getreuhändern, denen mit den v. d. Assebnrg das Schloß Falkenstein vom Bischof von Halberstadt verschrieben worden ist (s. 16. 10. 1437). 10. 8. 1449 verpflichtet er sich, während der Zeit, daß er und seine Erben die Burg Hötensleben inne haben, die Güter des Klosters Marien- berg im Gerichte zu Hötensleben, besonders den Hof zu Berneberge mit Diensten nicht zu beschweren. 1451 verkauft er mit seinem Bruder Günzel an einen Bürger zu Braunschweig Güter zu Gardessen. 1451 deponiert er eine Snmme Geldes beim Rat der Stadt Braun- schweig. 1452 hat ihm das Kloster Königslntter eine Mark Geldes aus dem Banamte verkauft, dagegen richtet er eine Stiftung zu den wollenen Hemden der Mönche, Kirchen-Oblaten ?c. ein. 1455 hat er mit seinem Bruder Günzel für 150 vollwichtige Nh. G. dem Stifte St. Gertrud zu Braunschweig jährliche Renten, 3 M. uud 30 Sch. verschrieben, außerdem im Dorfe zu Gardessen Korn und Pfennige, die Hälfte des Zehnten zn Hemkenrode mit seiner Zubehörung im Dorfe und Felde und 4 Hufen zu Urde dergestalt, daß das Stift gegen alle Ansprüche der Debitoren, Erben und Lehenherren sichergestellt werde. 11. 6.1456 vergleicht er sich mit dem Kloster und der Stadt Schöningen wegen eines Grabens. 1457 und 25. 7. 1458 wird er gemeinsam mit seinen Söhnen Gottschalk und Heinrich genannt. Er war mit seinen Brüdern, aber auch mit anderen Gliedern seines Geschlechts stark beteiligt an dem Fehdewesen seiner Zeit, zumal on der zwischen dem Erzstist Magdeburg und den Markgrafen von Brandenburg in dem 2. und 3. Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts ausgekämpften Fehde, bei welcher es sich wesentlich darum handelte, den Gütern der Gegner und ihrer Untertanen allerlei Schäden zuzufügen und sich dabei für empfangene Verluste schadlos zu halten. So beschädigten 15. 10. 1413/4 Heinrich und Ludolf mit den v. Werberge und ihren Helfern das Dorf Garlipp mit Brand und Raub lind richteten einen auf 306 M. geschätzten Zweites Kapitel, Die erste Stammreihe nnch der Teilung der Linien, 27 Schaden an. 1416 heißt es, die v. V. hätten den v. Lüderitz vor dein Dorfe Lüderitz 2 Pferde, 8 Schock böhmischer Groschen wert, gerankt nnd ihre Knechte hätten nnter N. Flemming vom Schlosse Harbke ans den armen Leuten von Hüselitz 5 Pferde, 20 Schock Böhm, Groschen wert, genommen und einen Mann erschlagen. Auch haben mehrere Edelleute, unter ihnen der v, V,, den v. Lüderitz und ihren Untertanen 8 Schock Kühe genommen und ihnen einen Schaden von 120 Schock Groschen zugefügt. Die v. V. griffen dem Heinrich von Jtzenplitz einen Knecht, „den stolzen Klans", ab, nahmen ihm ein Pferd, 10 Schock Böhm. Groschen an Wert, und hielten ihn noch im Jahre 1420 in der Gefangenschaft. Außerdem raubten sie noch verschiedenen Leuten 8 Pferde, 6 Kühe, Schweine und verschiedenes Hausgerät, zusammen 26 Schock böhmischer Groschen wert. Auch nahm Ludols mit Hans v. Qnitzow verschiedenen Leuten 4 Pferde, 10 Kühe und allerlei Hausgerüt ab, 16 Schock Gr. im Werte. Heinrich v. Jsenburg, Ermbrecht v. Seggerde, Hehsos v. Steinflirt und der v. V. Knechte nahmen den Einwohnern von Shnow, einem Dorfe des Klosters Neuendorf in der Altmark, Pferde und Gerät im Werte von 35 Schock Böhm. Gr. weg nnd fügten so dem Gotteshaus zu Neuendorf Schaden zu, griffen auch 4 Männer auf und schlugen den einen tot, dem anderen hat die Auslösung 38 Schock Böhm. Gr. gekostet. Das Geranbte brachten sie nnch Alvensleben, Gudeuswegen uud Germersleben, die Gefangenen nach Langeln in Braunschweig. 18.2.1416 hat Heinrich mit anderen dem Gotteshans zu Neuendorf, sowie den Dörfern Bnckow und Swysow einen Schaden, der anf 200 Schock Böhm. Gr. geschätzt wird, zngesügt. Auch waren die v. V. unter den Magdeburgischen Edelleuten, welche im November 1416 Grieben bei Tangermünde auspochten. Als ihnen Gebhard v. Alvensleben nachjagte, wurde dieser an der Verfolgung mit Gewalt verhindert. Der Schaden der Plünderung wurde auf 55 Schock Gr. Böhm. berechnet. 1. 5. 1417 nahmen der v. V. Knechte 2 Leute in Jnfche (wohl Insel) gefangen, nahmen ihnen alle ihre Pferde und noch andere Pferde dazu. Diese und die beiden Leute wurden nach Harbke gebracht und hier beschatzt. Den Schaden taxieren Gise Schade- wacht und die Noppow, Bürger zu Stendal, auf 300 Schock Böhm. Gr. Bei nachtschlafender Zeit hat Heinrich, Heinrichs Sohn, mit dem v. Garsen- büttel, den v. Oberg und den Schenken v. Flechtingen die Dörfer Schepelitz, Kläden, Rodingen und Garlipp ausgepocht und daselbst Brand angelegt. Die Bürger von Stendal veranschlagen den Schaden auf 1000 Schock Böhm. Gr. Ludolf pochte mit auderen 5. 12. 1417 das Dorf Zipel ans, der Schaden wird auf 50 Sch. Böhm. Gr. geschätzt. Die Täter hielten in Klinke uud hatten es anf Gebhard v. Alvensleben abgesehen. Der Wert des Genommenen betrng 50 Schock Böhm. Gr. 1417 haben Heinrich, Hans und Ludolf den Bürgern von Gardelegen 10 Schock 28 Die Genealoqie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Kühe und 18 Pferde gewaltsam genommen, 55V Schock Böhm. Gr. wert. Einen Bürger setzten sie gefangen und legten ihm ein Lösegeld von 16 Schock Böhm. Gr. auf. Ebenso beschatzten sie noch andere Bürger der Stadt. Drei Bürger habe» sie vorsätzlich erschlagen, nachdem sie dieselben ins Gefängnis gefetzt hatten, wegen Lösegeldes von 500 Schock Böhm. Gr. Den Bürger Heinrich Schulz haben sie lebensgefährlich verwundet und ihm einen eisernen Hut und eine Armbrust, beides 3 Gulden wert, abgenommen. 15. 6. 1417 nahm Heinrich mit seinen Helfern 14 Pferde vom Dorfe Buk (Buch in der Altmark?), 36 Schock Böhm. Gr. wert. In der Nacht vom 14. 2. 1418 haben Heife v. Steinfurt, Heinrich, Strobarth und andere die dem Kloster Neuendorf gehörigen Dörfer Bukow und Schoysow (Schwiesow) abgebrannt uud alles was darin genommen, auch das Magdeburgische Bauner aufgeschlagen. Das Genommene brachten sie nach Wolmirstedt, Wanzleben und Alvensleben. Der Schaden wurde auf 260 Schock Böhm. Gr. veranschlagt. 8. 4. 1418 nahmen der v. V. und Heises v. Steinfurt Knechte vor Insel die Pferde und etliche Lente gefangen. Der Schaden belänft sich auf 100 Schock Gr. Böhm. 16. 5. 1418 wurden die Dörfer Cram und Schwiesow (letzteres dem Kloster Nenendors gehörig) von Heyso v. Steinford und seinen Helsern, unter denen sich anch von wegen der v. V. ein gewisser Strobarth befand, ansgepocht und dabei 5 Männer erschlagen. Der Schaden an genommenem Vieh bclief sich auf 200 Schock Gr. Böhm. Im Mai 1418 „puchten" der v. V. Knechte vom Schlosse Harbke aus und Heisos v. Steinsnrt Knechte vom Schlosse Alvensleben aus das Dorf Grobleben aus und brannten einiges nieder. Der Schaden wird auf 800 Schock Gr. Böhm. geachtet. 13. 6. 1418 verbrannten Heifo v. Steinfurt und die v. V. mit ihren Helfern in Weteritz 4 Banererbeu, eine Scheune mit allem Hausgerät und richteten einen Schaden von 20 Schock Gr. Böhm. an. 25. 7. 1418 nehmen Heinrich, Heinrichs Sohn, Ludols und Günzel Gebrüder als Hauptleute (des Zuges) vor Gohre 3 Schock Pferde, vor Lüderitz 3 Pferde, vor Buchholz die Kühe und zu Vintzelberg des Heinrich v. Metzdorf Pferde. Unter ihnen standen Heinrich v. Bortseld zu Peiue, Hans v. Qnitzow, 2 Gebrüder v. Redern (Reden), Wilhelm v. Sampleben, 2 Gebrüder v. Garsebüttel, Sachs mit Glevenieren von Braunschweig, Heiso v. Steinfnrth, 3 v. Oberg, Basilius v. Weferlingen, 3 v. Schwichold, Friedrich v. Mohrungen, Georg v. Luptitz, Erz. Magdeb. Hofjuukcr, uud andere. Der Schaden wird auf 300 Schock Gr. Böhm. geachtet. 25. 7. 1418 nahmen die v. V. und Heisos v. Steinfurt Knechte in Slohz 5 Schock Schafe und 1 Schock Schweine, 50 Schock Böhm. Gr. wert, und in Buchholz 8 Kühe und 147 Pferde, zusammen 120 Schock Böhm. Gr. wert, auch auf der Heide zu Brandenburg verursachten sie einen Schaden in Höhe von 60 Schock Böhm. Gr. 18. 2. 1419 nahmen Strobarth, Konrad Ränber, der Zweites Kapitel. Die erste Stammreihe nach der Teilung der Linien. 29 v. V. und Heisos v. Steinfurt Knechte, auch Arnd Kleger mit seiner Gesellschaft einigen Bürgern von Brandenburg auf der Heide von Brandenburg mehrere Pferde fort und 7. 5. 1419 nahmen in Sloyz der Schenk v, Flechtingen, Buffo v. d, Afseburg uud der v. V, Knechte 22 Pferde, auf 50 M. taxiert, weg. 13. S. 1419 nahmen Bnrchard v. Oberg mit dem v. V. vor Oftheren, Welle und Elversdorff Pferde und Kühe, von welchen letzteren ihnen jedoch bei der Verfolgung eiu Teil wieder abgenommen wnrde. Die 40 Pferde brachten sie ins Magdcburgische und sind diese 200 Schock Gr. Böhm. wert. 1419 nahmen Zander Hennersdorf, der v. Wartensleben und andere, die von Wolmirstedt ausritten, auf der freien Landstraße von Marzahne nach Brandenburg einige Leute aus Marzahne gefangen und ließen sie ins Burgverließ zu Harbke setzen, wo sie noch 1420 gefangen gehalten wurden. Der v. B. verlangte für ihre Auslieferung 41 Schock Böhm. Gr. 8. 1. 1420 brannten die v. V. nnd Heiso v. Steinfurt ganz Weteritz ab nnd nahmen den Einwohnern alles, was sie an Ochsen, Pferden und Kühen besaßen, was auf 30 Schock Gr. Böhm. zu schätzen ist. 13. 5. 1420 griffen der v. V. und Heisos Knechte aus Alvensleben, Harbke und Ummendorf vor Demker ein Pferd und einen Mann, sowie vor Bellingen 4 Pferde. Der Schaden beträgt 40 Schock Böhm. Gr. 1420 beschädigten Ludolf und die Knechte des Heyso v. Steinfurt deu Kourad v. Lindftedt und nahmen ihm verschiedenes, dessen Wert sich auf 100 Schock Gr. Böhm. beläuft. Auch habeu sie das Dorf Lindstedt ausgepocht, die Höfe abgebrannt nnd Gefangene mit sich geführt, die iu den Gefängnissen getötet worden sind, obwohl sie Lösegeld gezahlt hatten. Der Schaden beläuft sich auf 50 Schock Gr. Böhm. 18. 5. 1422 haben der v. V. Knechte von Harbke aus mit anderen ein Pferd und einen Mann vor Demker angegriffen. Zu St. Gallen haben Heinrich und Ludolf mit anderen einen Schaden auf 306 Böhm. Gr. mit Pochen uud Brand verübt. Hierher gehört wohl auch die Nachricht, daß 19. 6. 1422 der Offizial der Berdener Kurie viele vom Adel, darunter Hsni ioum st I^uäolium, vom Banne losspricht. 23. 2. 1429 vergleichen sich die Gebrüder Heinrich nnd Günzel mit dem Markgrafen Friedrich von Brandenburg uud dessen Sohn Johann wegen der von ihnen wider sie uud ihr Land geführten Fehde und wegen aller ihrer beiderseitigen Ansprüche und aller bisherigen Zwietracht dergestalt, daß beide Teile ihren gegenseitigen Forderungen entsagen und die v. V. versprechen, fortan nie mehr Feinde der Markgrafen zu werden und nie ihre Lande beschädigen oder ihre Feinde Hausen zu wollen. Sollten sie dennoch Ansprüche wider die Markgrafen erheben, so wollen sie es dem Herzog Wilhelm von Brannschweig als dem Vermittler des Vergleichs anzeigen, der sie mit den Markgrafen vereinigen solle. 30 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien nn. Er wird sonst (mit seinem Brnder) urkundlich genannt: 20, 7. 1422, 1.8. und 2. 11. 1425, 4. 10. (Verkauf von !/z Ochsendorf) und 30. 10. 1426 (Verpfändung von Peine), 27.4. 1428, 23. 2. und 4. 10. 1429, 1430, 20. 1., 19. 2. und 20. 2. (Revers wegen Harbke), 30. 4., 20. 8. und 26. 11. 1432, 1433, 3. 6. und 5. 8. 1434, 4. 5. 1435, 10. 3. 1437 (Verfchreibnng Von Wolmirstedt), 8. 9. 1439, 1451, 29. 1. 1452 (Bclehnnng mit Harbke ?e.), 1454, (nach seinem Tode) 1458, 3. 5. 1462. Während nach einigen Nachrichten Heinrich schon 1458 verstorben ist, heißt es 1467, die Gebrüder Günzel uud Heinrich hätten der Kirche zu St. Ulrich in Brannschweig 26 alte Schillinge jährlicher Rente von den jährlichen 6 M. Geldes, welche sie im Dorfe Amsdorf haben, für 11 M. Braunschweigischer Pfennige, mit Konsens von Hans (Nr. 10) und Bertram (Nr. 11) Gebr. und Knappen, Hansens Söhnen, Ludolf (Nr. 21) und Hiurik (Nr. 23), Ludolfs 1' Söhueu, und Hiurik, Ludwigs (Nr. l3) -f- Sohn, verkauft und 1469, der Ritter Günzel und Hinrik der Alte sein Bruder hätten der Kirche St. Cyriaci vor Braunschweig 10 G. jährlicher Rente aus ihren Gütern zu Glentorf in dem Hasenwinkel an Zehnten, Acker, Mühleu, Pfennigziiifeu für 200 Rh. G. wiederkäuflich abgetreten. Diese beiden von Nolten mitgeteilten Nachrichten beziehen sich vielleicht ans Schenkungen, welche vor dem Jahre 1458 zurückliegen. Gemahlin: Sophia v. Kramm, T. des Bodo und der N. N. v. d. Schulenbnrg (s. Hildebrand, Grabsteine S. 101). Kinder: 1. Werner (Nr. 14), 2. Heinrich (Nr. 15), 3. Gottschalk (Nr. 16). 25. 7. 1418 wird ein Ludolf, der als Hauptmann eines Zuges an dem Fehdewefeu seiuer Zeit stark beteiligt ist, als Bruder des Güuzel aufgeführt. Es waltet wohl eiue Verwechselung mit dem gleichnamigen Vetter (Nr. 9) von der weißen Linie ob. 7. Günzel I, S- des Heinrich IV (Nr. 2) und der N. N. v. Hauensee, 1428 Knappe, (1434?) 1448 Ritter, 1462 Rat des Erzbischofs, auf Harbke, Destedt, Schackensleben, Groppendorf und Ueplingen, Pfandbesitzer von Hötens- leben, Peine und Wolmirstedt, Lehensherr von Beckendorf, 1487. Obwohl er der jüngere Bruder war, steht er als Ritter öfter in den Urkunden seinem Binder Heinrich, als Knappen, voran. 2. 11. 1425 gewährt er mit seinem Brnder Hinrik und seinen Vettern Ludolf (Nr. 9), Hans (Nr. 10), Ludwig (Nr. 13) und Hinrik (Nr. 12), Söhnen des Hans (Nr. 3), Albrecht v. Rengerslage uud den Gebrüdern v. Hacke einen bis zum kommenden Michaelistag währenden Frieden den Bauern von Slays. Zweites Kapitel, Die erste Stammreche nach der Teilung der Linien, 31 Nachdem sich 14. 4. 1426 Borchcird v. Oberg mit Aschwin v. Schenck, Dietrich v. Reden, Kurt v. Weferlingen und Hildebrand v. Saldern für die Aufrechterhaltung der Verpflichtungen wegen Peine von Seiten der v. V. verbürgt haben, erhält 20, 10. 1426 er mit seinem Bruder Heinrich, den Gebrüdern Ludolf, Ludwig, Hans, Bertram nnd Heinrich (Nr, 9 — 13) zu getreuer Hand, auch Ludolf v. Walmoden und anderen das Schloß nnd die Burg Peine vom Bischof Magnus von Hildesheim für 11300 Rh. G. verpfändet. 29. 2. 1428 ist er als Knappe mit anderen Zeuge bei einer Verhandlung Bussos v. d. Asseburg über Wülperode. 27. 4. 1428 versprechen die v. Schwicheldt dem Bischof von Hildesheim 300 G,, welche sie den Gebrüdern Heinrich und Günzel auf 2 Meierhöfe nnd 8 Höfe zu Groß-Solfchen nnd anf einen Hof zu Adenstedt verschrieben haben, binnen 3 Jahren zurückzuzahlen. 23. 2. 1429 hat er sich zugleich mit seinem Bruder Heinrich durch Vermittlung des Herzogs Wilhelm vvn Brannschweig mit den Markgrafen von Brandenburg ausgesöhnt, 1430 stellt er mit Heinrich und Ludolf, Hans, Ludwig und Heinrich (Nr. 6, 9, 10, 13, 12) von der Weißen Linie einen Schein aus, daß die Briefe, die Wernecke Kalm etwa über die Versetznng ihres halben Dorfes Osseudorf haben könnte, dem Kloster Marienthal nicht schaden sollten, 1432 konsentiert er mit Ludolf, beide als Lehensherren, in den wiederkäuflichen Verkauf vou 2 Hufen zu Beckendorf an das Kapitel des Stiftes St, Pauli zu Halberstadt. 3. 6. 1434 wird er mit seinem Bruder Heinrich (Nr. 6), Gottschalk (Nr. 16) uud Heinrich (Nr. 15), Heinrichs Söhnen, und Hinrick (Nr. 17), Günzels Sohn, vom Herzog Heinrich zu Brannschweig expektoriert auf die Salzgrafschaft und auf zwei Salzwerke vor Schöningen und einen Sattelhof in der Stadt, so Hinrick v. Schliestedt gewesen, da Hinrick v, Hoyenburg zur Zeit gewohnt, ebenso auf die Güter zu Rottorff, wenn Hinrick uud Weruer v, Rottorff ohue männliche Erben versterben sollten. Sie sollen das Recht haben, diese Güter zu verkaufe» oder zu verafter- lehnen, auch soll ihnen Niemand, der an Schöningen oder Lutter Geld zu fordern Hütte, darin Eintrag tnn. 5, 8. 1434 verleiht ihm und seinem Bruder Heinrich nnd ihren Erben der Abt zu St. Michael in Hildesheim ein Gedinge an der Hohen Mühle und einem Hofe, welches Wefseke v. Saldern von ihm zu Lehen trng. 20. 11. 1434 wird unter den Räten und Getreuen des Herzogs Heinrich von Braunschweig und Lünebnrg bei einer Eheberednng desselben mit der Helene, Tochter des Grafen Adolf v. Kleve, Grafen von der Mark, an erster Stelle Gonsel v. Velten, Ritter, genannt. ZZ Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. (1438) ist er vom Bischof von Halberstadt mit dem Zehnten zn Hohnstedt, Wendessen und Bodenstedt, 70 Schock Korn vom Zehnten zn Ochtmersleben, wie solches der Edle Arwed v, Dorstedt vom Hochstift Halberstadt zu Lehen gehabt hat, und dem Zehnten zu Sommersdorf, bisher Lehen des Edlen Knrd v. Werberge, belehnt worden. 8. 9. l439 erhält er mit Heinrich vom Herzog Heinrich von Braun- schweig für eine Schuld von 300 M> Silbers das Schloß Wolmirstedt verpfändet. 30. 10. 1443 befindet er sich unter deu Unterhändlern bei einem Übereinkommen der Herzöge von Braunschweig und Lünebnrg mit der Stadt Lüneburg. 5.2.1448 ist er Vormund der minorcneu v. Alvensleben auf Kalbe. Er wird mit Ludwig (Nr. 13) 20. 12. 1452, 19. 12. 1455 und mehrfach in Urkunden dieser Familie genannt, und 15. 2. 1448 wird er noch besonders mit Ludwig zn Vormündern der Kinder des -s- Heinrich v. Alvensleben anf Erxleben bestimmt. 27. 3. 1448 verpflichtet er sich, das Bündnis zwischen den Bischöfen von Halberstadt und Hildesheim und dem Erzbischos von Magdeburg zu halten, so lange er auf Schlössern des Hochstiftes Halberstadt wohn- hastig und gesessen ist. 5. 11. 1448 verhandelt er mit dem Erzbischos von Magdeburg, der ihm für 300 G. Nh. das Dorf Schackensleben, soviel davon Erzftiftisch ist, zu Lehen geben soll. Fällt aber infolge Rechtsanspruches das Dorf au den Edeln Herrn v. Schaumburg, so soll der Erzbischos die 300 G. zurückgeben. Im umgekehrten Falle soll es Güntzel behalten, doch unschädlich der der Witwe des Heiso v. Steinfurt zustehenden Gerechtigkeiten. 1451 hat er mit seinem Bruder Heinrich an Kurt Hedessen, Bürger zu Brauuschweig, 8 Rh. G. jährlicher Rente aus ihreu Gütern zu Gardessen für 100 Rh. G. wiederkäuflich abgetreten. 29. 1. 1452 wird er zu Riddagshausen mit seinem Bruder Heinrich nnd den Vettern Lndols, Hans, Ludwig und Bertram (Nr. 9, 10, 13 und 11) mit Harbke nnd allem Zubehör, sowie mit 10 M. Geldes zn Solen- Beyendors belehnt. 8. 9. 1454 ist er mit seinen Söhnen Hinrik (Nr. 17) und Hartwig (Nr. 19) wegen einer seiner Ehefrau unrechtmäßig entzogenen Leibzucht Feind des Markgrafen Friedrich des Jüngeren geworden. Er zeigt dies dem Kur- Zweites Kapitel. Die erste Stammreihe nach der Teilung der Linien. 33 sürsten an und verwahrt sich wegen der von ihm beabsichtigten Verletzung der Altmark. 1454 hat er mit seinem Bruder Heinrich und anderen von dem Grafen von Mansfeld 2000 Rh. G. und 200 G. Zins zu fordern. 19. 12. 1455 ist er mit Ludwig und anderen Zeuge, als die Gebrüder Heinrich und Albrecht zu Erxleben die Lehen über die Vogtei zu Arxleben nnd über 18 Hufen empfangen. 1458 wird er mit feinen Söhnen und Sohnes Söhnen vom Bischof zu Halberstadt belehnt mit dem Zehnten zu Buddenstedt, zu Honstedt, zu Sommersdorf, zu Sotschen, zu Schackensleben, 70 Schock Korn aus dem Zehnt zu Ochtmersleben, 9 Hufen Landes auf dem Felde zu Klein-Santers- leben, 3 wüsten Höfen, 5^ Schock Groschen und 5 Hühnern daselbst und mit seines Bruders -s- Heinrich Söhnen mit dem Zehnt zu Oster-Eilslcben, 3 Wispel Roggen und dem Zehnt zu Jrxleben, den Gütern des Hermann Besen in Süldorf, und dem Leheurccht aller geistlichen Kirchlehen, die sie im Besitz haben. 3. 5. 1462 erhält er vom Erzbischof von Magdeburg für 4800 G. Rh. das Schloß Hötensleben mit allen Dorfschaften und Zubehör (ausgenommen die ehrbare Mannschaft und die geistlichen und weltlichen Lehen) und Einkünfte aus Groß-Rodensleben, Groß-Wellen und Sudenburg mit seinen Söhnen Heinrich (Nr. 17) und Hartwig (Nr. 19), nachdem es der Erzbischof von Heinrich dem älteren (Nr. 6) und deffen Söhnen Gottschalk (Nr. 16) und Heinrich (Nr. 15) eingelöst hat. 5. 2. 1464 verpflichtet er sich mit seinen Söhnen Heinrich und Hartwig (Nr. 17 und 19), die dem Kloster St. Lorenz vor Schöningen verpfändeten Zinsen in Höhe von 18 G. Rh. ans Ohrsleben, Wackersleben und Brumby binnen 3 Jahren mit 300 G. Rh. einzulösen. 3. 4. 1467 verkauft er mit seinem Sohne Heinrich (Nr. 17) und dem Domherrn zu Magdeburg, Halberstadt und Hildesheim Levin (Nr. 22) wiederkäuslich 35 G. Rh. jährliche Zinsen aus dem Schoß zu Groppendors und aus dem Zehnten zu Sommersdorf für 700 G. Rh. an Johann Hauptmann, Kanonikus zu Halberstadt, und an Heinrich Hauptmann. 13. 4. 1467 wurde er vom Erzbischof Johann mit Schackensleben und Groppendorf belehnt und in demselben Jahre war er Zeuge bei der Belehnung der v. d. Asseburg mit Remkersleben und anderen Gütern. 2. 5. 1468 belehnt der Erzbischof die v. Bortefeld mit dem Schlosse Hötensleben, das Heinrich v. Bortefeld, zur Zeit als der Erzbischof außer Landes war, vom Ritter Günzel und seinem Sohne Heinrich (Nr. 17) für 4750 G. Rh- Kapital und 250 G. Rh. an Baugeldererstattung eingelöst hatte. Das Geschlecht v. Veltheim. 3 34 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 30. 4, 1470 stellt der Kurfürst Friedrich von Brandenburg ihm und dem Heinrich (wohl Nr. 17) eine Schuldverschreibung über 2000 G. aus. 9. 7. 1470 wird zwischen dem Erzbischof Johann von Magdeburg und den v. V. ein Vertrag folgenden Inhalts geschlossen: Der Erzbischof entläßt den Günzel, seinen Sohn Heinrich (Nr. 17), seines 1' Sohnes Hartwig (Nr. 19) nachgelassene Kinder und Heinrich (Nr. 15), Heinrichs Sohn, ihres Gefängnisses und ihrer Bestrickung. Er gibt ihnen ihr Anteil an dem für unüberwindlich gehaltenen Schlosse Harbke, das er eingenommen hatte, nebst Schackensleben und Groppendorf in Hoffnung besserer Treue zurück, auch die Briefschaften, die seine Amtshauptleute uach Kalbe gebracht, wogegen die v. V. den Erzbischof und seine Nachfolger wegen etwa fehlender Briefschaften und von Harbke weggekommener Pferde und Viehes nicht in Anspruch uehmen. Die v. V. sollen sofort mit Harbke unter Ausstellung der üblichen Reverse belehnt werden, uud bis nächste Ostern ihre Vettern, die Anteil an Harbke zu haben vermeinen, nämlich Bertram (Nr. 11) oder seinen ältesten Sohn, Gottschalk (Nr. 16), Heinrichs Sohn, Lndolf (Nr. 21) und Heinrich (Nr. 23), Ludolfs Söhne, nnd Heinrich, Ludwigs (Nr. 13) Sohn, vor den Erzbischof zur Belehnung bestellen. 4 Wochen nach Abschluß des Vergleichs soll den v. V. die Pfandsnmme von Vs Sommerschenbnrg gezahlt, oder die Hülste des Gutes ihnen überantwortet werden. Die v. V. werden zu Guaden augenommen und sollen des Erz- stistes treue Mannen sein. Hans Weidemann und seine Knechte sollen ans dem Gefängnis bei den v. Bartensleben befreit werden. Die v. V- entsagen gegen den Bischof von Halberstadt ihren Ansprüchen an Schladen. Die v. d. Schulenburg sollen die Bürger von Magdeburg wegeu der genommenen Häringe entschädigen, andernfalls sollen sie, da die Tat von Apenburg aus geschehen ist, vor dem Markgrafen von Brandenburg zu Recht stehen. 10. 7. 1470 erfolgte für ihn mit Hans (Nr. 10), Hansens Sohn, Gottschalk (Nr. 16) und Heinrich (Nr. IS), Heinrichs Söhnen, Ludols (Nr. 21), Heinrich (Nr. 23) und Hilmar (Nr. 27), Ludolfs Söhnen, Heinrich (Nr. 40), Ludwigs Sohn und Wilhelm (Nr. 33) und Ludwig (Nr. 34), Bertrams Söhnen die Belehnung mit der Burg Harbke belehnt, doch soll sie dem Erzstist ein offenes Schloß sein und im Falle des Absterbens der obigen ihm anheimfallen. 4. 8. 1470 verhandelt er mit dem Erzbischof in betreff der Einlösung des v. V.schen Anteils am Schlosse Sommerschenburg für die Pfaud- fumme von 1150 G. Rh., die der Erzbischof ihnen ausgezahlt hat. Aus dem Inventarium hat Heinrich ans Harbke (wohl Hansens Sohn) empfangen 30 Seiten Fleisch (Schinken), 4 Schober mit Pfeilen, 2 Handbüchsen nnd Pnlver, 1 Armbrnst, 1^/., Wispel Korn und 2 kleine Ackerpferde. Zweites Kapitel, Die erste Stammreihe nach der Teilung der Linien, 35 1471 war er mit seinem Sohne Heinrich (Nr. 17) Zeuge bei der Belehnung der v. Bcirtensleben. 1475 erhielt er vom Bischof Gebhard einen Lehenbrief über das Schloß zu Destedt mit Zubehörungen. 17. 2. 1476 ist er Zeuge in dem Fehdebrief des Herzogs Wilhelm zu Braunschweig uud Lüuebnrg für die Stadt Brauuschweig. 28. 1t). 1480 wird er als der Älteste zusammen mit allen v. V. vom Erzbischof mit dem Schlosse zn Destedt und den sonst dazu gehörigen Gütern, wie sie im Lehenbrief von 1458 spezifiziert sind, belehnt. 1430 war dasselbe nach Rethmeyer belagert und angezündet worden. Auch wird er mit seines Brnders Heinrich Söhnen vom Erzbischof mit dem Zehnt zu Oster-Eilslebeu und den anderen im Lehenbrief von 1458 aufgeführten Gütern belehnt, ebenso mit seinen Söhnen und Sohnes Söhnen mit dem Zehnten zu Buddenstedt und den im Lehenbrief 1458 aufgeführten Gütern, sowie mit dem Zehnten zn Nottorsf ebenso nach dem Lehenbrief von 1458. In demselben Jahre soll er in seiner Vettern Klauenburgs, Othra- ves, Ludolfs und Hansens (Nr. 29 — 32), der Söhne des Hans Mr. 10), Wicderkaufsverschreibuug etlicher Renten zu Amsdorf an das Kloster zu Riddagshausen gewilligt haben. 1481 konsentiert er in den Verkauf von Graveuhorsts Hof zu Hemke- rode und einer halben Hufe, wovou er Lehensherr ist an Tummerlan. 1483 hat er mit seinem Sohne Heinrich einem Bürger in der Sudenburg vor Magdeburg Klaus Angerstein uud dessen Stieftochter Urfnla 12 Rh. G. jährlicher Rente aus dem Zehnt, Schloß und Zins zu Schackens- leben für 200 Rh. G. überlassen, wofür sich die ganze Bauerschaft und die Mannen zu Schackeusleben mit verpflichten. 1486 unterschrieb er den großen Huldebrief Herzogs Heinrich des Streitbaren an die Stadt Braunschweig. Urkundlich (mit seinem Bruder resp, mit den Vettern) genannt 27. 12. 1414, 1. 5. und 30. 8. 1416, 1417, 25. 7. 1418, 1419, 1422, 26. 7. nud 3. 8. 1424, 1. 8. und 5. 6. 1425, 20. 10. 1426 (Verpfändung von Peine), 4. 10. 1429 (Verkauf von V2 Ochsendorf). 20. 1. (Verkauf von Zinsen aus Veltheim :c.), 19. 2., 20. 2. (Revers wegen Harbke), 30. 4., 20. 8. und 26. 11. 1432, 1434, 8. 6. 1436, 10. 3. 1437 (Verschreibnug von Wolmirstedt), 1443, 1447, 1455, 1462, 27. 6. 1467, 1469, 30. 4. 1470, 1476, (28. 4. 1477). Gemahlin: Gertrud v. Bartensleben. Kinder: 1. Heinrich VII (Nr. 17), 2. Levin (Nr. 18), 3. Hartwig (Nr. 19). 36 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. d) Die weiße Linie. 8. Kunigunde, T. des Hans (Nr. 3). Ehemann: Kurt v. d. Assebnrg (S. des Bnrchard auf Wanzleben), in 2. Ehe verm. mit N. N. v. Knigge. 9. Lndolf I, S. des Hans sen. (Nr. 3), auf Alvensleben, Ummendorf, Bartensleben, Harbke und Hötensleben, Pfandherr auf Wolmirstedt, fvll vor 1447, wo die Söhne des Lndolf dessen Gut in Schwanenfeld frei von allen Abgaben dem Kloster Walbeck geben, gestorben sein (dagegen wird er 29. 1. 1452 bei der Belehnung mit Harbke noch mit seinen Brüderu genannt). 1431 Erzbischöflicher Feldhanptmann auf Schloß Neuendorf, Oberhauptmann zu Magdeburg, 10. 3. 1437 Erzbischöslicher Rat und 29. 9. 1438 Erzbischöslicher Oberhauptmann, 1438 anf Gr.-Bartenslensleben und Alleringersleben uud Pfandherr auf Schloß Wolmirstedt, 1439 erhielt er vom Erzbifchof mich die hinterste Veltheimsburg und Klein-Santersleben unterpsändlich verschrieben. Schon 27. 12. 1414, als Heinrich (Nr. 6) vom Erzbischos 20 M. Zinsen aus Hohendodeleben und 5 M. aus Solenwarsleben erkauft, wird mit diesem sein Vetter Lndolf genannt. Verwechselungen mit dem ungefähr gleichzeitig lebenden Ludolf, Sohn des alten Lndolf (Stammtafel Nr. II) sind nicht ausgeschlossen. Denn auch iu der Urkunde desselben Inhalts von demselbeu Tage für seinen Vater Hans wird dessen Vetter Ludolf aufgeführt. 20. 7. 1422 gelobt er mit seinen Brüdern, ebenso Heinrich mit seinen Brüdern und mit anderen, dem Erzbischos Günther von Magdeburg den Dienstvertrag wegen Oebisselde vom 23. 7. 1369 beobachten zu wollen. In demselben Jahre war er mit Heinrich und vielen anderen violatoribas pudliess bisher im päpstlichen Banne gewesen, von welchem sie durch den Verdenschen Offizial freigesprochen werden. 1422 werden Heinrich und Ludolf vom Bann losgesprochen. 14.2.1423 hat er mit seinem Bruder Hans (Nr. 10) der der Pfarrkirche inkorporierten Kapelle zu Hötensleben 3 Hufen Landes in Orsleben zugelegt, so lange als sie das Schloß zu Hötensleben inne haben. Er scheint, da er immer von seinen Brüdern zuerst genannt wird, der älteste derselben gewesen zu sein. 1. 8. 1425 Dxsczutoi'inin des Königs Siegmund, gerichtet an Günzel von Bartensleben in simili an Ludolf, Heinrich, Günzel und Hans Zweites Kapitel. Die erste Stammreihe nach der Teilung der Linien. 37 . und andere wegen des dem Erzbischof Günther von Magdeburg gegenüber den aufständischen Bürgern von Halle nicht geleisteten Beistandes. 8. 4. 1426 befindet er sich unter den Treuhändern des Ernst v. Reden gegenüber dem Bischof von Hildesheim. 1428 war er Schiedsrichter zwischen dem Erzbischof von Magdeburg und den v. Oberg. 4. 10. 1429 verkauft er mit seinen Brüdern Hans, Ludwig, Bertram und Heinrich (Nr. 10, 13, 11 und 12) unter Bewilligung von Heinrich (Nr. 6) und Günzel (Nr. 7), Heinrichs Söhnen, wiederkäuslich das ^/z Dorf Ochsendorf, wie sie es pfandweise inne hatten, sowie ihren ^/.> Anteil an der Fischweide zu Glentorf an den Bürger Henning Salgen zu Braunschweig und 23. 11. 1430 gibt er mit seinen Brüdern dem Kloster Marienthal für alle Jahre die Vollmacht, das ^/z Dorf Ochsendorf auf dem Jakobstag von Heinrich Salgen wieder einzulösen. 1430 ist er mit seinem Bruder Heiurich gegenwärtig bei dem Vergleich der Herzöge Otto, Friedrich und Heinrich von Braunschweig. In demselben Jahre hatte er Ummendorf inne und staud auf Seite des Erzbischoss, als die von Magdeburg, denen auf der Landstrecke großer Schaden zugefügt worden war, mit gewappneter Hand davorrückten nnd es einnahmen. Darauf bezieht sich folgende Nachricht: 1431/32 war er während des Krieges der Altstadt Magdeburg mit dem Erzbischof Feldhauptmann des letzteren. Er fügte den Magdeburgern großen Schaden zu, büßte aber dabei sein Schloß Ummendorf ein. 1431 hat er vom Erzbischof die Güter zu Lehen empfangen, so Wilke v. Gustedt bisher gehabt. 19. 2. 1432 reversiert er sich mit seinen Brüdern Ludwig (Nr. 13) nnd Heinrich (Nr. 12) gegen den Erzbischof in betreff des ihnen und zu getreuer Hand ihren Brüdern Hans (Nr. 10) und Bertram (Nr. 11) und ihren Vettern Günzel (Nr. 7) und Heinrich (Nr. 6) erteilten Versichernngs- brieses wegen des etwaigen Verlustes ihres Schlosses Harbke im Kriege des Erzbischoss mit der Altstadt Magdeburg, dagegen machen sie 20. 2. 1432 aus, daß der Schadlosbrief wegen Harbke kassiert sein soll, sobald die Fehde, an der sie sich auf Befehl und auf Bitten des Erzbischoss beteiligen, beigelegt sein wird. 30. 4. und 26. 11. 1432 erhält er als Feldhauptmann mit seinen Brüdern Hans, Bertram, Heinrich und Ludwig und zu getreuer Haud Günzel und Heiurich vom Erzbischof eine Obligation über 3000 Nh. G. ansgestellt, nämlich über 2500 G., die er dem Erzbischof zur Auslösung des Schlosses Wolmirstedt von Heiso v. Steinfurt vorgestreckt hat und die ihm ans das Schloß Alten-Plathow hatten verschrieben werden sollen, und S00 G, die er von wegen seiner Hauptmanuschaft nachgewiesener Maßen zu 38 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. fordern hat. Das Domkapitel verspricht, das Kapital nebst 300 G. Zinsen am künftigen Michaelistage in Harbke oder Hötensleben zn bezahlen, oder aber den Gläubigern die Vogteien Jüterbog und Dahme nebst den Schlössern nnd der Stadt Dahme einzuräumen. In diesem Falle hat Ludolf den gegenwärtigen Pfaudbesitzer, den Erzbischöflichen Hofmeister Christian v. Witzleben, mit 2000 G. abzufinden, worauf dann die Pfaudverfchreibung auf 5000 Nh. G. und 300 G. Zins lautend erfolgen soll. 1. 5. 1432 konsentiert er mit Günzcl (Nr. 7) als Lehensherren in den wiederkäuflichen Verkauf von 2 Hufen Landes zu Beckendorf an das St. Pauli-Stift in Halberstadt für 18 G. Rh. Er hat mit Ludolf v. Alveusleben und Ulrich v. Weferlingen für die Herzöge zu Braunschweig und Lünebnrg wegen 650 G. Bürgschaft geleistet. 5. 9. 1434 bekeuut Ludolf v. Alveusleben, an die v. Oberg wegen dieser Bürgschaft an feinem Teile 130 Rh. G. schuldig zu sein. 4. 5. 1435 wird er mit in den Vertrag eingeschlossen, welchen der Bischof von Mersebnrg zwischen dem Erzbischos uud dem Rat der Stadt Magdeburg abschließt. Bei dem Friedensvertrag in Halle steht Ludolf auf Seiten des Erzbischoss, auf Seiten der Stadt dagegen der alte Heinrich (Nr. 6). 10. 3. 1437 erhält er und zu getreuer Hand seine Brüder und Vettern Hans, Ludwig, Bertram, Güuzel und Heinrich, die Gebrüder v. Oberg und Günther v. Bartensleben pfandweise Schloß Wolmirftedt vom Erzbifchof Günther unter den in der Urkunde von 1393 geschriebenen Bedingungen für 2510 Rh. G. verschrieben und 31. 7. 1437 gelobt der Erzbischos seinem Geh. Rat Ludolf das Schloß Wolmirftedt, das ihm schon am vergangenen Ostern hätte ausgehändigt werden müssen, nunmehr nächstes Ostern zu übergeben, weun er uicht das schuldige Kapital mit Zinsen zurückerhalten habe. 7. 4. 1437 stellt er dem Domkapitel von Magdeburg eine Quittung über 350 Rh. G. und 170 Schock alte Groschen aus von dem Kapital, welches ihm der Erzbischos schuldet. 29. 10. 1437 verkauft er Renten aus Kremliugen uud Schulenrode. 1. 1. und im März 1438 stellt Heiso v. Steinfnrt dem Domkapitel eine Qnittnng über 500 und 460 Nh. Gold-G. aus, die dasselbe ihm von wegen Ludolf schuldet. 29. 1. 1438 quittiert Ludolf dem Domkapitel über den Empfang vom zehnten Pfennig gezahlter 100 G. Nh. und 10 Schock Kreuzgroschen. 5. 5. 1438 quittiert er dem Erzbischos über den Empfang von 500 Nh. G. von den 2500 G., die ihm am Schloß Wolmirftedt verschrieben gewesen, und über 250 G. Zinsen. In demselben Jahre wurde er vom Erzbischos mit Bartensleben belehnt und brachte so diese Vegüternug an sein Geschlecht. Im Lehenbrief Zweites Kapitel. Die erste Stammreihe nach der Teilung der Linien. 39 von 1467 für seine Söhne heiszt es, Bartensleben habe vor Zeiten Nndolf v> Gasselbüchen, dann ihr Vater Ludolf inne gehabt. 29. 9. 1438 ernennt der Erzbischof seinen Rat Ludolf mit 12 Pferden ans ein Jahr vom Tage der Urkunde ab zum Landeshauptmann des Erzftiftes Magdeburg. Er erhält an Besoldung 490 alte Schock Groschen, halb zu Martini, halb zu Ostern. Er wird nach Möglichkeit für alle Verrichtungen und Geschäfte, die er mit Wissen und Willen des Erzbischofs und des Kapitels außer Lande ausführt uud besorgt, entschädigt, ebenso geschieht es mit denen, die er in den Dienst des Erzbischofs nimmt. Hat er für das Erzstift und den Erzbischof Fehden und Krieg zu führen, so soll er gegen die Güter, die zu seinem Schlosse Bartensleben gehören, falls er oder der Erzbischof sie von den Feinden erwirbt, „Friedegütcr" erhalten. Erleidet er von den Feinden im Dienste des Erzbischofs Einbuße und Verlust an Güteru, so soll mit jenen nicht eher Frieden geschlossen werden, ehe er von ihnen für seinen Verlust entschädigt worden ist ?c., den Zoll des ihm verpfäudeteu Schlosses Wolmirstedt soll ein von ihm namhaft zu machender nach näherer Festsetzung erheben. — Anch hier wieder die Abmachung, daß Ludolf, wenn nach Ausgang des Jahres seine Hauptmannschaft ein Ende erreiche, gegen Rückzahlung der Pfandsumme von 2356 G. Wolmirstedt abzutreten habe. 29. 9. 1439 hat er vom Erzbischof 2000 G. Rh. bezahlt erhalten, wofür ihm das Schloß Wolmirstedt verpfändet worden war. Andererseits heißt es, das Schloß Wolmirstedt mit 3 Dörfern sei ihm für 2356 Rh. G. verpfändet worden. Er hat eilten erzbischöflichen Jäger mit 2 Pferden, seinen Knechten uud Hunde» auf dem Schlosse Wolmirstedt dies Jahr uuterhalten müssen, wofür ihm 100 Schock alter Groschen versprochen wurden. Der Erzbischof behielt sich aber das apörwras für Kriegszeiten vor, als er ihn zum Oberhauptmann über alle seine Lande und Leute bestellt hatte. Aus einer späteren Zeit heißt es: die Gebrüder Busso, Wehrend und Matthias verpflichten sich dem Erzbischof zu Magdeburg wegen des ihnen verpfändeten Schlosses Wolmirstedt für 2000 Rh. G., welche der Erzbischof dem Ludolf 29. 9. 1439 schuldig geworden. 2.1.1440 reversiert er sich als „gegenwärtiger Amtmann" des Erzbischofs wegen einer Summe von 3000 G. Rh., die er demselben zur Ablösung des Schlosses Alvensleben vorschießen will. Er soll dasselbe dafür jedoch nur in Höhe von 2800 G. als Pfand besitzen. (Sein Siegel zeigt 3 Balken, anf dem Helm 2 Hörner). 26. 5. 1440 erhielt er vom Markgrafen Friedrich dem Jüngeren 10 M. Stendalifch solange ans der Markgräflichen Kammer oder aus dem Amte Tangermünde verschrieben, bis ihm ein diese Rente gewährender Lehensbesitz in der Altmark verliehen werde. 40 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 24. 8. 1440 wird er vom Abt zu Verden belehnt mit 1.,der Vogtei über 26 Hufen in Wulfsdorf mit Zubehör; 2. der Vogtei und Dorfstätte Etekendorf; 3. dem Hogenwinkel uud Erichsholz und dem Bokla (Holzstätte) zu Etekendorf; 4. 3 Hnfen auf dem Felde zu Harbke, vorher dem Burchard v. Hameln gehörig; 5. dem Holz vor dem Steyger, früher dem Richard v. Hameln zuständig; 6. 4 Hufen zu Hohustedt, früher dem Otto und Wetzel v. Harbke gehörig; 7. einer Hufe zu Orden, vorhin dem Lippold v. Werle gehörig; 8. 3 Schillinge Zinsen und dem Zehnt zu Harbke; 9. einer Nute Landes und einem Felde zu Etekendorf, den halben sogenannten Batekoden; 10. einer Hufe zu Bedenftedt, die Morgen geheißen; 11. dem Achtwert im Morslebischen Walde; 12. 12 Hufen nebst Zubehör in Harbke; 13. einer Hufe in Robstedt; 14. 4 Hufen in Hötensleben; IS. einer Hufe zu Ott- leben; 16. einer Hufe zu Altendorf (wüst bei Weserleben); 17. 4^ Hufen zu Selschen; 18. 2^ Hufen zu Druxberge. 28. 9. 1440 hat er sich mit seinen Schlössern Alvensleben und Bartens- leben zu den Markgräflichen Ländern gesetzt und wird vom Markgrafen als sein Rat und Diener in seinen besonderen Schutz genommen; würden ihm die Schlösser oder eius derselben verloren gehen, so hat Lndols oder seine Erben den Schaden selbst zu tragen und darf den Markgrafen uud seine Nachkommen deshalb nicht in Anspruch nehmen. An demselben Tage reversiert er sich gegen Friedrich den Jüngeren, Markgrafen zu Brandenburg, wegen seiner Aufnahme als Diener und Hofgesinde desselben und der Zusage, ihn mit seinen Schlössern Alvensleben und Bartensleben zu beschützen und beschirmen. 25. 11.(1440) stellt er mit anderen einen Fehdebrief an die Herzöge Friedrich und Wilhelm von Sachsen von wegen des Markgrafen von Brandenburg aus. 11. 2. 1441 wird er unter den Freunden des Erzbischoss und der Stadt Magdeburg genannt, gegen welche die v. Oberg sich verpflichten, nicht Krieg zu führen. 2. 11. 1441 als Kurfürst Friedrich Schloß und Vogtei Salzwedel an die v. Bülow verpfändet, befindet er sich unter den Getreuhändern, an welche Salzwedel mit verpfändet wird. 10. 11. 1441 verkauft er wiederkäuflich deu Bürgern Rode zu Magdeburg für 700 G. Rh. die Dörfer Rotmersleben und Klein-Santersleben mit allem Zubehör, nämlich Rotmersleben 21 Schock aus dem Schoß, 2 Tonnen Heringe zu Fasten, 6 Schock aus dem Kruge, 4 Schock diverse Zinsen, ein Wispel Roggen aus der Musle und eine Holzmark, genannt die Haigeu, 4 freie Hufen und einen freien, aus Klein-Santersleben 28 Schock aus dem Schoß, 5 Schock aus dem Kruge, die Lehen an den Bauerhufen, einen freien Hof mit 7 freien Hufen nnd dem Dienst im Dorfe mit halb- Zweites Kapitel. Die erste Stammreihe nach der Teilung der Linien. 41 jähriger Kündigung. Die Zwistigkeiten Lndolfs mit den Bauern beider Dörfer sollen verglichen sein, doch haben sie ihm 4 Tage im Jahre zum Burglehen von Alvensleben Dienste zu leisten und die Hälfte aller Rauchhühner zu entrichten. 10. 11. 1441 und 1. 1. 1442 hat er an die Familie Rode in Magdeburg Notmersleben lind Klein-Santersleben wiederkäuflich veräußert. 1441 hat er das Schloß Ammensleben (es ist wohl richtiger Alvensleben zu lesen) an das Erzstift verschrieben. 1439 soll ihm vom Erzbischof Günther Alvensleben verpfändet, von seinen Söhnen aber durch Erzbischof Günther wieder eingelöst und an Busso v. d. Schulenburg wiederkäuflich überlassen worden sein. Andererseits sagt die Urkunde von 2.1.1440 (s. oben) aus, daß er pfandweise auf die Höhe von 2800 G. das Schloß Alvensleben besessen habe. 8. 5. 1443 ist er Zeuge, als die v. d. Knesebeck die Erlaubnis empfangen, ein Schloß und einen Wall in Langenapel zu errichten. In demselben Jahre wurde er in die vom Kurfürsten Friedrich II. gestiftete soäalitatom boatao virZinis zu Brandenburg mit aufgenommen. 15. 8. 1443 wird Lndolf „ans dem Lande Brannschweig-Lünebnrg", Magdeburg, Anhalt uud Lausitz unter den Rittern genannt, welche dem Schwanenorden angehören. IS. 3. 1444 gibt er dem Kloster Riddagshausen den ^/z Zehnt zu Nolstede am Gericht zu Hötensleben zu einem ewigen Lichte vor dem „Homyssen" (wohl. Hormisda)-Altar. 19. 4. 1444 verpfändet er einen zum Schlosse Alvensleben gehörigen Zehnt zu Groß-Jrxleben an den Bürger Klaus Loytzir iu Magdeburg. 1. 12. 1444 ist er mit Heinrich und Kurt (wohl seine Söhne Nr. 23 und 26) Zeuge, als der Herzog Heinrich von Braunschweig und Lüneburg die Entscheidung eines Rechtsstreites zwischen den v. Reden an das Königliche Hofgericht verweist. 25. 7. 1446 haben die Prokuratoren des Domkapitels für den Erzbischof an dessen Hauptmann Ludolf eine Zahlung von 200 Schock alter Groschen geleistet. 1447 wurde er mit Kurt v. d. Asseburg und Sievert v. Hoym vom Erzbischof zu Oberrichtern bestellt, wenn nach dem Landfrieden zwischen den Bischöfen und Stiftern zu Magdeburg, Halberstadt lind Hildesheim neue Streitigkeiten hervortreten sollten. 27. 2. 1449 verkauft er mit Ludwig (Nr. 13) den Zehnt zu Rol- stede im Gericht zu Hotenslebeu, welchen sie vom Gr. zu Honstein zu Lehen getragen haben, für 300 Nh. G. (s. oben 15. 3. 1444). 24. 7. 1449 veräußert er wiederkäuflich an das Kloster Riddagshausen für 600 Rh. G. das Dorf Jelbeke- 42 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. In demselben Jahre wurde ihm und Hansen (Nr. 10) mit ihren Brüdern ihr Anteil an Harbke und Destedt von Heinrich (Nr. 6) und Günzel (Nr. 7) von der schwarzen Linie überantwortet. Er soll auch Pfandinhaber des Hauses Egeln gewesen sein. 4. 7. 1450 wird Ludols (vielleicht sein gleichnamiger Sohn) mit den durch Absterben von Klaus uud Peter v. Güuther erledigten Lehengütern zu Laugeusalzwedel belehnt. Urkundlich genannt: 15. 10. 1413/14, 1416, 5. 12. 1417, 25.7.1418, 1420, 18. 5. und 19. 0. 1422, 1423, 25. 4. (Rückzahlung vou Baugelderu), 26. 7. uud 3. 8. 1424, 5. 6. und 2. 11. 1425, 20. 10. 1426 (Verpfändung vou Peine), 1428, 1429, 1430, 1431, 20. 8. 1432, 1433, 8. 3. 1443 (Zeuge iu einer Markgräflichen Urkunde), 1447, 27. 3. 1448 (Bürge für den Erzbischof). Gemahlin: Hedwig v. Bünau sl. Metta (v. Oberg). Kinder: 1. Hans (Nr. 2V), 2. Lndolf (Nr. 21)i' 3. Anna (Nr. 22), 4. Heinrich (Nr. 23), S. Dorothea (Nr. 24), 6. Lndwig (Nr. 25), 7. Kurt (Nr. 26), 8. Hilmar (Nr. 27). 10. Hans ,jun., S. (vielleicht 3. Sohn) des Hans ssu. (Nr. 3), 1418 bis 1471, auf Harbke, Destedt, Hötensleben, Schladen. Wolmirstedt, Ummen- dorf ze., Lehensherr v. Werle, 15. 1. 1453, 1. 3. 1456, 4. 5. 1461, 21. 11. 1470 als Erzbischöflicher Rat bezeichnet. (1475 wird ein Johannes v. V. als Domherr zu Halberstadt (?) genannt und 12. 1. 1475 stellt der Domherr zu Magdeburg Johauues dem Domkapitel daselbst eine Schadlos- verschreibuug aus wegeu der durch den Tod des Nikolaus v. Amsdorf erledigten Präbende, in welche er vom Domkapitel eingewiesen worden ist. 15. 4. 1491 überläßt das Domkapitel zu Magdeburg dem Ortgies v. Klencke seinen Klosterhof in der Sudenburg zu Magdeburg auf dem Pralenberge gelegen, worin früher ihr seliger Mitdomherr Johann gewohnt hat.) 20. 2. 1418 belehnt er als Lehensherr den Geseke Meyer mit dem Schäferhof zu Ausleben, 2^/z Hufen daselbst, davon die eine Hufe zehent- frei ist, uud einem oberhalb des Münchenholzes bis an die Ederberge gelegenen Holzbleck. 3. 5. 1418 erhält er mit seinen Brüdern Heinrich und Bertram vom Erzbischof Günther von Magdeburg wegen 450 geliehener Mark gewisse Zinsen aus Burg Staßfurt uud Haldensleben verschrieben. 25. 4. 1424 erhält er mit Ludols und seinen anderen Brüdern 500 G. Rh. Baugelder für die von ihnen in ihrem Pfandschloffe Hötensleben ausgeführten Bauten vom Erzbischof verschrieben. Dieselben sollen der Wiederkaufsfumme zugeschlagen werden. Zweites Kapitel. Die erste Stammreihe nach der Teilung der Linien. 43 26. 7. und 3. 8. 1424 wird er mit Heinrich (Nr. 12), Günzel (Nr. 7) und Ludolf (Nr. 9) vom König Siegmund aufgefordert, dem Erzbischof wider die Stadt Halle bei seinen Maßnahmen zufolge des gesprochenen Urteils beizustehen. 5. 6. 1425 konsentiert er mit den Genannten auch in Vormuudschaft ihrer Brüder als Lehensherren, daß Hans und Ludolf v. Werle eine Hufe zu Werle an Frau Ilse verwitwete v. Weferlingen und deren Kaplan Gerner v. Bausleben wiederkäuflich verkaufen. 28. 1l). 1430 hat er mit dem Kloster Marienthal wegen des Hofes zu Wardesleben oder Warsleben sich vertragen. Diesen Hof hatten sein f Vater und er wie seine Brüder „dienfthastig to der Borch Hötensleben gefunden", nämlich daß dieser Hof das Bier in die Taverne nach Hötensleben führen mußte. Diese Last war dem Hofe erlassen. Auch hatte der Hof mit 2 Eggen zur Saatzeit zu dienen und jährlich 8 bis 1V Fuhren binnen Landes als nach Brauuschweig, Magdeburg, Halberstadt leisten müssen. 20. 8. 1432 schreiben die Ratmannen von Magdeburg au ihn, Ludolf (Nr. 9), Bertram (Nr. 11), Ludwig (Nr. 13), Heinrich (Nr. 12), Heinrich (Nr. 6) und Günzel (Nr. 7), daß sie den Stadthauptmann Henning Strobarth mit ihren Dienern als bewaffnete Macht ihren Freunden, den Ratmannen von Brauuschweig, gelieheu haben uud verwahren sich wider alle Ansprüche auf Ersatz des Schadens, den etwa die v. V. durch die ihrigen mit erleiden könnten. In demselben Sinne schreibt 23. 8. 1432 Henning Strobarth. 18. 5. 1438 überläßt er dein Kloster zu Schöuingen 4^ Schill. jährlicher Zinsen an 2 Hufen zu „Orsleben" und 8. 6. 1438 trat er Hötensleben seinem Vetter Heinrich, dem Knappen, (Nr. 6) ab. 11.9.1444 gibt er um seiner und seiner Ehefrau Heilwig und um seiner Kinder Seelen Seligkeit willen dem Stifte Walbeck dessen Meierhof zu Wefensleben von allem Dienste frei, so lange er und seine Erben an Ummen- dors berechtigt sein werden, wofür sich die Brüderschaft znr Belohnung für dies zeitliche Gut im ewigen Leben zu Vigilieu und Seelenmessen verpflichtet. 17. 6. 1448 wird er als auf Ummendorf gesessen vom Markgrafen Friedrich von Brandenburg d°. I. zum Vasallen angenommen, der ihm im Er- lediguugssalle ein Lehen in der Altmark im Werte von 8 Stück Geldes verleihen will. 30. 9. 1449 erhält er mit seinen Söhnen Johannes und Klamor und seiner Gemahlin Hedwig vom Erzbischof das Schloß Wolmirstedt mit allem Zubehör, uamentlich dem Dorf Ebendorf und dem Einlösungsrecht an Meitzendorf, nur die ehrbare Mannschaft uud die geistlichen und weltlichen 44 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Lehen ausgeschlossen, für 2000 G. Rh. mit einem Bangelde von 200 G. pfandweise verschrieben. 24. 11. 1452 wird er mit Burgscheidungen belehnt. 15. 1. 1453 erhält er, auf Ummendorf mit seinen Söhnen gesessen, vom Erzbischos eine Schuldurkunde über 525 G. Rh. mit dem Versprechen der Rückzahlung am nächsten Michaelistage ausgestellt. 3. 10. 1453 verspricht der Erzbischos, diese 525 G. bei der Ablösung des Schlosses Wol- mirstedt, das Hans im Pfandbesitz hat, zn bezahlen. 27. 12. 1453 erhält er mit Ludolfs Söhnen Hans, Lndolf und Heinrich (Nr. 20, 21 u. 23) vom Erzbifchof das Versprechen, daß er die ihnen schuldige Summe von 1320 Rh. G. nächste Weihnachten bezahlen werde, im Ausbleibefalle wolle er ihnen das Schloß Dahme anf 3 Jahre übergeben. 25. 9. 1454 hat sich Arnd v. Lüderitz für den Erzbischos gegen Hans verbürgt. 2. 2. 1456 erhält er vom Erzbischos für 1000 G. Rh. die nach dem Tode des Heise v. Steinfurt dem Erzstist heimgefalleueu Güter in Gndeus- wege mit den wüsten Dorfmarken „Volgkmersdorf, Waterdabel und Neunermark", namentlich einem freien Hof und verschiedene Dienste in Gndenswegen und Kornzinsen aus allen 4 Ortschaften wiederkäuflich verschrieben. 9. 2. 1456 reversiert er sich gegen den Erzbischos wegen des Dorfes Mofe, welches dieser von den v. Bardeleben eingelöst und zu dem Schlosse Wolmirstedt gelegt hat, welches sich im Pfandbesitz des Hans befindet. Er hat für das Dorf 150 M. Brand. Silbers und 600 Rh. Gold.-G. vorgestreckt. Anch reversiert er sich wegen der von ihm wiederkäuslich erkauften Steinfurtifchen Güter Gutenswegen, „Volkmarsdorf, Waterdal und Neunermark". 1. 3. 1456 verpflichtet sich der Erzbischos seinem Rate Hans die für ihn im Kriege mit dem Herzog von Lüneburg ausgelegten 383 Schock alter Groschen nächste Michaelis zu bezahlen, anderenfalls ihm aber Schloß und Stadt Egeln zum Pfand zu setzen. 22. 9. 1457 verkauft er dem Kloster Riddagshausen 12 Hufen und einen freieu Sattelhof sowie 2 Kothöfe zu Hötensleben mit 48 Smad Gras auf dem Harstrange wiederkäuslich für 500 Rh. G. 9. 10. 1458 retradiert er die ihm verpfändet gewesenen Ländereien zu Baddeleben und Beckendorf, indem er dem Kloster Hamerslebeu über die Rückzahlung von 30 Schock alter Groschen quittiert. Es handelt sich um 2 Holzblecken, die eine oberhalb Baddeleben, die andere oberhalb Beckendorf gelegen. 16. 11. 1458 ist er zu Helmstedt unter den Zengen auf Magdeburgi- ^cher Seite beim Vertrage des Erzbifchofs mit dem Herzog von Lüneburg wegen stattgehabter Überfälle, der Hälfte von Klötze usw. Zweites Kapitel, Die erste Stammrcihe nach der Teilung der Linien, 45 1458 wird er und mit ihm alle v. V. vom Bischof von Halberstadt belehnt mit dem Schlosse zu Destedt, mit Äckern, Gras, Wassern, Weide, Gehölz und dem Zehnten, dem Zehnten zu Wulsersdorf, einem Hof und 5 Hufen zu Harbke, dem halben Zehnt zu Klein-Walberge, dem halben Zehnt zu Schlieftedt, den halben Zehnt zu Klein-Hötensleben, der Pfarre mit 6 Hufen zu Harbke, 4 Hufen zu Gardessen, nebst der Schweinetrift in dem Lerer Walde, 9 Hufen zu Veltheim, dem Zehnt zu Schulenrode, dem Zehnt zu Blumenhagen, 13 Hufen zu Esebeck, 3 Hufen zu Hohnstedt bei Groß-Schöppenstedt, dem halben Zehnt zu Uepplingen, dem Zehnt zu Hons- leben, dem halben Zehnt zu Etgerslebeu und dem Zehnt zu Groß-Baddeleben. 21, 1. 1459 stiftet er einen Vergleich zwischen dem Abt zn Hillers- leben uud den Kyne über Besitzungen zu Meseberg, 4, 5. 1461 verpflichtet sich der Erzbischof gegen seinen Rat Hans, ihm für einen von den von Halberstadt ihm vor Ummendorf durch Wegnahme von Vieh usw. zugefügten Schaden als Ersatz 100 alte Groschen zu zahlen. 6. 9. 1463 gelobt er mit seinen Söhnen Ach im und Klamor auch im Namen seiner unmündigen Sohne Othrave, Ludolf und Hans wegen der Bestrickuug und Gefängnisse, in die sie wegen gewisser vom Erzbischof an sie erhobenen Ansprüche geraten find, Urfehde. Sie versprechen in des Erzbifchofs und seiner Hanptleute Landen zu Giebichenstein, Kalbe, Wolmirstedt und Egeln des obigen Gefängnisses halber Zeit ihres Lebens nie des Erzbistums Feinde zu werden und begeben sich für sich und für ihre Erben aller ihrer Ansprüche in dieser Angelegenheit. An demselben Tage reversiert er sich gegen den Erzbischof wegen des ihm verpfändeten Schlosses Ummendorf und des Hofes Eilsleben nach dem Inhalt der Ver- fchreibungen. Er erhielt 6. 9. und 6. 11. 1463 vom Erzbischof das Schloß Ummendorf nebst dem Hof zu Eilsleben und Zinsen zu Soolen-Beyendorf für 650 M. Baugelder, wofür das Dorf Eilsleben an Ummendorf gebracht worden ist, und für 1000 alte Schock Groschen, die ihm wegen seiner vor Ummendorf im Kriege erlittenen Beschädigungen gebührten nnd in Anbetracht seiner großen Bauten, da er das ganze Schloß mit einem Zwinger und Türmen zu umgeben angefangen hat nnd dies Werk auch zu beendigen auf sich genommen hatte, für 1000 Rh. G. wiederkäuflich auf 12 Jahre verschrieben. (1463 kam ein päpstliches Breve an den Dechanten des Stiftes 8. Lonit'aeii zn Halberstadt wegen eines verklagten äs Vsltksim.) 26. 3. 1466 gibt er dem Kloster Marienburg ein Holz, geheißen die Gohre, am Holz bei Altona gelegen, wofür die Klosterjungfrauen in ihrem Gebet seiner und seines Geschlechtes gedenken sollen. 12. 7. 1466 hat er die v. Alvensleben in bezug auf Holzungen und Gewässer beeinträchtigt. 46 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 14. 1. 1467 verpflichtet sich der Erzbischof in seinem Vertrage mit Henning v. Bodendick wegen des Schlosses Sommerschenburg dem Hans eine Pfandsumme von 144 G. Rh. auszuzahlen. 21. 11. 1470 stiftet der Erzbischof einen Vergleich zwischen seinem Rat Hans und Heinrich v. d. Schulenburg. Hans verpflichtet sich an Heinrich wegen allerlei Ansprüchen nächste Ostern 30V G. Rh. und an Heil- wig, seine Gemahlin, 100 G. zu zahlen. Ferner soll er dem Schulenburg über die 100 G., die dieser ihm laut Schuldscheines schuldet, quittieren und ihm den Schuldschein zurückgeben. Ferner soll Hans den Kaufleuten und Bürgern von Magdeburg ihres verlorenen Gutes halber 200 Rh. G., endlich auch den Töchtern des Schulenburg binnen Jahresfrist 2 Lödische Tücher brauu oder grün, geben. Dagegen hat Schnlenburg des v. Veltheim gefangene Knechte zu Händen des Erzbischofs frei und loszugeben, womit alle Zwietracht abgetan sein soll. Auf seine Bitten bekundet der Erzbischof 22. 4. 1471, daß er seinen nnmündigen Söhnen Otrave, Lndols und Hans das Schloß Hötens- leben zur Wiedererstattung des Schadens, den ihr Vater am Schlosse Schla- den gehabt, indem dasselbe ihm und seinem Sohue Klamor abgenommen worden ist, eingeräumt habe, daß aber die Pfandsnmme an Klamor und dessen Gemahlin Margarete zediert worden sei. Der Erzbischof schuldet diesem, nachdem er 1000 G. Rh. bezahlt hat, nunmehr noch 4500 G. Rh. Kapital uud 175 G. Zinsen. Er verspricht, diese Schuld am nächsten Ostern zu zahlen. Auf Hans, den Sohn des Hans (Nr. 3), bezieht sich wohl auch die Nachricht vom 14. 4. 1489, wonach der Bischof Bartel zu Hildesheim bekennt. daß sein Oheim Hans zum Nutzen des ihm als Diener des Bischofs übergebenen, aus dem Pfandbesitz Heinrichs v. Saldern und Burchards und Kurts v. Steinberg außer der Zeit zurückgebrachten Schlosses Toppenburg 145 Rh. G. ausgegeben habe, welche er sonderlich aus der dem Hans gehörigen Hälfte des Gerichtes zu Peine zurückempfangen soll. Wenn der Bischof das Stift Hildesheim verlassen sollte, will er neue Schuldverschreibungen von Seiten seines Nachfolgers verschaffen. Für den Fall, daß der Bischof das Schloß Peine oder den Anteil des Hans ans der Pfandschaft auslösen oder einem andern die Auslösung gestatten solle, will er die dem Hans an seinein Anteil verschriebene Hauptsumme mit den vorbeschriebenen 145 Rh. G. zurückzahlen. Er wird sonst urkundlich genannt: 14. 2. 1423 (Schenkung an die Kapelle zu Hötensleben), 2.11.1425, 30.10.1426 (Verpfändung von Peine), 4. 10. 1429 (Verkauf von ^/z Ochsendorfj, 1430, 19. 2., 20. 2. (Revers wegen Harbke), 30. 4. und 26. 11. 1432, 10. 3. 1437 (Verschreibung von Wolmirstedt), 2. 6. 1438 (Bürge für den Erzbischof), 27. 3. 1448, 29. 1. (Belehnung mit Harbke), 24. 11. 1452 (Ankauf von Burgscheidungen), 25. Zweites Kapitel. Die erste Stammreihe nach der Teilung der Linien. 47 3. 1457 (Veräußerung von Burgscheidungen), 10. 7. 1470 (Belehnung mit Harbke). Gemahlin: I. Heilwig v. Alvensleben (11.9.1444), T. des Johann auf Kalbe und der Berta, etwa identisch mit Hcdwig v. Alvensleben, welche 15. 7. 1440 als Gemahlin des Hans das von ihrer Mutter aus sie als Leibgedinge vererbte Gut Poritz für 350 M. Silbers dem Ritter Bernd v. d. Schulenburg überläßt. II. Armgard. III. Fredeke (v. Bredow). 17. 6. 1447 verpfändet Kurfürst Friedrich von Brandenburg dem Matthias v. Jagow Renten zn Grävenitz, Schat- stede, Uenglingen, Bellingen, Klöden, welche letzteren zum Teil des ver- storbeueu Hasso v. Bredow, jetzt Hansens v. V. Ehefrau, besessen. Auch 15. 7. 1440 heißt es von ihr, daß sie pfandweise Güter zu Porcze (wohl das oben bei der ersten Gemahlin genannte Poritz) inne habe. Nach der v. Steinbergschen Genealogie war Hans auf Höteusleben vermählt mit Margarete v. Steinberg. Kinder: 1. Ach im (Nr. 28), 2. Klamor (Nr. 29), 3. Othravc (Nr. 3V), 4. Ludolf (Nr. 31), ö. Hans (Nr. 32). 11. Bertram, S. des Hans ssn. (Nr. 3), 1418 —1470. Da er 24. 11. 1452 als söllior kamilias bezeichnet wird, muß er älter als fein Bruder Hans gewesen sein, auch in alten Stammtafeln wird er als der 2. Sohn seines Vaters aufgeführt, während er hinter ihm, vielleicht weil dieser als Erzbischöflicher Rat eine Bevorzugung genoß, genannt wird. 1432 verzichten Bertram und Hans auf ihre Rechte an dem an das Kloster Marieuberg verkauften Hofe zu Altena. 19. 7. 1439 übersandte er mit anderen Rittern und Knappen dem Rate der Stadt Halberstadt in deren Sache mit dem Bischof von Hildesheim einen Fehdebrief. Er erkaufte 24. 11. 1452 mit seinen Brüdern Ludwig und Hans Burgscheidungen von Bruno von Querfurt und verkaufte es 25. 3. 1457 an Nikol v. Ende. Seine Beziehungen zur Nnstrutaue sind wohl darauf zurückzuführen, daß nach einer Nachricht von 1437 der Landgraf Friedrich von Thüringen ihm das Burglehen zu Sachsenburg übergeben hatte. Er wird in Urkunden (mit seinen Brüdern) genannt: 3. 5. 1418 (Ver- schreibung von Zinsen aus Staßfurt), 25. 4. 1424, 30. 10. 1426 (Verpfändung von Peine), 1429, 19.2., 20.2. (Revers wegen Harbke), 30.4., 20. 8. und 26. 11. 1432, 1434, 10.3.1437 (Verfchreibung von Wolmirstedt), 1440, 29. 1. 1452 (Belehnung mit Harbke), 9. 7. 1470. Kinder: I. Wilhelm (Nr. 33), 2. Ludwig (Nr. 34), 3. Jobst Nr. 35). 48 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 12. Heinrich, S, des Hans (Nr. 3), 1418—1440, ans Harbke. Urkundlich (mit seinen Brüdern) genannt: 27. 12. 1414 (Verschreibung von Zinsen aus Hohendodeleben zc.), 3. 5. 1418 (Verschreibung von Zinsen ans Stasz- surt), 1422, 25. 4. 1424, 2. II. und 30. 10. 1425, 30. 10. 1426 (Verpfändung von Peine), 1429, 1430, 19. 2., 20. 2. (Revers wegen Harbke), 30. 4., 20. 8. und 26. 11. 1432, 1434, 1440. Gemahlin: (Ilse) 3. 9.' 1413 bekundet der Erzbischof, daß der Erzbischöfliche Rat Heinrich v. d. Werder wegen der Ilse v. V., deren Eigentum, nämlich 2000 G. Rh., um sie an das Schloß Ummendorf anzulegen, ihm übergeben habe. Er habe diese Gelder zur Wiedereinlösnng des genannten Schlosses mit anderen Geldern an Hans gegeben, worauf dann ihr Ehemann Heinrich v. V. bekannt habe, daß die 2000 G. seiner Gemahlin gehörten, mit der Bitte, sie dabei zu schützen. Es ist unklar, ob nicht Ilse in eine frühere Stammreihe gehört. 13. Ludwig I, S. des Hans (Nr. 3), 1424 — 1470, auf Harbke, Rosenthal und Destedt, 1' vor 9. 10. 1472. August 1447 und 27. 3. 1448 befindet er sich mit unter den Mannen, die als Hildesheimsche Basallen auf Seiten des Bischofs von Hildesheim mit dem Erzbischof von Magdeburg und den« Bischof von Halberstadt ein Bündnis schließen. 1449 kauft er von Nötiger v. Uebue 7 Hufen Landes mit einem Sattelhofe und einem Kothofe zu Roseuthal. 1456 ist er Rat bei Bischof Bernhard von Hildesheim. (23. 12. 1458 wird ein Lodeck v. V. als Zeuge in einer Urkunde des Stiftes St. Michael in Hildesheim genannt.) 26. 2. 1459 ist er unter den Getreuhänderu, als der Erzbischof Burg und Stadt Oebisfelde für 12000 G. Rh. an Alverich v. Bodendick wiederkäuflich veräußert. 29. 11. 1460 ist er Zeuge in einer Urkunde des Klosters Wöltingerode. 1460 war er mit anderen bei dem Vertrage zu Obdeslo zwischen dem König Christian von Dänemark und dem Grafen Otto zu Schaumburg. Er stand auf Seite des letztereu. 17. 4. 1461 bekundet er einen Vergleich zwischen Konrad v. Schwichelt und der Stadt Goslar. 8. 4. 1462 ist er unter den Getreuhändern, als der Bischof von Halberstadt dem Heinrich v. Wobecke für 200 M. Silbers das Schloß Wegersleben zum Pfande setzt. Zweites Kapitel. Die erste Stammrcihe nach der Teilung der Linien. 49 12. 7. 1464 quittiert das Kloster Frankenberg in Goslar ihm und dem Hermann v. d. Hus über 25 G., die sie dem damit verbundenen Zwecke, wohl zu Seelenmessen gestiftet, widmen werden. 9. 12. 1466 belehnt der Bischof von Hildesheim den Konrad v. Schier- stedt mit Gütern zu Kniestedt, welche Ludwig und Herbord v. Rutenborg uzzZssknt kstkt. Urkundlich (mit seinen Brüdern) genannt: 25. 4. 1424, 2. 11. 1425, 30. 16. 1426 (Verpfändung von Peine), 1436, 19. 2., 20. 2. (Revers wegen Harbke) und 20. 8. 1432, 1434, 10. 3. 1437 (Verschreibnng von Wolmir- stedt), 1447, 15. 2. 1448, 27. 2. 1449 (Verkauf von Zinsen zu Rolstede), 1450, 29. 1. (Belehnung mit Harbke), 24. 11. (Ankauf von Burgscheidungen) und 20. 12. 1452, 19. 12. 1455, 1456, 1459, 1460, 23. 4. und 2. 7. 1470. Gemahlin: N. v. Quitzow (al. Salome v.Bartensleben, T. des Jakob). Kinder: 1. Heinrich V (Nr. 40), 2. Salome (Nr. 41). Das Geschlecht v. Velthelm. 4 Drittes Kapitel. Zweite Stammreihe nach der Heilung der Linien. a) Die schwarze Linie. 14. Werner, S. von Heinrich V (Nr. 6) und der Sophia v. Kramm, ans Harbke 1434—1497. Er ist jedenfalls nicht identisch mit dem Werner, von dem es 1409 heißt, sein Knecht habe sein Recht an einer halben Hufe zu Emmerstedt an das Kloster Marienberg verkauft. Der Name Werner wird am Anfang des IS. Jahrhunderts in den Urkunden sonst nicht genannt. 1434 wurde er mit seinem Bruder Gottschalk und anderen vom Herzog Heiurich von Braunschweig auf die Salzgrafschaft zu Schöningeu expektoriert. In der handschriftlichen Familiengeschichte von Lenzen wird hierbei bemerkt: „es scheint, daß es zu seiner Zeit gewesen, daran das <ül>roQ. AaAllsd. Nsibornii beim Jahre 1465 gedenkt, daß die v. V. der Zeit nneins mit einander gewesen, daß Erzbischof Johannes von Magdeburg ihnen ihr für uneinnehmbar gehaltenes Schloß Harbke weggenommen, bis sie sich endlich verglichen, da sie es dann in Hoffnung mehrerer Treu und Gehorsams vom Erzbischof restituiert bekommen." Andererseits heißt es vom Jahre 1469, Erzbischof Johann sei vor Harbke gezogen. Er habe es erobert und Werner dabei gefangen genommen. Drittes Kapitel, Die zweite Stammreihe nach der Teilung der Linien, 51 1490 hat Werner, Heinrichs S., Othraveu (Nr. 33), seinem Vetter, sein Anteil am Zehnt zu Ost-Eilsleben für 100 G. wiederkäuflich versetzt unter Zustimmung von seinem Binder Gottschalck und dessen Sohn Heinrich (Nr. 43). 1492 verkauft Werner, Heinrichs S., seine Güter in dem Gerichte zn Destedt und in den Dörfern Abbenrode, Gardessen und Areddel, nämlich den 8. Teil, den er von seinen 1- Vater gehabt hat, wiederkäuflich an Kurt (Nr. 45) und Bertram (Nr. 44) und 1497 an dieselben sein Anteil an Harbke auf 12 Jahre für 250 Nh. G. Er hatte wohl einen nur einmal 1476 genannten (nnd Wohl vor ihm verstorbenen) Sohn Werner. Gemahlin: Margarete v. d. Schulenburg (in der v. d. S.schen Familiengeschichte nicht genannt). 15. Heinrich VI, S. von Heinrich V (Nr. 6) und der Sophia v. Kramm auf Hornburg (s. Nr. 17: 24. 2. 1490), Knappe, 1434 bis ca. 1473. 1434 war er ein Feind der Stadt Helmstedt, in demselben Jahre wurde er mit seinem Vater ?c. vom Herzog Heinrich auf die Salzgrafcnfchaft Schöningen expektoriert. 20. 4. 1463 erhielten die v. Schwicheldt als Treuhänder des Kurt v. Alten, Dietrich Bock v. Nordholte nnd Heinrich v. V. das Schloß Liebenberg mit Ausnahme der Klöster Wöltiugerode, Neuwerk, Georgenberg, Frankenberg, Niechenbcrg und Ringelheim für 4812 G. vom Bischof von Hildesheim verpfändet. I. 10. 1469 nimmt der Knappe Heinrich auf 9 Jahre vom Kloster St. Godehardi folgende Ländereien in Pacht: in Schwicheldt einen Kamp von 36 Morgen bei den Heitbrincken, einen Kamp von 50 Morgen auf der Maremer Höhe und 10 Morgen auf dem Schilperberg. Er gibt dafür im 1. Jahre ein Fuder Roggen, im 2. Jahre ein Fuder Hafer, im 3. Jahre, wo das Feld brach liegt, nichts. II. 3. 1470 verbürgt sich die Hildesheimische Ritterschaft und unter dieser Hinrik v. Velthem für den Bischof Ernst von Hildesheim bei den Herzögen von Braunschweig wegen der Herrschaft Hornburg. 22. 2. 1473 verkauft er dem Konvent St. Egidien in Braunschweig aus dem Schosse von Osterwieck und Roden, zu seinem Pfandschlosse und Amt Hornburg gehörig, 50 G. Nh. jährlichen Zinses für 1000 G. wiederkäuflich. 1473 verkauft Heinrich, Heinrichs S., Knappe, und Ilse, seine Hausfrau, mit Konsens Güntzels Ritters und Gottschalk, seines Vettern, 52 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. ihre zu Weddel und Veltheim an der Ohe habenden Pfennige und Kornzehuten, welche Güntzel Ritter und Heinrich (Nr. 6) eingelöst haben und abgedachter Heinrich zur Hälfte genutzt hat, wiederkäuflich au Hans Trans- feldten, Vogt zu Braunschweig. Der als Vetter hier genannte Gottschalk war vielleicht ein Sohn des Güntzel (Nr. 7). (19. 6. 1496 heißt es, Heinrich habe seinerzeit dem Kloster Alt- haldensleben eine Rente aus Rottmersleben verkauft.) Urkundlich genannt: 10. 10. 1448 (Belehnung mit Zinsen aus Egeln), 1449, 9. 10. 1457 (Zustimmung zu einem Berkanf in Hötensleben), 25. 7. 1458, 1461 (Zeuge), 3. 5. 1462 (Einlösung von Hötensleben), 23. 4. (Einlösung von Reuten), 9. 7. (Entlassung aus dem Gefängnis) nnd 10. 7. 1470 (Belehnuug mit Harbke). Verwechselungen mit dem gleichzeitig lebenden Heinrich VII (Nr. 17) sind nicht ausgeschlossen. Gemahlin: Ilse, 1473. 16. Gottschalk S. des Heinrich V (Nr. 6) und der Sophia von Kramm, 1434 —1482, auf Lutter, das uach Lenzens handschriftlicher Familiengeschichte ihm Herzog Wilhelm von Braunschweig und Lünebnrg ans Veranlassung Boldewins v. Berge, des Abtes von Königslutter, der seinen Oheim Dietrich v. Berge gern dorthin haben wollte, abnahm. 27. 3. 1448 befindet er sich mit Ludolf (Nr. 9) und Haus (Nr. 10) unter den Bürgen für Erzbischof Friedrich vou Magdeburg, auch tritt er mit ihnen dem Bündnis desselben mit dem Bischof Bnrchard vou Halberstadt und dem Bischof Magnus vou Hildesheim bei. 1449 unterschreibt er mit seinem Bruder Heinrich das Dokument, als ihr Vater Heinrich (Nr. 6) den Klosterhof zu Berueberg vou alleu Rechten, welche die v. V. darau habeu, freispricht. 1450 hat er ueben Hartmann, Propst zu Schöuingen, und Helmold v. Werke einen Vertrag zwischen Heinrich v. Wenden und Riddag v. Wenden wegeu der Succession in ihren Lehen ausgerichtet. 9. 10. 1457 bezeugt er mit Heinrich, daß Hans (Nr. 10) dem Kloster Riddagshausen einen freien Sattelhof mit 12 Hufen und 2 Kothöfen zu Hötensleben aufgetragen. 3. 5. 1462 heißt es, daß der Erzbischof von Heinrich (Nr. 6) und dessen Söhne» Gottschalk und Heinrich Hötensleben eingelöst habe. 23. 4. 1470 will er mit seinem Bruder Heinrich (Nr. 15) und seinem Sohne Heinrich (Nr. 43) 12 M. Rente, die sie an den vom Herzog von Brannschweig ihnen zu Leheu gegebenen Gütern zu Rottorp, Schöningen, Gardessen, Hennekenrode, Schnlenrode, Kremlingen, Weddele, Abbenrode, Urdestedt haben und die sie dem Tile und Bernd v. Brotzen für 600 Rh. G. Drittes Kapitel. Die zweite Staunnreihe nach der Teilung der Linie». 53 wiederkäuflich verkauft haben, binnen 3 Jahren wieder einlösen. Unter den Zeugen: Heinrich, Ludwigs S. (Nr. 40). 1. 10. 1472 verspricht er mit seinem Sohne Heinrich dem Kloster St. Lanrentii zu Schöningen den Konsens znm Verkaufe von 6 Ferudel Roggen und 4 Ferndel Hafer jährlicher Einkünfte aus ihrem Vorwerke zu Bernberghe zu verschaffen. 1480 empfängt er mit Heinrich (Nr. 17), Othrave und Achim (Nr. 30 und 28) vom Erzbischof Ernst die Lehen. 1482 verkauft er mit seinem Sohne Heinrich (Nr. 43) an Thile v. Broitzeu, Bürger zu Braunschweig, wiederkäuflich ihre Rente zu Krem- lingeu, Arker und Schulenrode für 100 G. In der Urkunde vom 26. 8. 1485 wird er als Sohn des Günzel bezeichnet: der Erzbischof belehut nach dem Tode Günzels dessen Söhne Gottschalk und Heinrich, sowie dessen -j- Sohnes Hartwig Söhne Othrave nnd Achim mit dem Zehnten zu Oster-Eilslebeu, 3 Wispel Roggen aus dem Zehut zu Jrxleben und dem Basischen Gute zu Süldors uebst allen Kirchleheu, die sie zu verleihen haben, zu Mannlehen. Hier waltet wohl ein Jrrtnm ob, oder aber Günzel (Nr. 7) hatte auch einen Sohn Gottschalk, denn der hier behandelte Gottschalk wird ausdrücklich als Sohn des Heinrich, z. B. 28. 4. 1477 bezeichnet, dagegen wird er 1473 als Vetter von Heinrich (Nr. 15) genannt. 14.2.1489 gibt Gottschalk (vielleicht sein gleichnamiger Sohn fNr. 49^, denn schon 1483 kamen 2 Söhne Gottschalks zur Belehnuug) mit seinem Vetter Heinrich "dem Kloster Marienthal die Erlaubnis, eiue Wand und Planke zwischen dem v. Veltheimschen Hofe in der Burg zu Braunschweig und dem Hofe, den dort das Kloster von Jasper v. Uetze gekauft hat, zu ziehe» und diese Planke zwei Schritt in den v. Veltheimschen Hof zu legen, doch so, daß von diesem eine Pforte nach der Kapelle offenbleibt. Er wird urkundlich genannt: 1434 (Belehnung mit der Salzgrafschaft in Schöuingen), 10. 10. 1448, 25. 7. 1458, 9. 7. und 10. 7. 1470 (Belehnung mit Harbke)- 1471 (Zeuge), 1490 (Verkauf vou Ost-Eilslebeu). Sein und seiner ersten Gemahlin Wappen befindet sich auf einer großen mit Heiligenfiguren geschmückten Taufschüssel in Derenbnrg. Gemahlin: I. Margarets (al. Dorothea) v. Mareuholtz. II. N. v. Alveuslebeu, T. des Heinrich ans Erxleben. Kinder: t. Margarete (Nr. 42), 2. Heinrich (Nr. 43), 3. Bertram (Nr. 44), 4. Kurt (Nr. 45)^ S. Werner (Nr. 46), 6. Bernhard (Nr. 47), 7. Ludovikus (Nr. 48), 8. Gottschalk (Nr. 4g), g. Elisabeth (Nr. 50). 17. Heinrich VII, S. von Günzel (Nr. 7) uud der Ger trud v. Bartens- leben, Knappe, auf Harbke und Erxleben, 1434—1496. Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Er ist wohl identisch mit dem Heinrich auf Harbke, welcher mit anderen von Beetzendorf aus (ca. 1450) am nächstvergangenen Freitag vor Luciä die 3 Dörfer des Klosters zu Oldendorf an der Wipperau gelegen, Röpste, Stockheim und Süldorf, ausgeraubt und ausgepocht, den armen Leuten des Klosters alle ihre Habe und Vieh genommen, auch schwangere Frauen uud andere Leute jämmerlich geschlagen hat. 1458 wird er allein (ohne seine Brüder oder Vettern) vom Bischof zn Halberstadt belehnt mit dein Zehnt zu Rottorf nebst allem Zubehör, 2 Höfen im Dorfe Wegersleben mit 9 Hufen Landes, die Heinrich v. Wobeke bisher gehabt hat, ferner mit den nach dem Tode Kurt Pfennigsacks erledigten Gütern, nämlich 2 Hufen zu Etgersleben, einer Hufe zu Beckendorf und 3 Morgen daselbst, 2 Hufen zu Efebeck, noch 2 Hufen zu Beckendorf und einem wüsten Hof. Er wurde 3. 4. 1467 vom Erzbifchof Johann von Magdeburg mit Groppendorf belehnt uud verkaufte iu demselben Jahre mit seinem Vater uud seiuen Brüdern 35 Nh. G. jährlicher Renten vom Schlosse zu Groppendorf und aus dem Zehnten zu Sommersdorf. 17. 11. 1468 erhält Heinrich der Ältere „von aller der v. V. wegen" vom Erzbifchof Johann zu Mauuleheu die Burg Harbke mit ihrer Zubehö- ruug, Gerichten und Rechten. 30. 4. 1470 erhält er mit seinen Erbe», seinem Vater Günzel uud zu getreuer Hand mit den Gebrüdern v. Kramm vom Markgrafen Friedrich von Brandenburg eine Schuldurkunde ausgestellt über 2000 G. Rh., die nächste Ostern in Brauuschweig zurückbezahlt und bis dahin mit 160 G. jährlich verzinst werden sollen. Die Bürgen des Markgrafen verpflichten sich im Falle der Nichtzahlung zum Einlager. 19. 3. 1471 war er mit dem Ritter Güntzel (Nr. 7) uud anderen Zeuge, als die v. Bartensleben die Belehnuug mit der Wolfsburg empfangen. 1. 5. 1472 quittiert er den v. Alvensleben über 300 Thlr. als Teil einer ererbten Schuld von 1000 G. 14. 5. 1472 bittet Henningk, bestätigter Herr zu Hildesheim, seinen Schwager Heinrich, für ihn bei Lndolf v. Saldern sich auf 400 G. zu verbürgen. (Vor 18. 10.) 1474 erlassen die Gebrüder Jakob und Busso v. Bartens- lebeu an Woldemar Fürsten zu Anhalt um Ritter Bussos v. Alvcuslebcu, Hin- rigks v. Feldheym und Friedrichs v. Alvensleben willen einen Fehdebries. 21. 10. 1474 schreibt Ortgies v. Klenke an das Domkapitel zu Magdeburg wegen eines Tages, der in dem Zerwürfnis zwischen ihm, Friedrich v.Alvensleben und Heinrich einerseits und dem Grafen zu Anhalt andererseits festgesetzt worden ist. Drittes Kapitel. Die zweite Stammreihe nach der Teilung der Linien. 55 Nach Meibom ist 1474 Heinrich, Güntzels S>, ein großer Feind der Stadt Helmstedt gewesen und hat ihr von Harbke aus viel Schaden zugefügt, welches die v. d. Schulenburg im Jahre darauf ebenso gehalten hätten. 28. 4. (1477) hat er in seiner Fehde mit dem Fürsten Woldemar von Anhalt dessen Leute vor Bernburg und an anderen Orten in dem vom Erzstist Magdeburg zu Lehen gehenden Fürstentum Bernburg aufgegriffen und abgefangen, sie ans das Schloß Harbke geführt, daselbst gefangen gesetzt, gepeinigt und über ihr Vermögen geschätzt. Nachdem auf Ansuchen des genannten Fürsten durch den Erzbifchof die vergebliche Aufforderung an ihn ergangen ist, die Gefangenen los oder doch gegen Bürgschaft frei zu lassen, auch sich im Beistände seines Vaters Günzel und des Ortgiß v. Klcncke mit dem Fürsten von Anhalt zu vertragen, ist das Gefängnis, die Peinigung und die Schätzung der Anhaltischen Untertanen fortgesetzt worden. Nunmehr ladet der Erzbischof den Günzel zu Braunschweig (Nr. 7) mit seinem Sohne Heinrich, Gottschalk zu Lutter (Nr. 16), Heinrichs Sohn, Heinrich zu Harbke (Nr. 4V), Ludwigs Sohu, Ludols, Heinrich und Hilmar, Gebrüder, Ludolfs Söhue (Nr. 9), Ludwig, Wilhelm und Jobst (Nr. 33 — 33) Gebrüder und alle v. V., welche Anteil an Harbke haben, zn einem Ritter-, Mannen- nnd Lehensgericht auf das Schloß Kalbe zur Verantwortung ein. 12. 8. 1477 beklagen sich der Kurfürst und der Herzog Albrecht von Sachsen, daß ihnen nnd den ihrigen im Gerichte zu Hoym zu der Zeit, als sie es im Besitz gehabt, besvnders von Seiten des Heinrich durch Beraubung Schaden zugefügt sei. 22. 12. 1477 wurde zwischen dem Fürsten von Anhalt und Heinrich im Termine zu Magdeburg verhandelt, daß die Parteien ihre Fehde abstellen und die Entscheidung des Streites dem Erzbischof überlassen wollen. 1477 quittiert er dem Domkapitel zu Magdeburg den Empfang von 150 G. von wegen des alten Hans (wohl sein Großvater Nr. 3). 1478 hat er mit seinem Vetter Heinrich (Nr. 43) wiederkäuflich an Heinrich Lessen eine halbe Hufe vor Schöuiugen für 5V Rh. G. und eine andere zehntsreie Hufe für 40 Rh. G. verkauft. In demselben Jahre 8. 3. wurde er mit dem Dorfe und der Dorfstätte Lütgen-Ueplingen eum psrtinslltiis vom Erzbischof Ernst belehnt. 13. 12. 1478 wurde er, da sein Vater alters- und krankheitshalber verhindert war, mit Schackensleben und Groppendorf belehnt. An demselben Tage wurde er gemeinsam mit Ludolf (Nr. 21) mit Harbke belehnt. Beide haben zugesagt, sie wollen den anderen v. V., die auch Anteil am Schlosse Harbke haben, ihren Anteil zu statten lassen kommen; sie haben auch ihre 56 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. weiteren Lehen nach einem Vertrage zwischen dem verstorbenen Erzbischof Ernst und den v. V. empfangen. 6. 1. 1479 vermittelt er einen Waffenstillstand zwischen der Stadt Goslar und Henning Levekuhn. 16. und 18. 6. 1480 verbürgt er sich für den Bischof Berthold von Hildesheim. 28. 10. 1480 belehnt der Erzbischof den Ritter Heinrich v. Wobeke mit den Gütern, die er von Heinrich (zurück?)gekauft, nämlich 2 Höfen und 9 Hufeu in Wegersleben, einem Hof und 2 Hufen zu Werde und einem Garten im alten Dorfe (f. oben unter 1458). 1480 ist er Zeuge, als der Erzbischof den Harwid v. Marenholtz mit verschiedenen Gütern zu Rodestorff und dem halben Zehnt zu Mortz belehut. 1482 versetzt er den halben Zehnt zu Nottorff, welchen er 1480 vom Erzbischof Ernst zu Leheu genommen hatte, an den Bürgermeister in Braunschweig, Heinrich v. Walbecke, dem ehrsamen Mann. 1483 verkauft er mit seinem Vater an Klaus Arsten, Bürgern in der Sudenburg, 12 Nh. G. jährlicher Zinsen von dem Zehnt und dem Schoß zu Schackensleben für 200 Rh. G. 13. 1. 1483 quittiert er mit Hans v. d. Affeburg über 1600 G., so daß uoch 4400 G. restiereu. 6. 4. 1484 bekundet er, daß Lüdecke Günther ^ M. Geldes Zins aus Berssel an das Kloster Stötterliugenburg für 12 M. Geldes alter Währung wiederkäuflich verkauft habe. 11. 8.1484 verbürgt er sich mit Heinrich, Gottschalks Sohn (Nr.43), für Friedrich v. Hoym und Hans v. d. Asseburg gegen den Erzbischof wegen der Verschreibung des Schlosses Oschersleben (beide Siegel mit dem Balkeuwappen!). 9. 3. 1485 ist ein Heinrich beteiligt an einer Fehde des Bischofs Bertold von Hildesheim, Konrads.v. Schwicheldt ?c. 18. 6. 1489 bittet und befiehlt ihm als seinem lieben Getreuen der Abt Autonins zu Helmstedt, daß er dem Propst und Konvent saint allen Verwandten des Klosters St. Lüdgeri vor Helmstedt wollte helfen, verteidigen uud ihnen in ihren notdrängenden Zeiten Beistand tuu. 24. 2. 1490 hat der Bischof von Halberstadt von ihm und Hans v. d. Afsebnrg und zu getreuer Hand von anderen, unter ihnen Heinrich, Ludwigs Sohn (Nr. 40), und Heinrich, Gottschalks Sohn (Nr. 43), für 7000 G. Nh. das Schloß Horneburg wieder eingelöst. 1492 stand er mit seinen anderen Vettern mit Herzog Heinrich im Lager vor Braunschweig. 9. 4. 1493 verkauft er an das Kloster Marienborn 8 Nh. G. jährlichen Zinses aus dem halben Zehnten zu Wüsten-Baddeleben für 150 G. Rh- wiederkäuflich. Drittes Kapitel. Die zweite Stammreihe nach der Teilung der Linie». 57 4. 6. 1494 befindet er sich unter den Räten des Erzbischofs und 18. 6. 1494 unter den Unterhändlern bei einem Vergleich des Herzogs von Braunschweig mit der Stadt Brannschweig durch Vermittelnng des Erzbischofs. 1494 bekam er das Amt Schöningen als einen Pfandschilling vom Herzog Heinrich dem Älteren zu Brannschweig. (Wie schon oben bemerkt, sind Verwechselungen mit Heinrich auf Horneburg (Nr. 15) nicht ausgeschlossen.) Er wird sonst urkundlich genannt: 29. 1. (Feind des Markgrafen) nnd 8, 9. 1454, 2. 19. 1457, 3. 5. (Belehnung mit Hötensleben) und 30. 12. 1462 (Belehuung mit dem Kagenholz und Hötensleben), 14. 2. 1464, 3. 4. 1467, 2. 5. 1468, 9. 7. 1479 (Entlassung aus dem Gefängnis), 6. 1. 1472 (Bürge), 1480, 1483. Gemahlin: N. v. Barten sieben. Sohn: Günzel (Nr. S1). 18. Levin, S. von Günzel (Nr. 7) und der Gertrud v. Bartensleben, wird irrtümlich von Meibom als Kanonikus und Propst zn Magdeburg, Halberstadt und Hildesheim 1467 aufgeführt; das ist eine Verwechselung mit dem gleichnamigen Vetter, dem Sohne Heinrichs (Nr. 43). Im Sommer 1456 studierte in Leipzig I^svinus äs Völtlis^nr Laxo. (Auch in höheren Jahren besuchten damals die Studenten die Universitäten.) Auch diese Nachricht bezicht sich vielleicht auf deu Dompropst Levin (Nr. 72). 2l. 7. 1474 belehnt Levin, Viosclomus zu Halle, den Bürger Tile Lutherde mit dem Kopholze vor dem Elm über Holtorp. Er wird sonst urkundlich genannt: 3. 4. 1467. 19. Hartwig, S. vou Günzel (Nr. 7) und der Gertrud v. Bartensleben, auf Glentorf, 1453, 1' vor 1464, denn in der 1464 an den Herzog von Brannschweig über die v. V. gebrachten Klage wird er schon als verstorben genannt. 30. 12. 1462 wird er mit seinem Bruder Heinrich vom Bischof von Halberstadt mit dem Kagenholz, beim Hagen gelegen, belehnt. Er wird sonst urkundlich genannt: 8. 9. 1454 (Feind des Markgrafen), 1458 (Belehnung mit dem Zehnt zu Bnddenstedt), 3. 5. 1462 (Belehnung mit Hötensleben), 5. 2. 1464 (Zinseinlösung), 9. 7. l470 werden seine nachgelassenen Kinder vom Erzbischof aus ihrer Bestricknng entlassen. Gemahlin: N. v. Quernheim. Kinder: 1. Othrave (Nr. S3), 2. Günzel (Nr. 54), 3. Achim (Nr. SS). 58 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien nn. d) Die weiße Linie. 20. Hans, Sohn des Lndolf I (Nr. 9) und der Hedwig v. Bünau, auf Alvens- lebeu, wohl vor 1464, deuu als seine Brüder Ludolf, Heinrich und Hilmar nach ihres Vaters Tode 1464 vom Erzbischos mit der hintersten Bnrg zu Aloensleben und mit den Dörfern Lütken-Sandersleben uud Nottmersleben, wovon ans dem Schoß über 3 Schock Groschen von den v. V. dem Kloster Althaldensleben laut einer Verschreibnng zugewiesen sind, belehnt werden, wird Hans nicht genannt. Auch 1460 wird er schon nicht mehr neben seinen Brüdern ausgeführt. 23. 4. 1455 belehnt er die Sandersleben, Bürger zn Magdeburg und Haldensleben, mit einer Wiese, gelegen in der Marke bei Rischsvrde, und einem Ackerstück, belegen auf dem Stendalfchen Felde von Haldensleben. (Im Sommer 1456 wurde in Leipzig immatrikuliert ^c>kann Hufeu vor Salzdalem, eiueu Sattelhof auf dem Berge zu Salz- dalem und das Holz, genannt Herzogenberg (?). 13. 8. 1467 läßt er mit Heinrich v. V. und Gebhard v. Kißleben , dem Abte zu Lutter das Stockholz auf dem Elm auf, um damit Niddagen v. Wenden zu belehnen. 2. 5. 1495 hat er an die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg eine Forderung von 760 G. 2. 3. 1498, als er mit audereu dem Kapitel der H. Kreuzkirche zu Nordhausen wegen des Kurt v. d. Asseburg Fehde ansagt, wird er als Kurt der Ältere bezeichnet (1494 s). Kurt wird schou 3V. 11. nnd 1. 12. 1444 als Zeuge genannt. Ehefrau: Ilse v. Kämpe, T. des Baldewin. 4. 7. 1452 bewilligt sie, daß ihr Ehemann 9 Verdel Roggen aus den ihr zum Leibgedinge verschriebenen 5 Hufen zu Veltum a. d. Ohe verpfändet. Lenzen iu seiner haudschristlicheu genealogisch-historischen Beschreibung des Geschlechts nimmt an, daß Kurt identisch sein möchte mit Kurt dem Knappen, Ludolfs v. V. seligen Sohn, dem Verkäufer von Veltheim a. d. O. *) Johannes v. Wallendorf mnßte wegen seines nnziichtigen Wandels, besonders mit Barbara v. Cilleh, Kaiser Siegismunds berüchtigter Gemahlin, von seinen Freunden den Spottnamen Bullenhans sich gefallen lassen. Drittes Kapitel. Die zweite Stammreihe nach der Teilung der Linien. Denn im Lehenbriefe des Herzogs Heinrich d, I. für Ernst v. Honrod 1557 werden Kurt und Ludolf I als frühere Besitzer genannt. Es findet sich aber, daß 1484 die Herzöge Wilhelm und Friedrich Gebr. zu Braunschweig und Lüneburg bekennen, daß das Gut vor den v. Honrod die v. Kämpen innegehabt, die es wieder an Bartold v. Honrod und seine Schwester Alheidt nnterpfändlich für 700 Rh. G. überlassen hätten. Nach einer in Brnmby aufgefundenen Urkunde hätten dagegen die v. Honrod das Gut 1494 erhalten. In ihr solle es heißen, daß die Herzöge die treuen Dienste des Barthold v. Honrod angesehen und daß die Burg Veltheim baufällig sei und baufälliger werden möge und daß sie dem Barthold übergeben werde, nichts davon ausgeschieden in aller Maße Kurt v. Veltheim -f- (also der alisnator vom Gute Veltheim wird 1494 urkundlich als verstorben bezeichnet!) zuvor binnen und buten das Gericht zur Burg gehabt. Daraus will man schließen, daß der letzte Besitzer aus dem Geschlecht v. V. ein Kurt gewesen, der die Burg an die Herzöge verkauft oder vertauscht habe. Andererseits werde angenommen, daß sie anfangs an die v. Kämpen gekommen, denen sie Herzog Heinrich d. Ä. bald abgenommen und an Barthold v. Honrod gegeben habe, der 3407^/z Rh. G. vorgeschossen. Ist Kurt der Alienator gewesen, so sei die Abtretung wohl beim Antritt seiner Wirtschaft bald nach seines Vaters Abgang erfolgt, weil er nicht imstande gewesen, das Gut wieder auszubauen. In einem Aktenstück von 1571 soll ein Heinrich ausgesagt haben, er wisse nichts anderes zu berichten, daß sein Vetter Kurt, Bullenhals genannt, die Burg Veltheim innegehabt, und daß die v. Honrod diese Burg besessen und gebraucht hätten. Vielleicht jedoch war Kurt, da Ludolf I nicht als Besitzer von Burg Veltheim genannt wird, ein Sohn des auf Stammtafel II aufgeführten Ludolf, so daß Verwechselungen zwischen den zwei etwa gleichzeitig lebenden Vettern gleichen Namens nicht ausgeschlossen sind. 27. Hilmar, S. des Ludolf I (Nr. 9) und der Hedwig v. Bünau, auf Bartensleben und Alvensleben zc., Lehensherr von Brnmby, f 27. 6. 1504, daher werden 14. 12. 1504 seine Söhne mit einem freien Hof zu Alveus- lebeu, dem Zehnt zu Schwanefelde, 2 Hufen:c. zu Wefteriugersleben?c. belehnt. 1458 wird er mit seinen beiden Brüdern Ludolf und Heinrich vom Bischof zu Halberstadt belehnt mit einem freien Hof zu Alvensleben vor dem neuen Tore mit dem steinernen Turme, einem Garten, einem Wiesen- bleck und einer Teichstätte, vorher den v. Dammuz gehörig, mit dem Kirchlehen zu Groß-Bartensleben und einem Hofe daselbst, dem Zehnten auf dem Felde zu Klein-Bartensleben und einer Hnfe auf dem Felde daselbst, dem «8 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Kirchlehen zu Schwanfelde und ^8 Schillinge Frohnzins, 2 Hufen ans dem Felde uud der Mühle oberhalb desselben Dorfes, 3 Hufen pfennigfrei auf dem Felde zu Jugersleben uud dem Zehuten von 2^ Hufen ebendaselbst, was früher den v, Oberg gehört hat. dem Zehnten zu Lißdorff, dem Zehnten zu Groß-Barteusleben nnd einer Hnfe auf dem Felde zu Hamersleben. 24. 8. 1463 ernenert er mit seinen 2 Brüdern die Befreiung der Wal- beckfcheu Stiftsgüter zu SchManefelde, Mie sie bereits 3. 2. 1447 verbrieft war (mit dem Bemerken, daß die 4 Hufen und Zubehör vom -j- Heinrich v. Alvensleben herftammeu) unter den früheren Bedingungen der geistlichen Belehnung dafür, indem die Brüder noch ausdrücklich verordnen, daß die Seelenmessen und Vigilien namentlich für ihren Vater Lndolf und ihre Mome (Mama?) Metta und für alle aus dem Geschlecht v. V. gehalten werden solleu. 11. 3. 1464 verkauft er mit seinen 2 Brüdern Ludolf und Heinrich an das Kloster Marienborn 5 zehntfreie Hufen in Westeringersleben wiederkäuflich für 180 G. Nh, und 1466 10 Schock jährlicher Renten aus dem Schosse zu Groß-Rottmersleben uud Klein-Sautersleben für 100 G., fvwie 2 Schock jährlicher Rente aus ihrem Schoß zu Schwanefeld für 20 G. Nh. 16. 6. 1467 wird er mit seinen 3 Brüdern Ludolf, Heinrich und Ludwig vom Erzbischof mit dem Schloß Bartensleben belehnt. Doch soll dasselbe ein offenes Schloß des Erzstiftes sein, auch soll der Erzbischof und seine Nachfolger das Recht haben, im Kriegsfalle eine Besatzung hineinzulegen und daraus zu kriegen. Im Falle ihres erblosen Todes dagegen soll das Schloß an das Erzstift zurückfallen. 21. 12. 1468 verpflichtet er sich mit seinen Brüdern Lndolf und Heinrich, ihres Vaters Brief, darinnen er dem Kloster Riddagshausen den halben Zehnt zu Rolstedt gegeben hat, unverbrüchlich zu halten. Ihr Vater hat dem Kloster das Dorf Jselbeke für 680 Nh. G. wiederkänflich verkauft. Sie erhalten nunmehr noch 20 Rh. G., behalten sich aber vor, daß sie es für 700 Rh. G. zurückkaufen können. 3. 3. 1470 verkauft er mit seinen 3 Brüdern Ludolf, Heinrich und Ludwig eine jährliche Rente von 5 G. Rh. aus Groß-Rottmersleben und Klein-Santersleben an die Vikarien der Domkirche zu Magdeburg für 100 G. Rh. wiederkäuflich. 20. 8. 1473 wird er mit seinen Brüdern Ludwig, Ludolf und Heinrich vom Erzbischof von Magdeburg mit Lißdorf, welches sie von den v. Alvensleben erkauft, belehut. 30. 6. 1483 reversiert er sich mit seinen Brüdern Ludolf und Heinrich wegen des ihnen verpfändeten Schlosses Alvensleben. Dasselbe ist ihnen und zu getreuer Hand ihrem Bruder dem Domherrn Ludwig zu Magdeburg verpfändet; dazu gehöreu Dörfer, Dorfstätteu mit aller Zubehör, nur das Drittes Kapitel. Die zweite Stammreihe nach der Teilung der Linien, 69 Geleit und der Zoll zu Neuhaldensleben, die ehrbare Mannschaft und die geistlichen und weltlichen Lehm ausgenommen, so wie es von den v. d. Schulen- bnrg eingelöst ist. Die Pfandsumme beträgt 1800 G. Rh. 400 G. die v. d. Schulenburg gezahlten Baugelder 40 G., so an Fritz v. d. Schulenburg den Elteren wegen des Sixdorffchen Teiches gezahlt sind, in Summa 2240 G. unter den sonst in den Magdeburgischen Pfandverschreibnngen gestellten Bedingungen. 3. 8. 1484 verpflichtet er sich mit seinen 2 Brüdern, ihrem Oheim Fritz v. d. Schnlenbnrg das Dorf Hilgendorf, woran jetzt Heinrichs Ehefrau ihre Leibzucht hat, für 550 Rh. G. zu zedieren, falls die letztere verstürbe. 7. 1. (13. 1.) 1489 schenkt er mit seinen Brüdern Lndolf nnd Heinrich zu ihrer und ihrer Voreltern Männer uud Frauen) Seelenfeligkeit dem Kloster Hillersleben die Dorfstätte Wüstendornstedt mit allem Zubehör, namentlich dem Stättegeld von deueu, die bei dem dortigen Ablaßfeste Waren feil halten, wie das alles der verstorbene Heinrich v. Sack und ihr verstorbener Vater Ludolf dem Kloster bereits gegeben haben, das Kloster verpflichtet sich dagegen, für ewige Zeiten alle Jahre am Montag-Abend nach Lichtmeß Vigilien und am Dienstag-Morgen Messen zu halten für alle v. Sack und v. V., welche gestorben sind oder sterben werden, endlich auch, wenn in Dornstedt der Ablaß ist, alle Jahre Sonntag nach Maria Himmelfahrt auf dem Predigtstuhl vor dem gemeinen Volke ihrer zu gedenken und für sie zu beteu. 1. 5. 1490 heißt es, daß er zur Einlösung des an die v. d. Schulenburg verpfändeten Schlosses Alvensleben anch 1400 G. Nh. von Dr. Heyse aufgeuommen. Bereits 23. 6. 1490 verpfändet er aber 30 G. jährlichen Zinses aus dem wiedereingelösten Schlosse für 500 Rh. G. an den Bürger Hans Rode zu Magdeburg. 19. 8. 1490 quittiert er mit seinen Brüdern Ludolf und Heinrich dem Erzbischos den Empfang von 2240 Gold-G. Rh., wofür ihnen bisher das nuumehr wieder abgelöste Schloß Alvensleben verpfändet gewesen. 25. 2. 1494 verbürgt er sich mit Ludolf auf Barteusleben nnd Heinrich auf Oschersleben für die Haltung des Vertrages, als sich der Erzbischos von Magdeburg mit den Herzögen von Braunschweig auf 20 Jahre verbindet. 9. 2. 1496 reversiert sich Dietrich v. Ribbesbüttel gegen ihn und seinen Bruder Lndolf wegen des von ihnen zu Lehen empfangenen Dorfes Brumby, zwischen Erxleben und Nord-Germersleben gelegen, mit 21 Hnfen und 18 Höfen und noch 3 Hnfen auf der dortigen Feldmark, 2 Teichen und einer Mühle bei dem Dorfe und einem Holzbleck neben Erxleben. 70 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 19. 6. 1496 bekundet er mit seinem Bruder, dem Ritter Ludolf, daß dieser und sein 's Bruder Heinrich dem Kloster Althaldeusleben für gekaufte Schweine und Kühe 28 G. schulden. Dafür soll dieses jährlich 3 Schock ans dem Schoß zu Nottmerslebeu bis zur Tilgung der Schuld erheben. In Urkunden sonst genannt: 1466, 24. 6. 1469 (Verschreibung von Renten aus Destedt), 10. 7. 1470 (Belehnnng mit Harbke), 1477, 30. 4. und 10. 11. 1484 (Verkauf der Mühle zu Morsleben), 1. 3. 1486, 1. 3. 1487 (Verkauf von Rehhagen), 8.1. 1489, 1497. Gemahlin: Anna v. d. Afsebnrg a. d. H. Wallhausen. Sie wurde 29.4. 1484 mit Zustimmung des Domherrn Lndwig, Lndvlfs und Heinrichs, der Brüder des Hilmar, beleibzüchtigt mit 60 Nh. G. zu Kalbe. Dies letztere ist im Lehensregister durchstrichen uud dafür Schloß Barteusleben gesetzt worden, aber 22. 6. 1506 wird eine Dorothea als Witwe des Hilmar genannt. 27. 6. 1504 findet eine Verhandlung wegen des Klosters Marienborn einerseits und Othrave (Nr. 53) und Bertram (etwa Nr. 44) (wegen der Witwe des Hilmar und seines Sohnes Levin und ihrer Erben) andererseits wegen der Weide und Trift statt, die das Kloster von alters her durch Morsleben nach der Aller hin im Gericht Bartensleben gehabt hat. Die v. V. gestehen dem Kloster die Freihut und Trift unter Vorbehalt der Entschädigung ihrer Untertauen, die durch Ausübung solchen Rechtes beschädigt werden möchten, und Reservierung eines Pfandrechtes zu. 22. 6. 1506 bekunden auf Unterhandlung ihres Vettern Heinrich (Nr. 43), Gottschalks Sohn, die Gebrüder Levin, Jakob und Christoph, daß sie ihre Mutter Dorothea, welche sich in das Kloster Marienborn begeben, mit 50 Nh. G. von ihrem väterlichen Erbe abgefunden, sie verkaufen zu dem Zwecke wiederkäuflich zunächst an den Konveut 3 G. Rh. jährlichen Zinses aus dem Dienstgeld und sonstigen Gütern des Dorfes Rottmersleben. Kinder: 1. Levin (Nr. S8), 2- Jakob (Nr. SS), 3. Christoph (Nr. 60), 4. Sievert (Nr. 61). 28. Achim, S. des Hans (Nr. 10), auf Harbke, 1485, 1502. 1497 hat er von Güntzel (Nr. 51) Ludolfs und Hilmars (Nr. 2Z uud 27) Anteil an Harbke, so Güntzel bisher inne gehabt hat, samt dem Vs Zehut zu Baddeleben für 200 G. wiederkäuflich erworben. Er wird sonst genannt: 6. 9. 1463 (schwört er Urfehde), 22. 4. 1471 (Verlust von Schladen), 1480 (Belehnuug), 26. 8. 1485, 1. 5. 1489 (Quit- Drittes Kapitel. Die zweite Stauimreihe nach der Teilung der Linien. 71 tung über 300 G.), 2. 5. 1495 schulden ihm die Herzöge von Braunschweig- Lüneburg 130 G. 29. Klamor vder Klauenburg, S. (vielleicht der älteste Sohn, da er mehrfach an erster Stelle genannt wird) des Hans (Nr. 10), ans Harbke, Pfandbesitzer von Schladen. 4. 5. 1465 erhält er mit seinem Vater und dessen Treuhändern Ludwig (Nr. 13) und Bertram und Friedrich v. Hoym das Schloß Schladen vom Bischof von Hildesheim für 6635 G. in Pfand. Sie erhalten auch das Gut Gilde, welches Graf Ludolf v. Wunstorf vom Domkantor zu Hildesheim, Eggerd v. Harlszem, erkauft hat; am anderen Tage verbürgt sich für die Genauuten Gr. Ludolf v. Wuustors. 17. 6. 1470 wurde Kla- mors Schloß Schladen von den v. Neindorf uuter Beistand der v. Bartens- leben, welche alles Getreide uud Hausgeräte mit sich fortführten, erobert und 25. 1. 1471 heißt es, die v. Neindorff, v. d. Schulenburg und v. Bartens- leben haben sich zusammen getan, das Haus zu ersteigen, alles Vorhandene mit sich weggenommen, den Klamor hinausgejagt und nach 8 Tagen das Haus leer stehen lassen. 2. 2. 1471 nahm er dagegen das Haus Harbke ein uud trieb Hansen von da heraus. (Ju düfsen sülven Jahre (1471) an dem Awende Sunte Pauwel do wart dat Slot Sladeu gewiinnen asf Clauen- borch von Velthem dorna in Lichtmessen Awende do nam Clavenborgh van Veltem dat Slot Harpecke wedder asf Hansen van Velthem.) In einer Chronik wird berichtet: Das gute Verhältnis der Familie zn den Erzbischöfeu wurde nur einmal unterbrochen, als in der Familie selbst mit Klamor Zwiespalt entstanden war. Infolgedessen wurde die Burg Harbke, welche, wie es ausdrücklich heißt, für uneinnehmbar galt, vom Erzbischos Johannes und Günzel (Nr. 7) belagert, und am Abend des 2. 2. 1471 genommen. Die Sache wurde nach Übergabe der Burg gütlich beigelegt und diese zurückgegeben. 6. 12. 1466 verbürgt sich Klamor für die Grafen v. Wunstorf. 26. 6. 1480 verkauft er mit seinen Brüdern Othrave, Ludolf und Haus aus ihren Alvenslebenschen Gütern eine Rente von 30 G. Rh. wiederkäuflich für 500 G. Rh. au den Bürger zu Magdeburg Haus Rode resp, an die dortige Gewandschneiderinuuug und 18. 11. 1481 schenkt er mit seinen Brüdern dem Kloster Hamersleben um ihrer Seligkeit willen ihr Erbrecht und den Zins an dem Holzbleck auf der Holzmark oberhalb Beckendorf, welchen Thilo Meyer 1478 dem Kloster verkauft hat, wofür ihnen das Kloster 5 G. vergütet. (Der Revers des Hans Rode datiert vom 23. 6. 1490.) 72 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Vielleicht war er es mit seinen Brüdern, von denen es 1482 heißt: „14 Tage nach Ostern haben die v. V. aus Hoffahrt und Einbildung die Kühe und Ochsen für Saalfelde aus dem frommen Herzog Heinrich dem Jüngeren, gegen den es gülte zu Lüneburg abgeholt. Die Baueru aus dem Pappcndicke machten aber eine Nachjagd und überwürfen sich mit den Räubern und schlugen bei Beyeurode und vor Glantorf 8 Reuter tot und waren die Bauern so toll und rasend, auch so grimmig und zornig, daß sie auch etliche Pferde mit deu Reutern zu Tode schlugen." 3. 1. 1483 wird er mit seinem Bruder Haus mit ihrem Anteil an der Burg Herbick euiu omnidus ^uri8 „als das ihr Bruder Ludolf auch tun soll" belehnt. 1488 überläßt er wicderküuflich mit seinen Brüdern Ludolf und Hans das Dorf Beyenrode für 500 Nh. G. an das Kloster Niddagshaufen. Er wird sonst urkundlich genannt: 30. 9. 1449 (Verschreibung von Wolmirstedt), 15. 1. 1433 (auf Ummendorf gesessen), 6. 9. 1463 (Urfehde), 1468, 1480, 1482, 1483, 1488, 1497. Gemahlin: Margarete. 22. 4. 1471 erhält sie mit ihrem Ehemanne Klamor die Pfandsuinme an Höteusleben zediert. 30. Othrave, S. des Hans (Nr. 10), auf Harbke. 9. 6. 1463 und 22. 4. 1471 als unmündig genannt. Er war nach dem Absterben der Netze mit dem Braunschweigischen Erbkämmereramt bekleidet mit der Auflage, das im Besitz der Stadt Brauuschweig befindliche Schloß Amtsleben wieder zn erobern. 19. 11. 1480 belehnt er mit seinen Brüdern Ludolf und Hans vier Bauern zu Hamersleben, Ausleben und Haus Groningen mit einem Gehölz, wofür diese jährlich 2 Hühner Zins zn geben haben. 13. 7. 1482 verschreibt er dem Kloster Riddagshausen 6 Verdiug Zinses aus einem Meierhof zu Bernstorf. 27. 9. 1483 wird er mit seinem Anteil an Harbke belehnt. In demselben Jahre stiftete er mit seinen 3 genannten Brüdern für sich und seine Anverwandten eine Memorie von 3 M. auf 140 M. Kapital, aus dem Dorfe Beyenrode jährlich zu erheben, an den h. Kreutz-Altar der St. Kath.-Kirche zu Oebisfelde. 1. 5. 1489 quittiert er mit seinem Bruder Achim über 300 G., welche der Erzbischof von Magdeburg auf Verwendung des Kurfürsten Johann von Brandenburg ihnen für die Pferde, die dem Amtmann zu Wolmirstedt Drittes Kapitel. Die zweite Stammreihe nach der Teilung der Linien. 73 Thilo v. Knöbel abgenommen worden sind, und für den Schaden, den sie dabei erlitten, hat auszahlen lassen. 22. 3. 1491 verbürgt er sich mit Friedrich v. Alvensleben auf Kalvorde für die Gebrüder Bernd und Bnsso v. d. Schulenburg. 2. 5. 1495 schulden ihm die Herzoge von Braunschweig und Lüne- burg 1900 G. 3. 12. 1504 ist er Zeuge in einer Schenkungsurkunde Alards v. Burgdorf mit Siegel (Urkunde iu Hannover-Woltingerode Nr. 273). Urkundlich genannt: 1468, 1474, 26. 6. 1480 (Verkauf einer Rente ans den Alvenslebenschen Gütern), 21. 8. 1485, 1488, 1490, 1492, 1497 31. Ludolf, S. des Rates Hans (Nr. 10), f vor 5. 4. 1499. Er soll Hauptmann des Stiftes Magdeburg zu Wolmirstedt gewesen sein. 6. 9. 1463 und 22. 4. 1471 als unmündig bezeichnet. 1474 verbürgt er sich mit Ludolf v. Mareuholz, als Lorenz v. Honlage dem Kloster St. Aegidii zu Braunschweig 2 Brannschweigische M. verkauft. 4. 5. 1485 wird er mit seinem Bruder Hans unter deu Getreuhäu- deru genannt, als der Erzbischos Burg und Stadt Oebisselde wiederkäuslich für 12 000 G. Rh. an Georg v. Bülow verkauft. 1492 wird er im Diplom des Bischofs von Hildesheim an die Gläubiger der v. Münchhaufeu aufgeführt. Er wird soust urkundlich genannt: 26. 6. 1480 (Verkauf einer Rente ans Alvensleben), 19. 11. 1480 (Verlchnuug eines Gehölzes), 18. ZI. 1481 (Schenkung an das Kloster Hadmersleben). Gemahlin: Anna (nach Lenzens handschriftlicher Geschichte vielleicht eine v. Münchhausen). Sie quittiert als Witwe dem Rate zn Brannschweig den Empfang von 50 Nh. G. als Restforderung ihres Ehemannes nnd verkauft als Witwe 8. 1., 31. 7. nnd 10. 11. 1503 ihren Auteil an dem Neunten des Rammelsberges für 450 Nh. G. an den Rat der Stadt Goslar, andererseits heißt es, sie habe mit Heinrich v. Saldern und Ewert v. Münch- hausen dem Rate zu Goslar über 1500 Nh. G. quittiert uud damit auf ^ des Rammelsberges, welches Bischof Bertold von Werden versetzt hatte, entsagt. 23. 4. 1507 reversiert sich das Stift L. V. Narias zu Halberstadt wegen der Auslieferung einer bischöflichen Pfandverschreibung für die v. V., vorher dem Heinrich und nnnmehr der Anna, Witwe des Ludolf, und ihren leiblichen Kindern Levin und Hille gehörig. Ludolf war vielleicht in einer ersten Ehe vermählt, denn 14. 4. 1490 haben Ludolf und Hans Gebrüder den Zehnt zu Nieustedt bei Hötensleben an Armgard, Ludolss Hansfrau, wiederkänflich für 600 Rh. G. abgetreten. Kinder: 1. Levin (Nr. 62), 2. Hille (Nr. 63). 74 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 32. Hans, S. des jüngeren Hans (Nr. 10), Pfandherr ans Peine, Erzbischöflich Magdeburger Rat, f 1497. 6. 9. 1463 und 22. 4. 1471 als unmündig bezeichnet. 18. 4. 1492 hat er mit seinem Bruder Ludolf vom Bischof von Hildelsheim für 17 770 RH.G. pfandweise die ganze Burg Peine erhalten. Das Schloß soll aber für den Bischof ein offenes Schloß bleiben. 1497 hat er mit seinen Brüdern Ludolf und Klamor im Kloster Ammeusleben eine ewige Messe vom h. Kreuz zu lesen gestiftet. e. 1498 heißt es: Eine Domherren-Kurie in der kleinen Straße zu Magdeburg mit Tor uud Türe nach dem Pralenberge zu bewohnte zeitlebens Herr Johannes v. V. In Urkunden sonst genannt: 30. 9. 1449 (Verfchreibung von Wvlmir- stedt), 1468, 26. 6. 1480 (Verkauf vou Reuten aus Alvensleben), 19. 11. 1480 (Verlehnnng eines Gehölzes), 18. 11. 1481 (Schenkung an Kloster Hadmersleben), 1482, 3. 1. 1483 (Belehnung mit Harbke), 4. 5. 1485 (Ge- treuhäuder für die v. Bülow), 1488, 14. 4. 1490. Gemahlin: Jrmgard lSsl. 1490 haben Ludolf und Hans der Jrmgard, Hausens Hausfrau, den Zehnten zu Neinstedt für 600 Nh. G. überlassen. Tochter: Anna (Nr. 64). 33. Wilhelm, S. des Bertram (Nr. 11), 1469. 14. 10. 1469 wird er vom Erzbischof Ernst von Magdeburg auch wegeu seines Bruders Ludwig mit ihrem Anteil am Schlosse Harbke belehnt. Er wird 10. 7. 1470 bei der Belehiuing mit Harbke genannt. Achim v. V. gedenkt dieses Wilhelms in seinem Testament. 6. 1. 1472 versprechen Wilhelm und Ludwig (wohl Nr. 34) Knappen das ihnen verpfändete Schloß Gebhardshagen an niemand abzutreten, bevor nicht die versicherten 100 M. Silbers dem Rate der Stadt Braunschweig gezahlt sind. Bürgen: Heinrich, Günzels S. (Nr. 17), Ludolf, Ludolfs S. (Nr. 21), Heinrich, Gottschalks S. (Nr. 43). 34. Ludwig, S. des Bertram (Nr. 11), vielleicht identisch mit dem Ludwig, welcher 15. 2. 1448 zum Vormund für die Kinder des f Heinrich v. Alvensleben auf Kalbe ernannt wird. 14. 10. 1469 uud 10. 7. 1470 (Bclehuuug mit Harbke). 2. 5.1495 schulden ihm die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg 120 G. Sohn: Balthasar (Nr. öS). Drittes Kapitel. Die zweite Stammreihe nach der Teilung der Linien. 75 35. Jobst, S. des Bertram (Nr. 11). 10. 7. 1470 bei der Belehnung mit Harbke genannt. 36. Gerburg, T. des? Es ist nicht zu bestimmen, wer ihr Vater gewesen, ebenso wenig, ob sie der schwarzen oder der weißen Linie angehörte. 18. 2. 1489 hat sie einen von ihrem Ehemann und dessen Brüdern an Kurt und Drewes v. Stein für 84 Nh. G. verpfändeten Anteil an 5 Hufen in Sillium durch Zahlung der Pfandsumme als ihr Eigentum au sich gebracht. Ehemann: Ludols v. Liude, Knappe. 23. 8. 1472 schenkt er mit seiner Gemahlin dem Kloster Derenburg ein silbernes Bild der heiligen Anna im Werte von 3 M. und einen silbernen Kelch im Werte von einer Mark, sowie den Pfandbesitz von 5 Hufen vor Sillium, wofür das Kloster Werke zu Ehren Gottes und der h. Anna verrichten soll. 37. Agnes, T- des? — vielleicht des Lndolf (Nr. 9) und Schwester der Anna (Nr. 22). Als Konventualin des Klosters Marienborn reversiert sie sich 1466/87 gegen die Priorin Helene wegen des getanenen Prosesses. 38. Dorothea, T. des? — vielleicht des Lndolf (Nr. 9) und Schwester der Auna (Nr. 22). Als Konventualin des Klosters Marienborn reversiert sie sich 1466/87 gegen die Priorin Helene wegen des getanenen Prosesses. 39. Georg, S des? Es ist unklar, ob dieser sonst nicht genannte Georg der weißen oder schwarzen Linie angehörte. 27. 6. 1467 ist er Zeuge, als Erzbischos Johann von Magdeburg die Urkunde des Königs Ludwig über die Verleihung der Mark Braudenbnrg an seinen Sohn Ludwig vom Jahre 1324 transsumiert. Er ist offenbar ohne Erben vor seinem Vater verstorben, sonst würde er in einem der Lehenbriefe mit aufgeführt worden sein. 40. Heinrich V, S. von Ludwig I (Nr. 13) und der N. N. v. Qnitzow, auf Destedt und Harbke, Pfandbesitzer von Peine, f 1485. 29. 12. 1450 schreibt der Abt zu Oldenstedt, daß sein Kloster und die Klostergüter von mehreren Edelleute», darunter auch von Hynrike von Vsltsm to NarKs 11. 12. ausgeplündert uud beraubt worden sind. 76 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 1458/1480 wird er zusammen mit Jakob v. Bartensleben, Hans Spiegel, Heinrich (Nr. 47), Gottschalks S., Heinrich (Nr. 17), Gün- zels S., und anderen mit Schloß Hornburg belehnt. 1. 5. 1470 ist er unter den Getrenhändern, als der Bischof von Halberstadt dem Ludolf Bockel Schloß uud Amt Wülpiugerode für 1330 G. Rh, auf 3 Jahre verpfändet. 22. 3. 1473 stellt er mit anderen den Gebrüdern v. Neindorff eine Schuldverschreibung über 1000 G. Rh. aus. 9. 12. 1474 einigt er sich mit dem Abt zu St. Michael in Hildesheim dahin, daß er wegen des Hauses zu Peine keine Ansprüche auf die vou ihm in der wüsten Marke zu Schwicheldt gelegenen Grundstücke erheben will, daß diese vielmehr zu des Klosters Meierhof in Gr.-Solschen gehören sollen. 17. 4. 1475 verpflichtet er sich nach der Gewohnheit des Stiftes Hildesheim Urkunden über die Wiuzeuburg und die ihm auf dieselbe verschriebenen Geldsummen zn geben und zu empfangen. 18. 6. 1480 verbürgt er sich mit anderen für den Bischof Berthold von Hildesheim. 8. 6. 1481 bekennt er sich mit dem Domkapitel von Hildesheim uud anderen zur gesamten Hand, dein Rate der Stadt Braunschweig 2000 Nh. G schuldig zu sein. 25. 7. 1481 haben die v. Steinberg Peine von ihm als Pfandbesitzer eingelöst und dazu 500 Nh. G. verwendet, welche sie dem Domkapitel zu Hildesheim schulden. 1485 hat er mit seinen Vettern dem Kapitel zu 8t. L^riaczi vor Braunschweig etliche Einkünfte an Getreide in etlichen Dörfern wiederkäuflich verkauft. Er wird sonst noch urkundlich genannt: 16. 6. 1467 (Belehnnng mit Bartensleben), 29. 12. 1467 (Belehnuug mit Orsleve, Warkerslebcn zc.), 23. 4. 1470 (Einlösung von Renten), 9. 10. 1472, 29. 3. 1473, 28. 4. 1477, 1482, 1483 (Belehnnng mit Anteil Harbke), 24. 2. 1490 (Ablösung von Horneburg). Gemahlin: Sophia v. d. Schuleuburg (s. Nr. 43), T. des Matthias auf Beetzeudorf uud der Anna v. Alvensleben a. d. H. Kalbe, in erster Ehe vermählt an Hans v. Estorff (alm8: Anna v. d. Schuleuburg). Kinder: 1. Siegmund (Nr. 66), 2. Ludwig (Nr. 67), 3. Hilmar (Nr. 68), 4. Heinrich VI (Nr. 69), 5. Kurt (Nr. 70), 6. Levin (Nr. 71), 7. Ludolf (Nr. 72). 41. Salome, T. von Ludwig I (Nr. 13) und der N. N. v. Quitzow. Ehemann: Burchard v. Steinberg. Viertes Kapitel. Dritte Stammreihe nach der Leitung der Linien. a) Schwarze Linie. 42. Margarete, T. des Gottschalk (Nr. 16), nach anderen T. des Heinrich (Nr. 6) und der Sophie v. Kramm (s. Hildebrandts Grabsteine S 191). Ehemann: I. Ludolf v. Wenden ans Rohrsdorf. II. Christoph v. Barsewisch auf Scharfenlohe. 43. Heinrich VIII, nach allen Stammtafeln der älteste S. des Gottschalk (Nr. 16), 1478 —1540 anf Hornebnrg, Pfandherr auf Jerxheim und Oschersleben. 1483 Belehnung mit den Magdebnrgischen Gütern. 28. 11. 1487 Zeuge bei den Verhandlungen wegen Aufstauung des Sees zwischen Domersleben und Remkersleben. 1489 stellt er einen Revers aus, daß er dem Abt des Liidgeriklosters vor Helmstedt wegen der belehnten Güter zu Wolmirstedt:c. treu und hold sein werde. 1492 stand er nebst seinen Vettern mit Herzog Heinrich im Lager vor Braunschweig und 1493 hatte er samt seinen Gehilfen die Kirche zu Dalum eingenommen und wehrte sich tapfer daraus gegen die Ausfälle der belagerten Braunschweiger. Er war auch 1494 bei der Friedeushaudluug zwischen dem Herzog nnd der Stadt Brannschweig gegenwärtig. 78 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 2. 5. 1495 schulden ihm die Herzöge von Brannschweig 1600 G. 8. 0. 1496 empfängt er mit seinen Brüdern Knrt, Bertram und Bernhard die Belehnnng mit der Hälfte von Neplingen, wie ihnen solche Günzel (Nr. 51) aufgelassen hatte. 9. 5. 1497 wird er mit dem Zehnt zn Gnnsleben, den er von Friedrich v. Hoym erkauft hat, belehnt und mit ihm zur gesamten Hand seine Brüder, der Domherr Bernhard, Kurt und Bertram. Sie werden auch uach dem Tode Heinrichs (Nr. 17), Günzels Sohn, mit dem Zehnten zu Oster-Eilsleben, 3 Wispel Roggen aus dem Zehnten zn Jrx- leben und dem Besischen Gute zu Sülldorf und mit der Gesamthand an den Gütern Othraves und Achims (Nr. 54 u. 55) belehnt. 18. 8. 1500 verkauft er dem Jungfrauenkloster zu Nenendors 5 G. Rh. jährlichen Zinses ans dem Schoß zu Uhrsleben für 100 G. Rh. 8. 11. 1501 verpflichtet er sich gegen das Hochstift Halberstadt, wenn sein Pfandschloß Oschersleben wieder eingelöst werde, daß er vorher die wiederkäuflich für 200 G. verkauften Ziuseu vou 12 G. Rh. aus Hornhausen einlösen oder sich die Summe von der Pfaudsumme abziehen lassen wolle. An demselben Tage verkauft er wiederkäuflich an Arndt v. Tresckow eine Rente aus der Meiermark bei Hornhausen. 1502 erhält er mit seinem Bruder Kurt (Nr. 45) vom Herzog von Brannschweig das Schloß Jerxheim mit Beierstedt, Gcvensleben, Dobbeln, Jeggeleben, Watenstedt und Sollingen verpfändet. In demselben Jahre überläßt Hedwig, Witwe Hartwigs v. d. Werder, den von Heinrich 1493 an Knrt v. d. Assebnrg und Elisabeth, dessen eheliche Hausfrau, wiederkäuflich verkauften und ihr durch Erbschaft zugefallenen halbeu Zehnten zu Rottorsf an den Kanonikus Ditmar Becker zu St. Blasieu iu Braunschweig. 5. 6. 1503 reversiert er sich mit Hans v. Rochow und Heinrich v. V. wegen der von Friedrich v. Alvensleben ihnen wiederkäuflich verkauften Dörfer Süpplingen, Satnelle uud der wüsten Dorfstätte Lübbernitz. 26. 7. 1503 der Erzbischos, Administrator von Halberstadt, genehmigt diese Verpfändung. 5. 5. 1505 wird er mit seinen Brüdern Bernhard und Kurt belehnt mit 8 Hufen zu Nord-Germersleben und einem Teiche neben dem Hofe daselbst, die Klaus v. d. Werder samt Konen und Fabian seinen Vettern ihnen verkauft und verlassen hat. Er wird vielfach mit seinen Brüdern und Vettern urkundlich genannt, auch 1478 (Verkauf einer Hufe), 10. 11. 1503, 7. 6. 1504, 1. 1. und 7. 7. 1517 (Belehnung mit den v. Brockdorffschen Gütern). Viertes Kapitel. Die dritte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 79 Gemahlin: Fyge. 11. 11. 1484 entleihen die v. Alvensleben von Hinrik, Gottschalks Sohn, und seiner Hausfrau Fyge 100NH. G. zu 6°/g. Vielleicht war er zweimal vermählt, denn als seine Gemahlin wird Sophie v. d. Schulenburg, T. des Matthias und der Anna v. Alvensleben a. d. H. Kalbe, genannt, wenn hier nicht, wie schon oben angedeutet, eine Verwechslung mit Heinrich V (Nr. 40) vorliegt. Sophie v. d. S. war in erster Ehe vermählt an Hans v. Estorss (nach der v. d. Schulenburaischen Geschlechtsgeschichte). Fritz v. d. Schulenburg Hippolyta auf Beetzendorf, v. Jagow. 1393—1416. ! Matthias v. d. Schulenburg auf Beetzendorf, -j- 1479. Ludolf v. Alvensleben Armgard v. Honlage, auf Kalbe?c Anna v. Alvensleben a. d. H. Kalbe. Sophie v. d. Schulenburg, in^r.: Heinrich v. Veltheim. Kinder: 1. Levin (Nr. 73), 2. Mathias (Nr. 74), 3. Vieke Ä. Sophie (Nr. 75). 44. Bertram, S. von Gottschalk (Nr. 16), 1488 — 1497, auf der Burg Oschersleben und Gunsleben. Er soll nach der handschriftlichen Chronik von Lenzen wegen seines Bruders Kurt (Nr. 45) bei Herzog Heinrich zu Lüneburg in Ungnade gefallen sein. 1488 wird er mit seinem Brnder Kurt vom Herzog Heinrich von Brannschweig mit den Gütern belehnt, so die v. Jarsene inne gehabt haben. 1492 erkauft er mit seinem Bruder Kurt von Werner (Nr. 14) dessen Güter in dem Gerichte zu Destedt und in den Dörfern Abbenrode, Gardessen und Areddel, nämlich den 8. Teil, den Werner von seinem 1' Vater gehabt hat, wiederkäuflich und 1497 dessen Anteil an Harbke auf 12 Jahre für 250 Rh. G. 2. 3. 1497 besiegelt er mit Kurt (Nr. 45) und anderen den Verkaufsbrief der v. Wobeke für das Kloster Hamersleben in betreff von allerlei Ländereien zu Wegersleben. 10. 4. 1497 versteint er die Weide und Triften auf dem Felde der Dorfschaft Hamersleben, nachdem die Grenzfcheidnng durch den Dompropst Balthasar, den Domherrn Berndt (Nr. 47) und den Hauptmann des Stiftes Halberstadt, Friedrich v. Hoym, erfolgt ist. 9. 5. 1497 wird er mit Gunsleben belehnt. 6. 6. 1497 schließt er mit dem Kloster Hamersleben einen Tauschvertrag über einige Äcker und Weideland ab. Er wird sonst genannt: 8. 6. 1496 (Belehnung mit V-, Uenglingen). 80 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 45. Kurt, S. von Gottschalk (Nr. 16) und der Margareta v. Maren- holtz. auf Derenburg und Aderstedt, Pfaudherr von Jerxheim, Erbküchen- meister uud fürstlicher Rat des Herzogs Heinrich 8M., 1483 —1545. „Ein geschickter Mann, dem Hause Braunschweig a eonsiliis und ein tapferer Kriegsmann in Ungarn wider den Erbfeind, dessen Person in der Kirche zn Derenburg dem Altar gegenüber in dem ausgehanenen uud gezierten langen Bilde repräsentiert wird." (Das Bild ist leider nicht mehr in der renovierten Kirche vorhanden.) Er nahm an mehreren Feldzügen gegen die Türken teil. 12. 1. 1483 wird er für sich uud wegen seines Vrnders Heinrich mit ihrem Anteil an der Bnrg zu Giebichenstein belehnt. 8. 4. 1487 vergleicht er sich mit dem Kloster Jsenhagen über den vormals Jansemannischen Hof in Wittingen; er nimmt ihn gegen einen jährlichen Fruchtzins zu Lehen, überläßt ihn aber 11. 4. 1489 dein Kloster für 100 Rh. G. zu Seelenmessen für sich nnd seine Eltern. 5. 4. 1495 überläßt er demselben Kloster zu Seelenmessen für sich nnd seine Eltern das Dorf Börsen lckins Röhrsen (Nodcrßzem) und den von Kotke bewohnten Hos zu Langenbrügge für 200 G. 1492 erteilt Herzog Heinrich den v. Saldern und dem Kurt, feiuem Hofgesinde, die Erspektanz anf die Güter der v. Utze. Als 1509 Herzog Heinrich d. I. zu Braunschweig Aschwin und Heinrich v. Saldern mit den von Jasper v. Utze nachgelassenen Gütern belehnte, wendete er dem Heinrich v. Saldern den 3. Teil der Güter, den Kurt zuvor gehabt, zu. Denn Knrt war sein 3. Teil wegen mutwilliger Fehde wider deu Herzog entzogen worden. 1494 war er von seiten des Herzogs von Lünebnrg mit bei der Friedensverhandlung zwischen dem Herzog und der Stadt Brauuschweig und hat solche mit unterschrieben. Nach Meibom geriet er 1495 mit der Stadt Braunschweig in große Irrung, wurde auch ihr öffentlicher Feind, und als Brannschweiger zuLünebnrg bei einer Verhandlung gegenwärtig waren, der auch Bischof Berthold von Hildesheim und Herzog Heinrich von Lünebnrg beiwohnten, griff er die Gesandten auf der Rückreise an, nahm sie gefangen nnd führte sie nach Pommern an die polnische Grenze, wo zu Wildenbruch Kurts Bruder Landkomtur des Johauniter-Ordens war. Die Angelegenheit wurde 18. 5. 1497 zu Hildesheim beigelegt. In demselben Jahre nahm ihm Herzog Heinrich das Gut Kämpen und die übrigen Güter davor, mit denen er beliehen war, weg. In Nathmeyers Braunschweigifcher Chronik heißt es, damals seien er, Othrave, Werner und Bertram beim Herzog Heinrich zu Lünebnrg in großer Ungnade gewesen. Knrt sei eine kurze Zeit ins Dithmarssche gezogen, wo er par maldsui- seiuen eigenen Knecht erstochen habe. Er Viertes Kapitel. Die dritte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 81 habe deswegen bei anderen von Adel keine gute Nachrede gehabt. Wegen des schon erwähnten Überfalles der unter herzoglichem Geleit reisenden Braunschweiger Bürgermeister von feiten des Othrave und des Kurt ließ Herzog Heinrich von Brannschweig öffentliche Briefe gegen sie anschlagen. Aber diese kehrten sich nicht daran. Die Ursache der Feindschaft des Kurt war die, daß der Rat zu Brauuschweig seinen Vogt zn Kämpe, welches er damals inne hatte, nämlich Hans v. Berge, hatte mit dem Schwerte hinrichten lassen, weil er als ein Straßenräuber einem Bürger von Brannfchweig zwei Pferde auf freier Straße weggenommen. Mit diesen Streitigkeiten hing offenbar der Verlust von Kämpen zusammen (f. Nr. 53). 1. 4. 1497 verbürgt er sich für Gebhard v. Schenk und 27. 2. 1497 ist er als Knappe und Leheusmann des Erzbifchofs Zeuge, als Heinrich v. Wobke dem Erzbifchof anzeigt, daß er 2 Hufen und 2 Hofstätten zn Wegensleben an das Kloster Hadmersleben erblich verkauft habe. 1498 verkauft er die Janfemannfchen Güter an Klemens v. Bülow. 1502 erhält er mit seinem Bruder Heinrich vom Herzog Heinrich dem Älteren von Brannschweig das Schloß und Gericht Jerxheim mit den Dörfern Jerxheim, Beierstedt, Gevensleben, Dobbeln, Jngeleben, Waten- stedt und Sollingen für 5009 G. Rh. verpfändet, womit es von der Witwe des Oi-. Christoph v. Hagen geb. v. Gabeleutz eiugelöst worden ist. Er hatte 2. 5. 1502 dem Erzbifchof 1900 G. Rh. und 00 G. Nh. bis Ostern 1503 geliehen. 27. 3. 1503 wird er als früherer Besitzer des Schlosses Ruthe genannt. 1. 9 1505 war er mit anderen Bürge für das Stift Hildesheim. 27. 6. 1510 war er gegenwärtig bei einem Vertrag zwischen dem Kloster Marienthal nnd dem Kloster Hamersleben. 1511 war er mit unter den Landständen bei einer Verhandlung gegen seinen Vetter Ludwig, welcher etwas Unglimpfliches gegen den Herzog Heinrich den Älteren von Braunschweig ausgebreitet hatte, wohl weil der Herzog im Jahre vorher mit dem Bischof von Hildesheim gegen Harbke ausgezogen war, das Schloß zu erobern. Die Angelegenheit wurde 1512 in Güte beigelegt. 9. 3. 1514 erhält er das durch Aussterben der v. Honlage eröffnete Erbküchemneisteramt im Fürstentum Braunschweig als Mannlehen (s. am Schluß!). 10. 8. 1516 wird er vom Herzog Heinrich von Braunschweig und Lüneburg nach dem Tode des Lorenz von Honlage belehnt mit Renten zu Hilgendorf, Henftedt, Hanstedt, Betzenrode, Weiinigestedt. Kurt verasterlehnte diese Güter an die v. Broitzen. Das Geschlecht v. Velthelm, L 82 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 151!) heißt es in einem gleichzeitigen niedersächsischen Gedicht aus der Hildesheimschen Stiftischen Fehde: Marienberg Cord von Veltheym ynne had, vor Hildesheim der gndm Stad, XII dnsend Gulden hefft ihn stau, de seynd dervor uthgedhan. In demselben Jahre 1519 hilft er einen Vergleich stiften zwischen Achim und Bnsso. Auch hat er mit Lndwig v. Wenden von Othrave 6 Rh. G. Reute für 200 Rh. Goldg. wiederkäuflich erhandelt. 23. 6. 1520 genehmigt er mit seinem Vetter Levin, daß die Gebrüder Simon zu Brauuschweig 5 G. Rh. jährlichen Zinses aus Ausleben an die Brüderschaft 8t. Ltsplmni zu Halberstadt verkaufen. 25. 7. 1520 erkauft er mit seiuem Vetter, dem Dompropst Levin (Nr. 73), vom Erzbischof zu Magdeburg wiederkäuflich (für eiu diesem geliehenes Kapital von 3000 G. Rh.) 180 G. jährlicher Rente aus dem Schosse Hornebnrg und 80 G. aus der Kammer zu Magdeburg, 1520 schenkte er au das Kloster Riddagshauseu 1000 Rh. G., daß es jährlich in den 4 Zeiten Memorien halten und Spenden austeilen solle, wozu sich das Kloster verpflichtet, und im nächsten Jahre schenkte er nochmals zu demselben Zwecke 200 G. Im August 1521 hat er mit Levin als Psandbesitzer von Marienberg das Schloß dem Herzog Heinrich dem Jüngern für 12000 Goldg. übergeben. 23. 5. 1522 stiftet er mit anderen einen Vergleich zwischen dem Kloster Hadmersleben und den Lüdecke, und 11.11.1522 verbürgt sich Jobst v. Steinberg gegen das Kloster Hamersleben für Lüdecke, daß dieser die durch Kurt, Bereud v. d. Asseburg und Matthias vereinbarten Bedingungen erfüllen werde. 1522 erhält er durch den Kanzler Pein vom Herzog Heinrich d. I. uud desseu Bruder Wilhelm zu Braunschweig die Konzession, mit Matthias (Nr. 73) die Güter Wendhansen und Bruusrode au sich zu lösen. 20. 11. 1524 vermittelt der „Knappe" Kurt die Beilegung eines Streites im Kloster St. Michael zu Hildesheim. 10. 7. 1525 belehnt er den Johann Vater mit Gütern zu Wateustedt. 1525 erhält er mit anderen vom Herzog für eine von ihnen übernommene Bürgschaft von 6000 G. Rh. das Schloß Stanfenbnrg verpfändet. 1525 erkauft er mit Matthias von den v. Garsenbüttel 2 Höfe zu Wendhausen für 220 Goldg. 29. 9. 1528 vergleicht er sich zu Weuthauseu mit dem Kloster Riddagshauseu über einen gemeinsam angelegten Teich zwischen dem Bonenlande und der großen Winla. 30. 9. 1533 heißt er im Gegensatz zu seiuem gleichnamigen Vetter (Nr. 70) Kurt der Ältere. 1533 wurde er mit seinem Sohne Achaz und zur gesamten Hand Matthias und Güntzels, Othraves und Achazs Vettern Kinder, mit Viertes Kapitel. Die dritte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 83 verschiedenen brannfchweigischen Lehensstücken, auch mit der Grafschaft über das Salzwerk vor Schöningen von Herzog Heinrich d. I. von Brannschweig belehnt. 5. 7. 1535 belehnt der Herzog von Braunschweig und Lünebnrg den Kurt und mit ihm Matthias (Nr. 73) und Achaz (Nr. 79) mit drei Afterlehcushufeu zu Schoderstedt vor Königslutter, nachdem sie Lupoldt v. Steimpke zeitlebens genutzt haben wird. 29. 12. 1535 resigniert er dem Herzog einen Sattelhof mit 12 Hufen zu Jerxheim für Heinrich v. Wenden. 1535 erlaubt er seinem Diener Jakob Kielen, daß er die freie Hnfe Landes vor Schöningen, welche von seinen Vettern und seinem Bruder für 90 Goldg. den Lassen versetzt gewesen ist, für sich und seine Erbeu an sich lösen könne. In demselben Jahre hat er für sich uud alle v. V. deu wichtigen Vertrag zwischen Herzog Heinrich d. I. und dessen Bruder, dem Herzog Wilhelm zu Braunschweig, zustande bringen helfen. 10. 2. 1536 hat er einen Sattelhof und 12 Hnfen zu Jerxheim zur Velehuuug für Heinrich v. Wenden aufgelassen. 1536 hat er einen Lehenbrief für Hoher Lauringe über ein Viertel Landes auf dem Sollinger Felde ausgestellt. 26.2.1537 hat er mit seinem Bruder Heinrich, nnd Heinrich, Levin, Christoph und Joachim, seines Bruders Ludwigs Söhnen (Nr.48), in einem Gesamtlehen der v. Bortfeld vom Herzog von Braunschweig zu Erbmauulehen folgende Güter erhalten: 8 Hufen vor Bockenem, eine heißt die goldene Hufe, 4 Wiesenbleke, 7 Schuenstätten in der Stadt, den Sattelhof, 2 Hnfen und 2 Höfe vor dem Steintor in der Stadt, 32 Gärten vor Bockenem, zu Ortshausen 3 Hufen und den Zehnt über 7 Hufen, 2 Kothöfe und den fürstlichen Burgmauushof, den Zehnt über 9 Kothöfe, eine Wiese uud deu Holzblek im dortigen Holz, 5 Hufen, 3 Kothöfe im Fachenhnfer Holz nud Feld, zu Benuingen 4 Hnfen uud einen Kothof, ^/g Zehnten und ^/g Gericht auf dem Dalemer Berge zum Hagen, zu Rüden 20 Morgen, 2 Kothöfe und eine Wiese zu Gither, eine Hufe und 2 Kothöfe (zehntfrei) zu Klein- Stere (Nere?), ^/z Hufe zu Gronstede, ^/z Hufe zu Naven, V2 Hufe zu Bonningeu, 2 Kothöfe uud ein Vorling Landes daselbst, zu Rolle einen Kothof, wie das alles die Troben vom Stifte Hildesheim einst zu Lehen getragen haben. 9. 2. 1541 wird er und mit ihm zur gesamten Hand alle v. V. vom Erzbischos belehnt mit: 1. dem Schloß Destedt nebst dem Dorfe davor mit Äckern, Holz, Wiesen, Weiden, Jagd, obern und niedern Gerichten, dem Zehnten und allem Zubehör; 2. dem Zehnten zu Wulffersdorf; 3. einem freien Hof mit 5 Hufen zu Harbke; 4. der Pfarre zu Harbke mit 6 Höfe» und einer Hufe; 5. dem halben Zehnt zu Klein-Vahlberge; 6. dem halben 6» 84 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Zehnt zu Schliestedt; 7. dem halben Zehnt zu Hötensleben; 8. 4 Hnfen zn Gardesheim; 9. der Trift im Lehrwald; 10. 9 Höfen in Veltheim; 11, dem Zehnt zu Schulenrode; 12. dem Zehnt zu Hüpuckenrode; 13. 13 Hufen zu Efebeck; 14. 3 Höfen zu Hohnstedt bei Grofz-Schöppenstedt; 15. dem Zehnt zn Neinftedt im Gericht Hötensleben; 16. dem halben Zehnt zu Krehiugeu; 17. dem Zehut zu Blumeuhagen; 18. dem Zehut zu Honsleben; 19. dem halben Zehut zu Etgersleben; 20. einer Hufe und dem Zehnt zu Ampleben; 21. dem halben Zehnt zu Knplingen; 22. dem Zehnt zu Baddeleben; 23. dem ganzen Zehnt zu Drnxberge; 24. dem ganzen Zehnt im Dorfe und Felde Gnnsleben; 25. dem Zehnt zu Seltze; 26. dem Zehnt zu Sommersdorf; 27. dem Zehnt zu Bnddenstedt; 28. dem Zehnt zu Hohnstedt; 29. dem Zehnten zu Rottorff; 3V. dem Zehnten zu Schackensleben; 31. dem Zehnten zu Wüften-Baddeleben; 32. dem halben Zehnten zu Weinstedt; 33. dem Dorf und der Dorfstätte Klein-Ueplingen mit allem Zubehör, namentlich dem Zehnten und der Gerichtsbarkeit; 34. 3^/z Hufen Assebnrgisches Lehengut; 35. 70 Schock Korn aus dem Zehnt zu Ochtmersleben; 36. 9 Hufen Landes zu Klein-Santersleben; 37. 3 wüsten Höfen, 5 Hühnern uud 15^/z Schillingen alter Groschen daselbst; 38. dem Zehnten zu Wester-Ellsleben; 39. 3 Wispel Korn aus dem Zehut zu Jrxleben und Süldorf; 40. dem Befischen Gut zu Süldorf; 41. einer halben zehnfreien Hufe auf der Feldmark vor Schöuingen; 42. einem Grasbleck in Ostendorf, woraus ein Garten gemacht ist; 43. einem Kothof zu den Reden; 44. 1^ Hufen anf dem Felde zu Etgerslebeu; 45. 2 Hufen zu Beckendorf; 46. 3 Morgen daselbst; 47. 2 Hufen zu Efebeck; 48. 2 Hufen und einen wüsten Hof zu Beckendorf; 49. 6 Hufen und 5^ Hnfen, alle zinsfrei und dienstfrei, mit allem Zubehör im Dorfe und Felde Efebeck; 50. allen Gütern, welche Buffo v. Jerx- heim im Dorfe und Felde zu Efebeck vom Hochstift Halberstadt früher zu Lehen getragen; 51. einer Hufe zehntfrei und einem Stück Zehnten über 5 Hufen auf den Feldern vor Schöuingen; 52. 6>/z Hufen auf der wüsten Feldmark Eineriugeu; 53. 1^/z Hufen zu Andesleben; 54. 2 Wiesen, eine im Bruch, die andere vor dem Dittenberge, deren eine nach dem Tode Jordans v. Warteuslebeu erledigt ist; 55. einem Hopfengarten zn Horne- bnrg im Braunschlage; 56. einem Hause daselbst hinter dem Schlosse; 57. 2 Hufen zu Horneburg; 58. 2 Hnfen zu Lingede; 59. dem Zehnten zu Jfingerode bei Horneburg; 60. dem Zehnten zu Bünde; 61. dem Zehnten über 13 Hufen vor dem Damm zu Horneburg auf dem Felde zu Tempel- Achem; 62. einem Holzbleck in Lintlage; 63. 3 Hufen zu Detliugerode; 64. einem Holzbleck daselbst; 65. 4 Hufen und 4 Höfen zu Goddekenrode, darunter ein Hof zinsfrei; 66. 3 Holzblecken daselbst, einer am Hakenberg, einer an der Ecker, der dritte am Hohlweg; 67. dem Felde zu Jsingerode; 68. dein Stapel unter dem Hakenberge von Feists Wiese bis an den Wenden- Viertes Kapitel. Die dritte Stammreihe nach der Teilung der Linie». 85 bcrg vom Knick bis an die Erker; 69. 2 Hufen zu Wenderode; 70. 2 Hufen zu Neindorf; 71. einer Hufe und einem Hofe zu Suderode; 72. einem Holzbleck zu Suderode, das Haneveringsche Holz genannt; 73. einer Hufe zu Bredelen; 74. 2 Höfen beim Niedernftuben zu Horneburg; 75. 3 Wiesen bei Bünde, deren eine die Frefen-Wiese heißt; 76. einer Wiese oberhalb Groß- Bersfen; 77. einer Hufe zu Bystedt; 78. allen Gütern, die der alte Joachim v. Borchdorff gehabt hat und dazu keinen Lehenherrn namhaft zu machen weiß. 24. 6. 1542 belehnt er als der Älteste vom Geschlecht den Ludwig Wyssarx zu Schöppenstedt mit der Pfarre und der Vikarie zu Werle. Er soll 1545 gestorben und zuletzt ganz kindisch gewesen sein. Er wird sonst urkundlich genannt: 1492, 8. 6. 1496 (Belehnung mit 1/2 Ueplingen), 2. 3. 1497, 9. 5. 1497 (Belehnnug mit Gunsleben zc.), 5.5. 1505 (Belehnung mit Nordgermersleben), 30. 9. 1533 zc. Gemahlin: Ilse v. Oppershaufen. Auf einem silberneu Humpen im Schlöffe zu Destedt: v. Oberhusen, deren Mutter: Katharine (al. Knnigunde) v. Müuchhausen. — 1516 überläßt das Kloster Niddagshausen an Kurt und seiue Hausfrau Elfe seinen Hof in Magdeburg und belehnt damit nach deren Tode ihren Sohn Achaz (Nr. 79). Kinder: 1. Katharine (Nr. 76), 2. Anna (Nr. 77), 3. Maria (Nr. 78), 4. Achaz (Nr. 79). Das Erbküchenmeifteramt des Fürstentums Braunschweia- Wolfenbüttel. Nach Nolten und Pfeffinger (Braunfchw.-Lüneb. Historie I, 519) und nach den Manuskripten von Wolsframitz in der Bibliothek zu Wolfenbüttel hat bereits Ludolf, Bertrams Sohn (f. Tafel II) 1313 das Erbküchenmeisteramt von Braunschweig resp, des Fürstentums Wolfenbüttel (wozu die Höfe in Braunschweig und andere auf dem Lande belegenen Orte gehörten) bekleidet uud ist damit vom Herzog Heinrich dem Fetten belehnt worden, während Pfeffinger andererseits (1, 522) schreibt, daß Kurt der erste Erbküchenmeister aus dem Geschlecht gewesen sei. Es ist immerhin möglich, daß die Nachkommen von Ludolfs Bruder, nämlich von Bertram VI, das Amt innerhalb der zwischen liegenden 200 Jahre verloren, da ja z. B. 1429 und 1432 heftige Streitigkeiten zwischen den Herzögen und verschiedenen Gliedern der Familie sich eingestellt hatten. Das Erbkücheu- meisteramt bekleideten früher die v. Garfsenbüttel, darauf die v. Höhenlage. 9. 3. 1514 wurde Kurt vom Herzog Heinrich dem Älteren mit diesem Amte als einem rechten vollständigen Mannlehen mit Hand und Mund nichts davon ansbeschieden, so wie es die v. Höhenlage gehabt, beliehen. In dem Huldebrief Herzog Heinrich des Jüngeren von 1515 wird schon Kurt, Gottschalks Sohn, als des Herzogs Erbkockemneister und Othrave 8K Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. als Erst-Kämmerer aufgeführt, 14. 3. 1569 wird Achaz (Nr. 79) mit Zubehuf des Matthias (Nr. 73) von neuem vom Herzog Julius mit dem Erbamt belehnt. Seit dieser Zeit hat das ganze Geschlecht von der schwarzen uud weißen Linie dieses Amt als ein Erb- uud Gesamtleheu in unverrückter Folge besessen (Köler, von den Erb- Landhosf-Aemteru des Herzogthnms Braunschweig-Lüueburg S. 17). Nolteu meint, zunächst habe es nur die schwarze Linie inne gehabt uud erst 1709 sei es durch Vermittelung des Kanzlers v. Lüdecke an die weiße Linie mit übertragen worden. Nach Lüuigs Ibsati'um osrswon. I, 293 hat der Älteste vom Geschlecht als Lehensträger das Erbküchenmeisteramt exerziert und bei Feierlichkeiten mit bedecktem Haupte die Esseu in ihrer Ordnung auf die fürstliche Tafel gesetzt, welches auch 1710 bei Heimführung der damaligen fürstlichen Erbprinzessin geschehen, wobei 40 Edelleute vom Lande die Essen auch mit bedecktem Haupte dem Erbküchenmeister bis vor die Tafel zugetragen. Welche Dienste den« Erbkücheumeister oblagen, geht aus folgenden, den eigenhändigen Aufzeichnungen des Jofias (1696 —1747) entnommenen Nachrichten hervor: Bei dem Leichenbegängnis des Herzogs August Wilhelm zu Wolfen- lmttel (-s- 23. 3. 1731) versah Josias II, Otto Ludwigs Sohn, neben dem Obermarschall, dem Erbmarschall uud nach ihnen dem Erbkämmerer, dem Hofmarschall und dem Oberschenken sein Erbküchenmeisteramt der Art, daß er mit den 5 anderen als Marschälle vor der Prozession sich in die Schloß- kapelle begab. In langen Mänteln stellten sie sich mit schwarz überzogenen Stäben mit daran herabhängendem schwarzem Flor bei der Leiche auf, die 3 ersten zum Haupte, die 3 letzteren zu Füßen, das Gesicht nach der Leiche gewendet. Der Erbküchenmeister führte auch mit den 5 anderen die Herrschaft aus dein Gemach in die Karossen uud aus den Karossen in die Kirche, ferner in das vastrum äoloris zum Opfer au den daselbst befindlichen Altar und von da in ihre dabei ausgerüsteten Stände, worauf er mit den 2 ersteren wieder zum Haupte der fürstlichen Leiche uud die 3 audereu zu Füßen derselben Stellung nahmen. Ebenso führten sie auch die Herrschaft wieder zum Hofe zurück. Auch versah Josias des Abends bei der Tafel sein Kücheumeisteramt. Bei der Tafel servierte er der damaligen Herzogin, so daß er ihr das Wasser aufgoß, der Schatzrat v. Veltheim trug dieServiette, ein Herr v. Bülow aus Brunsroda hielt dabei das Becken. Als der andere Gang kam, nahm er den ersten Gang ab und setzte den zweiten ans. Dieser wurde ihm vom Adel aus dem Lande zugetragen. In derselben Weise erfolgte das Aufsetzen des Konfektes. Den 4 Erbbeamten wurde im Mohrensaal jedem eine eigene Tafel gehalten, dem Erbmarschall v. Olders- hausen die erste, dem Erbküchenmeister die zweite. Josias erhielt für jeden seiner 4 Bedienten auf 4 Tage Kostgeld, täglich 8 Groschen, und für 4 Kut- Viertes Kapitel. Die dritte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 87 schen und 3 Reitpferde auf 4 Tage Futter und zwar täglich einen Hiiubken und 3 Vierstad Hafer nebst benötigtem Heu und Stroh. 1733 erging an Josias von Wolfenbüttel aus von feiteu des Herzogs Ludwig Rndolf eine Aufforderung, bei dem Beilager des damaligen Kronprinzen von Preußen mit der Priuzeß Elisabeth Christine (12. 6. 1733) fein Erbkücheumeistcramt zu versehen. Weil aber bei dem vorher erwähnten Leichenbegängnis der Obermarschall v. Schack nicht nur mit ihm die Konkurrenz, sondern vor ihm die Präzedenz beansprucht hatte, so protestierte er schriftlich gegen diese Anmaßung und brachte ein Attest aus dem Knrhannöverschen Hos- marschallamt bei, wie der Landmarschall v. Meding allerdings den Hofämtern vorgezogen uud statt des ihm gebührenden Pferdes noch 100 8xö des Hans (Nr. 32) und der Jrmgard-N^N., 1531. Nach einer anderen Quelle T- des Ludolf und der Fredeke v. Münchhausen. Ehemann: Johaun v. Klencke auf Nenechss-nnd Schlüsselburg, Psandherr auf Weitzenbnrg, -j- 15SS. ^ ^ ^ ^ ^ ^ 100 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 65. Balthasar, S. des Ludwig (Nr. 34). Er wird 5. 9. 1520 als Ritter und Zeuge aufgeführt, -f vor 1533. 30. 9.1533wird eiuStreit zwischen Kurt (Nr.70)wider Leviu (Nr. 97), Achiius Sohn, wegen der dem ersteren und seinen Brüdern vom 1' Balthasar angefallenen Gerechtigkeit an den Harbkeschen Gütern so beigelegt, wie das Balthasar v. Trotha, Kurt der Ältere (Nr. 45) nud Matthias (Nr. 74) dargetau. Die Sache soll untersucht werden und bis nächstes Weihnachten ruhen. 66. Siegmuud oder Sievert, S. des Heinrich V (Nr. 40) und der Sophie v. d. Schnlenbnrg. 1517 wurde er mit seinem Bruder Christoph mit Bartensleben belehnt. 67. Ludwig II, S. des Heinrich V (Nr. 40) nnd der (Anna oder) Sophia v. d. Schnlenbnrg, anf Deftedt und Rosenthal, Psaudherr auf Seesen und Winzenburg. 9. 2. 1490 schuldet ihm der Herzog Heinrich von Braunschweig, für welche» sich der Rat der Stadt Goslar verbürgt, 1300 G. 29. 12. 1491 befindet er sich unter den Bürgen für den Herzog von Braunfchwcig, der dem Kurt v. Schwicheldt 200 Rh. G. schnldet. (1510) trug er vom Stiste Lt. L/ri-ioi iu Braunschweig 6^ Hufen in Atzum, Evefsen nnd Ulfingen zu Lehen. 6. 2. und 13. 2. 1512 klagt er, daß der Bischof von Hildesheim ihn von seinem Hofe Rosenthal entsetzt habe. Es wird entschieden, daß der Bischof Haus und Hof Rosenthal zurückgeben solle. 21. 4. 1514 wird erwähnt, daß der halbe Zehnt zu Ampsnrth von Heinrich v. d. Asseburg au Ludwig wiederkäuflich verkauft sei. 1530 hat er sich bei deu v. Münchhauseu für Herzog Erich von Brannschweig verbürgt. Er wird sonst urkundlich genannt: 1466, 1493, 1511, 1512, 1530. Fehde Ludwigs mit dem Bischof von Hildesheim, infolge deren er Rosenthal eine Zeitlang verlor. Ein Aktenstoß im Staats-Archiv zu Magdeburg behandelt ausführlich eine Fehde Ludwigs mit dem Bischof Johann von Hildesheim: 20. 1. 1511 schreibt der Bischof an den Erzbischos zn Magdeburg, daß bei der Gefangennahme zweier bischöflicher Hofdiener durch Ludwig auch die 2 erzstistisch beschloßt?» Mannen und Nntersassen Heinrich v. d. Asseburg und Henning Viertes Kapitel. Die dritte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 1t)> v. Neindorff ein Pferd und einen Knecht dazu geliehen hätten, und bittet gemäß des zwischen ihnen bestehenden Schutz- nnd Trntzbünduisses zu verfahren. Die Klageschrift des Bischofs von demselben Tage für die Verhandlungen zu Osterwieck lautet dahin: Nachdem einige Uneinigkeit zwischen ihm und Ludwig vorgefallen, habe dieser zwar Genugtuung erhalten und beide Teile hätten sich vertragen, nichts destoweniger habe dieser sich aller Orten über den Bischof, sein Stift, Kapitel und die Stände des Stiftes beklagt und Erdichtetes vorgebracht, da man ihm doch nichts schuldig sei. Einen für den 4. 1. angenommenen Termin zum Austrag der Händel habe er unberücksichtigt gelassen, dagegen ohne alle Ursache und ohne Fehdeankündi- gnng mit seinen Helfern, Asche v. Kramm und Jobst v. Gledingen, am 5. 1. beim Kloster Marienrode mit einer Anzahl Rcnter sich auf die Laner gelegt und 3 Hildesheimer Vasallen, den Vogt v. Sturwald, Herbord v. Man- delsloh, dessen Bruder Kurt und Asche v. Steinberg, die der Bischof nach dem Kloster beordert hatte, nebst 2 Knechten wider Recht aufgegriffen, hart geschlagen uud verwundet, auch ihnen ihre Kleinodien, die sie bei sich hatten, vom Halse gerissen und anderes räuberischer Weise ihnen abgenommen, wie ein Edelmann gegen einen anderen niemals gehandelt habe. Alles dies sei zur Verhöhnung des Bischofs geschehen, auch solle Ludwig beabsichtigt haben, die domstiftifcheu Güter zu beschädigen, was aber mit Gottes Hilfe unterblieben sei. Jetzt solle er auch mit Bündnissen gegen ihn drohen. Wenn der Erzbischos nicht solche böse Anschläge verhindere, müsse er mit Gewalt seiner Widersacher sich erwehren. Darauf schreibt 25. 11. 1511 der Erzbischos Ernst an Lndwig, er solle die bei Marienrode gefangenen 3 Edelleute freilassen, ihnen das ihrige zurückgeben und sich mit dem Bischof einigen, indem er zugleich, sein Mißfallen über die gegen Untertanen seines Bundesgenossen verübte Tat ausdrückt; auch antwortet er dem entsprechend dem Bischof. — 27. 1. 1511 mahnt Ludwig die 3 von ihm gefangenen Edelleute, ihrer Verpflichtung znfolge nebst ihren Knechten, Harnisch und Pferden zu einem Gefängnis in den Krug zu Harbke 3 Tage nach Behändignng des Briefes zu kommen und sich daraus nur mit seinem Wissen zu entfernen. Brennte der Krug ab, so sollen sie auf der kalten Stätte bis auf weiteres warten. Dem Erzbischos antwortet er 1. 2. 1511, indem er die Unrichtigkeit und Unwahrheiten des Bischofs behauptet unter Darstellung, wie er fortwährend durch denselben Beschädigungen erlitten habe, die sich auf 12000 G. belaufen, auch sein Bruder Heinrich (Nr. 69) werde vom Bischof ebenso beeinträchtigt. Er beruft sich auf feine Briefe und Siegel, welche er vorlegen wolle. Eine gütliche Einigung mit dem Bischof habe er niemals zugesagt, auch habe er die Edelleute und deren Knechte nicht ohne vorherige Fehde und Absage gefangen genommen. Um dem Erzbischos gefällig zu sein, wolle er den Ge- 102 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. fangcncn einen Tag setzen und Urlaub geben, nach dessen Ablauf sie sich wieder im Gefängnis stellen sollten. — 5. 2. 1511 befiehlt ihm der Erz- bischof, die gefangenen Gebrüder Kurt und Herbord v. Mandelsloh, sowie Asche v. Steiuberg ihrer Verpflichtung, sich zu geftellen, zu entledigen und ihnen ihre Habe zurückzuerstatten, widrigenfalls er Mittel und Wege, ihn dazu zu zwingen, finden werde und 22. 3. 1511 fordert ihn der Erzbifchof auf, da er seine Mahnung unbeachtet gelassen habe, sich über seine Vorschläge zu äußern, da er sich sonst au das Schloß Harbke halten werde. Auch schreibt er in demselben Sinne an Ludwigs Vettern, daß sie diesen zur Nachgiebigkeit bewegen sollten. — 21. 4. 1511 bittet der Bischof den Erzbifchof, die 3 Gefangenen, deren Gefängnis nunmehr durch des Erzbifchofs Bemühungen in die erzbischöflichen Hände gestellt sei, da sie jetzt durch Jobst v. Glediugen und Asche v. Kramm wegen Ludwigs viel zu leiden haben, auch mit dem Notwendigsten nicht versorgt sind, unverzüglich zu ermähnen, ihr Gefängnis zu leisten, um vor den v. Gledingen und v. Kramm Nnhe zu finden. — 27.4.1511 verlaugt der Erzbifchof, daß die v. Mandelsloh nnd der v> Steinberg mit ihren Knechten, da ihr Gefängnis in seine Hand gelegt sei, sich zur Ableistung desselben 31. 5. in Osterwieck einsinden, dort ihr Gefängnis halten und ohne seine Bewilligung sich nicht entfernen. Brennte der Hof ab, so sollen sie sich auf die Kohlen stellen und ohne Erlaubnis sich nicht wegbegeben. — 19. 5. 1511 schreiben Asche v. Kramm nnd Jobst v. Gledingen au die Gebrüder v. Dagesörde, daß diese die Gebrüder v. Mandelsloh, die zwar von Ludwig zu Harbke bestrickt, aber eigentlich ihre Gefangenen sind, warnen möchten, vorsichtig zu sein und sich nicht unbedachtsam in ein Gefängnis einzulassen. — 26. 5. 1511 mahnt der Erzbifchof die v. Mandelsloh und den v. Steinberg, ihrem Gelübde gemäß sich für den ihnen erteilten Urlaub zu einem rittermäßigen Gefängnis 6. 6. in der Hofstube zu Magdeburg eiuzufinden, uud 2. 6. 1511 schreibt er an den Bischof, daß er die ausgebliebenen Gefangenen bis zum 4. 6. beurlaubt habe, nnnmehr aber erwarte, daß der Bischof ihnen keine weiteren Hindernisse zur Erfüllung ihrer Pflicht gegen ihu, den Erzbifchof, in den Weg legen werde. — Dagegen bittet der Bischof jenen, die Gefangenen, seinen 3 Hofdienern, noch 6 oder 8 Tage nach Pfingsten zu beurlauben, da er ihrer driugend bei mehreren Geschäften bedürfe. — Weil sie in Osterwieck nicht erschienen sind, so verlangt der Erzbischof nunmehr ihre Entsendung nach Schloß Wolmirstedt. Der Bischof entspricht dieser Forderung. — 4. 6. 1511 bittet Ludwig (er siegelt mit dem einfachen Balkenwappen) um eine eintägige Frist zur Beantwortung der ihm mitgeteilten Schreiben des Bischofs und des Herzogs von Brauuschweig. — Auf Ersuchen des Erzbischoss vom 14. 7. 1511 bewilligt der Herzog dem Ludwig freies Geleit zu den Verhandlungen in seiner Sache mit dem Viertes Kapitel. Die dritte Stainmreihe nach der Teilung der Linien. IgZ Bischof, während er seine eigenen Ansprüche an Lndwig sich vorbehält.— Dieser übersendet 13. 8. 1511 dem Erzbischos ein Verzeichnis der Pnnkte, derentwegen er Ansprüche an den Bischof erhebt, in Geld gerechnet: 1. 1000 G. wegen 2jähriger Zinslosigkeit eines auf Weißenburg stehenden Kapitals von 10000 G.; 2. Entsetzung aller seiner Güter im Lande Braunschweig, 20000 G. an Wert, durch deu Herzog von Braunschweig; 3. 1000 G. Schaden infolge der Depossedierung seines Bruders Heinrich aus dem Besitz des Schlosses Marienbnrg; 4. 500 G. Unkosten wegen des aus Obigem folgenden Aufenthaltes in Harbke; 3. 350 G. Pferde- uud anderen Schaden; 6. 200 G. wegen der Tageleistung zu Wernigerode; 7. 1000 G. wegen der Entsetzung vom Hildesheimschen Schlosse Nosenthal bei Peine; 8. 1500 G. wegen seines Aufenthaltes an fremden Orten, in Betreff seines Hansrates usw. Er bittet ihn, zu dem augesetzten Tage in Wernigerode womöglich persönlich zu erscheinen und die Sache iu eigener Person vor soviel Leuten zu offenbaren, damit er seiner Geburt, Ehre und Gutes unverkürzt bleibe und alle Welt erfahre, welche Gewalt ihm vom Bischof widerfahre. Zu diesem Termine ladet der Erzbischof auch den Bischof nach Wernigerode mit der Aufforderung ein, auch im bischöflichen Gebiete dem Lndwig freies Geleit zn gewähren. Die ganze Angelegenheit wurde dadurch etwas verschoben, das; Jobst v. Gledingen 24.8.1511 bestimmt geltend macht, er habe ein Anrecht ans Herbord v. Mandelsloh nnd Asche v. Steinberg, die er dem Bischof abgefangen und bestrickt habe. — Am 4. 9. 1511 bittet der Bischof den Erzbischof, auch die beiden letztgenannten bis wenigstens Weihnachten zn betagen, wie er es mit Kurt v. Mandelsloh getan habe. Dagegen schreibt 8. 9. 1511 Ludwig, daß er von seinen Gefangenen als von Rittermäßigen Leuten erwarte, daß sie sich stellen würden. Indessen wolle er, wenn es nicht geschehe, deswegen au deu Erzbischof keine Ansprüche erhebeu. — 28. 9. 1511 meldet der Bischof dem Erzbischof, er werde vou Ludwig beschuldigt, als handle er dem zu Wernigerode gegebenen Abschiede entgegen, indem er nicht dulde, daß dieser sich iu den Stiftslanden aufhalte. Vielmehr habe er dem Lndwig bis 24. 8. freies Geleit in seinem Stift zur Ordnung seiner Angelegenheiten zugestanden, weiteres könne er aber nicht zu des Stiftes Nachteil und Uuglimpf bewilligen, und 14. 9. bittet er, die 3 Gefangenen zu beurlauben und sie ans ihr Gelübde hin aus ihrem Gefängnis zu entlassen. An demselben Tage schreibt Jobst v. Gledingen an den Erzbischof, er möchte die von Ludwig gefaugeuen und in des Erzbifchofs Hände gegebenen v. Steinberg und Herbord v. Mandelsloh anhalten, ihren Verpflichtungen gegen ihn in Betreff zweier seiner Knechte nachzukommen; sie sollten binnen 14 Tagen ein ritterlich Gefängnis in Tupitz (Teupitz) antreten. — 12. 10. wendet sich Ludwig an den Fürsten zu Anhalt mit der Bitte, ans 104 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Beendigung seiner Angelegenheiten hinzuwirken. — 18. 10. schreibt der Erz- bischof an den Bischof, er möge zu einem Entscheidungsspruch 26. 11. einige seiner Räte nach Halle schicken und dem Ludwig freies Geleit zusichern, denn auf einem Tage zu Braunschweig im November waren die Verhandlungen, bei welchen Heinrich v. Brandenstein uud Eckard Franz dem Ludwig assistierten, ergebnislos verlaufen. — 10. 11. klagt Ludwig von neuem, daß ihm aus der Verzögerung der Angelegenheit große Nachteile erwachsen. Dagegen lehnt 12. 11. der Bischof den auf 26. 11. festgesetzten Termin ab, weil Ludwig seiner Verpflichtung, die Gefangenen aus den Händen des Jobst v. Gledingeu uud des Asche v. Kramm zu befreien, nicht nachgekommen sei, uud fordert vou neuem die Beurlaubung der Gefangenen. Andererseits beschwert sich Ludwig über deu Bischof, daß er ihn verleumde uud das Zustandekommen eines Vergleiches hintertreibe, während dieser 22. 12. meldet, daß er mit Jobst v. Gledingen und Asche v. Kramm, Ludwigs Helfen?, in Separatverhandlungen getreten sei. In einem neueu Termin am 7. 2. 1512 in Halle, zu welchem der Bischof 2 Bevollmächtigte ernennt, entscheidet der Erzbifchof, „als der auf dem Tage zu Weruigerode ernannte Schiedsrichter für die Streitigkeit wegen gegenseitiger Ansprüche und der Gefangennahme von 3 bischöflichen Vasallen und Hofdienern", daß der Bischof das Haus und Gut Roseuthal mit allem Zubehör, wie Ludwig es zuvor iuue gehabt und er es ihm abgenommen habe, mit allen Wiederkaussverschreibungen, die er an sich gebracht, diesem wieder abtrete und übergebe, auch alle Uugnade gegen ihn fallen lasse und gleich anderen seiner Untertanen aus der Ritterschaft schütze und verteidige. Damit solle» alle Jnjurieu und Irrungen abgetan sein. Die Gefangenen sind nach abgelegter Urfehde dem Bischof zu überantworten. 13. 2. 1512 berechnet Ludwig uoch einmal die durch den Bischof ihm erwachsenen Schäden: 1. der Bischof halte ihm 10000 G. vor, die zur Pfandsumme des Schlosses Weißenburg bestimmt waren; 2. habe er ihn in ähnlicher Weise nm 500 G. gebracht, besonders durch Benachteiligung seines Bruders Heinrich in Marienburg; 3. er habe des Bischofs halber an Pferden einen Schaden von 350 G. erlitten; 4. der Tagessatzung zu Weruigerode halber eine Ausgabe von gegen 200 G. gehabt; 5. habe ihn jener von seinem Hause Nosenthal entsetzt, was ihm einen Schaden von 1000 G. verursachte; 6. seiu durch die Gefaugeuuahme der Hildesheimschen Lehenslente gefährdeter Aufenthalt uud seiu Schaden an Ackerbau, da er sich viel vou Haufe fort habe begeben müssen, habe ihm Kosten im Betrage von 1500 G. verursacht; 7. dadurch, daß ihm der Bischof an Ehre und Glimpf getastet, habe sich seine Frau zu Tode gegrämt, was er höher als allen Verlust an irdischem Gut erachte; 8. der Billigkeit halber sei der Bischof verpflichtet, ihm auch den durch den Herzog von Braunschweig erlittenen Schaden zu ersetzen; 9. für Viertes Kapitel. Die dritte Siammreihe nach der Teilung der Linien. Igz die den Gefangenen wiedergegeben?, ihnen zuvor abgenommene Habe habe er seinen Reisigen IS0G. auszahlen müssen; 10. seit der Tageleistnng in Wernige- rode habe er wohl 350 G. verzehrt; 11. er verlange Ersatz des Schadens, mit dem ihm Herbord und Kurt v. Mandelsloh verhaftet sind, nämlich 700 G. nebst 2jährigen Zinsen; 12. endlich habe der Bischof 2 seiner Pferde, im Werte von 110 G., vom Grafen von Schaumburg gefordert und an sich genommen. Aus den Akten ist der endliche Abschluß der langwierigen Verhandlung uicht recht ersichtlich. Die streitigen Parteien beruhigten sich wohl bei dem Schiedsspruch des Erzbischofs. Gemahlin: Salome v. Bartensleben a. d. H. Wolfsburg, f vor 13. 2. 1512. / (al. N. v. Kramm, etwa 2. Gemahlin, wenigstens ^soll sie Mutter ^seiner T. Magdalene gewesen sein.) Kinder: 1. Jobst (Nr. IM), 2. Margarete (Nr. 11V), 3. Magdalene (Nr. 111), 4. Lernn (Nr. 112), S. Ludwig (Nr. 113), k. Lorenz (Nr. 114), 7. Heinrich (Nr. 115), K. Joachim (Nr. 110). 68, Hilmar, S. des HeinrichV (Nr. 40) und der Sophie v. d. Schnlenburg. 69. Heinrich VI, S. des Heinrich V (Nr. 40) uud der Sophie v.d.Schnlen- burg, auf Destedt, Harbke und Beyenrode, auch auf Kockftedt und Heiligen- thal (diese beiden Güter besaß er pfandweise). Er hatte auch die Marienburg und Widela inne. Er befand sich im Juui 1520 in der Hildesheimer Stiftsfehde unter den Rittern, welche sich mit Herzog Heinrich gegen den Bischof verbanden wnrde mit Joachim uud Matthias in der Schlacht bei Soltan gefangen genommen. 1530 verbürgt er sich mit Achaz und Hans v. Bartensleben für ihren Schwager Heinrich v. Wenden auf 300 Rh. Gold-G. gegen Dietrich v. Knet- lingen. Sie verpflichten sich zum Eiulager jeder mit 2 Pferden und mit einem Knecht in Braunschweig oder Halberstadt. Er heißt: Heinrich, Heinrichs S. Als 24. 6. 1534 Herzog Heinrich der Jüngere von Braunschweig von Bnsso v. Alvensleben anf Erxleben 4000 G. aufnimmt, befindet sich unter feinen Bürgen anch Heinrich zu Widela. Er hat 1535 für sich und seine Nachkommen die simultaiisam in- vsstituram an die Güter Bartensleben nnd Alvensleben von dem Kardinal Albrecht erhalten. 106 Die Genealogie des Geschlechts von dxr Teilung der Linien an. 1537 verbürgt er sich für einen v, d. Schulenbnrg ans 500 Nh, Goldg. gegen Achaz und 1543 auf 2000 Goldg. für Heinrich v. Wenden gegen Heinrich v. Halle. 2. 10. 1538 befindet er sich mit Achaz zu Jeritzen unter den Bürgen für den Herzog Heinrich den Jüngeren von Brannschweig und Lüneburg gegen den Markgrafen Johann v. Brandenburg. 24. 6. 1540 verpflichtet sich Hinrilc äs öläsr, nachdem ihm das Kloster Niddagshanfen die Dörfer Beyenrode und Ampsdorf, welche dem Kloster von Levin (? Nr. 82) versetzt worden waren, pfandweise eingetan, diese Dörfer gegen das Pfandgeld wieder anszuantworten, wenn dem Kloster von Levin die Lösung geschehen wird. 17. 7. 1543 hat er einen Streit mit den v. Schierstedt. Es wird entschieden, daß er nächste Ostern seinen Pfandschilling im Betrage von 5000 Goldg. ausgezahlt erhalten soll, dafür aber sofort die Pfandgüter Kockftedt mit Zehnten und Heiligenthal abtreten solle. 15. 9. 1543 wird Heinrich auf Kockftedt zum Domherrn zu Magdeburg erwählt. (In dem Kaiserlichen Abschied, die Restitution der vom Adel betreffeud, hat Ludwig v. Schwicheldt angegeben einen Pfaudfchilling auf dem Hause Widela von den v. V. an sich gebracht zu haben, dann eine Schuldverschreibung ans die v. V., lautend auf 400 Goldg., drittens eine Schuldverschreibung Herzog Heinrichs auf die v. V., lautend auf 500 Goldg.) Gemahlin: Sophie Gertrud v. Berge aus dem Lünebnrgischen (deren M. eine v. Nochow, dagegen nach v. Alvenslebenschen Ahnentafeln eine v. Alten, nach dem Leichenstein von Nr. 119 in Destedt eine v. Metzrad). Kinder: 1. Lorenz (Nr. 117), 2. Heinrich (Nr. 118), 3. Levin (Nr. 119), 4. Fieke (Nr. 120), 5. Jobst(Nr. 121), 6. Fritze (Nr. 122), 7. Anna (Nr. 123), 8. Katharine (Nr. 124), 9. Hille (Nr. 12S), 10. Gertrud (Nr. 12»), 11. Abela (Nr. 127). 70. Kurt, S. des Heinrich V (Nr. 40) nnd der Sophie v. d. Schulenburg, 1537 zu Bockenem und Orzhusen. 26. 4. 1495 verbürgt er sich für den Herzog Erich zu Braunschweig (mit Siegel). 27. 2. 1497 wird er als Stift Halberstädter Knappe genannt. 27. 3. 1497 verbürgt er sich für die Gebrüder v. Scheuck und 29. 4. 1500 für Berthold v. Landsberg. 1510 wird er als Zeuge genannt und 21. 4. 1509 ist er mit Ludwig (Nr. 67) und anderen Bürge für die v. Kramm. Viertes Kapitel. Die dritte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 107 1314 hat er von Berthold v. Nautenberg dem Älteren 40 G. wegen einer von ihm nnd seinem Brnder für Heinrich v. Nautenberg geleisteten Bürgschaft erhalten. 28. 2. 1537 hat er vom Herzog Heinrich von Brannschweig neben den v. Bortfeld die Belehnnng über Grundstücke und Gerechtsame zu Bockenem nnd Orzhnsen empfangen, welche bisher die v. Troben vom Stifte Hildes- heim zu Lehen getragen. Er wird sonst urkundlich genannt: 1486, 1492 ?c. 71. Levin, S. des Heinrich V (Nr. 40) und der Sophie v.d. Schuleuburg, 1513, vielleicht derselbe Leviu, dem Herzog Heinrich der Ältere eine Bescheinigung ausstellt, daß er ihm von der Bmbantischen Reise her noch 74 G. schulde mit dem Versprechen, dieselben am nächsten Martinstage zu bezahlen. 72. Ludols, S. des HeinrichV (Nr. 40) und der Sophie v. d. Schnlenbnrg. 1505 Domherr, dann Domdechant zu Hildesheim, 1. 8. 1527 Propst von Nigenendorp. vor 12. 12. 1553. „Ein vortrefflicher Mann, welcher die Dignität eines Domdechanten mit höchstem Ruhm viele Jahre von 1535 bis 1553 besessen." 12. 10. 1538 verschrieb er Haus und Hof an den kleinen Steinen in Hildesheim dem Hinrik Schrader, Bürger zu Hildesheim, für die Lebenszeit von dessen Ehefrau, von dessen Sohn und Tochter gegen einen Zins von 12 Pfund. 1538 verbürgt er sich für Friedrich v. Bülow. Er wird sonst urkundlich 23. 3. und 12. 10. 1538, 29. 3. 1540, 4. 4. 1541, 14. 11. 1543, 7. 9. 1545, 20. 8. 1546, 8. 5. 1548 (als Domdechant zu Hildesheim) genannt. — 8. 1. 1543 erscheint ein Lndolf (aber nicht als Dechant) im Domkapitel daselbst. — Als die Domdechanei dnrch Ludolfs Tod erledigt wordeu war, wurde iu sie 12. 12. 1553 Burchard v. Oberg gewählt. — Nach Lenzens handschriftlicher Familiengeschichte ist er vielleicht auch Domherr zu Mainz gewesen, „welches die zu Münster dem Mainzischen Erzstiste objieiert haben". Fünftes Kapitel. Werte Stammreihe nach der Heilung der Linien. a) Die schwarze Linie. 73. Levin, S. des Heinrich (Nr. 43) und der Sophie v. d. Schnlenbnrg, Dr. Dompropst zu Hildesheim, Propst zu Aschaffenburg, zu Goslar, zu Halberstadt und zu Fritzlar, Rat des Kardinals Albrecht zc., 1' 8. 5. 1531 (soll etliche 8V Jahre alt geworden sein). Wegen seiner Rechtschaffenheit, Leutseligkeit und Klugheit teils als päpstlicher Kommissarius, teils als von den Parteien erwählter Vermittler, welcher mehrere wichtige Streitigkeiten zwischen benachbarten Fürsten und Stiftern beilegte, hochgeschätzt. Sein Leichenstein befindet sich im Kreuzgang zu Hildesheim, eiu vorzüglicher Abguß davon im Museum zu Hannover. clomini NOXXXI clis VIII msnsis odiit 6Aröxiu8 6o- minus iivinus, äs vsltsm utriusAuntiusn8is, Iialkörswäiönsis, Ililäenssmönsis ao IiaiuborMiisis soolssiÄS äiaaonus cavonicuZ sanotissimi clomini nostri pÄps eudiai-iu8 6tllpostoIic;6sscZi8protiwiiot!triu8, rötsuiesost. amöii f. (Gegossen von Pordt Mente aus Brannschweig.) Fünftes Kapitel. Die vierte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 109 Begraben in der St. Laurentii-Kapelle am Kreuzgang des Domes zu Hildesheim. (Er ist vielleicht identischnntl^vinusVöltbö^lUllöLrunsswkiLkäsimtiulls Laxoimw, welcher 16.10.1498 auf der Universität Leipzig immatrikuliert wurde.) Er verglich 1510 als päpstlicher Kommissarius den Streit des Erz- bischofs zu Magdeburg und des Stifts zu Gernrode wegen der See bei Gatersleben, befand sich, als Markgraf Albrecht 1S13 znm Erzbischof von Magdeburg und Administrator von Halberstadt erwählt war, unter den 110 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Gesandten, welche die päpstliche Bestätigung in Rom einholten, wurde 1514 nebst dem Propst des Johannis Meisters Eberhard Waidensee vom Papst Leo X. mit der Untersuchung und Entscheidung des Streites zwischen dem Fürsten Ernst zu Anhalt nnd dem Abte Heinrich zu Nienburg beauftragt, vermittelte ISIS, als der Graf von Mansseld nnd Kaspar v. Aderndorf auf ihn kompromittierten, einen Vergleich über Ermslebeu, desgleichen 1518 zwischen dem Bischof von Hildesheim Johann und den v. Saldern deren Streit über das Amt Lanenstein uud setzte sie auseinander, daß sie gegen 12960 G. das Haus Laucnstein an deu Bischof zurückgeben mußten, verwendete sich 1524 für mehrere des Anfrnhrs beschuldigte Bürger von Halberstadt und erhielt ihnen das Leben, wie er sich auch derer aunahm, welche sich daselbst protestantischer Lehren hinneigten und deshalb verfolgt wurden, und war noch 1530 mit dem Kurfürsten Albrecht von Mainz auf dem Reichstag zu Augsburg bei Übergabe des protestantischen Glaubensbekenntnisfes gegenwärtig. Einzelne urkundliche Nachrichten: 1492 wurde er Kauouikus am Hohen Stift zu Hildesheim nnd 11. 2. 1507 Dompropst daselbst. Weil er sich lange in Rom aufgehalten und am Päpstlichen Hofe sehr bekannt war, hat er eine ganze Reihe von Prälatnren an sich gebracht. 19. 5. 1510 empfing er als Domherr zu Magdeburg kraft päpstlicher Provision die durch deu Tod des Siegmund v. Pflugk vakante Major-Prä- bende beim Erzstift Magdeburg. 20. 12. 1510 befindet er sich an der Spitze der Schiedsrichter, als das Hochstift Halberstadt das Stift Gernrode mit der Stadt Aschersleben vergleicht. 30. 3.1513 verbürgt er sich mit anderen für den Bischof von Hildesheim gegenüber den v. Schwicheldt auf 11000 G. unter Verpflichtung zum Einlager. 1515 erhält er mit dem Domherrn Ludolf in Hildesheim und Heinrich vom Erzbischof einen Schuldbrief über 3000 G. uud 180 G. Nh. Gnadcngeld ausgestellt, letzteres dafür, daß der Erzbischof sie iu seiueu besonderen Schutz und zu Dienern angenommen hat, wofür sie mit vier gerüsteten Pferden ihm dienen sollen. Die 3000 G. sollen über ein Jahr entrichtet werden, am 12. 4. 1515 hatten sie vom Erzbischof 2000 G. Nh. geliehen, wofür er ihnen 120 G. Rh. jährliche Zinsen wiederkäuflich verschrieben hatte. 25. 9. 1514 belehnt er den Bürger zu Hildesheim Heuuing v. Hagen mit einer Hnfe Landes vor der Neustadt Hildesheim. 10. 10. 1515 erhält er aus besonderer Gnade nnd Vertrauen zu seiner Person Schloß und Amt Gröningen vom Erzbischof zu Magdeburg infolge geschehener Vorbitte seines Brnders, des Kurfürsten Joachim von Brandenburg, zur Verwaltung nnd Verwesung übergeben, um es als Hanptmann inne zu haben. Er soll es alle Wochen wenigstens einmal bereiten und bereisen uud mit 6 Pferden daselbst freien Unterhalt haben, unparteiische Rechtspflege Fünftes Kapitel. Die vierte Stammreih: nach der Teilung der Linien. 111 üben, einen Schreiber und Vogt halten und die Einnahmen getreulich abliefern. Ebenso erhielt er von demselben ans besonderer Gnade »ud um seiner treuen Dienste willen 21. 6. 1516 Schloß uud Amt Horneburg ans unbestimmte Zeit mit der Verpflichtung verschrieben, alle Michaelis 100 G. Rh. in die erzbischöfliche Rentei einzuzahlen und aus den Einkünften dem Abt zu St. Egidien in ^Braunschweig 1000 G. Kapital uud die sonstigen Zinsen der auf das Amt aufgenommenen Schulden zu entrichten. 19. 3.1517 wurde er mit dem Zehnt zn Neugerode bei Hornebnrg-Bünde, 13 Hufen zu Horneburg, einem Holzbleck zu Lütlage, 3 Hufen und einem Holzbleck zu Detlingerode, 4 Hufen, 4 Höfen nnd 3 Holzblecken zu Godeken- rode, dem Felde und der Stapel zu Jsingerode, 2 Hnsen zu Weuderode, 2 Hufen zu Neindorf, einein Hof, einer Hufe und Holzblecken zu Suderode, einer Hufe zu Bredelein, 2 Höfen beim niedern Stöben zu Horneburg, 3 Wiesen bei Bünde, einer Wiese zu Groß-Börsen und einer Hufe zu Bistedt belehnt. Genauer werden diese Lehen angegeben 7. 7. 1517, wo er und mit ihm zur gesamten Hand sein Vater Heinrich vom Erzbischof belehnt wird mit folgenden von ihm dem Joachim v. Brockdorff (!) abgekauften Gütern: 1. dem Zehnten zu Jsingerode bei Horneburg; 2. dem Zehnte» zu Bünde; 3. dem Zehnten über 13 Hufeu vor dem Damme zu Horneburg auf dem Felde zu Tempel Achem; 4. einem Holzbleck zu Lindlage; 5. 3 Hufen zu Detlingerode und einem Holzbleck daselbst; 6. 4 Hufen und 3 Höfen, darunter einen freien zu Godekenrode; 7. drei Holzblecken in Godekenrode, einem am Hakenberge, dem zweiten ans dem Erker, dem dritten auf dem hohlen Wege über dem Dorfe; 8. dem Felde zn Jsingerode; 9. dem Stapel unter dem Hakenberg von der Feißwiese an bis an Wendeberg, von dem Knick bis an die Ecker; 10. 2 Hnfen zu Weuderode,- 11. 2 Hufen zu Neindorf; 12. einer Hufe und einem Hof zu Suderode; 13. einem Holzbleck zu Suderode, das Hamvernige Holz genannt; 14. einer Hufe zu Bredelein; 15. 2. Höfen beim niedern Stoben zu Hornebnrg; 16. 3 Wiese» bei Bünde, eine genannt die Fresenwiese, eine oberhalb Grosz-Borsen; 17. einer Hufe zu Bistedt auch mit allen anderen Gütern des Joachim v. Borchdorf^!), dazn er keinen Leheusherrn angeben kann. Ferner empfing er aus besonderen Gnaden für seine treuen Dienste die Lehen über 2 Kothöse zu Hornebnrg, die er gekauft hat, jedoch unter der Bedingung, daß dem Erzbischof jederzeit der Kauf dieser zwei Höfe zum Amte Horneburg freistehen solle. 21. 10. 1518 wird er vom Erzbischof belehnt mit 6^ Hufen auf der wüsten Feldmark Eineringen, ^ Hufe auf der wüfteu Feldmark Andersleben, die ungefähr 2'/- M. Halberstädtisch zinset, und mit S Wiesen, eine im Bruche neulich urbar gemacht, die andere kleine vor dem Littenberge, beide nach dem Tode der Besitzer heimgefallen, und 22. 2. 1522 auch zur gesamten Hand 112 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. für seinen Bruder Matthias mit einem Hopfengarten zu Horneburg im Brunschlag und einem Hause hiuter dem Schlosse, sämtlich erkauft. 1519 stiftete er eineu Vergleich zwischen seinen Vettern Achim und Busso. 1520 hat er mit seinem Onkel Kurt (Nr, 45) vom Kardinal Albrecht 18V G. jährlicher Rente aus Horneburg erkauft. Ju demselben Jahre wird er mit Kurt und 1522 allein als Lehensherr über Ausleben genannt. 1523 konsentierte der Kardinal Albrecht den Vergleich, nach welchem er mit seinem Bruder Matthias, seinen Räten, von ihrem Vetter Levin, Ludolss Sohn, alle seine Güter, wie die zu dem Schlosse uud Hause Harbke gelegen, wiederkäuflich an sich brachte. 19. 2. 1524 verleiht er dem Sievert v. Rutenberg Besitzungen zu Borssen, Venningen, Hoppenftedt, Wulfferiugerode, Retertorpe und das Kirchlehen zn Rutenberg, 3. 4. 1524 verschreibt er mit seinem Vetter Heinrich dem Karthäuserkloster zu Hildesheim aus deu Wiesen des Schlosses Marieuburg, iu zweiter Reihe aus der Herbst- und Maibede desselben eine Rente von 100 Rh. G. 12.4.1525 erhält er mit Ludolf, Domherrn zu Hildesheim, und Heinrich, Gevettern und Bruder, 120 G. Rh. aus der Offizialei zu Halberstadt auf ein Jahr unter Verpfändung des Hauses Schlaustedt verschrieben. 15. 11. 1525 wurde er mit seinem Bruder Matthias belehnt mit einem Hofe an der Stadtmauer der alten Stadt Magdeburg. 1526 interzedierte er für Georg v. Mareuholz, Abt zu Helmershausen, bei dem Bischof von Paderborn. 14. 7. 1529 verpflichtet er sich mit seinem Bruder Matthias gegen das Domkapitel zu Halberstadt für die Herzogin Margarete von Braunschweig und Lünebnrg, 24. 1. 1530 hat er für 250 G. an Eggard Scheler den Meierhof und 3 Hufen zu Drispenstede pfandweise abgetreten, 8. 6. 1550 heißt es von ihm, daß der verstorbene Doinpropst Levin von Sander v. Oberge 200 G. entliehen habe. Er wird vielfach als Domprobst genannt: 23. 4, 1515, 19. 3. 1524, 18. 2. und 29. 4. 1528, 29. 4. und 4. 11. 1529, 7. 1., 30. 4. und 24. 6. 1530, 16. 4. 1531. Diüoius Loräus, ein berühmter Poet nnd Medikus jener Zeit, hat an ihm eineu hohen Patron nnd Gönner gehabt, wie solches 5 Epigramme seines 7. Buches answeisen, von denen eins in der handschriftlichen Geschichte des Geschlechtes von Lenzen zu finden ist. Fünftes Kapitel. Die vierte Stanimreihe nach der Teilung der Linien. 113 74. Matthias, S. des Heinrich (Nr. 43) und der Sophie v. d. Schnlen- bnrg, auf Schloß Oschersleben und Aderstedt, f 14. 8. 1549, sein Denkmal in dein Kreuzgang des Domes zu Halberstadt. ^osodimus äs Foliulonborg, 80LSID d-vissimo xosnit 1SS3, obiit anno 1S49 14. monsis augnsti sstatis LUSS 62. In der handschriftlichen Geschichte des Geschlechtes von Lenzen wird folgende Unterschrift mitgeteilt, welche das Denkmal früher gehabt hat: Das Geschlecht v. Velthelm. 8 114 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Hano suxta swtaain Nattbias wsiubra ss^uuntui-, (jui Vsltllsimöusis xloria. stirpis srat .1 uro clioeosKin nostram prasksctus est. Erzbifchöflicher Rat und Hauptmann zu Halle auf der Moritzburg in Halle, wurde 1513 uach des Bischofs Ernst in Halberstadt Tode nach Afchersleben geschickt, um die Stadt gegen die Unternehmungen des Hauses Anhalt zn sichern. Er wurde 1519 im Treffen bei Soldau, an dem mich seine Vettern Heinrich der Jüngere und Joachim teilnahmen, verwundet und von der bischöflich Hildesheimifchen Reiterei gefangen genommen. 3. 10. 1523 war er Zeuge beim Burgfrieden in Wolfsburg. 1525 verzichtete das Kloster zum Georgenberg vor Goslar auf die Borgdorfifcheu (!) Zehnten zu Münchenfeld bei Hornburg und Jsingerode für ihn und seinen Bruder Levin. 22. 12. 1528 befindet er sich mit anderen unter den Ständen der Stifter Magdeburg uud Halberstadt, welche den Friedensvertrag zwischen Kardinal Albrecht und Kurfürst Johann von Sachsen sowie Landgraf Philipp von Hessen mit vollziehen. 1529 erhält er mit seinem Bruder Levin und den Gebrüdern v. Rutenberg, anch zur getreuen Hand mit den v. Bülow, Achaz und anderen für 9000 Rh. G. vom Bischof von Hildesheim das Schloß Stenerwald verpfändet. 24. 6. 1530 borgt er mit seinem Bruder Levin dem Heinrich v. Halle und Albert v. Münchhansen 800 Nh. G. 1530 erkauft er vom Kloster Marienthal dessen Hofe und Güter Hackenftedt, Siegersleben und Mammeudorf mit allem Zubehör für 10804 Nh. Gold-G. und 404 G. und 14 Marien-Gr. in Münz unter dem Vorbehalt des Wiederkanfes. 2. 4. 1531 erhält er mit seinem Vetter Achaz für sich und ihre Erben vom Domkapitel zu Hildesheim einen Kauf- nud Lehenbrief über etliche Güter zu Oldendorf. 1532 erhält er von Jürgen Ricker, Vorstand des Hospitals zu St. Georg vor Magdeburg, einen Lehenbrief über Hans und Hof zu Magdeburg. 4.10.1533 wird er nach dem Tode seines Bruders Levin mit den demselben 1517, 1518 und 1522 zu Lehen gegebenen Gütern belehnt. Auch wird er belehnt mit einer Hnfe zu Oschersleben, die er von Erhard v. Herbs- dorff erkanst hat. Ebenso erhält er die Belehnung zur gesamten Hand für seinen Vetter Kurt zn Jerxen nach dem Tode ihres Vaters und Vetters mit dem Zehnten zn Gunsleben. Auch erhält er die gesamte Hand an dem Zehnt zu Druxberge, den Kurt von den v. Wenden erkanft hat. Fünftes Kapitel. Die vierte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 115 13. 12. 1533 verpflichtet sich das Domkapitel zu Hildesheim, nächste Ostern 1620 G. an ihn zu zahlen. 1533 erhielt er die Anwartschaft auf das Rittergut Aderstedt und 1544 nach dem Tode von Kurt Spiegel vom Grafen Ulrich von Reinstem die Belehnung damit, wie er auch 1543 mit den vormals v. Schönbornschen Gütern zu Oschersleben vom Kardinal Albrecht belehnt wurde. 7. 2. 1534 verbürgt er sich mit anderen für Franz v. Kreyendorf mit der Verpflichtung des Einlagers dafür, daß dieser die von ihm beschworen? Urfehde halten werde. An demselben Tage (7. 2. 1534) wird Jordau v. Bortfeld vom Erzbischos von Magdeburg aufgefordert, Kundschaft von Kurt und Matthias zu bringen, laut deren sie die ihnen 1496 verliehenen Güter dem Erzstist auflassen. Er soll dann die Belehnung empfangen, außer mit dem Gerichte zu Neuenhagen. 16. 11. 1535 ist er Zeuge bei Ableistung der Urfehde des Herzogs Wilhelm von Brauuschweig und Lüneburg gegen den Erzbischos zu Bremeu?c. 19.4. 1536 verbürgt er sich mit anderen für den Erzbischos von Magdeburg gegen Bastian v. Jessen auf eine Schuld von 12060 Gold-G. 1536 hat er das Haus Schladen innegehabt. In demselben Jahre stiftete Hans v. Vartensleben der Ältere als Vermittler einen Vergleich zwischen ihm und seinem Vetter Achaz, vermöge dessen seine und seines Vettern Levius, Ludolss Sohnes, Anteil an Harbke, welches er wiederkäuflich an sich gebracht hatte, an Achaz auf 6 Jahre gegen Erlegung von 20 G. von jedem Part, also von 40 G. jährlicher Pacht, unter der Bedingung übergehe, daß nach Verlauf von 6 Jahren Achaz umgekehrt seinen Anteil auf 9 Jahre an Matthias überlassen solle. Brächte aber Achaz noch einen 8. Teil an sich, so sollte dieser und sein eigener Teil nur auf 6 Jahre unter obiger Pachtsumme an Matthias eingegeben werden. Die Hopfenstiefeln sollen aus dem Streitholze, oder wo sie soust zu bekommen, genommen werden. 22. 1. 1537 empfängt er vom Domkapitel zu Hildesheim zur Ablösung der Forderungen des -f- Dompropstes Leviu 6680 Rh. G. und liefert seine sämtlichen Schuldbriefe aus. 1537 erhält er vom Erzbischos die Belehnung mit einem Kothof zu Nohden und die Anwartschaft auf eine Hufe dabei gelegenen Landes, zur Zeit noch ein Lehen von Johann Winkelmann. 1. 7. 1538 reversiert er sich gegen den Erzbischos wegen des ihm verpfändeten Schlosses nebst Stadt und Gericht Oschersleben. 30. 10. 1546 erhielt er als Pfandbesitzer von Oschersleben Haus Oschersleben weiter verschrieben. 1539 erhielt er vom Grafen Ulrich von Reinstem mit Genehmigung des Hochstiftes Halberstadt für ein Darlehen von 11000 Rh. G. Haus und Amt 8* 116 Die Menecilogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Westerburg derart eingeräumt, daß er nach Ausgang von 25 Jahren, für welche Westerburg schon früher an Bertram v, Dorstedt und seine Erben bis 1546 versetzt war, das Gut von demselben durch Auszahlung des Psandschillings einlösen solle. 1552 hat er wegen des Hauses Westerburg zwei gerüstete Pferde nach Halberstadt zn schicken. Andererseits heißt es: Gegen ein Darlehen von 12 000 Gold-G. und 3000 G. Münz hatte er 1540 vom Gr. Ulrich von Blankenburg das Vorwerk Böruecke, das Amt Westerhauseu und Weddersleben und von den Söhnen des Gr. Ulrich für 18000 Thlr. das gräfliche Vorwerk in Blankenburg zum Pfandbesitz erhalten, welches Herzog Heinrich Julius einlöste. Schloß Westerburg mit den Dörfern Wefterhansen und Weddersleben ging an seinen Schwiegersohn 1. 4. 1568 für 2500 Gold-G. über. 20. 4. 1541 verbürgt er sich mit anderen für den Erzbischos gegen Dietrich v. Weidten ans 6000 G. Rh. unter Verpflichtung des Einlagers (mit dem Balkensiegel). 2. 8. 1541 verwendet er sich mit Bnsso auf Harbke und einer ganzen Reihe von Edelleuten für Christ, v. Könneritz bei Moritz von Sachsen. 20. 9. 1541 ist er mit anderen Unterhändler bei den Verhandlungen zwischen den v. Varby und den v. Arniiu zu Loburg. 14. 11. 1541 befindet er sich unter den Ständen, welche neben dem Erzbischos nnd dem Domkapitel dem zur Aufbringung von 100000 Thlr. geordneten Ausschuß eine Schadlosverschreibung ausstellen. 17. 4. 1542 verbürgt er sich mit anderen für den Grafen Albrecht v. Mansfeld gegenüber dem Marienstift zu Halberstadt auf 900 G. Rh. Nachdem er 1545 Senior des Geschlechts geworden war, vermittelte er einen durch die Unruhen des Religionskrieges veranlaßten Burgfrieden von Harbke, worin allen Mitgliedern der Familie, deren Angehörigen und Leuten Aufnahme und Schutz in der Burg Harbke zugesichert wurde, sie sich gegenseitigen Beistand versprachen und unter sich vorfallende Streitigkeiten nur durch Kompromiß entscheiden zu lassen gelobten. Es vergleichen sich Matthias, Heinrich und Joachim, Ludwigs Söhne, Achaz, Kurts S, Busso, Leviu, Ficke, Fritze, Heinrichs Söhne, Güuzel, Hartwig, Othraves Söhne, Christoph, Levin, Hans, Hermann, Hilmar, Christophs Söhne, Ludwig und Gevert, Levins Söhne, Gebr. und Vetteru, durch Vermitteluug Burchards v. Saldern, Swane v. Steinberg, Hartwig v. dem Werder und Kurt v. Schwichold 1. daß sie nach vorgenommener Reformation Luthers die von ihrem Geschlecht an die Klöster Riddagshansen, Marienthal, St. Egidien vor Schöniugen versetzten Güter wieder einlösen nud 2. die Holzung im Gericht Destedt konservieren, auch wegen der Mästung uud Erneucruug der Schuedebäume gewisse Ordnung halten wollen. Fünftes Kapitel. Die vierte Slaininreihe nach der Teilung der Linien. 11? 13. 3. 1546 wird er als Stiftshauptmann unter den Kommissaricu des Erzbischofs aufgeführt. 25. 5. 1546 fungierte er bei der Huldigung des Erzbischofs Johann Albrecht in Halle als Hauptmann des Hochstiftes Halberstadt. 5. 10. 1546 stellt er mit anderen dem Ernst v. Reibitzsch eine Schuldverschreibung über 3000 Thlr. mit Verpflichtung des Einlagers aus (das Wappen mit dem Balken). 30. 10. 1546 erhält er vom Bischof von Halberstadt 3500 G. Bau- gelder verschrieben, weil er im Pfandschloß Oschersleben ein Brauhaus, ein Gemach über der Hofstnbe, sowie die Deckung des Turmes hat herstellen lassen und alles in gutem Zustande halten will. 12. 2. 1517 bei der Mnsterung der Magdeburgischen und Halber- städtischen Reuter, so Sonnabends nach Dorotheen gemustert wnrden, heißt es: Matthias von seinetwegen Thonniges v. Bornstedt, unter diesem Moritz v. Horuhauseu. 13. 4. 1547 stellen die Grafen von Stolberg einen Schuldbrief über 3700 Gold-G. gegenüber dem Matthias aus. 1548 wurde er als Stiftshauptmann abgeschickt zur Erbhuldigung vou Halberstadt für den Markgrafen Johaun Albrecht als Bischof. 18. 5. 1548 hat die Äbtissin Anna geborene Gräfin zu Stolberg den Matthias zu Oschersleben und zur gesamten Hand den Achaz mit den bezüglichen Gütern zu deren Burg beliehen, nachdem solche Matthias mit Konsens der Äbtissiu vou Bodo.Scheuenborn käuflich au sich gebracht hat. Die Äbtissiu will ihm Lehenfrau sein, während er des Stiftes getreuer Leheusmann sein soll. 1549 hat er eine Beschreibung über die Güter zu Oschersleben und Brandslebeu mit Konsens des Bischofs Albrecht ausgestellt. Ju demselben Jahre hat er auch den Leibgedingsbries seines Vettern Achaz mit der Anna mit unterschrieben. 1550 hat der Rat zu Goslar eine Obligation über 5600 G. ans- gestellt, dazu Fran Ilse, Matthias Witwe, nnd ihre Tochter Sophia v. d. Schulenbnrg ein ansehnlich Kapital mit hergegeben. 8.3.1551 beurkundet der Konvent zu Neneudors, daß der 1' Matthias, dessen Schwester ins Kloster getreten war, 40 G. gegeben habe, wofür Seelenmessen zu lesen sind. rrx: Ilse v. Bock (Schwester des Hermann), sie erhält mit ihrem Tochtermann Joachim v. d. Schulenburg 21. 5. 1550 zur Befriedigung aller ihrer Ansprüche aus dem Pfandbesitz an das nun wieder eingelöste Haus Oschersleben vom Bischof von Halberstadt 1500 G- Kinder: 1. Leu in (Nr. 128), 2. Sophie (Nr. 129). 118 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 75. Viecke sl. Sophie, T. des Heinrich VIII (Nr. 43) und der Sophie v. d. Schulenburg, Klosterjnngfran im Kloster Neuendorf. 76. Katharine, wird mehrfach auf Stamm- und Ahnentafeln als T. des Kurt (Nr. 45) augegeben. Leibgedinge 1573. Ehemann: Matthias v. Jagow, 1536 — 1573. Hier waltet gewiß eine Verwechselung ob mit Nr. 101 oder mit 141. 77. Anna, T. des Kurt (Nr. 45) und der Ilse v. Oppershausen, 1' laut ihrer Leichenpredigt 19. 8. 1575. Sie verließ die päpstliche Religion, wurde evangelisch und lebte 33 Jahre im Witwenstande. In der handschriftlichen Familiengeschichte von Lenzen wird sie als die einzige Tochter des Kurt (Nr. 45) angegeben. Ehemann: Hansen, v.BartenslebenanfWolfsbnrg, 1492. -f 1542. Er wird als ein ansehnlicher Mann im Erzstist Magdeburg gerühmt. Eine Anna in jener Zeit wird als vermählt mit Siegfried v. Hoym genannt. 78. Maria, T. des Kurt (Nr. 45) wird als Schwester des Achaz (Nr. 79) angegeben (s. Nr. 144). Ehemann: Ludolf v. Alvenslebeu auf Kalbe, Erxleben, Nogäz zc. * 1510, 1562. 79. Achaz, S. des Knrt (Nr. 45) und der Ilse v. Oppershausen, f 1558, Knrbrandenbnrgischer Rat und Stiftshauptmann zu Halberstadt, auf Harbke, Derenburg und Aderftedt, auch auf Jerxheim. Nach der handschristlichen Chronik des Geschlechtes von Lenz war dies sein Stammhaus. Seine Einkünfte bezog er aus dem Gerichte Glentorf, Deftedt, Wendhausen nnd Jerxheim, wo er vor der Akqnisition zu Derenburg wohnte. Dagegen soll er nur geringe Anteile an Harbke gehabt haben. 29. 3. 1524 befand er sich unter den Bürgen für die Grafen v. Hoya in Höhe von 3800 Golv-G. gegenüber den v. Heimburg. In demselben Jahre streckte er mit Fritz v. Weserliugen nnd Anton v. Sambleben dem Kloster Marienberg 400 Nh. G. gegen 10 Rh. G. Zinsen vor. 1528 ist er mit anderen Bürge für den Herzog Heinrich den Jüngeren zu Braunschweig, der von Bnrchard v. Saldern 1466 Rh. Gold-G. entleiht. Fünftes Kapitel. Die vierte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 119 Er hat sich mit den Bürgen, wenn der Herzog in der Bezahlung säumig sein sollte, auf des v. Saldern Erfordern zum Einlager mit 2 Pferden und einem Knecht in Brauuschweig oder Hannover in einer gemeinen ehrlichen Herberge zu verpflichten. Auch war er in demselben Jahre Bürge für denselben Herzog, als dieser 1000 Rh. Gold-G. von Kurt v. Halle entleiht. 1530 war er mit dem Herzog von Braunschweig gegenwärtig bei der Übergabe der Angsburgischen Konfession. In demselben Jahre war er mit Heinrich VII und Hans v. Bartens- leben Bürge für Heiurich v. Wenden gegenüber Dietrich v. Knetlingen, der diesem 300 Rh. G. vorgestreckt hatte. Diese 300 G. hat Achaz laut Quittung 1550 an Asmns v. Knetlingen bezahlt. 2. 4. 1531 ist er mit Matthias vom Domkapitel zn Hildesheim infolge Kaufs mit etlichen Gütern zn Oldendorf belehnt worden. In demselben Jahre wird er in einer Schadlosverschreibung des Grafen Gebhard zu Mausfeld als „zu Jerxsen" genannt. 1533 borgte er an Joachim v. Eimbeck mehrere hundert Gulden, unter Bürgschaft von Bnsso und Christoph Gevettern, Othraves Söhnen (Nr. 89, 90). In demselben Jahre hatte Jakob Kiel Kurts Güter zu Weudhausen und die jährliche Rente zu Destedt veruntreut. Daher hatte ihn Achaz gefangen gesetzt. Kiel sollte am Leben gestraft werden, ist aber auf Fürbitte des Gerichts Jerxheim uud anderer Gönner begnadet worden. Er mußte Urfehde 1536 schwören und verzichtete auf die Anwartschaft an einen Hofe zu Schöningen. 1535 verbürgt sich Achaz mit anderen für Sievert v. Nutenberg gegenüber Lndwig v. Schwicheldt auf 500 Nh. Gold-G. unter Verpflichtung des Einlagers in Hildesheim oder Brannschweig (Achaz hat mit Jost v. Stein- berg 1536 diese Summe bezahlt). Ju demselben Jahre hat er sich mit Kurfürst Joachim von Brandenburg wegen Akqnisition des Hauses Grabow von seiten der v. Wulffen verglichen, wobei des von dem Herzoge zn Braunschweig an die v. V. versetzten Amtes Jerxheim Erwähnung geschieht. Ebenso hat er in demselben Jahre den Vertrag Herzog Heinrichs des Jüngeren mit seinem Bruder, dem Herzog Wilhelm, als Erbherr zu Jerxheim mit unterschrieben. 1537 wurde er vom Knrfürsten Joachim zu Brandenburg znm Haupt- maun auf der Herrschaft uud dem Hause Liudow bestellt. Er uud seine männlichen Erben sollen es 30 Jahre lang wiederkäuflich Pfand- nnd amtmannsweise innehaben, wie es die Fürsten von Anhalt gebraucht uud wiederkäuflich besessen haben. Er hat letzteren den Pfandschilling zu entrichten. 120 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. In demselben Jahre entleiht Christoph v. d. Schulenburg von ihm 500 Rh. Gvld-G. Unter den Bürgen, welche sich zum Einlager in Braunschweig oder wo es sonst verlangt wird, mit 2 Pferden nnd einem Knecht verpflichten, befindet sich anch Heinrich VI zu Widela, auch verbürgt sich Achaz für denselben Christoph v, d. Schulenburg, der von Jost v, Steinberg 300 Rh, Gold-G. entleiht. 2. 1. 1538 ist er Zeuge in einer Markgräflichen Urkunde. An demselben Tage verbürgt er sich mit Heinrich nnd anderen für den Markgrafen Johann gegenüber den Herzögen von Brauufchweig auf 10000 G. und 6. 3. 1538 ist er Zeuge in einer Herzoglich Braunschweigischen Urkunde. 29. 9. 1538 wurde er als Kurfürstlicher Rat und Diener von Haus aus mit 5 gerüsteten Pferden Zeit seines Lebens angenommen mit einer Besoldung von 100 G. Münz, mit Hofkleidung und zugesicherter Entschädigung. Wenn er Leibesschwachheit oder Alters wegen den Dienst nicht mehr versehen könne, solle er einen andern von Adel mit 5 Pferden zur Verfügung stellen. Er für seiue Person forderte dagegen, daß er weder gegen den Erzbischof von Magdeburg noch gegen den Herzog Heinrich von Braunschweig nötig habe, dem Markgrafen zu dienen. 1539 wnrde ihm und feinem Vetter Busso von dem Magister Anton Corvinns ein Traktat dediziert, „wie sich ein Edelmann gebührend Verhalten soll". 31. 3. 1540 konsentiert ihm der Markgraf Joachim von Brandenburg die ihm vom Grafen Ulrich von Negenstein über Schloß und Haus Deren- bnrg erteilte Verschreibuug, (28.5.1614 schließtderKnrsürstJohannSiegismnnd von Brandenburg mit dem Markgrafen Christian Wilhelm Erzbischof zu Magdeburg einen Vertrag über das jus rslusnäi der im Besitz der v. V. befindlichen ehemals Gräfl. Reinfteinschen Herrschaft Derenbnrg. 1689 erfolgte ein Prozeß mit dem Brandenburgischen Hof, der sich durch Ankauf eiu Anfallsrecht auf die Herrschaft von der Äbtissin zu Gantersheim verschafft hatte. 1714 endete der Prozeß mit Enthebnng der v. V. von ihrem Pfandbesitz.) 1540 als der Kardinal Albrecht sich mit Herzog Heinrich dem Jüngeren zu Braunschweig wegen des großen Bruches vor Hornburg bis nach Oschersleben verglich, wurde Achaz mit Heinrich v. Hoym zu Kommissarien verordnet. 3. 10, 1541 wird er unter den Freunden der v. Schwicheldt genannt. 1542 war er Kriegsrat in dem großen ungarischen Zuge des niedersächsischen Kreises. In demselben Jahre leiht er von Christoph v, Steinberg 150 Rh. Gold-G. und borgt an Bruno Bock 100 G. und 50 Thlr., für den nnter anderen sich Busso verbürgt, und ebenso im Feldlager vor Watz in Ungarn Fünftes Kapitel. Die vierte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 121 an Matthias v. d. Schulenburg 1500 Thlr., während ihm Heinrich Hohnhorst 1100 Gold-G. schuldete. 1543 wurde er vom Grafeu Ulrich v. Reinstein mit dem Zehnt zu Nohrbeck, Hadal, Pabstdorf und Wibh expektoriert und verbürgte sich mit seinen Vettern Busso und Joachim, Ludwigs Sohn, Heinrich, Heinrichs Sohn, und anderen für Heinrich v. Wenden, der von Heinrich v. Holle 200 Gold-G. entleiht, ebenso für Servius v. Steinhaufen gegenüber Bodo Schöneberner zu Ofchersleben auf 200 Rh. Gold-G. 1544 erkauft er vom Kloster St. Laureutius vor Schöningen mit Konsens des Kardinals Albrecht den Zehnten vor Oschersleben und vom Kloster Riddagshausen die beiden Zehnten zu Hötensleben und wüsten Rolstede. In demselben Jahre borgt er an Vicke v. Büloiv uud Söhne 300 Rh. Gold-G. und 100 Mark Münze. 1545 hat er von seinen Vettern Busso und Levin (Nr. 151 n. 155) deren Viertel Zehnten samt dem Fleischzehnten zu Buddeuftedt erkauft. 1546 wurde er vom Erzbifchof Johann Albrecht zu Magdeburg mit Burg Harbke und anderen Magdebnrgischen Lehnstücken belehnt und war in demselben Jahre zusammen mit Dr. Martin Luther Schiedsmann zu Eis- lebeu in der Streitsache der Grafen von Mansfeld. 1547 uud 1548 wohnte er als Amtshauptmann zu Dereuburg für deu Kurfürsten Joachim von Brandenburg dem nach der Schlacht bei Mühlberg gehaltenen Friedenskongresse bei und erhielt nebst seinem Vetter Matthias (Nr. 74) vom Kaiser Karl V. ein Protektorinm. Nachdem er bereits 20. 11. 1548 den Eid geleistet hatte, wurde er 13. 12. 1548 auf eiu Jahr als Lanptmann des Hochstiftes Halberstadt mit 8 Pferden nnd einem Schreiber gegen eine Besoldung von 200 G-, Sommer- nnd Wiuterkleidung auf 8 Personen, Futter für die Pferde und für Hufschlag, Zehrung und alles andere mit 450 G., so daß die Geldbeträge ihm mit 162^/z G. gezahlt werden sollen, angestellt. 1548 leihet er der Margarete verwitweten v. Bülow geb. v. Marenholz und ihren 2 Söhnen 300 Rh. Gold.-G. uud 100 G Münze. 1549 kauft er von Hartwig, Othraves Sohn (Nr. 92), ^ Zehnten aus dem Fleischzehnten zu Buddeuftedt nuter Zustimmung von Hartwigs Bruder Günzel. 1550 borgt er an Klamor Bock v. Northolte 300 Rh. Gold-G. und wurde vom Hospital St. Jürgen vor Magdeburg mit einem Hof nnd Hause, allda bei der Stadtmauer zwischen der St. Sebastian-Kirche uud dem Ulrichstore gelegen, beliehen, wie er es von seinem Vetter Matthias geerbt hat. In demselben Jahre erhielt er mit Jasper v. Hardenberg nnd Dietrich v. Halle für 9000 Rh. Gold-G. von Günther v. Barteusleben dessen Anteil 122 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. am Pfandschilling an dem Hause Hötensleben und seinen Anteil am Hause Wolfsburg verpfändet. 1550 hat der Magistrat zu Goslar eine Obligation auf ewig währende Zinsen von 5600 G. Kapital für die v. V. ausgestellt. Achaz hat dazu 1200 G. beigetragen. In demselben Jahre verpflichtet sich der Graf Ulrich zu Reiuftein gegen Achaz, die ans das ihm verpfändete Schloß Dercnburg verwendeten Bankosten bei Einlösung des Schlosses wieder zu entrichten. 1351 stellen die Gebrüder Ernst und Botho Grafen von Neinstein eine Obligation über 2000 Rh. Gold-G. aus, welche Hans v. Scheidingen ihnen vorgestreckt hat. Unter den Bürgen befindet sich anch Achaz. In demselben Jahre stellt Leonhardt Gangolth, Bürger zu Braunschweig, au Achaz einen Schuldscheiu über 5000 Rh. Gold-G. aus, worin er den 4. Teil vom Rat zu Goslar erkauft hat. In demselben Jahre verbürgt er sich mit anderen für die Grafen von Stolberg, welche von Klans v. Wallwitz 2000 Thlr. geliehen. Das Kapital ist dann von ihm erlegt worden. ö. 4. 1552 wird er vom Grafen Ernst v. Regenstein und Blaukenburg mit Aderstedt und den dazu gehörigen Gütern belehnt. 1553 schoß er dem Stifte und der Stadt Magdeburg 15000 Gold-G. vor und bekam Amt und Schloß Dreileben, lind ebenso für 6000 G. deu Hof Warsleben (oder Morsleben) verhypothekeziert, dem Domkapitel zu Halberstadt „zur Brandschatzung für Markgraf Albrecht" 16000 Thlr. und dem Brandmeister zum Braudgelde 1760 Thlr., wofür ihm das Haus Oschersleben verschrieben wurde, auch erhielt er vom Kloster Hnyseburg dessen Heu und Holz, über Darliugerode gelegen, auf 60 Jahre für jährliche 25 G. verschrieben. In demselben Jahre hat er als Stiftshauptiuaun den Markgrafen von Brandenburg zu Gaste gehabt. 4. 3. 1555 wird er zusammen mit dem Bürgermeister und Rat zu Burg- Oschersleben beim Kaiserlichen Kammergericht von Hans Meyer verklagt, der beim Orte von 17 Reutern überfallen nnd beraubt worden ist, ohne daß er bisher sein Recht erlangen konnte. In Lenzens handschriftlicher Familiengeschichte werden noch einzelne Briefe aus dein Archiv zu Harbke mitgeteilt, laut deren ihn 1532 der Herzog Heinrich der Jüngere um 2000 Gold-G. anspricht und 1542 ihn warnt, daß er auf Erfordern des Kurfürsten von Brandenburg sich uicht zu dem Türkenzuge begeben solle. — 1553 ladet ihn Herzog Philipp Magnus uach Wolfeubüttel eiu und gibt ihm sicher Geleit. — 1556 bittet ihn Herzog Julius um mehr Geld. Fünftes Kapitel. Die vierte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 123 Er wird in v. Alvenslebenschen Urkunden genannt: 2. 6. 1544, 3. bis 6. 7. 1549, 16. 1. 1552, 11. 7. 1553, 15. 11. und 30. 7. 1554, 24. 6. 1555, 4. 9. 1556. Gemahlin: I. Adelheid v. Schwicheldt, T. des Kurt auf Peiue nnd der Ilse v. Rautenberg a. d. H. Rethmar. Aus dieser Ehe: Nr. 131, 132, 134. II. Auna v. Veltheim (Nr. 123), Witwe des Gebhard v. Schenck, T- des Heinrich und der Anna v. Berge, zu Aderstedt 28. 8. 1576. Aus dieser Ehe: Nr. 135, 136, 139. Kinder: 1. Dorothea (Nr. 130), 2. Kurt (Nr. 131), 3. Heinrich (Nr. 132), 4. Ilse (Nr. 133), S. Achaz (Nr. 134), 6. Hans Heinrich (Nr. 135), 7. Georg (Nr. 136), 8. Levin (Nr. 137), S. Margarete (Nr. 138), 10. Matthias (Nr. 139), 11. Anna (Nr. 140), 12. Katharine (Nr. 141), 13. Kunigunde (Nr. 142), 14. Lucie (Nr. 143), IS. Margarete (Nr. 144), 16. Magdalena (Nr. 143), 17. Gertrud (Nr. 146). 80. Busso, S. des Günzel (Nr. 51) und der Gertrud v. Alvensleben, auf Harbke. 30. 10. 1536 wird er (vielleicht aber Busso, S. des Achim) vom Erz- bischos ans 3 Jahre vom 10.11.1537 an mit 5 gerüsteten Pferden gegen eine Besoldung von 100 jährlich unter den sonst üblichen Bedingungen in Dienste genommen Für den Kriegsfall verspricht er, dem Erzbischof etliche hundert Reiter zuzuführen und sich als Rittmeister darüber gebrauchen zu lassen, wobei ihm aber der Erzbischof für die Pferde, die er „zu seinem Sattel" haben werde, die übliche Bestallung, ferner noch einen monatlichen Sold von 100 G. auf seinen Leib und 30 G. für seinen Fähnrich zu reichen hat. Auch soll's ihm freistehen, falls der Erzbischof seiner in Kriegskünsten nicht bedarf, dem König von Dänemark oder dem Herzog von Holstein zu dienen. Ferner verpflichtet er sich, sowohl dem Erzbischof als seinem Statthalter und seinen Räten zu Diensten zu stehen und auf ihre Aufforderung als Rittmeister über 200 Reiter auf erzstiftische Bestallung und Besoldung 200 gerüstete Pferde und Reiter zn werben. 1545 verkauft er ^ Zehnt in und vor Böddenstedt an Achaz wiederkäuflich für 400 G. 4. 9. 1556 ist er gegenwärtig bei der Vermittelung eines Vergleiches der v. Alvensleben durch den Hauptmann des Stiftes Halberstadt Achaz. 30. 6.1559 wird er belehnt mit feinem Brnder Joachim und den Vettern Heinrich uud Fritz, Ludwig, Hans und Ludwig, Hans, Hermann und Hilmar, Jobst, Achaz, Jürgen und Matthias mit dem Küchenhof in der Burg zu Braunschweig, zn Veltem einem Hof nnd 2 Hufen und 1^2 Hufen nnd 4 Höfen daselbst, zu Schulenrode 10 Hufen, zu Kübelingen 4 Hufen, 4 Freihöfe, 3 Hufen, sonst den v.Werle gehörig, und 4 Hufen, die sie 124 Die Genealogie des Geschlechts vvii der Teilung der Linien an. von den v. Spiegelberge gehabt, zu Semmerstedt einer Hnfe und ^ Hufe und dem Grashof, sonst den v. Werte gehörig, zu Veckliugeu eiuerHufe, zu Weddel dem ganzen Weddelwald, einem Hof, einer Hufe uud 5 Leger, zu Robeusleben Vs Hufe, 1^2 Hufeu (sonst Hermann Tübbingen), Hufe (sonst Piuow), zu Schlie- stedt dem Rodeland, 10 Hufen, 2 Höfen zu Salrem, welche die v, Werle von den Spiegelberg gehabt, einer Hnfe, die Meinart 0. Verkling gehabt, zu Algerstorpe einer Hufe, zu Ußleben 2 Hufeu, zu Wulferstorpe der Vogtei über 26 Hnfen, zu Nord-Süpplingen der Vogtei über 8 Hufen (sonst den v. Sambleben), einem Hof mit 2 Hufen (sonst dem Hippolytus v. Helmstede), zu Werle 2 Hufen, der Pfarre und einem Altar in der Kirche (das die v. Werle vom Gr. v. Weruigerode hatten), 18 Pfnnd 8 Schilling 5 Pfennige Vogel- Pfennige an Hufeu nnd Höfen zu Jeggeleben, Neiustedt, Jerxheim und im Gericht daselbst, zu Weferlingeu 3 freien Hufen Waldenburger Lehen, zu Dobelem 2 Hufen, zu Dethem ^/z Zehnt und 4 Hufen und einer Hufe (sonst den v. Werle), Nodensleben einem iulM8., Gultzem wans., 3 mang, und 2 Höfen (Waldenburger Lehen), der Dorfstätte zu Schwalendorf, dem Hagen und dem Streitholz daselbst (Lehen der Grafen von Schwerin), Veigen- rode dem Zehnt (Lehen der Edeln v. Eltze), Kremslingen einem Vorwerk, 4 Hufeu, 5 Hufeu im Dorfe, zu Wiuuigenftedt 6 Hufeu und 4 Freihufen (sonst den v. Werle), Uerde 2 mans,, einem Hof (Wernigeröder Lehen der v. Werle), Geensleve 2 m-ms. (sonst der v. Werle), einem Hof lind 2 mims., Grosz- denkte einem Hof, Odelen 2^ rnans. und 1 mans., Beyerstedt 6^ irigns., Eithzem 2 raaus. und einem Hof, Eveffen 3 irmus., 3 Grashöfe, 3 Freihöfe und 3 mkivs. daselbst, Odclem 5 MÄNs., 2 Höfen, Naggehem (Hachum?) ^2 Zehnten, Giltzeu 2 man8., Scheppenstede einem luaus. (die Semmelhufe), dem Gut Alsvede (das die v. Werle von dem Grafen v, Hallermnnd gehabt), Knethlingen 2 mans. und 2 Höfen, Schöningen ^/z waris., Nedepke 4 Morgen und 2 Hnfen, Kleindalem 1^/z maus. und einem Hof im Dorfe. Schliestedt 2 rnlms. und einem freien Meierhof (den die v. Schliestedt sonst von ihnen gehabt), Destedt die Psarr-Lehen der Grafen v. Wernigerode und 4 msus., Reinstorf 4 inkns,, Wernigeröder Lehen, zu Büddenstedt der Vogtei über 25 mans. und 13 Höfen, Wiunigstedt einem freien inans, (hatte Verend v. Hagen) und 2 mans. (Wernigeröder Lehen), Eckenrode 2 freien Hnfen und einem Hos, Rockoll l/z wans,, dem Kremblinghove und Vastaw uud deu Hölzern, die zu Destedt gehören, ferner den Gütern, welche die v, Veltheim früher vom Abte zn Werden und jetzt von den Herzögen zn Lehen tragen, einen Hof in Helmstedt bei St. Stephanus Kirchhof, der Vogtei zu Welfershove über 26 Hufeu, zu Harbke 3 mans. und 2 mans., dem Zehnt über der v. Namlen Gut, dem Holz vor der Reige, zu Nanstedt 3^/z MÄns.. dem Hagenminkel, dem Erbholz, 2 Holzbleken und 5 mavs. von den v, Nameln, der Kirche zum Rate und Vadenstedt, 7^ Stück Salz zu Schöuingen und einem Hof zu Fünftes Kapitel, Die vierte Stammreihe nach der Teilnnq der Linien, 125 Ostendorf daselbst, und der Vogtei über das Feld zu Luchcudors und die Dorfstätte, 1561 verglich er sich mit Jobst zu Glentorf (Nr. 164) unter anderen wegen des Teiches bei Esbeck und eines Anteils au Harbke, auch wegen des Sommersdorfschen und anderer Zehnten. 1562 verglich er sich mit demselben wegen der Anteile, die Jobst an den Gesamtholzungen zu Harbke, an den Äckern auf den Mamchöfen, an 6 Hufeu Laudes an der Steine, an dem Teiche vor dem kurzen Holze, an dem Steffensteiche, auch au dem Gartenhause zu Harbke zugestaudeu, ebenso über sein Anteil an den Leuten zu Süpplingen und eine ^/z Hufe Landes auf dem Aulacker Felde, wogegen Busso sein und seines Bruders Anteil an Glentorf und die Pfandschillinge, so er auf Günzels Anteil zu Harbke, Schackensleben und Groppendorf und aus Hartwigs Anteil zu Deftedt, Abberode und Weddel geliehen hat uud die sich Jobst hat anmaßen wollen, von diesem wieder verlangt. Unter den Vermittlern: Joachim und Heinrich. 13.8.1565 befand er sich im Besitz von Harbke, Renten und Ländereien zu Sommersdorf, Büddeustedt, Schackensleben, Groppendorf. Wolfersdorf, Helmstedt, Esebeck, Beckendorf, Hvtensleben, Jrxleben und Anteil Destedt, nachdem er bereits 2. 6. 1559 nach Heinrichs Tode zur gesamten Hand für alle v, V. mit den ihnen 1555 zu Lehen verschriebenen Gütern belehnt worden war. 1567 wurde er wiederum für sich und sein ganzes Haus mit den Magdeburgischen Gütern belehnt. 1570 vergleicht er sich mit Jobst zu Harbke wegen einzelner Irrungen. 11. 4. 1571 wurde eiu Vergleich gestiftet zwischen Busso und Achaz gegenüber Heinrich, Hans uud Ludwig, Levius S, uud Jobst, Heinrichs S, wegen etlicher verpfändeter Güter. 27. 9. 1571 schlössen Busso,' Jobst und Achaz Gevettern einen Vertrag wegen Teilung der Gebäude zu Harbke. Gemahlin: (Leibgedingsbries 13. 8. 1565) Agnes v. Schenck a. d. H. Diepen. Sie erhielt unter Zustimmung von Joachim, Jobst und Achaz mit freier Wohnung und dem Anteil ihres Ehemannes an Harbke zum Leibgedinge den halben Zehnt zu Sommersdors, ^ Zehnt zu Büddeustedt, 5 Wispel Roggen und Weizen aus Schackensleben und Groppendorf, 30 Thlr. Geld, Dienste uud allen Zubehör, 2 Wispel Roggen aus Wolfersdorf, 2 Wispel Roggen aus Helmstedt und Bnddenstedt, 1 Wispel Roggen und Weizen aus Esebeck, 3 Scheffel Roggen bei der v. Hoym, 1 Wispel Roggen zu Beckendorf, 1 Scheffel Roggen daselbst, V- Wispel und 1 Himken zn Hvtensleben, ihres Ehemannes Anteil am Teich vor dem kurzen Holze, 126 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 2^/,, Scheffel Brauuschweigisch zu Jrxleben, nebst seinem Anteil an den Destedti- schen Gütern mit Zubehör. Kinder: 1. Marie Sophie (Nr. 146b), 2. Günzel (Nr. IV 147). 81. Levin, S. des Güuzel (Nr. 51) und der Gertrud v. Alvensleben, 23. 9. 1511. 82. Heinrich, S. des Günzel (Nr. 51) nnd der Gertrud v. Alvensleben, 23. 9. 1511. Vielleicht ist Nr. 82 und Nr. 81 nur als eine Person anzunehmen: .Lebin Heinrich. 83. Erasmus, S. des Günzel (Nr. 51) und der Gertrud v. Alvensleben. 23. 9. 1511 wird er nach seines Vaters Tode mit seinen Brüdern Bussv, Levin, Heinrich, Valtin, Joachim und Ludols, sowie mit den Vettern Othrave und Ach im vom Erzbischos von Magdeburg mit dem Zehnten zn Nottorff zc. belehnt. 84. Valentin, S. des Günzel (Nr. 51) und der Gertrud v. Alvensleben. 23. 7. 1511 wird er nach seines Vaters Tode mit seinen Brüdern Busso, Leviu, Heinrich, Erasmus, Joachim und Lndols belehnt mit dem Dorfe und der Dorfstätte Klein-Ueplingen uud deren Zubehör und der hohen und niedern Gerichtsbarkeit, ausgenommen 3^/z Hufen Asse- burgisch Lehen, wie Busso (der älteste Bruder?) diese Güter vou Henning v. Borchdors und Albrecht v. Vechelde, Bürger in Bauuschweig, deuen sie von Kurt Edlem Herru v. Warburg zu Leheu gereicht waren, an sich gebracht hat. 85. Günzel, S. des Günzel (Nr. 51) und der Gertrud v. Alveuslebeu. -f- offenbar vor 1511, denn er wird in den Lehenbriefen für seine Brüder nicht genannt. 86. Agmus, S. des Günzel (Nr. 51) und der Gertrud v. Alvensleben, wird auf den Stammtafeln des Geschlechtes genannt, offenbar -j- vor 1511, denn in den Lehenbriefeu für die Söhne seines Vaters wird er nicht aufgeführt. 87. Joachim, S. des Günzel (Nr. 51) nnd der Gertrud von Alvensleben ans Ueplingen. Er soll 1581 gestorben sein (andererseits wird ein Joachim auf Ueplingen 19. 3. 1589 genannt). Fünftes Kapitel. Die vierte Stanimreihe nach der Teilung der Linien. 127 Er brachte durch Ablösung 1556 den >/» Saltzifchen Zehnten von Joachim v. d. Schulenburg (Schwiegersohn des Matthias) für 1300 Rh. Gold-G. wieder au sich. 1578 hat er die v. Angern zu Wolmirstedt uud Süldorf mit einer i/g Hufe Landes und einem dergleichen Erbzinslehen zu Königslutter belehut. 1581 ist er als der Älteste nach Bussos Tode mit den Magdeburgischen Lehenstücken für sich und sein Haus belehut worden. Gemahlin: Anna v. Schenk (Schwester des Georg v. Schenk), f vor 16. 8. 1594. In der Leichenpredigt ihres Sohnes heißt sie eine Mutter von 15 Kiuderu. Kinder: 1. Günzel Heinrich (Nr. 148), 2, Günzel (Nr. z, Hans (Nr. ISO), 4. Busso (Nr. 1S1), 5. Philipp (Nr 152). 6. Hans Busso (Nr. 153), 7. Ernst (Nr. 154), 8. Levin (Nr. 155), 9. Ilse (Nr. 15V), 10. Anna (Nr. 157), 11. Margarete (Nr. 158), 12. Armgard (Nr. 150), 13. Heinrich Jnlius (Nr. 160), 14. Agnes (Nr 161), 15. Johann Ernst (Nr. 1ti2). — In der Leichenpredigt des Johann Ernst heißt es ausdrücklich, er sei der jüngste seiner Geschwister. 88. Ludols, S. des Günzel (Nr. 51) und der Gertrud v. Alvensleben. In den Lchenbriefen 23. 7. uud 23. 9. 1511 für die Söhne des Günzel (Nr. 51) wird er als der jüngste der Brüder ausgeführt. 1549 borgte er von Achaz ssn. 40 Rh. Gold-G. Er führte das Balkensiegel. Er ist beim Stifte zu Hildesheim bis zum Dechant emporgestiegen nud soll 12. 10. 1553 gestorben sein cum maximo totius patiias äolors ae. luotu. — 15. 7. 1519 wird ein Lndolf znm Domherrn in Hildesheim ernannt. 89. Busso. S. des Othrave (Nr. 53), 1519 — 1549. 1519 hatte er Irrungen mit seinem Onkel Achim (Nr. 55). 1533 wurde er mit seinem Bruder Christoph Bürge für Joachim v. Eimbeck gegenüber Achaz auf einige hundert Gulden nnd mußte auch 1549 wirklich in Magdeburg einleiten, so daß der v. Eimbeck wegen Bussos Erledigung sehr lamentable Briefe wegen seiner Frau und seiner Kinder Krankheit, wie wegen der vom Gelde ganz entblößten Mark Brandenburg au Achaz schreiben mußte. 1543 wurde er mit Achaz (Nr. 79) Bürge. 90. Christoph, S. des Othrave (Nr. 53), 1530-1551. Er war mit dem Herzog Heinrich von Brauuschweig 1530 auf dem Reichstag zu Augs- 128 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. bürg, wie sein Vetter Achaz. wurde nachher Kgl. dänischer Oberst, besaß Testow al. Tritow in Holstein und wohnte später einigen Kriegszügen gegen die Türkeu bei, daher er „der Tritower" oder „der Ungar" genannt wurde. Er ist Wohl identisch mit dem Christoph, welchen 3. 8. 1532 der Kurfürst Joachim zum Hauptmann über ein Fähnlein von 120 Nentern zum Türkenkriege auf 6 Monate installierte. 1539 leiht er 1000 Gold-G. von Dietrich v. Zestersleht. Unter den Bürgen auch Achaz und Heinrich VI der Ältere auf Widela, die sich zum Eiulager in Stade oder Buxtehute verpflichte». 91. Günzel III, S. des Othrave (Nr. 53), -s- 1552, blieb bei der Belagerung von Metz durch Karl V. 1541 hat er mit seinem Bruder Hartwig und mit Levin, Achiins Sohn (Nr. 96), die Hälfte ihres Zehnten zu Honstidde im Gerichte Schö- ningen an ihren Vetter Matthias verkauft. Dazu haben ihre Genehmigung erteilt Achaz ssii., Levin und Achim, Günzels II Söhne, Brüder und Vettern. 1548 verkauft er mit seinem Bruder Hartwig eiu Viertel des Zehnten zu Saltze bei Eilsleben an Levin, Achims S, für 650 Rh. G. unter Zustimmung von Busso, Achaz und Joachim, Vettern und Brüdern. 92. Hartwig, S. des Othrave (Nr. 53), 1541 —1550. 19.12.1550, als Kurfürst Moritz von Sachsen Magdeburg belagerte, bei einem Ausfalle der Belagerten nach Ottersleben. Günther und Günzel salvierten sich noch mit 6 Pferden und Jobst mit 12 Pferden. Als Levin, Achims Sohn, 1541 von Tönniges v. Sambleben mehrere hundert Thaler entlehnte, verbürgt sich Hartwig mit seinem Brnder Busso für ihn mit der Verpflichtung des Einreitens in Helmftedt. Er verkaufte 1549 ^ Zehnten nnd den Fleischzehnten zn Buddenstedt an Achaz unter Zustimmung seines Bruders Günzel. 1551 hat Achaz für ihn und Christoph an Heinrich v. d. Decken ein Kapital in Bürgschaft bezahlt. 93. Anna, T. des Othrave (Nr. 53) und der Anna v. Bock, lant ihrer (lateinischen) Leichenpredigt ohne Personalien f als Witwe 27. 10. 1576. Sie verließ 7 Jahre vor ihrem Tode die katholische Religion und war eine M. von 7 Söhnen und 7 Töchtern. Ehemann: (im 19. Lebensjahre von Anna) Konrad v. Hörda. Fünftes Kapitel. Die vierte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 129 94. Agnes, T. des Othrave Mr. 53), -s- 1571. 95. Elisabeth. T. des Othrave (Nr. 53), -j- 24. 3. 1580 (Leichenpredigt ohne Personalien). Sie wohnte unvermählt mit ihrer Schwester Agnes in Helmstedt auf Othraves Hose, welchen nachher die Mynsingcr in Besitz gehabt. Er ist darauf an die Calixte gekommen. Später wurden die Herren v. Böttiger damit belehnt. Eine etwa um jene Zeit lebende Elisabeth wird ans Ahnentafeln der Hoe v. Hoenegg als Gemahlin des Heinrich Hoc v. Hoenegg, Kriegs rats und Obersten Kaiser Karls V., genanut. 96. Leoin, S. des Ach im lNr. 55) nnd der N. N. v. Alten; er wohnte zu Glentors nnd besaß daneben Groppendors und Harbke, 1534 —1568. 29. 11. 1534 erklärt der Erzbischof, daß die Behauptung Levins, er und seine Bettern trügen das Dorf Schackcnsleben vom Grafen v. Schaumbnrg zu Lehen, sehr befremdlich sei, da es nach Ausweis der Leheubücher eiu Magdeburgisches Leheu sei. Nichtsdestoweniger solle gütlich unterhandelt und ein Termin zwischen ihm und Joachim v. Klitzing. für 1. 6. 1635 anberaumt werden, jedoch so, daß, falls dieser sich im unordentlichen Besitz der eingeklagten und zur Exekution gestellten Rechte auf die Schackenslebener Zinsen befinde, die Exekution neben den Verhandlungen nicht aufgehoben werde. 1541 borgte er von Tönniges v. Sampleben 290 Thaler. 1544 verkaufte er seinem Better Matthias seinen Anteil am Zehnten zu Selde bei Eilsleben im Stifte Magdeburg unter Zustimmung von des Verkäufers Bettern Busso, Achaz, Levin, Jochim, Günzel und Hartwig, Vettern und Gebrüder», und 1554 und 1568 demselben !/,t Zehnt nnd den Fleischzehnt zu Büdde»- stedt wiederkäuflich für 400 G. Gemahlin: Katharine v. Krninmensee a. d. H. Schöneich, T. des Hans auf Alt-Landsberg (dessen M. eine v. Bellin) und der Katharine v. Bellin (deren M. eine v. Hacke al. v. Rummelburg). Kinder: 1. Levin (Nr. 163), 2. Jobst lNr. 164), 3. Elisabeth (Nr. 165), 4. Hille (Nr. 166). 97. Busso. S. des Achim (Nr. 55) uud der N. N. v. Alten, 1535. 12. 5. 1534 hat er mit seinem Brnder Levin einen Streit wider Kurt. Der Erzbischof entscheidet, daß Levin, da Busso, der Wege» heftige» Fiebers de» gegenwärtige» Termin nicht wahrnehmen könne, sich verpflichtet, Das Geschlecht v. Velthetm. 9 130 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. binnen 3 Wvchen sich auf die ihm insinuierte Klage auszulassen und daß bis zur Entscheidung der Sache in Schriftsätzen mit denselben Fristen verfahren werden solle. 20. 2. 1536 wird er vom Herzog von Sachsen beschuldigt, bei der durch Wilhelm v. Haugwitz verübten Gefangennahme des Dr. jur. Lndwig Fnchs und Wegführung desselben Beihülfe geleistet zu haben. Es wird ein Termin zur Verhandlung für 25. 2. in Halle anberaumt. 98. Armgard, T. des Achim (Nr. 55) und der N. N. v. Alten. Ehemann: Bnfso v. Kramm, f 1544. 99. Othrave Mi., S. des Achim (Nr. 55) und der N. N. v. Alten, auf Harbke. Gemahlin: 22. 10. 1544 Magdalena v. Steinberg. b) Die weiße Linie. 100. Anna, T. des Jakob (Nr. 59). Ehemann: N.'N. v. MünchHausen. 101. Katharine, T. des Jakob (Nr. 59), f 19. 4. 1611 laut ihres Grabmals in Havelberg als Witwe (s. Nr. 76). 21. 4. 1561 leiht sie 2500 Rh. Gold-G. dem Erzbischos Siegmuud von Magdeburg, für welchen sich die v. Alvensleben mit anderen erbürgen. Ehemann: Matthias v. Jagow. Er war ein Jahr in türkischer Gefangenschaft und verpfändete viel von seinen Gütern. 102. Anna, T. des Christoph (Nr. 60) und der Anna v. Kotze, 1- 29. 6. (nach der Leichenpredigt 30. 6.) 1565, 33 Jahre alt? Grabstein in Gardelegen in der Nikolaikirche mit 7 Ahnenwappen. mar.: I. 11.2.1550 Friedrich v. Alvensleben auf Erxlebeu, Rogätz, Letzliugen und Randau, * 6. 7. 1529, -f- 5. (6.) 4. 1553. 7. 12. 1549 hat Friedrich v. Alvensleben bei ihrer Mutter um sie werben lassen. Mit Einwilligung ihrer Brüder will sie seinen Antrag nicht zurückweisen. Er solle über den angefangenen Handel weiter nachdenken. Er verspricht keine andere als sie zur Ehe zu nehmen. Sie erhielt zum Leibgedinge den Hof zu Randau und den Jrxleben- scheu Zehnt verschrieben, setzte sich aber mit den Agnaten auseinander. Fünftes Kapitel. Die vierte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 131 5. 5. 1553 erklärt sie sich als Witwe mit 4000 Thlr. für ihre Forderungen an die Lehenserben zufrieden. Als Handpfennig erhält sie 100 Thlr., außerdem freien Tisch für sich und 6 bis 7 Personen ihrer Bedienung in Erxleben bis zur Auszahlung des Kapitals. Zur Einrichtung ihrer neuen Wohnung soll sie beim Abzug von Erxleben nach 200 Thlr. besonders erhalten. II. 14. 1. 1555 Valentin v. Alvensleben auf Gardelegen und Erxleben, f zu Gardclegen 8. 1. 1590. Ehestiftung: 24. 6. 1555. 18. 1. 1554 erhält sie von den v. Alvensleben einen Brief über 300 G. ausgehändigt. In demselben Jahre hat sie dem Valentin v. Alvensleben 1300 Joachimsthaler zu 6°/<> gelieheu. 7. 4. 1561 hat sie eiue Forderung von 2000 Thlr. zu 6°/g an den Erzbischos Siegmuud von Magdeburg vom 30. 7. nnd 3. 8. 1555 her. Sie wird in v. Alvenslebenschen Urkunden und Vergleichen mehrfach, z. B. 12. 1. 1554, genannt. 103. Kuuigunda, T. des Christoph (Nr. 00) und der Anna v. Kotze. Ehemann: Hermann v. Kotze auf Groß-Germersleben und Klein- Oschersleben. 104. Christoph II, S. des Christoph I (Nr. 00) und der Anna v. Kotze, 1534, 1544, 1547, siel im Treffen bei Drachenburg gegen den Grafen von Oldenburg. , Er diente als Rittmeister im Holsteinschen Kriege unter Graf Christoph von Oldenburg, verließ ihn aber wegen einer von diesem ihm zugefügte» Beleidigung (der Graf soll ihn im Zorn geschlagen haben), ging aus Rache gegen den Grasen mit seinen 500 Pferden zum König Christian VI. von Dänemark über und trug dadurch 1. 6. 1534 wesentlich zum Siege des letzteren über den Grasen vou Oldenburg bei. In der Schlacht sielen ein Gr. v. Tecklenburg und eiu Gr. v. d. Hoha. Er verließ hinterher auch die dänischen Dienste und trat 10 Jahre später in die des Herzogs Erich von Brannschweig. 105. Levin, S. des Christoph (Nr. 60) und der Anna V.Kotze, -s- 1547 im Tressen bei Drakenburg. Er focht auf der Seite der Protestanten. 106. Hans, S. des Christoph (Nr. 60) und der Anna v. Kotze, 1' 2. 3. 1595. 1559, 1565, 1567, 1585, 1593. Er wohnte zu Bartensleben. 23. 9. 1559 wird er mit Hermann uud Hilmar, seinen Brüdern, und Heinrich nnd Fritz Gebr., Ludwig und Jobst Gebr., und Ludwig, 9* 132 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Levins S., belehnt mit Klein-Oyßlebe 7 mans., Gr.-Oyßlebe 4 maus., 2 Höfe, Nrsleve 15^/g M. und 14 Höfen, Weckerslenben 6 M. nnd einem Hof, Westeringersleben einein freien Hof nnd 5 zehntfreien mü.ns., einer Wiese, einer Mühle, dein kleinen Vorwerk und dem Vogteigelde, 2. 10. 1565 schloß er mit seinen Brüdern Hermann nnd Hilmar einen Erboertrag wegen der Güter zu Bartensleben, Jngersleben, Alvensleben.Destedt, anch über das, was sie zu Harbke gehabt, und 8. 1. 1567 mit seinem Bruder Hermann nach ihres Bruders Hilmar Tode einen Vertrag wegen der von diesem hiuterlassenen Güter und 1573 mit Günzel IV zu Harbke einen Vertrag über ihre Anteilgüter zu Harbke. Hans tritt an Günzel tauschweise ab 10^/z Hufeu Landes, einen Teich nach St. Klaus schießend, etliche Holzungen, Gerichte nud Dienste zu Harbke, dagegen erhält er 5^/z Hnsen Landes zu Sauderslebeu, 4 Hufen Landes nnd Günzels Anteil am freien Hofe zu Germersleben. 1579 war er mit beteiligt bei dem prächtigen Einzüge des Administrators Joachim Friedrich in Magdeburg. 1593 hat er mit seinen Vettern den Harbker Vertrag zustande bringen helfen. Gemahlin: I. (Leibgedingsbries 13.11.1562) Agnes v. Trotha a.d.H. Krosigk. Sie wurde mit Konsens der Brüder Hermann nnd Hilmar, ihrer Schwäger, und Bussos, Joachims, Heinrichs, Fritzens, Josts, Achazs und Lndwigs, Heinrichs Söhnen, uud Ludwigs, Levins S, mit 450 ganz nnverschlagener Thaler jährlicher Reute aus ihres Ehemannes Gütern, 3090 guten ganzen Thalern ans ihres Ehemannes Vermögen nnd einer ehrlichen Behausung zu Brauuschweig, Magdeburg oder Halberstadt beleibdingt. II. (Leibgedingsbrief 28. 4. 1575) Anna v. Steinberg 1574. Sie wurde beleibdingt mit Bewilligung von Hermann uud Jobft mit 2 Wispel Roggen zu Jngersleben. Sie schenkte 1588 mit ihrem Ehemann der Kirche zu Morsleben einen Kelch mit den beiderseitigen Namen und Wappen. Kinder: I. Anna (Nr. 167), 2. Maria (Nr. 168), 3. Christoph (Nr. 169). 107. Hermann, S. des Christoph (Nr. 60) und der Anna v. Kotze, * 1533, s 31. 10. 1603, auf Alvensleben, welches ihm in der Teilung mit seinem Bruder Hans zufiel, und nach dem Tode seines Bruders Hans auf Barteusleben, wo er wohnte. Er besuchte die Schulen zn Helmstedt, Quedlinburg und Braunschweig, hat sich in seiner Jugend 6 Jahre an Herzog Ernsts von Brannschweig-Grubeuhageu Hofe aufgehalten, hielt sich darauf zu berühmten Oberste» und Rottmeistern, dem Grafen Günther zu Schwarzburg, Ernst v. Mandelsloh, Valentin v. Marenholz und Otto Edlen v. Platen, Fünftes Kapitel. Die vierte Slaimnrcihe nach der Teilung der Linien. 133 niit denen er in Frankreich, Dänemark und Niederlanden Zuge getan und aufgewartet, wie er auch in der Schlacht bei Sievershauseu gewesen nud hat aus Dänemark dnrch sein ritterlich Verhalten eine güldene Kette vom Könige erworben und sie seinen Nachkommen zum Gedächtnis behalten (Leichenpredigt). 1559 traf er mit seinen Brüdern Hans und Hilmar einen erblichen Tausch gegenüber Hans v. Hoheurod über den Meierhof zu Schulenrode und 2 Kossäte» zu Veltheim a. d. Ohe. 22. 11. 1567: Nach Aussterben der v. Ribbesbüttel vergleichen sich die Lehensherreu des Gutes, nämlich die v. Alveuslebeu, die Schenken v. Flech- tingen und die Gebrüder Hans und Hermann dahin, daß die v. Veltheim den Hof nebst 16 Hufeu Landes, die v. Alvenslebeu und die Schenken 5 Hnfen und 2'/z Morgen nebst 2 Hofstätten besitzen sollen. Die Vorfahren der beiden Gebrüder waren nämlich vor vielen Jahren vom Kloster Bergen vor Magdeburg mit dem Gute Brumby belehnt gewesen und hatten damit die v. Ribbesbüttel verafterlehnt. Die v. Alvensleben als Grundherren der Vrnmbyer Heide haben den v. Veltheim die Trift und Nachhut teilweis zu gestatten, wogegen diese jenen in reooxnitioiis äominii jährlich einen gnteu Lachs auf das Hans Ergeben zu schicken haben. Auch sollen sie aller 12 Jahre jene um die Trift und Nachhut bitteu. Dagegen werde» ihnen 10.5. 1573 anch die Alvcnslcbcnfche» nnd Schenkschen Anteile der Äcker zu Brumbh (letztere wareu von Joachim v. Alvensleben teils erkauft teils erlauscht), erkund eigentümlich überlassen gegen eine jährliche Lieferung vvn 6 Wispel Roggen und gegen die Verpflichtnng, dem von Joachims v. Alvensleben Söhnen zuerst wehrhaft werdenden ein Pferd oder 50 Thlr. bar zu geben. 15. 8. 1577 wird er mit Joachim, Achaz uud Haus bei einem Vergleich der v. Alvensleben uud v. d. Afseburg wegen des 5. 11. 1576 tödlich verwundete» und 6. 11. verstorbenen Busso v. Alvensleben genannt. 26. 10. 1579 war er gegenwärtig bei dem prächtige» Einzug des Administrators Joachim Friedrich in Magdeburg uud führte 6 Pferde mit sich. 20. 11. 1582 vergleicht er sich und seine Bauernschaft zn Nottmers- lebe» mit Ludolf v. Alvensleben auf Hundisburg wegen Hutung, Trift und Koppelweide zu Hundisburg uud Rottmerslebeu. 26. 8. 1586 stand er Gevatter in der Familie v. Kotze. 17. 9. 1594 vermittelt er mit Hans auf Bartenslebeu einen Teiluugs- vertrag der Gebrüder v. Alvensleben. 17. 4. 1598 Hermann zu Bartensleben vergleicht sich mit dem Kloster Mnrienberg über einen vom Kloster an die v. Veltheim verpfändeten nnd »»»mehr losgekündigten Hof zu Morsleben. 6. 5. 1600 stellt er mit anderen dem Henning Karl v. Schenk a.d.H. Lemsel ein Adels- und Legitimitätsattest aus. 134 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 3V. 1. 1618 heißt es, daß nach dem Tode Christophs auf Bartens- leben der Hof Brumby an die v. Assebnrg Heiingefallen. Johann v. d. Asse- bnrg verpflichtet sich znr weiteren Abgabe von 6 Scheffeln. Sonst wird er urkundlich genannt: 23. 9. 1559, 13. 11. 1562. Gemahlin: 23. 10. 1589 Aguese Schenk v. Flechtingen, T. des Karsten und der Katharine v. Bülow, * 18. 2. 1558, zu Lüttgeu-San- tersleben 29. 1. 1621 laut ihrer iu der Gustedtschen Sammlung zu Magdeburg liegeudeu Leichenpredigt. — 24. 9. 1594 stand sie Gevatter bei den v. Kotze iu Groß-Germersleben. Sie lebte noch 1616, wo sie wegen des Morslebener Hofes und ihres Viehes zu Bartensleben einen Vergleich einging. Jakob Schenck ans Dönstedt, S. des Rudolf, 1S00. Leveke v. Jagow. v. Wenck- stern. Ilse v. Bodendick. Georg v. Biiloiv auf Gartonnc., S. des Vicke. Anna v.Maltzahn Konrad v. Maren- holz al.Albrecht, Jlfabe v. d. Knese- beck. Berward Schenck aus Flechtingen, f 1S38. Hippolhta v. Wenck- stern. Vicke v. Bülow auf Lebisfelde nnd Gartow. Margarete v. Maren- holtz. Karsten Schenck auf Flechtingen, i' 13.5.1571. Katharine v. Bülow, f 12. 4.1570. Agnes v. Schenck, * 18.2.1558, f 29.1.1621, mar.: 23.10.1530 Hermann v. Veltheim auf Alvensleben, * 1533, 1' 31,10.1ö03 Kinder: 1. Anna (Nr. 170), 2. Katharine Dorothea (Nr. 171), 3. Leveke (Nr. 172), 4. Maria (Nr. 173), 5. Christoph (Nr. 174), 6. Karsten (Nr. 175). 108. Hilmar, S. des Christoph (Nr. 60) und der Anna v. Kotze, 1559. -s 1566 im Kriege gegen die Türken, in der Festnng Raab begraben. Er diente unter dem Obersten Jakob v. d. Schnlenbnrg. 1565 schloß er mit seinen 2 Bindern Hans und Hermann einen Teilnngsvertrag wegen der Güter Bartensleben nnd Alvensleben ab, welcher im Destedter Archiv vorhanden ist. Er wird sonst urkundlich genannt: 23. 9. 1559 (Belehnung mit Urs- leben zc.) und 13. 11. 1562. 109. Jobst, S. des Ludwig (Nr. 67) und der Salome v. Bartensleben, 10. 2. 1577, 24. 12. 1589. 21. 10. 1598 hat er gemeinsam mit seinem Bruder Ludwig einen bis zum Kaiserlichen Kammergericht gehenden Streit mit den v. Steuben zu Fünftes Kapitel. Die vierte Stamimeihe »ach der Teilung der Linien. 135 Gerbstedt wegen 772 Thlr., die ihr verstorbener Vater von Heinrich v. V., zum heiligen Thal wohnend, zu fordern hatte. 110. Margarete, T- des Ludwig (Nr. 67) und der Salome v. Bartens- leben, -j- zu Kalbe 4. 12. 1552. Grabschrift in der Kirche zu Kalbe: Völtmlaoo elaro cls stömmaw nata (juinhus tiki (Limos) natos tulsrat, toticlsm^us puvllss. mm.: 1530 Elias v. Alvensleben auf Kalbe, Erxleben, Rogäz, Vienan, Schenkenhorst und Berge, * 1502, -j- 10. 3. 1569. 111. Magdalene, T. des Lndwig (Nr. 67) und der Salome v. Bartens- leben. ick. ans der 2. Ehe des Vaters 1512, 1532, 1547. Ehemann: Anton v. Wnstrow. 112. Levin der Lange, S. des Lndwig (Nr. 67) und der Salome v. Barteusleben, wohnte zu Roseuthal. Gemahlin: N. N. v. Schenk. Kinder: 1. Ludwig (Nr. 176), 2. Gebhard (Nr. 177), 3. Margarete (Nr. 178), 4. Ilse (Nr. 179). 113. Ludwig, S. des Ludwig (Nr. 67) und der Salome v. Barteusleben, 1528. -j- in Italien in Begleitung des Herzogs Heinrich des Jüngern von Braunschweig. — 15. 5. 1536 wird ein I^uilovicus äs Vgltsm, Lrunsvie. auf der Universität Wittenberg inskribiert. 114. Loreuz, nach der handschriftlichen Familiengeschichte von Lenz der älteste S. des Ludwig (Nr. 67) und der Salome v. Bartensleben, stürzte in Marienburg aus dem Fenster zu Tode, indem er das Genick brach. 115. Heinrich, S. des Ludwig (Nr. 67) und der Salome v. Bartensleben, auf Rosenthal, das er 1554 an sich brachte, uud Destedt, Psandherr auf Gebertshagen 1545, f 1558. 1535 unterschrieb er mit seinem Vetter den Vergleich des Herzogs Heinrich von Braunschweig mit seinein Bruder Herzog Wilhelm. 23. 3. 1555 wird er belehnt zu Mitbehuf aller anderen v. V.: 1. mit der Bnrg zu Harbke und dem daran belegenen Dorfe, den Höfen und nie- Z Zg Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. deren Gerichten und allem Znbehör an Zinsen, Renten, Äckern, Mühlen, Gewässern ?e.; 2, 4 Hufen und 4 Höfen zu Evesen; 3. einem Hofe nahe an der Stadtmauer der Altstadt Magdeburg und bei einem v. Veltheimschen Hose belegen; 4. den Dörfern Groppendorf und Schackensleben mit Gerichten und Zubehör; 5. einem Viertel des Zehuteu au der Ohe; 6. dem Schlosse Bartensleben mit Gerichten, Rechten, Dörfern, Dorfstätten, Freiheit und allem Zubehör; 7. der hintersten Bnrg zu Alvensleben mit den Dörfern Rottmersleben, Klein-Santersleben und den Dorsstätteu Wendisch-Dönstedt, Niegeudorf und Padegrim mit Gerichten und allem Zubehör, auch 4 Höfen im Bleck Alvensleben, wie alles dies früher Heinrich v. Darnns gehabt hat: 8. vor Neuhaldeusleben 13 Hufeu, eiuer Breite uud der Wiese daselbst; 9. zu Eichenbarleben ^ Hufe uud einem Wispel Weizen; 10. zu Bornftedt einem wüsten Hof und einem Viertel Landes; ll, zu Eilslebeu mit eiuer Hufe Landes; 12. zn Ummendorf eiuem wüsten Hof und einer Hnfe; 13. dem Dorfe Jbbeke im Gerichte Giffhorn, ulit Kirchlchen uud dem Gerichte, wie es vormals die v, Gustedt besessen haben; 14. zu Hötensleben*) einem Hof und 2 Hnfen uud eiuer Wiese auf dem Harftrauge; 15. zu Onsleben 1^/z Hufen; 16. zn Uhrsleben eiuem Hof; 17. zu Ruuftedt 5 Hufen uud eiuer Wiese; 18. zu Wolmirstedt 32 Häusern in der Stadt zwischen den Toren, 35 Hufen mit der Fischerei, 5>/^ Morgen Gras, Hnfe und einer Wiese auf dem Felde daselbst; 19. der halben wüsten Dorfstätte zn Jschmaritz, Dornstedt und Gerlitz mit Gerichten und allem Zubehör; 20. zu Elbeu eiuem wüfteu Hof uud 5>/z Morgen Gras, 2 Hufeu, ^ Hufe Gras uud 8 Morgen bei Hillingesburg; 21. zu Sambswegeu 2^/z Hufeu Landes und einem Grasbleck zu Weitberg uud dem Nodemwick im Gerichte zu Wolmirstedt, gelegen zwischen Mesendors und Gersleben; 22. zu Dolle einer Hnfe; 23. zu Eicken- dorf bei Wörmlitz 2 Hufeu, 2 Höfeu, 2 Hufen, einer Breite und einem Viertel Landes; 24. einer Graswiese hinter Rochan, genannt im Rulmethal; 25. einer Hnfe auf der Mark Niendorf; 26. zu Schackensleben 14/z Hufen, einem Hof nnd einer Wiese; 27. der wüsten Dorsstätte Liesdorf; ferner mit den Gütern, welche die v. V. früher von den Edeln v. Qnerfurt zu Lehen getragen, nämlich: 28. 3 Hufen zu Lehir; 29. 2 Hufen zu Urde; 30. 2'/z Hufen zn Gilsen; 31. dem halben Zehnt zu Veltheim a. d. Ohe. 10. 4. 1557 hat er sich mit Ludwig, Levins S., an einem uud Heinrich VII, Jobst und Fritze am anderen Teile wegen allerhand entstandener Streitigkeiten vergliche». ux.: Anna v. d. Schuleuburg a. d. H. Beetzendorf. *) 14. 4. IS84 belehnte der Abt Johann des Klosters Riddagshausen den Hans v. Bartensleben mit 4 Höfen in Hötensleben. Dabei heißt es: jedoch bleibt den v. V. an dem einen Hof mit 12 Hufen Landes, den sie wiederkäuflich verkauft haben, ihre Gerechtigkeit vorbehalten. Fünftes Kapitel, Die vierte Stanimreihe nach der Teilung der Linien, >^7 Fritz^ > v. d, Schulenburg auf Beevendorf, Kunigunde v. Bartensleben. Lndolf v. Estorsf. Katharine v. d. Berge. Günther v. d. Schulenburg aus Bechendmf, 1481- 1S09. Anna v. Estorsf. Anna v, d. Schuleuburg a. d. H. Beetzendorf, inar.: Heinrich v. Velthetm aus Nosenthal und Destedt, 's 1558. Kinder: 1. Jobst (Nr. 18V), 2. Heinrich (Nr. 181), 8. Ludwig (Nr. 132), 4. Anna (Nr. 184), 116. Joachim, S. des Ludwig II (Nr. 67) und der Salome v. Bartcus- lebcn, 1545, 1547. 117. Lorenz, S. des Heinrich VI (Nr. 69) und der Gertrud v. Berge, -j- iu Italien. Er hatte im protestierenden deutscheu Kriege 1547 12 Pferde unter dem Sattel. 118. Heinrich VII, S. des Heinrich VI (Nr. 69), und der Gertrud v. Berge, ans Destedt, Harbke uud Beyenrode, das er vom Abt zu Riddagshausen für 700 Gold-G. einlöste, f 16. 6. 1577 und »eben seinem Bruder Fritz zu Destedt begraben. 21. 4. 1561 verbürgt er sich mit audereu für deu Erzbischvf Siegmuud zu Magdeburg gegen Georg v. d. Schuleuburg auf Osterwohle auf 2500 Gold-G. unter Verpflichtung znm Einreiten. 5. 8, 1565 wird er mit den v, Bortfeld belehnt mit Grundstücken zu Bockenem, Ortshauseu, welche die v. Trobbeu vom Stifte Hildesheim zu Lehen getragen hatten. 1569 war er gegenwärtig bei dem Einzug des Herzogs Julius in Brannschweig mit 3 Pferden und der Herzogin bei der Huldigung zugeordnet. 17. 4. l572 hat er sich mit Achaz ,jun. uud Busso der Harbkefcheu Güter wegeu vertrage», wobei auch Haus uud Ludwig, Levius Söhue, auch Jobst, Ludwig und Jost Heinrich der verpfändeten Güter wegen konkurrierte». 1573 war er mit Jobst und Achaz vom Herzog Julius zu einem festlichen Türmer geladen. In demselben Jahre bescheinigt er, daß er vou Achaz 400 vollwichtige Gold-G. empfangen uud ihm dafür seine Äcker zu Harbke verpfändet habe. MW - -- , 1,?8 Die Genealogie des Geschlechts vvn der Teilung der Linien an. Sein und seiner Gemahlin Epitaphium steht in der Destedter Kirche rechts vom Altar mit der Umschrift ^uuo 0.1577 den 16. Juni ist der edle erenveste Heinrich v. Veltem in Got selig entslaveu der Sele Got genedig sei. A. Elisabet v. Belten s(eine) e(heliche) H. (aussrau). Seine Ahnenwappen: v. V., 19. 10. 1574 hat er sich wegen des Gutes Langeleben mit Heinrich v. Schenk daselbst vertragen. Er führte 1558 den ersten lutherischen Prediger zu Destedt ein, obwohl der Hof zu Wolfenbnttel noch eifrig katholisch war. Ministes Kapitel Die vierte Stammreihe nach der Teilung der Linien. I?;«» v. Bergen, v. d. Schulenburg, v. Metzrode (Metzrad). Die Ahncnwappcn seiner Gemahlin: v. V., v. Krninmensec, v. Rochow, v. Pntlitz. Er war der gemcinsaine Stammvater der Destedter, Bartenslebener und Beyenroder Linie. Er besaß mit seinen 3 Brüdern von 1556 — 1575 Langeleben. Er wird sonst nrkuudlich genannt: 1545, 1557, 1558, 1567, 1569, 1571, 1572, 1573, 1574. Gemahlin: Elisabeth (Nr. 165), T. des Levin und der Katharine v . Krummensee, 1- 1605 während der Belagerung Brannschweigs. — 158V hat sie für sich und ihre Söhne mit Ludwig, Levius Sohn, wegen einiger entstandenen Streitigkeiten einen Vergleich gestiftet. Kinder: 1. Heinrich (Nr. I8S), 2. Achim (Nr. 18V), 3. Juliane Gertrud (Nr. 187), 4. Katharine (Nr. 188). 119. Levin, S des Heinrich VI (Nr. 69) und der Gertrud v. Berge, 1545. Er hat in dem deutschen Kriege als Fähnrich nnter Gcbhard v. Schenk gestanden. Er ist zu Eisleben gestorben und begraben. 120. Ficke al. Viktor, S. des Heinrich VI (Nr. 69) und der Gertrud v. Berge, 1545, 1550. Er ist 19. 12. 1550 in der Belagernng von Magdeburg bei einem Ausfall der Magdeburger nach Groß-Ottersleben, woselbst des Stifts und Kapitels Reiterei, 4000 Mann, ihr Lager hatten, mit 4 Pferden, welche in des Bürgermeisters Alemanns uud anderer Häuser nebst den Schuleuburgischen Pferden gebracht worden, gefangen genommen. Er starb 1554 zn Dieftorf bei Salzwedel und wurde daselbst im Kloster begraben. 121. Jobst, S. des Heinrich VI (Nr. 69) und der Gertrud v. Berge, 1550, 1567, 1576, 1579, 1599. Er ist ans einem Zuge zu Brabant zu Valeneiennes geblieben. Er wurde 1550 bei der Belagerung von Magdeburg zu Otterslebeu gefangen, konnte sich aber noch mit 12 Pferden glücklich salvieren. 1572 hat er sich mit seinen Vettern wegen etlicher verpfändeter Güter zu Harbke verglichen. 1576 war er mit zu Helmftedt bei der Inauguration der Julius- Universität. 1579 führte er bei dein prächtigen Einzug des Administrators Joachim Friedrich iu Magdeburg 6 Pferde. Auf Ahnentafeln der v. Frese wird ein Jobst v. Veltheim als mit Anna v. Oberg vermählt aufgeführt. Eine Tochter ans dieser Ehe soll an 140 Die Genealogie des GejchlechlS vvn der Teilung der Linien an. Ottrave v. Laudsbergeu vermählt gewesen sein, deren Tochter Hilla v. Landsbergen Johann v. Frese heiratete. 122. Fritze, S. des Heinrich VI (Nr. 69) und der Gertrud v. Berge, 1545, 1557, 1564. 1557 haben sich Heinrich, Job st und Fritze mit ihren Vettern wegen allerlei Streitigkeiten vertragen. 1564 borgte er ein Kapital vvn seinem Schwager Gebhard Schenk. Er starb jung an der roten Ruhr und liegt zn Destedt begraben. 123. Anna, T. des Heinrich VI (Nr. 69) und 5er Gertrud v. Berge. Ehemann: I. Gebhard v. Schenk v. Diepen ans Dönstedt. 1549 Leibgedingsbrics für Anna, Gebhard v. Schenkens Witwe. II. Achaz v. V. (Nr. 79). 124. Katharine, T. des Heinrich VI (Nr. 69) und der Gertrud v. Berge. 1582 hat sie als Witwe dem Matthias zu Aderstedt über erhaltene Zinsen quittiert. Ehemann: Georg v. Spiegel zu Nienburg und Aderstedt. Er war der Letzte seines Geschlechts, daher nach seinem Tvde Aderstedt an die v. Beltheim gekommen ist. Eine Katharine, vermählt an Erich v. Bruchhausen auf Bruch- Hause», wird auf Ahnentafeln der v. Kanne genannt. 125. Hille, T- des Heinrich VI (Nr. 69) und der Gertrud v. Berge. Ehemann: Christoph v. Bortfeld. Pseffinger in seiner Braunfchw.-Lüneburgischcn Historie gedenkt einer Hille, die 1552 —1574 Priorin des Klosters Ebsdorf gewesen sein soll. Ans einer Häsclerschcn Ahnentafel findet sich eine Hille a. d. H. Destedt vermählt an Henning v. Niendorf. 126. Gertrud, T. des Heinrich VI (Nr. 69) und der Gertrud v. Berge. Ehemann: Anton Edler Herr zn Warberg. 127. Abela, T. des Heinrich VI (Nr. 69) und der Gertrud v. Berge, Klosterjuugfrau zu Diesdorf, 1586. Sechstes Kapitel, Aünfte Stammreilie nach der Leitung der Linien. a) Die schwarze Linie. 128. Levin, S. des Matthias (Nr. 74) und der Ilse v. Bock. 6. 2. 1533 Hinrik v. Halle kauft vom Klvster Godehardi in HildeS- heim ein Haus uebeu der Nikolaikirche für 1VV Joachimslhaler für seine Ehefrau ?c., aber anch für Levin anf dessen Lebenszeit. In Lenzens handschriftlicher Chronik des Geschlechts wird der Gedanke ausgesprochen, dasz dieser Levin vielleicht identisch sei mit dein Domherrn z» Halberstadt: l. 10.1548 verleiht Johann Albrecht Bischof zu Halber- stadt die durch den Tod des Levin erledigte Major-Präbende beim Hochstist Halberstadt dem Kanonikus mmvr daselbst Hildebrand v. Garsebüttel. 129. Sophie, T. des Matthias (Nr. 74) und der Ilse v. Bock, -s- 15. 5. 1558, zu Halberstadt beerdigt. Nach ihres Vaters Tode ging die Pfandschaft von Westerburg auf sie und auf ihren Ehemann über. Später verpachtete die Witwe des Herzogs Heinrich Julius, Elisabeth, Prinzessin von Dänemark, f 1629, die Westerburg an Joachim und Heinrich v. V. mar.: 1543 Joachim v. d. Schulen bürg auf Lübbenan, Lieberose, Locknitz, Straupitz, Peukuu, Beetzendorf zc., * zu Penkun 19. 9. 1522, 142 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. f daselbst 19. 9. 1594, Brandenburgischer Rat (prächtiges Deukmal in Lieberose). 17. 4. 1571 sncht er für seine Schwägerin Ilse v. V. nnd deren un- inündige Kinder die Belehming mit Voigtshagen nach. Danach scheint es als habe seine Gemahlin eine sonst durchaus unbekannte Schwester Ilse gehabt. 130. Dorothea, T. des Achaz (Nr. 79) und der Adelheid v. Schwicheldt, f 1594. Sie hat als Witwe v. Bredow eine Forderung von 5900 Thlr. an den Erzbischos zu Magdeburg, der ihr darüber eine Obligation ausstellt. Für ihn verbürgen sich 19. 1. 1560 die v. Alvensleben mit andern, und 11. 1. 1500 eine Forderung au Leonhard Kotze uud andere. 28. 3. 1592 schuldete ihr die Familie Hans in Salzwedel, Lübeck ?c. 8500 Thlr. Prozeß darüber 16. 4. 1599. 1601 schenkte sie der Kirche zu Beetzendorf ein messingenes Taufbecken. Sie erbte von ihrer Schwester Lneia (Nr. 143) ein Kapital von 3000 Thlr. Ehemann: I. 24. 6.1556 Hans v. Bredow, Hanptmann, auf Hessen. II. Nach 1560 Albrecht v. d. Schulenburg, Kurbraudenburgischer Rat, Hauptmann der Altmark, auf Propstey Salzwedel, * 1535, -j- zu Salzwedel 12. 11. 1583. 131. Kurt, S- des Achaz (Nr. 79) uud der Adelheid v. Schwicheldt, -f- juug im französischen Kriege. 132. Heinrich, S. des Achaz (Nr. 79) und der Adelheid v. Schwicheldt, -s- juug zu Wien. 133. Ilse, T. des Achaz (Nr. 79) (auf v. Alveuslebeufcheu Ahnentafeln). Sie brachte ihrem Ehemanne 1500 Thlr. Dotalgelder zu. Ehemann: Dietrich v. Qnitzow auf Klitzke und Widela, Hauptmann zu Lentzen. Fürstlich Vrannschw.-Lüncb. Oberst, 1' 14. 10. 1569 (Denkinal in Rühstedt). 134. Achaz, S- des Achaz (Nr. 79) und der Adelheid v. Schwicheldt, Fürstlich Magdeburgischer Landrat, auf Harbke uud Ostrau, * 3. l. 1538, 5 12. 11. 1588. Sechstes Kapitel. Die fünfte Stammreihc nach der Teilung der Linien. 143 Er studierte die Rechtswissenschaft in Italien. Der Poet Soliosssrns ^omilianus rühmt ihn ad omni exisAia clootrina 6t lexum oivilium psritia, in allen Künsten, sonderlich aber im Rechte sei er wohlerfahren gewesen. 20. l. 1548 und noch einmal 17. 9. 1571 erhält er mit seinem Bruder Matthias vom deutschen Kaiser (Karl V. und Maximilian II.) einen Schutz und Geleitsbrief. 23. 4. 1550 wurde er auf der Universität Leipzig immatrikuliert. 1556 stellte er für Joachim v. Blankenburg eine Obligation über 1000 Thlr. aus unter Bürgschaft auch des Matthias und mit Matthias eine Obligation über 2000 Thlr. für Bnsso v. Bülow, unter Bürgschaft auch von Job st auf Glentorf. 1559 wurde ihm die Herrschaft Grefeusteiu zu Laufen angeboten. 4. 1.1560 wird er (zusamt seinen Brüdern Georg nnd Matthias) mit dem Küchenmeisteramt in Braunschweig belehnt. Dazu gehört ein freier Hof in der Burg zu Braunschweig, 2 Höfe am Markt zn Schöningen und 9 Hufen Laudes daselbst, ein Hof zu Königshagen, ein Bauhof nnd 2 Kothöfe zu Rümmer und ^ Hufe, 2 Kothöfe zu Salzdahleu, eiu Kothof zu Noenrode, ^ Zehut zu Segler, das Dorf Honlage mit Zubehör, mit einer wüsten Dorfstätte Hegerdorpe bei Honlagen gelegen, 2 Hufen vor Lauingen mit der Jagd im Lewalde und der Mast für die Schweine, Zehnt zn Hegerdorf, der große Hof zu Groß-Winuingstedt, 2 .Höfe zu Klein-Winningftedt, das Dienstgeld zn Nordgledingen und 25 Hufen daselbst, der !/z Zehnt zn Brostedt, Schäferei und 4 Hufen, Zehnt zu Müuch Valbcrge, ein Kothof zu Seenftedt und ^ Hufe, '/z Hufe zu Belme und sonsten mehr Güter, die zum Küchenhof gegeben sind, nämlich 4 Pf. Geld, ^ neu, 1/2 alt in den Zöllen zu Braunschweig und mit den Salzquellen zu Braunschweig, auf dem Hagenmarkt mit 20 Schillingen neu in demselben Zolle, einein Hof zu Gebeusleben, 2 Hufeu Land auf dem Salzdahlumer Felde, dem Steinhof zu Brauufchweig uud 5 andere Hufen auf dem Felde daselbst und noch 4 Hufen Land, 8 Hnfen vor Klein-Wimmeudorf (Ummcu- dorf), 4 Hufeu iu Oftcrbardelebcn, Hufe Land daselbst mit aller Gerechtigkeit. 15. 4. 1560 verbürgt er sich mit anderen für den Markgrafen Sieg- mund Erzbischos zu Magdeburg gegenüber den Schwestern v. Schwicheldt auf 3000 Rh. G. 12. 8. 1560 wurde er als der Älteste von der Äbtissin Anna von Quedlinburg mit den von Henning v. Neicndors erkauften und von Bodo Schönenberger herstammendeu Gütern belehnt. 3. 10. 1560 hat er als Erbküchenmeister mit Heinrich VII das Privileg des Herzogs Julius mit unterschrieben. 144 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 1563 erkaufte er von Henning v. Neiendorf zu Wegeleben 6'/z Hufen Landes vor Neu-Brandsleben für 1150 Thlr. mit Konsens der Äbtissin zn Quedlinburg, der Gräfin Anna zu Stolberg, und erhält einen Schadlosbrief vom Administrator Siegismnnd über 2000 Thlr. ausgestellt, wofür sich viele vom Adel verbürgt haben. 1564 erhält er vom Grasen Albrecht Georg zu Stolberg auf 6 Jahre Dorf und Vorwerk Beckenftedt versetzt, da Hilmar v. Schlanewitz 1506 Gold-G. und Wolf v. Schlanewitz 1100 Thlr. (samt etlichen Zinsen und Kosten) dem Grafen geliehen haben uud abgefunden werden sollen (1614 haben es die Grafen den Erben des Achaz abgenommen und es an Statz v. Münch- haufen gegeben). In demselben Jahre erhält er mit seinen Brüdern Georg und Matthias von den Grafen von Reinstein das Amt Derenburg mit dem Dorfe Deustedt auf 40 Jahre für 20000 Rh. Gold-G. 6000 G. Münze uud 5000 Joachimsthaler 4000 G. Münze. 1564 wird ihm geraten, das Schloß Schraplan von den Grafen von Mansfeld an sich z» bringen, anch wurde er in diesem Jahre Kurfürstlich Branden- bnrgifcher Rat. 1565 hat er als Erbküchenmeister mit Heinrich den großen Huldebrief zu Brauuschweig mit unterschrieben. 1566 empfing er von dem Grafen Ernst zu Neinstein und Blankenburg eine Verfchreibnng anf 2000 Thlr., die er an die v. Leipzig in Bürgschaft von des Grafeu Vater bezahlt hatte, und einen Schadlosbrief auf 3500 Gold-G. und 500 Thlr., die er an die Geschwister v. Leipzig gegeben hatte, anch borgte er 100 Thlr. uud 100 G. an Christoph v. Kisleben. Im Juni 1568 half er als Erbküchcnmeifter mit dem Großvogt Heinrich bei Herzogs Heinrich des I. Leichenbegängnis die fürstliche Leiche tragen. In demselben Jahre verbürgte er sich mit anderen für den Grafen Ernst zn Reinstein anf 1000 Rh. Gold-G. gegen Anna Fuucken, Hans Sechstes Kapitel. Die fünfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 14g v. d. Schulenburgs Witwe, mit der Verpflichtung des Eiulagers mit eigenem Leibe, 3 reisigen Pferden, samt einem reisigen Knecht und einem Jungen nnd, wenn sie samt ihren Knechten 3V Tage in der Herberge gelegen haben, und ihr Sachwaldiger sie nicht benehme, wollen sie danach trachten, daß das Kapital gezahlt werde. 14. 3. 1569 erhält er für sich und seinen Bruder Matthias von Herzog Julius zu Braunschweig einen Lehenbrief über das Erbküchenmeister-- amt und die dazu gehörigen Güter. Bei dessen fürstlichen Einzug und Erb- Huldigung in Braunschweig erschien er als Erbküchenmeister mit 4 Pferden und Heinrich der Herzogin zugeordnet mit 3 Pferden. 28. 3. 1569 hat er an Joachim v. Alveusleben eine Fordernng von 500 Thlr., auch leiht er ein Kapital an Matthias v. Jagow auf Auloseu. ! In demselben Jahre erhielt er mit Matthias vou den Grafen und Herren zu Neinstein und Blankenbnrg das Vorwerk zn Blankenburg mit allen Zubchörungen samt den Diensten aus den 6 Dörfern Kattenftedt, Timmerode, Wiegenrode, Thale, Warnstedt und Wiedersleben für 14000 Thlr. und 3000 Nh. Gold-G. und 500 Thlr. Hanptsnmme verpfändet uud 13. 2. 1567 von denselben die Mühle zu Blankenbnrg mit 4 Gängen für 1650 Thlr. und für 18000 Thlr. alle Häuser und Pertinentien der Grafschaft Neiuftein. 28. 3. 1570 erhält er mit Christoph v. Trotha und den v. Kotzeschen Vormündern von den v. Klitzing eine Obligation über 5363 Thlr. 21Silbergr. ausgestellt. 17. 10. 1570 ist er Mitvormund für die Kinder von Leonhard v. Kotze. Er hat eine Fordernng von 1787 Thlr. 23 Silbergr. an Anna v. Drax- dorff, Lippolds v. Klitzing Witwe. 1570 empfing er von Heinrich v. Stanpitz, Obersten zu Leine, einen Schadlosbrief über seine Bürgschaft, so er auf 8000 Thlr. bei Hans v. Taubenheim geleistet hatte. In demselben Jahre teilte er mit Matthias die ihnen gemeinsamen Güter Harbke, Aderstedt zc. in zwei gleiche Teile, obwohl er wegen seiner zwei rechten verstorbenen Brüder mehr fordern konnte. Das Hans Deren- burg soll jeder 15 Jahre nntzen und dem andern 500 Thlr. Pension geben. Harbke und Aderstedt werden an Revennen einander gleich gehalten, doch soll Matthias wegen der Aderstedtischen Gebände 4000 Thlr. dem Achaz vergüten. Oschersleben, Brandsleben, die Hänser zu Braunschweig und Magdeburg bleiben neben Glentors und anderen Pertinentien in eoiumullions. Die Holzung zu Harbke und Destedt soll in zwei gleiche Teile geteilt werden. Anch verglich er sich mit seinen Vettern Bnsso uud Job st. 1571 borgt er vou Kurt v. Schwicheldt 4000 Nh. Gold-G. In demselben Jahre errichtete er mit Matthias einen endgültigen Teilungsvertrag, auch unterschrieben von der Mutter uud dem Bruder Das Geschlecht v. Vellheim, 146 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. (Heinrich) des Matthias, wegen etlicher ungeteilter Güter zu Destedt und Harbke und mit Busso und Jobst wegen Teilung der Gebäude des Hauses Harbke. Auch schreibt in demselben Jahre der Herzog Julius an ihn nnd dankt ihm, daß er ihn auf künftige Ostern mit Geld, seiner Voreltern Fußtapfen nachtretend, aushelfen wolle, da er 2000 G. nötig habe, nnd 1572 bittet er ihn für seine Mntter, die verwitwete Herzogin Sophie zu Schöningen, sich auf 10000 Thlr, zu verbürgen; da er es ablehnt, wird ihm solches von seinem Landesherrn sehr übel genommen. 17.4.1572 vergleicht er sich zusammen mit Busso wegen etlicher verpfändeter Güter mit Heinrich VII und in demselben Jahre mit Matthias wegen Aktiv- und Passiv-Schulden, wegen ihrer Höfe zu Braunschweig, ihrer Mutter Leibzucht, ihrer Schwestern Aussteuer ze. 1572 verborgte er an Ernst v. Bewessen, Hauptmann zn Freiburg, 2348 Thlr. und erkaufte wiederkäuflich für 600 Thlr. von Johann Kommerstadt zu Blankenburg 30 Thlr. jährliche Zinsen aus einein freien Hofe, wozu 9 Hufe Landes gehören, zu Börnicke. In demselben Jahre dankt ihm der Herzog Julius für die versprochene Bürgschaft gegenüber Güntzel v. Bartensleben und bittet ihn auch um Bürgschaft auf 5000 Gold-G. bei der Witwe v. Steinberg, was aber Achaz ablehnt. 1573 wurde er mit Jobst und Heinrich vom Herzog Julius zu einem adligen Nitterspiel in der Fastenzeit eingeladen. In demselben Jahre wird er mit Matthias von der Äbtissin Anna zn Quedlinburg mit den Quedlinburger Gütern belehnt mit 6^ Hufen Landes im Holz und Feld und anderen Zubehörungen in Neu-Brandes- leben, so von Henning v. Neindorf 1563 erkauft worden waren (ebenso von der Äbtissin Anna II 1586). 1574 bekam er von den Grafen zu Reinstem wiederkäuflich auf 10 Jahre für 30000 Thlr. das Amt Stiege verschrieben (mit Konsens des Herzogs von 1575). In demselben Jahre erhielt er von den Grafen zu Stolberg, Königstein und Wernigerode das Gut Veckenstedt von neuem auf 3 Jahre für 14000 Gold-G. und 4100 Thlr. eingetan. Er aber hat die Grafen veranlaßt, jährlich 705 Rh. Gold-G. und 205 Thlr. Pension als Zinsen zu erlegen, nnd da er an vr. Valtin v. Sundhausen 60 Gold-G. aus dem Hofe Veckenstedt wiederkäuslichen Zins hat abtragen müssen, so ist ihm der Langeleber Zehnt noch zu der Verschreibung ans Veckenstedt hinzugelegt worden. Auch hat er sich mit Jobst wegen etlicher Güter zu Glentorf, Rümmer, Schöningen, Harbke .'c. verglichen. 12. 9. 1575 war er unter den Vermittlern bei einer v. d. Asfebnrgi- schen Auseinandersetzung. Sechstes Kapitel. Die fünfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 147 1575 verpachtete er die von Andreas erkaufte Mühle für 115 Thlr. und verbürgte sich mit Matthias uud anderen für Christoph v. Dorstedt auf 1000 Thlr. gegen Fritz v. d. Schulenburg, auch entleiht er von Hans auf Bartensleben 3000 Thlr. In demselben Jahre erbaut er mit seiner Gemahlin das v. V.sche Haus in Brauuschweig, welches mit den Wappen der Erbauer noch heute eine Sehenswürdigkeit der Stadt ist. 30. 9. 1576 befand er sich mit 9 Pferden im Gefolge beim Leichenbegängnis des Grafen Christoph zu Barby. 15. 10. 1576 hat er auf Erfordern des Herzogs Julius vou Braun- schweig der Inauguration der Jnlius-Universität mit beigewohnt. In demselben Jahre erkaufte er die Mühle bei der Holztenne fiir 2700 Thlr. mit Konsens des Domkapitels zu Halberstadt. 4. 5. 1577 hat er eiueu bis an das Kaiserliche Kammergericht gehenden Streit mit Balthasar Weicker aus Weruigerode wegen Landfriedensbruches. 1577 schreibt Fürst Joachim Ernst zu Anhalt an ihn wegen 11500 Gold-G., für welche sich Achaz bei Christoph v. Bortfeld verbürgt hat. 1578 verglich er sich mit der Stadt Wernigerode wegen eines gehenkten Balthasar Welcker und verbürgte sich für den Grafen Wolf Ernst zu Stolberg gegen Iahn v. Röffing auf 1000 Thlr., auch erkaufte er für 1000 Thlr. 50 Thlr. jährlichen Zinses ans den Gütern des Dietrich v. Gaden- stedt, des Karl Wrampe, Lorenz Stenbe uud Valentin Böttcher, Bürgers zu Blankenburg. 26.10.1579 war er mit 9 Pferden beteiligt am Einzug des Administrators Joachim Friedrich in Magdeburg, sicher ihm Hans mit 9 Pferden, Hermann auf Bartensleben mit 6 Pferden, Ludwig mit 4 uud Jobft mit 6 Pferden, und im Gefolge des Bischofs .Heinrich Julius zu Halberstadt Matthias mit 10 Pferden. In demselben Jahre erkaufte er mit Matthias, Joachim und Günzel von Kuno v. Emden zu Wellen den Zehnt von 6 Hnfen zu Groppendorf und den Zehnt zu Daftorp. 1580 erhielt er mit Matthias und Annen, Asche v. Kramms Witwe, von der Witwe des Grafen Hans von Mansfeld in Vormundschaft ihrer Söhne für 6000 Thlr. die Hälfte von Wimmelburg wiederkäuflich versetzt. Das Gut war um die Mitte des 16. Jahrhunderts vom Grafen Albrecht von Mansfeld über die Zinsen hoch beschwert worden. Es gehören dazu der Korn- und Fleischzehut zu Hollenstedt, 43 Handsröner im Dorfe Wülffe- rode ohne die Hansgenossen, die in der Ernte sammeln und binden, auch das Wintergetreide um den Zehnten schneiden, ebenso alles Heu und Grummet ausbringen und zerstreuen müssen. Nachher ist der andere Teil an Jobft 10* 148 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. von Meisenbuch und dann an Statius v. Münchhansen für 6000 Thlr. ver setzt worden. In demselben Jahre ist Achaz mit anderen Bürge für Engelhard v. Germershansen gegen Dr. Christoph Behrendes zu Hildesheim auf 60V Rh, Gold-G. uud für Eitel Heiurich v. Kirchberg gegen Georg und Achaz v. Quitzow auf Widela auf 2000 Thlr. Auch erhielt er mit Matthias für 4000 Thlr. die v. Krammschen erledigten Güter in und vor Wernigerode gelegen, eingeräumt und borgte unter Bürgschaft auch des Matthias von Adrian v. Steinberg 7000 Thlr. 1581 verbürgt er sich mit Matthias und anderen für Adolf v. Hagen und dessen abwesende Brüder Heinrich Otto und Abraham gegen Fritz v. d. Schulenburg auf 4500 Thlr. uud 1588 für Hans v. Wenden gegen Ludwig v. Alvensleben auf 300 Thlr. 1583 bekennt er mit Matthias, daß sie in Pflegschaft ihrer Schwester Knnigunde, Christophs v. Dorstedt Witwe, auf die von ihrem Ehemann nachgelassenen Halberstädtischen und Eimersleber Lehengüter 1300 Thlr. gezahlt haben. 1584 schreibt der Administrator Heinrich Julius an den Amtmann zu Schnetlingen, daß er den Achaz mit den Seinen aufnehmen uud mit Futter und Mahl versorgen solle, der Herzog Julius schreibt an ihn wegen 20000 G. und wegen des Hauses Stiege, daß es noch 3 Jahre im bisherigen Stande bleiben solle, nnd die Herzogin Hedwig entschuldigt sich bei ihm, daß sie der Hochzeit seiner Tochter Maria (muß heißen: Adelheid) mit Lndols v. Alvensleben nicht beiwohnen könne. Maria, welche 1560! den Ludols v. Alvensleben heiratet, war seine Schwester.) 1585 brachte er das Haus Ostrau, „da sein Vater schon einen Fuß dariu gehabt", an sich uud machte es zu einem Weiberlehcn. Er erbaute laut der mit seinem und seiner Gemahlin Wappen versehenen Inschrift über dem Portal des äußeren Schloßhofes das alte Schloß zu Ostrau. Er ist auch der Erbauer von Schloß und Kirche zn Harbke in ihrer jetzigen Gestalt. In demselben Jahre borgte er von Fritz v. d. Schulenbnrg 500 Thlr. unter Bürgschaft seines Schwiegersohues Lndols v. Alvensleben, welcher sich mit 6 reisigen Pferden und Knechten zum Einlager in Braunschweig, Halberstadt oder Magdeburg verpflichtet. Auch schreibt der Graf Wilhelm von Schwarzburg an ihn mit der Bitte um ein Darlehen von 2000 guten Kurfürstlichen Reichsthalern, und Graf Bodo von Reinstein und Blankenbnrg wegen Stundung von 1500 Thlr. Zinsen. 8. 2. 1586 wurde er mit Matthias vom Bischof von Hildesheiin mit dem Gut Dingelbe belehnt, woran das Stift Hildesheimische Erbschenkenamt haftet. Die Gebrüder hatten es 1569 nach dem Tode ihres Sechstes Kapitel. Die fünfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 149 Neffen Asche v. Kramm von Heinrich v. Holle, der es wiederkäuflich von Asche v, Kramm, ihrem Schwager, bekommen hatte, mit allen Pertinentien die in dem Stift Hildesheimischen Lehenbriefe angeführt und im Gerichte Stenerwalde gelegen sind, für 6000 Gold-G. und 4000 Thlr,, so die v> Holle hingeliehen, und 9000 Thlr. Baukosten an sich gebracht. Das Erbschenkenamt blieb bis 1714, wo Dingelbe verkauft wurde, bei der Familie. 25. 11. 1586 wurde er mit Möst und Hinsdorf auch für seine Söhne, und wenn deren nicht mehr sein sollten, auch für feine Töchter belehnt. 1586 borgt er mit Matthias von Busso v. Bülow 2000 Thlr. zu 5°/> uuter Bürgschaft von Jobft und 2000 Thlr. von Christoph v. Maren- holtz und 3000 Thlr. von Ludols v. Rössing unter Bürgschaft von Hans. In demselben Jahre erhält er vom Kloster St. Lndgeri vor Halberstadt einen Erbzinsbrief über einen Hof und 5 Hufen Landes zn Wulffersdorf, die er von etlichen Bauern zu Almestorf erkauft hat. In demselben Jahre spricht ihm brieflich der Herzog Heinrich Julius sein Bedauern in betreff seiner Krankheit aus uud schickt ihm 4 wilde Schweine und einen geräucherten Hasen, „vor einen Patienten den Appetit zu stillen". 3. 8. 1587 wird er mit seiuem Bruder Matthias vom Fürsten zu Anhalt mit Biedersee belehnt, wie es nach dein Tode des Hieronymus v. Draxdorff an das fürstliche Haus heimgefallen ist. 1587 appelliert er an das Kaiserliche Kammergericht, nachdem er vom Hofgericht des Herzogs Julius zu Braunschweig verurteilt worden ist, wegen 2000 Gold-G., die er von Moses Jude 1563 quittiert hat, gegenüber der von Moses Jude hinterlasseuen Tochter Rösicke Jude. 158? borgte er von den v.Qnitzow 4000 Thlr. und vermietete sein Hans und Hof iu der Altstadt Magdeburg an Hans v. Bülow für 100 Thlr. auf 9 Jahre. 25. 7. 1588 borgt er mit Matthias 500 Thlr. von Heise Krogen nnd Hans v. Preutzen aus Brauuschweig. In demselben Jahre errichtete er mit Heinrich und Achim, Gebrüdern, Heinrichs VII Söhnen, einen Vertrag wegen des Neinstedter Zehnten, Hufen Landes nebst 2 Morgen vor Harbke, das ihm versetzt gewesen, nun aber von diesen eingelöst worden ist, wegen Vertauschung und Resti- tuierung von 6 Hufen Landes vor Harbke und Destedt zwischen den beiden Linien, wegen einer Hufe, so an Südhofs Hofe zu Wulffsdorf mangeln soll, uud den Burgwiesen vor Harbke, welche nach Hufenzahl in Schwaden geteilt werden sollen, nnter Vermittlung auch vou Jobst und Matthias. Nach seiner Leichenpredigt ist er von Leib etwas klein gewesen, aber in diesem kleinen Leibe hat er ein rechtes Löwenherz gehabt. In Harbke befindet sich ein Inventarium, was alles am 1. Mai 1588 in der Harnisch- und Rüstkammer vorhanden gewesen ist, woraus sich ergibt, daß Achaz ein sehr „rüstiger" Herr war. 150 Die Genealogie des Geschlechts vvn der Teilung der Linien an. Er besaß viele gelehrte Kenntnisse nud unterhielt einen — besonders theologische Gegenstände betreffenden — ausgedehnten Briefwechsel. Bon ihm liegt im Archiv zu Harbke ein eigenhändiges Manuskript oou 30 Bogen Folio mit einer Diatribo vvn mehr als .860 Paragraphen <1, 7. Eulalia (Nr. 194), 8. Georg (Nr. 195), 9. Elisabeth (Nr. 196), 10. Anna (Nr. 197), 11. Maria (Nr. 198), 12. Josias (Nr. 199). Hans Heinrich, S. des Achi Schwager Dietrich v. Qnitzow an ihn feld stehenden Kapitals, welches nock iz (Nr. 79), jung. 1563 schreibt sein wegen eines bei den Grafen von Mans- anf ein Jahr prolongiert werden solle. Im Winter 1544 studierte ei» Johannes Heinrich v. Feltheym Sax. in Leipzig. 23.5.1546 wird ein Uviirieus Haus v. Fgitgin uuf der Universität Wittenberg inskribiert. 136. Georg, S. des Achaz (Nr. 79) und der Adelheid v. Schwicheldt, * 1563, -s- 1568. Er soll in Frankreichverstorbensein, aber sein Leichen- stein von selten schöner Arbeit steht in der Kirche zu Arendsee mit den 8 Ahnenwappen (rechts: v. V., v. Oppersdors, v. Saldern, 3 schw. Balken in weiß, Helm: Bnsselhörner — links: v. Schwicheldt, v. Rauten berg, v. d. Schulenburg, v. Münch- hausen). 23. 4. 1562 wird er auf der Universität Frankfurt (O.) uud 29. 9. 1563 auf der Universität Wittenberg immatrikuliert. 137. Leviu, S. des Achaz (Nr. 79), 1' in sehr jungen Jahren, da er sonst nirgends genannt wird. 138. Margarete, T. des Achaz (Nr. 79), 1591 als Witwe genannt. Sechstes Kapitel. Die fünfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 155 Ehemann: Heinrich v. Saldern. 1563 bescheinigt er, daß er die Ehegelder seiner Gemahlin, nämlich 2500 Thlr., richtig erhalten habe. 139. Matthias, S. des Achaz (Nr. 79) und der Anna v. Veltheim, auf Derenburg und Aderstedt, 1' 3V. 10. 1592. Er bekam Aderstedt infolge brüderlicher Teilung. Er ist den Studien zugetan gewesen. Von Hause ist er nach Witteu- berg gezogen — 5. 5. 1559 wurde Nattlnas cls ^eltlieim uff Doruburg auf der dortigen Universität immatrikuliert — und hat sich darauf etliche Jahre in Frankreich aufgehalten, auch wurde er wegen seiner Geschicklichkeit viel gerühmt. 23. 10. 1562 war er im Gefolge des Kurfürsten von Brandenburg bei der Kaiserwahl zu Frankfurt a. M. 1564 erhielt er mit seinem Bruder Achaz und Georg v. V. vom Grafen von Reinstein das Amt Derenburg uud 1569 das Vorwerk Blauken- btirg mit Pertinentien. In demselben Jahre empfing er mit Achaz vom Herzog Julius zu Braunschweig einen Lehenbrief über das Erbküchenmeisteramt. 1568 akquirierte er V^Zehnten zuBüddenstedt von Leviu, Achims S. 1569 erkaufte er mit seinem Bruder Achaz den Nitterhof zu Dingelbe, den Asche v. Kramm 1565 für 640V Thlr. an Heinrich v. Holle veräußert hatte. Die beiden Gebrüder werden vom Bischof von Hildesheim 8. 2. 1586 mit dem Erbschenkenamt des Stiftes Hildesheim und den dazu gehörigen Gütern belehnt. Die Zugehörungen sind: die Güter zu Dingelbc, Vienen- burg, auf der Warpe, zwischen Kilnigen und der Ecker, zu Wölde, Groß- Giesen, Hemigshusen, Ochterfem, Jlten, Lotnngfen, Veldtbergen, Berla, Himbstede, Seelde, Huddessem, Achtem, Uppen, Himmelsthür, Arbergen, Gr.-Vorste, Dingkirche, Gr.-Lopke, Ummeln, Nettlingen, Seinde, Linde, Wetensen, Juglen, Woringen, Emmerckhe, Graßtorff, Dedessen, am Scheide- berg, zu Einem, Hänsen, Nienftedt, die Varßhöse, Besitzungen zu Blum- melkhe, Hildesheim, Bruggen und Hause, zu Hildesheim: die Stiege bis an Kelners Hof, den Zins aus einem Haus am Brühl, 3 Häuser und andere namhaft gemachten Häuser. 12. 9. 1570 vergleicht er sich mit seinem Bruder Achaz wegen der ungeteilten Güter zn Harbke und Destedt, Aderstedt, Oschersleben und Brandsleben, der Häuser zu Braunschweig und Magdeburg, der Holzungen zu Harbke und der Güter zu Derenburg und 26. 5. 157 l wegen etlicher Schuldsummen bei deu Grafen von Stolberg, dem Rat zu Magdeburg, den v. Borchtorff aktiv, bei ihrer Schwester v. Quitzow passiv, bei Lippold v. Klitziug, bei Christoph v. Haus, den v. Bisleben, Hans v. d. Hehde, 156 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Georg v. Rauchhaupt, dem Herzog von Liegnitz, den Geist zu Gröuiugen, Valentin v. Bornstedt, Melchior Rauen und dem Organisten zu Blanken- burg, alles aktiv, wegen ihrer Höfe zu Brauuschweig, wegen der Zehnten, der Leibzucht der Mutter, der Aussteuer der Schwestern uud wegen der in Kommunion bleibenden Güter Ostrau, Destedt und Dingelbe. 1572 verabredete er mit Achaz, daß sich keiner ohne Wissen des andern über 500 Thlr. in Bürgschaft einlassen solle, auch vergleicht er sich von neuem mit ihm wegen der Höfe zu Braunschweig. 1573 wurde er uebst Achaz von der Äbtissiu Anna zu Quedlinburg mit den von Henning v. Neindorff erkauften Gütern beliehen und von neuem 1586 und 1589 von der Äbtissin Anna II. 1574 verpflichtet er sich mit Achaz und anderen als Christoph v. Dor- stedt an Fritz v. d. Schulenburg eine Obligation über 100 Thlr. ausstellt zum Einlager mit 3 reisigen Pferden und 2 Knechten in Brannschweig oder Magdeburg. 1574 borgt er mit seinem Bruder den Grafen Botho und Kaspar Gebrüder zu Reinstein und Blankenburg 1500 Rh. Gold-G. und erhält dafür die Land- und Tranksteuer und andere Gefalle aus dem Amte Dornburg versetzt. 1576 errichtet er mit Achaz zu Huyseburg einen Vertrag, worin bestimmt wurde, daß dem Achaz der Jugelebeusche Zehnt, das Haus Deren- burg auf 17 Jahre und nach Verlauf von 11 Jahren der Hof zu Brandleben, sowie der Druxbergische, Gunslebensche und Bünausche zediert wird, dagegen Matthias die Geldzinsen zu Blaukeuburg und Derenburg behält. Da Matthias einen Anteil an dem Hofe zu Rümmer gehabt, den Achaz an seinen Vetter Job st vertauscht, so soll ihm der Hof zu Ofchersleben verbleiben. Dagegen behält Achaz den Oster-Eilslebenschen Zehnten und die Zinsen von den Glentorsischen Gütern zum Harbkifchen Anteil. 1578 leiht er von Christoph von Streithorsts zu Königslutter Witwe Eva v. Sambleben 1000 Thlr., unter den Bürgen, welche sich zu eigenem Leibe, 2 reisigen Knechten und 3 leistbaren reisigen Pferden zum Einlager oder Einritt in Braunschweig, Hildesheim oder Hannover verpflichten, auch Achaz. In demselben Jahre verbürgt sich Matthias für den Grafen Wolf Ernst zu Stolberg auf 1000 Thlr. gegen Iahn v. Röfsing. 1579 war er mit 10 Pferden im Gefolge des Herzogs Heinrich Julius, Bischofs zu Halberstadt bei dem prächtigen Einzüge des Administrators zu Magdeburg Joachim Friedrich gegenwärtig. 6. 4. 1580 schuldet ihm und seinem Bruder Achaz Kuno Hase auf Seeburg 7000 Thlr. Sechstes Kapitel. Die fünfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 157 1580 hat er mit Achaz den Grafen von Stolberg die erledigten Güter der v. Kramm mit 4000 Thlr. bezahlt und sich zu Lehen reichen lassen. In demselben Jahre haben die Grafen Albrecht, Georg und Wolf- gang zu Stolberg die v. Krammfchen an ihn und Achaz verkauften Lehengüter, in und vor Wernigerode gelegen, ihnen eingeräumt und stellen einen Revers aus, ihnen vor Lieferung der Hälfte Früchte an die v. Krammsche Witwe jährlich 100 Thlr. Zinsen zu reichen. 1581 verpachtete er seiu Gut Neu-Brandsleben auf 6 Jahre für 800 Thlr. In demselben Jahre verbürgt er sich mit Achaz für Adolf v. Hagen und seine Brüder auf 4500 Thlr. gegen Fritz v. d. Schulenburg. 1583 hat er mit Achaz dem Herrn Ludwig zu Putbus 2000 Thlr. vorgestreckt und erhält dafür von den Grafen zu Stolberg nicht mir einen Schadlosbrief, sondern auch das Gut Uftrungeu verschrieben. 24. 2. 1584 war er gegenwärtig bei der Ehestiftung des Lndolf v. Alvensleben und der Adelheid und 19. 8. 1584 unter den Vermittlern bei einem Vergleich des Amtes Egeln mit Hans Kotze auf Germerslebeu. 1585 erhielt er mit seinem Bruder Matthias von Heinrich v. Biela die Stapelbnrg versetzt. Laut einer im Archiv zu Destedt liegenden Psandverschreibnng hatte er mit seinem Bruder Achaz den Herren Ernst Botho und Kaspar Ulrich von Reinstein und Blankenburg 1500 Gold-G. vorgestreckt. 7. 4. 1586 borgt er mit seinem Bruder den Grafen Albrecht, Georg Wolff, Ernst, Johann und Heinrich von Stolberg-Konigstein, Gebrüdern, 13000 Thlr., wofür diese ihnen die Grafschaft Wernigerode verpfänden. An demselben Tage entleiht er mit seinem Bruder von Ludolf v. Rössing 3000 Thlr. 8. 4. 1586 schuldet er mit Achaz der Witwe v. Bülow 2000 Thlr. und 9. 4. 1586 dem Christoph v. Marenholtz dieselbe Summe und 29. 3. 1587 demselben mit Hans Ernst v. d. Asseburg nochmals dieselbe Summe. 1587 hat er mit Achaz den Grasen zu Reinstein 14500 Thlr. und 4000 Gold-G. aus das Vorwerk Blankenburg vorgeschossen. In demselben Jahre hatten die 2 Gebrüder v. V. einen Streit mit dem Domkapitel zu Magdeburg wegen des Hauses Sommerschenburg. 2. 2. 1588 hat er an den Rat zu Wernigerode eine Forderung von 1200 Thlr. 24. 1. 1589 verbürgt er sich mit anderen sür die v. Quitzow. 1589 beleibzüchtigt er für sich und wegen seines unmündigen Vettern die hinterlassene Witwe von Burchard Lüdecke Varnhorst mit der Bnde zu Hildesheim im Sack. 158 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. von Mansfeld. Es handelt sich um das Vorwerk Schaafsee, welches den Schenken v. Tantenbnrg und ihrem 1' Ehemanne verpfändet worden war. 159V war er beteiligt au der Halberstädter Kircheuvisitation. 1591 belehnte er zu Derenburg Arndten v. Kniestedt mit eiuem Meyerhof, welchen er Bartold Splicken abgekauft hatte. Gemahlin: zu Braunschweig 5. 2. 1574 Katharine v. Schwicheldt, T. des Kurt auf Peine und der Lueia v. d. Schuleuburg, f zu Aderstedt' 24. 19. 1696. Sie hatte als Witwe gemeinsam mit Margarete v. Saldern, Witwe des Achaz, 17. 9. 1594 einen bis ans Kaiserliche Kammergericht gehenden Streit wider den Grafen Johann v. Stolberg. Es handelt sich darum, daß ihre verstorbenen Ehemänner sich für den Grafen Johann von Stolberg anf 2909 Thlr. gegen den Herrn Ludwig zu Pntbus, Kommen- dator zu Wildenbruch, verbürgt hatten, und 6. 6. 1597 lag sie in einem bis znm Kaiserlichen Kammergericht gehenden Prozeß wider den Grafen Heinrich Konrad v. Schwicheldt auf Peine, f 1511. Adelheid v. Veltheim. Heinrich v. Nautew berg aus Rethmar. v. Stöck- heim. Bernhard v. d. Schulenbnrg aus Beetzen- dorf, S. des Werner. N. N' v. Oppers- hausyt. Hans v. Rohr auf Freienstein. Katharine v. Schöning a. d. H. Tamsel. Kurt v. Schwicheldt auf Pein, -s- 1528. Anna (al. JliV) v, Rautenberg a. d. H. Rethmar. Albrecht v, d. Schuleuburg (al. Leviu). Katharine v. Rohr a. d H. Frauensteiu (al. Ilse v. Qnitzow, T. des Geoig n. der Margarete o. Arnini). Kurt v. Schwicheldt auf Peine, Erbmarschatl zu Hildcsheim. Lucia v. d. Schulenburg. Katharine v. Schwicheldt, -j- 24. 10. 1606, war.: Matthias v. Veltheim auf Derenburg ze., -j- 30. 10. 1592. Kinder: 1. Anna (Nr. 200), 2. Lncie (Nr. 201), 3. Achaz (Nr. 202), 4. Kurt (Nr. 203), 5. Gertrud (Nr. 204), 6. Katharine (Nr. 205), 7. Maria (Nr. 206). 8. Ilse (Nr. 207), 9. Heinrich (Nr. 208). 149. Anna, T- des Achaz (Nr. 79) und der Adelheid v. Schwicheldt, * 1533, -s- zu Widela auf dem Schlosse bei ihrem Oheim v. Qnitzow 22. 19. 1698, begraben zu Wernigerode, in der Stiftskirche zu St. Sylvester beigesetzt (Leichenpredigt gewidmet der Katharine v. Jagow, Knniguude v. Dorstedt und Lncie v. d. Schulenbnrg). — 1697 hat sie sich mit Vnrchard wegen des Hofes Dingelbe verglichen, auch im 75. Lebensjahre wegen ihrer väterlichen Erbschaft. Sechstes Kapitel, Die fünfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 159 In der Geschichte der Familie v. Kramm heißt es: Afchwin v. Krainin, Schenke, hatte eine v. V. zur Ehe und zeugte mit ihr einen Sohn Aschwin V dieses Namens, ^ unvermählt 1578 in den Niederlanden, Weil nun durch seinen Tod das Erbschenkenamt des Stiftes Hildesheim erledigt wnrde, brachte es seine Mntter durch den Amtmann Jost Hadeler, dem sie dafür 3 Hufen Landes zu Giffteu verschrieb, bei Fürst Ernst als Bischof zu Hildesheim dahin, daß die Herren v, V. 1586 mit solchem Erbamte belehnt wurden. Ehemann: 1553 (bei der Ehestiftung war zugegen Bnfso) Asche v. Kramm, Ritter, -s- 14. 5. 1576. 141. Katharine, T. des Achaz (Nr. 79), -j- 1574. Ehemann: (Leibgedingsbr. 19. 10. 1573, Eheg.: 3000 Thlr.) Matthias v. Jagow auf Aulofen (s. Nr. 76). 1560 stellt er eine Quittung ans, daß er die Ehegelder seiner Gemahlin richtig empfangen habe. 142. Knnignnde, T. des Achaz (Nr. 79), * auf dem fürstlichen Hause Jerxheim 16. 5, 1540, 's- 14. 7. 1621 im 82. Lebensjahre, im 42. Jahre ihres Witwenstandes, begraben zu St. Sylvester iu Wernigerode. — Sie hat 1583 den Grafen v. Stolberg 500 Thlr. geliehen und erhält als Bürgschaft den Holzhandel zu Wernigerode und den Zehnt zu Langeln versetzt. — 1565 quittiert sie mit ihrem Ehemann dem Achaz nnd dem Matthias über den richtigen Empfang der Ehegelder. — Sie lebte in ihrem Witwenstande 30 Jahre dauernd zu Wernigerode. „Sie war unter der großen Zahl ihrer Geschwister die älteste geworden und überlebte sie alle und stand auch bei ihren eigenen Kindern und Kiudeskindern in großer Hochachtung. Sie konnte ohne Brille bis an ihr Ende ziemlich kleine Schrift lesen." Ehemann: 1565 Christoph v. Dorstedt auf Ernesteburg, f 1579, bestattet in der Johanniskirche zu Halberstadt. — 1563 stellt er einen Schein aus, daß er das in der Eheberednng Zugesagte treulich halten werde. — 1576 bekennt er, daß seine Gemahlin Kunne ihm 700 Gold-G. nnd 800 Thlr. zu 5°/g vorgeschossen. 143. Lucia, T. des Achaz (Nr. 79), * 22. 11. 1542, f zu Vranuschweig 5. 1. 1620 kinderlos. Sie hinterließ ein Vermögen von 40000 Thlr. in Obligationen. Davon vermachte sie laut ihres Testamentes 31. 10. 1619 (eröffnet 5. 11. 1620) 3000 Thlr. der Witwe des Albrecht v. d. Schnlen- 160 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. bürg (Nr. 130). Als Witwe v. d. Schulcnburg und als Vormünderin ihrer Söhne verwaltete sie das damals ihnen gehörige Kloster Dambeck. Ehemann: I- 1575 Tile v. Barner. 1575 quittiert er seinen beiden Schwägern Achaz und Matthias über 2500 Thlr. Ehegelder. II. zu Dambeck 1589 Georg v. d. Schulenburg auf Knesebeck, * zu Knesebeck 31. 8. 1535, -s- zu Brauuschweig 20. 4. 1619. Er setzte seiner Gemahlin für den Fall seines Todes außer ihrem Leibgediuge ein Kapital von 20000 Thlr. aus und bestimmte sie zur Erbin seines Hansgerätes und seines baren Geldes. Sechstes Kapitel. Die fünfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 161 Denkmal für ihn nnd seine II. Gemahlin in der Katharinenkirche z» Braunschweig. 144. Martha, nach der v. Alvenslebenschen Familiengeschichte Maria, T. des Achaz (Nr. 79), -f- als Witwe 1575, s. Nr. 78. Ehemann: 28. 1. 1560 Lndolf v. Alvensleben auf Kalbe, Zichtau, Grosz-Engersen und Plate, Brandenbnrgischer Rat und Amtmann zu Salzwedel, * 1510, f 28. 1. 1562. 145. Magdalene, T. des Achaz (Nr. 79), -j- 1577. 6. 5. 1604 bekundet der Rat der Neustadt Salzwedel, daß sie vor etlichen Jahren die Schule ansehnlich zur Befreiung vom halben Schulgeld dotiert habe. Ehemann: Matthias v. d. Schulenburg, Rittmeister, auf Altenhausen, Emden, Bodendorf, 15. 4. 1574 (Epitaphium in Altenhausen). 146. Gertrud, T. des Achaz (Nr. 79) und der Anna v. Veltheim. Ihr Wappen in Stein gehauen mit ihrem Namen und der Jahreszahl 1601 über der Tür des Treppenturmes im innern Hofe der Burg Falkenftein. f 12. 12. 1574 zu Ampfurth, nachdem sie nur ein halb Jahr in der Ehe gelebt hatte. Ihr Denkmal in der Kirche von Ampfurth ist von Holz, gemalt und stellt die Kreuzigung Christi vor. Sie kniet auf dem Gemälde zur Rechten im schwarzen Habit mit znin Kreuze Christi gerichtetem Angesichte, mit ihren Ahnenwappen und der Unterschrift: ^.rmo äomini 1574 Sontags nach Ooncszztionis Nariao, welcher war der 12te Monats tag (lscsmdi'is zwischen ein und zwey Uhren Nachmittage ist in gott seliglichen entschlafen die edle nnd viel tugendsame Gertrud von Veltheim, des edlen gestrengen nnd ehrenvesten Augustus von der Asseburg eheliche Hausfrau, der gott gnade. Amen. — Das Gemälde ist von Adam Offinger, dem Hofmaler des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig, 1574 angefertigt. Es ist längere Zeit im Berliner Museum gewesen. Friedrich Wilhelm IV. hat den überaus kunstvollen uud genealogisch interessanten Rahmen ca. 1840 renovieren nnd so das Gemälde der Kirche zu Ampfurth wieder zugehen lassen. Ihr lebensgroßes Bild, von Adam Offinger gemalt, mit dem v. V.schen Wappen und der Jahreszahl 1575 hängt in Hindenburg. Ihr Wappen mit ihrem Namen neben dem Wappen ihres Ehemannes und dessen zweiter Gemahlin Else v. Alvensleben befindet sich in Stein gehauen auch über dem Treppenhaus des Falkensteins. Das Geschlecht v. Belthelm. 162 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Ehemann: 14. 6. 1574 Augustus v. d. Asseburg auf Neindorf nnd Falkenstein, Fürst!. Brauufchweigisch-Lüneburg. Rat, * 1545. 146d. Marie Sophie, T. des Busso (Nr. 8V) nnd der Agnes v. Schenk, -j- 1657. 147. Günzel IV, S. des Busso (Nr. 80) und der-Anna 'v. Schenk^ ans Harbke, Stiftshauptmann zu Kalbe, -j- 1619. 1571 hat er anstatt seines Vaters mit Joachim, Job st und Busso, mit Achaz und Matthias, mit Heinrich, Heinrichs S. zu Destedt, Ludwig und Jobst, Heinrichs zu Rosenthal Söhnen, Hans nnd Hermann zu Barlensleben und Ludwig, Levins S, wegen ihrer gemeinschaftlichen Sechstes Kapitel. Die fünfte Stammreihe nach der Teilung der Linien, 163 Güter zu Harbke, Destedt und Weddel, auch wegen des ehemalige» Burgfriedens einen Vergleich getroffen nnd 1573 mit Hans zu Bartensleben wegen ihrer Anteilgüter zu Harbke. 1575 empfing er einen Erbziusleheubriei vom Abt Heinrich zu Werden nnd Dompropst zu St. Luder. Von 1577 — 1593 liegen viele Briefe, Beschwerde» und Vergleiche vor zwischen ihm und Achaz wegen Beugung der Hut uud Trift durch Anbau neuer Hänser und Gärten, Verwüstung des Bauernwaldes, Pflanzung von Weiden am Psingstauger und verschiedener Tätlichkeiten von selten der Bediente» des Günzel gegen die Lcntc der Margarete geb. v. Saldern. 3. 7. 1582 befand er sich als Hofjunker im Gefolge des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg auf dem Reichstage zu Augsburg uud 8. 6. 1589 beim Leichenbegängnis des Herzogs Heinrich von Braunschweig. Er ging neben der Leiche, während Ludwig ans Destedt eine Wachsfackel mit angeheftetem fürstlichen Wappen trug, ebenso wie Joachim und Heinrich; Jobst auf Glentorf trug die Fahne des Herzogtums Lüneburg. 24. 2. 1584 ist er gegenwärtig bei der Ehestiftung des Ludolf v. Alveus- leben und der Adelheid (Nr. 188). 28. 3. 1599 gibt er seinem Schwager Bodo v. Rautenberg zu Rethmar Sicherheit für eiue von diesem auf 699 Thlr. für ihn überuommeue Bürgschaft gegenüber Valentin v. Alvensleben uuter Verpfändung seiner Giiter. 15. 6. 1591 ist er gegenwärtig bei einem Vergleich in der Familie v. Ditsurth. 28. 8. 1699 hat er einen bis zum Kaiserlichen Kammergericht gehenden Streit mit Ludwig Heine zu Groß-Salze, mit dem er sich 7. 2. 1619 vergleicht. Es handelt sich um Schuldaugelegenheiteu des Hans v. Homburg. 15. 5. 1619 hatte er wegen Brumby eine Forderung von 11999 G. au Beuno Friedrich Braud v. Lindau. Günzel hatte das Gut für 17999 G. von den v. Horuburgifchen Erben erstanden. 25. 4. 1612 erneuert das Kloster Marienborn die 1585 mit ihm abgeschlossene Wiederkaufsverschreibung (über 2 Huseu Ackers dienstfrei, aber doch zehntbar für 199 Thlr.) auf weitere 12 Jahre gegen eine Nachzahlung von 79 Thlr. 14. 4. 1613 wird entschieden, daß Georg v. Arnim auf Gladau iu einer Bürgschaftssache ihn bis nächstes Ostern befriedigen solle. Bis 6. 5. 1613 hat er vou jenem 439 Thlr. 19 Gr. zu fordern. Er trug als Günzel der Ältere mit anderen von Adel die Leiche des Herzogs Heinrich Julius vou Braunschweig, 1' 4. 19. 1613, aus der Kirche uach dem Schloßhof, Heinrich auf Aderstedt fungierte als Marschall, ebenso der Hofscheuk Heinrich, mit brennender Fackel gingen Philipp und Busso, Burchard führte ein Wappenpferd, Kurt auf Aderstedt trug das brauu- 11* l^4 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. schweigische Gesamtwappen und Joachim, Hauptmann auf Westerburg, fungierte als Marschall mit langem schwarzem Stäbe. 29. 9. 1616 belehnt er als Hauptmann zu Kalbe den Heinrich v. Holzhausen mit einem Sattelhof zu Glütsch. 1616 verbürgte er sich zu Altenhausen mit andern auf 6000 Thlr. für Matthias v. d, Schulenburg gegen Judith v, Rochow, der Witwe des Daniel Schenck v. Lützendorff, In demselben Jahre unterschreibt er sich in einer für Martin Schön- berger zu Halberstadt ausgestellten Obligation: Ich Güntzel v. Veltheim, Erbsasse zu Harbke, fürstlich-erzbischöflich Magdeburgischer bestallter Hauptmann zu Kalbe, Aken, Goltesgnaden und Staßsurt, 24. 4. 1617 verpfändet er Renten aus Ummendorf an Gerhard v. Meyendorf. 22. 12. 1618 verkauft er sein Anteil an Harbke für 25606 Thlr. an Burchard, wozu 1619 Herzog Christian als Bischof zu Halberstadt („rations der 4 Hauszehnten") seinen Konsens erteilte. 1618 schloß er mit Kotharine v. Münchhauseu, Heinrichs Witwe, und dem Vormund ihrer Kinder, Hans, einen Vertrag über etliche Äcker und Holzungen zu Harbke und Sandersleben. Er soll 1619 verstorben sein, aber 16. 5. 1626 ist ein Günzel Schiedsrichter in einem v. Alvenslebenschen Streit. Gemahlin: 2. 7. 1576 Lucie v. Rautenberg, -s- 1616, T. des Barthold auf Rethmar und der Anna v. Adelebsen. — 11. 5. 1598 wird sie mit der Witwe des Matthias bei einer Taufe in der Famile v. Kotze unter den Paten genannt. Barihold v. Rautenberg. Magdalene V.Schwi- cheldt. Busfo v. Bartens- leben. ^ N. v. Bs-- vLnteu. Bodo v. Adelebsen. v, d. Asse- bnrg. Heinrich v. Saldern auf Netlingen. Jutta v. Steinberg. Hans v. Rautenberg, 1523 auf Rethmar. Lucie v. Bartensleben. Bodo v. Adelebsen, 1- 1534. Amalie v. Saldern a. d. H. Netlingen. Barihold v, Rautenberg auf Rethmar, f 1558. Anna v. Adelebsen. Lucie v. Rautenberg, f 1616, mar.: 2. 7. 1576 Güntzel v. Veltheim, ^ 1619. Kinder: 1. Busso (Nr. 209), 2. Günzel Bodo (Nr. 210), 3. Bartold (Nr. 211), 4. Sophie (Nr. 212). 148. Günzel Heinrich, S. des Joachim (Nr. 87) und der Anna v. Schenk, fehlt auf den alten Stammtafeln. Er ist wohl früh verstorben. Sechstes Kapitel. Die sünfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 165 149. Günzel, der „älteste" S. des Joachim (Nr. 87) und der Anna v. Schenk. Er blieb im Kölnischen vor dem Feinde vor 1594 nach der Leichenpredigt seines jüngsten Bruders Johann Ernst. 15V. Hans, S. des Joachim (Nr. 87) und der Anna v. Schenk. 1613 trug er mit seinen 2 Brüdern Philipp und Bnsso bei dem Leichenbegängnis des Herzogs Heinrich Julius Fackeln mit dem brann- schweigischen Wappen. Er soll nach der handschriftlichen Chronik von Lenzen 1623 mit seinem Bruder Philipp den Zehnten zu Detten für 300 Thlr. an den Landrentmeister Johann Barnstorff verpfändet haben. 151. Bnsso, S. des Joachim (Nr. 87) und der Anna v. Schenk, * 1593, -s- 1.8. 1623 auf Köuigslutter. Ihm ist die Leichenpredigt seines Bruders Johann Ernst gewidmet. 1593 half er mit Philipp den Harbker Vertrag zustande zn bringen. 1595 war er bei dem Leichenbegängnis der Herzogin Klara, Herzog Philipps zu Grubenhagen Gemahlin, zu Osterrode gegenwärtig und half die fürstliche Leiche mit zur Gruft tragen. 8. 4. 1602 hat er von Hans Philipp v. Werle 806 Thlr. geliehen. 8. 5. 1618 nennt er sich: Fürstl. Brauuschw. Hauptmann auf Waltenberge und erbgesessen im Oberndorfe Lutter. Gemahlin: Agnes oder Maria v. Weferlingen. 152. Philipp, S. des Joachim (Nr. 87j und der Anna v. Schenk, * 1593, -j- 1626 auf Neplingen. Mit ihm, da sein Sohn vor ihm verstorben war, starb die Linie auf Neplingen aus. Ihm ist die Leichenpredigt seines Bruders Johann Ernst gewidmet. 1613 war er mit Buffo und Hans gegenwärtig beim Leichenbegängnis des Herzogs Heinrich Julius. Sie trugen Fackeln mit dem braunschweigischen Wappen. 1618 nahm er 2105 Thlr. bei Ernst v. Börstel zu Westeregeln auf, worüber er eine Schuldverschreibung gab. 25. 8. 1621 belehnt er den früheren Oberamtmann Heinrich Stein- bringk mit einer zehntfreien Hufe zu Esbeck, 2 Hufen davon zehntfrei) von Ampleben, Gut zu Schöningen, einem Hofe in Ottendorf vor Schö- 166 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. ningen, einer Hufe und einem Hofe zu Büddenstedt. Dieselbe Belehnung für die Steinbringk 14. 7. 1648 von feiten des Heinrich nnd 14. 10. 1669 von feiten des Jofias. 1625 nahm er 860 Thlr. auf und verpfändete dafür mit Konsens des Hans auf Glentorf seinen Zehnt auf der Seelschen und Oster-Eilsleben- schen Feldmark. Gemahlin: Sophia v. Haacke. Kinder: 1. Joachim Ernst (Nr. 213), 2. Anna (Nr. 214), 3. Gertrud Katharina (Nr. 215). 153. Hans Busso, S. des Joachim (Nr. 87) und der Auna v. Schenk. Wohl jung verstorben. 154. Ernst, S. des Joachim (Nr. 87) und der Anna v. Schenk, Wohl jung verstorben. 155. Levin, S des Joachim (Nr. 87) und der Anna v. Schenk. Jung verstorben- 156. Ilse, T. des Joachim (Nr. 87) und der Anna v. Schenk. Sie lebt 1594, wo ihr die Leichenpredigt ihres Bruders Johann Ernst gewidmet ist. 1599 verglich sie sich mit ihren Brüdern wegen der Erbschaft ihrer verstorbenen Schwester Armgard, daß sie 100 Gold-G. empfangen sollte, welche 1624 von Abraham v. Schlieben wegen seiner Hausfrau wider Philipp auf Ueplingen ausgeklagt wurden. Ehemann: vor 1594 Hans v. d. Knesebeck auf Wittingen. 157. Anna (alias Agnes), T. des Joachim (Nr. 87) nnd der Anna v. Schenk. 1594 ist ihr die Leichcnpredigt ihres Bruders Johann Ernst gewidmet. Ehemann: vor 1594 Heinrich v. Milo zu Terpt in der Niederlausitz. Nach der handschriftlichen Chronik von Lenzen: Heinrich v. Maulen zu Trebbin in der Lausitz. 158. Margarete, T. des Joachim (Nr. 87) und der Anna v. Schenk. 1594 ist ihr die Leichenpredigt ihres Bruders Johann Ernst gewidmet. 8. 10. 1591 reversiert sie sich gegen ihre Brüder Philipp, Busso uud Hans Ernst wegen ihrer Aussteuergelder. — 1602 vergleicht sie sich Sechstes Kapitel. Die fünfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 16? als Witwe zu Neplingen mit dem Stadtschreiber zu Königslutter wegen eines Streites. Ehemann: vor 1594 Nikolaus v. Kolowrat auf Petersberg nnd Rabenstein, Komtur zu Süpplingenburg. Er wohnte zu Königslutter. 159. Armgard, T. des Joachim Mr. 87) und der Anna v. Schenk, 1594 unvermählt, f 14. 4. 1599. Ihr ist die Leichenpredigt ihres Bruders Johann Ernst gewidmet. 160. Heinrich Julius, S. des Joachim (Nr. 87) und der Anna v. Schenk. Früh verstorben. 161. Agnes, T. des Joachim (Nr. 87) und der Anna v. Schenk. Wohl vor 1594 verstorben. Ehemann: Heinrich v. Menten. 162. Johann Ernst, der jüngste S. des Joachim (Nr. 87) und der Anna v. Schenk, * 3. 6. 1571, -f- 16. 8. 1594. „Er siel entweder in eine Ohnmacht oder in seine gewöhnliche Krankheit den Jammer und blieb darinnen." Seit 10. 3. 1589 war er Domherr zu Magdeburg. Er stand anfangs bei seinem Dechanten Christoph v. Metzrad in guter Reputation. „24.10.1592 acl pos- ssssionsiu prasdsnäsö am Stifte St. Nikolai zu Magdeburg gekommen, nachdem er vorher die Schule zu Magdeburg und darauf die Universität Helm- ftedt besucht hatte. Da er körperlich schwach war, sollte er Geistlicher werden. Er hat nie ein wüstes Leben geführt und sich etwa mit anderen gerauft und gebalgt, wie es den geistlichen Personen übel ansteht. Man kann nicht sagen, daß er ein wüster Mensch gewesen, er ist zwar kein Engel gewesen und hat seine Mängel und Gebrechen gehabt, wie kein Mensch ohne Gebrechen ist. Das aber ist (nach der Leichenpredigt) von ihm zu beklagen, daß er sich die letzte Zeit sehr aufs Trinken begeben, welches ihm dann, weil er ohne das ein sehr schwacher Mann von Natur gewesen, desto leichter an seiner Gesundheit geschadet. Und ist eine schädliche Gewohnheit unter denen von Adel, daß sich ihrer so viele auf das leidige Saufen begeben und sich bedünken lassen, daß es ihrem Stande nachteilig, wenn sie nicht einen« jeden sollten Bescheid tun, dadurch mancher fürnehme Mann sein Leben verkürzet, der sonst wohl noch eine geraume Zeit seinem lieben Weib und Kindern und dem ganzen Lande nützlich sein konnte. Man hat bei seinem Abschied die Bibel auf seinem Tisch offen liegen gefunden, darinnen er täglich zu leseu pflegte." 168 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Seine Leichenpredigt ist gewidmet seinen Geschwistern Philipp, Bnssv, Else v. d. Knesebeck, Anna v. Milo, Margarete v. Kolowrat und der Jungfrau Armgard. Gemahlin: Anna v. Schenk, Schwester des Georg Schenk. 163. Lernn, S. des Levin (Nr. 96) und der Katharine v. Krummensee. 164. Jobst, S. des Levin (Nr. 96) und der Katharine v. Krummensee, 1352 —1666, 1576 auf Glentors, 1666. 1552 erhielt er mit deu Vettern die Aufforderung, sich wegen der Glentorsschen Streitigkeiten mit den Zellischen Kommissarien zu einigen. 1556 leiht er von einem Bürger zu Königslutter 126 G., welche er iu Bürgschaft seines Vaters Levin und seines Schwagers Eggert v. Stammer an Haus v. Bartensleben auszahlt und Siegel und Briefe damit einlöst. Er setzt dafür zum Pfande ein Viertel Zehnten zu Detten, wegen dessen bisher Hermann Noff zu Detten ein Scheffel Weizen, 1^ Scheffel Roggen nnd 2 Scheffel Hafer jährlich gegeben hat. 1558 kam an alle v. V. zu Glentorf der Befehl von Herzog Franz Otto zn Zelle, daß die Leute und Untertanen zu Glentorf die ausgeschriebene Schätzung und Stener, ob es wohl Halberstädtische Lehen seien, dennoch nach Zelle bezahlen sollten. 1561 verglich er sich mit Busso wegen des versetzten Sommersdorf- fchen Zehnten, der Melioration des Gutes Schackensleben, des Teiches am kurzen Holze, etlicher Pfandschillinge, eines Anteils an Harbke zc. und in demselben Jahre wegen etlicher Äcker, Holznngen, Teichen, Mühlen und Gärten zu Harbke. 1567 borgte er von seinem Vetter Heinrich VII 266 Rh. Gold-G. nuter Verpflichtung des Einlagers zu Brauufchmeig oder sonst wo. In demselben Jahre erhielt er von den Herzögen Heinrich und Wilhelm vou Zelle den Befehl nach Glentorf, die Türkenfteuer auf nächstes Jahr zu bezahlen. 1. 3. 1576 schloß er abermals einen Vergleich mit Busso wegen etlicher Irrungen zu Harbke. 27. 9. 1571 schloß er mit Bnsso und Achaz, Vettern, einen Vergleich wegen Teilung der Gebäude des Hauses Harbke. 1573 wurde er mit Achaz zu einem Ritterspiel auf Faftuachteu vom Herzog Julius verschrieben. 7. 8. 1574 schloß er mit Achaz einen Vertrag wegen ihrer Güter uud Dieustleute und mit Joachim wegen der Mühle zu Gleutorf, des Sechstes Kapitel. Die fünfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 189 Badelebenschen und Gorssenschen Zehnteiis und der Bude zu Braunschweig und iu demselben Jahre mit Achaz wegen etlicher Güter zu Glentors, Rümmer, Schöuiugeu, Harbke zc. 1577 leiht er von Dorothea v. Biilow, Witwe des Georg v. Dannenberg, 300 Thlr., wofür sich seine Vettern Joachim und Heinrich verbürgen. 1579 wurde er vom Administrator Joachim Friedrich mit gewissen Magdeburgischen Lehenstücken zur gesamten Hand für Joachim, Güntzel, Achaz und Matthias belehnt. Er hatte die Stücke vou Kuno v. Emdeu erkauft; dazu gehörte der Zehut zu Groppendorf. 1588 war er gegenwärtig, als Achaz, Heinrich nnd Ach im, Gebrüder, einen Betrag errichten. 1593 errichtete er mit Ludwig zu Destedt, Jobst zu Rosenthal, Güntzel zu Harbke, Heinrich und Ach im Gebr. zu Destedt, und Philipp und Busso Gebr. au einem Teile und Haus v. Bartensleben mit Achazens Witwe am an dern Teile einen Bertrag wegen 20 M. Ackers und 20 Schrad Grases. Gemahlin: I. Gisela v.Marenholz, 1' 1566. Grabsteiu iu der Kirche zu Glentorf mit beiden Figuren und den beiderseitigen Wappen. Die ans Minuskeln und vereinzelten Majuskeln bestehende Inschrift auf deu 4 Seiten des Randes nennt nur die Ehefrau. Der Name des überlebenden Mannes (i 1600) ist erst später in großen lateinischen Lettern eingemeißelt. — 1566 170 Die Genealogie des Geschlechts von der T/lung der Linien an. verglich sich Jobst wegen der Gerade seiner f Gemahlin mit Armgard, Burchards v. Kramm, Margarete, Ludolfs v. Bortfeld und Hille, Aschens v. Halle Hausfrauen, den Geschwistern v> Marenholz, unter Beistand seines Vettern Heinrich. II. Armgard v. Bülow a. d. H. Gartow, deren M. eine v. Maltzahn, dagegen nach der Leichenpredigt ihrer Tochter Katharina, T. des Ficke auf Oebisfelde und der Margarete v. Marenholtz. — 2. 5. 1570 setzte Jobst ihr mit Zustimmung seiner Agnaten Busso, Joachim und Achaz sein Anteil an den Dörfern Schackensleben und Groppendorf zum Leibgedinge aus. III. Lucie v. Bodendorf. — 1606 leiht sie als Witwe mit ihrem Sohne Christoph 1000 Thlr. von Ernst v. Hopfkorff unter Bürgschaft von Heinrich und Bernhard. — 16. 4. 1622 hat sie der Kirche zu Glentorf 100 Thlr. verehrt. Ihr Sohn Hans hat dafür auf sich genommen, jährlich 5 Thlr. dem Diener des Predigtstuhles zu entrichte». Kindern I. Gisela (Nr. 216), 2. Margarete (Nr. 217), Z. Christoph (Nr. 218) 4. Katharina (Nr. 219), 5. Sophie (Nr. 220), 6. Dorothea (Nr. 221), 7. Hans ^Nr. 222), 8. Georg Hartwig (Nr. 223), 9. Levin Friedrich (Nr. 224), 10. Helena (Nr. 22S). 165. Elisabeth, T. des Levin (Nr. 96) uud der Katharine v. Krum- mensce. Sie erhielt 1558 von ihrem Bruder Jobst als Brautschatz den Zehnten zu Veltheim a. d. Ohe verschrieben. Ehemann: Heinrich auf Beyenrode (Nr. 118). 166. Hille, T. des Lcviu (Nr. 96) und der Katharine v. Krummenfee. Ehemann: Henning v. Neindorf auf Neindorf. b) Die weiße Linie. 167. Anna, T. des Hans (Nr. 106). Ehemann: Gebhard v. Meyendorf auf Ummendorf nnd Alten- plathow, 1588. 168. Maria, T. des Hans (Nr. 106). Ehemann: I. Euftachius v. Schlieben auf Trebbichow, 1594. II. N. N. v. Borstel. 169. Christoph, S- des Hans (Nr. 106) und der Agnes v. Trotha, f 1573. Sein Grabdenkmal in der Kirche zu Groß-Bartensleben. Sechstes Kapitel. Die fünfte Stammreihe nach der Teilnng der Linien. 171 170. Anna, T. des Hermann (Nr. 107) und der Agncse Schcnck v. Flech- tingen. 29. 10. 1396 wird sie als Jungfrau unter den Pateu in der Familie v. Kotze auf Groß-Germersleben aufgeführt. Ehemann: 1602 Arndt v. Stammer auf Ballenftedt; uach anderen Nachrichten war er ein Schwiegersohn von Hans (Nr. 106) und Ehemann der Anna (Nr. 167). 171. Kathariue Dorothea, T. des Hermann (Nr. 107) und der Agnes Schenck v. Flechtingen. Sie kaufte 1624 eine von einem gleichnamigen Vetter ihres 1. Ehemannes veräußerte Wiese bei Audorf zurück und verwaltete als Schulenburgische Witwe die ihren Kindern hinterlassenen Güter bis 22. 1. 1630. Sie lebte noch 1642. Ehemann: I. 21. 4. 1605 Dietrich v. d. Schulenburg auf Beetzen- dorf und Apenburg. II. Karl v. Mandelsloh, Lüneburgischer Hauptmann zu Klötzen auf Evenfen und Fahrenhorst. 172. Levecke (Liebiche), T. des Hermann (Nr. 107) und der Agnes Schenck v. Flechtingen, -j- zu Tangermünde 1626. Ehemann: 5. 7. 1609 Werner v. d. Schuleuburg aus Ncrguuft, Angern, Ramftedt und Apenburg, * 1.1.1577, f 22. 6.1654 (Leichenpredigt). 173. Maria, T. des Hermann (Nr. 107) und der Aguefc v. Schenk, * 1. 7. 1590, 1' zu Nieuhagen 18. 8. 1625. Sie mußte nach dem Absterben ihres Bruders Christoph „die Lehengüter rännien und mit ihrer Mutter in das Elend ziehen". Sie wurde nach dem Tode ihres Ehemannes durch die Nachricht, daß die spanischen Truppeu ins braunschweigische Land eingefallen seien, derart in eine Krankheit gestürzt, daß sie daran im Alter von 34 Jahren 7 Wochen verstarb (Leichenpredigt). Ehemann: 9. 9.1618 Kurt v. Marenholtz, -j- nachdem er 45 Wochen und 3 Tage verheiratet gewesen 1619, auf Nieuhageu und Sihla (Sydela). 174. Christoph III, S. des Hermann (Nr. 107) uud der Agnese v. Schenk, auf Alveusleben, Destedt und Bartensleben, * 28. l. 1585, -s- 5. 4. 1615, alt 30 I. 3 M. und etliche Tage, ohue Erben (Leichenpredigt). 172 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Er besuchte die Universitäten Helmstedt und Leipzig und bereiste dan n fremde Lande, bis er 1604 in die Heimat zurückkehrte. Er lebte als einziger Sohn beim Tode des Vaters. Er hatte, wie auch schon sein Vater, 17. 11. 1603 und 11.11. 1605 eine n bis an das Kaiserliche Kammergericht zu Wetzlar gehenden Streit mit dem Domkapitel zu Magdeburg über die Jagdgerechtigkeit. 1607 hatte er mit seinen Vettern Christoph, Günzel, Heinrich, Christoph. Philipp, Achaz, Kurt und Bnrchard einen schon 1583 rege gemachten Streit wegen Hut und Trift, Weide und Mästung iin sogenannten Streitholze, die ihm von jenen streitig gemacht wurden. 17. 9. 1612 wird er von Hans v. Kotze aus Groß-Germersleben zum Vormund für seine Kinder bestimmt. Nach seinem Tode fiel sein Gut Bartenslebeu an Achim, das Gut Aloensleben an die Söhne Heinrichs auf Beyenrode. Gemahlin: 3.12.1610 Elfe v. Qnitzow, T. des Henning auf Widela, * 28. 1. 1394, 's- 27. 4. 1653 zu Braunschweig, liegt zu St. Johann daselbst begraben laut ihrer Leichenpredigt (ohne Personalien). — 1616 verglich sie sich mit Achim und dessen Bruders Kindern wegen ihres Eingebrachten und wegen des Gegenvermächtnisses und 1649 mit Heinrich Julius wegen des Gutes Destedt. 175. Karsten, S. des Hermann (Nr. 107) und der Agnes v. Schenk, -j- an der roten Ruhr 1599. 176. Ludwig der Reisige, S. des Levin . v. d. Asseburg. , > David v. Saldern, f 1573. Anna v. Alvenslebcn a. d. H. Kalbe. Anna v. Saldern, ' 12.6. 1565, -s 26 7. 1631 (nach der handschriftlichen Chronik von Lenzen T. deS ASinus), mai'.- Jobst v. Veltheim, -f- 1594. Kinder: 1, Heinrich (Nr. 226), 2. Anna (Nr. 227). 181. Heinrich, S. des Heinrich (Nr. 115) und der Anna v. d. Schulen- bürg, Kanonikus zu Magdeburg, 1551. Nach der handschriftlichen Familiengeschichte von Lenzen war er der älteste unter seinen Brüdern. 182. Ludwig III, S. des Heinrich (Nr. 115) und der Anna v. d. Schnlen- bnrg, f 1611, auf Rosenthal, soll zu Heiligenthal gewohnt haben. 23. 9. 1559 wird er mit seinem Bruder Jobst, Ludwig, Levins S., und den Gebrüdern Heinrich und Fritz belehnt mit dem Bnrghof, 2 Kothvfen und 7 Hufen zu Rosenthal, dienstfrei, mit der dortigen Schäferei und dem Recht 60 Schweine zu treiben, mit dem Zehnt zu Kreigenfeld, 2 M. zu Nigenstedt, mit dem Ziegenkampe vor Heine, wie das bereits sein Vater Heinrich gehabt hat. 1571 verglich er sich mit seinem Bruder Jobst und seinen Vettern. Er ist wohl identisch mit dem 8. 6. 1589 genannten Ludwig auf Destedt. 31. 3. 1585 erteilt er seinem Oheim Hans v. Bülow eine Obligation über 469 Thlr. Unter den Bürgen anch Heinrich auf Destedt. 26. 2. 1595 appelliert er mit den Kindern seines -s- Bruders Jobst, nachdem sie beim Hofgericht zu Wolfenbüttel Unrecht erhalten haben, wider die v. Reden und Genoffen, da sie für eine von ihrem Vater geleistete Bürgschaft eintreten sollen. Für Heinrich v. V hat sich mit anderen 19. 4. 1542 Asmns v. Davier verbürgt. Darüber entsteht 1584 ein Streit. Sechstes Kapitel. Die fünfte Staminreihe nach der Teilung der Linien. 17g 13.12.1593 und 30. 9.1598 liegt ein Ludwig in einem bis zum Kaiserlichen Kammergericht gehenden Streit mit Christoph v. Steuben zu Gerbstedt. 20. 11. 1596 resignieren ihm die Gebrüder Symann zu Braunschweig 2 Hufen vor Schöningen, einen Hof in Ostendorf vor Schulungen, ^ Hufe vor Esbeck, eine Hufe und einen Hof vor Büddenstedt zur Verleihung an Georg Burchard v. d. Lippe und au den brannschweigischen Kammer-Sekretär und Oberamtmann Heinrich Steinbringk. 10. 8. 1609 belehnt er dann auf Veranlassung oder mit Zustimmung von Christoph, Günzel, Heinrich, Joachim, Philipp, Busso, Kurt und Burchard, Hans, Christoph, Georg, Hartwig und Heinrich den Georg Burchard v. d. Lippe und den Heinrich Steinbringk mit Gütern auf dem Esbecker Felde, dem Felde zu Schöningen, im Ostendorfe vor Schöningen und in Büddenstedt. Als solche werden im einzelnen 12 Hufen nnd ein Hof in Westendorf vor Schöningen, ^/z Hufe vor Esbeck und eiu Hos und eine Hufe zu Büddenstedt, wie folche die Gebrüder Syman refutiert haben, aufgeführt. 183. Anna, T. des Heinrich (Nr. 115) und der Anna v. d. Schnlenburg, f zu Salzwedel kinderlos 1604, zu Osterwohle beerdigt. Grabstein in der 176 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Kirche zu Osterwohle. Die Ausfüllung des Todestages und Todesjahres ist unterblieben. mar.: 1554 Georg v. d. Schulenburg aus Osterwohle und Warpke, Drost, * 1514, f 2. 3. 1578. 184. Heinrich VIII, S. des Heinrich (Nr. 118) und der Elisabeth v. Veltheim, Fürstlich Braunschmeigischer Drost auf Harbke und Beyenrode, Pfandinhaber zu Niedeck, Oberschenk zu Wolfenbüttel, * 1558, -f- zu Halle im Schloßgrabeu am Schlage 25. 1. 1615 (begraben zu Ossendorf) auf Herrn Markgraf Christian Wilhelms zu Brandenburg, Administrators zu Magdeburg, Gemahlin Heimführung, wobei sich Heinrich zur Zeit aufhielt. Ein Trostgedicht an die Witwe liegt in der Bibliothek zu Hannover. 1588 schloß er gemeinsam mit Achim einen Vertrag mit Achaz wegen des Neinstedter Zehnten. 1592 hat er den Harbkeschen Vertrag mit zustande gebracht. 1593 hat er mit seinem Bruder Achim einen Erbvergleich getroffen, durch den ihm (durchs Los) Harbke uud Beyenrode zufiel 1595 unterschreibt er mit Achim eine Obligation Ernsts v. Dalem an Gebhard Johann v. Alvensleben. Er war wohl der Heinrich, der 1596 die Leiche des Herzogs Philipp zu Grubenhagen tragen half. Erich Hans v. Münchhausen soll seine Lehensanwartschaft auf das Gut Halen, Dorf bei Minden, 1598 auf Heinrich übertragen haben, der die Konzession von der Dompropstei des Stiftes Minden erhalten haben soll. 20. 2. 1600 steht er Gevatter bei Jost Güutzels v. Kotze Taufe. 1602 wurde der Vertrag zwischen Heinrich und Achim, dann Ludwig und Job st wegen ihres Anteils an der Burg Harbke errichtet. 1608 verglich er sich zusammen mit Achim wegen der Witwe des Hans v. Werle, Magdalena v. Spiegel, mit Heinrich v. Schenck. 1613 waren zwei Heinriche, der zu Destedt und der zu Aderstedt, nebst 10 anderen von Adel mit schwarzen langen Stäben bei dem Leichenbegängnis Herzogs Heinrich Julius zu Wolfenbüttel, dabei trugen Philipp, Busso und Hans brennende Fackeln mit dem braunschweigischen Wappen. 1614 hat er von Ludols v. Alvensleben ein Kapital aufgenommen und sich aufs Einlager zu Magdeburg oder Braunschweig verschrieben. Das Gut Alvensleben kam 1615 nach Christophs III Tode an seine Kinder. ux.: zu Oldendorf 10. 12. 1590 Katharine v. Münchhausen, * 11.7.1571, 13.7.1656, T. des Liborius und der Hedwig v.d. Büsschen; sie erlebte 113 Kinder, Enkel und Nrgroßkinder laut ihrer Leichenpredigt. Sechstes Kapitel. Die fünfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 177 Liborius v. Münchhausen, 1463 — 1516. Anna v. Redern. Hans v. Rottorfs auf Hülsede. Katharina o. Freitag, »I. v. Biedersee. KklMsN^d? Büsschen auf Oldendors. Esther v. Wac)enitz a. d. H. Wackenip. Franz v. Holle ausFrles- berg-Holz- hausen. Katharine v. Steinberg, al. Lucie v.Hanstein. Ludolf v. Münchhausen aus Hedderhausen, 1492 — 1549. Mette v. Rottorss a. d. H. Hülsede. Klaus -V^Z^Büsschen auf Oldendors. Mette v. Holle a. d. H.. Friesberg- Holzhausen. Liborius v. Münchhausen auf Oldendors, * 1549, f 25.11.1583. 15 Hedwig.v. d. Büsschen a. d. H. Oldendors, * 1537, f 29. 1. 1599, Die Letzte ihres Geschlechts. 58. Katharine v. Münchhausen a. d. H. Oldendors, * 11. 7.1571, f 13. 7.1656, mm'.: 10. 12. 1590 Heinrich v. Veltheim, * 1558, f 25. 1. 1615. Sie befand sich 30. 4. 1601 beim Leichenbegängnis des Drosten Otto v. Münchhausen. Kinder: 1. Heinrich (Nr. 228), 2. Hedwig Elisabeth (Nr. 229), 3. Liborius (Nr. 23V), 4. Katharine (Nr. 231), 5. Magdalena (Nr. 232), 6.Anna Lucie (Nr. 233), 7. Philipp Siegmund (Nr. 234), 8. Dorothea (Nr. 235), 9. Gertrud (Nr. 236), 10. Friedrich Ulrich (Nr. 237), 11. Gertrud (Nr. 238), 12. Achaz (Nr. 239), 13. Maria (Nr. 240), 14. Ursula Dorothea (Nr. 241), 15. Sophie Engel (Nr. 242). 185. Achim, S. des Heinrich (Nr. 118) und der Elisabeth v. Velt- heim, * 1564, -s- 12. 12. 1620 zu Weferlingen (als er mit seinem Sohne zum Fenster hinaussah, kam er in einer Ohnmacht um), zu Bartensleben beigesetzt, auf Bartensleben, Jngersleben und Destedt, Fürstlich Braun- schweigischer Amtshauptmann auf Weferlingen nnd Fürstlich Wolfenbüttel- scher Oberjägermeister. Sein Denkmal in der Kirche zn Bartensleben. Nach dem frühzeitigen Tode seines Vaters begab er sich sehr jnng an den Fürstlich Braunschweigifchen Hof. Er leistete 43 Jahre lang dem fürstlichen Hause treue Dienste. So befand er sich 1585 als Hofjunker im Hofstaat des Herzogs Heinrich Julius, Administrators von Halberstadt. 1588 schloß er zusammen mit seinem Bruder Heinrich einen Vertrag mit Achaz wegen des Neinstedter Zehnten und wegen anderer Güter. 28. 3.1592 und 31. 3. schuldet er mit Heinrich den Gebrüdern v. Wries- berg 2000 Rh. Gold-G. zu 5°/<, unter Bürgschaft von Jobst und Günzel. 30. 3. 1592 verkauft der Herzog Heinrich Julius von Braunschweig ihm und seinem Bruder Heinrich wiederkäuflich auf 20 Jahre das Haus Das Geschlecht v. Bcltheim. 12 178 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Niedeck für 8070 Nh. Gold-G. Es hatte sich bisher in den Händen von Heiso Otto v. Kerstlingerode befunden. 16. 4. 159V borgt er mit seinem Brnder demselben 4000 Thlr. 1593 schloß er mit seinem Brnder Heinrich einen Erbvertrag, lant dessen ihm dnrchs Los Destedt mit Pertinentien zufiel. 11. 9. und 24. 10. 1594 hatte er nach Christophs Abgang eine Tagefahrt, zn Halle mit den Vormündern von Heinrichs Kindern wegen Bartensleben und Alvensleben. (Das Datum kann nicht stimmen, da sein Bruder Heinrich erst 25. 1. 1615 und Christoph III (Nr. 174) 5.4. 1615 verstarb.) 1594 erhielt er mit Heinrich v. Schenck die Cxspektanz ans die Nein- dorsschen Güter mit dem Erbschenkenamt. 15. (i. 1600 stellt er mit Heinrich auf Beyenrode und Destedt und anderen dem Vigk Jobst v. Schenk ein Adelsattest (wohl Bescheinigung der Nichtigkeit seiner Ahnentafel) über seine Abstammung aus. Unter den Ahnen desselben auch Anna v. V. 1602 errichtet er mit Heinrich, dann auch mit Ludwig uud Jobst eiueu Bertrag wegen ihres Anteils an Burg Harbke und 1608 mit Heinrich zusammen mit Heinrich Schenck wegen der Witwe Hansens v. Werte, Magdalena v. Spiegel. 7. 11. und 3. 12. 1610, 3. 7. 1611 hat er einen Streit mit Hans Friedrich v. Schierstedt dem Jüngern in einer Bürgschastssache. 4. 9. 1612 hat er einen bis an das Kaiserliche Kammergericht gehenden Streit wider Otto v. Rhcden. 1613 ging er mit zwei andern Amtshauptleuten bei dem Leichenbegängnis des Herzogs Heinrich Julius mit langen schwarzen Stäben vor der Leiche her. 1615 erbte er nach Christophs III Tode Bartensleben. Es erging deshalb von Halle her eine erneute Inhibition wegen der erledigten uud in Besitz genommenen Lehengüter des Christoph. „Am 25. 6. versuchte er den Maun, welcher wegen der Unmündigen die Possession hielt, vergeblich herunter zu jagen. 26. 6. setzte darauf Burchard v. B. (Nr. 195) 6 Personen nach Bartensleben, um die Possession zu erhalten, dagegen jagte Achim den Kerl, den Burchard auf Alvensleben gesetzt hatte, herunter." 1615 dedizierte ihm Alemanu eiueu zu Magdeburg gedruckten Traktat äs simnlkmsa iuvsstitura. 24. 1. 1616 verglich er sich in Halle mit seines Bruders Sohn wegen der vvn Christoph III hinterlassenen Güter Bartensleben und Alvensleben und errichtete 21. 3. mit ihm einen Vergleich wegen Christophs Witwe in betreff des Eingebrachten und des Gegenvermächtnisses. Sechstes Kapitel. Die fünfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. '179 25. 9. 1617 wird er mit Philipp Siegmund und Friedrich Ulrich Gebrüdern vom postilierteu Bischof von Halberstadt belehnt mit einem freien Hofe zu Alvensleben, dem Kirchlehen zu Bartensleben, dem Zehnt nnd einer Hufe zu Klein-Bartensleben, Kirchlehen zn Schwanebeck, 15 Schilling Frohnzins, 2 Hufen uud der Mühle daselbst, 3 Hufen lind dem Zehnt über 2^ Hufen zu Jugerslebeu, dem Zehnt zu Listorff, Bartens leben, Schwanebeck und 2 Hufen daselbst, 1 Hof und 4 Hufen zehntfrei und einer Mühle zu Wester-Jugerslebeu. 18. 2. 1619 wird er wegen einer für Statz v. Münchhaiisen an Ludwig v. Lochow gezahlten Bürgschaft in Höhe von 1950'/^ Thlr. auf das v. Müuchhausensche Gut Stapelnbnrg verwiesen (das Brustbild eines Achim befindet sich in Sickte). Hans v. Ranchhanpt auf Hohenthnrm, S. des Hans und derMartha v. d.Weufe. Kathariue v. Schlegel, Karl v. Beltzig. v.Rammelburg al. v. Schlegel. Friedrich v.Witzleben auf Wohl- mirstedt, S. des Heinrich n. der Helene v. Nismitz. Jakobe v. Balgisch aus Bra- baut, T. des Oommu8 tli lauter. Hans 0. Karpen. N. N. v. Schiesser al. Schesselin o. Ehingen. ^ Georg v. Rauchhaupt auf Hohenthurm. Anna v Bechig. Philipp Friedlich al. Georg v. Witziebeu auf Wohlmirstedt. Ottilie v. Karpen. 1511. Rudolf v. Rauchhaupt auf Hoheuthurm uud Brofendorf, 1' 16.12.1578. Ottilie v. Witzleben a d. H. Wohlmirstedt. mai Anua v. Nauchhaupt a. d. H. Hohenthurm, 1' 18.4. 1651, .i 1594 Achim 0. Veltheim auf Destedt zc., * 1564, -j- 12.12.1620. Gemahlin: 1594 Anna v. Ranchhanpt, 1' 18. 4. 1651, T. des Rndols ans Hohenthnrm nnd der Ottilie v. Witzleben a. d. H. Wolmirstedt. Kinder: 1. Elisabeth Magdalena (Nr. 243), 2. Heinrich Julius (Nr, 244), 3. AchimFriedrich (Nr.245), 4. Philipp Rudolf (Nr 24V), 5.Hedwig Anna (Nr.247), 6. Ottilie Katharine (Nr. 248), 7. Amalie Maria (Nr. 249), 8. Sophie Hedwig (Nr. 250), 9. Adrian Hildebrand (Nr. 251), 10. Dorothea (Nr. 252). 186. Juliaue Gertrud, T. des Heinrich (Nr. 118) und der Elisabeth v. Veltheim. 2. 7. 1612 erhielt sie als Ernst v. Dahls Witwe aus der Erbschaft von Frl. Judith v. V., ihrer Base, die in der Katharinenkirche zu Brann schweig 2. 7. 1612 beerdigt wurde, 166 Thlr. 12* 180 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. (Diese ihrer Abstammung nach nicht bekannte Judith, im Hagen zu Braunschweig wohnhaft, konnte 1.612 ihr Geld von Peter Buhlmann in Braunschweig nicht erlangen, dem sie vor 2 Jahren 7 goldene Ringe, das Stück zu 3 Thlr., verkauft hatte.) Ehemann: vor 1S93 Ernst v. Dalem al. v. Dahl, Erbsasse zu Wernigerode. 187. Katharine, T. des Heinrich (Nr. 118) und der Elisabeth v. Velt- heim, f 17. 9. 1608. Ihre Leichenpredigt rühmt, daß sie sich treulich ihrer Stiefkinder angenommen habe, als ob es ihre eigenen gewesen. Ehemann: 1593 Arndt v. Kniestedt, Fürstlich Brauuschweigischer Großvogt zu Wolfenbüttel. Siebentes Kapitel. Sechste Stammreihe nach der Teilung der Linien. a) Die schwarze Linie. 188. Adelheid, T. des Achaz (Nr. 134) und der Margarete v. Saldern, * zu Dereuburg 25. Z. 1569, 1' zu Braunschweig 23. 1. 1626, wohin ihr Ehemann sich der Kriegsunruhen wegen begeben hatte, in der Ägidien- kirche begraben (Leichenpredigt). 9. 3. 1594 und 11. 8. 1643 wird sie im Lehenbrief für ihren Bruder Burghardt über Möst und Hinsdorf für den Fall, daß dieser ohne Söhne und Töchter versterben sollte, als erbberechtigt an den Gütern genannt. Ehemann: (Ehestiftnng: 24. 2. 1584; Ehegeld: 3000 Thlr.) zu Deren- burg 31. 8. 1584 Ludols v. Alvensleben, Erzstift. Magdeb. Landrat auf Gattersleben, Hundisburg, Kalbe, Gr.-Engerfen, Zichtan, Halberftädtischer Rat und Hofmeister, * 24. 2. 1554 auf dem Schlosse Schermke, -j- 4. 7. 1626. 1598 borgte er seiner Schwiegermutter 1000 Rthlr., wofür sich deren Sohn Burchard verbürgen mußte, und 1599 abermals 500 Thlr. 189. Achaz III, S. des Achaz (Nr. 134) und der Margarete von Saldern, * 25. 4. 1571, in der Kindheit. 190. Ilse, T- des Achaz (Nr. 134) und der Margarete v. Saldern, * 16.1. 1573, ^ jung. 183 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 191. Sophia, T. des Achaz (Nr. 134) und der Margarete v. Salderii, * zu Derenburg 29. 5. 1574, -j- zu Seeburg bei ihrer Tochter Jrmgard 11. 9.1018, begraben zu Porsfelde 5. 10. 1013 (Leichenstein daselbst). Sie wendete große Mühe, Arbeit uud Unkosten au das neue Hospital zu Wolfsburg laut der Leicheuprcdigt. Sie wird 9. 3. 1594, 11. 8. 1643 als Witwe im Lehen- brief über Most und Hinsdorf für ihren Bruder Burghard für den Fall, das; dieser ohne Söhne und Töchter sterben sollte, als erbberechtigt au deu Gütern genannt; nach dem Tode ihres Ehemannes war sie 24. 0. 1600 unter den Vormündern voll dessen Kindern mit der Witwe des Achaz geb. v. Saldern. Ehemann: im 15.Lebensjahre der Braut 9. 7.1389 Günther v. Bar- tenslebeu auf Wolfsbnrg, * 28. 10. 1558, -s- 5. 5. 1597 (Leichenstein in Vorsfelde). 192. Margarete, T. des Achaz (Nr. 134) uud der Margarete v. Saldern, * 1578, 's- 12. 10. 1650. 9. 3. 1594 wird sie im Lehenbrief für ihren Brnder Burghardt über Möft und Hinsdorf als Jungfrau, 11. 8. 1643 als vermählt, und eventnelle Erbberechtigte an den Gütern aufgeführt. Au der Scheune in Haus Nethmar befindet sich ihr und ihres Ehemannes Namen lind Wappen mit der Inschrift: 1613 am Oftertag ist dies Vorwerk in dem Grund abgebrannt und in demselben Jahre wieder angefangen zu balien. Ehemann: 6. 10. 1605 Barthold v. Rautenberg auf Nethemar, Braunschw.-Lüneburgischer Statthalter, Geh. Rat und Berghauptmanu, 11. 2. 1647 als der Letzte seines Geschlechts. 1609 bekennt er, daß er seiner Schwiegermutter 2000 Thlr. zu 6°/g schulde. 1611 leiht er Kurt v. Mareuholtz 2000 Thlr. unter Bürgschaft seines Schwagers Burchard. 193. Eulalia, T. des Achaz (Nr. 134) und der Margarete v. Salderu, * zu Dereuburg 13. 7. 1575, -s- 3l. 5. 1651, zu Gr.-Oeruer beigesetzt (Leichenpredigt mit 32 Ahnen). Sie wird als eheliche Hausfrau des v. Bülow im Lehenbrief über Möft und Hinsdorf eventuell als erbberechtigt genannt. — Vielleicht bezieht sich auf sie ein in der Kirche zu Harbke befindliches Marmordenkmal einer Frau v. Bülow geb. v. V. mit völlig unlesbarer Inschrift. Ehemann: zu Harbke 25. 10. 1596 Heinrich v. Bülow, Magdeburgi- scher und Brauuschweigischer Landrat auf Helmsdorf und Oebisfclde, -s- 11. Siebentes Kapitel. Die sechste Stammreihe nach der Teilung der Linien. 183 11. 1623, „zu der Zeit, wo der Krieg dieser Örter angegangen und die Kaiserlich Wallenfteinsche Armee angekommen," 194. Burchard, S. des Achaz (Nr. 134) und der Margarete v. Salderu, * 22. 9. 1579 zu Derenbnrg, -j- 23. 3. 1625, auf Harbke und Ostrau. Seit 1587 von Privatpräzeptoren unterrichtet, besuchte er die Universitäten Helm- stedt lind Leipzig, darauf Straßburg, Tübingen, Wien, Frankreich, England und Niederlande 2 Jahre laug und kehrte 1601 in die Heimat zurück (Leicheupredigt). 9. 3. 1592 wird er nach Absterben seines Vaters mit BiedVrsee belehnt, 9. 3. 1594 und 3. 2. 1612 mit Möst und Hinsdorf, wie sein Vater Achaz solche von den v. Hagen erkauft hat, im Falle er ohne Söhne versterben sollte, auch für seine Töchter und deren Söhne und Töchter, 12. 1. 1612 mit Ostrau und 18. 4. 1623 mit Köfseln und Werderthau und den 2 wüsten Ortschaften Zscheftenitz und Kinzendorf. 8. 2. 1599 wird er von der Braunschweig-Halberstädter Negierung belehnt mit 4 Hufen vor Dereuburg, die sein Vater Achaz von Hans Tuilderstadt erkauft hat. 8. 4. 1602 borgt er dem Domstift Hildesheim 5000 Thlr. und erhält dafür das Dorf Harffem verpfändet resp, eine ablösbare Erbrente von 300 Thlr. 1.84 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 1602 verpachtete er die Demmen-Mühle vor Halberstadt für 115 Thlr, 1603 verpfändete er die Druxbergifchen und Oster-Eilslebischen Zehnten an Lndolf v. Alvensleben und verglich sich mit Achaz und Kurt wegen des Hauses Derenburg und allen Forderungen, die sie uutereinander hatten. Katharme, die Witwe des Matthias, quittierte dabei dem Achaz und Kurt über 6000 Thlr. In demselben Jahre muß er mit diesen zwei Vettern Brandsleben gemeinsam besessen haben, wie aus der Berechnung sich ergibt. 1605 wurde er bei dem zu Delitsch vou der benachbarten Noblesse jährlich abgehaltenen Adeltanze zum Platzmeister erwählt. 1606 verbürgt er sich mit anderen für Bertold v. Rutenberg auf 2000 Thlr. gegen Anna v. Nittorff, Witwe des Rudolf v. Bothmar (diese 2000 Thlr. hat Josias 1662 au die v. Bothmcnfcheu Erben, die v. Hagen und Rheden, bezahlt). 1607 verglich er sich mit Achaz, Kurt uud Heinrich wegen Deren- burg und anderer ungeteilter Güter (unter der Vermittlung von Heinrich und Kurt) und mit Anna, Asche v. Kramms Witwe, wegen Dingelbe. In demselben Jahre verbürgte er sich mit Achaz für Joachim v. d. Schulenburg bei Philipp v. Quitzow auf 5000 Thlr. 24. 3. 1610 verglich er sich mit Kurt und Heinrich wegen Um- wechselung der Güter Elbe und Neu-Brandsleben und den 1. 5. wegen Teilung der beiden Güter. 1611 stellte er eine Obligation über 2000 Thlr. an Kurt v. Mareu« holz aus unter Bürgschaft von Kurt und Heinrich, Gebr. In demselben Jahre 10. 3 flüchtete er mit Frau und Kindern vor der Pest von Harbke nach Brandsleben und von da nach Derenbnrg. Am 29. 10. kehrte er nach Harbke zurück, da die Pest eine Zeitlang nachgelassen hatte, wenn sie auch 19. 12. 1612 wieder auftrat. Auch bat ihn 1611 die Herzogin Elisabeth um Bürgschaft für den Herzog Joachim Karl, Dompropst zu Straßburg, auf 6000 Thlr. 20., 21. und 22. 6. 1613 war der Erzbischos zu Magdeburg, Christian Wilhelm, Markgraf zu Brandenburg, bei ihm in Harbke zu Besuch. In demselben Jahre erhandelte er Kösseln und Werderthau und verglich sich mit Kurt und Heinrich wegen Wiederabtretung des Hauses Dereuburg und wegen der Irrungen, die aus der Vertauschung von Brandsleben und Elbe erfolgt waren. 11. 8. 1613 brach er mit anderen Kavalieren auf, um von Prag die Leiche des Herzogs Heinrich Julius abzuholen. Er wohnte auch 4. 10. dem fürstlichen Leichenbegängnis bei uud führte mit einem Herrn v. Weferlingen das 10. Pferd, schwarz bekleidet mit dem fürstlich braunschweigifchen Wappen Siebentes Kapitel. Die sechste Stammreihe nach der Teilung der Linien. 185 hinter der 10. Fahne her. Es haben damals 10 Herren v. Veltheim ihre Hofdienste bei solcher Solennität verrichtet. In demselben Jahre hat er sich verpflichtet, an Friedrich v. Rössing 3000 Thlr. abzutragen, die Achaz und Matthias 1586 von Rudolf v. Rössing aufgenommen hatten. 1614 borgte er von v. Johannes Barterns 1500 Thlr. Anch erhielt er ein Schreiben vom Administrator Christian Wilhelm, daß er ein Pferd, das nach Schaumburg gehört, nach Kloster Gottes Gnaden abliefern solle, und 2. 5. wird ihm das Verlangen desselben ausgesprochen, daß er ihm einen türkischen Hengst überlassen solle, ehe er ihn an den Grafen von Oldenburg schicke. 23. 6. 1615 zog er mit der Leiche des Bischofs Herzog Heinrich Karl von Halberstadt nach Wolfenbüttel, wo diese 7. 7. bestattet wurde. 26. 6. 1615 legte er 6 Personen nach Bartensleben, um die Possessiou daselbst zu erhalten und 29. 6. setzte er 14 geworbene Soldaten dahin, die aber 1V. 7. Vvn Magdeburgischen Kommissarien weggeschafft wurden. In demselben Jahre gab er eine Versicherung über 8000 Thlr. an den Domdechanten Ludwig v. Lochow, welche er an Herzog Friedrich Ulrich abgetreten hatte, und verbürgte sich mit anderen für Berthold v. Rauten berg gegen Joachim Weisenhaber auf 3000 Thlr. (von Josias 1674 eingelöst). Auch nahm er von Georg v. d. Schalenburg 3000 Thlr. auf unter Bürgschaft von Kurt und anderen und von Otto v. Pönne 1000 Thlr. Auch erhielt er vom Administrator Christian Wilhelm die Aufforderung, mit den Amtshauptlenten Hans Friedrich v. Schierftedt nnd Anton v. Randow zum Herzog Friedrich Ulrich nach Wolfenbüttel zu gehen und mit ihm zu verhandeln. In demselben Jahre schreibt der Herzog Friedrich Ulrich an Bnrchard, Kurt und Heinrich, GeVettern und Brüder, daß er sie nicht um die Güter in Donstedt gebracht habe. 3. 7. 1616 beauftragt ihn der Administrator Friedrich Julius wegen des vakanten Stiftes Halberstadt mit dem Herzog Friedrich Ulrich zu verhandeln. Dieser trug ihm eine Bediemmg bei der Herzogin Elisabeth Witwe an, die selbst den Herzog um ihn gebeten hatte. 1616 nachdem er nochmals mit einem Paß an alle Hauptleute zur Beförderung seiner Reise nach Wolfenbüttel zum Herzog Friedrich Ulrich vom Administrator geschickt worden war, erhält er von diesem 11. 3. die Aufforderung nach Harbke, er solle 16. 3. auf die Moritzburg nach Halle kommen, und am 12. 3. von Halle aus ein Schreiben, er solle zur Taufe seines lieben neugeborenen Töchterleins (es handelt sich um die Prinzessin Sophie Elisabeth) nur mit den Reisigen erscheinen, seine Kutschpferde zurücklassen und seine Bagage voranschicken. 186 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 161.7 übernahm er Bürgschaft auf 600 Thlr. für Heinrich Philipp Kap- pann von Zwickau gegenüber Georg v. d. Schuleuburg. Auch erhielt er in demselben Jahre mit einem eigenhändigen Brief vom Administrator einen lmls-murm vitlw bei seinem damaligen Quartausieber. 18. 4. 1618 leiht er von Heinrich Schenck, Drost auf der Vienen- bnrg, 1000 Thlr. nnter Bürgschaft von Kurt nnd Heinriche Matthias' Söhnen, ans Aderstedt, welche sich ein jeder mit eigener Person, zwei Knechten und drei Pferden zum Eiulager in Halberstadt, Braunschweig oder Helmstedt oder sonstwo in einer ehrlichen Herberge verpflichten. 22. 12. 1618 erkaufte er für 25000 Thlr. den Anteil des Güuzel an den Harbkeschen Gütern (Konsens: 8. 5. 16 l9). In demselben Jahre borgt er von Christian Hugens Witwe 300 Thlr., bei Heinrich Schenck 1000 Thlr., bei Joachim v. d. Streithorst 1500 Thlr. und vom Rate zu Oebisfelde 1000 Thlr., welche Post die Witwe Helena v. d. Asseburg und der Vormund ihrer Söhne Johann Friedrich auf sich nehmen, wofür er den Druxbergischen Zehnten im Amte Dreileben zum Unterpfande setzt. 16. 6. 1619 errichtete er mit Heinrich und Kurt einen Vertrag wegen Dereuburg, Brandsleben und Elbe, wobei Achim mit anderen unterhandelte. In demselben Jahre konfirmiert ihm der Abt zu Werden uud Propst zu St. Lüder vor Helmstedt 4 Hufen. 4. 4. 1620 wär er mit Heinrich, Braunfchweigischem Kammerjunker, unter den Gevattern der Susauna Margarete v. Kotze. 7. 12. 1621 hat er einen bis zum Kaiserlichen Kammergericht gehende n Streit wider die v. Krosigk aus Beesen uud Hohenerxleben, welche sich auf eine Bürgschaft von 5000 Gold-G. eingelassen. 1621 schoß er der Stadt Oebisfelde 1000 Thlr. vor. 1622 mietete er in Wolfenbüttel ein Quartier für jährlich 40 Thlr. Gemahlin: zu Harbke 10. 6. 1605 Heleue v. d. Asseburg, T. des Ludwig auf Schennke, Hindeuburg und Wallhausen und der Anna v. West- phalen, * 13. 6. 1585, s zu Schermke 15. 3. 1651. Bei der Musterung der Ritterschaft im Holzkreise 8. 6. 1632 erklärt sie, das; ihr vor wenigen Tageil von den ausgefallenen Wolfeubüttelschen Reutern 5 Pferde hinter Helmstedt abgenommen seien. Wenn sie sich ein wenig wieder erholt habe, werde sie wegeu ihrer Söhne den schuldigen Roßdienst leisten. Sie hatte 16. 6. 1630 einen noch 19. 11. 1655 zwischen den Erben des v. Oppershauseu wider Josias uud Gottschalk währenden Streit, welcher bis zum Kaiserlichen Kammergericht ging, wider Wilhelm v. Oppers- Siebentes Kapitel. Die sechste Stammreihe nach der Teilung der Linien. 187 Hausen. Es handelt sich darum, daß ihr -s Ehemann sich mit Wilhelm v. Oppershauseu auf 6000 Thlr. für Kurt v. Schwicheldt verbürgt hat. 1631 bekennt Lippold v. Hopfkorss, daß er ein von ihm an Hans v. B. vormals geliehenes Kapital von 1000 Thlr. nebst ausgelaufenen Zinsen von Burchards Witwe in Bürgschaft ihres f Ehemannes richtig ausgezahlt erhalten habe. 1632 schreibt sie als Witwe, daß sie der Kriegsunruhen wegen sich außerhalb der Güter aufhalten müsse. „Sie war eine gottessürchtige Dame und las Johann Arnds Predigten über die Psalmen mehr als vier Mal durch, wie auch Martini Molleri 188 Die Nenealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Lolilocsuig, äs passivos Lln-isti. Sie nähte mit schwarzer Seide eigenhändig in^ihr Sterbekleid: der Gerechten Seelen sind in Gottes Hand — das Blut Jesn Christi — Also hat Gott die Welt geliebt — zc. Auch versah sie die Harbker und Ostrauer Kirche mit einem ziemlichen Legate." > Ludwig Gisela Asche Margarete Raban Helene Gehhard v, Dorothea > v. d. Asse- o, Daunen- v. Kramm v. Branv. West- v. Hörda, Meschede, V .West- burg berg ausElbruck, denstein phalen, T. des S. des Phalen, aus Falkena. d..H. Feld- a, d.H. S- des August' Heinrich T des stein, Dannen- marschall, Oppurg, Otto und und der und der Friedrich Neuendorf berg, T. S. des T. des der Guda Hilla Gisela und der zc,, S, des d. Heinrich Johann Christoph V .Spiegel. o. Pappenv, Hoym. Margarete Kurt und und der und der und der heim. v. Nessel- der N. N, Sabine Anna Marie v. roda. v. Hoym, v. Haus. v. Brösigke, Schleinitz. f 1515. f 1528. Johann Klara v. Kramm, Friedrich v. Westphal Klara v. Meschede. v. d. Asseburg a. d. H. Dringeuberg, auf Falkenstein ?c,, f 1596. Ludwig" v. d. Asseburg Anna v. Westphalen. auf Schermke, Wallhausen und Hindenburg. Helene v. d. Asseburg a. d. H. Schermke, * 13. 6. 1535, f 15. 3. 1651, mär. : 19. 6. 1605 Burchard v. Veltheim auf Ostrau zc., * 22. 9. 1579, f 23. 3. 1625. Kinder: 1. Margarete (Nr. 253), 2. Achaz (Nr. 254), 3. Anna (Nr. 255), 4. Ludwig (Nr. 256), 5. Helene (Nr. 257), 6. Agnes (Nr. 253), 7. Dorothea (Nr. 259), 8. Johann Friedrich (Nr. 26V), 9. Ilse (Nr. 261). 10. Elisabeth (Nr. 262), 11. Josias (Nr. 263), 12. Gottschalk (Nr. 264). 195. Maria (al. Anna Maria), T. des Achaz (Nr. 134) und der Margarete v. Saldern, * 8. 12. 1580, s zu Beetzendors 12. 5. 1633 (Leichenpredigt). 16. 4. 162V borgte sie den Altmärkischen und Priegnitzischen Ständen 5626 Thlr. und 29. 9. 1622 dem Magdeburger Ausschuß 2900 Thlr. Sie setzte in ihrem Testamente 13. 1. 1631 ein Stipendium von jährlich 20 Thlr. für einen Studierenden und 109 Thlr. zur Reparatur der kleinen Kirche bei Beetzendors aus. 9. 3. 1594 wird sie als Maria unvermählt, 11. 8. 1643 als vermählt im Lehenbrief über Most und Hinsdorf als eventuell erbberechtigt aufgeführt. Siebentes Kapitel. Die sechste Stammreihe nach der Teilung der Linien. 189 „Sie hat bei den beschwerlichen Kriegszeiten und Pressuren manchmal große Beschwerung, Schrecken und Bekümmernis, auch Unglück ertragen, ja zu Zeiten sind ihr harte Krankheiten zugestoßen, da sie von einem Ort zum andern fliehen und mit den ihrigen sich in die sichern Orte hat begeben müssen." Ehemann: 26. 2. 1604 Levin v. d. Schulenburg, Landrat nnd Erbküchenmeister auf Beetzendorf, Apenburg und Walsleben, * 30. 12. 1571, -j- 22. 1. 1614. 196. Georg, S. des Achaz (Nr. 134) nnd der Margarete v. Saldern, * f 1582. 197. Elisabeth, T. des Achaz (Nr. 134) nnd der Margarete v. Saldern, * 29. 4. 1583, f 1637. 9. 3. 1594 wird sie unvermählt im Lehenbrief über Most und Hius- dorf als eoeutuell erbberechtigt aufgeführt. Ehemann: Johann v. d. Afseburg, Erzbischöfl. Magdeb. Landrat auf Schermcke und Wallhausen, f 1651. 198. Anna, T. des Achaz (Nr. 134) und der Margarete v. Saldern, * 6. 6. 1587, 1- 17. 1. 1615 (Leichenpredigt). 9. 3. 1594 und noch 11. 8. 1643 im Lehenbrief über Möst und Hinsdorf als eventuell erbberechtigt an den Gütern genannt. Ehemann: zu Harbke 18. 10. 1607 Levin Ludwig Hahn auf Seeburg, Basedow, Lippe und Middelburg. 199. Josias, S. des Achaz (Nr. 134) und der Margarete v. Saldern, 1- 19. 2. 1589, 16 Wochen alt an demselben Tage -j-, wo das Testament seines Vaters publiziert wurde. 200. Anna, T. des Matthias (Nr. 139) und der Katharine V .Schwicheldt, 1- als Kind 19. 8. 1586, begraben zu Peine laut ihrer Leichenpredigt. 201. Lueia, T- des Matthias (Nr. 139) und der Katharine v. Schwicheldt * 14. 1. 1582, f zu Ummendorf 11. 12. 1622 (Leichenpredigt). 190 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Ehemann: zu Aderstedt 11. 10. 1608 Gebhard v. Meyendorf auf Ummendorf und Altenplathow, -s- 1628. 202. Achaz, S. des Matthias (Nr. 189) und der Katharine v. Schwicheldt, ^ 15x 11. 1577, 1' 21. 6. 1009. Er besuchte mit seinem Bruder Kurt die Universitäten Leipzig, Mitten berg und Leyden. 18. 3. 1594 wird er als der Älteste zn Mitbehuf für Kurt und Heinrich, auch für Burchard Vvu der Äbtissin Anna II mit den Quedlin burgischen Gütern und 2. 7. 1602 von der Äbtissin Maria, Herzogin von Sachsen, belehnt. 2. 7. 1602 war er gegenwärtig, als die Gebrüder Kurt und Heinrich mi t Burchard zu Hötensleben einen Teiluugsvertrag errichteten wegen des Hauses Dereuburg uud anderer ungeteilter Güter über Dorf Donstedt, Vorwerk zu Mahndorf, die Harnisch-Kammer zu Dereuburg, den Hof zu Nen- Brandsleben uud Oscherslebeu, die Buuowischen im Amte Wülperode und die Jsingeröder im Amte Hornburg gelegen, Korn- und Fleischzehnten, die Äcker zu Lenge, den Hof zu Elbe, die Krammfchen Güter zn Wernigerode, Langeln und Minsleben, die Steinbergischen Güter zu Rüden, Hohansen uud da herum, die Druxbergischen im Amte Dreileben und Guuslebischen im Gerichte Neindorf belegenen Korn-, Fleisch- uud Eierzehuteu, worüber gelost wurde. Die Afterlehen, Lehenware und Noßdienste sollen in eommuinons bleiben. Anch wird wegen der Leibzucht der Krammschen Witwe zn Dingelbe und der auf dem Fall stehenden Krammschen Güter nach ihrem Tode uud wegen anderer Lehen Beschluß gefaßt. Unter den Beiständen: Heinrich v. V. 29. 11. 1605 hat er gemeinsam mit Kurt einen bis an das Kaiserliche Kammergericht gehenden Streit wegen Bürgschaft wider die Grafen von Mansfeld. 1607 verbürgt er sich mit Burchard für Joachim v. d. Schuleuburg auf Löcknitz gegen Philipp v. Quitzow auf 500 Thlr. 203. Kurt, S. des Matthias (Nr. 139) und der Katharine v. Schwicheldt, aus Dereuburg, das er von seinem Vetter Burchard au sich brachte, / !'?,>-' Aderstedt und Elbe, Erbküchenmeister des Fürstentums Braunschweig, Erbschenk des Stiftes Hildesheim, * 11. 12. 1578, ^ zu Ade/uftedt 25. 2. 1632 (Leichenbegängnis: 25. 2. 1634). Er ging mit seinem Bruder Achaz auf die Universität Leipzig, dann Wittenberg, darauf nach Leyden. Dann nahm er sich der Haushaltung an Siebentes Kapitel. Die sechste Stammreihe »ach der Teilung der Linien. 191 laut seiner in der v. Gustedtscheu Sammlung zu Magdeburg liegenden Leichen- Predigt. 1603 hat er mit seinen Brüdern Achaz und Heinrich das Gut Brandsleben gemeinschaftlich besessen. , 28. 7. 1007 verglich er sich mit Heinrich, Bnrchard nud Achaz wegen der Derenbnrg und anderer ungeteilter Güter. 24. 4. und 1. 5>. 1610 verglich er sich mit Heinrich nud Burchard wegen Umwechselnug der Güter Elbe und Neu-Braudsleben. 10l1 hat die Äbtissin Dorothea zu Quedlinburg ihn und seinen Bruder Heinrich und Burcharden mit den Neindorsischen Gütern belehnt. In demselben Jahre verpflichtet er sich mit Heinrich zum Eiulager in Magdeburg oder Halberstadt, als Burchard dem Knrt v. Marenholz eine Obligation über 2000 Thlr. ausstellt. 24. 0. 1612 war er Bürge für Busso v. d. Asseburg. In demselben Jahre belehnt er den Brnns Bödecken zn Sarstedt mit einer Hufe Landes, einem Hof und einer Wiese zu Ueplingen als Asterleheu. 1613 vergleicht er sich mit Heinrich uud Burchard wegen Wiederabtretung von Derenbnrg und wegen Permutation der Hofe Brandsleben nnd Elbe und wegen der daraus entstandenen Irrungen. Auch war er in demselben Jahre beteiligt bei dem Leichenbegängnis des Herzogs Heinrich Julius von Brannschweig nnd half das fürstliche Wappen, geschnitzt und mit Farben bemalt, tragen. 1615 verbürgt er sich mit Heinrich für Burchard, welcher 8000 Thlr. zn 6 o/g von Ludwig v. Lochau entlieh. 10. 10. 1618 erhält er mit seinem Bruder Heinrich die Genehmigung von seiten des Domkapitels zn Halberstadt, einen freien Hof mit 7 Hufen in Eylsdorf vou Dr. Tobias Bauermeister zu erkaufen. Dieselben werden für dienstfrei erklärt. 16. 6. 1619 schlössen er, Burchard und Heinrich unter Vermittelung von Ach im eine» Vertrag wegen Derenburg, Braudsleben uud Elbe. 8. 2. 162 l hat er einen Streit mit dem Domherrn Ludwig v. Lochow in Magdeburg, dem er eine Schuld bezahlen soll (Aktenstück in Wetzlar). 1627 suchte er bei der Dompropstei zu Halberstadt nach dem Tode Philipps als Ältester die Belehnung mit den vom Domkapitel zu Lehen gehenden Lehenstücken nach. 1631 setzte er sein Testament auf. 2. 2. 1648 bekundet der Kurfürst von Köln als Bischof von Hildesheim, daß der Bischof von Halberstadt an Katharine v. Schwicheldt, Witwe des Matthias, und die Testamentsvollstrecker desselben (unter ihnen Heinrich auf Beyenrode), sowie an Kurt nebst dessen Witwe Ursula v. Bartensleben 22000 Thlr. schulde uud ihnen dasür das Amt Woldenberg verpfändet habe. Siebentes Kapitel. Die sechste Stammreihe nach der Teilung der Linien. 193 Gemahlin: zu Wolfsburg 1. 12. 1611 Ursula v. Bartensleben T. des Güntzel auf Wolfsbnrg und der Ilse v. Bartensleben, * zu Hötens- leben 1595, -s- zu Derenburg 1k. 3. 1645 im 59. Lebensjahre. 1634 verglich sie sich mit den Vormündern ihrer Kinder wegen ihres Wittums. 6. 5. 1636 beschwert sie sich als Witwe bei ihrem Onkel Vitztum v. Eckstädt über zu hohe Kriegskontributionen. (Leichenpredigt für sie nnd ihre beiden Töchter Jlsabe und Ursula mit Angabe der Ahnen.) Kinder: 1. Matthias (Nr. 265), 2. Achaz (Nr. 266), 3. Katharine (Nr. 267), 4. Jlsabe (Nr. 268), 5. Ursula «Nr. 269). Matthias, Jlsabe nnd Ursula beim Tode des Vatersam Leben. Von dessen ö Geschwistern lebte nur noch die Jnngsran Anna. 204. Gertraut, T. des Matthias (Nr. 139) uud der Katharine v. Schwi- cheldt, * 22. 3. 1585, f 11. 11. 1622 (Leichenpredigt). Ehemann: zu Erxleben 25. 2. 1V10Gebhard Johann v. Alvensleben ans Erxleben und Eichenbarleben, * zu Rogüz 2. 10. 1576, -s- zu Erxleben 27. 7. 1631. 205. Katharine, T. des Matthias (Nr. 139) und der Katharine v. Schwi- cheldt, * 1584, -s- zu Hoheuerxleben 7. 6. 1620 (Leichenpredigt). Ehemann: 30. 10. 1608 Gebhard Friedrich v. Krosigk auf Hohen- erxleben, Rathmansdorf ?c., -j- 18. 1. 1630. 206. Maria, T. des Matthias (Nr. 139) und der Katharine v. Schwi- cheldt, * zu Derenburg 1591, -j- 11. 4. 1645 (Leichenpredigt mit ihren Ahnen). 207. Ilse, T. des Matthias (Nr. 139) und der Katharine v. Schwicheldt. 208. Heinrich, S. des Matthias (Nr. 139) und der Katharine v. Schwicheldt, 1' zu Kassel 13. 7. 1622, zu Derenburg beigesetzt. 20. 7. 1613 war er wieder aus Frankreich nach Harbke gekommen und hatte bei Bnrchard vorgesprochen, auch hat er in demselben Jahre bei Fürst Wolfgangs Leichenbegängnis Hofdienste getan. 10. 10. 1618 erhält er mit feinem Bruder Kurt die Genehmigung zum Ankauf von 7 Hufen in Eylsdorf. Das Geschlecht v. Veltheim. 194 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 209. Bus so, S. des Günzel IV (Nr. 147) und der Lucia v. Rautenberg, -j- in der Jugend 1582. 210. Güntzel Bodo, S. des GüntzelIV (Nr. 147) und der Lucia v. Rautenberg, 1604 laut der auf ihn gehaltenen Leichenpredigt. 211. Bartold, S. des Günzel IV (Nr. 147) und der Lucia v. Nautenberg. 212. Sophie, T- des Günzel IV (Nr. 147) und der Lucia v. Nautenberg. Sie wird 22.12.1618 mit ihren Ehegeldern im Betrage von 2000 Thlr, auf die Kaufgelder von Harbke verwiesen. Sophie v. „Haubitz" geb. v. V. stand 19. 2. 1626 bei Hans v. Kotze Gevatter. Ehemann: vor 22. 12. 1618 Baltzer v. Haugwitz. Eine Tochter aus dieser Ehe vermählte sich an den Schwedischen Reichsmarschall Gr. Karl Gustav v. Wrangel. 213. Joachim Ernst, S. des Philipp (Nr. 132) und der Sophia v. Haacke, -s- 1622 vor dem Vater. 214. Anna, T. des Philipp (Nr. 152) und der Sophia v. Haacke. In der Uckermärk. Adelshistorie heißt es: Die Kinver der Anna geb. v. Veltheim und ihre Nachkommen hatten einen Anspruch von 6000 Thlr. auf Üplingen. Es kam zum Prozeß, worauf Josias und Achaz sich mit den v. Lüderitz 1686 verglichen und ihnen das Lehengut abtraten. Ehemann: Ludols v. Lüderitz auf Lüderitz und Üplingen. 215. Gertrud Katharina, T. des Philipp (Nr. 152) und der Sophia v. Haacke. —1651 hat sie sich als Witwe wegen ihrer Ehe- und Schmuckgelder auf 2000 Thlr. eine Versicherung von den Gebrüdern Josias und Gottschalck und dem Vetter Achaz geben lassen. — 1685 hatten ihre Erben mit Josias und Achaz zu Halle bei der Regierung einen Prozeß wegen des Eingebrachten ihrer Mutter, verglichen sich aber zu Undesbnrg. Ehemann: Julius v. Hoym. Siebentes Kapitel. Die sechste Stammreihe nach der Teilung der Linien. IgF 216. Gisela, T. des Jobst Mr. 164) und der Armgard v. Bülow, * 1570, lebte noch 22. 6. 1625. 1612 quittiert sie als Witwe dem Grafen Anton von Oldenburg und Delmenhorst den Empfang der Zinsen von 1000 Thlr. Kapital. Ehemann: Hartwig v. Bodeudorf auf Woltersdors, Drost zu Delmenhorst und Bruchhausen. 217. Margarete, T. des Jobst (Nr. 164) und der Armgard v. Bülow, * 1572. (Nach Seiserts Ahnentafeln war eine Margarete v. Veltheim vermählt an Ludolf v. Wendeu, eine T. aus dieser Ehe Fredeke vermählt an Gebhard v. Alvensleben.) 218. Christoph, S. des Jobst (Nr. 164) und der Armgard v. Bülow, * 1573, 1613, Domherr zu Halberstadt, zu Glentors begraben. Er nennt sich in einer Obligation au Anton Schrader in Brannschweig über 360 Thlr. Kanonikus und Vizedominns des Stiftes zu Halberstadt. (Etwa identisch mit dem Christoph, welcher sich mit 2 Reisigen, neben ihm Heinrich mit 3 Reisigen, 13. 2. 1599 unter den Landsassen, Hofjnukeru und Einspännigen, so in die Grafschaft Hoya auf die Gränitz verordnet sind, befindet.) 1601 erhielt er vom Herzog Heinrich Julius zu Brauuschweig und Bischof zu Halberstadt einen Rezeß auf die Sambelebeuschen Lehen. In Dom- angelegenheiten wird er mehrfach genannt, z. B. bei der Wahl des Domherrn Matthias v. Oppen 21. 2. 1605. 23. 9. 1612 resignierte er auf seine Präbende zu Halberstadt teils wegen Leibesschwachheit, teils anderer Beschwernis halber, wie er es seinem Bruder Hans versprochen hatte. 219. Katharine, T. des Jobst (Nr. 164) und der Armgard v. Bülow, * 1574, -s- 13. 3. 1646 (Leichenpredigt in Marburg). Ehemann: 1605 Johann v. Post auf Oldendorf und der Schombnrg, -s vor 1646. 220. Sophie, T. des Jobst (Nr. 164), * 1576. Sie bekam die Blattern und starb 3 Wochen nach der Hochzeit. Ehemann: Ludolf v. Klencke zu Sudenburg. Eine Sophie v. V. war vermählt 6.5.1594 mit Euftach v. Schlieben auf Trebichow und Radnickel. 13* 196 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilnnq der Linien an. 221. Dorothea, T. des Jobst (Nr. 164), * 1577. Ehemann: Hermann v. Mengerssen zu Erdeborn (nach anderen Nachrichten Heinrich). 222. Hans, S. des Jobst (Nr. 164) aus dessen 2. Ehe, * 1582, -f- an der Wassersucht 31. 1. 1632, auf Glentorf und Groppendorf, früher Hof junker in Oldenburg. Er verkaufte 1621 das Gut Rümmer. 1612 stellt er eine Obligation auf 1096 Thlr. an Ernst v. Hopfkorp aus und borgt in demselben Jahre 366 Thlr. an Philipp auf Üplingen und setzt zu Bürgen seinen Bruder Christoph und Heinrich zu Beyen rode ein. 1615 borgt er ein Kapital von Ludwig v. Lochow unter Verpflichtung des Einlagers in Braunschweig, Halberstadt oder Brandenburg, 1617 von Georg v. d. Schulenburg 800 Thlr. unter Bürgschaft von Achim und Bnr- chard v. V., und von Ernst v. Holdorf 1060 Thlr. unter Bürgschaft von Günzel, Philipp, Busso, Kurt und Heinrich. 1624 versetzte er den halben Rottorser Zehnt an den Amtmann Bogting. 24. 9. 1628 vergleicht er sich mit Gebhard Johann v. Alvensleben auf Erxleben wegen der beiderseitigen Schäferei auf dem Laurenholze und wegen der aus solcher Jrruug erwachsenen Schlägereien auf Unterhandlung des Heinrich Julius v. V. auf Destedt, ihres Vetters, Oheims und Schwagers. Hans verspricht den Schackenslebenscheu Uutertanen bei Vermeidung einer namhaften Bestrafung zu untersagen, daß sie sich aller gewaltsamen Pfändung auf dem Laurenholze und anderen dem v. Alvensleben unstreitig zugehörenden Gebieten enthalten sollen. 9 Gold-G. wiederkänslichc Zinsen an dem Schoß zu Schackensleben hat er an Balthafar Mayhen verschrieben. 1631 bekennt Lippold Ernst v. Hopkorsf, daß ein von ihm an Hans vormals geliehenes Kapital von 1000 Thlr. nebst Zinsen ihm von Bur- chards v. V. Witwe, deren Gemahl sich verbürgt hatte, richtig ausgezahlt worden. Nach seinem Tode wurde 1637 zwischen dem Kommandanten zu Wolfenbüttel und den v. V.schen Untertanen zu Glentorf ein Vergleich getroffen. Gemahlin: 12. 9. 1613 I. Kordula Anna v. Spörcken, ^ 17. 8. 1621, T. des Wilhelm und der Gödel v. Plato. II. Anna v. Alten, 1- zu Glentorf 28. 4. 1669. Sie wird mehrfach 1632, 1651, 1663 als Witwe im Kirchenbuch von Glentorf unter den Paten genannt. Auf einer Truhe im Destedter Archiv, jetzt als Holzkiste Siebentes Kapitel. Die sechste Stammreihe nach der Teilung der Linien. 197 benutzt, befinden sich die Wappen v. Alten, v. Bortfeld, v. Hoym und v. Marenholtz. v. Alten, v. Boriseld. v. Holm. v. Marenholtz. v. Alten. v. Hoym. Anna v. Alten. 1637 verhypothezierte sie den Groppendorfischen Krug an Hans Marggraf und 1640 versetzte sie den Zehnt zu Veltheim a. d. Ohe an die Bürger Kleine und Hoher in Braunschweig. In demselben Jahre verpachtete sie mit den Vormündern ihrer Kinder an Heinrich auf Destedt ihre zu Destedt gelegenen 175 Morgen Ackers auf 9 Jahre für 250 Thlr. Auch wurde sie aufgefordert, vou ihrem Hofe in Harbke die Kontribution für das Stift Magdeburg abzugeben. 1642 verschreibt sie dem Kaufmann Billerbeck in Braunschweig wegen allerlei entnommener Waren den Hof zu Weddel. 1669 empfing sie noch zu Ostern ihre Alimente. Kinder: 1. Kordula (Nr. 270), 2. Magdalena (Nr. 271), 3. Armgard Kor- dnla (Nr. 272), 4. Anna Lucie (Nr. 273), 5. Eva Katharina (Nr. 274), 6. Jost Wilhelm (Nr. 275), 7. Sophie (Nr. 276), 8. Anna Katharine (Nr. 277), 9. Sabine Maria (Nr. 278), 10. Christian Albrecht (Nr. 279). 223. Georg Hartwig, S. des Jobft (Nr. 164), * 1587, ^ 1612, aus der 3. Ehe des Vaters, in dänischen Diensten, „wurde, weil er sich zu frisch gewagt in Dänemark 1612 erschossen und zu Husbue begraben." (Er soll Domherr zu Halberstadt gewesen sein, wenigstens wird er in einer Obligation an Ernst v. Hopkorff so bezeichnet.) 1607 verglich er sich mit seinen Brüdern Christoph und Haus Wege» Teilung der väterlichen Güter unter Vermittlung von Jobsts Witwe, Hartwigs v. Bodendorf und der Gebrüder Heinrich und Achim v. V. 1610 ging er in die Kampagne. Zu seiner Ausrüstung lind zu seinem Fortkommen lieh ihm Levin Ludwig v. Hahu 200 Thlr. 2. 8. 1610 hatte er das Unglück, seinen Feldkameraden David v. Watz- dorff mit zwei Schüssen und etlichen Hieben über den Kopf, auch einen Stoß in den Schenkel zu entleiben, worauf ihn der Graf Johann ssn. von Nassau, der Kurpfälz. Gen.-Obrist-Leut. bei den unierten Truppen, in Arrest nehmen und Kriegsrecht über ihn sprechen ließ. Er hat aber auf Jnterzessiou der Reichsstände und Städte und seiner Freundschaft von des Entleibten Vater Pardon erhalten, sein Leben zu bessern versprochen, auch 198 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. sich verpflichten müssen, 1.5 Jahre lang bei Narva gegen des Königs in Schweden Feinde ritterlich sich gebrauchen zu lassen, den deutschen Boden nicht wieder zu betreten, 300 G, an Prozeßkosten nä pias eausas an den Rat zu Naumburg vor dem Walde zu zahlen, den Angehörigen des Entleibten jederzeit zu weichen, das ihm zuerkannte Urteil niemals zu rächen und wenn er solches alles nicht hielte, 4000 G. zu 6V Kronen gerechnet, zu bezahlen, wovon 2000 an Karpfalz und 2000 an des Entleibten Vater fallen sollen. ES verbürgen sich für ihn auch seine Brüder Christoph und Hans. Der Revers ist 18, 12. 1610 unterschrieben. Der Missetäter bat beim Pfalzgraf Johann am Rhein, als der Knrpfalz Administrator, um Moderation und Milde, daß ihm sein Abzug nach Narva prolongiert werde, daß er bei tapferem Verhalten nicht an die 15 Jahre gebunden sei, und daß er seine versprochenen Dienste nicht in Schweden, sondern in Dänemark leisten und zwei Mouate auf deutschem Reichsboden sich befinden dürfe. Diese Moderation wurde ihm in Heidelberg 12. 3. 16Z1 ausgestellt. Des Entleibten Vater Heinrich v. Watzdorss zu Mansfeld wandte sich an die Juristen-Fakultät zu Leipzig, welche entschied, daß die Moderation ungültig, daß der Missetäter nicht so lange in Deutschland bleiben dürfe, daß er sich sofort nach Schweden zn begeben habe und daß er, weil er nicht in der gesetzten Zeit in schwedischen Diensten gegen die Moskoviter sich gemeldet, in 2000 G. Strafe verfallen sei. 1611 quittiert er mit seinen zwei Brüdern ihrem Vetter Heinrich wegen wohlgcführter Vormundschaft. 224. Levin Friedrich, S. des Jobft (Nr. 164), * 1587. 225. Heleua, T. des Jobst (Nr. 164) * 1588, nach anderen * 1580. b) Weiße Linie. 226. Heinrich, S. des Jobst (Nr. 180) nnd der Anna v. Saldern, * zu Rosenth al 7. 7. 1592, -j- 24. 8. 1668, Brauuschweig-Wolfenbüttelscher Landrat nnd Schatzrat auf Rosenthal und Destedt (Leichenpredigt). Mit 16 Jahren Page beim Herzog Christian von Braunschweig - Lü neburg, wurde er 1612 unter dem Herzog Ernst Kasimir Grafen von Siebentes Kapitel. Die sechste Stommreihe nach der Teilung der Linien. 19g Nassau, welcher die brannschweigische Prinzeß Sophie Hedwig geheiratet hatte, Soldat, schlug aber die ihm angetragene Stellung eines Hanptmanns aus, kehrte 1613 in das Vaterland zurück und widmete sich der Haus- haltnng. Seine Leichenpredigt enthält einen kleinen Bericht über das v. Veltheimsche Geschlecht. „Bei dem gefährlichen langwierigen Kriegswesen hat er seine Güter oftmals verlassen und in Braunschweig leben müssen. Wenn er wieder nach seinen Gütern gekommen, hat er alles ruiniert und verheeret und oft weder an Korn und Getreide noch an Vieh oder Vikiualien etwas gcfnnden. Er hat seine Güter drei- und mehrmal aufbauen müssen. Es ist dieses Ortes (Destedt) einst, zumal 1626, 1627 und 1628, bis ins dritte Jahr kein Pflug in die Erde gekommen." „Er hat unter solchen Umständen den Gesang lieb gewonnen: Meinem lieben Gott ergebe ich mich, worin die Worte vorkommen: Ach wie ist dies so schwere Pein, nichts haben und viel schuldig sein." 1602 schloß er mit dem Bruder seines Vaters Ludwig, mit Heinrich und Achim einen Vergleich wegen ihres Anteils an der Burg Harbke. (6. 3.) 1610 war er gegegenwärtig beim Leichenbegängnis der Ursnla v. Münchhausen geb. v. Quitzow. 1613 fungierte er mit Sittich v. Gadenstedt auf der Hochzeit Wolf Georgs Gr. zu Stolberg zur Aufwartung der jungen Herren. 1632 wurde er 36 Jahre lang senior kamilms. 1640 pachtete er von Anna v. Alten, Hansens Witwe, und den Vormündern ihrer Kinder deren 175 Morgen Acker zu Destedt anf 9 Jahre für 250 Thlr. 24. 10. 1649 belehnt er den Andreas Osterrode und seine Vettern mit Gütern zu Klein-Winningstedt, in demselben Jahre den Anton David Januin mit der Pfarre zu Kremlingen und Schnlenrode, uud 1660 die Söhne des Kanzlers Schwarzkopf mit dem ^ Zehnt zu Lütken-Vahldorf. Bei seiner Leichenprozession waren von der Familie v. V. gegenwärtig: Heinrich Adrian, Joachim Ludolf, Josias, Heinrich Christoph, Friedrich, Anna Marie geb. v. V., Helene v. V. geb. v. Bibow, Anna Adelheid v. Bartensleben geb. v. V., Hedwig Elisabeth v. d. Wense geb. v. V., Ursula Dorothea v. Steinberg geb. v. V, Katharine Dorothea v. V. geb. v. Mandelsloh, Magdalene Susanne v. V geb. v. Wallwitz, Anna Katharine v. V. geb. v. Wallwitz, Sophie, Dorothea, Agnes, Katharine Elisabeth und Ilse. Gemahlin: 1616 Sophia Magdalena v. d. Wense, * zu Bodendick 6. 9. 1596, 1' zu Destedt 3. 4. 1639, T. des Lüneburgischen Landrates Wilhelm auf Bodendick ?c. und der Maria v. Amelunxen (Leichenpredigt). Zgg Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Heinrich v. d. Wense auf Mois- burg, * 1.°8. 1508, Hauptmann auf Giffhorn, S. des Ludolf u.derN.N, v. Brand. Lucia Anna v. Man- delsloh a. d. H. Düeudorf, -s- 1535, deren M. eine v. Horst. Ludolf v. d. Lith, dessen M. eine v. Klencke. Gertrud v. Frese, deren M. eine v. Staffhorst. v. Amelunxen. v. Gtade- beck. jl Georg v. d. Wense auf Wense und Dorfmark, Großvoigt zu Zelle, * 1496, f 19. 4. 1572. Magdalene v, d Lieth a. d. H. Fiekemühlen, 1589. Hilmar v, Amelunxen. Dorothea v. Gladebeck. Wilhelm v. d. Wense, Fürstlich Lüueburgischer Landrat, Hauptmann aus Bodendick. Maria v. Amelunxen. Sophie Magdaleue v. d. Wense, * 6. g. 1596, s 3. 4. 1639, war.- 1616 Heinrich v. Veltheim auf Destedt. Tochter! Anna Maria (Nr. 28V). 227. Anna, T. des Jobst (Nr. 180) und der Anna v. Saldern. Ehemann: Georg v. Brnchhausen. 228. Heinrich, S. des Heinrich VIII (Nr. 184) und der Katharine v. Münchhausen, * 1592, -f- 1612 vor Kolmar „im dänischen Kriege erschossen, begraben zu Heusebey". 229. Hedwig Elisabeth, T. des Heinrich VIII (Nr. 184) und der Katharine v. Münchhausen, * 19. 12. 1593, -j- zu Kirchohmfeld 25. 3. 1674. Sie ist die Verfasserin einer Familien-Chronik mit geschichtlichen Nachrichten über die v. Wintzingerode, v. Veltheim und andere Familien aus den Jahren von 1618 —1658, welche sich als Abschrift von dem auf Bodenstein liegenden Original in Oftrau befindet. Siebentes Kapitel. Die sechste Stammreihe nach der Teilung der Linie». Zgl Ehemann: 10. 6. 1618 Adolf Ernst v. Wintzingerode auf Bodenstein und Adelsborn, Fürstlich Braunschweigifch-Lüneburgifcher Drost in Radolfshaufen bei Göttingen, * zu Bodenstein 15. 1. 1590, -j- zu Wehnde 19.11.1665. ^ 230. Liborius, S. des Heinrich VIII (Nr. 184) und der Katharine v. Münchhausen, * 31. 1. 1594, -j- 18 Wochen alt zu Beyenrode, zu Oxen- dorf beim Taufstein begraben. 231. Katharine, T- des Heinrich VIII (Nr. 184) und der Katharine v. Münchhausen, * 12. 10. 1595. Ehestiftung im Februar 1619; Ehegeld: 2000 Reichsthaler und eiu Geschenk von 1000 Thlr. von feiten ihrer Mutter. Sie erhielt als Leib- zucht die Meieraefälle ans Dielmissen, 60 Thlr. aus den Gütern lind 6«/, von 2000 Thlr. Ehemann: 1619 Luttcr Ernst v. Haacke auf Bodenwerder und Dassel, * 1592, 1' 1639. 232. Magdalena, T des Heinrich VIII (Nr. 184) und der Katharine v. Münchhausen, * 23. 12. 1597, -j- 29. 3. 1659. Ehemann: 1628 Heinrich v. d. Werder auf Gröbzig, Fürstlich Anhaltischer Landeshauptmann, f 1636. 233. Anna Lucia, T des Heinrich VIII (Nr. 184) und der Katharine v. Münchhausen, * 26. 9. 1598. Ehemann: 1623 Henning Levin v. Arnstedt auf Barleben und Groß-Werder, 1626 zu Braunschweig an der Pest. 234. Philipp Siegmnnd (auch Sittig Philipp genannt), S. des Heinrich VIII (Nr. 184) und der Katharina v. Münchhausen, auf Beyenrode und Harbke, Pachtinhaber des Hauses Westerburg, * zu Beyenrode 20. (26.) 10. 1600, 1- 27. 5. 1646. Von Präzeptoren zu Haufe erzogen, besuchte er vom 13. Jahre an die Schule zu Langensalza, ging nach des Vaters Tode mit seinem Brnder Friedrich Ulrich znr Mutter und daraus nach der selioln, Nar- timÄna nach Brauufchweig, dann als Hofjunker zum Postulierten Bischof von Osnabrück und Verden Philipp Siegmund Herzog zu Braunschweig- X 202 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Lüneburg, seinem Paten, bis zu dessen Tode, nahm darauf beim Kriegswesen des Niedersächsischcn Kreises beim Rittmeister Friedrich v, Bortfeld eine Bestallung an und bereiste, als die Völker abgedankt wurden, 1^ Jahre England, Niederlande und Frankreich, bis er sich des Hauswesens annahm. 18. 10. 1634 verglich er sich mit seinem Bruder Friedrich Ulrich und ihrem Vetter Heinrich Julius und 1640 mit denselben wegen der Niedeck, auf welcher sein Vater das Pfandrecht erlangt hatte, auch wegen der Fischerei, der Afterlehen und der Braugerechtigkeit. 1645 siedelte er nach Westerburg über, wo er sich durch Bauten ein Denkmal gesetzt hat (Leichenpredigt). „Er hat viel Mühe, Gefahr, Flucht und Beschwerde in diesem höchst schädlichen und verderblichen Kriegswesen in vielem Durchziehen der Armeen, in unterschiedliche» Plünderungen und in Belagerung der Stadt Göttingen ausgestanden." Er war Vormund des Christoph Dietrich v. Hacke und seiner Geschwister. 1648 verglichen sich die Vormünder seiner hinterlassenen Söhne mit Josia s und Gottschalk wegen Bebauung einer unstreitigen Burgstätte und wegen einer anderen streitigen Burgstätte auf dem Hause Harbke (Konfirmation: 8. 2. 1658). Gemahlin: I. 1626 Anna Magdalena v. Adelebsen a. d. H. Hardenberg, T. des Christoph (in 9 jähriger Ehe Mutter von 7 Kindern), -s- 1635 zu Göttingen, zu Oxendors begraben. Krain v. Adelebsen, S. des Christoph und der Dorothea v. Klencke, » 1537, f 1595. 15 Magdalena v. Walmoden. 61. Siegfried v. Steinberg, S. des Siegfried, 1567. 1590. Anna v, Falkenberg. Christoph v. Adelebsen, -f- im Februar 1627. 15! Margarete v. Steinberg a. d. H. Wispenstein, » 18. 3.1531, f 1626. !8. Anna Magdalena v. Adelebsen, f 1635, mar.: Philipp Siegmund v. Veltheim auf Behenrode?c., * 20.10.1600, f 27. 5. l646. II. 17. 9. 1637 Elisabeth Florina v. Bodungen, T. des Georg (al. Ge r o) auf Martinfeld nnd der Aguese Elisabeth v. Hardenberg, * zu Martinfeld 1. 4. 1614, -s- zu Harbke 1653 (1 S. und 4 T.). Siebentes Kapitel. Die sechste Stammreihe nach der Teilung der Linien. 203 >zqzU -a sv muwiT a nzjnvhlpunM q zzzqzz-L izq qun j>oqng Zzq T 'uzxuz>U q o,i(Z öinqzujoN '« Zj; ^ ?un ZuvH zzq 'T. ' PjcispzK -a qnipZG spvH q qnvapzß, -zqoizöniiiji?V q snpvhivU azq qun tznimzH Zzq 'T 'uzjnvhusqoA 'a Ppu;sH «2 L . Z ^ L ^ ' SÄ ^ . « KlK ^ N Z- . -S O.L ? -Z Z NZ 'S ^ 'S ^ <5)> A> LÄ 'SPUS1U a Iv izq^W 'a 'ik n r- choiß,zquvM a -ZK ZK LinguzhzjpmvH -q v ZPUZiU -q sihctoZ -PnqzpL Mq 'I 'LlZgUZqivH -c> ZuvH ^ <5)> ^ « ^ZsjlZMipnU a -hoJ zMvöivZN Iv uiZlZiitzT -y 'spUNAZ a ßvmahT qavhiZyZ -L "Z o? ^ ^ S ^ K . « ^ ^ -Ä 'IsjzqzW ^iuzH zMvöivW -sv uzaoiZömsijNA a LanymoH qv pqusag; a lPn^nZ ^ «2 L! ^ UII> Q ^ ^ s « . N Q ^ ,-i Z ^ Z -s- Z ^ N Z «> 'Z L ^Z° »v ö? 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Laudrat auf Alvensleben, Nottmersleben und Klein-Santersleben, nach seines Bruders Tode Drost zu Niedeck (Leichen- Predigt mit 16 Ahnen). Er besuchte die Schule zu Langensalza, ging 1622 auf die Universität Wittenberg, und nach 2 Jahren nach Helmftedt und Rinteln. 1627 übernahm er die väterlichen Güter. 1630 ist er in den großen Ausschuß des Erzstiftes Magdeburg ausgenommen und 1652 zum Erzstistischeu Landrat erwählt worden. „Ob es ihm bei abgewichenen Kriegsfällen vielmals schwer genng gefallen, sich und die Seinigen selber durchzubringen, so hat er doch absonderlich in teuren Jahren, da oft die Not am Härtesteil gewesen, seine Untertanen und andere Notleidende niemals hilflos gelassen. Da sein Leben oft nur an einem Faden gehangen, hat ihn Gott ans oftmaligen Gefahren augenscheinlichen errettet." 8. 6. 1632 bei der Musterung mit 12 Pferden jedoch ohne Bandalier und Wappen wegen des höchsten Unvermögens und Verderbens, darein er bei dem jetzigen Kriegswesen geraten ist. 26. 8. 1652 unterschreibt er die Ehestiftnng der Sophie Hedwig v. Spitznase mit Ernst Heinrich v. Hacke. 1. 10. 1654 schrieb er in das Stammbuch vou Samuel Vaster: sola mimst virtus labuntur cetera In demselben Jahre wurde er als fürstlich Magdeburgischer Landrat nach Braunschweig geschickt, um als redlicher Patriot dem dortigen Kongresse beizuwohnen. Siebentes Kapitel, Die sechste Stammreihe nach der Teilung der Linien. LOS 1V. 6. 1656 und 27. 1. 1664 wird er zu Mitbehuf für seine Vettern vom Herzog August von Sachsen als Administrator von Magdeburg mit den Kl.-Santerslebeuer und Gr.-Aminenslebener Lehen belehnt. 9. 8. 1658 führte er die Gemahlin des Administrators vom Erzstift Magdeburg August Herzog zu Sachsen bei dem zu Halle gefeierten Leichenbegängnis der Landgräfin Christiane Sophie zu Hessen geb. Prinzeß von Ostfriesland, und 16. 6. 1663 die Prinzessin Anna Maria zu Sachsen bei dem Leichenbegängnis der Prinzessin Katharine Elisabeth Dorothea zu Sachsen in Halle und 16. 7. 1663 beim Leichenbegängnis von zwei Prinzessinnen von Sachsen in Halle die Prinzeß Anna Maria zu Sachsen. 25. 8. 1661 erwarb er etliche Mannlehen, die an ihn und seines Bruders Söhne gefallen waren, denen die Lehenstücke nicht recht gelegen waren. 1661 kaufte er von vr. Brnnner dessen Zehnten auf 16 Hufen Landes zu Klein-Santersleben für 360 Thlr. In demselben Jahre gehörte er der Fruchtbringenden Gesellschaft uuter dem Namen des „Grimmigen" mit dem Wahlspruch „Genossen" an. 20. 12. 1662 verglich er sich mit Heinrich Christoph, Georg Philipp und Heinrich Adrian zu Bartensleben wegen der Jagd anf dem Morslebener Felde, der Nachmast, welche die Morslebensche Gemeinde darauf prätendiert, und der Verkaufung des Unterholzes an dieselbe. 1664 ließ er sich von seinen Vettern zu Aloensleben die Versicherung geben, daß sie, weil er seine Güter seit 1627 während der Zeit seiner Wirtschaft um etliche tausend Thaler verbessert, nach Absterben seiner und seiner männlichen Lehenserben seinen Töchtern 8000 Thlr. nebst der Aussteuer erlegen sollen und sich nicht eher Klein-Santersleben bemächtigen, ehe alle Töchter befriedigt sind. Diesen Revers scheinen die Söhne von Heinrich Julius, Heinrich Adrian und Joachim Ludolf ausgestellt zu haben. In v. Alvenslebenschen Urkunden genannt: 1653, 17. 2. 1655, 8. 11. 1664. ux.: zu Derenburg 31. 5. 1629 Anna Magdalena v. Wnlffen a, d. H. Loburg, * zu Loburg 20. 1. 1608, -s- 21. 10. 1672 zu Rottmers- leben, wohin sie sich 1667 nach der Vermählung ihres Sohnes Friedrich begeben hatte, zu Alvensleben im Erbbegräbnis beigesetzt, T. des Arndt auf Loburg und der Katharine v. Wrisberg a. d. H. Wrisbergholzen. „Sie hat der Schule zu Alvensleben ein löbliches vermacht" (Leichenpredigt). S. Ahnentafel. Kinder: 1. Heinrich (Nr. 294), 2. Katharine (Nr. 295), 3. Gustav (Nr. 29k). 4. Helena (Nr. 297), S. Sophia (Nr. 298), 6. Friedrich (Nr. 299). 7. Elisabeth (Nr. 300), 8. Anna Magdalena (Nr. 301), 9. Hedwig 206 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. (Nr. 302), 10. Dorothea (Nr. 303), 11. Heinrich (Nr. 304), 12. Philipp Siegmund (Nr. 305), 13. Ilse (Nr. 306), 14. Gertrud (Nr. 307), 15. Agnes (Nr. 308). 238. Gertrud, T. des Heinrich VIII (Nr. 184) und der Katharine v. Münchhausen, * 19. 10. 1606, f 15. 11. 1673. Sie war 27. 3. 1662 gegenwärtig zu Ermersleben bei dem Leichenbegängnis Kersten Werners v. Dorstedt auf Ermersleben. Ehemann: 1631 Burchard Christoph v. Adelebsen auf Adelebsen und Erbsen, f 11. 11. 1673. 239. Achaz, S. des Heinrich VIII (Nr. 184) und der Katharine v. Münchhausen, * 16. 11. 1608, 1- 1 Jahr alt an den Blattern. 240. Maria, T. des Heinrich VIII (Nr. 184) und der Katharine v. Münchhausen, * 12. 12. 1610, -j- 5 Wochen alt, auf der alten Niedeck zu großen Lengde begraben. 241. Ursula Dorothea, T. des Heinrich VIII (Nr. 184) und der Katharine v. Münchhausen, * 12. 8. 1612, -s nach langwierigem Krankenlager zu Barnhausen 29. 12. 1687. 1668 war sie als Witwe gegenwärtig beim Leichenbegängnis des Schatzrates Heinrich auf Deftedt (Leichenpredigt). — Sie hat die v. Steinbergschen Kirchen mit schönen Altären, Kanzeln uud Zieraten beschenkt, auch den Armen viel Gutes getan. Ehemann: zu Göttingen 27. 6. 1639 Johann Hilmar v. Steinberg, Drost zu Hardegsen, auf Bodenburg, Barnhausen und Westerburg 1- 5. 9. 1648. 242. Sophie Engel, T. des Heinrich VIII (Nr. 184) und der Katharine v. Münchhausen, * 10. 7. 1614, -j- 14 Wochen alt 16. 10. 1614, zu Ostendorf begraben. 243. Elisabeth Magdalena, T. des Achim (Nr. 185) und der Anna v. Rauchhaupt, (* 1595), -f- 1604, al. 1666. (Vielleicht sind hier zwei Personen zu unterscheiden, die eine 1604, die andere -f- 1666.) Siebentes Kapitel. Die sechste Stammreihe nach der Teilung der Linien. 2g? 244. Heinrich Julius, S. des Achim (Nr. 185) und der Anna V .Rauch Haupt, auf Bartensleben, Destedt und Jngersleben, * zu Destedt 29. 6.1596, -j- daselbst 21. (al. 20.) 10. 1651. Er besuchte vom 1. 5. 1613 an ans 5 Jahre die Julius-Universität, vom 27. 9. 1617 an auf ein Jahr die Universität Tübingen, ging dann 1. 10. 1618 durch das Elsaß, wo er 2 Monate in Straßbnrg verweilte, und die Schweiz auf 7 Monate nach Genf und bereiste 1619 —1620 mit seinem Bruder Frankreich, England, Brabant und die Niederlande. 15. 6. 1600 wird für das Kollegiatstift St. Maria zu Halberstadt seine adlige Herkunft von adligen Ahnen bezeugt. 23.4.1624 schreibt er an das Domkapitel zu Halberstadt, daß sein Bruder Joachim Friedrich auf der Burg zu Halberstadt durch seinen Mitkollegen Matthias v. Oppeu aus dessen Residenzhof nach wenig gewechselten Worten freventlich, tückisch und meuchlerisch durch einen Schuß mit doppelten Kugeln in den Kopf tätlich verwundet worden zc. Diese Freveltat fordere Sühne. Auch der Kaiser und der Kurfürst von Sachsen nahmen sich der Sache an: 28. 7. 1626. 16. 7. 1630 rechnet er mit den v. Alvensleben über die Aussteuer seiner Gemahlin ab. 7. 6. 1632 schickt er zur Musterung der Ritterschaft im Holzkreise nach Wanzleben 2 Reuter mit Pferden und Gewehr, soviel als er bei diesen hocherbärmlichen Zeiten, in denen er fast um all das Seine gekommen, nach seineni äußersten Vermögen habe tun können. Er getröstet sich dessen, daß der Kgl. Schwedische Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt darob nicht allein sein gehorsames Gemüt, sondern auch die gewöhnte Affektion gegen die evangelische Religion und sein liebes Vaterland werde verspüren. 8. 6. 1632 bei der Musterung mit 2 Pferden ohne Bandelier nnd Wappen. 18. 10. 1634 hat er mit seinen Vettern Philipp Siegmnnd und Friedrich Ulrich einen Vergleich getroffen und 28. 10. 1640 einen solchen wegen Niedeck, der Fischerei, der Afterlehen und Braugerechtigkeit des Hauses Bartensleben. Juni 1640 rechtfertigt er sich gegenüber dem Herzog zu Braunschweig auf die Beschuldigung, daß er das Kloster Marienberg an Hut, Weide, Jagd, Zehnten und Dienstbarkeit in Beyersdorf und Morsleben beeinträchtigt habe. 30. 3. 1649 vergleicht er sich mit Heinrich Elers wegen 2 Hufen Landes zu Destedt, von denen Elers ^ Zehnten bekam und 29. 9. 1649 mit der Witwe Christophs III wegen des Gutes Destedt. 208 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 6. 9. 1650 unterschreibt er den Ehevertrag der Katharine Engel v. Hahn mit Johannes Wilke v. Hacke. 24. 7. 1650 vergleicht er sich mit Gebhard v. Alvensleben wegen der Koppelweide zu Hundisbnrg und Rottmersleben. In v. Alvenslebenschen Familienakten genannt: 30. 9. 1633, 13. 4. 1643, 1. 10. 1653. Gemahlin: I. zu Magdeburg Sophie v. Alvensleben, T, des Lu d ols auf Hundisburg ze. und der Adelheid v. V. (Nr. 188), * 10.12.1595 zu Helmstedt, 1- 15. 7. 1638. Sie wird in einem v. Alvenslebenschen Ver- gleiche 16. 6. 1630 genannt (s. Ahnentafel). Leichenpredigt in der v. Gustedt- schen Sammlung in Magdeburg. II. 23. 11. 1641 Ursula v. Quitzow, 1' 14.5.1647, T. des Henning zu Widela (kinderlos). (Vielleicht in III. Ehe, ohne daß dieselbe in der handschriftlichen Familiengeschichte von Lenzen erwähnt wird, Anna v. MünchHausen, f 18. 4. 1651.) Kinder: 1. Joachim Lndolf (Nr. 309), 2. Heinrich Adrian (Nr. 31V), 3. Anna Adelheid (Nr. 311), 4. Anna Maria (Nr. 312), 5. Hedwig Elisabeth (Nr. 313), 6. Amalie (Nr. 314), 7. Sophie (Nr. 315), 8. Fredeke (Nr. 316). 245. Achim Friedrich, S. des Achim (Nr. 185) und der Anna v. Rauchhaupt, * 1598, 1' 23. 4. 1624, von seinem eigenen Mitherren Matthias v. Oppen, der sich noch seiner Missetat rühmte, meuchlerisch erschossen, alt 26 Jahre und 7 Tage, Domherr zu Halberstadt, auf Barteusleben (Leichen- Predigt). Er wurde zugleich mit seinem Bruder Heinrich Julius in den Grundwissenschaften unterwiesen, bis sie 1. 5. 1610 nach Helmstedt geschickt wurdeu, wo sie 4 Jahre lang der Weltweisheit und Rechtsgelehrsamkeit mit Nutzen oblagen. 1614 wurde er als Deutsch-Ordensritter aufgenommen und zu Lucklum eingekleidet. 27. 9. 1617 bezog er mit seinem Bruder Heinrich Julius die hohe Schule zu Tübingen, von wo sie 1. 10. 1618 das Elsaß, die Schweiz und Frankreich und 1620 England, Brabant nnd die Niederlande bereisten. 1622 trat er sein Klosterjahr in dem an sich gebrachten Kanonikat zu Halberstadt an und nahm daselbst 20. 12. 1623 seinen Wohnort, nachdem er von Kurt und Bnrchard auf Aderftedt und Harbke und anderen ein Attest beigebracht, daß er nach Erledigung seines Klosterjahres 25 Jahre alt sei. Siebentes Kapitel. Die sechste Stanimreihe nach der Teilung der Linien. 209 In dem Nrknndenbuch des Geschlechtes v. Oppen ist das Zeugenverhör von 1624 wegen der Mordtat des Matthias v. Oppen ausführlich behandelt. Joachim Friedrich war mit H. v. Arnstedt, Lndolf v. Bennigsen und Franz Lippold v. Donstedt bei Hieronymus Brand v. Arnstedt zu Gaste gewesen. Beim Domherrn v. Oppen wollten sie noch Zerbster Bier trinken. Der aber habe ihnen nicht aufgemacht. Darauf haben sie ihm die Fenster eingeworfen. Nunmehr sind Schüsse gefallen, von deren einem Joachim Friedrich getroffen worden ist. 246. Philipp Rudolf, S. des Achim (Nr. 185) und der Anna v. Ranch- haupt auf Barteusleben, -s- 1622. Er ertrank im Main, nach anderen Nachrichten in der Leine. 247. Hedwig Anna, T. des Achim (Nr. 185) und der Anna v. Rauchhaupt, * 1' 1600. Wohl identisch mit der Tochter der genannten Eltern Anna, welche von der Amme neben die Wiege gelegt wnrde uud von ihr, da sie meinte, das Kind liege in der Wiege, tot gewiegt wurde. 248. Ottilia Katharina, T. des Achim (Nr. 185) und der Anna v. Rauchhaupt, * 17. 9. 1608, 17. 7. 1652 laut ihrer Leicheupredigt. Ehemann: 11. 7. 1631 zu Braunschweig Johann Siegmund v. und zu Freuking aus dem Herzogtum Bayern, Kgl. Dänischer und Gräfl. Oldeuburgischer Oberst, Regierungspräsident der Herrschaft Jever, erbgesessen zu Freuking in Bayern. 249. Amalie Maria, T. des Achim (Nr. 185) uud der Anna v. Rauchhaupt, * 23. 3. 1603 zu Westerburg, -j- laut ihrer Leichenpredigt 15. 2. 1660, zu Wesmar beigesetzt. (Nach der Abschrift der Ehestiftung hieß sie Anna Ämilia.) Sie beschenkte die Kirche zu Wesmar mit Altardecken. Ehemann: 25. 2. 1638 (Leibgedingsbr.: 2. 3. 1638, Eheg.: 1500 Thlr.) Christoph v. d. Oelsnitz anf Kriegsdorf und Wesmar, -s- vor seiner Gemahlin. 250. Sophie Hedwig, T. des Achim (Nr. 185) und der Anna v. Rauchhaupt, * zu Westerburg 12. 4. 1607, 1- zu Beetzeudorf 20. 7. 1667. (Leichen- Predigt mit 16 Ahnen.) 14 Das Geschlecht v. Beltheim. 210 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Ehemann: zu Bartensleben 6.1.1636 Frh, Achaz v> d. Schulenburg auf Beetzendorf und Apenburg, Geh, Rat und Landeshauptmann der Alt mark, Erbküchenmeister, * zu Beetzendorf 5. 4. 1610, -s- daselbst 25.6.1680. 251. Adrian Hildebrand, S. des Achim (Nr. 185) nnd der Anna v. Rauchhaupt, aus Bartensleben, * zu Westerbnrg 23, 8.1610, -s 6.11.1632. Er war nebst seinen Brüdern Wohl erzogen und studierte von 1623 bis 1623 zu Helmstedt und 2 Jahre zu Leipzig. Die Zeiten erforderten, daß er kursächsische Kriegsdienste nahm. Er wohnte der Schlacht bei Lützen bei und erlag einem feindlichen Geschoß. Sein Leichnam wurde von der Walstatt abgeholt und in Bartensleben beigesetzt. 252. Dorothea, T- des Achim (Nr. 185) uud der Auna v. Rauchhaupt, Soll nach einer einzelnen Angabe 1701 verstorben sein. Achtes Kapitel. Sievente Stammreihe nach der Ieitnng der Linien. a) Die schwarze Linie. 253. Margarete, T. des Burchard (Nr. 194) und der Helena v. d. Asse- bnrg, 1' jung vor dem Vater, etwa 4. 7. 1628, wo dem Burchard eine Tochter in Ostrau verstarb, ohne daß das Kirchenbuch ihren Namen nennt. 254. Achaz IV, S. des Burchard (Nr. 194) und der Helena v. d. Asse- burg, * 1606 (bei seiner Taufe standen 21 Gevattern), f zu Saumour in Frankreich 1626, wo er begraben liegt. 3. 5. 1622 bezog er die Universität Leipzig und 14. 11. 1623 mit Kuno Hahn die Universität Altdorf. 255. Anna, T. des Burchard (Nr. 194) und der Helena v. d. Asseburg, * zu Harbke 12. 9. 1668, -j- zu Radis 13. 6. 1672 (Leichenpredigt mit 16 Ahnen). Sie mußte den gänzlichen Ruin ihrer Güter erleben. 25. 7. 1619, 23. 7. 1628, 20. 3. 1661 als Tanszenge im Kirchenbuch zu Ostrau genannt. Ehemann: zu Ostrau 1. 6. 1634 Otto Wilke v. Bodenhausen auf Radis, Wülferode und Roda, Kursächsischer Obersteuereinnehmer, * 26. 7. 1601, s zu Leipzig 9. 8. 1664. (Auf Ahnentafeln der v. Mirbach wird eine Helene a. d. H. Harbke als Gemahlin des Otto Wilhelm v. Boden Haufen aufgeführt. Das ist vielleicht eine Verwechselung mit Anna, aus deren Ehe mit Otto Wilke v. Bodenhausen eine Tochter Helene sich mit dem Oberstleutnant Ernst 14* 212 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. v. Mirbach vermählte. Allerdings stimmen in diesem Falle die Daten nicht, denn diese Helene v. Bodenhausen, * 11. 2. 1709, f 20. 12. 1754, vermählte sich 3. 10. 1730, — es ist hinreichend bekannt, daß in den Ahnenangaben leicht Verwechselungen vorkommen.) 256. Ludwig, S. des Burchard (Nr. 194) und der Helena v. d. Afse- bnrg, * 17. 3. 1610, -j- jung vor dem Vater. 257. Helene, T. des Burchard (Nr. 194) und der Helena v. d. Asse- burg, * zu Harbke 9. 12. 1611, -f- zu Zichtau 25. 8. 1684 (Leichenprcdigt). 23. 7. 1628 und 3. 5. 1629 im Kirchenbuch zn Ostrau als Taufzeugin genannt. — 14. 4. 1665 ist sie gegenwärtig unter denen, welche einen Vergleich in der Familie v. Alvensleben unterschreiben, in andern Angelegenheiten dieser Familie genannt: 25. 9. 1667, 22. 1. 1672. — 21. 5. 1667 ist sie gegenwärtig beim Leichenbegängnis von Gebhard v. Alvensleben auf Kalbe:c., 25. 10. 1673 beim Leichenbegängnis der Katharine Dorothea v. Bartensleben geb. v. Kotze, ebenso bei dem Leichenbegängnis der Katharine Dorothea v. V. geb. v. Mandelsloh in Ostrau 20. 6. 1676. — 28. 7. 1679 kaust sie für 2400 Thlr. wiederkäuflich auf 20 Jahre Noggenpächte aus Estedt. mar.: zu Harbke 6. 1. 1641 Busso v. Alveuslebeu auf Kalbe, Zichtau, Rogätz , Ritterschaftsverordneter, * zu Erxleben 14. 7. 1600, -s- zu Berlin 19. 11. 1654. 258. Agnes, T. des Burchard (Nr. 194) und der Helena v. d. Afseburg, 1651 beim Tode der Mutter unvermählt. 259. Dorothea, T. des Burchard (Nr. 194) und der Helena v. d. Afseburg, 1651 beim Tode der Mutter unvermählt. 28. 9. 1628 und 4. 5. 1636 steht Jungfrau Dorothea in Ostrau Gevatter. . 260. Johann Friedrich, S. des Burchard (Nr. 194) und der Helena v. d. Assebnrg, * zu Harbke 13. 4. 1616, -s- zu Halle 19. 8. 1641, in Ostrau beigesetzt. Er nahm sich schon im 18. Jahre der Haushaltnng au. In seinem 19. Jahre studierte er in Genf. Achtes Kapitel. Die siebente Stammrcihe nach der Teilung der Linien. 21Z 8. 5. 1627 wird er zusammen mit seinen Brüdern Jofias nnd Gott- schalk mit Biedersee belehnt und 2S. 6. 1634 mit Kösseln nnd Werderthan, svwie mit Möst und Hinsdorf. 11. 6. 1637 hatte er, als er beim Kommandanten zn Magdeburg Hans Sebastian v. Zehmen zu Gaste gewesen war und in sein Quartier zurückkehrte, seinen Bedienten nach seinem Hut gefragt. Als dieser erklärte, daß er ihn nicht gesehen, hat er ihn gestochen nnd derart unter dem linken Arm verletzt, daß dieser früh um 3 Uhr am 13. Juni verstarb. Er soll in seiner Behausung in Harbkc oder in Schöningen oder Braunschweig, wo er sich vielleicht bei seiner Mutter aufhalte, gesucht werden. 1637 kommt in der Fruchtbringenden Gesellschaft ein Johann Friedrich v. V. als der Genesende mit dem s/mdolum durch Schweiß vor. 1637 wird er als der Älteste unter den Brüdern genannt. Die Kinder hatten zu Vormündern Berthold v. Nantenberg und Johann v. d. Asse- bürg, die statt des Ältesten den Anton Schirmer den Jüngeren und dessen Brüder mit einer Hnse Landes auf Gatenftedter Felde zu Brauuschweig belehnen. Der v. Rautenberg versetzte auch Zehnt zu Aderstedt. In demselben Jahre belehnen die Vormünder den Heinrich Jnlius v. Kniestedt auf Kniestedt und Burgdorff, fürstlich Braunschweigischen Marschall, mit einem Meierhof, Garten, und 3 Hufen Landes zu Oldeudorf. 29. 9. 164V wird er genannt bei der Ehestistnng seiner Schwester mit Bnsso v. Alvensleben. In demselben Jahre hat er Hansens Witwe geb. v. Alten ersucht, die Kontribution für Magdeburg von ihrem Harbkefchen Hofe an ihn abgeben zu lassen. Er muß viel in Ostrau gelebt haben, denn er wird in den Kirchenbüchern von Ostrau sehr oft 24. 12. 1632, 29. 4. und 2. 9. 1635, 16. 1. 1636, 26. 5. 1646 als Taufpate genannt. Er hatte unter den Drangsalen des großen Krieges durch Durchzüge und Kontributionen schwer zu leiden. So bekam er einmal von Marodeuren, denen er nachfolgte, einen Schnß durch den linken Arm, nachdem sein Pferd schon zuvor gefallen war. Seine Leichenpredigt in der v. Gustedt- schen Sammlung zu Magdeburg ist auf dem Titelblatt mit den Wappen seiner 16 Ahnen geschmückt. Sie betont, daß er der lateinischen Sprache durchaus mächtig gewesen sei. 261. Ilse, T. des Burchard (Nr. 194) und der Helena v. d. Asseburg, * zu Harbke 14. 4. 1617, -s- 16. 12 1677 (Leicheupredigt). Nach dem Tode ihres Ehemannes und ihres einzigen Sohnes begab sie sich nach Harbke in ein von ihr erkauftes Hans, nm ihren Schwestern 214 nahe zu sein. „Weh ist ihr gewesen, wenn sie betrachtet den damaligen elenden betrübten Zustand der von dem Kriege gänzlich ruinierten Lehengüter." — 21. 5. 1667 war sie gegenwärtig beim Leichenbegängnis des Gebhard v. Alvensleben auf Kalbe ?c. Ehemann: zu Harbke 16. 6. 1649 Erust Ludolf v. d. Asseburg auf Peseckendorf und Falkenstein, f 1651. 262. Elisabeth. T. des Burchard (Nr. 194) und der Helena v. d. Asseburg, -j- zu Böddensell in der Altmark 21. 16. 1673. 1. 11. 1664 befindet sie sich in der Leichenprozession Günthers v. Bar- tensleben. Ehemann: zu Harbke 31. 10. 1658 (Ehestiftung 31. 10.1658, Ehegeld 3000 Thlr.) Ludolf Burchard v. Alvensleben auf Kalbe, Kriegkommissar der Altmark, * 1620, f zu Kalbe 11. 5. 1675. 263. Josias I, S. des Burchard (Nr. 194) und der Helena v. d. Asse bürg, * zu Harbke 7. 2. 1619, -s daselbst 21. 6. 1696 (in der v. Gnstedtschen Sammlung zu Magdeburg liegen Trauergesänge auf seinen Tod ohne Personalien), Hildesheimischer Erbschenk uud Brauuschweigi- scher Erbküchenmeister auf Ostrau (das er in der Teilung bekam), Harbke (das sein Bruder übernahm), Glentorf zc. Von ihm liegt eine geschriebene Leichenpredigt ohne Per sonalien im Archiv zu Harbke. Er erlangte nach Christian Albrechts Tode in brüderlicher und väterlicher Teilung das Gut Glendorf, wo er neue Wohnungsgebäude aufführte, daneben Ostrau und Harbke, welches letztere er nach seines Neffen Hempo Tode 1681 erhielt. Im 17. Lebensjahre bezog er die Universität Helmstedt. Nach dreijährigem Aufenthalt daselbst besuchte er den Kaiserlichen, Bayerischen, Pfälzischen Hos, wie auch die Sächsischen und Lüneburgischeu Höfe. Wegen der Kriegsläufte konnte er seine Reisen nicht weiter ausdehnen. Achtes Kapitel. Die siebente Stammreihe nach der Teilung der Linien. Dann nahm er bei der Herzogin-Witwe von Braunschweig - Wolsen- büttel geb. Markgräfin von Brandenburg Dienste. Nach mehreren Jahren mußte er die Verwaltung seines in der brüderlichen Teilung ihm zugefallenen Gntes antreten, welches er durch das Kriegswesen völlig ruiniert vorfand. 1641 wurde er Senior seiner Linie und 1668 des ganzen Geschlechts. 11. 8. 1643 wurde er (auch mit Gottschalk und mit ihren beiderseitigen männlichen und weiblichen Erben, und wenn deren nicht mehr sein sollte», mit den Erben der Schwestern — ebenso 20. 12. 1661 anch für Hempo und endlich auch für Matthias —) belehut mit Möst und Hinsdorf und in demselben Jahre mit seinen Vettern von der Äbtissin Dorothea Sophie von Quedlinburg und 1646 von der Äbtissin Anna Sophie mit den Neindorfischen Gütern. 1648 verhandelte er mit seinein Bruder Gottschalk und mit Philipp Sieg mund wegen des neuen Bnrgstüttebaues zu Harbke. 13. 5. 1648 wurde er von: Administrator von Magdeburg, Herzog August, wegen der Vermogensaulage im Holzkreise deputiert. 1650 vergeich er sich mit seinem Brnder Gottschalk an einem und Philipp Sicgmund mit den Erben des Hans am anderen Teile wegen des Holzes zu Harbke. 9. 10. 1654 wird er zusammen mit seinem Brnder Gottschalk vom Fürsten zu Anhalt mit Biedersee belehnt und 31. 1. 1656 erhält er das Lehen allein, nachdem er sich mit seinem Bruder geteilt hatte. Dieser erhält die gesamte Hand daran. 1650 verhandelte er nnd sein Bruder Gottschalk mit dem Rittmeister Knno Gebhard v. Angern, welcher 4000 Thlr. 1611 ihrem Vater vorgestreckt hatte. In demselben Jahre verglich er sich mit Gottschalk, seinen 4 verheirateten und 2 unverheirateten Schwestern wegen der mütterlichen Erbschaft und 1660 mit Gottschalk wegenNen-Brandsleben. 1662 bezahlt er an die v. Bothmarschen Erben, nämlich an die v. Hagen und v. Nheden, 2000 Thlr. in betreff deren sich sein Vater Burchard für Berthold v. Nautenberg verbürgt hatte. 1669 belehnt er den Franz Werner v. Steinbringk mit den Gütern bei Schöningen. 1677 und 1683 hat er mit Georg Philipp einen Streit in betreff des Patronatsrechtes über die Pfarre zn Harbke, das zwischen der schwarzen und weißen Linie gemeinsam sein sollte, sowie wegen nicht gestatteten Trauergeläutes in der Kirche. 216 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 1681 Wird er für sich und seine Vettern von der Äbtissin Anna S vphie und 1685 von der Äbtissin Anna Dorothea von Quedlinburg mit den Brandslebenschen Gütern belehnt. In demselben Jahre hat er nach seines Neffen Hempo Tode Possession von Harbke ergreifen lassen. 1683 vergleicht er sich mit Hempos Mutter wegen ihres Wittums »nd 1683 mit Gertrud Katharine verwitweten v. Hoym geb. v. V. 1684 konsentiert er den Verkauf des Hofes zu Weddel. 1685 erhielt er vom Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg einen Lehenbrief über die Goldfteinschen, Alslebenschen und Krosigkfchen Güter resp. Zinsen zu Drölitz, Goddenitz, Biedersee, Lobersdorf, Plotz, Kösfeln und Möst. 1686 vergleicht er sich zusammen mit Achaz mit dem Geh. Rat und Halbe rstädtischen Präsidenten v. Lüderitz wegen des Gutes Ueplingen, das sie ihm zedieren. 1687 belegte er die Kremlingenschen Kornpächte gegenüber Heinrich zu Destedt mit Arrest. 1691 belehnte er die Herren v. Kniestedt. 4. 11. 1692 wurde er m it Möst und Hinsdorf belehnt, das nach dem Aussterben seiner männlichen Linie an Hempo (derselbe schon 1'), dann an die Töchter und endlich an die Schwestern fallen soll, ebenso 25. 9. 1695 mit Kösseln und Werderthau. Nach den Bau- und Kunstdenkmälern von Braunschweig sM sich ein in der Kirche zu Glentorf eingemauerter Stein mit den Initialen I. v. V. 1690 auf eine Ausbesserung des Gotteshauses durch Josias beziehen. Gemahlin: I. zu Harbke 7. 3. 1652 Gödela Magdaleua v. d. Asse- burg, 1' 16. 3. 1663, nachdem sie an demselben Tage ein totes Kind Achtes Kapitel. Die siebente Stammreihe nach der Teilung der Linien. 217 II. zu Ostrau 7. 2. (al. 22. 2.) 1667 Katharinc Dorothea v. Man- delsloh a. d.H. Ribbesbnttel, T. des Otto Asche und der Ursula v. Schier- stedt, * 16. 7. 1638, -s- zu Ostrau 15. 4. 1676 (s. Ahnentafel). „Sie ist (Leichenpredigt) eine Wohltäterin der Armen gewesen. Ihr Name ist geschrieben im Buche des Lebens. Sie vermachte den Kirchen zu Ostrau und Harbke schöne Legate und Kirchenornate. Sie wollte auch die Schloß- kapellc zu Ostrau wieder aufbauen." Kinder: 1. Bnrchard (Nr. 317>, 2. Helene (Nr. 318), 3. N. N. (Nr. 318b), 4. Gödel Magdalene (Nr. 319), S. Ursula Elisabeth (Nr. 320), 6. Otto Ludwig (Nr. 321). geboren hatte, T- des Busso auf Falkenstein und der Magdalena v. d. Asse- bnrg a. d. H. Beyernaumburg (s. Ahnentafel). — 31. 8. nnd 12. 9. 1652 wird sie als Taufzeugin im Kirchenbuch zu Ostrau aufgeführt. 218 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 264. Gottschalk, S. des Burchard (Nr. 194) und der Helena v, d, Asse bü rg, * zu Harbke 16. 7. 1622, -s- zu Neubraudsleben 28. 6. 1661 (Gedächtnistafel mit 16 Ahnen, seinen Degen und den Resten einer zerschossenen Fahne in der Kirche zn Harbke), ans Harbke, Schackeusleben und Neubraudsleben. Laut seiner Leichenpredigt in der Gustedtschen Sammlung studierte er 1636 iu Wittenberg, dann in Helmstedt 2 Jahre, mußte sich aber dann der Güter annehmen. Er klagt mit Josias 3. 7. 1651 wider das Amt Hornburg, daß dieses ihnen die freie Verpachtung des ihnen zustehenden Zehnten zu Jsingerode, welchen ihre imtscsssoros in Pension ausgetan haben, verwehre. Anfang 1686 hat Josias von neuem Klage erhoben. Aber die Juristen-Fakultäten zu Leipzig und Rostock haben sich für das Amt entschieden, ebenso 1699 und 1701 die Universitäten Marburg und Wittenberg. Der ans der Mühle haftende Zehnt wird dem Amte Hornburg zugesprochen. Er ist 29. 9. 1640 bei der Eheschließung seiner Schwester mit Bussv v. Alveuslebeu, 26. 6. 1655 bei der Leichenprozession Bnssos v. Alvens- leben und 31. 10. 1658 bei der Ehestiftung seiner Schwester Elisabeth gegenwärtig. Gemahlin: 28. 5. 1656 (ein Glückwunschgedicht zur Vermählung liegt in der Bibliothek zu Hannover) Anna Lukretia v. d. Knesebeck, T. des Geh. Rates Hempo auf Tylseu nnd der Anna v. Jagow. Leibgedingsbr.: 16. 5. 1656 und 28. 12. 1681. Eheg.: 3000 Thlr. Sie hatte sich nach dem Tode ihres Sohnes nach Magdeburg begeben und sich dort 14 Jahre aufgehalten. Sie starb laut ihrer in der Gustedtschen Sammlung zu Magdeburg liegenden Leicheupredigt 26. 3. 1697 (f. Ahnentafel). Kinder: I. Burchard (Nr. 322), 2. Helena (Nr. 323), 3. Burchard (Nr. 324), 4. Hempo (Nr. 325). 265. Matthias, S. des Kurt (Nr. 203) nnd der Ursula v. Bartcnsl? ^ 29. 11. 1613, -f zu Aderstedt 28. 10. 1630. Er wurde zum ^ angehalten. Er litt 5 Jahre lang au einem Schaden am Knie, so da^ ein Jahr lang vor seinem Tode nnr vom Bette bis auf den Stuhl st ' bewegen konnte (Leichenpredigt). 266. Achaz, S- des Kurt (Nr. 203) und der Ursula v. Bartensleben, -s-1681, auf Derenburg und Aderstedt, auch auf Groppeudorf, das er ererbte. Achtes Kapitel. Die siebente Stammreihe nach der Teilung der Linien. 21!) 1657 vergleicht er sich mit Josias und Gottschalk wegen der von Christian Albrecht hinterlassenen Lehengüter und teilt sich mit Josias in die von Christoph Albrecht hinterlassenen Lehengütcr Glentorf, Groppen- dors, Schackensleben und Neplingen. 1661 hatte er einen Prozeß mit dem Pastor Valentin Mylius wegen des aus dein Glentorfschen Holzteil zu Harbke dem Pastor verweigerten Deputatholzes. 1668 meldet sich die Herzogin Elisabeth Jnliana zu Braunschweig wegen des Anteils an dem Korn- und Fleisch-Zehnten, welchen Dr. Hagen den v. Veltheim versetzt hatte, da sie denselben an sich kaufen wollte. 10. 12. 1669 hat er als Kurator seiner Ehefrau und der Kinder Werner Dietrichs Spiegel v. Pickelsheim einen Streit mit dem Domkapitel zu Halberstadt. Es handelt sich um eine Schuldverschreibung des Kapitels für seinen Schwiegervater, die seine Ehefrau ihm übergeben hat (Aktenstoß in Wetzlar). 1681 verkaufte er an den Kammerpräsidenten v. d. Schulenburg auf 12 Jahre wiederkäuflich 6 Wispel 12 Scheffel Zehent für S4V Thlr. mit Zustimmung der Mitbelehnten. 1682 verpachtete er sein ganzes Gut Langelu mit allem Zubehör auf 6 Jahre. 1686 verglich er sich zusammen mit Josias wegen des Gutes Groß- Uepliugen mit den v. Lüderitzschen Erben. Gemahlin: 1662 Klara Ottilie v. Spiegel, T. des Arndt und der Hedwig v. Gudeustedt, -s- 1682 iu Aderstedt. Von beiden Eheleuten befindet sich ein Grabdenkmal mit den Porträts in Öl in der Kirche zu Aderstedt. Die Genealogie dcs Geschlechts von der Teilung der Linien an. G G L L ^ A N- O N- Z Q ö? -z !-» K « ^5 8 r-^ G s ^ L? « ? ct -3 N G s i^- I-» s 'G !-> « « r: n LS B G !S « r: « Ä « >S- N « « sz Z Johann Spiegel v. Pickelsheim. Gnda Spiegel v. Diesen- berg. Dietrich v. Kanne. Maria ö, Ame- lunxen. Dietrich v. Gaden- stedt ans Gadenstedt, *1511, f 12.1. 1586. Ottilie o. Bül- zings- leben. 1548. Albert v. Bach. Agnes v. Kochberg. Werner Sviegel v. Pickelsheim. Katharine v. Kanne. Albert Heinrich v. Gadenstedt. Agnes v. Bach. Arndt Spiegel v. Pickelsheim, Domherr zu Havclberg. Hedwlg v. Gadenstedt. 1606. Klara Ottilie Spiegel v. Pickelsheim, -s- 1632? msr.: Achaz v. Veltheim auf Aderstedt, f 1681. Kinder: 1. Wilhelm Ludwig (Nr. 3Z6), 2. Arnold Heinrich (Nr. 327), 3. Ursula Hedwig (Nr. 328), 4. Auguste Elisabeth (Nr. 329). Lenzen in seiner handschriftlichen Geschichte des Geschlechts spricht die Vermutung aus, daß er noch mehrere Kinder, welche vor ihm verstorben, gehabt habe: Joachim Friedrich, Georg Raban und August. Auch soll Kurd Arndt Ludwig, -s 1685 in Frankreich, ein Sohn von ihm gewesen sein. Wenn dieser letztere in die Linie Aderstedt hineingehvrt, kann er nur ein Sohn von Arnold Heinrich gewesen sein. Sonst müßte er, als nach dem Tode seines Vaters gestorben, in Lehensangelegenheiten genannt werden. 267. Jlsabe, T- des Kurt (Nr. 203) und der Ursula v. Bartensleben, * 8 Tage vor 3 Könige (al. 14. 2) 1614, ^ 6. 3. 1645 (Leichenpredigt mit ihren Ahnen); sie war verlobt mit Kersten Christoph v. Wobersnow. Achtes Kapitel. Die siebente Stammreihe nach der Teilung der Linien. 221 268. Katharine, T. des Kurt (Nr. 203) und der Ursula v. Bartensleben, -j- zu Wolfsburg, zu Vorsfelde 1. 7. 1616 beigesetzt. Laut ihrer Leichen- predigt (ohne Personalien) wurde sie ^/z Jahr alt. 269. Ursula, T. des Kurt (Nr. 203) uud der Ursula v. Bartensleben. Sie war 27. 5. 1662 gegenwärtig zu Ermersleben beim Leichenbegängnis von Kersten Werner v. Dorstedt auf Ermersleben. — 8. 2. 1683 hat sie als Witwe einen Streit mit ihrem Bruder Achaz, welcher auf die von Anna Elisabeth v. Bartensleben legierten Stipendiengelder in Höhe von 2000 Thlr, Arrest gelegt hat. Sie hatte als Witwe zu ihrem fiiglichen Auskommen den sogenannten Waldhof gepachtet, 1' 1714. Ehemann: 30. 8. 1648 Christoph Franz (al. Christian Franz Ernst) v. d. Knesebeck auf Nordsteinke, Ba!4ke, Lentzerwische zc., -s- 1676. 270. Kordula (laut des Kirchenbuches), T. des Haus (Nr. 222) und der Kordula Anna v. Spörcken, getauft zu Glentorf 25. 7. 1614, -s- 1615. In den v. Veltheimschen Stammtafeln wird sie als Elisabeth Kordula aufgeführt. 271. Magdaleua (laut des Kirchenbuches), T. des Haus (Nr. 222) und der Kordula Anna v. Spörcken, getauft zu Glentorf 31. 7. 1616, -f- 1684. Unter den Paten wird sie mehrfach 1630, 1631, 1632 zc. aufgeführt. In den v. V.schen Stammtafeln wird sie als Maria Magdalena aufgeführt. Ehemann: zn Glentorf 14. 6. 1659 Kurt Ernst v. Kißleben auf Uri, Fürstl. Braunschweig-Lüueburgischer Landrat, f 1676. 272. Armgard Kordula (laut des Kirchenbuches), T. des Hans (Nr. 222) und der Kordula Anna v. Spörcken, * zu Glentorf 31. 7. 1617, f 1626. In den v. V.schen Stammtafeln wird sie als Armgard Gödel aufgeführt. 273. Anna Lucie, T. des Hans (Nr. 222) und der Kordula Anna v. Spörcken, * zu Glentorf 3. 12. 1618. — 1654 wird eine Jungfrau Lucie v. V. unter den Gevattern im Kirchenbuch von Glentorf genannt. — 1669 hielt sie sich zu Uri auf. 222 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 274. Evci Katharina, T. des Hans (Nr. 222) und der Anna v. Alten, * 1620. 275. Jobst Wilhelm, S. des Hans (Nr. 222) nnd der Kordnla Anna v. Spörcken, * zu Glentorf 16. 9. 1620, -s- daselbst 2l. 4. 1621, nach den v. V.schen Stammtafeln -s- 6. 11. 1620. — In demselben Jahre starb nach dem Kirchenbuche zu Glentorf Marie, wohl eine sonst nicht bekannte T- des Hans. 276. Sophie, T. des Hans (Nr. 222) und der Anna v. Alten. * zu Glentorf 21. 8. 1624, -f- daselbst 6. 12. 1624. Unter ihren Paten Bcrtold v. Wulffen mit seiner Ehesran Magdalena v. V. 277. Anna Katharine, T. des Hans (Nr. 222) und der Anna v. Alten, * zu Gleutorf 23. 9. 1626. Unter ihren Paten: Friedrich Ulrich v. V. 278. Sabina Maria, T- des Hans (Nr. 222) und der Anna v. Alten, * 1628. Sie lebte noch 1656. 279. Christian Albrecht, S. des Hans (Nr. 222) und der Anna v. Alten, ^ zu Glentorf 15. 12. 1631, unvermählt zu Ueltzeu und wurde 23. 2. 1656 zu Glentorf begraben. „5. 5. 1657 hat Frau v. V. ihren Herrn Sohn begraben lassen" (das feierliche Leichenbegängnis fand also erst ein Jahr nach seinem Tode statt). Er starb kurze Zeit, nachdem er aus Frankreich zurückgekehrt war, der Letzte vom alten Hans Glentorf auf Glentorf, Grop- pendorf, Schackensleben, Ueplingen, Destedt und Harbke. Er wird mehrfach unter den Paten im Kirchenbuch zu Glentorf, z. B. 1649 genannt. Nach seinem Tode fielen seine Lehengüter an Josias auf Ostrau, Gottschalk auf Harbke und Achaz anf Aderstedt. Weil sein Vater für Philipp v. V. sich gegen Zacharias Beuthner auf 400 Thlr. verbürgt hatte und die aufgeschwollenen Zinsen aus des unmündigen Sohnes sehr verderbten Gütern nicht abgetragen werden konnten, so verglich sich dessen Vormund Friedrich Ulrich mit den Beuthner- schen Gläubigern dahin, daß er alle Martini, solange seine Vormundschaft daure, die Zinsen von den seinigen abtragen wolle. Achtes Kapitel. Die siebente Stammreihe nach der Teilung der Liniein 223 1638 nahm Burchards Witwe Helena mit dem Vormund ihres Sohnes Johann Friedrich 600 Thlr. auf sich, welche Christian Albrechts Vater der Jungfrau Gänsin zu Braunschweig schuldete. Wen» Christian Albrecht ohne Lehenserben sterben sollte, soll diese Schuld seines Vaters auf dessen Lehengüter zu übertragen. 1656 schrieb der Herzog August an Josias nnd Gottschalk wegen der Güter, die auf sie verfallen wären. Seinen Hof in Harbke hatte er an Gott schall vertauscht. b) Die weiße Linie. 280. Anna Maria, T. des Heinrich (Nr. 226) und der Sophia Magda- lena v. d. Wense, * 1636. 21. 5. 1667 war sie gegenwärtig beim Leichenbegängnis von Gebhard v. Alvensleben auf Kalbe ze. und in demselben Jahre beim Leichenbegängnis von Werner Schenk v. Flechtingen. Ehemann: Heinrich Adrian (Nr. 310) auf Bartensleben und Rosenthal. 281. Heinrich Christoph, S. von Philipp Siegmund (Nr. 234) aus dessen I. Ehe, * 10. 9. 1627, -s- 17. 5. 1677. Er besaß die Güter Harbke und Beyenrodc, welche nach seinem Tode an seinen Brnder Georg Philipp sielen. 1648 wurde ein Vergleich zwischen den Vormündern von Philipp Siegmuuds Söhnen und Josias >md Gottschalk wegen einer Burgstätte zu Harbke und 1650 wegen des Holzes zu Harbke gestiftet. 1653 bekennt er, daß er von Friedrich Ulrich (Nr. 237) innerhalb von 3 Jahren in den Niederlanden uud zu Genf, wo er sich also offenbar aufgehalten hat, 1500 Thlr. aufgenommen habe und 1659 daß er von demselben von den Rottmerslebenschen Höfen 500 Thlr. erhalten habe. 1662 hat er sich zusammen mit seinem Bruder und Friedrich Ulrich wegen der Jagden, Holz nnd Nachmast mit Heinrich Adrian verglichen. Als den 2 Gebrüder» und ihren Vettern Friedrich und Heinrich zu Alvensleben und Destedt das Amt Niedeck heimgefallen war, setzten sie es gegen Destedt und teilten sich 1699, nach Maßgabe dessen, daß es für 25000 Thlr. dem Hanse Veltheim verschrieben gewesen. Gemahlin: 5. 6. 1667 Magdalena (Anna) Susanna v. Wallwitz, T. des Sebastian und der Barbara v. Wnlssen, 1" 24. 1. 1677 (s. Nr. 299, Ahnentafel ihrer Schwester). 224 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Kinder: 1. Barbara Magdalena nwL knit anAU8tig8 rsäiicta ut po88688cn-68 in6klitant68 8iltins 6886 cluxsrint, 6SNI vuleano izaarn bo8ti trsäere, tallll6m » I.i8pioio ouiÄ st bkQeKesntia ^6nsro8i äoinini äomini ^os-edim l^uclolpbi a Veltbsim ölsotor. IZrancl. oomprov. in clneatn Ng^ägdurAivo 6t con- ^jn^is A6v6i'6moriain cl6nuo S8t 6X8trnota anno N.OLXL1I. 8ie ixitnr hua stirp6 olim p6riit 6k>clem nun« rsasclikleatÄ klarst. Seine Leichenpredigt hebt hervor, daß er wohl niemals eine Predigt oder eine Betstunde auch bei dem alkerschlimmsten Wetter versäumt habe und daß seine tägliche Nahrnng zu Hause das Wort Gottes gewesen sei. Gemahlin: auf dem Prinzenhof zu Wolfenbüttel in Gegenwart der Fürstlich Braunschweigischen Herrschaften und des ganzen Hofes, (Ehestiftung 28. 9. 1656) 2l. 4. 1657 Helene v. Bibow ans Westerburg, T. des Friedrich in Mecklenburg und der Sophie v. Oertzen a. d. H. Gerdshain, * zu Westerburg 29. 1. 1635, f zu Bartensleben 16. 4. 1705. Sie war Hoffräulein der Herzogin Christine Elisabeth zn Brannschweig-Lüneburg geb. Gräsin von Barby lant ihrer Leichenpredigt in der Gustedtschen Achtes Kapitel. Die siebente Stammreihe nach der Teilung der Linien. 233 Sammlung zu Magdeburg (siehe Ahnentafel). — „Sie hatte ein trefflich Gedächtnis und konnte von fürstlichen und adligen Genealogien und ihren Gütern die aller genauesten Nachrichten geben, von jeder Person Geburt, Alter, Vermählung und Tod." Kinder: 1. August Rudolf (Nr. 352), 2. Heinrich Julius (Nr. 353), 3. Friederike Juliane (Nr. 354), 4. Heidenreich Adrian (Nr. 355), 5. Sophie Anna (Nr. 3Sli), 6. Dorothea Helene (Nr, 357), 7. Antonie Sibylla (Nr.358), 8. Joachim Ludolf II(Nr.35ö), 9. Christine Elisabeth (Nr. 360). 310. Heinrich Adrian, S. des Heinrich Julius (Nr. 244) und der Sophie v. Alvenslebeu, auf Bartensleben, * zu Bartensleben 4. 3. 1630, -j- 1674. 1655 kam der Teiluugs-Rezeß mit seinem Bruder Joachim Ludolf über die väterlichen Güter Destedt und Bartensleben zustande. 9. 8. 1658 führte er beim Leichenbegängnis der Landgräfin Christiane Sophie von Hessen geb. Prinzessin Vvn Ostsriesland zu Halle die Pröpstin zu Quedlinburg, Anna Sophia Prinzessin von Hessen. 1662 verglich er sich mit Friedrich Ulrich, Heinrich Christoph nnd Georg Philipp wegen der Mast. 1. 11. 1664 war er Marschall beim Leichenbegängnis des Günther v. Bartensleben auf Wolfsburg. Weiter wäre» gegenwärtig Josias, Joachim Ludolf, Anna Adelheid v. Bartensleben geb. v. V-, Elisabeth v. Alvensleben geb. v. V-, Anna Lukretia v. V. geb. v. d. Knesebeck, Hedwig Elisabeth v. d. Wense geb. v. V., Amalie, Sophie, Fredeke v. V., Helene v. V. geb. v. Bibow und Anna Marie v. V. geb. v. V.; ebenso fungierte er als Marschall 15. 3. 1671 beim Leichenbegängnis der Florine Charlotte v. Alvensleben a. d. H. Erxleben, mit ihm gegenwärtig Joachim Ludolf, Helene geb. v. B., Anna Maria geb. v. V., Agnes, Dorothea, Sophie Helene und 28. 10. l673 beim Leichenbegängnis der Katharine Dorothea v. Bartensleben geb. v. Kotze als Hauptmarschall. 234 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 11. 12. 1666 trug er mit anderen den Baldachin über der Leiche des Herzogs Augnst von Braunschweig und Lüneburg bei dessen Leichenbegängnis zu Braunschweig. 2. 2. 1670 ging er mit brennender, mit Trauerwappen behafteter Wachsfackel neben der Leiche der Herzogin Anna Maria zu Sachsen geb. Prinzeß zu Mecklenburg beim Leichenbegängnis in Halle einher. Gemahlin: Anna Maria (Nr. 280), Ehestiftung Bartensleben 28.8. 1655. — 1668 verkaufte sie verschiedene Jnventarstücke ans Kremlingen au ihren Vetter. — 1674 nach ihres Ehemanns Tode verglich sie sich mit ihrem Schwager Joachim Ludolf wegen ihrer Forderungen. 311. Anna Adelheid, T des Heinricb Julius (Nr. 244) und der Sophie v. Alvensleben, * zu Bartensleben 27. 7. 1631, -s- 1. 6. 1706 (Leichenpredigt mit Ahnentafel). 1667 war sie gegenwärtig beim Leichenbegängnis des Werner Schenk v. Flechtingen und 1668 beim Leichenbegängnis von Hciurich auf Destedt. — „Sie ließ sich weder im Glücke erheben, noch durch das Kreuz unterdrücken." Ehemann: 2. 12. 1662 (Ehevertrag 1. 12. 1662) Hans Daniel v. Bartensleben auf Wolfsburg. Brohme nnd Bisdorf, Brannschweigischer Schatz- und Landrat, * 27. 4. 1633, -s- 30. 3. 1689. 312. Anna Maria, T. des Heinrich Julius (Nr. 244) und der Sophie v. Alvensleben, -j- 1706. Sie wird auf den alten Geschlechtstafelu genannt. Vielleicht waltet hier eine Verwechselung mit Nr. 280 ob. 313. Hedwig Elisabeth, T. des Heinrich Julius (Nr. 244) nnd der Sophie v. Alvensleben, Stammntter der Familie v. d..Wense, * zu Bartensleben 9. 9. 1632, -f- 1706, nach Königs Adelshistorie 1693. — 1668 war sie als Witwe gegenwärtig beim Leichenbegängnis des Schatzrates Heinrich. Ehemann: 1658 Franz Otto v. d. Wense zu Morse und Bodenwerder, * 16. 10. 1627, f zu Mörse 11. 6. 1662. 314. Amalie, T. des Heinrich Julius (Nr. 244) uud der Sophie v. Alvensleben, * zu Bartensleben 4. 1. 1634, -f- 1686. Achtes Kapitel. Die siebente Stammreihe nach der Teilung der Linien. 235 315. Sophia, T. des Heinrich Julius (Nr. 244) und der Sophie v. Alvensleben, ^ zu Bartensleben II. 5. 1635, -j- 1665. 316. Fredeke, T. des Heinrich Julius (Nr. 244) und der Sophie v. Alvensleben, * zu Bartensleben 5. 2. 1637, ^ 1665. — 1.11. 1664 war sie mit ihren Schwestern Nr. 311, 313, 314 und 315 gegenwärtig beim Leichenbegängnis Günthers o. Bartensleben auf Wolfsburg. Neuntes Kapitel. Achte Stammreihe nach der Teilung der Linien. a) Die schwarze Linie. 317. Burchardt (al. Burkhard), S. des Josias I (Nr. 263) und der Gödela Magdalena v. d. Asseburg, * zu Ostrau 5. I. 1660, -s- daselbst 9. 1. 166V, alt 4 Tage und 10 Stunden (Leichenpredigt mit 8 Ahnen). 318. Helene, T. des Jvsias I (Nr. 263) und der Gödela Magdalena v. d. Asseburg, * zu Ostrau 5. 3., getauft 20. 3. 1661 (bei ihrer Taufe stand Gevatter Heinrich v. V. nnd Frau Anna v. Bvdenhansen geb. v. V,), 's daselbst 23. 3. 1661 (Leichenpredigt mit 8 Ahnen). 318b. N. N., Kind des Josias I (Nr. 263) uud der Gödela v. d. Asseburg, * -f- 1663. Die Geburt des Kindes kostete der Mutter das Leben. 319. Gödela Magdalena, T. des Josias I (Nr. 263) und der Dorothea v. Mandelsloh, * zu Ostrau 24. 3. 1670, f bei der Geburt eines Kindes 25. 8. 1704 (Leichenpredigt). 16. 6. 1698 wird sie als Taufzeugin im Kirchenbuch zu Ostrau aufgeführt. Neuntes Kapitel. Die achte Stammreihe nach der Teilung der Linien, 237 Ehemann: I- zu Harbke 4.4.1695 Haubold v. Miltitz auf Schenkenberg und Rödgeu, Kursächs. Hauptmanu, ^ 10. 4. 1660, 12. 9. 1699. II. zu Ostrau 13. 10.1702 Johann Georg v. Ponickau ausPohla, Schönborn und Belgershayu, Poln.-Sächs. Hof-, Justiz- und Appellationsrat. 320. Ursula Elisabeth, T. des Josias I (Nr. 263) und der Dorothea v. Mandelsloh, * zu Ostrau II. 3. 1674, 1' zu Bartensleben 29. 8. 1718. Nach ihrer Leichenpredigt hatte sie 2 S. uud 4 T., vou denen die jüngste vor der Mutter verstarb. Ehemann: zu Ostrau 15. 5. 1696 Heinrich Julius (Nr. 353>. 321. Otto Ludwig, S. des Josias I (Nr. 263) und der Dorothea v. Maudelsloh, * zu Ostrau 20. (al, 24.) 3. 1672, f zu Harble 1. 3. 1714, zu Ostrau beigesetzt, auf Ostrau, Harbke, Jahmen, Kroppenstedt und Glentorf, das er an die weiße Linie verkaufte, während er Harbke ganz au sich brachte (Leichenpredigt). 1689 ging er auf die Universität Helmstedt. 1690 erhielt er ans seines Vaters Ansuchen die vsnia llöwtiK. Das Attest ist vom Prorektor zu Helmstedt ausgestellt. 1692 ging er nach Leiden in Holland, dann nach Brüssel, besah dann die ganze in Frank^ reich stehende Armee der Alliierten, ging dann nach Helgoland nnd kehrte über Holland in die Heimat zurück. Neunies Kapitel. Die achte Stammrcihe nach der Teilung der Linie». In eben dem Jahre nahm er im Haag einen Monsieur Gillot zu seinem Stallmeister an. 1696 legitimierte er sich zur Kollation der zu Hamburg stehenden 10000 Thlr. Stipendiengelder und der davon zu zahlenden Zinsen. 4. 6. 1697 wurde er mit Möst und Hinsdorf nnd in demselben Jahre mit Biedersee belehnt. 1698 brachte er Harbke gauz an sich, indem er seinen Anteil an Destedt wie anch das Dorf Schackeusleben seinen Vettern Adrian und Friedrich Ulrich gegen ihren Anteil an Derenbnrg uud Harbke abtrat. 1703 verkaufte er Gleutorf. 1708 brachte er die Rittergüter Kroppeustedt uud Jahme wieder au sich. 1711 verglich er sich mit der Kroue Preußen wegen 30000 Thlr. von Derenbnrg mit Bestätigung vom 13. 1. 1716. Diese 30000 Thlr. hatte Arndt Heinrich (Nr.'.327) dem Fiskns zediert. — Es mich wohl heißen: für diese 30000 Thlr. hatte Arnold Heinrich Derenbnrg an den Fiskns zediert. Von ihm befindet sich ein Ölbild auch im Schlosse zu Destedt. 240 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Gemahlin: 30. 10. 1695 Armgard Amalie v. Bartensleben, T. des Hans Daniel ans Wolfsbnrg und der Anna Adelheid v. Veltheim (Nr. 311), * zu Wolfsburg 15. 9. 1668, -s- 20. 11. 1738, s. Ahnentafel (Leichenpredigt). Sie hatte als Witwe von ihrem jüngeren Sohne die Güter gepachtet. — 24. 10. 1731 gingen diese durch eine Feuersbrunst zngrnnöe. — 1732 bezog sie ihr adliges Witwenhaus. „In der letzten Stnnde ihres Lebens widmete sie ein Ziemliches von ihrem Vermögen zur Stiftung eines Pfarrwitwenhanses zn Harbke und 200 Thlr. zur freien Schule für arme Kinder in Harbke und Ostran." Kinder: 1. Josias (Nr. 361), 2. Anna Adelheid (Nr. 362), 3. Hans Daniel (Nr. 363), 4. Achatins Renatus (Nr. 364), S. Friedrich Augnst (Nr. 365). Nach Otto Ludwigs Tode verkauften die Vormünder seiner Sohne das O scherslebensche Gut, 10 Hufen und 12^ Morgen, wiederkäuflich für 6000 Thlr. 322. Burchardt, S. des Gottschalk (Nr. 264) und der Anua Lnkretia v. d. Knesebeck, * 15. 2. 1658, 19. 3. 1658, kaum 5 Wochen alt. Ge meinsames Denkmal für ihn nnd seinen gleichnamigen Bruder in der Kirche zu Harbke mit Ahnenwappen (Leichenpredigt). 323. Helena, T. des Gottschalk (Nr. 264) nnd der Anna Lukretia v. d. Knesebeck, * zu Harbke 4. 4. 1657, -f- 14. 6. 1727 laut ihrer Lcicheupredigt. Nach ihrer Vermählung folgte sie mehrfach ihrem Ehemanne in die Kampagne uud hielt auch mit ihm die Belagerung von Namur aus. Sie zog l683, nachdem ihr einziger geliebter Brnder 18. 10. 168 l verstorben war, mit ihrer Mutter nach Magdeburg. — 16. 4. 1685 entstanden Zwiftigkeiten wegen ihrer Aussteuer zwischen Josias nnd den v. d. Knesebeck. Ehemann: 30. l2. 1684 Christian Friedrich v. Pfnel, Prenß. Oberst auf Wilkeudorf, Gielsdorf?c., * 28. 6. 1653, -s- am Himmelfahrtstage 25. 5. 1702 bei der Belagerung von Kaiserswert dnrch einen fatalen Bombenschlag. 324. Burchardt, S. des Gottschalk (Nr. 264) nnd der Anna Lnkretia v. d. Knesebeck, * 12. 4. 1660, -j- 4 Wochen und einen Tag alt. Denkmal in der Kirche zn Harbke. Neuntes Kapitel. Die achte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 241 325. Hempo, S. des Gottschalk (Nr. 264) und der Anna Lukretia v. d. Knesebeck, * zu Harbke 6. 3. 1659, f zu Paris 18. 10. 1681 am hitzigen Fieber, auf Harbke und Schackenslebeu. 1666 vergleichen sich seine Vornüinder nebst den Hintersassen zu Schackensleben mit Friedrich Ulrichs (Nr. 237) Söhnen Friedrich und Heinrich zu Alvensleben. 23. 4. 1677 wurde er als nobilis Hardseensis 8axo auf der Universität Frankfurt unter Bezahlung doppelter Gebühren immatrikuliert; er besuchte 4 Jahre lang die Universitäten. 1V. 12. 1677 dichtete er auf den Tod der Ilse v. d. Asseburg geb. v. V. eine Trauerode. 25. 9. 1695 wird er irrtümlich uoch nach seinem Tode als Gesaint händer an Kösseln und Werderthan und ebenso 1697 als Gesamthänder an Biedersee genannt. Sein Grabdenkmal mit Olporträt nnd 16 Ahnenwappen in der Kirche zu Harbke. 326. Wilhelm Ludwig, S. des Achaz (Nr. 266) nnd der Klara Ottilie v. Spiegel, wohl früh 1'. 327. Arnold Heinrich, S. des Achaz (Nr. 266) und der Klara Ottilie v. Spiegel, * 20. 10. 1648, -s- zu Aderstedt 2. 4. 1726, auf Aderftedt, Groppendorf (das sein Vater an v. Koren versetzt hatte) und Dingelbe, Preusz. Geh. Rat, Landrat des Herzogtums Halberstadt, Hauptmann der Herrschaft Derenburg, Erbkücheumeifter zu Braunfchweig, Erbschenk zu Hildesheim, Senior des Geschlechts. Er gab die Herrschaft Derenburg, welche bereits Achaz ssn. vom Grafen von Neinstein vor fast 200 Jahren in Pfandbesitz erhalten, da sie, als die Grafen ausgeftorben uud die Grafschaft Neinstein unter der Lehensoberhoheit von Halberstadt mit dem Fürstentum Halberstadt an Brandenburg zum größeren Teile gefallen war, im Wege des Vergleichs an die Krone Preußen zurück. 12. 4. 1686 hat er einen bis nach Wetzlar gehenden Streit mit dem Kanonikus zu Halberstadt Maximilian Philipp Noift v. Weers in einer Domherrn-Angelegenheit in Halberstadt und 8. 12. 1687 und 29. 3. 1693 wider die v. Hardenberg als Erben des Kurt v. Marenholtz. Es handelt sich um 16000 Thlr. Kapital und Zins, wofür sich Arnold Heinrichs Vater mit verbürgt hatte. Da? Geschlecht v. Bettheil». ^ 242 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 16. 5. 1695 organisierte er von neuem die Schützengesellschaft zu Aderstedt nach einem noch heute auf dem Magistratsbüro zu Aderstedt liegenden Statut. 22. 6. 1695 hat er einen Streit mit deu Gebrüdern v. Hase. Es handelt sich um eine Schuldverschreibung des Joachim v. d. Schulenburg auf 6000 Thlr., für welchen sich 1576 Kuno v. Hahn, der Elternvater des Matthias v. V., verbürgt hatte (Aktenstoß in Wetzlar). 1697 hat die Äbtissin Anna Dorothea von Quedlinburg ihn und seine V ettern und ebenso 1718 die Äbtissin Maria Elisabeth mit den Nein- dorfschen Gütern belehnt. 1702 und 1723 belehnt er die v. Kniestedt. 28. 6. 1707 wird er vom Herzog Anton Ulrich von Braunschweig mit den im Amte Campen belegeucn Leheustücken resp, mit deu zu Michaelis fälligen Pfennigzinsen belehnt, wie die v. Höhenlage solche besessen, und wie nach deren Absterben Kurt v. N. die v. Broitzem damit belehnt hat. 14. 6. 1708 belehut er die Nerbst zu Nieustedt mit einer Hnse und einem Hof in Nemlingen nnd 22. 6. 1709 als Senior der Familie den Heinrich Friedrich, S des Han s Friedrich zu Evessen, und dessen Vettern mit 4 Hnfen (teils iu Evessen, teils in Gilzum gelegen) und ^ Grashof iu Evessen (Lehenware 20 Thlr.). Spätere Lehenbriefe 15. 10. 1728, 20. 9. 1730 (25. 6. 1759). 1709 wurde er Kgl. Preuß. Geh. Rat und Landrat im Fürstentum Halberstadt und Lehensträger des ganzen Hauses. 1711 ließ er von den Odeshausischen Holzungen 5^ Morgen ausroden und in Wiesen umwandeln. 1715 verpachtete er sein Gut Laugeln an mehrere Einwohner daselbst. 1717 belehnte er als senior inmilias die v. Schwartzkopss. Neuntes Kapitel. Die achte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 243 1718 wurde er von der Äbtissin Marie Elisabeth zu Quedlinburg mit den Gütern zu Brandsleben und Emmeningen belehnt. Er erbaute die Kirche iu Aderstedt. Sein und seiner Gemahlin Grabdenkmal befindet sich mit den beiden Ölporträts daselbst. Er starb ohne männliche Erben. Gemahlin: Ilse Ursula v. d. Knesebeck a. d. H. Nordsteinke, -s- 5. 11. 1735 zu Aderstedt. „Sie lebte mit ihrem Schwiegersohn viele Jahre in Prozessen. Vom Worte Gottes und vom h. Abendmahl hat sie nicht viel gehalten, aber auf ihrem Totenbette sich ziemlich andächtig gezeigt; alt 85 I. und 9 Tage." Kinder: 1. Eleonora Angelika (Nr. 36V), 2. Charlotte Luise Sophie (Nr. 367), 3. Juliane Jdea (Nr. 363), 4. Friedrich Heinrich (Nr. 369). 328. Ursula Hedwig, T. des Achaz (Nr. 266) und der Klara Ottilie v. Spiegel, der lateinischen, französischen und englischen Sprache mächtig, stattliche Poetin, iu der deutschgesiunten Genossenschaft der sämtlichen Nä- geleinzuuft Oberzuuftmeisteriu und Obervorsitzerin, genannt „der Kluge". 329. Auguste Elisabeth, T. des Achaz (Nr. 266) und der Klara Ottilie v. Spiegel. k) Die weiße Linie. 330. Barbara Magdalena, T. des Heinrich Christoph (Nr. 281) und der Magdalena Anna Susanna v. Wallwitz. Ehemann: 1686 Levin Adolf v. Bennigsen auf Banteln, Fürftl. Braunschw. Schloßhanptmann, hernach Hofmarschall zu Wolsenbüttel, 1694. 331. Anna Kathariue, T- des Heinrich Christoph (Nr. 281) und der Magdalena Anna Susanna v. Wallwitz, * 23. 1. 1676, ^ 2.2.1677 (mit der Mutter zusammen beerdigt). 332. Heinrich Philipp, S. des Heinrich Christoph (Nr. 281) und der Magdalena Anna Snsanna v. Wallmitz, * 20. 12. 1672, s 1673. 333. Johann Siegismund, S. des Georg Philipp I (Nr. 282) und der Luise v. Stammer, * 1672, wohl früh f. 16- 244 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 334. Heinrich Adrian, S, des Georg Philipp I (Nr. 282) und der Lnise v. Stammer, auf Alvensleben, Nottmersleben, Schackensleben nndKlein- Santersleben, ^ zu Niedeck 3. 2. 1673, f 2. 2. 1709 zu Alvensleben. Er war etliche Jahre mit Engbrüstigkeit beladen, dazu kamen die Masern. Sem Körper wurde in der von ihm selbst erbauten Kirche zn Nottmersleben beigesetzt. Die Leichenpredigt hielt ihm Johanu Christoph Velthem, Prediger zu Gr. - Nottmersleben. 1692 ging er auf 5 Jahre mit seinem Bruder auf die Universität Helms tedt, nachdem er den ersten Unterricht zu Quedlinburg genossen hatte. 6. 12. 1697 wird er vom Herzog Heinrich von Sachsen mit den Klein-Santers lebener und Groß-Ammensleber Lehen belehnt. 1698 schloß er in Gemeinschaft mit seinem Bruder Friedrich Ulrich einen Permutations-Nezeß mit Otto Ludwig (Nr. 321) über dessen zn De- stedt, Schackeuslebeu und andere zu Harbke gehörigen Güter und etliche Zehnten. 1699 schloß er mit seinem Bruder Friedrich Ulrich einen Teilungsvergleich, nach welchem ihm aus dem bisher ungeteilten Besitz die Güter Alvensleben, Nottmersleben, Schuckensleben und Klein-Santersleben, letzterem Destedt (Unterburg) mit Kremlingen, Beyeurode und das Haus auf der Burg in Braunschweig zufielen. 1701 unternahm er eine Reife mit seinem Freunde Gebhard v. Alvensleben nach Wien, Ungarn zc. (laut seiner Leichenpredigt in der Gustedtschen Sammlung zu Magdeburg). Gemahlin: Hundisburg 29. 8. 1702 Anna Sophie v. d. Schulenbu rg, T. des Alexander auf Alteuhaufen und der Anna Sophie v. Bis- marck a. d. H. Schönhausen, * 11. 2. 1679, f zu Alvensleben 7. 11. 1724 (laut ihrer Leichenpredigt in der Gudstedtschen Sammlung zu Magdeburg mit Porträt), s. Ahnentafel. Kinder: 1. Georg Philipp (Nr. 370), 2. Luise Sophie (Nr. 371), 3. Alexander (Nr. 372), 4. Henriette Charlotte (Nr. 373), 5. Johanna Auguste (Nr. 374), 6. Henriette Adriaue (Nr. 37S). 335. Florina Margarete, T. des Georg Philipp I (Nr. 282) uud der Luise v. Stammer, * 2. 2. 1674 (al. 1675), 20. 10. 1751. Ehemann: 22. 11. 1691 Adam Heinrich Frh. v. Lichtenstein zn Lahen auf Heiligesdorf, * 17. 6. 1666, f 21. 7. 1693. 336. Friedrich Ulrich, S. des Georg Philipp I (Nr. 282) und der Luise v. Stammer, * 25. 3. 1675, f zu Destedt 3. 5. 1738, Fürstlich Brann- schweigischer Schatzrat ans Unterburg Destedt mit Kremlingen und Beyenrode. Neuntes Kapitel. Die achte Staminreihe nach der Teilung der Linien. 245 Er wurde 1732 Senior der Familie und belehnte zu Braunschweig die v. Schwartzkopff. 9. 12. 1733 belehnt er den Johann Friedrich in Klein-Denkte mit einem Kothof in Klein-Denkte nnd einem Kothof in Groß-Denkte; späterer Lehenbrief: 26. 9. 1801. ux.: zu Erxleben 29. 8. (al. 30. 8.) 1702 Helene Dorothea v. Alveusleben, T. des Gebhard Johann, Magdeburger Obersteuerdirektors und Laudrates auf Erxlebeu, Eichenbarleben, Rogätz, Vienan, nnd der Auguste Christine v. Alveusleben, * 3. 7. 1684, zu Braunschweig 28. 3. 1748. Ihr Bild hängt in Destedt (s. Ahnentafel). Kinder: 1. Georg Philipp (Nr. 376), 2. Gebhard Johann (Nr. 377), 3. Anton Ulrich (Nr. 373), 4. Luise Auguste (Nr. 37g), 5. Karl Ludwig (Nr. 380), 6. Adrian Friedrich (Nr. 381), 7. Rudolf August (Nr. 382), 8. Charlotte Eruestine (Nr. 383), ö. Henriette Friederike (Nr. 384), 10. Helene Wilhelunne (Nr. 385), II. August (Nr. 386), 12. Ernst Ferdinand (Nr. 387), 13. August Wilhelm (Nr. 388). 337. Luise Dorothea Magdalena, T- des Georg Philipp (Nr. 282) und der Luise v. Stammer, * auf dem Amte Niedeck 17. (27.) 1. 1676, 7 zu Groß-Vahlberg bei ihrer Tochter Charlotte Elisabeth v. Weferliugeu 29. 8. 1737 (Leichenpredigt). Ehemann: auf der Veltheimsbnrg zu Alvenslebeu 26. 9. 1699 Joachim Wilhelm v. Gustedt zuDersheim, Kgl. Preuß.Kondirektordes Halberstädtischen Kommissariats, 8. 4. 1716. 338. Anna Sophia, T. des Georg Philipp (Nr. 282) und der Luise v. Stammer, Stistssrüulcin zu Wenningseu. 339. Johanna Sidonia, T. des Georg Philipp (Nr. 282) und der Luise v. Stammer, * 1683, Stistssräulein zu Lippstadt. 340. Ilse Sophia, T. des Georg Philipp (Nr. 282) und der Luise v. Stammer, f iuna. 341. Sebastian, S. des Friedrich (Nr. 299) und der Anna Katharine v. Wallwitz, * 6. 7. 1667, f bald nach der Taufe 8. 7. 1667. 342. Anna Barbara, T. des Friedrich (Nr. 299) und der Anna Katharine v. Wallwitz, * 22. 7. 1668. 246 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Ehemann: 19. 10. 1680 Hans Christoph Gebhard v. Hagen, Hauptmann und Erbherr auf (Rüderichs) Hagen. 343. Katharine Luise, T. des Friedrich (Nr. 299) und der Anna Katharine v. Wallwitz, * 18. 12. (10.) 1669, wurde 1694 Geistliche und später Domina im Kloster Marienborn, -f- daselbst 1738. 344. Friederike Juliane, T. des Friedrich (Nr. 299) und der Anna Katharine v. Wallwitz, * zu Destedt 23. 7. 1671. Ehemann: Jobst Gabriel v. Bock v. Wülfsingen auf Bockenrode. 345. Friedrich Ulrich, S. des Friedrich (Nr. 299) und der Anna Katharine v. Wallwitz. * 30. 12. 1672, -j- 22. 4. 1674 (al. 1673) laut der Leichenpredigt in der v. Gustedtschen Sammlung zu Magdeburg. 346. Felicitas, T. des Heinrich (Nr.304) und der Felicitats v. Honrodt, * 17. 5. (al. 7. 5.) 1672, -j- 31. (-»I. 3.) 12. 1749. Ehemann: 6. 11. 1695 Philipp Christian v. Arnstedt auf Brumby und Hornhausen, Kgl. Preuß. Landkommissarins im Herzogtum Magdeburg, * zu Ermsleben 9. 10. 1665, f zu Groß-Germersleben 10. 1. 1716. 347. Florine Luise, T. des Heinrich lNr. 304) und der Felicitas v. Honrodt, * 2. 1. 1676, f 14. 9. (ick. 2.) 1684. 348. Friedrich Ulrich, S. des Heinrich (Nr. 304) nnd der Felicitas v. Honrodt, * 15. 12. 1679, 5 27. 7. 1681. 349. » Christian Ludwig, S. des Heinrich (Nr. 304) und der Felicitas v. Honrodt, * 18. 5. 1682, -j- 6. 6. 1682. 350. (Sophie) Charlotte, T- des Heinrich (Nr. 304) und der Felicitas v. Honrodt, * 2. 8. 1683. Neuntes Kapitel. Die achte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 247 Ehemann: 1707 Ernst v. Gustedt, Hofrat und Kanzleidirektor zu Zelle. 351. Christine Katharine, T. des Heinrich (Nr. 304) und der Felieitas v. Honrodt, * 11. 4. 1685. Ehemann: Heidenreich Adrian (Nr. 355) auf Gleutorf. 352. August Rudolf, S. des Joachim Ludolf I (Nr. 309) und der Helene v. Bibow, * zu Destedt 27. 5. 1658, unter den Paten die Herzöge August und Rudolf von Braunschweig und Lüneburg, f 24. 8. 1729, Braunschweig.-Lüneburgischer Oberhofjägermeister auf Jugersleben. 11. 6. 1727 belehnt er zu Alleringersleben als senior kamiliag die Nerbst zu Nienstedt mit einer Hufe und einem Hofe zu Remliugen uud die Herren v. Schwarzkopff. Von ihm und seinen Geschwistern ist die Ahnentafel mit 64 Ahnen im 3. Teil von Seiferts Ahnentafeln abgedruckt. Gemahlin: Hedwig Maria v. Oberg, T. des Hilmar, Bischöflich Hildesheimschen Landrats auf Schwicheldt. Kinder: 1. Elisabeth Juliane Helena (Nr. 389), 2. Henriette Sophia Friederike (Nr. 390), 3. Dorothea Anna (Nr. 391), 4. Sophie Luise (Nr. 392), 5. Juliane Auguste Hedwig (Nr. 393), 6. Antonia Elisabeth (Nr. 394). 353. Heinrich Julius, S. des Joachim Ludolf I (Nr. 309) und der Helene v. Bibow, * zu Destedt 25. 6. 1659, -j- zu Harbke 6. 4. 1719, auf Bartensleben und Oberburg Destedt, Herzog!. Magd, und Kgl. Preuß. Laudrat, 1687 Brandenburg., 1707 Land- und Kriegs-Kommissarius des Herzogtums Magdeburg. 1677 — 1681 besuchte er die Universität Helmstedt und unternahm darauf eine Kavalierrcife nach Frankreich, im besonderen nach Paris, Orleans, Blois, dann nach England. Namur, Angers, über Paris nach Holland. Nach seiner Rückkehr wurde er Kammerjunker beim Herzog zu Wolfenbüttel. 1688 (sl. 1686) reiste er mit dem regierenden Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel über Nürnberg und Augsburg nach Venedig, dann mit dem Grafen Johann Matthias v. d. Schulcnburg nach Aukona uud Loretto, Rom, Florenz, Bologna, Ferrara und zurück (Leichenpredigt). Er wurde von Podagra und Steinbeschwerden vielfach geplagt, doch war sein Wahlspruch: ksrsnäum st spöranclum. 248 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Gemahlin: zu Ostrau IS. 5. 1696 Ursula Elisabeth (Nr. 320), T, des Josias, -j- zu Harbke im August 1718 (Ehestiftnug 28. 12. 1696, Ehegeld 3000 Thlr.). Kinder: I. Joachim Ludolf (Nr. 39S), 2. Helene (Nr. 396), 3. Christina Dorothea (Nr. 397), 4. Elisabeth Henriette (Nr. 398), S. Josias (Nr. 399), 6. Friederikc (Nr. 400), 7. Magdalena (Nr. 401). 354. Friederike Juliaue, T. des Joachim Ludolf I (Nr. 309) und der Hel ene v. Bibow, ^ 2. 2. 1664, f 27. 5. 1730. Sie war einige Jahre Hofsränlein am Fürstlich Wolseubüttelscheu Hofe zll Braunschweig. Die Leicheupredigt des Heinrich Julius, -s- 1719, ist auch ihr unter anderen gewidmet. Ehemann: 29. 7. 1718 Kurt Hilmar v. d. Mals bürg, Hessen- Kasselsche r Reg.-Rat und Komitial-Gesandter am Kaiserlichen Hofe zu Wien, Hofmarschall auf Elmershausen und Escheberg. Er behielt die 2000 Thlr. Ehegelder seiner Gemahlin und was sie sonst während der Ehe erworben, laut darüber errichteten Regresses. 355. Heidenreich Adrian, S- des Joachim Ludolf I ( Nr. 309) und der Helen e v. Bibow, * 1665, -j- 1735, Fürstlich Wolfenbüttelscher Hofrat, auf Bartensleben, Gleutorf und Jngersleben (ein Heidenreich Adrian v. V. starb 13. 10. 1722 und wurde zu Glentors beigesetzt, vielleicht ein sonst nicht genannter Sohn von ihm). Gemahlin: Christ.ina Katharine v. Velthcim (Nr. 351). Kinder: 1. Helene Felicitas (Nr. 402), 2. Joachim Heinrich ( Nr. 403), 3. Juliane Charlotte (Nr. 404), 4. August Wilhelm (Nr. 405), S. Heinrich Adrian (Nr. 406), 6. Ludolf Werner (Nr. 407), 7. Christiane Elisabeth (Nr. 408), 8. Sophie Marie (Nr. 409), 9. Luise Ernestine (Nr. 410). Außerdem wurde ihnen 1720 eine tote Tochter geboren. 356. Sophia Anna, T, des Joachim Ludolf I (Nr. 309) und der Helene v. Bibow, * 1667, -j- 1668. 357. Dorothea Helena, T. des Joachim Ludolf I (Nr. 309) und der Helene v. Bibow, * 1670, f 22. 11. 1729 unvermählt zu Brauuschweig. 30. 6. 1709 zediert sie mit ihrer Schwester Christine Elisabeth verw. v. Maudelsloh und ihrem Kurator Friedrich Wilhelm Frh. v. Posadowsky X Neuntes Kapitel. Die achte Stommreihe nach der Teilung der Linien. -?4g 'in;Z> 'y zupohsvI 'jiaqZSA jnv ZNWZA a gnvH -(,1,z,z!Z ,o.r qun VivmPj nscicivU) nvtlnvjL -q qizjsihN a uuvyoF 'VW j»v !joM a -LG ^ R - . <5^ A N N 'I-y-W 'a '/lvguuspz I?jv; -mulzij; uzquzvzji usyz>Zuziavg; u> uq ^ jnv nMvgx svq h?ou smv;,; isq asqzgx -ßlimzqo^ -tjioquhzF -« vshioaoD 'öuWsctA mwlZZK 'a vunK -monusazjx « wsao^ 'siuzictZ -H -q -v LizyzpT 'a vzh;oaoE ?s?qioK> jnv Uioquzihvi,Z -a Puili lioq -uzpmZ -H q v qisjZ>hiK a VUPvhsvU 'aimz>F jnv zuvquzöszk a uiilxvoL 's » WZA A N- !« K^K Z -Z S Z ^ 2 ^ 3 SZ o> N- c^> cz s Q ^ « S -Z Z s <5^ <ü - -Z ? «Ä N- ?> Q ?: a> K s Z SZ 'S ^-< <-n «HZ U xz 250 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. eine ihnen 17. 6. 1693 ausgestellte Obligation der Gebr. v. Kotze über 2000 Thlr, an Katharine Sophie verw. v. Jagow geb. v. Platen, Ehefrau des Hans Christoph v. Kotze. 338. Antonia Sybilla, T- des Joachim Ludolf I (Nr. 309) und der Helene v. Bibow, * 1671, -j- 1680. 359. Joachim Ludolf II S. des Joachim Ludolf I (Nr. 309) und der Helene v. Bibow, * 1674, f zu Destedt 12. 12. 1730, Fürstlich Brann- schweigischer Oberhofmeister, Regierungs- und Schatzrat, auf Bartensleben, Senior der Familie, Propst zu Steterburg, nach seines Bruders Heinrich Julius Tode Besitzer der Oberburg Destedt. Er belehnte die Herren v. Schwartzkopff und 20. 9. 1730 die Nerbst zu Neiustedt mit einer Hufe und einem Hofe zu Remliugen. 1729 fiel ihm uuv seinem Vetter zu Glentors das Anteil des Hauses Bartensleben nach dem Tode des Jvsias zu. (Ahnentafel S. 249.) Gemahlin: I. Anna Christina v. Negendank, ^ 25. 8. 1719 zu Dest edt, 41 Jahre alt, T des Henning auf Zierow und Wiesendorf und der Anna Katharine v. Podewils (f. Ahnentafel S. 249). II. zu Neindorf 8. 10. 1720 Luise Charlotte v. d. Afseburg, T. des Hieronymus auf Neindorf und der Charlotte Katharine v. Schöuing (s. Ahnentafel ihrer Schwester). Sie lebte 1735 zu Neindorf. Kinder: 1. Amalie Ulrike (Nr. 411), 2. Anton Ulrich (Nr. 412), 3. Elisabeth Sophie (Nr. 413), 4. August Wilhelm (Nr. 414a). 360. Christine Elisabeth, T. des Joachim Ludolf I (Nr. 309) und der H elene v. Bibow, * 1676, ^ 22. 11. 1742. Die Leichenpredigt des Heinrich Julius ist auch ihr unter anderen gewidmet. — 17. 6. 1693 erhielt sie mit ihrer Schwester Dorothea Helena von Christian Ehrenfried v, Katte und seinen Brüdern resp, deren Vormund H. I. v. Veltheim eine Obligation über 1000 Thlr. zu 5°/, ausgestellt. — 30. 6. 1709 zediert sie mit ihrer Schwester und ihrem Knrator Friedrich Wilhelm Frh. v. Posadowsky eine Obligation über 2000 Thlr. an Katharine Sophie D. Kotze geb. v. Platen. Ehemann: 1702 Otto Albrecht v. Maudelsloh auf Toitenwickel, Ribbeobü ttel, Bilberding zc., Dekan und Kanonikus am Kollegiatstist St. Sebastian uud St. Gangolphns, -s- vor 1719. Aus dem Stammbuch v. Dacheröden im Handschriften-Kabinett zu Berlin. Zehntes Kapitel. Hlennte Stammreihe nach der Heilung der Linien. a) Schwarze Linie. 361. Josias II, S. des Otto Ludwig (Nr, 321) und der Armgard Amalie v. Bartensleben, Komtur des Joh.-Ordens zu Schievelbein, Kursächsischer Kammerherr auf Ostrau, Aderstedt, Groppendorf und Dingelbe, Erbküchenmeister des Herzogtums Braunschweig-Lünebnrg, Erbschenk des Bistums Hildesheim (seit 1718 Kgl. Poln, und Kursächs. Kammerjnnker, seit 1744 Kammerherr), * 10. 11. 1696, -j- zu Ostrau 16. 12. 1747. 18. 6. 1714 erhält er mit seinem Bruder einen Lehenbrief über Zinsen zu Drehlitz, Göddenitz, Biedersee, Löbers, Plötz, Kösseln und Möst. 31. S. 1718 wird er mit seinem Bruder Friedrich August vom Fürsten Leopold zu Anhalt-Köthen belehnt mit Biedersee, 18. 10. 1719 mit seinem Bruder mit Möst und Hinsdorf, auch für die weiblichen Erben, für Hempo endlich auch für Matthias. 25. 11. 1722 und 7. 11. 1730 empfängt er seine Lehen, und sein Bruder Friedrich August die gesamte Hand daran. 31. 5. 1723 wird er mit Kösseln und Werderthau belehnt und nach der brüderlichen Teilung mit Möst und Hinsdorf auch für seinen Bruder Friedrich August und an demselben Tage mit den Rodeschen Erbzinsen auch 252 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. für seinen Bruder Friedrich Angnst und zur gesamten Hand für die 4 Söhne des Vollrat v. Kro- sigk zu Besen. 1726 suchte er mit seinem Brnder Friedrich August nach Absterben des Arnold Heinrich (Nr. 327) die Belehnnng mit den Halberstädter Gütern nach. 27. 3. 1732 wurde er mit deu v. Goldsteinschen Erbzinseu sv wie mit Kösseln und Werderthan und 27. 1. 1733 als der Älteste des Geschlechts vom Herzog Rudolf von Braunschweig und Lünebnrg mit Zinsen zu Bodenrode, jetzt Beyeu- rode, wie die Honlage solche gehabt (nach deren Absterben hat Kurt mit diesen Zinsen die v. Broitzen belehnt), und 5. 8. 1734 mit Schloß Ostrau auch für seinen Bruder Friedrich August belehnt. Zehntes Kapitel. Die neunte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 253 des Herzogs August Wilhelm zu Wolfenbüttel und 1733 bei der Vermählung des Kronprinzen Friedrich von Preußen mit der Prinzessin Christine von Braunschweig geübt hat, ist genaueres nachzulesen S. 86 — 89. Gemahlin: I. zu Nienstedt 9. 10. 1720 Juliane Florine v. d. Asse- bürg, T-des Hieronymus August auf Peseckeudorf und der Charlotte Katharine v. Schöning a. d. H. Tamsel, * zu Neindorf 7. 9. 1699, -j- 21. 12. 1724 (nach der Leichcnpredigt), f. Ahnentafel. Dasselbe, vorstehende Bild wird auch als das Porträt der 1. Gemahlin von Josias I (Nr. 263), Gödela Magdalena v. d. Asseburg, bezeichnet. Nach dem Tode seiner Gemahlin verlobte er sich mit Ernestine v. Hagen, T. des Kaiserlichen Generalfeldmarschalls Buffo auf Biendorf und Döberitz, dieselbe starb aber als Braut in Brauuschweig 1728. II. 18. 6. 1733 (der Vermählung wohnten verschiedene Kgl. Groß britannische Minister aus Hannover bei) Juliaue Friedcrike Luise Gräfin v. d. Schulenbnrg, T. des Gr. Christian Günther anf Hehlen und der Freiin Hedwig Ernestine v. Steinberg, * zu Hehlen 18. 12. 1714, 1- zu Köthen 4. 7. 1772 in dem ihr zugehörigen Hause (f. Ahnentafel). Kinder: 1. Charlotte Amalie (Nr. 414), 2. Ludwig August (Nr. 415), 3. Karl Wilhelm (Nr. 416), 4. Ludwig Christian (Nr. 417), S. Sophie Wilhelmine Ernestine (Nr. 418), 6. Friedrich Ackaz (Nr. 41g), 7. Juliane Friederike (Nr. 420), 8. Ferdinand Werner (Nr. 421), 9. Ludwig Karl (Nr. 422). 362. Anna Adelheid, T. des Otto Ludwig (Nr. 321) und der Arm- gard Amalie v. Bartensleben, * 20. 7. 1701, 1' im November 170.Z, alt 3 Jahre und 4 Monate. 363. Hans Daniel, S. des Otto Ludwig (Nr. 321) und der Armgard Amalie v. Bartensleben, * 19. 9. 1703, f im Oktober 1704, alt 1 ^>ahr 3 Monate. 254 Die Kenealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 364. Achatius Renatus, T. des Otto Ludwig (Nr. 321) und der Armgard Amalie v. Bartenslebeu, * 3. 3. 1706, f nach 5 Monaten im August. 365. Friedrich August, S. des Otto Ludwig (Nr. 321) und der Armgard Amalie v. Bartensleben, ^ zu 5zarbke 21. 10. 1700. f zu Braunschweig 19.4. 1775, auf Harbke, Aderstedt, Groppendorf, Groß-Weißaud, welches er 1751 erkaufte, und Dingelbe, welches er veräußerte, 1747 — 1755 Präsident des Hvsgerichts zu Wolsenbüttel. Er hatte zu Helmstedt studiert. Wegen seines umsichtigen Benehmens und als Mitglied der Landstände zu Magdeburg und Halberstadt wnrde ihm vom König Friedrich II. im 7 jährigen Kriege die Staatsministerstelle angetragen, die er aus Gesundheitsrücksichten ablehnte. Er erhielt den Hessischen goldenen Löwenorden bei dessen Stiftung nnd war Erbknchenmeister zu Braunschweig, Erbschenk zu Hildesheim und Senior des Geschlechts. Während seiner und seines Bruders Unmündigkeit erbaute die Mntter 1716 eiu neues Schulhaus zu Harbke. Statt eines Lehrers wurden 2 Schnl- lehrerstellen gestiftet uud dotiert, so daß nunmehr die Schule in 2 Klassen geteilt wurde, auch erwarb die Mutter 1723 den Appuhuschen Hof (jetzt den sogenaunnten Jmmcngarten), den mit 3 Hufen Landes Burchard und Gottschalk ihrem Amtmann Georg Wittekopf geschenkt hatten, zum Hauptgute zurück. Da auch sein Vater 1708 den Eugelbrechtschen Hof (der dem Christian Albrecht (Nr. 279) zugestanden), welchen Gottschalk 8.4.1656 mit Konsens seines Bruders uud seiner Vettern mit den dazugehörigen 5 Hufeu Landes au den Körnet Martin Engelbrecht verkauft hatte, zurück erworben hatte, und da Groppendorf, das eigentlich dem Arnold Heinrich (Nr. 327) gehörte und nach dessen Tode den beiden Brüdern zufallen müßte, 1722 von den v. Koven, an den es Heinrich Arnolds Vater versetzt hatte, eingelöst worden war, waren alle znm Hauptgut gehörigen Partinentieu wieder mit demselben vereinigt. Er lies; als eiu großer Freund der Natur uud Kenner der Naturwissen^ schast bereits 1754 in Harbke von ausländischen Baum- uud Strauch arten, wovon er Samen, Pflanzen uud Pflänzlinge aus England und Holland bezog, einen ansehnlichen Park und einen großartigen Lustwald anlegen, führte so in Verbindung mit dem Frh. v. Münchhansen ans Schwöbber die Kultur ausläudischer Hölzer und Pflanzen zuerst iu Deutschland ein uud weckte den Sinn für Parkanlagen, indem er, nachdem der Erfolg den Bestand der Anlagen bewährt hatte, den von den ausländischen Bäumen und Sträuchern gewonnenen Samen nnd die Pflänzlinge von Zehntes Kapitel, Die neunte Stammreihe nach der Teilung der Linien. Z55 Harbke aus nicht nur nach allen Teilen Deutschlands, sondern auch nach Dänemark, Polen uud Rußland zu gleichen Anlagen versendete, wodurch übrigens auch nicht unbedeutende Einnahmen erzielt wurden. Nachdem die Erfahrung den glücklichen Erfolg uud insbesondere die Tatsache, daß viel fremde Kiefern-, Fichten- und Tannenarten sowie fremde Eichenarten auch iu Deutschland zu Waldbäumeu in den Forsten sich eignen, bewährt hatte, erstreckten sich die glücklichen Erfolge seiner Wirksamkeit in die allerweitesten Kreise. Die Großartigkeit und Wichtigkeit seiner Anlagen läßt sich schon daraus ermessen, daß von vr. du Roi 1770 ein eigenes botanisches Werk uuter dem Titel: „Die Harbkesche wilde Baumzucht" erschien, welches 1793, mit Nachträgen vermehrt, in 3 Bänden herausgegeben wurde. Der jetzige unmittelbar an den Schloszgarten grenzende Lustgarten bildete bis dahin vom Springe bis zum Mühlenteich einen Sumpf. Dieser wurde, indem der Mühlenteich mit einer Mauer umgeben und vertieft, besonders aber der sogenannte Spring abgefangen und teils in einem gewölbten Kanal nach dem Mühlenteich abgeleitet, teils in Röhren nach dem Schloßhof geleitet wnrde, ausgetrocknet, aufgehöht und so der dadurch gewonnene Raum zu einem Blumen- und Lustgarten benutzt, welcher nach dem damaligen holländischen Geschmack von dem Kunstgärtner Viel 1740 angelegt wurde. 1726 suchte er mit Josias bei der Halberstädter Regierung ein Attest wegen Arnold Heinrichs Absterben nach. Durch dessen Tod fielen den beiden Gebrüdern die Güter Aderstedt und Dingelbe zn. Ersteres blieb nach einer frühereu Vereinbarung noch 12 Jahre im Besitz der Tochter des Arnold Heinrich resp, des Obersten v. Schlotheim. Es war, als sie es erhielten, in einem ganz verfallenen Zustande; sie sahen sich daher genötigt, sämtliche Gebäude, mit Ausnahme des Schlosses, nen auszuführen, welches, da die Gebäude ans Quadern erbant sind, mit sehr bedeutendem Koftenanfwande bewerkstelligt wurde. 1738 hatte seine Mutter kurz vor ihrem Tode zum Predigerwitwen- hans ein von ihm erkauftes Kotsassenhaus mit Wirtschaftsgebäuden und Garten legiert. Er legte 13 Morgen Acker dazu. In Gemeinschaft mit seinem älteren Bruder Josias verkaufte er 1739 die Güter Kropstädt und Jahme, die kleinen Besitzungen zu Wernige- rode, Miusleben und Langeln an den Kanzler Lamberg zu Wernigerode für 11400 Thlr. und 4 Hnfen Landes zu Derenburg an den Amtskammerrat Rndolph 1741 für 3600 Thlr., 2^/z Hufen Landes bei Halberstadt an Meyer 1742 für 2000 Thlr., zuletzt die kleinen Güter zu Oedeshanfen, Klein- Rühden ze. 1743 für 3800 Thlr. (die Kaufgelder sollten zum Ankauf von Familiengütern verwendet werden), welchen Verkäufen bereits 1718 der Verkauf von Groß-Oschersleben (mit l0^ Hufen Acker an Dietrich für 7000 Thlr.) 256 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. vorangegangen war. Dagegen erkaufte er 21. 10. 1751 für sich nnd als Vormund der Söhne seines verstorbenen Bruders für 140 000 Thlr. (al. 120000 Thlr.) von den v. Plotho das Rittergut Groß-Weißand mit dem Vorwerk Gahrendorf und 28. 1. 1754 von den Kohlerschen Erben zu Schöningen die an die Harbker Flnr angrenzende wüste Feldmark, das Allenackerfeld, und 20. 6. 1754 von Brühning den kleinen Namsdorfer Zehnten zu Harbke, wogegen das Gut Diugelbe 1764 zum Verkauf kam. Die im Herzogtum Magdeburg und im Fürstentum Halberstadt durch Friedrich Wilhelm I. erfolgte Aufhebung des Lehensverbaudes zwischen Lehensherren nnd Vasallen bei den landesherrlichen Lehen bestimmten ihn nnd seinen Bruder, da sie allein zu der Zeit die schwarze Linie des Geschlechtes bildeten, 14. 5. 1744 einen Familienvertrag zu errichten, worin die Liuealsukzession für die männliche Nachkommenschaft, die Dotation der Tochter aus dem Leheu nach einem gewissen Maßstabe, eine feste Bestimmung des Wittnms für die Witwe, die Unteilbarkeit der Familiengüter Harbke, Ostrau, Aderstedt, Dingelbe nnd Groppendorf und die Regeln, wonach diejenigen zur Snkzession berufenen Mitglieder der Familie, welche nicht zum Naturalbesitz gelangten, abgefunden, und das Allodium von Lehen gesondert werden sollte, sowie daß das Stipendium von den beiden Besitzern der Güter Harbke und Ostrau zu gleichen Teilen vergeben, von dem Ältesten aber verwaltet werden sollte, bestimmt wurden. Dieser Familienvertrag veranlaßte später den Senior des gesamten Geschlechts Georg Philipp bei der gesamten Familie in Bezug auf alle Familiengüter den Abschluß eines gleichen Familienvertrags in Anregung zu bringen. Derselbe kam 13. 12. 1763 zustande und erhielt 13. 7. 1766 die Bestätigung König Friedrichs II. Als Güter, deren Unteilbarkeit festgelegt wurde, werden genannt: 1. von der schwarzen Linie Harbke, Aderstedt, Groppendorf nnd Weißand (Ostrau und Kösseln ist Sonderlehen der schwarzen Linie); 2. von der Weißen Linie Bartensleben mit Jngersleben, Glentorf, Klein-Santersleben mit Nottmers- leben, die Hinterburg zn Alvensleben und Destedt mit dem Vorwerk zu Kremliugeu. Dingelbe blieb aus dem Spiele, weil bereits, um die Kaufgelder von Weißand zu decken, Verkaufsunterhandluugen angeknüpft waren. 5. 3. und 15. 8. 1746 war er Vormund der Söhne des Gr. Adolf Friedrich v. d. Schulenburg. II. 6. 1746 wird er nach dem Tode feines Bruders Josias uud desseu Erben mit Kösseln und Werderthau belehut. 1747 veräußerte er die sogenannte zu Harbke gehörige Salz- grässch ast vou Schöniugeu uud erhielt 6. 11. 1747 vom Herzog Karl von Brannschweig die private Jagd auf dem Wulfersdorfer, Hohnslebener und Alnacker Felde, welche bisher Koppeljagd war, gegen Abtretung der Koppel- Zehntes Kapitel. Die neunte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 257 jagd auf dem Buddenstedter und Algersdorfer Felde, sowie die Jagd auf dem Reinsdorfer Felde abgetreten. 24. 4. 1748 berichtet er, daß die v. Veltheim seit etlichen Jahrhunderten den Jsingerodischen Zehnt im Amte Homburg von Halberstadt zu Lehen getragen, der ihnen jetzt abgesprochen werden soll. 17. 5. 1748 klagt er für sich »nd in Vormundschaft der Söhne seines Bruders Josias gegen den Sekretär Wackerhagen wegen verweigerter Erbzinsen von einer Mühle an der Holzemme ohnweit Aderstedt, welche letztere sie von den Grafen Reinstein und dann vom Fürstentum zu Halberstadt zu Lehen getragen. Die Mühle ist im 30 jährigen Kriege völlig ruiniert worden, bis Arnold Heinrich (Nr. 327) als Besitzer von Aderstedt sie 1702 einem Müller namens Velten gegen 6 Thlr. Zins gegeben, der sie mit Zugeständnis des Königs vor 22. 9. 1702 wieder aufgebaut hat. Die Mühle hat der Wackerhagen erkauft und verweigert nun den Erbzins. 28. 2. 1749 wurde er vom Erzbischos von Köln Klemens August als Bischof zu Hildesheim mit dem Erbschenkenamt des Stiftes Hildesheim und den zugehörigen Besitzungen zu Dingelbe zc. belehnt. 31. 10. 1750, 26. 8. und 20. 9. 1751 überläßt er mit Karl Friedrich v. Mandelsloh für die unmündigen Friedrich Achaz, Ferdinand Werner und Ludwig Karl (Nr. 419, 420, 421) den ihnen gemeinsamen auf Nieu- burger Feldmark belegenen, zum Rittergut Aderstedt gehörigen Zehnten dem Dechanten Heiring als Besitzer des Nienburgischen Gutes für 5500 Thlr. 15. 9. 1761 schloß er mit Friedrich Achaz (Nr. 419) und Ferdinand Werner auf Ostrau (Nr. 421) wegen der ungeteilten Güter Weißand, Aderstedt und Groppendorf einen Teilungsrezeß ab, wonach jenen Weißand mit Gahrendorf und ihm Aderstedt mit Groppendorf zufielen. 1773 verglich er sich mit Marienborn, daß gegenseitig auf die Koppeljagd Verzicht geleistet werde. Das Gut Harbke erhielt außerdem noch 2 Hufen auf dem Allnackerfelde hinzu. 22. 11. 1773 bestimmte er, daß jährlich 4 Schock Wasen an die Hospitanten gegeben werden sollten. 1775 legierte er 500 Thlr. zur Erbauung eines neuen Hospitals und 200 Thlr. an die Armenkasse. Zu diesen beiden Zwecken hatte bereits seine verstorbene Gemahlin in ihrem Testament 7. 5. 1760 je 100 Thlr. vermacht. Von ihm. Georg Philipp auf Destedt und mehreren Jagdsreunden wurde 1740 ein Jagdorden unter der Benennung Orden des goldenen Pudels gestiftet, welcher zum Zweck hatte, die Beobachtung der beim Gebrauche des Schießgewehrs zur eigenen und anderer Sicherheit nötigen Vorsichtsmaßregeln einzuschärfen und zu handhaben, eine feste Ordnung bei der Jagd einzuführen und die Jagdfeste dnrch anständige Fröhlichkeit zu beleben. Das Geschlecht v, VeUheim. ^ ? 258 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Ordensschloß war das Fischerhaus am Weddeler Teich bei Destedt Der Orden bestand so lange, bis im siebenjährigen Kriege der Ernst der Zeit die heitere Stimmung verscheuchte, und löste sich ganz auf, als der Tod mehrere Mitglieder abrief, und andere durch die Beschwerden des Alters genötigt wurdeu, der Jagd zu entsagen. Immer aber werden die mit anscheinendem Ernste über die Zusammenkünfte des Ordens geführten Verhaudluugeu als ein heiteres Zehntes Kapitel. Die neunle Stammreihe nach der Teilung der Linien. 259 Spiel des Lebens und als ein Sittengemälde aus jener Zeit wegen des darin sich aussprechenden munteren, nicht verletzenden Witzes und der darin herrschenden frohen Laune auch dem späteren Leser Interesse bereiten. Die Not, welche der siebenjährige Krieg über sein Vaterland brachte, führte ihn, ein Jahr nachdem er sich aus dem Staatsdienste zurückgezogen hatte, als Mitglied der Landständischen Ausschüsse zu Magdeburg, Halberstadt und Braunschweig in das Geschäftsleben zurück, wo er eine solche Einsicht, Tätigkeit und Geschäftsgewandtheit zeigte, daß er die Aufmerksamkeit des Königs Friedrich II. ans sich lenkte. Er erlitt 26. 10. 1731 einen großen Feuerschaden. Er hatte eben eine Reise nach den Niederlanden angetreten, als er die Nachricht empfing, daß sämtliche Gebäude des Schlosses Harbke, das eigentliche Wohngebäude ausgenommen, ein Raub der Flammen geworden seien, so daß er seine Reise aufgeben mnßte nnd sich ganz der Bewirtschaftung des Gutes widmete. Als er die abgebrannten Gebände 1733 wieder aufrichtete, setzte er wohl in Stein gehauen folgende Inschrift darüber, welche abschriftlich sich im Archiv zu Harbke befindet: Usus struioss kag saxeas eontsmplaiis tmse po8writati scripta stiam eollwmplariz ÄL psroips huoä kawls atc^us clivissimum inesncliuiu anno t'awli ROM XXI tri8ti noots post XXVI »otobris äism subito sxortuur omrüa aöäiüom äöxtrorssum siriistrossum solo iiadiwoulo Völtlisimiano rsliew taoto wlnsii sxouLssrit nbsumtis simul omnibus tsrias kra^idus ciuibus tum seatsdant dorrsa iiinL von kastu inäuotus vsl nsosssitats ^äuetus Isi isdöric:u8 .^uAUstus Vsltbsimius «iivinA gratis, eui omvia äsbsmus, itckjutus pristinltv illtSKritÄti rsstituit, absolvit bao parw intsrjsLta slliro post 8^1utsm per Obristum rsstitutuw. Nveo XXXIII. Die Feuersbrunst war die Veranlassung, daß er dem Schloßhofe und dem daran grenzenden Ökonomiehofe die jetzige Ansdehuuug und regel- 17* 260 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. mäßige Formen gab. Denn vorher standen die Ökonomiegebäude zum großen Teil im jetzigen Garten an der Stelle des Gewächshauses und waren mit dem Schloßhofe durch eine Zugbrücke, welche über den Schloßgraben führte, verbunden. Auf dem jetzigen Ökonomiehof standen noch einige zerstreute Wirtschaftsgebäude. Er bildete zum Teil einen Morast. Dieser wurde ausgefüllt und so der Ökonomiehof in seiner jetzigen Gestalt 1773 vollendet. Die Gebäude, welche den eigentlichen Schloßhof gegen Nordwest schließen , wurden erst mehrere Jahre später errichtet. 1735 erbaute er auch den bis dahin verfallenen oberen Gasthof in seiner jetzigen Gestalt und fügte 1743 den Gasthof zum goldenen Pudel hinzu, welcher zum Andenken an den Jagdorden des goldenen Pudels diente. Die beim Armenhause befindliche alte Kapelle war gänzlich verfallen, da alle Einwohner und auch die Hospitaliteu nur den Gottesdienst der Schloßkirche 8t. Ibomas besuchten. Er ließ daher die Kapelle 1744 abbrechen und an ihrer Stelle 4 Häuser aufführen, welche er an Handwerker austat. An eine 1752 und 1754 vorgenommene Vermessung knüpfte er eine Verbesserung der Forstwirtschaft, indem er die Forst in Schläge teilte. Über ihn schrieb Noltenius 1727 zu Helmstedt eine lateinische Schrift. Ein mit handschriftlichen Bemerkungen des Hofrat Koch versehenes Exemplar liegt im Herzoglichen Archiv zu Wolfenbüttel. Professor Henke in Helmstedt hielt ihm 1775 in der Herzoglichen deutschen Gesellschaft zu Helmstedt eine im Druck erschienene Gedächtnisrede 10. 5. 1775. Seine Mutter hatte den Familienring, von dem ein Stück, nämlich der zugehörige Kasten, durch Gottschalk im vorigen Jahrhundert von der Familie insofern abgekommen war, als er im Besitz von dessen Tochter, der verwitweten Oberstin v. Pfuhl sich befand, wieder herbeigeschafft, da es ihr gelungen war, dieses Stück von der ihr sehr befreundeten Besitzerin zu erwerben. Sie hatte den Ring dem Besitzer von Harbke mit der Bestimmung legiert, daß derselbe allezeit im Besitz von Harbke verbleiben solle. Der auf einen größeren Finger passende Ring enthält einen Diamanten, einen sogenannten Dick- oder Spitzstein von der Figur eines rohen kristallinischen Diamanten. Die Seiten sind abgeschliffen und poliert. Er ist daher 6eckig und 8seitig, von einem Aussehen, als wären zwei 4feitige Pyramiden mit ihren Grundflächen aufeinandergesetzt. Er wiegt 2^/^ Karat. Sein Wert wurde, abgesehen von der Antiquität. 1772 auf 120 Thlr. geschützt. Die Einfassung ist von gutem reinen Dukatengold. An beiden Hauptseiten befinden sich schwärzliche öblättrige Rosen, die von Stahl gefertigt zu sein scheinen. In deren Mitte sind kleine Rubine eingefaßt, wie denn auch die beiden Neben- feiten, sowie die in den Drachenköpfen befindlichen 4 Augen mit noch kleineren Zehntes Kapitel. Die neunte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 261 Rubine» besetzt sind, wovon jedoch 3 Steinchen ausgefallen sind. Die Einfassung ohne den Hauptstein wiegt "/zz Lot in Gold. Die Inschriften in Bnch- '' ' / '^-I.v I1Ä '/i.v 7IN.-V oV'i 1^1 '1 -.-- -- ^ -- i ..,^ ^l-.- ^ - - -n - 7 > c,', 1 «. is ' i L. " . /^.-^' 263 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. staben und Zeichen zu deuten und zu enträtseln, haben, sich die größten Altertumsforscher vergeblich bemüht. Der Propst Hermann v. d. Hardt in Helmstedt erklärte 1721 die Inschrift für das Machwerk eines gelehrten und bekehrten Juden aus dem 15. Jahrhundert und wollte in ihr die Jahreszahl 1451 finden. Der ehemalige Archivar zu Harbke und spätere Herzoglich Braunschweigische Registrator Nolten hielt das Ganze für kabbalistische Zeichen und wollte, wie v. d. Hardt, einige hebräische Worte darin finden, erkennt aber die von jenem angenommene Jahreszahl nicht an. Der Hofrat Lichtenstein, der 1772 als Gerichtsschnldheiß zu Helmstedt lebte, gibt auch keine genügende Erklärung. Er vermutet, daß der Diamant als ein ganz roher Stein in den Besitz des Geschlechtes gekommen sei. Nach seiner Meinung soll der Ring ein Siegelring gewesen und nachher modernisiert worden sein. Die äußere Schrift hält er für Syrisch, die auf der inneren Seite befindlichen Zeichen für kabbalistische, nicht für Jahreszahlen, sondern für Buchstaben und Abbreviaturen. Professor Büttner in Göttingen erklärte 1774 die Auslegung des Propstes v. d. Hardt für durchaus falsch. Derselbe habe das Alter des Ringes verkannt. Der Ring stamme zum wenigsten aus dem 11. Jahrhundert, weil mau sich im 15. Jahrhundert dergleichen Zeichen nicht bedient habe. Er hielt die Zeichen für geheime Chiffern, von einem alten Mönche ausgedacht, um Unwissende zu betrügen. Die Schrift sei also, da überdem so wenig davon vorhanden, unmöglich zu enträtseln. Das von v. d. Hardt für eine Jahreszahl Angesprochene sei nicht dafür zu halteu. Ein Regierungsrat v. Biedersee in Magdeburg meinte 1784, die ganze Inschrift enthalte nur das einzige hebräische Wort Lösr. Die übrigen seien lauter lateinische Worte. Mithin könne ein Jude, wie v. d. Hardt erkläre, der Verfasser der Inschrift nicht feiu, da es die Juden für Sünde hielten, Latein zu schreiben. Er tritt der Meinung bei, daß die Schrift ins 11. Jahrhundert gehöre, und diesem widerspreche bei dem hohen Alter des v. Veltheimschen Geschlechts auch nicht das Alter des Besitzes. Zu seiner Erklärung der Inschrift führe ihn folgende ihm zukommende Nachricht, daß der Ring von einem v. Veltheim, der ein Tempelherr gewesen, oder von Rudgerus v. Veltheim, welcher im 12. Jahrhundert Erzbischof von Magdeburg war, abstamme. Diese letztere Herkunft des Ringes sucht er durch Auslegung der Inschrift als die richtige darzustellen. 9. 8. 1909 schreibt Prof. Dr. Euting aus Straßburg: „Der Geschlechtsring stellt ein Amulett dar und teilt mit allen Objekten ähnlicher Geltung die Eigenschaft, vermittelst seltsamer Namen oder Buchstabengruppen geheimnisvolle Vorstellungen hervorzurufen und absichtlich die Lesung zu erschweren, ja gar irrezuleiten. Wird dabei außer dem Griechischen halb oder ganz mißverstandenes Hebräisch (manchmal auch Arabisch) beigemengt, so wird das Rätselhafte noch gesteigert und durch Verwendung von Abkürzungen den wildesten Vermutungen Tür Zehntes Kapitel. Die neunte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 263 und Tor geöffnet. Alle diese Gesichtspunkte hat der gelehrte Propst von Marienberg vor Helmstedt Hermann v. d. Horst, ein bewährter Orientalist, 28. 10. 1710 ganz richtig erkannt und durch seine teilweis treffende Erklärung zu geben versucht. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat er festgestellt, daß 0VLKVV als griechische Abkürzung (eigentlich OV0, LV0) für IMVL (Jesus) zu fassen sei. Dagegen kann ich seiner Erklärung keineswegs zustimmen, denn ladan bedeutet im Targumischen (der Sprache der chaldäischen Bibelübersetzung) immer nur „Zimmer, Kammer", nicht das ganze Haus. Ich bescheide mich mit dem Bekenntnis, daß ich das bsltsb-mi nicht erklären kann. Richtig hat er das Alpha und Omega erkannt, ebenso das mehrfach wiederkehrende LMR, --- Hilfe. Gänzlich willkürlich und durch nichts zu begründen ist seine auch nicht einmal mit den Konsonanten übereinstimmende Deutung der letzten Zeile -j- jetzt und bis in Ewigkeit. Amen. Keinesfalls kann in der Inschrift eine auch noch so geschickt versteckte Anspielung auf den Namen Veltheim*), wie v. Hardt meint, nachgewiesen werden. Die Schriftzüge der lateinischen Buchstaben gehen ihrer Form nach höchstens ins 15. Jahrhundert zurück, können aber vom Graveur künstlich archaistisch gewählt sein und ganz ebenso leicht aus dem 16. Jahrhundert stammen. Über eine Deutung der absichtlich verworrenen Jahresziffer enthalte ich mich jeder Vermutung." — Nach einer Sage soll der Ring vom Erzbischos Röttger v. Veltheim herrühren, nach einer anderen soll er vom Kaiser Otto IV. dem Besitzer des Hauses Harbke geschenkt worden sein. Nach einer dritten Sage endlich soll er in uralter Zeit von einem unbekannten Fremdling, welcher bei einer ihm zugestoßenen Krankheit bei einer Witwe v. Veltheim zu Harbke freundliche Aufnahme und sorgsame Pflege fand, daß er seine Reise weiter fortzusetzen vermochte, dieser nach seiner Genesung vor seinem Abscheiden zur Bezeugung seiner Dankbarkeit mit der Versicherung geschenkt worden sein, daß solange der Ring bei dem Geschlechte mit Achtung und Sorgfalt aufbewahrt werde, auch das ganze Geschlecht sich in unverrückter Blüte erhalten werde. Dieser Geschlechtsring ist seitdem dauernd als wertvollstes Jnventar- stück auf dem Hause Harbke verblieben. Gemahlin: (Ein Glückwunschgedicht zur Vermählung liegt in der Bibliothek zu Hannover, die Vermählung fand am Hofe zu Wolfeubüttel statt) 19. 11. 1732 Freiin Maria Anna Katharina Kameitzkh v. Elstibors, * 20. 8. 1709, f zu Harbke 11. 5. 1760, T- des Frh. *) Wenn die Gelehrten sich unklar sind, ob unter Iswni „mein Haus" oder „mein Zimmer" zu verstehen ist, so erscheint es am einfachsten, es mit „mein Heim" zu übertragen. Aus den ersten Buchstaben Lklt könnte man dann vielleicht eine Andeutung an Vslt herauskonjekturieren. 264 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Christian Eberhard auf Rük- kingen, * 1671, -s- 4.8.1726, Hessisch - Darmstädt. Geh. Rates, und der Freiin Elisabeth Dorothea v. Gemmingen a. d. H. Hornburg, * 1684, f 8. 7. 1726. Sie wurde (laut ihrer Leichenpredigt mit Porträt und Ahnentafel) 1730 von Christine Luise, Gemahlin des Herzogs Ludwig Rudolf von Braunschweig-Lüneburg, an den Hof zu Blankenburg, dann nach Wolfenbüttel berufen und war bis Ende 1732 erste Hofdame daselbst (s. Ahnentas.). Kinder: 1. Luise Amalie (Nr. 423), 2. Sophie Charlotte ( Nr. 424), 3. Friederike Dorothea (Nr. 42S), 4. Karl (Nr. 426), 5. Elisabeth Auguste (Nr. 427), 6. Christian Ludwig (Nr. 428), 7. Gr. August Ferdinand (Nr. 429), 8. Friedrich Wilhelm (Nr. 43V), 9. Georg Ludwig (Nr. 431), 10. Philipp Karl (Nr. 432), 11. Ludwig Anton (Nr. 433), 12. Karl Christian Septimus (Nr. 434), 13. Haus (Nr. 43S). 366. Eleonora Angelika, T. des Arnold Heinrich (Nr. 327) und der Ilse Ursula v. d. Knefebeck. Sie hatte laut Vergleiches zwischen ihrem Vater und Otto Ludwig (Nr. 321) 1. 8. 1713 nach Absterben des ersteren auf 12 Jahre den Genuß des Gutes Aderstedt. Nach Räumung des Gutes sollen ihr von den v. V. (2. 4. 1738 und 5. 1. 1743) 12000 Thlr bezahlt werden. — 14. 8. 1716 wird ihr in Aderstedt ein Kind geboren. — 1725 hatte sie einen fiskalischen Prozeß wegen 4 Hufen Ackers und deren Steuerfreiheit und 1726 gemeinsam mit ihrer Mutter einen Streit mit den Lehenssolgern ihres Vaters, Josias und Friedrich August, wegen der in der Grafschaft Wernigerode befindlichen Lehenstücke, insbesondere zu Langeln und Minsleben, „als welche bei dem Aderstedtschen Anfall Klägern zu besitzen intendieret, bis ihnen die Ankaufsgelder von den Lehenssolgern bezahlet". Ehemann: I. N. v. Stockhausen. II. Philipp Heinrich v. Schlotheim, Oberst, f 2. 12. 1748. Er lebte mit seiner Schwiegermutter in Streitigkeiten. Er hatte Aderstedt bis 1740 in Benutzung. Zehntes Kapitel, Die neunte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 265 367. Charlotte Luise Sophie, T. des Arnold Heinrich (Nr. 327) und der Ilse Ursula v. d. Knesebeck, -j- zu Aderstedt 24. 7. 1689, alt 1 Jahr 4 Monate 1 Tag. 368. Juliana Jdea, T. des Arnold Ludwig (Nr. 327) und der Ilse Ursula v. d. Knesebeck, zu Aderstedt 4. 1. 1692, alt 1 Jahr 9 Mouate 1 Woche 2 Tage. 369. Friedrich Heinrich, S. des Arnold Heinrich (Nr. 327j und der Ilse Ursula v. d. Knesebeck, * zu Aderstedt 11. 19. 1692, bei seiner Taufe stand der Kurfürst Friedrich III. vou Brandenburg Gevatter, -j- zu Aderstedt 15. 8. 1693. b) Die weiße Linie. 370. Georg Philipp II, S. des Heinrich Adrian (Nr. 334) und der Anna Sophie v. d. Schulenburg, Laudrat im Holzkreise des Herzogtums Magdeburg, auf Alvensleben, Klein-Santersleben nnd Schackensleben, * 1703, -s- 5. 6. 1778, Senior des ganzen Hauses. '23. 4. 1729 wird er mit seinem Bruder Alexander vom Herzog Georg Albert von Sachsen mit den Klein-Santerslebener und Groß-Ammens- lebener Gütern belehnt. 14. 6. 1736 verkauft er mit Alexander den Korn- und Fleischzehnt zu Vahldorf au die Gemeinde zu Vahldorf für 1750 Thlr. 23. 10. 1749 ist er Vermittler bei einem Erbrezeß in der Familie v. Alvensleben. 28. 1. 1750 hat er mit seinem Bruder Alexander 1726 ein Lehen durch einen Vergleich akqniriert, welches der Oberamtmann Wißmann zu Alvensleben für 2000 Thlr. erkanft hat; in betreff dieser Güter heißt es schon 11. 9. 1727, der König Friedrich Wilhelm I. von Prenßen habe ihn und seinen Bruder Alexander zu Alvensleben und die Vettern weißer Linie mit den Gütern belehnt, welche der Oberamtmann zu Alvensleben, Hermann Wißmann, zu Lehen gehabt und nunmehr dessen Söhne au die Genannten verkauft haben, nämlich Zinsen zu Vahldorf und Groß-Germersleben, wie solche vorher die Rohde, die v. Gerstenberg und die v. Meyhern gehabt (derselbe Lehenbrief: 8. 5. 1742). 266 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an Im Februar 1756 sucht er die Demission aus seiuem Landratsposten wegen Kränklichkeit nach. 17. 9. 1768 beschwert er sich über den Geh. Justizrat v. Alvensleben, welcher das Gut Uhrsleben erkauft hat und nunmehr in seinem Holze von 619 Morgen Größe bei Hörsingen einen Eichelkamp von 3^/z Morgen hat anlegen lassen. Gemahlin: I. zu Flechtingen 3. 7. 1731 Auguste Ehrengard v. d. Schulenburg, T. des August, Hauptmauns auf Altenhausen, und der Katharine Elisabeth v. Schenck, * 5. 8. 1707, s zu Magdeburg 15. 6. 1745 (siehe Ahnentafel). II. Ehestiftung: 1. 3. l747. Ehegeld 2000 Thlr. 23. 3. 1747 Luise Auguste (Nr. 379). Kinder: 1. Heinrich August (Nr. 436), 2. Sophie Elisabeth (Nr. 437), 3. Helene Charlotte Wilhelmine (Nr. 438), 4. Georg Philipp (Nr. 439). 371. Luise Sophie, T. des Heinrich Adrian (Nr. 334) uud der Anna Sophie v. d. Schulenburg, * 16. 7. 1704, -s- 30. 1. 1743 im Stifte Lippstadt als Stistsfränlein. Sie war in das Kapitel 12. 4. 1737 aufgeschworen laut ihrer Leichenpredigt in der Gustedtschen Sammlung zu Magdeburg. 372. Alexander, S. des Heinrich Adrian (Nr. 334) und der Anna Sophie v. d. Schulenburg, auf der Veltheimsbnrg zu Alvensleben und Rottmersleben, Domdechant zu Merseburg, Sächs.-Merseburger Kammerjunker und Regierungsrat, 1736 Brandenburg-Schwedter Hofmeister, -s- 29- 12, 1764, alt 59 Jahre. 1750 heißt er Hofmarschall der verstorbenen Witwe des Markgrafen Albrecht von Brandenburg-Schwedt. Er besaß mit seinem ältesten Bruder Georg Philipp gewisse Lehenstücke zu Klein-Sautersleben, von der Halberstädter Lehensknrie relevierend erkauft 1736 von dem Major Lehmann, dem sie der König 1732 nach dem Absterben Otto Johanns v. Landsberg konferiert hatte. Gemahlin: (Magdeburg 12. 7. 1756) Johanne Sidouie Charlotte v. Arnstedt, f zu Merseburg, alt 76 Jahre, T. des Poln.-Sächs. General- Leutnants der Kavallerie Moritz Heinrich. 373. Henriette Charlotte, T. des Heinrich Adrian (Nr. 334) und der Anna Sophie v. d. Schulenburg, -s- im Stifte Fifchbeck 18. 2. 1780, als Kanonissin aufgeschworen 25. 10. 1736. Zehntes Kapitel. Die neunte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 267 Ihr Sarg in der Krypta zu Fischbeck trägt die Wappen: v. V., Münch- hausen, Bodungen, Hardenberg, Stammer, Tresckow, Bennigsen, Amelunxen, Schulenburg, Alten, Schenck v. Flechtingen, Bredow. Bismarck, Asseburg, Kottwitz, Löben. 374. Johanna Auguste, T. des Heinrich Adrian (Nr. 334) und der Anna Sophie v. d. Schuleuburg, f 18. 2. 1709, alt 1 Jahr 3 Monate. 375. Henriette Adriane, T. des Heinrich Adrian (Nr. 334) und der Anna Sophie v. d. Schulenburg, * 1709 nach dem Tode des Vaters. Ehemann: Ernst August v. Schenk zn Diepen ans Flechtingen. 376. Georg Philipp III, S. des Friedrich Ulrich (Nr. 336) und der Helene Dorothea v. Alvensleben, * zu Destedt 19. (al. 26.) 8. 1703, f daselbst 22. 12. 1758, Brauuschweigischer Legationsrat, Kammerjunker und Hofjägermeister auf Oberburg und Unterburg Destedt zc. In der Erbteilung l738 bekam er sämtliche Güter seines Vaters, Destedt, Behenrode und Schackensleben, in Anbetracht einer großen von ihm übernommenen Schuldenlast. 1721: Jmmatrikulatiou auf der Universität Helmstedt. 26. 9. 1724: Abgangszeugnis von der Universität Altdorf. 14. 9. 1729: Herzog August Wilhelm von Braunschweig - Lünebnrg schreibt an den Rat v. Lindheim, daß er dem Kammerjuuker Georg Philipp v. Veltheim seinen Konsens zu dessen bevorstehender Vermählung mit Charlotte v. Lindheim erteile und daß er ihn als Legations-Sekretär nach Frankfurt senden wolle. 31. 10. 1730: Bestallung als Legations-Sekretär. 4. 5. l73S: Bestallung als Landgräflich Hessischer Oberamtmann in der Herrschaft Epftein. 17. 10. 1735 wird er vom Landgraf Ernst Ludwig von Hessen nach Wolsenbüttel gesandt, um eiu Kondolenzschreiben zum Tode des Herzogs Ferdinand Albrecht von Braunschweig zu überbringen. 11. 4. 1736 uud 8. 5 1742 wird er mit den Landsberger Lehen belehnt, welche der Major Johann Georg Lehmann vor etlichen Jahren erhalten hat, als sie dnrch Absterben des Otto Johann v. Landsberg eröffnet worden waren. Der Major hat sie an die v. Veltheim für 1600 Thlr. 25. 12. 1735 abgetreten zn Mitbehuf ihrer Vettern, und zwar: 3 M. Geldes zu Eichen- barlebeu, 3^ M. zu Ackeudorf, den Zehnt über eine Hufe zu Huudisburg, 268 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. V4 Zehnt zu Vahldorf, 4 Hufen zu Rottmersleben, eine Hufe zu Hundis- burg und 2 Gärten daselbst. 22. 12. 1738: Bewilligung des Abschiedesgesuches als Oberamtmann. 9. 6. 1740: Ernennung zum Hofjägermeister. 1740 erkauft er die Oberburg Destedt von Auton Ulrich (Nr.412) für 43692 Thlr., während er die Unterburg mit Kremlingen von seinem Vater her besaß. So vereinigte er die beide Güter zu Destedt, die seit Heinrich V (Nr. 40) getrennt gewesen waren, wieder miteinander. Heinrich V hatte nämlich die Unterburg, mit welcher Kremlingen verbunden war, an seinen älteren Sohn Ludwig II auf Rosenthal (Nr. 67), die Oberburg, welche keine angenehme Wohnuugsgclcgeuheit darbot, an seinen jüngeren Sohn Heinrich VI (Nr. 69) vererbt. Von Ludwig II kam die Unterburg mit Kremlingen. mit Rosenthal verbunden, an Heinrich (Nr. 113), f 1558, dann an Jobst (Nr. 180), 1594, uud von diesem an seinen Sohn Heinrich (Nr. 226), mit dem das Hans Nosenthal 1668 ausstarb. Die Unterburg Destedt kam nunmehr an Friedrich (Nr. 299), einen Sohn des 1665 verstorbenen Friedrich Ulrich, uud nach dessen Tode 1675 an seinen Bruder Heinrich (Nr. 304), der 1696 ohne männliche Nachkommenschaft verstarb. Sie gelangte nunmehr an Friedrich Ulrich II, den Vater Georg Philipps III. Der obengenanntc Heinrich VI vererbte die Oberburg an seinen Sohn Heinrich VII (Nr. 118), der sie bei seinem Tode 1577 seinem jüngeren Sohne Achim (Nr. 185) auf Bartensleben hinterließ. Von diesem kam sie mit Bar- tensleben an Heinrich Julius (Nr. 244), f 1651, dann an dessen Sohn Joachim Lndolf I (Nr. 309), -s- 1707, den Erbauer des jetzigen Hauses, dann an dessen Sohn Heinrich Julius, -f- 1719, darauf an dessen Bruder Joachim Ludols II, dessen Sohn Anton Ulrich sie an Georg Philipp III abtrat. 1741 kauft er die Feldmark Sarling (bei Beyenrode) von Georg Ludwig v. d. Wenfe auf Morse für 11180 Rthlr. 11. 2. 1749: Bestätigung als Deputierter des größeren Ausschusses der Wolsenbütteler Landschaft. 22. 4. 1749 belehnt er den Hans Köhne mit 13 Morgen auf dem Bisdorfer Felde und die Nerbst zu Neiustedt mit einer Hufe und einem Hofe zu Remlingen uud verkauft 16. 12. 1751 seinen Anteil an Schackens- leben an die Brüder Georg Philipp und Alexander (Nr. 370 und 372). 2. 1. 1753 verkauft er Beyenrode für 27 000 Thlr., den Sarling für 18000 Thlr. und den Korn- und Fleischzehnt zu Rottorff, unter dem Amte Königslntter gelegen, für 5000 Thlr. an den Berghauptmann Georg Gottfried Philipp v. Bülow. Im Familienvergleich 9. 5. 1753 gaben die Ge- schlechtsvettern die Zustimmung zum Verkauf von Beyenrode unter der Bedingung, daß 36100 Thlr. durch Ankauf eines anderen Gut«"' ungelegt 270 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 7N A 5Ä? :<Ü ^ ^5 Frkft. a.M. 25.4.1575. .« - n . r: -N n <1- N5> ^-» LZ 5Ä« .»5^- ' c^» Z L -U« s? r- ,-z L ^ -s ^ « °Z HL A>^Z s« !Ä ^ N Frkft. a.M 9.1.1598. Lindheim, T. des Handelsherrn Johann Jost in Frankfurt (M.) und der Anna Sibylla v. Uffenbach, * 25. 5. 1704, f 15.2. 1784. Kinder: 1. Johann Friedrich (Nr. 440), 2. Karl Konrad Friedrich Wilhelm (Nr. 441), 3. Karl August (Nr. 442), 4. Helena Charlotte (Nr. 443), 5. Luise Marianne (Nr. 444), 6. Karoline Sophie Amalie (Nr. 445), 7. Luise Auguste (Nr. 446), 8. Johanne Friederike (Nr. 447), 9. Henriette Karoline (Nr. 448), 10. Elisabeth Auguste (Nr. 449), 11. Elisabeth Wilhelmine (Nr. 450). 377. Gebhard Johann, S. des Friedrich Ulrich (Nr. 336) uud der Helena Dorothea v. Alvensleben, * 1705, -j- 19. 1. 1707. 378. Anton Ulrich, S. des Friedrich Ulrich (Nr. 336) und der Helena Dorothea v. Alvensleben, * 10. 4. 1706, f 6. 3. 1707. 379. Luise Auguste, T. des Friedrich Ulrich (Nr. 336) und der Helena Dorothea v. Alvensleben, * 30. 4. 1708. Ehemann: 23. 3. 1747 Georg Philipp II (Nr. 370) auf Klein- Santersleben, ein Witwer. 380. Karl Ludwig, S. des Friedrich Ulrich (Nr. 336) und der Helena Dorothea v. Alvensleben, * zu Destedt 28. 1. 1709, f 7. 9. 1709 daselbst (al. 28. 1. 1710). 381. Adrian Friedrich, S. des Friedrich Ulrich (Nr. 336) und der Helena Dorothea v. Alvensleben, Kgl. Großbritann.-Hannöverscher Generalmajor, * zn Destedt 27. 3. 1710, ^ zn Walsrode 7. 5. 1765 an seinen schweren Wnnden, die nie ganz vernarbten, sondern immer von neuem aufbrachen. Hannöverscher Kornet, Leutnant, Kapitän-Leutnant der Garde du Corps 1742, Rittmeister bei v. Schulz 1745, Major im Regt. v. Breiden- 272 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. i-—. .. im: /^I5KIIX Minpakk^v... M,/>l >'»> !UVI>' I^> > I.IlUI^I,:x VlP» >U^.^iv»1>'I ^, I'XV Ii^II.Xil ^.VoKI^ ^ 'Iil!!MkX »!.->'.'^> un> V',>!I / VI>»,I-A! «-! „,, . UML. ^ . 6/^s .»7U> M'.x 7n« , >iIMI^/.I^>!M^ i?l>> !».>, 7 rc<-F-lw/ .176.;. .^illv «!/!N Vl /,. V /W< j.?r.ÄU»/.ttUM! I^IUV» K'I »/X ölM. o>», 2 . MlckmikVM!>i>« >>r»»!i»Lr »KM« sviM» »XI» »UMRVI.I«»tM.K^l6o oomiti äs Vsltlwim von H- Phil. Cons. Henke mit lateinischem ausführlichen Lebenslauf. Seine Lebensbeschreibung in Schlichtegrolls Nekrolog der Deutschen für das 19. Jahrhundert, Bd. I, 1802, ebenso in der allgemeinen deutschen Biographie Bd. 39, 585 — 586, so auch v. Molls Anualeu der Berg- und Hüttenkunde II, 356 und Mensel, Gelehrt. Teutsch!., 5. Aufl., VIII, 194. 1846 erschien zu Frankfurt a. M. ein „Erstes Heft" mit 100 Ahnentafeln. Dort ist auch die Ahnentafel des August Ferdinand, auf 16 Ahnen gestellt, mit Angaben über seine Kinder und Kindeskinder abgedruckt. Laut einer von ihm erschienenen Biographie (Der Teutschen Necrol. XIX. Jahrh., I L, 1812) hat er in seinem Testamente verordnet, daß sein sämtlicher literarischer und biographischer Nachlaß in dem Archiv zu Harbke niedergelegt und kein Gebrauch davon gemacht werden sollte. Gemahlin: I. zu Harbke 4. 6. 1777 Philippine Fried erike v. d. Bnssche-Lohe, -f- zu Zellerfeld 28.4. 1778 kaum 27 Jahre alt, zu Harbke beigesetzt, T. des Großbritannischen und Braunschweigischen Geh. Rates Johann Klamor ans Lohe, Walbeck und Kösitz und der Anna Frie- derike v. Frankenberg a. d. H. Jakobsdorf. II. zu Grvba 21. 5. 1779 Otto- nie Henriette v. Arnim, * 25. 1. 1760, 1' zu Braunschweig 16. 3. 1803, T. des Kammerjnnkers und Oberforst- meisters Karl Heinrich auf Gröba und der Ottonie Emmerentia Dorothea v. Mirbach (s. Ahnentafel). Sie lebte so für die Interessen ihres Gemahls, das; sie ihren wertvollen Schmuck veräußerte, um für den Erlös eine mineralogische Sammlung für ihn zu erwerben. Kinder: 1. Gr. Friedrich Adolf (Nr. 463), 2. Gräfin Adelheid (Nr. 464), 3. Gr. Nötiger (Nr. 465), 4. Gr. Werner (Nr. 466), 5. Gräfin Klara (Nr.467), 6. Gräfin Marianne (Nr. 468). 19* 292 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. G L -ZZ c>5< ^ Z 5? n Z , ^ 2 ^ OK Ä-V s s ^ !-» n L -?z ^ 1607. O s et -Ä 5? N A.s c: ZL N- c« « «A -Q . Q N Z-Z -5Z Z ^ s-s » Z KZ 8K <5 u n L s5 G -ZZ ^K- N-L ^.N Z » >S>ö QZ ^ N-s « L Q. n n ^ « « L-e R . Q «-» ^ S !?< ^ N » sz ^ S -S N- cz I-» tÄ « s Z s ci « »v «ü L? SS s >ri> Z- K r: « Ä2 s « « o !? «- o G Klamor v> d> Bnssche aus Kösitz :c., * 1624. Anna Lucia v. Mnnch- hausen a. d, H. Leitzkau, * 1623, 1- 1687. Friedrich Kasimir Frh. v. Eltz aufNeihmar, Braunschw.- Lüneb. Geh. Kammerrat, ->- im Juni 1682. Barbara Margarete v. Pfuhl a. d. H. Helfta. Daniel v. Frankenberg zu Proschlitz Anna Susanna v. Wrbsky. Daniel Leopold Frh v. Kottu- linsly. Anna Elisabeth v. Bremen. 16S0. Johann Philipp v. d. Bnssche auf Lohe, Drost zu Schlüsselburg, * 1652, 1-18.8.1712. 12.12.1697. Eleonore Gottliebe v. Eltz. Friedrich August v. Frankenberg-Proschlitz, Poln.-Sächs. General. Maria Charlotte Freiin v. Kottulinsky. Johann Klamor August v. d. Bussche auf Lohe, Walbeck und Kösitz, Großbritannischer und Braunschw. Geh. Rat und Staatsminister, » 15.1.1706, f 14.11.1764. 18.10.1745. Auna Friederike v. Frankenberg- Proschtitz, * 4.12.1727, 1- 16. 7. 1808. Philippine Friederike v. d. Bussche, * 1758, f 28. 4. 1778; mar.: 4. 6. 177 6 Gr. August Ferdinand v. Veltheim, * 18. 9. 1741, f 2. 10. 1801. Elftes Kapitel. Die zehnte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 298 430. Friedrich Wilhelm, S> des Friedrich August Mr. 365) und der Freiin Maria Anna Katharine Kameitzky v. Elstibors, * zu Harbke 19. 7. 1743, -s- zu Lucklum 8. 10. 1803. Er kam 1763 in hessische Dienste als Kornet der Garde du Corps und zugleich seit 29. 12. als Hofjunker mit dem Range eines Majors? 18. 12. 1775 wurde er Kammerherr, nachdem er als Ritter des deutschen Ordens Ballei Utrecht (inskribiert 1747) der Regel seines Ordens gemäß im russischen Heere wider die Türken als Freiwilliger gefochten hatte, dann als Legationsrat in hessische Dienste, in denen er bis zum Staatsminister aufstieg (er war in Mission des Hofes zu Kassel an verschiedenen Höfen, namentlich in Wien, Berlin, London und Paris), 1786 wurde er Oberschenk und Geh. Rat und war auch Direktor der Museen zu Kassel, 1788 Hofmarschall, 1794 Oberhofmarschall und zugleich 1799 Geh. Staatsmiuifter. — Er verließ diese Dienste aber in der Mitte des Jahres 1803, als er 4. 3. 1800 zum Landkomtur der deutschen Ordens-Ballei Sachsen erwählt wurde, nachdem der deutsche Ordensritter Landkomtur der Ballei Sachsen, Komtur zu Lucklum und Langeln v. Har- denberg mit dem Tode abgegangen war, und zog sich nach Lucklum, dem Sitze dieser Ballei, zurück. Er zu Braunschweig, wohin er sich der bessern Pflege halber in das deutsche Ordenshaus begeben hatte, und wurde zu Lucklum beigesetzt. Er besaß einen sehr wertvollen Granaten in der Größe einer Nußschale, den er von seinem Vater geschenkt erhalten hatte. Er setzte den Erzherzog Anton von Österreich, der nach der Resignation seines Bruders Karl diesem als Hoch- und Deutschmeister 30. 6. 1804 folgte, zu feinem Erben ein. Laut des Lizitationsprotokolls erkaufte der damalige Syndikus der Ballei Sachsen, Friedrich Heimbach, welcher die Kommende Langeln erwarb, das sehr seltene Pretiosum für 100 Thlr. Sein Bruder Gr. August Ferdinand suchte vergeblich den Stein zurückzuerlangen. — Er beschloß in der Gruft zu Lucklum die von Arndt v. Veltheim eröffnete Reihe der Landkomtnre dieser Ballei, da diese unter seinem Nachfolger bereits aufgehoben wurde. Die Güter derselben verkaufte die westfälische Regierung. Sein Wappen (17. 1. 1769) befindet sich im Rittersaal zu Lucklum, sein Grabstein auf dem Kirchhof daselbst. 6. 12. 1756 schrieb er zu Kloster Bergen in das Stammbuch des Friedrich Achaz: Himmel hast du einen Segen, der auf Erden glücklich macht, Ei so sei er meinetwegen diesem Freunde zugedacht! 6. 6. 1786 wird er im Lehenbrief über Biedersee als Gesamthänder und zwar als Landgräflich Hessen-Kasselscher Geh. Rat und Koadjutor des deutschen Ordens ausgeführt. Er wird auch als Erbküchenmeister bezeichnet. (Strieder, Hessische Gelehrten uud Schriftsteller-Geschichte XVIII, 468.) 294 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 431. Georg Ludwig, S. des Friedrich August (Nr. 365) uud der Maria Auua Katharine Freiin v. Elstibors, * zu Harbke 19. 5. 1746 (bei semer Taufe befanden sich unter 23 Gevattern der regierende Landgraf zu Hessen-Darmstadt, der Prinz Gevrg von Hessen-Darmstadt, die Prinzessin Karoline von Hessen-Darmstadt und der PriuzFerdinand von Brannschweig), zu Magdeburg 15. 9. 1757, in dem Gewölbe der französisch reformierten Kirche zu Magdeburg beigesetzt. „Er hatte seit einiger Zeit die Information bei einem Prediger in Magdeburg empfangen." 432. Philipp Karl, S. des Friedrich August (Nr. 365) uud der Maria Auua Katharine Freiin v. Elstibors, * zu Harbke 12. 5. 1747 (unter seineu Gevattern die regierende Herzogin von Braunschweig geb. Prinzeß von Preußen), -j- zu Gernrode 30. 1. 1820, auf Groß-Weißand, das er in der Teilung mit seinen Brüdern 3. 6. 1786 abgetreten erhielt. 15. 10. 1802 belehnt er die Meyer mit einer Hnse und 2 Höfen in Evef sen, sowie 28. 10. 1802 und 10. 5. 1804 die Nerbst zu Neinstedt mit einer Hufe und einem Hofe zu Nemlingen. 20. 1. 1806 wird er vom König Georg III. als der Älteste vom Geschlecht belehnt mit Renten aus der Mühle zu Hilligendors, und Renten nnd Ländereien zn Hanstette, Eitzenrode, Groß-Winnigstedt zu Gerensch leben, welche durch den Fall des Lorenz v. Honlage erledigt worden nnd an Kurt gekommen sind, wie die v. Broitzen znm Afterlehen damit belehut waren. In dem Lehenbrief von: 1. 9. 1841 werden auch Stücke zu Lütken-Börsum aufgeführt. Gemahlin: Dorette v. Krebs, -j- als Witwe zu Waldheim 3. 12. 1852, sie soll zu Ziegra beerdigt worden sein. Sie hatte eine T. (Nr. 469), vermählt au Heinrich Wilhelm Büchner, 1852 emeritierten Pastor zu Ziegra; nach anderen Nachrichten stammte aus der Ehe des Philipp Karl noch eine 2. Tochter. 433. Lndwig Anton, S. des Friedrich August (Nr. 365) uud der Maria Anna Katharine Freiiu v. Elstibors, * zu Harbke 9. 5. 1749, * daselbst 20. 4. 1754. 434. Karl Christian Septimus, S. des Friedrich August (Nr. 365) uud der Maria Anna Katharine Freiin Kameitzky v. Elstibors, * zu Wolfen- büttel 13. 3. 1751 (unter seinen Gevattern der Erbprinz Karl von Braun- schweig-Lüneburg), 1' als Großbritaunischer Rittmeister bei den Hompesch- Husaren 10. 11. 1796 zu St. Domingo, wo er dem tropischen Klima erlag, Elftes Kapitel. Die zehnte Stammreihe nach der Teilung der Linien auf Ostrau, Oberbergrat zu Berlin, nachher Geh. Finanzrat und Oberberg- hanptmann zu Rothenburg, Ritter des Johauniter-Ordens. Er hatte in seinem Fache sehr Tüchtiges geleistet, auch eiue Dampfmaschine erfunden, welche noch in Löbejun stehen soll. In der Erbteilung mit seinen Brüdern 21. 6. 17d6 hatte er die Güter O strau und Kösselu mit Möst und Biedersee empfangen; mit der Ungunst der Zeiten, bei der übermäßigen Belastung des Gutes bei der Übernahme, wo es dann an rechtzeitiger Hilfe, aber auch an Einschränkung fehlte, ist die tragische und unaufhaltsam hereinbrechende Katastrophe zu erklären, daß der Konkurs ausbrach, Ostrau von den Gläubigern mit Sequester belegt wurde, und 296 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. der hart bedrängte Besitzer, über welchen nach damaligen Gesetzen die Gläubiger die Schuldhaft verhängen konnten, die heimische Scholle verließ, um in Holland in einem für dessen Kolonien bestimmten Regiments Dienste zu nehmen. 23. 3. 1787 wird er mit seinen Brüdern August Ferdinand, Friedrich Wilhelm und Philipp Karl mit den Goldstein-Alslebenfchen Zinsen zu Drölitz, Göttuitz, Biedersee, Löbersdorf, Unter-Plötz, Ober- Plötz und Möst belehnt. Als er nach der Teilung mit seinen Brüdern 6. 6. 1787 mit Biedersee belehnt wird, woran diese die gesamte Hand erhalten, wird er als Geh. Oberbergrat aufgeführt. Gemahlin: Friederike Albertine v. Pannewitz a. d. H. Schönf ließ, * zu Königsberg 2. 2. 1758, zu Rothenburg 2. 3. 1789, T. des Friedrich Wilhelm auf Stolpe zc. und der Sophie Wilhelmine Albertine v. Viereck. Ihr in der Tradition fortlebendes Gedächtnis trägt den Stempel wohltätiger Mildigkeit, der die dankbaren Söhne ein Denkmal im Garten stifteten (das Denkmal mit Namen nnd Angabe der Geburt und der Todesdaten trägt die Inschrift: Dein Andenken sei uns heilig und dein Leben Beispiel, gut und edel zu werden wie du, dein Geist umschwebe nns und sei der Schutzengel deiner Kinder), und obwohl sie das Mißgeschick ihres Hauses nicht erlebte, ist ihr Andenken zu einer Glorie verklärt, welche das Unglück um seine Opfer webt, s. Ahnentafel. Ihre Leichenpredigt ohne Personalien. Kinder: 1. Elisabeth Luise (Nr. 470), 2. Karoline , 8. Karoline (Nr. 484). 441. Karl Konrad Friedrich Wilhelm, S. des Georg Philipp III (Nr. 376) und der Charlotte Kathariuc 0. Lindheim, * 8. 8. 1732, -s- 25. 12. 1733. 442. Karl August, S. des Georg Philipp III (Nr. 376) und der Charlotte Katharinc v. Lindheim, * 29. 11. 1734, 27. 1. 1740. 443. Helene (Elisabeth) Charlotte. T des Georg Philipp III (Nr. 376) nnd d er Charlotte Katharine v. Lindheiin, * 14. 2. 1736, ^ 18. 6. 1754. Ehemann: zu Frankfnrt a. M. 1754 Karl Heinrich Baron v. Bark hans-Wiesenhütten (al. Barkhausen-Wiesenhüter), Hessen - Darmftädt. Geh. Rat, f im Februar 1793, 444. Luise Marianne, T. des Georg Philipp III (Nr. 376) und der Charlotte Katharinc v. Lindheiin, " 8. 2. 1737, -s- 1. 2. 1740. 445. Karoline Sophie Amalie, T. des Georg Philipp III (Nr, 376) und der Charlotte Katharine v. Lindheim, * 13. 2. 1738, -j- 4. 1. 1740. 446. Luise Auguste, T. des Georg Philipp III (Nr. 376) und der Charlotte Katharine v. Lindheim. ^ 10. 3. 1740, 1' 10. 10, 1766, 300 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Ehemann: 23. 6. 1764 August Rudolf Heinrich v. Löhneysen, Forstmeister auf Nauendorf, -f zu Naueudorf 10. 11. 1766. 447. Johanna Fricderike, T. des Georg Philipp III (Nr. 376) und der Charlott e Kathariue 0. Lindheim, * 19. 10. 1741, -s- 25. 7. 1810, seit 1775 Domina zu Marienberg. 448. Henriette Karoline, T. des Georg Philipp III (Nr. 376) und der Cha rlotte Katharine v. Lindheim, * zu Destedt 30. 8. 1744, -f 7. 12 1775, Domina zu Marieuberg, 1765 als Domina introduziert. Sie war die erste auf Grund des Permutationsrezesses vom 31. 2. 1754 präsentierte Domina aus dem v. Veltheimscheu Geschlecht. 449. Elisabeth Auguste (Lisette), T. des Georg Philipp III (Nr, 376) und d er Charlotte Katharine v. Lindheim, * zu Destedt 5. 12. 1742, f 15. 12. 1823. Ehemann: zu Destedt 22. 4. 1769 Johann Julius Franz v. Bülow ans Br unsrode, Oberforstmeister auf Beieurode, dann auf Rhode, -s- 15. 12. 1796. 450. Elisabeth Wilhelmine, T. des Georg Philipp III (Nr. 376) und der Charlotte Katharine v. Lindheim, * 30. 6. 1746. 451. Friedrich Ulrich, S. des Adrian Friedrich (Nr. 381) und der Johan na Friederike v. Alvensleben, * zu Stolzenau 13. 3. 1753, f zu Braunschweig 7. 2. 1820, Kgl. Großbritannischer Oberhauptmanu und Drost zu Gifhorn 1781, zu Fallerslebeu 1792 —1812. 6. 2. 1768 wurde er auf die Johanniter-Komturei Wietersheim exspektor iert und erhielt auf diese Begründung den Johanniter-Orden. Er wohnte ehemals zu Jsenschuibbe. 1796 wird er als Besitzer von Beyenrode genannt, das 1753 an die v. Bülow verkauft worden war. 452. Johann August, S. des Adrian Friedrich (Nr. 381) uud der Johann a Friederike v. Alvensleben, * zu Stolzenau 13. 7. 1754, zu Hildesheim 15. 2. 1829, Generalleutnant in der englisch-deutschen Legion. Elftes Kapitel Die zehnte Stammreihe nach der Teilung der Linien, 3«! Bereits im 14. Lebensjahre trat er unter der Leitung seines Onkels, des Generals Karl August (Nr. 386), zu Werden 1769 in Kurfürstlich hannöversche Militärdienste. Schon 2. 3. 17 71 wurde er zum Premier- Leutnant in der Leib-Garde und bald darauf bei Sr. Exz. dem Feldmarschall I. W. v. Reden, kommandierendem Chef der gesamten Kurfürstlich hannöver- schen Truppen, zum Oberadjutanten der Kavallerie auf dem Geueralstabe befördert. Zur eigenen Ausbildung und zum Studium der Militärwissenschaften begab er sich nach Straßburg, Paris und demnächst nach England. 11.10. 1783 wurde er Rittmeister und Dragoner-Kapitän beim 7. Kavallerie-Regt. Im Revolntionskriege marschierte er mit den hannöverschen Truppen zur alliierten Armee nach Brabant und Flandern und wohnte daselbst folgenden Hauptereignissen bei: 1. der Bataille von Famars 23. 5.; 2. der Belagerung von Valenciennes; 3. dem Angriff des Lagers des Cäsar und dem Marsch durch das brennende Dorf Marquignot 6. und 8. 8.; 4. den Kanonaden. Scharmützeln und Affairen bei Bergues, Ronpoede, Hondtsschoote, Templene und Orchie IS., 22. und 23. 8. sowie 6. 7. und 8. 9; 5. zu La- deghem vor Menin und ohnweit Conrtray, wo die Winterquartiere bezogen wurden, in den Monaten November nnd Dezember. Ferner diente er 1794: 1. in den Affairen von Mouseron ohnweit Tonrcoin 26., 27. und 28. 4. (am 28. 4. eroberte das 7. Kavallerie-Regt., bei welchem er diente, mehrere Kanonen, wofür dem Regiments 360 Dukaten Belohnung ausgezahlt wurden); 2. in den Affairen und bei der Bataille von Pontachin ohnweit Tournay 10., 17. und 22. 5. (am letzten Tage wurde sei» Pferd unter ihm verwundet); 3. in dem Lager von Ondenarde; 4. bei der Affaire von Ronshelär 13. 6.; 5. in dem Scharmützel bei Gilse 26. 6.; 6. in der Affaire von Nimwegen 26. und 27. 10.; 7. in dem Lager während der Monate September und Oktober, worauf nach den Kantonnements marschiert wurde. 1795 kam die Armee aus Brabant zurück, jedoch blieb das 7. Kavallerie- Regt., bei welchem er diente, auf dem Kordon stehen. Im Winter dieses letzten Jahres wurde er Major im 7. Regiment und zwar mit dem Datum 12. 2. 1794. Zum Oberstleutnant avancierte er im 1. Leibregiment 13. 7. 1799. Noch fortwährend auf dem Kordon an den Grenzen des Vaterlandes erhielt er endlich 1801 sein Standquartier zu Lüneburg, woselbst er so lange blieb, bis die hannöversche Armee im Lauenburgschen an der Elbe, und namentlich sein Regiment zu Artlenbnrg 1803 beurlaubt und ausgelost wurde. Nach der bekannten, im Namen und auf ausdrücklichen Befehl isr.Maj. erfolgten Proklamation des Großbrit. Generals George Don, derzeit im Hauptquartier zu Stade, 2. 11. 1805 nahm er im Spätherbst 1805 englische Dienste 302 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. und leistete bei Errichtung des 2. schweren, nachherigen 2. leichten Dragoner- Regiments der Kgl. englisch-deutschen Legion, dem damaligen Generalmajor Otto v. Schulte, deu wesentlichsten Beistand, wie die tätigste Hilfe. In der britischen Armee wnrde er 1805 mit einem früheren Datum vom 17. 4. 1804 als Oberst angestellt. Er schiffte sich mit dem neuen Regiment, dessen Kommando ihm übergeben wurde, zu Kuxhaven nach England ein und kam mit demselben 1806 anfangs zu Northamptou, darauf nach Cau- terbury, dann nach Deal und Ramsgate ins Quartier. In Deal, Rams- gate, Sandwich und Walmer übernahm das Regiment den Küstendienst. Im Sommer 1807 war er kommandierender Offizier von der zurzeit 4500 Mann starken Garnison zu Cmtervury. 3. 9. 1807 passierte er an der Spitze des Regiments die Revue vor dem Herzog von Jork und den königlichen Prinzen zu Blackheath bei Greenwich ohnfern London, woselbst ihm über den guten Zustand des Regiments höherer. Ortes das ausgezeichnetste Lob zuteil wurde. Bald darauf, in demselben Jahre, marschierte er mit dem genannten Regiments durch London, Oxford, Coventry und ganz England nach Liverpool. Hier erhielt er Befehl, sich mit dem Regiments auf 9 Transportschiffen nach Dublin in Irland einzuschiffen. Im Januar 1808 wurde er zum Obersteu aus dem Stäbe von Irland bestallt und erhielt als solcher das Kommando der schweren Kavallerie-Brigade, bestehend aus dem 1. und 2. schweren Dragoner-Regt, der Kgl. englisch-deutschen Legion welche im mittleren Irland bequartiert war, übergeben. Im Herbst 1808 kam er nach Tnllamore in der Kings County, nach Baltimore in Roscom- mon, und anfangs September 1809 wurde er nebst seinem Brigadestabe in den Süd-West-Distrikt nach Fermoy, ohnweit Cork, verlegt. Laut Generalorder vom 13. 9. 1809 wurde ihm auch das Kommando über sämtliche Truppen der 7800 Mann starken Fermoy - Division, welche zu Killaly, Killworth, Eastle, Lions, Rathcormnck, Mallow uud Fermoy stationiert war, anvertraut. Seine Bestallung als Brigade-General anf dem Stäbe von Irland vom 25. 8. 1809 wurde ihm 15. 9. 1809 aus der General- order bekannt. 7. 5. 1810 bekam er als Oberftkommaudant das 3. Hnsaren-Regt. der .Kgl. englisch-deutschen Legion. Demzufolge begab er sich von Irland nach England. 25. 7. 1810 wurde er zum englischen Generalmajor befördert. 24. 1. 1814 wurde ihm als Oberstkommandant das 2. leichte, vormalige 2. schwere Dragoner-Regiment der Legion verliehen. Er wurde so Chef des Regiments, welches er stets in den früheren Jahren in Hannover, England und Irland befehligt hatte. Bei Auflösung der King's German-Legion und seines Regiments, woraus 1816 das hannöversche Leib-Kürassier-Regiment gebildet wurde, wurde er 24.2.1810 zu Embden Elftes Kapitel, Die zehnte Stammreihe nach der Teilung der Linien, 363 in Ostfriesland aus dem britischen aktiven Dienst entlassen und bezog von mm an als englischer Stabsoffizier den englischen Hslk(oder halben Sold), Außer diesem halben Solde als englischer Generalmajor erhielt er eine angeinessene Pension von Hannover, dessen Souverän ihm auch im Mai 1822 den Charakter eines Generalleutnants verlieh. (IIuz rc>Ml imlitsr/ valolläar or 8m-vies anä Vommisbiou Look 3. eäition vol, III ^o- 329, 95, 96.) Er erhielt 6. 2. 1768 eine Exspektanz auf die Johanniter-Ordens - Kommende Werben und später auf Grund derselben den Johanniter-Orden, Von seiten der Lüneburgischen Ritterschaft wurde er zum Mitglied der Landstände des Königreichs Hannover erwählt. 1826 lebte er als Kgl. Großbritaunischer Generalmajor, im Oktober 1825 als Generalleutnant auf Beyeurode. Gemahlin: Amalie Philippine v, Hugo-S»lze, T, des Droften Lu dols v. Hugo zu Stolzenau, * 4. 6. 1772, -s- 21. 3. 1832 (in den Familiennachrichten „v. Hugo-Sulze", doch Wohl identisch mit der in Hannover und Braunschweig angesessenen Familie „v. Hugo zu Sultze"), 1813 nimmt sie als Besitzerin von Beyenrode und als Bevollmächtigte ihres Ehemannes ^ Beyenrode aus der Pacht von dem bisherigen Pächter entgegen und verpachtet es an Hauptmann v, Horn in Uhry. 1828 kaufte Georg v, Garßen aus dem v. Veltheimschen Konkurse Beyendorf, das seit 1466 sich im Besitz der Familie befunden hatte. Kinder: 1, Charlotte (Nr. 48S), 2. Johanna (Nr, 486), 3. Friederike Auguste (Nr. 487), 4. Friedrich (Nr. 488). 453. Ernst Adrian Friedrich, S. des Heinrich Adrian (Nr. 466) und der Wilhelmine v. Reden, * zu Gleutorf 12. 6. 1751 (unter seinen Paten: Christiane Kathariue v. V.), zu Helmstedt 16, 2. 1766, wohin er znm Unterricht bei Beireis gegangen war, zu Bartensleben beigesetzt lant seiner Leicheupredigt. Georg Friedrich Wilhelm, S. des Heinrich Adrian (Nr. 466) und der Wilhelmine v. Reden. * zu Gleutorf 36. 7. 1752 (unter den Paten: Friedrich August zu Harbke, Georg Philipp zu Sandersleben, Georg Philipp zu Destedt und Frl. Juliane Charlotte), s zu Bartensleben 29. 9. 1827, Domherr auf Groß - Bartensleben, Alleringersleben und Glentorf. Er stand nach dem Tode des Vaters unter Vormundschaft seiner tatkräftigen Mutter. Diese erkaufte mit ihrem Vermögen in der westfälischen Zeit den vorher dem Kloster Marienberg gehörigen Klosterhof Mvo».'lcben und außerdem von ihrem Vetter den sogenannten Moorsleber Wald, welcher 304 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Rittergutsqualität besaß. Hierdurch entstand das Rittergut Moorsleben, welches, weil es mit v. Redenschem Gelde erworben war, nach dem kinderlosen Tode von Georg Friedrich Wilhelm au die v. Redeu zurückfiel. 13. S. 1778 wurde er mit seinen Vettern vom König Georg III. belehnt mit den Lehen von Lütgeu- und Groß-Ahlbrok zum Gosenwinkel mit 5 Höfen, Zehnt, Gericht, Forst ?c., wie solches die v. Bartensleben gehabt; von ihnen, nämlich von Gebhard Weruer v. Bartensleben, hatte Heinrich Adrian den Gosenwinkel erkauft. Die Güter wurden 3. 12.1864 allodisiziert. 24. 9. 1822 wurde er mit dem Erbküchenmeisteramt belehnt. Er lebte wie ein Einsiedler, vermachte sein nicht unbedeutendes Allo- di alvermögen (ca. 80000 Thlr.) seinen Vettern aus dem Hause Destedt mit der Bestimmung, daß sie es zum Ankauf eines Familiengutes für sich verwenden sollten. Dies geschah, indem Wilhelm (Nr. 512) 1832 das ursprüngliche Stammgnt Veltheim a. d. Ohe als ein Familienstammgut für sich und feine Brüder wieder erkaufte. Ihm ist die Leichenpredigt des Ernst Adrian 1767 gewidmet. 455. Philipp Karl August, S. des Heinrich Adrian (Nr. 406) nnd der Wilhelmine v. Reden, * zu Glentors 30. 7. 1754 (unter den Paten: Frl. Antoinette v. Veltheim, Stistsfrl. in Passinghauseu (Nr. 394). Von ihm ist nur bekannt, daß er 1767 der Rechte beflissen war. Ihm ist die Leichenpredigt von Ernst Adrian Friedrich (Nr. 453) gewidmet. 456. Christian Werner, S. des Heinrich Adrian (Nr. 406) uud der Wilhelmine v. Reden, * zu Bartensleben 3. 9. 1757, f daselbst 25. 2. 1767 laut seiner Leichenpredigt. Er konnte im 4. Jahre deutsch und lateinisch lesen uud hatte trotz seiner jungen Jahre die Bibel durchstudiert. 457. Elisabeth Sophie Maria Juliane, T. des Anton Ulrich (Nr. 412) und der B enedikta v. Negendank, * 5. 2. 1736 zu Destedt (bei der Taufe war die Herzogin August Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg als Gevatterin gegenwärtig), -f- 22. 6. 1773. Ehemann: 22. 7. 1755 Eckard Heinrich v. Stammer auf Westorf, Brannschweigifcher Generalmajor. 458. Joachim Adolf Werner, S. des Anton Ulrich (Nr. 412) und der Benedikte v. Negendank, * zu Destedt 11. 4. 1737, -s- 22. 3. 1738. 459. Gebhard Werner, S. des Anton Ulrich (Nr. 412) uud der Benedikta v. Negendank, * zu Destedt 23. 6. 1738, f 1743. Elftes Kapitel. Die zehnte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 305 460. August Wilhelm, S. des Anton Ulrich (Nr. 412) und der Bene- dikta v. Negendank, * zu Destedt 7. 11. 1739, -j- in Seesen 1741. 461. Maria Sibylla, T. des Anton Ulrich (Nr. 412) und der Bene- dikta v. Negendank, * zu Destedt 16. 4. 1741, -j- 1743. 462. Karl, S- des Anton Ulrich (Nr. 412) und der Helena Benedikta v. Negendank, s 12. 10. 1811, Braunschweigischer Regierungsrat in Blankenbnrg. Gemahlin: Maria Charlotte Konstantia Ernestina v. Heringen, * 1774, f zu Helmstedt 3. S. 1847, T. des Gustav Adolf auf Uftrungen und der Johanila Ernestine v. Heringen a. d. H. Uftrungen. Hans Susanna Emst Anna Hans Susanua N. N. Kaspar Sophie Hartwig Sabine Kaspar Sophie v. Geusau. v. Hev. Hartitzsch Gottlob v. Arnim, v. Hev. Hartitzsch ringen auf a. d. H. v, Legat, T. des ringen auf a, d. H. Gcoß- Hansdorf, S. des Georg Groß- Hausdorf, Mehlra u. Zollwitz n. Hartwig Abraham Mehlra, Zollwitz n Otten- Kalten- Leberecht und der Otten- Kalten- hausen. born. und der Anna hauseu und boru. Sophie Sophie Uftrungen. Auguste v. PannV.Krosigk, witz. Landrat auf Staß- furt, 1- 12. 3. 1730. Anton Günther Charlotte Sophie Johann Georg Ernst Johanne Elisabeth v. Heringen, v. Legat. 0. Heringen, v. Geusau Stolbergsch er Oberhos- Rittmeister a. D. a. d. H. Uftrungen. meister in Uftrungen. ans '/z Uftrungen. Swlberg 1714. Uftrungen 14. 9.1731. Gustav Adolf v. Heringen Johanne Ernestine v. Heringen aus Uftrungen?c., a. d. H. Uftrungen, Stallmeister in Werniaerode, f zu Jlseuburg 24. 2.180L im 74. Jahre "3 12.1718, f17. 7. 179S. (»I. im Mai 1895). Maria Charlotte Konstantia Ernestina v. Heringen, * 1774 f zu Helmstedt 3.5.1847; mar.: Karl v. Veltheim, -j-12.10.1810. Kinder: 1. N. N. (Nr. 48g), 2. Georg Albert Karl (Nr. 490). Das Wejchkchl v. Beilhewi, Gräfin Adelheid, T- des Gr. August Ferdinand (Nr. 429) und der Philippine Friederike v. d. Bussche, * zu Zederfeld 2. 1. 1774. f 13. (12.) 1. 1821. Ehemann: zn Harbke 18. 11. 1794 Frh. Otto Karl Friedrich Heinrich (Nr. 48V). 1794 erschien zu Helmstedt: Weissagender Schwa nengesang vom alten Barden Ottokar im Dienste Achacii v. Veltheim, gesungen am Tage Hesichii (18. 11.) 1544, herausgegeben von Jnstns v. Schmidt gen. Phiseldeck, der Gesang zu Ehren Ferdinands Klfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. g,) Die schwarze Linie. 463. Gr. Friedrich Adolf, S. des Gr. August Ferdinand (Nr. 429) und der Ph ilippine Friederike v. d. Bussche. Er starb zu Zellerfeld, sein Leichnam wurde 1778 mit dem Leichnam seiner Mntter nach Harbke überführt und dort im Erbbegräbnis beigesetzt. Zwölftes Kapitel. Zwölftes Kapitel. Die elfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 307 und zur Seite steht ihm Frl. Adelheid. — Reden, bei der Rückkehr von Harbke nach Destedt 27. II. 1794 gehalten und gedruckt, liegen im Staatsarchiv zu Wolfenbüttel. 465. Gr. Nötiger, S. des Gr. August Ferdinand (Nr. 429) und der Ottilie Henriette v. Arnim, * zu Harbke 25. 1. 1781 (bei seiner Taufe standen 45 Gevattern, unter ihnen die verwitwete Herzogin von Braunschweig geb. Prinzeß von Preußen, die regierende Herzogin von Braunschweig geb. Prinzeß von England, die Herzogin von Kurland geb. Prinzeß von Sachsen, die Prinzessin von Württemberg geb. Prinzeß von Braunschweig und Herzog Ferdinand von Braunschweig), -f- daselbst 27. 3. 1848 wenige Stunden nach dem Tode seiner Gemahlin (erschoß sich in politischer Verstimmung, aber auch, weil er ohne seine Gemahlin nicht leben mochte), Majoratsherr auf Harbke, Aderstedt, Groppendorf, des in Braunschweig belegenen, die Rechte eines Rittergutes genießenden Erbküchenhofes und des gegen Abtretung von Aderstedt erworbenen Klosters Neuendorf, Erbküchenmeister des Herzogtums Braunschweig, Erbmarschall des Herzogtums Magdeburg. Ritter des Roten Adler-Ordens 2. Kl. mit dem Stern und des Johanniter-Ordens, Kommandeur des Kgl. Großbritann.-Hannöverschen Guelphen-Ordens, ein hervorragend großer Hippologe. Durch den Verkehr seines gelehrten Vaters mit den Professoren des dem Rittergut Harbke benachbarten Helmstedt wurde er von Jugend auf geistig angeregt. Sein großes Vermögen gestattete ihm, ganz seinen Neigungen zu folgen, die sich auf das Landleben und auf Reisen richteten und ihn bewogen, dem Staatsdienste ferne zu bleiben. Namentlich hatte die Pferdezucht Interesse für ihn, so daß er sich mit ihr sowohl praktisch wie theoretisch beschäftigte. Außer zahlreichen Aufsätzen in deutschen und englischen Fachzeitschriften schrieb er ein Aufsehen erregendes Buch: Bemerkungen über die englische Pferdezucht mit Beziehung ihrer Grundsätze auf die Veredelung des Pferdegeschlechts in Deutschland, in welchem er auf Grund einer 1818 nach England und Frankreich unternommenen Reise die deutsche Pferdezucht nicht auf die Fortpflanzung durch das englische Vollblut begründen wollte, sondern für die Zwecke derselben die Errichtung von Gestüten empfahl, in denen orientalische Hengste und Stuten aufgestellt werden sollten. Durch das Testament des Gr. August Ferdinand (Nr. 429) war dessen ältestem Sohne Röttger der alleinige Besitz aller von ihm nachgelasseneu Familiengüter zugefallen. Durch die westfälische Gesetzgebung war das von dem Vater und Großvater des Grafen Röttger gestiftete Familien- fideikommiß aufgehoben. Gr. Röttger erhielt 5. 3. 1814 durch Kabinettsordre die Erlaubnis zur Erneuerung desselben. 14. 11. 1814 wurde von 20* Zgg Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. sämtlichen Gliedern der schwarzen Linie ein höheren Ortes bestätigter Familienbeschluß gefaßt und 20. 1. 1820 schloß er mit seinem Bruder eiuen Familienvertrag über die Unteilbarkeit der gräflichen Güter und über die Nachfolge im Majorat. Der Beschluß wurde vom König Friedrich Wilhelm III. 17. 6. 1822 bestätigt. Da auch die in den Güterverhältnisfen durch die neuen Gesetzgebungen hervorgerufenen Veränderungen in Hinsicht der Familiengüter neue der Zeit angemessene Maßnahmen erforderten, so wurden diese auf Veranlassung des Gr. Röttger als Seniors in einem Familienschlusse, welcher einen Znsatzvertrag zu dem älteren Familienvertrag des gesamten Geschlechts enthielt, 29. 6. 1838 von den sämtlichen Familiengliedern verabredet und geschlossen. Dieser Beschluß wurde 8. 7. 1841 vom König Friedrich Wilhelm IV. nnd 4. 12. 1841 vom Herzog Wilhelm von Braunschweig, endlich 4. 4. 1843 vom Herzog Heinrich zu Anhalt-Köthen bestätigt. 1802 erlangte er die vsnia aczwtis und trat, nachdem er seine Studien zu Helmstedt und Göttingen vollendet hatte, den väterlichen Nachlaß an. 2. 2. 1803 bittet er um einen Urlaub zu einer größeren Reise. In der westfälischen Zeit wurde er zum Cantonmaire des Kantons Harbke ernannt. Er wurde bei der 16. 10. 1840 dem König Friedrich Wilhelm IV. gele isteten Huldiguug für sich und seine Nachfolger im Besitz des Majorates Harbke mit dem Erbmarschallamte im Herzogtum Magdeburg beliehen. 16. 3. 1841 wurde er belehnt mit den Renten und Stücken zu Hei- ligeudors, Hanstedt zc. Vorzüglich beschäftigte ihn die Verbesserung und Verschönernng von Ha rbke, welches er in Rücksicht der Kultur der Äcker und Wiesen, der Viehzucht, der Forsten und Gärten auf einen vorher nie erreichten Grad der Vollkommenheit erhoben hat. 1803 verwandelte er den neueu Lustgarten in eine englische Anlage. Es verschwanden die bis dahin noch vorhandenen geschnittenen Hecken. In demselben Jahre führte er die dem Garten gegenüber gelegene Wassermühle neu und massiv auf. Seine zu Braunschweig belegenen, zu Harbke gehörigen zwei Häuser au f dem Burgplatz Nr. 47 und am Papensteige Nr. 28323 verkaufte er 1805 für 15 000 Taler an den Kammerherrn Heinrich Friedrich auf Deftedt. Dafür erwarb er für 20500 Taler ein ueuerbautes Haus am Bohlmege, auf welches Herzog Karl Wilhelm Ferdinand die Rechte des Erbküchenhofs übertrug. 1809 ließ er den großen Papenbufch ausroden und widmete das dadurch gewonnene Kapital zur Verbesserung teils der Pfarre, teils des Psarrwittums. Zwölftes Kapitel, Die elfte Stammreihe nach der Teilung der Linien, 809 1818 erwarb er 200 Morgen an sein Revier grenzenden Forst von Sommerschenburg und erlauschte den Dickeberg gegen ungünstiger gelegenes Forstland. 1822 ließ er^das alte baufällig gewordene Bibliotheksgebäude abbrechen und ein neues Gebäude aufführen, in welchem die von ihm bedeutend vermehrte Bibliothek in einem geschmackvoll eingerichteten und schön dekorierten Saale ihre Aufstellung erhalten hat. Auch ist es sein Verdienst, daß in den Jahren 1827 — 1836 die Separation zustande kam. Erst hierdurch wurde die Landwirtschaft des Rittergutes derart gehoben daß sie einen Reinertrag abwarf. Durch die Separation wurde das Gut arrondiert uud für viele Liegenschaften das Eigentumsrecht festgestellt. Die allgemeine deutsche Biographie, welche in Band 39, S. 594 und 595 seineu Lebenslauf bietet, rühmt ihn besonders wegen seiner Verdienste als Hippologe. ux.: I. 14. 12. 1803 Sophie Friederike Wilhelmine Luise v. Lauterbach, * 7. 10. 1784, -s- 24. 11. 1801 (1806 geschieden und wieder vermählt 16. 8. 1806 mit dem Fürsten Wilhelm Malte zu Putbus), T- des Senators und Kaiserl. Rates zu Frankfurt a. M. Johann Christoph v. Lauterbach und der Susanne Elisabeth v. Hindermann. II. 26. 3. 1808 Charlotte Antoinette Friederike v. Bülow, T. des Johann Julius Franz anf Beyenrode und der Lisette v. Veltheim a. d. H. Destedt, * 6. 7. 1781, -j- 27. 3. 1848, vor ihrer Vermählung Hofdame der Prinzessin von Braunschweig (s. Ahnentafel). Tochter: Ottonie (Nr. 491). 466. Gr. Werner. S. des Gr. August Ferdinand (Nr. 429) und der Ottilie Henriette v. Arnim, * auf dem Küchenhof zu Braunschweig 18. 2. 1785, 1° 5. 6. 1860 auf Harbke, Erbküchenmeister des Herzogtums Brauu- schmeig, Erbmarschall des Herzogtums Magdeburg. 16. 4. 1806 bittet er, zum Jagdjunker ernannt zu werden, da er nunmehr, nachdem er auf der Universität Kameralia studiert habe, sich dem Forstfach widmen wolle7 310 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Er war eine Zeitlang im Dienste des Königs Jerome, quittierte aber bald diesen Dienst und lebte dann Jahre lang in Lnklum als herzoglicher Förster, ein einfaches kleines Forsthaus am Ende des Dorfes bewohnend nnd treue Nachbarschaft mit Destedt unterhaltend. 1818 wurde er Forstmeister in braunschweigischen Diensten lind nach der Vertreibung des Herzogs Karl 1830 an die Spitze des Staatsministeriums gestellt; ihm sielen zumal die Repräsentationspflichten zu, auch als Oberjägermeister bekleidete er im Hofdienst eine sehr angesehene Stellung; Großkreuz des Guelphen-Ordens/des Ordens Heinrichs des Löwen, des Roten Adler-Ordens 1. Kl. und ^ des Johanniter-Ordens. Er trat 1848 vom Staatsleben denau°ererbt hatte, belehnt. Graf Lindenau war der Ehemann von der Schwester seiner Mutter. Die allgemeine deutsche Biographie, welche Band 39 seine Lebensbeschr eibung bietet, rühmt seiue humane und vornehme Geschäftsordnung. Er wurde als Letzter in der Familiengruft zu Harbke beigesetzt, in der auch seine beiden ersten Gemahlinnen ruhen. Seine Töchter Mechtilde und Arm gard schlössen das Gewölbe durch eine Marmorplatte mit der Inschrift: Er loschen im Mannesstamme mit Werner Graf v. Veltheim. Eine mächtige Steinplatte am Boden der Kirche zu Harbke hält das Andenken an den Letzten der gräflichen Linie in der Gemeinde wach. Seine Urenkelin Wal- trant v. Oelsen hat ihm in den „Ahnensagen" ein Denkmal in dem Gedichte „Vision" gesetzt. Zwölftes Kapitel. Die elfte St-nmnreihe nach der Teilung der Linien. ZU Graf Werner erbaute 1848, um den Einwohnern von Harbke, welche in dem bewegten Jahre treu zur Familie gehalten hatten, Arbeit und Verdienst zu bieten, nach einem von seinem genialen Sohne Karl entworfenen Plane den Turm im Garten. An ihm befindet sich das Gräflich v. Velt- heimsche und das v. Briefensche Wappen mit der Inschrift: Neu schuf ich hier Altes, Doch auch das Neue wird alt Und vergeht wie das Alte verging, Nachkommen sorget nun Ihr, Daß nicht zu früh es geschieht. Gemahlin: I. 24. 9. (10.) 1810 Wilhelmine v. Adelebsen, T. des Franz auf Adelebsen und der Luise v. Münchhausen, * 15. 4. 1791, f, 28. 8. 1811 (s. Ahnentafel). II. 10. 12. 1812 deren Schwester Adelheid Melnsine v. Adehebsen, * 14. 6. 1795, f 4. (»1. 24.) 2. 1823. Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. III. 3. 8. 1824 Karolinc Henriette Emilie v. Briesen a. d. H. Klitschen, T. des Karl Wilhelm Gotthelf auf Kobershain und der Karoline Luise v. Praunberg, * 29. 3. 1801, -s- 13. 2. 1869. Kinder: 1. Gr. Othrave (Nr. 492), L. Gr. Bernhard (Nr. 493), 3. Gr. Albrecht (Nr. 494), 4. Gr. Hans (Nr. 49S), ö. Gräfin Mechtild (Nr. 496), 6. Gräfin Armgard (Nr. 497), 7. Gräfin Adelgunde (Nr. 498). 467. Gräfin Klara, T. des Gr. August Ferdinand (Nr. 429) und der Ottonie Henriette v. Arnim, * zu Harbke 13. 6. 1790, 11. 2. 1838. 468. Gräfin Marianne Albertine, T. des Gr. August Ferdinand (Nr. 429) und der Ottonie Henriette v. Arnim, ^ im Küchenhof auf der Burg zu Braunschweig 26. 2. 1794, f 1844. Ehemann: zu Destedt 26. 2. 1812 Franz v. Veltheim (Nr. 474). 469. N. N., T. des Pilipp Karl ( Nr. 432) und der N. N. v. Krebs. Ehemann: Heinrich Wilhelm Büchner, Pastor. 470. Elisabeth Luise Wilhelmine Albertine, T- des Karl Christian Sep timus (Nr. 434) nnd der Friederike Albertine v. Pannewitz, * zu Berlin 22. 6. 1778. Bei ihrer Taufe unter den Gevattern: die Königin, die verwitwete Prinzessin von Preußen, die Kronprinzeß von Preußen, die Prinzessin Amalie von Preußen, die Gemahlin des Prinzen Heinrich, die Gemahlin des Prinzen Ferdinand, die Prinzessin Friederike, Prinz Ferdinand von Preußen, des Prinzen Friedrich ältester Sohn, die Minister Gr. Finkcnstcin, Fürst, Gr. Schulenbnrg und v. Heynitz. Ehemann: Johann Lndwig v. Westphalen, Landrat anf Hermes- Hagen, * 11. 7. 1770. 471. Karoline Fricderike, T- des Karl Christian Septimus (Nr. 434) und der Friederike Albertiue v. Pannewitz, * in Berlin 9. 8. 1780, f 29. (al. 30.) 6. 1845. Zwölftes Kapitel. Die elfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. Z1Z Ehemann: zu Daubitz bei Rothenburg 25. 4. 1822 Ferdinand Gr. v. Einsiedet, Kgl. Prenß. Berghauptmann der Provinz Schlesien, Domherr zu Havelberg, * 11. 1. 1775, -j- 23. 6. 1833. 472. Luise, T. des Karl Christian Septimus (Nr. 434) und der Friederike Albertine v. Pannewitz, * 1782, f 2. 3. 1789. Ehemann: Landrat v. Röder auf Daubitz iu Schlesien. 473. Maria Anna Albertine, T. des Karl Christian Septimus (Nr. 434) und der Friederike Albertine v. Pannewitz, * zu Ostrau 22.3.1784. 474. Franz Wilhelm Werner, S. des Karl Christian Septimus (Nr. 434) nnd der Friederike Albertine v. Pannewitz, * zu Rothenburg a. S. Gemalt von o. Kügelgen (im Schlosse zu Ostrau). Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 10. 11. 1785, 7 zu Schönfließ 31. 12. 1839, Oberberghauptmann und Chef des gesamten Berg- und Hütteuwesens auf Ostrau, Kösseln und Groß- Wcißand, Ritter des Noten Adler-Ordens 2. Kl. mit dem Stern und mit Eichenlaub und des Eisernen Kreuzes 2. Kl. am weißen Bande. Nach Besuch eines Gymnasiums in Berlin und nach Beendigung der vorbereitenden praktischen Beschäftigung in den Bergwerken der Umgegend seiner Vaterstadt-und Schlesiens bezog er 1805 die Bergakademie Freiberg 2 Jahre lang uud ging zur Vervollständigung seiner Ausbildung nach Göttiugen, von wo er als Divisionssekretär bei der Bergmannschaft nach Rothenburg berufen wurde. 1810 im Alter von 24 Jahren, als die Administration des Berg-, Hütten- und Salinenwesens im vormaligen Königreich Westfalen nen organisiert wurde, als Oberiugenieur und Oberbergmeister zu Eislebeu bei der Berghauptmannschaft der Elbdivision angestellt, legte er den Grund zum erneuten Aufblühen des berühmten Mansfelder Bergbaues. Durch Bildung eines freiwilligen Pionierkorps im Herbste 1813 griff er in der schweren Kriegszeit in den Gang der politischen Ereignisse ein, indem er aus den Beamten und Arbeitern seines Mansfelder Bergbezirks ein Pionierbataillon bildete, das er bei Preußens Erhebung dem Könige Friedrich Wilhelm III. zuführte. Das alte fast vergessene Mansfelder Pionierlied möge hier in Erinnerung gebracht werden: Als Veltheim uns zusammenrief, Mansfelder Pionier' sind stark: Da ging's mit Bonaparte schief. Zu Hilfe kommt die Grafschaft Mark;°) Er ward mit seiner ganzen Macht Markaner sind dem König treu, Geschlagen in der Völkerschlacht. Markaner stehn uns alle bei. Der König schickt den Biederstem, Der Schlägel und das Eisen ruht, Der kam zurück aus Kaub am Rhein, Uns alle treibt der Kriegesmut; Wo er die große Brücke schlug, Wohl tapser sind wir Pionier', Die unser Heer nach Frankreich trug. Für unsern König fechten wir. AIS uuser Hauptmann zu uns stieß, Gewöhnet an den dunklen Schacht, Kam er geritten aus Paris: Erschreckt uns keine Grabesnacht; Das Vaterland ward wieder frei, Im Schoß der Erde ruht das Erz Des Krieges Elend war vorbei. Und treuer Väter deutsches Herz. Nun geht's in Frankreich wieder los, Bis wir versenkt im kühlen Grund, Wir sehnten uns nach Ordre bloß/) Vereinigt uns der Bruderbund; Die hat der Genral Rauch diktiert, Die Preußen teilen Freud und Leid Da sind wir lustig ausmarschiert. Von nun an bis in Ewigkeit. 1) Durch den Friedensschluß vom 30. Mai 131.4 war die Auflösung des Mane- selder Pionierbataillons nicht erfolgt; zwei Kompagnien blieben in Magdeburg, je eine in Minden nnd in Erfurt. 2) Die Kompagnien wurden wohl verstärkt durch Bergleute aus der Grafschaft Mark, oder das Mansfelder Bataillon wurde unter dem Feldmarschall Blücher mit den am Rheiu befindlichen Feldpionierbataillonen vereinigt. Zwölftes Kapitel. Die elfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 815 Aber sein Wunsch, sie selbst ins Feld zu führen, wurde nicht erfüllt, da man höheren Ortes seiner bei der höheren Leitung des Betriebs der Berg Werksangelegenheiten nicht entbehren mochte. Er erhielt aber wegen des bei Bildung senes Pionierbataillons bewiesenen Eifers und seiner schweren dargebrachten patriotischen Opfer das Eiserne Kreuz am weißen Bande. Als 1815 die neue Organisation in den preußischen Provinzen links der Elbe eintrat, wurde er 1816 bei dem zu Halle gebildeten Niedersächsisch - Thüringischen Oberbergamte zum Direktor und Berghauptmauu an das Oberbergamt zu Halle befördert, wo er 20 Jahre lang sehr segensreich wirkte. Er belebte neu den dem Erliegen nahen Steinkohlenbergbau zu Wettin und Löbejün. Vermöge seiner amtlichen Stellung hatte er die genauesten geologischen Kenntnisse von den Verhältnissen der Erd- und Gebirgsschichten im Bereiche dieses seines Departements erlangt uud dadurch die Überzeugung von dem Vorkommen von Steinsalzlagern in den beiden dies Departement von der Elbe ab westlich auf beiden Seiten des Harzes durchstreichenden 316 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Mulden sowie von dem großen Vorteile gewonnen, der jedenfalls den Salinen allein schon ans dem Erbohren dieser Steinsalzlager erwachsen werde. Von seinen literärischen Werken sind besonders hervorzuheben: Mineralogische Beschreibung der Gegend von Halle 1820, Über das Vorkommen von gangsörmigen Lagerstätten 1823, Betrachtung einiger wichtiger Erscheinungen in dem Verhalten der Salzquellen von Schönebeck 1824, Über den Granit des Harzes 1826, Über metallische Fossilien des Mansselder Kupferschiefers 1827, Geoguostische Beschreibung des Regierungsbezirkes Merseburg 1836, Über das Vorkommen von Bergteer in Norddeutschland. 1833 wurde er als Oberberghauptmann des gesamten preußischen Montanwesens nach Berlin berufen und zum Mitgliede des Staatsrates ernannt. Er ordnete umfassende Bohrversuche in der Nähe der verschiedenen Salinen an. In die Zeit, während welcher er als Chef dem gesamten Berg-, Hütten- und Salinenwesen vorstand, fiel auch der Anfang der Eisenbahn- unternehmungen, und in der Erkenntnis der Wichtigkeit, sich wegen Beschaffung der Eisenbahnschienen von England zu emanzipieren, ließ er zuerst auf dem Königlichen Eisenwerke Köuigshütte in Oberschlesien die znr Herstellung von Eisenbahnschienen erforderlichen großen Walz- und Streck- und andere Werke errichten, welche vollkommen dem Zwecke entsprachen und andern dergleichen Werken zum Muster dienten, wie insbesondere auf der benachbarten gewerkschaftlichen Laurahütte gleiche Werke augelegt wurden. Es war ihm wegen eines schweren körperlichen Leidens nur wenige Jahre (bis 1839) vergönnt, zur Förderung des Bergwesens in umfassender Weise tätig zu sein. Er wird als ein vortrefflicher wie wissenschaftlich gründlich gebildeter Montanist allgemein anerkannt. Seine Brust zierten viele und hohe Orden. Seine und seines Bruders Vermögensverhältnisse hatten sich durch die ihuen zugefallene v. Pannewitzsche Erbschaft der in der Mark gelegenen Forstgnter Schöufließ, Stolpe nnd Glienicke günstiger gestaltet, so daß es ihnen bei ihrer Solidität und großen Sparsamkeit möglich wurde, ihr altes Familiengnt Ostrau, sowie das durch den Tod ihres Onkels Philipp (Nr. 432) freigewordene Gut Groß-Weißand zu übernehmen. Er übernahm, ohne seine amtliche Stellung aufzugeben, die beiden letztgenannten. Nächst der Bewirtschaftung von Ostrau, welches immer mehr in Flor kam, widmete er sich besonders dem Garten, welcher ihm den schönsten Teil seiner Anlagen verdankt. Hier in ländlicher Zurückgezogenheit erholte er sich von seinem anstrengenden Dienste, ganz dem ihm innewohnenden Hang zum Naturleben sich hingebend. Oft sah man die hohe Gestalt die Schattengänge des Parkes durchwandeln oder auf seinem Lieblingsplatze mit dem Blick auf das Schloß und der Aussicht nach dem Petersberge verweilen Zwölftes Kapitel. Die elfte Stammreihe »ach der Teilung der Linien. ZI? Für die Vornehmheit seiner Gesinnung ist es bezeichnend, daß er bei der größten persönlichen Einfachheit und Beschränkung nach, außen hin eine derartige Freigebigkeit übte, daß er z. B. in den letzten Jahren seiner Amtstätigkeit keinen Gehalt mehr annahm und seine eigenen Beamten überaus günstig stellte. Bei seiner Anspruchslosigkeit bewohnte er in dem großen Schlosse nur den Seitenflügel, die „Oberberghauptmannsstuben", die spätere Wohnung der Hauslehrer, bis er die dem Schloß gegenüberliegende Inspektor- Wohnung bezog. Auch veranlaßte er, daß das schadhaft gewordene prunkhafte flache Dach mit einem schlichten Ziegeldache vertauscht wurde. Au seinem Lieblingsplatz im Parke zu Ostrau errichtete ihm und seiner Gemahlin sein jüngster Sohn Ludolf ein bescheidenes Denkmal. Seine Lebensbeschreibung in der allgemeinen deutschen Biographie Bd. 39, S. 555 — 587. — v. Oelsen in den Ahnensagen hat ihm ein Gedicht gewidmet: „Lied der Mansselder Bergleute". — H. Schrader: Das Mans- felder Pionier-Bataillon in den Befreiungskriegen. Eisleben 1891; mit dem Bild des Oberberghanptmanns. Gemahlin: 1816 Marianne Gräfin v. Veltheim (Nr. 468). Sie war, erzogen von ihrer älteren unvermählt gebliebenen trefflichen Schwester Kläre, lebhaften, poetisch und künstlerisch angehauchten Geistes. Man erinnert sich, daß sie bei der Restauration des Gartensaales auf einer Leiter stehend die Angaben zur Herstellung des abgebröckelten Stuckes am Plafond bestimmte. Entzückend war ihr melodisch flötenartiges Pfeifen, bei dem sie sich auf dem Klavier begleitete, und das die Vollendung erreichte, wenn sie sich darin mit ihrem Bruder Werner vereinigte. Jugendliche Frische, sprudelnder Witz, Anmut und kindliche Unbefangenheit, die ihr noch im Alter eigen waren, wo sie am liebsten mit der Jugend verkehrte, waren die Züge ihres Wesens, die auch auf ihre Kinder sich ver- Z18 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. erbten. — Noch an seinein Ende empfahl der zartfühlende Ehemann sie noch besonders der Sorge und Rücksicht seines Bruders. — 1843 wurde sie mit der Hälfte von Auerbachs Hos in Leipzig, die sie vom Grafen Karl Heinrich August v. Liudenau ererbt hatte, belehnt. Kinder: 1. Maria (Nr. 499), 2. Klara (Nr. 600), 3. Werner (Nr. SN), 4. Sophie (Nr. 50S>, 5. Franz (Nr. S03), 6. Burchard (Nr. 504). 7. Anna (Nr. 5V5), 8. Lndolf (Nr. SV6). — Nach der Lebensgeschichle Werners v. V. von A. v. Krosigk noch 4 früh verstorbene Kinder. Karl Achaz, S. des Karl Christian Septimus (Nr. 434) und der Friederike Albertine v. Pannewitz, * zu Ostrau 11. 8.1787, -f- zu Schönfließ 2. 6. 1859, auf Schönfließ mit Stolpe und Glienicke, Königl. Preuß. Major und Kommandeur des 1. Berlinischen Garde-Landwehr-Bataillons, bei Wawre, wo er mit heldenmütiger Tapferkeit eine Brücke verteidigte, war er schwer verwundet worden. Ritter des Eisernen Kreuzes 1. Kl. und des Hohenzolleru- fchen Hausordens. Mitbesitzer von Ostrau, Kösseln und Groß- Weißand. In der offiziellen Ordensliste „der Besitzer des Eisernen Kreuzes der ersten Klasse" von 1817 wird Karl Achaz wnnderlicherweise als „v. Felden, bei Liguy dekoriert", angegeben. Wie in ihrem Berufe, so erwiesen sich die beiden Brüder auch tüchtig in ihren Privatangelegenheiten. Gemahlin: zu Torgelow 10. 3. 1820 Sophie Karoliue Elisabeth Luise Amalie v. Behr-Negendank, * zu Torgelow 2. 7. 1791, zu Schönfließ 13. 4. 1836, Besitzerin von Schönfließ und Stolpe seit dem 1825 erfolgten Tode ihres mütterlichen Oheims, des Nitterschastsdirektors und Domherrn v. Pannewitz, T. des Ulrich Philipp auf Torgelow und der Sophie Margarete Albertine v. Eickstedt. 475. Zwölftes Kapitel. Die elfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. Zig !S ' N cO ^ -X- ^ s' 's' - ? S ^ .ZS ' ^ co ^ -T cO ^ c^i Z ^s> -AZ N >c5 S IO T-l- Sj 2S.10.1663. A G SZ « « ZN L Z >v s Zs « » s zu ^ s Sj s? ilz> G L-? S - D ^ ZZ s c?z S ^ 'S « H 2 .LZ <Ä N t?! « 2'Z cü s cN « ZZ ^ !-» G L2) u 'S »K S «> 'S s L SZ'rj Q 's R ö? G s L ^ ^SLS c: c- r: L O . Ki » ZM Z-^ G ». « .«. «ö? "l'? c7Z « ^z <152 <^> '- K Z L « »-» M N-Z ^ 5 «K A T N -X- ^ S?Z " -n «N — S 's Z czs? . cn -4-« (XI « »- K S! Joachim Vivientz v. Behr, "18.11. 1669, V L6. 3. 1736. Marie Hedwiq Wilhelmine v. d. Lancken, " 2.2. 1693, f ö. S. 1714. Gr. Friedrich Wilhelm v. Eickstedt- Peters- wald, auf Gellin ic., * 7.12. 1704, f 10. 4. 1772. Dorothea Hippolyta v. Negen- dank, " 4. 7. 1711, f 14. 10. 1740. Georg v. Eickstedt auf Roth.- Klempe- now, Oberst, " 13. 2. 1688, 1' 18. 4. 17S3. Margarete Dorothea v. Vieregge a. d. H. Zapken- dorf. *9.11. 1696, f 18.1. 1766. N. N. v. Wacke- nitz. 17. 7.1709. 14. 6. 1733. Karl Angust v. Behr- Negendank, -»2. 2.1714, -j-17.11.1786. Sophie Helene Eleonore Gräfin v. Eickstedt- Peterswald, * 22. 2. 1735, f 22. 3. 1813. Georg v. Eickstedt auf Rothen-Klempenow, * 24. 6. 1730, f 25. 11. 1807. Eleonore Jlfabe v. Wackenitz, f II. 9. 1783. 6.11.1750. 18. 5.1765. Ulrich Philipp v. Behr-Negendank auf Torgelow ?c., * 2. 9. 1759, f 13.12.1817. Sophie Margarete Albertine v. Eickstedt, »8.11.1769, f19.1.1841. 30. 3.1787. Sophie Karoline Elisabeth Luise Amalie v, Behr-Negendank, * 2.7.1791, f 2. 6.1859; mär.: 10.3.1820 Karl Achaz v. Veltheim, » 11.8.1787, f 13. 4.1836. 320 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 476. Friederike Albertinc, T. des Karl Christian Septimus (Nr. 434) und der Friederike Albertine v. Pannewitz, * zn Ostrau 23. 2. 1789, zu Rothenburg getauft, früh -j-. b) Die weiße Linie. 477. Charlotte Henriette Luise, T. des Johann Friedrich (Nr. 440) und der Luise Elisabeth v. Schütz, * zu Destedt 29. 7. 1762, -s- 2. 3. 1775. 478. Henriette Albertine Auguste Elisabeth, T. des Johann Friedrich (Nr. 440) und der Luise Elisabeth v. Schütz, * zu Destedt 22. 8. 1765. Ehemann: I. 12. 10. 1785 Börries Friedrich Wilhelm Freiherr v. Münchhansen-Hedwigsbnrg a. d. H. Oldendors, vormaliger Braun- fchweigifcher Oberhofmeister, R. des St. Joh.-Ordens, Großkreuz des Baden- schen Ordens der Treue, Domherr zu Kamin, * 1737, -s- zu Braunschweig 19. 11. 1810. II. Heinrich Karl Baron v. Barkhausen-Wiesenhütten, Hessen- Darmstädtischer Geh. Rat, 1" zu Frankfurt a. M. um 1819 (Ehegeld 15000 G). 479.. Luise Charlotte Auguste, T. des Johann Friedrich (Nr. 440) und der Margarete Dorothea Sidonia v. Münchhausen, * zu Destedt 22. 9. 1768, -f- 31.10.1851 zu Braunschweig, in der Gruft der Destedter Kirche beigesetzt. — 24. 5. 1791 erhielt sie eine Fräuleinstelle in Steterburg, seit 1804 war sie Eigentümerin des Grundstückes Wilhelmstr. 76 in Berlin, in welchem Bismarck 16 Jahre wohnte, bis er 1878 in das von der fürstlichen Familie Radziwil für den höchsten Beamten des Reiches erstandene Nebenhaus übersiedelte. Als Witwe lebte sie zuletzt in Braunschweig, war aber einen großen Teil des Jahres in dem von ihr so geliebten Destedt, wo sie als „Tante Alopäus" die größte Verehrung genoß. Als 1840 die neue Kirche gebaut wurde, stiftete sie 1000 Thlr. zur Anschaffung einer neuen Orgel. In ihrem Testamente vermachte sie ihre Möbel, zum Teil mit selbst angefertigten Stickereien versehen, als Fideikommiß für Destedt. Sie sind in den von ihr bewohnten Zimmern, den „Tante Alopäus-Stuben", ausgestellt. Ehemann: zu Destedt 11. 4. 1799 Maximilian v. Alopäus, Russischer Gesandter in Berlin, Preuß. Geh. Rat, Exz-, Mitglied des Reichs- kollegiums der auswärtigen Geschäfte, Ritter des St. Annenordens 1. Kl. und des Wladimirordens 2. Kl., Großkreuz, auf Below, Oftrow ?c. Zwölftes Kapitel. Die elfte Stammreihe nach der Teilung der Linie». 321 480. Otto Karl Friedrich Heinrich, S. des Johann Friedrich (Nr. 440) nnd der Margarete Dorothea Sidonia v. Münchhausen, * zu Destedt 22.5.1770, -s- 5. 6. 1803 auf Destedt, seit 23. 10. 1790 Braunschweigischer Kammer- junker, dann Braunschweigischer Kammerherr, Schatz- und seit 22.11.1790 Kammerrat. Im November 1799 wird er vom Herzog Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig abgesandt, um die Werdenschen Lehen vom Abt in Werden in Empfang zu nehmen. 1. 2. 1805 verkauft er das von seinem Vater gekaufte Haus auf dem Damm in Braunschweig an den Kammerherrn Leberecht v. Cramm auf Sambleben für 35000 Thlr. uud kauft 30. 4. 1805 vom Gr. Rötger (Nr. 465) das Haus am Burgplatz (jetzt Nr. 2) und das Haus am Papen- ftiege für insgesamt 15000 Thlr. Gemahlin: 18. 11. 1794 Gräfin Adelheid v. Veltheim (Nr. 464), * 2. 1. 1774, 1' 12. 1. 1821. Sie hatte die schweren Jahre der westfälischen Herrschaft zu ertragen, leitete aber mit männlicher Kraft und ungebeugtem Mute die Verwaltung der Güter und die Erziehung ihrer Kinder. Kinder: 1. Friedrich (Nr. 507), 2. Otto August (Nr. 508), 3. Hans (Nr. 509), 4. Hermann (Nr. 510), ö. Dorothea (Nr. 511), 6. Wilhelm (Nr. 5l2), 7. Karl Friedrich Rudolf (Nr. 513). 481. Dorothea Charlotte (al. Karoline) Elisabeth, T. des Johann Friedrich (Nr. 440) und der Margarete Dorothea Sidonia v. Münch- hauseu, * zu Destedt 29. 6. 1774, -j- zu Berlin 8. 5. 1811. Ehemann: 1803 zu Wiesbaden Gr. Friedrich v. Eyben, Konserenz- rat und außerordentlicher Holsteinischer Gesandter am Preußischen Hofe, Kgl. Dünischer Kammerherr, -j- 6. 11. 1825. 482. Charlotte, T. des Johann Friedrich (Nr. 440) und der Margarete Dorothea Sidonia v. Münchhansen, * zu Destedt 23. 10. 1776, f zu Brauuschweig 14. 3. 1852. Ehemann: zu Destedt 25. 10. 1796 Georg Karl v. Hohnhorst auf Hohnhorst, Herzogl. Braunschweigischer Oberhofmarschall und Oberkammerherr, -j- zu Braunschweig 21. 2. 1833. 483. Adolfine Elisabeth, T. des Johann Friedrich (Nr. 440) nnd der Margarete Dorothea Sidonia v. Münchhansen, * zu Destedt 4. 7. 1779, f 29. 6. 1828 in Wolsenbüttel. Ehemann: 20. 6. 1797 Oberforstmeister v. Löhneysen. Das Geschlechl v. üietthctm. 21 322 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an, 484. Karoline, T- des Johann Friedrich (Nr. 44V) und der Margarete Dorothea Sidonia v. Münchhansen, * zu Braunschweig 4. 9. 1783, f 9. 10. 1840. Ehemann: zu Destedt 25. 5. 1802 Ernst Franz Frh. Marschall v. Biberstein, Herzog!. Nassau-Usingischer Staatsminister und Geh. Rat, -f- zu Wiesbaden 22. 1. 1834. 485. Charlotte Henriette Wilhelminc Karoline Auguste Aguese Sophie Ulrike Dorothea, T. des Johann August (Nr. 452) und der Amalie Philippine v. Hugo, * 20. 1. 1791, 1' zu Marienberg 30. 5. 1846, Domina in Marienbera. 486. Johanna Friederike Albertine Dorothea Wilhelmine Karoline Sophie, T- des Johann August (Nr. 452) und der Amalie Philippine v. Hugo, * 27. 4. 1793, 1- zu Ebstors 8. 1. 1884 als Stiftsdame daselbst. 487. Friederike Auguste, T. des Johann August Oelsen, Nhnensagen,) 11. 8. 1839 warnt sein Vater in den Blättern daoor, seinem Sohne Bernhard Kredit zu geben. Dreizehntes Kapitel- Die zwölfte Stammreihe nach der Teilung der Linien Z27 494, Gr. Albrecht, S, des Gr. Werner (Nr. 466) und der Adelheid Melusine v. Adelebsen, ^ und -j- 1816. 495. Gr. Hans, S. des Gr. Weruer (Nr. 466) und der Adelheid Melusine v. Adelebseu, * zu Bcaunschweig 19. 7. 1818, -j- zu Harbke 5. 4. 1854, endete im Schloßpark sein Leben. Er besuchte von Ostern 1833 an das Obergymnasium und von Michaelis 1835 an das Lolls^ium Larolinum zu Braunschweig, das er 16. 10. 1837 mit dem Zeugnis der Reife verließ, studierte dann in Berlin Rechtswissenschaft, ging 1839 auf die Universität nach Göttingen und bestand 19.3.1842 das juristische Examen. 20.4.1842 wurde er Auditor, aber er konnte der Beamtenlaufbahn keinen Geschmack abgewinnen. Dazu kam, daß er nach seines Bruders, des Gr. Bernhard, Tode 1842 der Erbe des Majorates Harbke war. Um Land- und Forstwirtschaft kennen zu lernen, hielt er sich längere Zeit in Süpplinburg und Harzburg auf. 1. 1. 1843 wurde er Hofjunker, 1844 Kammerjunler, 1847 Kammerherr, aber er hielt sich fern vom Hofe. Dagegen unternahm er 1845 und 1847 große Reisen durch Tyrol und Dalmatien, über Prag, Wien und Trieft nach Italien und Sizilien. Er bestieg den Ätna, weilte in Genna, durchwanderte die ganze Alpenkette von Frankreich bis zum Salzkammergut und huldigte ohne alle sogenannten vornehmen Passionen literari- schen uud künstlerischen Interessen. Mit seinem Humor und scharfem, aber nicht boshaftem Witz war er ein hervorragender Zeichner und Maler, ein Meister auf dem Klavier, von gewinnender Liebenswürdigkeit, von hoher dichterischer Begabung mit einem Reichtum origineller Gedanken, eine allgemein beliebte Persönlichkeit. Er schrieb 4 Dramen: Seekönig, Schlendrian (von Burghard Frh. v. Kramm von neuem für die Bühne eingerichtet und mit Erfolg zur Aufführung gebracht), Die Erben der Zeit, endlich End und Anfang. Das Andenken an ihn hat Hans Herrig 1873 in einem Aufsatz: „Ein neuentdeckter Dramatiker" erneuert. Seine philosophische Weltanschauung war den schweren Schicksalsschlägen seines Hauses gegenüber nicht gewachsen. Mit seinen jüngeren Stiefschwestern lebte er in innigstem Verhältnis. Zu den körperlichen und seelischen Lasten, welche eine quälende Krankheit, die ihn von Jugendgenossen abgeschlossen uud ihn vereinsamt, auferlegte, war das Unglück in seiner Familie hinzugekommen. Hierzu trat die hoffnungslose Stimmung der Zeit. So erlag er trotz seines Strebens zur Heldeuhöhe edelster Selbstüberwindung den äußeren und inneren Einflüssen, die sich zu schlimmer Stunde wider ihn vereinten. Was seine Zeichnungen anbetrifft, so brachte der französische Gesandte aus Braunschweig von ihm eine Sammlung von 22 Karikaturen an den 328 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Hof nach Paris: HsIioAadale XIX orr dioZrapIus äu äix-usuviöms sisolo la ?rancs: äsäiö S, la Aranäs Nation en siZnö äs s^mpatkiö par un ^.Ilömariä, um anderer nicht zu gedenken. Was seine literarischen Werke angeht, so klagten schon vor einigen 30 Jahren Schriftsteller wie Eduard Grisebach und Hans Herrig über das mangelnde Verständnis der Nation gegenüber seinen Werken, die neben den von Kleist und Grabbe von beiden zu den bedeutendsten deutschen Dramen überhaupt gezählt wurden. 1907 hat die Gräfin Sigrid v. d. Schulenburg „End und Anfang" von neuem publiziert, und als Einleitung eine kurze Darstellung über sein Leben und Wirken und über seine Werke beigegeben. In den „Ahnensagen" von v. Oelsen befindeil sich „Erinnerungen an Graf Hans". Nach seinem Tode fand man auf seinem Schreibtisch das folgende Gedicht über seine letzten Augenblicke: Sei mir zum letztenmal gegrüßt Schloß meiner Ahnen, In dem, bei äußerm Glanz, so manche Träne floß. Du wirst nnn auch die späten Enkel mahnen, Wie hier ein Sproß des Lebens Rechnung schloß. Zum letztenmal umfanget ihr mich, traute Räume, Darin ich oft der Musen Huld genoß, Wo mich nmgaukelten der Dichtung Träume, Entslohn der Stadt, der Freunde lautem Troß. Nicht stimmen will ich jetzt der Dichtung Saiten, Zerrissen ist der Seele Harmonie, Zum letzten Schritte will ich mich bereiten Mit festem Sinn, schwach war mein Wille nie. Verdammt es nicht, daß in des Lebens Fülle Freiwillig von der Welt ich Abschied nahm, Und was verbrach ich auch an dieser Hülle, In der Ich siech schon in das Dasein kam. Und habt Ihr denn mein Innres je verstanden, Erschien Euch Überspannung nicht mein Tun? Drum lösen leichter sich die Herzensbande, Laßt ohne Tränen den Verkannten ruhn! Auch ist ja eine Spanne nur das Leben, In uns liegt der Begriff von Zeit und Raum, Ob ein, ob ein Jahrhundert uns gegeben, Floh es dahin, erschien es nur als Traum. Mein Traum sei aus, ich eile zum Erwachen, Aus trüber Nacht eil' ich zum hellen Licht. Vor diesem Schritt erbeben nur die Schwachen, Wer über sich gedacht, den schreckt er nicht. Nun komm'erlösend Rohr, wirmüssen eilen, Schon hüllet Dämm'rung rings die Gegend ein, Nur bei der Kerze Schein noch diese Zeilen, Sie sollen meine letzten Züge sein! Die Ihr mich suchet, wenn ich nun verschwunden, An Euch geht schriftlich diese Bitte nur: Zeigt nicht den Ort, an dem Ihr mich gefunden, Vertilgt für meine Lieben jede Spur. Und nun hinaus in jene dunkeln Schatten, Der frühern Kinderspiele stillen Ort, Seid ihr mein letztes Bett ihr grünen Matten, Ein Druck führt mich von euch zum sichern Hort. Du aber Lenker uns'rer Lebenswege, Du richtest milder als der Menschen Sinn, Du hörtest lange meines Herzens Klage, So nimm denn meine Seele gnädig hin! Eine ausführliche Lebensbeschreibung von ihm befindet sich in der Allgemeinen deutschen Biographie Band 39. 587 — 593. Dreizehntes Kapitel. Die zwölfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. ZZ9 496. Gräfin Mechtild, T. des Gr. Werner (Nr. 466) und der Emilie v. Briefen. * 24. 7. 1825 (al. 1828). Ehemann: 3V. 4. 1843 Adalbert Hilmar v. Cramm auf Oelper a. d. W., f 17. 9. 1851. 497. Gräfin Armgard, T. des Gr. Werner (Nr. 466) und der Emilie v. Briefen, * 15. 1. 1829. Ehemann: zu Harbke 12.11.1850 Max Richard Heinrich v. Saldern auf Wilsnack, später auf Aderftedt und Mantel, Nutznießer des Fidei- kommiffes Todtenkopf im Kreise Westpriegnitz. 498. Gräfin Adelguude, T- des Gr. Werner (Nr. 466) und der Emilie v. Briefen, * 21. 6. 1832, -f- 12. 11. 1850 am Hochzeitstage ihrer Schwester, der Gräfin Armgard, verunglückte in nicht aufgeklärter Weise im Parkteiche zu Harbke. Sie soll aus Reue über die von ihr gelöste Verlobung mit ihrem Vetter den Tod gesucht haben (v. Oelsen, in den Ahnensagen „Adelgunde"). 499. Marie, T. des Franz (Nr. 474) und der Gräfin Marianne (Nr. 459), 1' 17. 5. 1823 in jungen Jahren. 500. Klara, T. des Franz (Nr. 474) und der Gräfin Marianne (Nr. 459), * 3. 3. 1816, -s- 29. 1. 1820. 501. Werner, S. des Franz (Nr. 474) und der Gräfin Marianne (Nr. 459), * zu Halle 1. 7.1817, -j- zu Ostrau 31. 7.1855. Mitbesitzer von Ostrau, Kösseln und Groß-Weißand, Kgl. Prenfz. Regiernngs-Referendar a. D. Nach dem Erlöschen des gräflichen Hauses ging Harbke auf seine Söhne über. Schon mit 10 Jahren wurde er auf die Schule nach Bernburg, dann nach Wittenberg gebracht. Nachdem er auf dem Pädagogium zu Halle das Abiturientenexamen bestanden hatte, bezog er mit 19 Jahren die Universität Berlin. Er genügte seiner Militärpflicht, wendete sich dann der Forstlaufbahn zu, wurde 1840 Forsteleve in Braunschwendc und ging dann nach Magdeburg zur Absolvierung des Auskultatorexamens, das er im Juni 1841 bestand. Nach seiner Hochzeit siedelte er nach Ostrau über. 330 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 1847 wurde er mit dem 10. Teil von Auerbachs Hof in Leipzig, den er von seiner Mutter ererbt hatte, belehnt. Er hinterließ ihn seiner Gemahlin und seinen Kindern. Er erbaute die Zuckerfabrik in Ostran unter sehr schwierigen Verhältnissen, da das Wasser fehlte. Auch baute er im Schlosse zu Ostrau den sogenannten weißen Saal, welcher durch 2 Etagen hindurch ging, zur Hochzeit seiner Schwester Anna ans. Er pachtete Ostrau, welches zur Hälfte seinem Oheim Karl Achaz gehörte, während die andere Hälfte ihm und seinen beiden Brüdern zustand. Er hatte dort mit sehr schwierigen Verhältnissen zu kämpfen und entwickelte große Energie, Umsicht und Selbstverleugnung um seiner Kinder willen. Über ihn hat Anna v. Krosigk a. d. H. Hohenerxleben (seine Schwägerin) ein sehr ausführliches Lebensbild (334 Seiten) verfaßt: „Werner v. Veltheim, eine Lebensgeschichte zum Leben aus Tagebüchern und Briefen zusammengestellt." Eine von derselben Verfasserin verfaßte Mono graphie über Ernst Adolf Friedrich v. Krosigk auf Hohenerxleben zc. bietet über ihren Schwager Werner folgende Charakteristik: „Eine edle, strebsame, großmütige Natur, war er auch äußerlich mit allem geschmückt, was der Mensch am Menscheil liebt und liebenswert findet. Schöne, seltene Geistesgaben, ein reiches, tiefes Gemüt und eine Holdseligkeit seines Wesens, wie man sie selten findet, liehen seinem Umgang etwas Bezauberndes. Wo er sich zeigte, flößte er Liebe und Vertrauen ein. Reiche irdische Hoffnungen breiteten sich vor ihm aus nnd verhießen eine großartige Wirksamkeit. Die mannig faltigsten Aussichten nahmen seine Tätigkeit in Anspruch, eine Schar lieblicher Kinder blühte um seinen Tisch her, der glücklichste Vater und Gatte, ein Liebling seiner Familie uud seiner Freunde, eine Zierde seines Geschlechts, stand er in der Blüte seiner Jahre, seiner Hoffnungen, seiner Gesundheit und gebeugt unter der süßen Last seines Glückes ruft er in seinem Tagebuche aus: O möchte ich mich immer inniger davon durchgingen lassen, daß mich der Herr der Welten mit unendlicher Liebe leitet. Er wußte, daß nervöse Krankheiten seiner Familie gefährlich waren, seine beiden Eltern, Dreizehntes Kapitel. Die zwölfte Staimnreihe nach der Teilung der Linien. 33 l mehrere seiner Geschwister waren am Nervenfieber gestorben. Er selbst hatte schon in früheren Jahren todkrank daran niedergelegen und unbeschreiblich war sein natürlicher Widerwille und Abscheu vor allen Krankheiten und Krankenbetten. Aber auf die Nachricht vou der Erkrankung seines Bruders Bnrchard eilte er zu dessen Pflege zu ihm. Er sah ihn die Augen schließen und selbst schon krank, besorgte er erst noch mit der größten Hingebung alles Nötige zu seiner Bestattung. Dann ging er mit seiner Schwägerin noch zum h. Abendmahle, wobei er ohnmächtig wurde lind ganz erloschen aussah. Er reiste dann ab, um in Ostrau zu sterben." Bei einer großen Vorliebe sür die Natnr unternahm er 2 größere Reisen — die eine zusammen mit Nathusius-Althaldensleben — nach Norwegen. Gemahlin: zu Hoheuerxlebeu 30. 6. 1842 Jsidore Margarete v. Krosigk, T. des Adolf auf Hohen- erxleben und der Lifette v. Weftphalen, N / x * zu Rathmansdorf 1. 9. 1824, f zu / M .. «. X (s. Ahuentafel). Kinder: 1. Werner (Nr. 524), 2. Armgard (Nr. 525), 3. Elisabeth (Nr. 526», 4. Franz (Nr. 527), 5. Margarete (Nr. 528), L. Ulrich (Nr. 529), 7. Josias (Nr. 530), 8. Anna (Nr. 53l). 502. Sophie, T. des Franz (Nr, 474) und der Gräfin Marianne (Nr. 459), * 8. 8. 1824, -s- 30. 12. 1829. 503. Franz, S. des Franz (M. 474) und der Gräfin Marianne (Nr. 459), * 15. 7. 1825, 1' 3. 6. 1828. 332 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 504. Karl Burchard, S. des Franz (Nr. 474) und der Gräfin Marianne v. Veltheim, * zu Ostrau 29. 10. 1826, -j- 19. 7. 1855, auf Schön- fließ ?c., Leutnant im 10. Husareu-Regiment. 1847 wurde er mit dem 10. Teil von Auerbachs Hof iu Leipzig, den er von seiner Mutter ererbt hatte, belehnt. Gemahlin: Friederike Luise Engenie v. Mitzlaff, * zu Niesky 12. 5. 1828, -s- zu Vinzelberg 6. 2. 1867 (wiedervermählt zu Eins 8. 7. 1865 mit Wilhelm v. Kröcher auf Vinzelberg, Landrat a. D.). S.: Achaz (Nr. S32). 505. Anna Armgard, T. des Franz (Nr. 474) und der Gräfin Marianne v. Veltheim, * zu Ostrau 30. 11. 1828, -j- zu Blaukenburg a. H. 30. 3. 1852. Auf sie kam von ihrer Mutter l/z Anteil an Auerbachs Hof in Leipzig. Ehemann: zu Ostrau 23. 6. 1851 Friedrich v. Veltheim (Nr. 546) auf Deftedt. Dreizehntes Kapitel. Die zwölfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. ZZZ (Ahnentafel zu 504.) Wilhelm Leopold v. Mitzlafs auf Karziu, Viatrow zc., S- des Karl Gustav und der Kathariue v. Ban- demer, f 1781. N. N. Nehrhoff v. Holderberg, verwitwet gewesene v. Berg, » 1726, s 1810. N. N. v. Braunschweig. N. N. v. Röder. Amalie v. Pannewitz, T. des Friedrich Wilhelm und der Sophie Wilhelmine Albertine v. Viereck. Karl Friederike Christian Albertine Septi- v. Pannemns witz, v. VeltT. des heim Friedrich auf Ostrau, Wilhelm S. des und der Friedrich Sophie August Wilhelmine uud der Albertine Maria v. Viereck, Anna *2. 2. Katharine 1758, v. Elsti- f 2. 3. bors. 1789. * 13. 3. 1751. f 10. 11. 1796. Ernst Gustav v. Mitzlafs aus Viatrow, Grosseu- dors, Dochow ?e., » 1763, f 1849. Friederike Sophie v. Braunschweig, * 1775, f 1835. v. Röder auf Daubitz in Schlesien, Landrat des Kreises Rotenburg. Luise v. Veltheim a. d. H. Ostrau, * 1782, f 1851. Eugen Otto Heinrich v. Mitzlafs auf Großeudors, * 1802, -j- 1888. Luise v. Röder aus Daubitz in Schlesien. Friederike Luise Eugenie v. Mitzlafs, ^ 12.5.1828, f 6.2.1867? mar.: Karl Burchard v. Veltheim auf Schönfließ, ^ 29. 10. 1826, f 19.7.1855. 506. Lndolf Heinrich, S- des Franz (Nr. 474) und der Gräfin Marianne v. Veltheim, * zu Ostrau 5. 5. 1830, 1" daselbst 4. 1. 1900, auf Ostrau und Groß-Weißand, Rechtsritter des Johanniterordens und Inhaber des Roteu Adlerordens 3. Klasse mit der Schleife. 1847 wurde er mit dem 10. Teil von Auerbachs Hof in Leipzig, den er von seiner Mutter ererbt hatte, belehnt. Er arrondierte den Besitz von Ostrau durch Zulauf verschiedener bäuerlicher Grundstücke, legte Groß-Weißand, das er ererbte, zu Ostrau und erhob dieses zu eiuem Familienfideikommiß. Er erwarb sich noch besondere Verdienste um Ostrau dadurch, daß er neue Wirtschaftsgebäude errichtete, das Gewächshaus baute und ganz besondere Sorgfalt auf den Garten verwendete. Er war eine nach jeder Richtung vornehm angelegte Natur und erntete in weitesten Kreisen eine allgemeine Verehrung. 334 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an d) Die lveisze Li^nie. 507. Karl Friedrich, S. des Friedrich (Nr. 480) und der Adelheid v. Veltheim, * in Braunschweig 30. 9. 1793 (unter den Tcmfzengen die regierende Herzogin Auguste Friederike Luise von Brannschweig und Lüne- burg, die Prinzessin von Wallis, Frau Karoline Amalie geb. Prinzessin von Brannschweig-Lnneburg, die Erbprinzessin Friedcrike Luise Wilhelinine zu Braunschweig), 5. 11. 1868, auf Destedt mit Kremlingen, Braunschw. Kammerrat, Propst vom Stifte Steterbnrg, Senior der Familie. Über ihn liegt eine besondere Schrift im Staatsarchiv zu Wolfeubiittel. Gemahlin: zu Quedlinburg 13. 11. 1835 Klara Amalie Grah, T- des Eduard Ludwig, Fabrikbesitzers in Braunschweig, dann in Quedlinburg, nnd der Matilde Antoinette Ernst aus dem alten Braunschweiger Patriziergeschlecht v. d. Nouue, * zu Quedlinburg 18. 3. 1836, zu Ostrau 2. 9. l899, eine schöne uud dabei geistig bedeutende Frau. Kinder: 1. Franz (Nr. 533), 2. Ludolf (Nr. 534), 3. Heinrich (Nr. 535), 4. Klara (Nr. 536), 5. Burghardt (Nr. 537), v. Adelheid (Nr. 538), 7. Armgard (Nr. 539). Dreizehntes Kapitel. Die zwvlste Stammreihe nach der Teilung der Linien. ZZg Nach dem frühen Tode seines Vaters blieb der Besitz Destedt mit Kremlingen und Veltheimsbnrg mit Klein-Santersleben in ungeteilter Gemeinschaft der 5 Brüder, verwaltet zunächst von der energischen Mutter, nnter dem Beistande des Vormundes, Oberkammerherrn v. Hohnhorst. Karl Friedrich bezog 1813 die Universität Göttingen, trat aber schon Ende desselben Jahres bei den Brauuschweigischeu Hnsaren als Offizier ein und nahm an dem Feldzug 1814 teil. Nach dem ersten Pariser Frieden nahm er seinen Abschied, besuchte die Universitäten Göttingen und Berlin und wurde nach Beendigung seiner Studieu bei der Herzoglicheu Kammer in Braunschweig als Auditor angestellt. Er war später als Assessor und Kammerrat tätig, nahm aber nie auch uur einen Pfennig Gehalt. Nach dem Tode seiner Mutter führte er im Auftrage seiner Brüder die Verwaltung des gemeinschaftlichen Besitzes, bis nach ersolgter Mündigkeit des jüngsten Brnders Rudolf in der Auseinandersetzung von 183V ihm der Besitz von Destedt, wo er schon immer gewohnt hatte, zufiel. Von nun an bildete Destedt den Inhalt seines Lebens. Nachdem bereits seine Mutter das Wohnhaus auf der Unterburg neu errichtet hatte, baute er die Wirtschaftsgebäude in Kremlingen znm größen Teile neu auf. In Destedt erbaute er die neue Kirche 1839 — 41 ganz aus eigenen Mitteln und gab zu dem Neubau der Schule 1860 einen seine Verpflichtungen weit übersteigenden Beitrag. Während der ganzen Zeit, die er als Besitzer von Destedt lebte, beschäftigte ihn unter Anwendung von viel Mühe und großen Kosten die Separation und die Ablösung der Gefalle, die erst ein Jahr vor seinem Tode zu Ende geführt wnrde. Ferner führte er die Drainage auf sämtlichen Plänen, alten wie neuen, durch. Als echter Veltheim wandte er dem Garten besondere Liebe und Sorgfalt zu. Auch hatte er großes Interesse für die Jagd, doch war seine Hauptpassion die Pferdezucht. Erzog uur schwarze Pferde eines ganz vorzüglichen, weit berühmten Schlages. Der Fohlenstall befand sich auf der Oberbnrg, im Garten war ein großer Rasenplatz zur Koppel eingerichtet. Wenn er einerseits keine Mittel und Kosten scheute, wenn es galt, Verbesserungen des Gutes herbeizuführen, so lebte er andererseits für sich auf das einfachste nnd anspruchloseste, im Sommer in Destedt, einen Teil des Winters der Laudtagsverhandluugen wegen in Braunschweig zubringend, in seinem Hause am Burgplatz. Nachdem 1848 sein Bruder August in Veltheimsbnrg gestorben war, traten sich die 4 Brüder, die so nahe zusammen wohnten, Friedrich in Destedt, Wilhelm in Veltheim, Hans in Braunschweig und Rudolf in Sickte, womöglich noch näher, und ein herzlicheres Zusammenleben, wie sie es unter sich und ihren Familien führten, kann schwerlich gedacht werden. Wie im Leben, so blieben die Brüder auch im Tode eng verbunden, binnen ZZ6 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Jahresfrist sich rasch folgend. Auch in der weiteren Familie genoß Friedrich große Verehrung. Als „Onkel Destedter" wird sein Andenken in der ganzen Familie fortleben. Er war seit 1825 bis zu seinem Tode Mitglied des Ausschusses. 30. 11. 1835 belehnt er als Senior der weißen Linie die Verkling mit einer Hufe und 1 Höfen zu Ohrsleben. In den Jahren 1855 —1868 war er auf besonderen Wuusch des Grafen Werner nach dessen Tode Harbker Lehensvormund. Sein Bestreben, allen Menschen gerecht zu werden, verschaffte ihm auch im weiten Lande, vor allem bei der Landbevölkerung, große Verehrung. Von weitem kamen die Leute, um bei ihm Rat, der ihnen immer gewährt wurde, einzuholen. Nach seinem Tode schreibt ein alter Freund des Hauses: „Die allgemeine Verehrung, welche der Verstorbene bei allen, die ihm nur irgend näher getreten sind, bei hoch und niedrig, genoß, trat ja bei Lebzeiten schon reichlich hervor, ist aber doch jetzt beim Tode erst recht in den weitesten Kreisen offenbar geworden." Er war einer der Mitbegründer des ritterschaftlichen Kreditvereins für das Herzogtum Braunschweig. Über ihn hat Anna v. Krosigk a. d. H. Hohenerxlebeu ein Lebensbild verfaßt. Seit 1837 Propst des Stiftes Steterburg, nahm er an den Geschicken des Stiftes und seiner Stiftsfräulein den regsten Anteil. Er besaß das Kommandeurkreuz II. Klasse des Ordens Heinrichs des Löwen. — Ein Denkmal von ihm mit Porträt befindet sich in der Kirche zu Destedt. 336 o Das umstehende Bild, dessen Original, eine Federzeichnung, sich im Besitz von Charlotte v. V. geb. Gräfin v. d. Schulenburg auf Wolfsburg (Nr. 557) befindet, stellt eine Gesellschaft von Herren dar, die 17. 2. 1847 beim Grafen Ferdinand v. Alvcusleben-Erxleben (Nr. 1 des Bildes) diniert hatten. Nr. 1: Gr. Ferdinand v. Alvenslebcn-Erxleben I, f 11. 7. 1889. Nr. 2: Kammerherr Georg v. Veltheim auf Bartensleben (Nr. 490), 1' 17. 12. 1874. Nr. 3: Oberkammerherr Wilhelm v. Veltheim auf Veltheim a. d. Ohe (Nr. 512). f 14. 12. 1868. Nr. 4: Rudolf v. Veltheim auf Sickte (Nr. 513), -j- 19. 4. 1869, der Zeichner des Bildes. Nr. 5: Herzogt. Braunschw. Oberjägermeister Hermann Marbod v. Kalm Halchter. Exz. Nr. 6: Kammerrat und Propst Fritz v. Veltheim auf Deftedt (Nr. 507). 1- 5. 11. 1868. Dreizehntes Kapitel, Die zwölfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. ZZ? S c: K s ö? N o >L> «S s «- G !? 's s G Z- Q- G «> o N K5? s> N Lz> N «> N ^ -- S; - cs -ü^ r: -i— S 1646. tv A> L -L K K L A » s Q S Z cc> W T cZ» L 93 u. 594, wo auch seine Publikationen und allerlei Literatur über ihn angeführt sind, heißt es: „ein klar denkender, Praktischer, vielseitig durchgebildeter Forstmann von hervorragender Arbeitskraft, eisernem Fleiße, von lanterem Charakter und gewinnendem Wesen mit ausgezeichnetem Personengedächtnis und vorzüglichem Ortsinn im Walde." Eiu einmaliger Ansent halt in einem Bestände genügte vollständig zn seiner Orientierung auch für später. In einem Nachruf des Braunschweiger Tageblattes wird von ihm gesagt: „Gerader Sinn, Biederkeit und Ungezwungenheit im Umgang erwarben 22* Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. dem Verstorbenen die Zuneigung seines Landesherr», die Achtung und das Vertrauen seiner Mitbürger, seiner Mitarbeiter im Dienste und seiner Untergebenen in hohem Grade. Seine Leiche wurde von Harzburg nach Braunschweig überführt und nach einer von dem ihm und seiner Familie sehr nahe stehenden Hof- und Domprediger Thiele in seinem Hause hinter den Brüdern gehaltenen Leichenrede auf dem Friedhofe der Domgemeinde der Erde übergeben. Dem Hingeschiedenen wurde ein außerordentlich großes Grabgeleite zuteil. Den Zug beschloß eine lange Wagenreihe, die ein 6spänniger herzoglicher Trauerwagen eröffnete." Gemahlin: 3. 6.1823 Berta SabineLniseKaroline Ernestine Gräfin v. Oberg zu Dutteustedt, * 25. 8. 1803, T. des Gr. Hilmar Ludwig Wilhelm Ernst auf Oberg, Schwicheldt, Dutteustedt ?c. und der Sophie Charlotte v. d. Bnssche, -s- zu Brauuschweig 27. 4. 1876 (s. Ahnentafel). Kinder: 1. Karl Friedrich Hilmar (Nr. 846), 2. Benedikt Karl Hermann (Nr. 547), 3. Werner Friedrich Wilhelm (Nr. 548), 4. Friedrich Otto Rudolf (Nr. 549), 5. Ernst Wilhelm Hans (Nr. 550), ö. Charlotte Luise Adelheid (Nr. 551), 7. Kurt Hilmar Werner (Nr. 552), 8. Natalie Friederike Charlotte (Nr. 553), 9. Luise Thekla (Nr. 554). Hermann, S. des Friedrich (Nr. 480) und der Adelheid v. Velt- heim, * zu Brauuschweig 3. 4. 1800, f zu Braunschweig 3. 4. 1818, auf Deftedt, Kremlingen, Klein-Santersleben und Veltheimsburg. Dreizehntes Kapitel. Die zwölfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. Z41 511. Dorothea Margarete Sidonie, T. des Friedrich (Nr. 480) und der Adelheid v. Veltheim, * zu Braunschweig 27. 9. 1801, -f- zu Redekin 8. 10. 1879. Ehemann: zu Destedt 27. 9. 1818 Eduard Karl Gebhard Ferdinand v. Alvensleben, Exz., Kammerherr und Landrat auf Redekin, Fideikommiß- herr auf Redekin, Erxleben II und Uhrsleben, * zu Magdeburg 1. 8. 1787, -f- zu Redekin 8. 10. 1879. 512. Wilhelm, S. des Friedrich (Nr. 480) und der Adelheid v. Veltheim, * zu Destedt 20. 12. 1802 (unter den Taufzeugen der Prinz Friedrich Wilhelm von Braunschweig und seine Gemahlin Marie Elisabeth von Baden), f zu Braunschweig 14. 12. 1868, begraben 17. 12. auf dem Domkirchhof in Braunschweig, Herzog!. Braunschweigischer Oberkammerherr und Kammerrat auf Veltheim a. d. Ohe, welches er 1832 von der Familie v. Honrodt er- kaufte; dasselbe, das als Stammsitz der Familie gilt, / X brachte er so wieder an sein / MX X Geschlecht. Nach beendigter / ^ X Universitätszeit trat er als / ^ Auditor bei der Kammer in Braunschweig ein, wurde später Kammerassessor und im September 1827 Kammerrat in der Abteilung der Domänen, aus welcher ^ / Stellung er im vorge- V / ruckten Alter schied. Er V war Rechtsritter des Jo- X / hanniterordens, Komman- V / deur des Guelphenordens und des Ordens Heinrichs des Löwen 1. Kl. Wegen seiner Einfachheit, Biederkeit, Leutseligkeit und seines schlichten geraden Wesens war er bei allen hochgeachtet ^und geehrt. (Kreuzzeitung 1868 Nr. 306.) Gemahlin: I. zu Brauuschweig 8. 2. 1834 Anna Henriette Adelheid v. Bülow, T. des Domänendirektors Julius und der Gräfin Wilhelmine v. d. Schulenburg (s. Ahnentafel), * 22. 8. 1815, ^ 11. 4. 1846. 342 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. II. zu Bectzendorf 17. 8. 1852 Gräfin Anna Josephine Charlotte Wilhelmine v. d. Schulenburg-Nimptfch, T- des Gr. Weruer auf Beetzen- dorf und Ofterivohle und der Charlotte Freiin u. Friesen (s. Ahnentafel), ^ 4. 6. 1827. In ihrer Todesanzeige heißt es, daß sie 1. 11. 1909 zu Nadebeul bei Dresden aus einer der Barmherzigkeit gewidmeten Tätigkeit abberufen worden sei. Kinder: 1. Dorothea (Nr. 535), 2. August (Nr. 556), 3. Ludvlf (Nr. 557), 4. Karl (Nr. 558), 5. Georg (Nr. 559). 513. Karl Friedrich Rudolf, S- des Friedrich (Nr. 480) und der Adelheid v. Veltheim, auf Sickte, * zu Deftedt 11. 1. 1805, 1'zu Sickte 19. 4. 1869. Er studierte in Göttingen und Berlin und pachtete dann Veltheim a. d. O. seinein Bruder Wishctm ab, wahrscheinlich gleich nachdem dieser es 1833 gekauft hatte. 8. 8. 1830 erwarb er käuflich von dem Oberkammcrherru v. Thielau fü r 52000 Thlr. das Rittergut in Nieder-Sickte, lebte aber bis 1847 in Beltheim, dann gab er die Pacht auf und zog ganz nach Sickte. Dreizehntes Kapitel. Die zwölfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. Z43 10. 9. 1864 kaufte er für seine Gemahlin einen Hof in Volznm, Gleich seinen Brüdern zeichnete auch ihn ein großes Wohlwollen gegen andere ans und machte ihn beliebt in Verwandten- und Freundeskreis. An seinen Brüdern hing er mit treuester Liebe, er galt als der beste Landwirt unter ihnen, und sein Rat in landwirtschaftlichen Sachen war für sie maßgebend. In seiner Familie hatte er viel Kummer und Sorge durch die Kränklichkeit seiner Kinder. Er starb als der letzte seiner Brüder kurz nach ihnen. Auf seinem Sterbebette sprach er oftmals aus: „Laßt mich sterben. Ich will gern wieder mit meinen Brüdern vereinigt sein, ohne sie ist mir das Leben öde geworden". Gemahlin: zu Braunschweig 8. 2. 1834 Berta Charlotte Elsbeth v. Bülow, T. des Julius auf Haus Neuendorf zc. und der Gräfin Wil- helminc v. d. Schulenburg * 7. 11. 1816, -s- 3. 4. 1878 (f. Ahnentafel). Kinder: I. Luise Gertrud (Nr. 560), 2. Elisabeth (Nr. 561), 3. Bnrchard (Nr. 562), 4. Margarete (Nr. 563), 5. Anna (Nr. 564), 6. Hans . Hilmar (Nr. 565), 7. Ach im (Nr. 566). 514. Iwan August Ferdinand Leopold, S. des Friedrich (Nr. 488) nnd der Adelgunde v. Hodenberg, * zu Hameln 5. 12. 1846, f zu Eisenach 15. 1. 1897, Kgl. Prenß. Rittmeister a. D. Gemahlin: 12. 11. 1888 Charlotte Groß, ^ 28. 8. 1855. 515. Hildegard Charlotte Luise Friederike, T. des Friedrich (Nr. 488) und der Adelgunde v. Hodcuberg, * zu Hameln 19. 9. 1848, f zu Bremen 15. 7. 1903. 516. Alfred Friedrich Wilhelm Albert, S. des Friedrich (Nr. 488) und der Adelgunde v. Hodenberg, ^ zu Misburg bei Hannover 27. 9. 1853, f zu Ebstorf 1868. 517. Karl Ludolf Ferdinand Oskar, S. des Friedrich (488) und der Adelgunde v. Hvdenberg, ^ zu .Hannover 24. 8. 1855. Gemahlin: I. Martha v. Borenski, gerichtlich geschieden. 11. 4. 10. 1890 Anna Charlotte Dorothea (Eddy) Tepper, * zu Lüueburg 26. 2. 1872. Kinder: 1. Erna (Nr. 567), 2. Elisabeth (Nr. 568), 3. Elfriede (Nr. 569), 4. Theodor (Nr. 570). 344 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 518. Klara Johanne Wilhelminc, T. des Friedrich (Nr. 488) und der Adelgnnde v. Hodenberg, * zn Hannover 5. 8. 1857, f zu Stettin 1». 12. 1905. 519. Karl Wilhelm, S. des Friedrich (Nr. 488) nnd der Adelgnnde v. Hodenberg, * zu Oldisleben 15. 1. 1859, Herzogl. Brannschw. Kammer- Herr (seit 8. 12. 1909), Kaiserlicher Korvettenkapitän d. R. a. D., seit 1904 Rechtsritter des Johanniterordens. Er war vom 16. bis 20. Lebensjahr Seemann, bestand 1881 zu Bremen das Stenermannsexamen für Großfahrt, wurde nach Ableistung seiner Dienstpflicht in der Kaiserlichen Marine bei derselben Reserveoffizier und erhielt als solcher gelegentlich der Genehmigung seines Abschiedsgesuchs durch Allerhöchste Kabinettsorder 11. 3. 1910 „ausnahmsweise" den Charakter als Korvettenkapitän (Stabsoffizier). Er bewirtschaftete längere Zeit das Gnt Münte bei Diepholz uud siedelte 1897 nach Cattenstedt über. Er besitzt den Preuß. R.-Adlcr- ordeu 4. Kl., die Landwehrdienst- anszeichnnng 1. Klasse, die China- denkmünze aus Stahl und das Würt- tembergische Ritterkreuz 1. Kl. des Freundlichkeit gegen jedermann, ihre liebreiche Hilfe in jeder Not, ihr Dreizehntes Kapitel. Die zwölfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. Z4g warmes Herz und ihre offene Hand für alle Bedrängten. Besonders hat sie sich der weiblichen Jugend in liebreicher Weise angenommen, diese in nützlichen Arbeiten unterwiesen und ihr manche Freuden bereitet. Auch die Anregung zur Errichtung einer Gemeindepflege in Cattenftedt ist von ihr ausgegangen. Kinder: 1. Hedwig (Nr. S71), 2. Klara (Nr.S72), 3. Ilse (Nr. S73), 4. Jrm- gard (Nr. S74). 520. Wauda Marie, T. des Georg (Nr. 49V) und der Gräfin Afta zu Putbus, * zu Groß-Barteusleben 12. 7. 1837, s 18. 12. 1867. Ehemanu: zu Barteusleben 1. 7. 1857 Wilhelm Malte I Fürst und Herr zu Putbus auf Schloß Putbus, Graf v. Wylich und Lottum, * 16. 4. 1833, 1- 18. 4. 1907. 521. Ludolf Malte, S- des Georg (Nr. 490) und der Afta Gräfin zu Putbus, * zu Groß-Barteusleben 36. 4. 1839, -f- zu Groß-Bartensleben 21. 4. 1861 au einem Brustleiden als Student der Kameral-Wissenschaften. 522. Alma Berta, T. des Georg (Nr. 490) und der Gräfin Afta zu Putbus, * zu Groß-Bartensleben 27. 4. 1843, -s- zu Berlin 21. 1. 1894. Ehemaun: zu Bartensleben 4. 6. 1862 August Mortimer Joachim Gr. v. Maltzau, Frh. v. Wartenberg und Penzlin, freier Standesherr auf Militfch, Obererbkämmerer des Herzogtums Schlesieu, Exz., * 16. 8. 1823, f 6. 1. 1878. 523. Marie Luise, T. des Georg (Nr. 490) uud der Gräfin Rosa v. Häfeler, * zu Bartensleben 26. 6. 1865, Ehrendame des Kgl. Bayerischen Thcresieuordens. Ehemanu: zu Berliu 15. 4. 1885 Johann Arnold Anton Maximilian Joseph Maria Frh. 0. Solemacher-Antweiler zu Namedy, Kammerherr und Rittmeister, * zu Schloß Grüuhaus 12. 12. 1859. (Aus einem alten Wappeubuch — Manuskript ea, 15!jv — im Besitz des Vereins Hewld), Vierzehntes Kapitel. Dreizehnte Stammreihe nach der Heilung der Linien. Franz Karl Adolf Werner, S. des Werner Mr. 501) nnd der Margarete v. Krosigk, * zu Ostrau 13. 5. 1843, Fideikommißherr ans Schönfließ, Stolpe und Glieuecke, sowie auf Quitzin und Rolofshagen im Kreise Grimmen in Neuvorpommern, Kgl. Preuß. Kammerherr, Schloßhanpt- inaun von Königswusterhausen, Major a. D,, Rechtsritter des Johanniter- vrdeus, Ritter des Roten Adlerordens 2. Kl. mit Eichenlaub, des Kronen- ordens mit dem Stern, des Eisernen Kreuzes 2. Kl. nnd vieler hoher und höchster deutscher und anszerdeutscher Orden, z. B. des Stanislausordens 1. Kl. Er besuchte das Pädagogium in Halle, trat 1863 beim 10. Hnsaren- Rcgt. ein; wurde nach bestaudenem Offizier-Examen 1865 Offizier im Regt. Garde du Corps, machte 1866 mit seinem Regiment den Feldzug in Österreich mit und nahm teil an der Schlacht von Skalitz, am Gefecht von Schweinschädel und der Schlacht von Königgrätz, trat 1868 zur Reserve über. Er nahm auch teil an dem Feldzuge 1870/71 als Reserveoffizier uud erwarb sich das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Kreisdeputierter des Kreises Nieder-Baruim, Ritterschaftsrat a. D., Kreisdeputicrter und Mitglied des Kreisausschusses Nieder-Baruim, von 1885 —1908 Mitglied des Preuß. Abgeordnetenhauses, 1908 als Vertreter des alten nnd befestigten Grundbesitzes des Landes Barnim zum Herren- a) Die schwarze Linie. 524. Vierzehntes Kapitel. Die dreizehnte Stammreihe nach der Teilung der Linien. Z47 Haus präsentiert und durch Order Sr. Majestät 1909 ins Herrenhaus berufen, langjähriges Mitglied des Brandenburg. Provinzial-Landtages. Er erwarb sich um Schönfließ besondere Verdienste durch den Neubau der Wirtschaftsgebäude, den Umbau des bescheidenen Herrenhauses zu einem angenehmen Edelsitz, den Bau der Spiritusbrennerei, sowie durch den Umbau der Kirche und ihre innere Ausschmückung, auch meliorierte er den Acker durch Dränage sehr wesentlich. Es gelang ihm, mit Aufwendung großer Kosten 2 Kreischausseen durch Schönfließ zu legen, und zwar die eine in der Richtung von Osten nach Westen von Berlin nach der Berliner Nordbahn und die andere von Norden nach Süden von Birkenwerder nach Berlin. So wurde auch Stolpe mit Schönfließ durch eine Chaussee verbunden. Er vergrößerte das nach dem Tode von Achaz (Nr. 520) auf ihn überkommene Fideikommiß Schönfließ durch die Herrschaft Quitzin in Nen- vorpommern, deren Acker er mit viel Unkosten ganz bedeutend meliorierte. Gemahlin: zu Gadenstedt 28. 7. 1868 Klara Auguste Elisabeth Wil- helmiuc v. Gadenstedt, * zu Gadeustedt 3. 1. 1849, f zu Schönfließ 15. 4. 1886, T. des Albrecht auf Gadenstedt nnd der Hedwig v. Krosigk (s. Ahnentafel). Kinder: 1. Hedwig (Nr. 575), 2. Franz (Nr. 57ti), 3. Bnrchard (Nr. 577), 4. Adelheid (Nr. 578), 5. Werner (Nr. 57!)), 6. Josias (Nr. 580), 7. Hildegard (Nr. 581). 348 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 525. Anna Armgard, T- des Werner (Nr. 501) und der Margarete v. Krosigk, * zu Ostran 8. 5. 1845, -f- zu Zierow 16. 7. 1904. Ehemann: zuHarbke 19. 5.1863 KarlFriedrich Röttcher Frh. v. Viel, Fideikommißherr auf Zierow, Eggers- ^^ dorf, Fliensdorf, Hoben, Weitendorf?c., ^ 26. 2. 1836. 526. Elisabeth Luise Hedwig, T. des Werner (Nr. 591) und der Margarete v. Krosigk, * zu Ostrau 25. 1. 1847. Ehemann: zu Harbke 18. 11. 1869 Otto v. d. Groben, Kgl. Oberst z. D., * 14. 7. 1836, f 29. 4. 1907. begraben in Harbke. Er war in der Schlacht von St. Privat schwer verwundet worden und erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. 527. Franz Adolf, S. des Werner (Nr. 591) und der Margarete v. Krosigk, * zu Ostran 13. 7. 1848, Fideikommißherr auf Harbke, Kgl. Preuß. Kammerherr, Erbmarschall im Herzogtum Magdeburg, seit 1908 Fürst und Herr zu Putbus, Major a. D. mit der Uniform des Königs-Ulanen-Regiments Nr. 13. Durch Kabinettsorder Sr. Majestät 1909 als Vertreter des v. Veltheimschcn Geschlechtsverbaudes ins Herrenhaus berufen, Ritter des Kronenordens 2. Klasse mit dem Stern, Rechtsritter des Johanniter- ordens uud Kreisdeputierter. Er erwarb sich vor der Front des Königs- Ulanen-Regts. im Feldzug 1870/71 das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Gemahlin: I. Ottonie v. Veltheim (Nr. 604), * 31. 8. 1855, f 14. 1. 1876. ' II. zu Putbus 16. 5. 1877 Marie Luise Klotilde Agnes Reichsgräfin v. Whlich und Lottum, T. des Wilhelm Malte Fürsten und Herren zu Putbus und der Wauda v. Veltheim (Nr. 520), * zu Merseburg 31. 5. 1858, nach dem Ableben ihres Vaters, wo ihr der Besitz von Putbus zufiel, Fürstin und Herrin zu Putbus. vor ihrer Vermählung seit 1876 Ehrenstiftsdame des Kgl. Bahr. Maria-Therefienordens (f. Ahnentafel). Vierzehntes Kapitel. Die dreizehnte Stammreihe nach der Teilung der Linien. Z49 528. Anna Margarete, T. des Werner (Nr. 501) und der Margarete v. Krosigk, * zu Ostrau 13. 8. 1849, -j- zu Hannover 27. 1. 1898. Ehemann: zu Harl'ke 31. 5. 1874 Frh. Rudolf Emil v. Viel, K. K. Österr. Leutnant, * 23. 6. 1839, ^ zu Schwerin 11. 7. 1893. 529. Ulrich, S. des Werner (Nr. 591) und der Margarete v. Krosigk, * zu Ostrau 2. 5. 1851, Kgl. Preuß. Rittmeister a. D., langjähriger Be- 35t) Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Heinrich Josias, S. des Werner (Nr. 501) und derMargarete v.Kro sigk, * zu Ostrau 23. 7. 1852, -s- zu Elvershagen 18. 1. 1888 als Rittmeister der Reserve auf Elvershagen welches er erworben hatte. Er nahm am Feldzug 1870 und 1871 beim Magd. Husaren - Regt. Nr. 10 teil, wurde vor dem FeindeOffizier und wurde iu das Ulanen - Regt. Nr. 13 versetzt. Gemahlin: 24. 6. 1880 Adelheid v. Velt- heim (Nr. 506). sitzer von Schöuebeck bei Trampe in Pommeru, lebt in Brauuschweig; nahm am Feldzug 1870/71 teil und wurde während desselben Offizier beim Magd. Husaren-Regt. Nr. 10. Vor dem Feinde erwarb er sich das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Gemahlin: 15. 10. 1873 Frieda v. Katte a. d. H. Wilhelmsthal, * 12. 4. 1849, T. des Rudolf auf Neuklitsche zc. uud der Gräsin Valeria v. d. Schulenburg - Bodeudorf (f. Ahnentafel). Kinder: I. Werner (Nr. 582), 2. Frip (Nr. 583), 3. Frieda (Nr. S84), 4. Ulrich (Nr. S85), 5. Rudolf (Nr. 586), 6. Margarete (Nr. 587). Vierzehntes Kapitel Die dreizehnte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 351 Kinder: 1. Ottonie (Nr. 588), 2. Josias (Nr. 589). 3. August (Nr. 530), 4. Anna (Nr. 591). 531. Anna Emilie Lisettc Walpurgis, T. des Werner (Nr. 501) und der Margarete v. Krosigk, * zu Ostrau 20. 10. 1853, -s- zu Neugatters- 332 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. leben 29. 9.1897. Der Kaiser Wilhelm II. genoß vielfach zu den Jagden die Gastfreundschaft der Familie v. Alvensleben in Neugattersleben und schätzte die Verstorbene so hoch, daß er ihr ein prächtiges Denkmal vor der Kirche zu Neugatterslebeu setzen ließ. Ehemann: zuHarbke20. 7.1871 Werner Alvo Ludwig Gr. v. Alvens- leben-Neugattersleben, Kgl. Prenß. Kammerherr und Schloßhauptmann von Quedlinburg, * zu Neugatterslebeu 20. 7. 1840. 332. Franz Eugen Burchhard Werner Achaz, S- des Burchhard Nr. 504) und der Luise v. Mitzlasf, * zu Afchersleben 3. 12. 1852, -Z- zu Schönflies; 3. 6. 1864, auf Schönfließ, Stolpe, Glie- necke und Groß-Weißand. Er verunglückte beim Reiten. Den von seinein Vater auf ihn übergegangenen 10. Anteil an Auerbachs Hof in Leipzig vererbte er au seine Mutter, von der er an ihren Bruder, den Oberst v. Mitzlasf, kam. Seine Mutter hat ihm an der Stelle seines Sturzes im Walde bei Schönfließ einen schlichten Denkstein gesetzt. Durch deu Neubau der Kirche zu Glienecke während seiner Unmündigkeit hat ihm auch seine Vormundschaft ein segensreiches Denkmal gesetzt. (Die Schwester seiner Mntter, Eugenie v. Mitzlasf, schrieb über ihn ein Buch für die Familie.) 333. Franz Heinrich, S. des Ludolf (Nr. 506) und der Klara Grah, zu Quedlinburg 21. 10. 1856, Herzogl. Anhalt-Dessauischer Kammerherr, Fideikommißherr auf Ostrau und Groß-Weißand, Ritter des Roten Adlerordens und Kronenordens, des St. Johanniterordens, Komturkreuz des Hohenzollernschen Hausordens, des Schaumburgischeu Hausordens 2. Kl., Vierzehntes Kapitel. Die dreizehnte Stammreihe nach der Teilung der Linien. ZgZ 534. Ludolf Heinrich, S- des Ludolf (Nr. 506) und der Klara Grah, * zu Quedlinburg 24. 5.1859, Major a. D. mit der Uniform des Kürassier- Regiments Nr. 2. Er trat im Herbst 1881 in das 7. Kürassier-Regiment D«s Geschlecht v. Betthelm. LZ des Ordens Albrecht des Bären. Er besuchte das städtische Gymnasium zu Halle, trat dann in das 7. Kürassier-Regiment in Halberstadt, dann in das Rheinische Kürassier-Regiment zu Deutz ein und nahm nach dem Tode seines Vaters als Rittmeister mit Regiments-Uniform bei dem 3. Husareu-Regiment in Rathenow den Abschied. Er verbesserte das Fideikom- misz, indem er Kösseln mit wenig wertvollem Boden veräußerte und dafür Werben mit besonders gutem Boden dem Fideikommisz zuschlug. Auch nach der industriellen Seite hin betütigte er sich, indem er einen Steinbruch aufschloß, eine Zementfabrik anlegte ?c. Gemahlin: I. zu Kölu 22. 9. 1884 Klara Emma Jsabella Herberts, ^ zu Köln 3V. 12. 1861 (ge schieden), T. des Justizrates Herberts in Köln. II. zu Graditz 4. 12. 1894 Emmy Auna Amalie Gräfin v. Lehndorff, * zu Haselhorst 31. 3. 1861, T. Sr. Exz. des Oberlandstallmeisters Gr. Georg und der Gräfin Klara v. Kalnein a. d. H. Domnau (s. Ahnentafel). Sie brachte der Zusammenstellung der Familiengeschichte die lebhafteste Teilnahme entgegen. Kinder: 1. Hans (Nr.592), 2. Herbert (Nr. 593), 3. Ursula (Nr. 594), 4. Elisabeth (Nr. 595), 5. Georg (Nr. 596). ZS4 Die Genealogie des IReschlechts von der Teilung der Linien an. ein und diente von 1891 an bis 1. 7. 1907 im 2, Kürassier-Regiment Königin. Er wurde verabschiedet als Major mit der Regiments-Uniform „Kürassier-Regiment Königin". Am 1. 7. 1907 gelangte er in den Besitz des Rittergutes Neklade bei Bergen auf Rügen, welches er ausbaute und wesentlich verbesserte. Er ist Ehrenritter des Johanniterordens seit Juli 1910, Ritter des Roten Adlerordens und des Kronenordens, der Osterreichischen Krone 8. Kl. und des Dienstauszeichnungskreuzes. Gemahlin: zu Putbus 18. 1. 1888 Viktoria Wauda Reichsgräfin v. Wylich und Lottnm, * zu Berlin 1. 2. 1861, T. des Wilhelm Malte Fürsten und Herren zu Putbus, Grafen v. Wylich nnd Lottnm und der Wanda v. Veltheim (Nr. 508) (f. Ahnentafel). Sie ist Besitzerin von Neklade. Kinder: I, Malte (Nr.S97), L, Asta (Nr. 598), 3. Ludolf (Nr. S99), 4. Adel- heid (Nr. 600), S> James (Nr. 601). 535. Burchard Heinrich, S. des Ludolf (Nr. 506) und der Klara Grah, * zu Ostrau 19. 9. 1860. Er besuchte die Schulen (des Städti schen Gymnasiums) zu Halle und zu Blaukenburg am Harz (Abiturientenexamen), trat Ostern 1884 bei dem 2. Pommerschen Ulanen-Regiment Nr. 9 als Avantageur ein. wurde 1886 Leutnant in diesem Regiment, 27. 1. 1899 Rittmeister und Eskadronschef, darauf 1905 Lehrer am Militär-Reitinftitut Vierzehntes Kapitel. Die dreizehnte Stammreihe nach der Teilung der Linien. Zgg mit der Uniform des Ulanen-Regiments Nr. 9, 1907 als Eskadronschef in das Leib-Kürassier-Regiment nach Breslau versetzt und seit 27.6.1911 Major in diesem Regiment. Ritter des Roten Adlerordens, des Mecklenburg. Greifenordens, des Schwedischen Schtvertordens und des Dienstauszeichnungskreuzes. Gemahlin: zu Twyford 9. 5. 1891 Julia Jeanette Heydemann, * zu Vradford 11. 9. 1861, T. des 7 Kaiser!. Kgl. deutschen Konsuls Nikolaus Heydemann und der Marie Ernst aus dem alten Eimbecker Patriziergeschlecht Ernst v. d. Nonne, das sich bis 1356 zurückführen läßt. Kinder: 1. Vera (Nr. 602), 2. Marie (Nr. K03). 536. Marianne Matilde Karoline Klara, T. des Ludolf (Nr. 596) und der Klara Grah, * zu Ostrau 12.11.1861,1-daselbst 18.5.1862. 537. Burghardt Heinrich Adrian, S. des Ludolf (Nr. 596) und der Klara Grah, * zu Ostrau 29. 6. 356 1864, Oberleutnant der Reserve, Ritter des Anhalt. Ordens Albrecht des Bären. Gemahlin: I. Gertrud Krause, * zu Batavia 27. 12. 1876, -s- zn Groß-Lichterfelde 23. 5. 1907. II. zu Berlin 2. 5. 1910 Erna Sommer, * zu Schöneberg^ Berlin 18. 2. 1881. 538. Adelheid Berta Felicitas, T. des Ludolf (Nr. 500) uud der Klara Grah, * zu Ostrau 12. 1. 1807, 1- daselbst 1. 1. 1870. 539. Armgard Margarete, T. des Ludolf (Nr. 506) und der Klara Grah, * zu Ostrau 21. 5. 1870 (s. nebenstehendes Bild). Den 10. Anteil an Auer- bachs Hof in Leipzig, der von ihrem Vater auf sie übergegangen war, veräußerte sie anderweit. Ehemann: zu Ostrau 4. 1. 1896 Richard v. Schulz, Kgl. Sächs. General-Leutnant z. D. in Dresden. d) Die weiße Linie. 540. Friedrich Achaz, S. des Friedrich (Nr. 507) nnd der Freiin Ernestine v. Vincke, * 4. 11. 1833 (1843), 3. 10. 1869. 541. Ernestine Luise, T. des Friedrich (Nr. 507) und der Freiin Ernestine v. Vincke, * zu Destedt 8. 1. 1836, -Z- zu Hohenerxleben 23. 5. 1888. Ehemann: zu Destedt 30. 5. 1855 Anton Adolf Ludwig Heinrich v. Krosigk auf Hoheuerxleben, * zu Rathmannsdorf 31. 1. 1827, -s- zu Hohenerxleben 23. 5. 1888, Anhalt. Kammerherr und Schloßhauptmann, Unterdirektor des Herzogtums Anhalt. Vierzehntes Kapitel. Die dreizehnte Stammreihe nach der Teilung der Linien. Z57 542. Sidonie Charlotte, T. des Friedrich (Nr. 507) und der Freiin Eruestine v. Vincke, " zu Destedt 27. 7. 1838, s zu Rathmannsdorf 17. 5. 1873. Ehemann: zu Destedt 21. 4. 1857 Erich Adolf v. Krosigk, Exz., auf Rathmannsdorf, * 26. 9. 1829, Herzog!. Anhalt. Kamincrherr uud Schlvszhauptmann von Ballenstedt. 543. Adelheid Berta, T. des Friedrich (Nr. 507) und der Freiiu Eruestiue v. Bincke, * 1841, -s- 1842. 544. Friedrich Otto, S. des Otto August (Nr. 508) und der Gräfin Ottonie v. Veltheim (Nr. 491), * 25. 3. 1829, 1' 25. 4. 1867, auf Velt- heimsburg. Klein-Santerslebeu und Nord-Germersleben. Gemahlin: 1. 5. 1854 Luise Armgard Freiin v. d. Affeburg, * 16. Iv. 1826, -s zu Klein-Santerslebeu 8. 2. 1873, T. des Grafen Ludwig auf Falkenstein und der Gräfin Anna v. d. Schulenburg-Bnrgscheidnngen (s. Ahuentafel). Kinder: 1. Ottonie (Nr. öO4), 2. August (Nr. 605), 3. Adelheid (Nr. 606), 4. Luise (Nr. 607). 545. Adelheid, T. des Otto August (Nr. 508) uud der Gräfin Ottonie v. Beltheim (Nr. 491), * 15. 8. 1832, -s- 31. 1. 1860. Ehemann: 30. 7. 1854 Frh. Gisbert v. Bodclfchwiugh-Pletten- berg, * 24. 7. 1823, 1' zu Haus Plettenberg 9. 10. 1866. 546. Karl Friedrich (Fritz) Hilmar, S. des Hans (Nr. 509) und der Gräfin Berta v. Oberg, * zu Helmstedt 11. 3. 1824, -f- zu Destedt 28. 3. 1896, auf Destedt, Nechtsritter des Johanniterordens, Braunschweig. Oberjägermeister mit dem Titel Exzellenz. Er besuchte das Obergymnasium zu Vrauuschweig bis zur Unterprima und wandte sich dann, den Berns seines Vaters ergreifend, dem praktischen Forstdienst zu. Nach absolvierten Studien auf dein Caroliuum in Branuschweig und der Universität Göttiugen bestand er 1846 das Forstauditorexamen. Nachdem er in das Herzoglich Braunschweigische Hofjagdamt eingetreten war, verließ er 1854 den Staatsdienst und widmete sich ganz dem Hofjagddienst unter Beibehaltung seines Wohnsitzes in Blankenburg a. H. Als Johanniterritter nahm er an den 358 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Feldzügen 1866 und 1870/71 teil. Nachdem durch den Tod des Friedrich Achaz (Nr. 540) das Familiengut Destedt frei geworden war, wurde ihm durch Familienvertrag vom 18. 3. 1870 der Besitz von Destedt durch seine Vettern übertragen. Als Besitzer dieses schönen Familiengntes fand er reichlich Gelegenheit, seinen beiden großen Passionen, der Jagd und der Botanik, zu leben. Der große berühmte Destedter Garten, der schon die Freude von Generationen gewesen war, wurde von ihm noch erweitert. In steter Verbindung mit den größten Botanikern und Dendrologen seiner Zeit stehend, unternahm er im Garten Anpslanznngsversuche mit ausländischen Banmarten und verwertete dann seine Erfahrungen in den ausgedehnten Destedter Waldungen. Besondere Liebe wandte er den Koniferen und Eichen zu. Als Jäger war er weit berühmt; seine Treffsicherheit mit Büchse und Flinte war überall bekannt. Die Geweihe von 748 von ihm zumeist in den Harzrevieren erlegten Hirschen, daneben Gemskrickel und Rehbockgehörne in großer Zahl zieren die Wände des Destedter Hauses. 1881 wurde er zum Oberkammerherrn mit dem Titel Exzellenz. 1886 zum Oberjägermeister ernannt. Politisch spielte er im Herzogtum Braunschweig eine bedeutende Rolle, wenn auch seine Tätigkeit nicht stark an die große Öffentlichkeit gelangte. Er war Mitglied des Landtages seit 1872, wurde 1882 zum Präsidenten desselben gewählt und wirkte in dieser Stellung bis zu seinem Tode. Von großer Liebe zum engeren und weiteren Vaterlande beseelt, setzte er 1879 seinen ganzen Einfluß für das Zustandekommen des Regentschaftsgesetzes ein. und es war ihm vergönnt, nach dem Tode des Herzogs Wilhelm 1884 dem Regentfchaftsrate, der anf Grund dieses Gesetzes bis zur Übernahme der Regentschaft durch den Prinzen Albrecht von Preußen die Regierung des Herzogtums führte, als Mitglied anzugehören. Nach seiner Verheiratung mit Elfe v. Krosigk a. d. H. Gröna hatte er die große Freude, seinen Lebensabend im Kreise von 7 Kindern genießen zu können. Er starb 28. 3. 1896 an den Folgen einer Erkältung, die er Vierzehntes Kapitel. Die dreizehnte Stammreihe nach der Trilung der Linien. ZF9 sich auf dem Schnepfcnstrich zugezogen hatte, tief betrauert von seiner Witwe und seinen Kindern, von dem ganzen Geschlecht, dessen Senior er seit 1876 gewesen war, und von einer großen Zahl von Verehrern, Freunden und Bekannten. Ein überaus großes Grabgefolge bei seiner Beisetzung und die allseitig tiefe Trauer über sein Hinscheiden aus voller Lebenskraft nnd reicher Tätigkeit heraus legte Zeugnis ab von der allgemeinen Achtung und Verehrung, in der er stand. Von den ihm gewidmeten Nachrufen mögen nur zwei Erwähnung finden: „Nicht nur im Landtage, sondern in allen Kreisen erfreute sich der Heimgegaugene der größten Achtung und Beliebtheit. Er war ein gerechter, humaner und wohlwollender Mann, der zwar niemals seine Überzeugung verleugnete und das von ihm als richtig Erkannte energisch vertrat, aber dabei auch die Ansichten Andersdenkender achtete." (Kreuzzeitung.) „Der Dahingeschiedene darf als ein um das Land Braunschweig hoch verdienter Mann bezeichnet werden. Er hat im stillen manches Schlimme verhütet und er vor allen ist es gewesen, der vor 30 Jahren, als es um Zepter und Krone ging, sich der Fassung von Entschlüssen entgegenwendete, die für das Fortbestehen des Braunschweigischen Staates verhängnisvoll werden konnten, und der dann, als der letzte Sproß des Welfenhanses in das Grab sank, das Seinige dazu tat, daß bei der Neuordnnng der Dinge das alte Recht gewahrt, das Gewissen ohne Wunden blieb, nnd daß ein Regent gefunden wnrde, der mit Selbstverleugnung sich bereit erklärte, das Zepter zu ergreifen." (Leichenrede des Missionsdirektors v. Schwartz.) Sein Name wird in der Familie von Veltheim, aber auch weit über dieselbe hinaus stets mit Liebe und Verehrung genannt werden. Seinen Anteil an Anerbachs Hof in Leipzig vererbte er an seine Witwe und an seine Kinder. Gemahlin: I. zu Ostrau 23. 6. 1851 Anna Armgard v. Veltheim (Nr. 505), * zu Ostrau 3V. 11. 1828, -s- zu Blankenburg 30. 3. 1852. Sie hinterließ den 5. Anteil an Anerbachs Hof in Leipzig, mit dem sie nach dem Tode ihrer Mutter 1847 belehnt worden war, ihrem Ehemann, der 1853 die Belehnung empfing. Anna geb. v. Veltheim. Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Marie geb. v. Bose. II. zu Vraunschweig 1V. 7. 1856 Marie Charlotte Luise v. Bose, * zu Torgau 25. 3. 1832, f zu Dcstedt 16. 6. 1874, T. des Karl Eduard und der Gräfin Jda Wilhelmine Luise Sophie v. Oberg a. d. H. Steterdorf (siehe Ahnentafel). III. zu Grona 26. 11. 1874 Elfe Luise Klotilde v. Krosigk, * zu Mausfeld 9. 6. 1830, T. des Staatsmiuisters Anton Ferdinand anf Gröna und der Maria Rosa v. Schlieckmann. Sie war Oberhofmeisterin bei dem Prinzen Albrecht nach dem Tode ihres Gemahls. Kinder: 1. Karl Friedrich Hilmar (Nr. 608), 2. Marie (Nr. 609), 3. Anna (Nr. 610), 4. Fritz (Nr. 611), 5. Elfe (Nr. 612), 6. Albrecht (Nr. 613), 7. Anton (Nr. 614), 8. Adelheid (Nr. 615,. Fritz (Nr. 546) mit seiner 3. Gemahlin, Else geb. v. Krosigk. Vierzehntes Kapitel. Die dreizehnte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 36 l « ^ ?! K . « ?- / v, k») ^ ' . s s- n Q R L) -r2- Lz) S? O K?? Q ^ ^ c^> -:— ^ S S'^ « . ö? <5ä:Q -X- ( s; ^ ^> L >^> --N - Z »ZZ- Z S (7(, !-» . ^ I>^ cD K »5)- L) iS- «: . Q ^ - KN-^ Z 'S? ^ . 51 ^ ZT 1737. -F ' N i -'tÄ-L ^'Z-SZ - ö? 24. 2.1732. Heinrich v, Krosigk auf Poplitz »nd Gröna, Fürs». Vrauuschiv. Landdrost und Hofmarschall, * 9.7. 1700, v 3. 5.1746. Charlotte Elisabeth v^ Miltitz a. d. H. Schenkenberg. 24.10.1704 bis 21. 4.1788. Franz Jakob v. Cramm a. d. H, Sambleben, Herzog!. Braunschw. Schatzrat. Anna Magdalene Wilhelmine v. Krosigk n. d. H. Hoheu- erxleben, * 29. 10. 1719. Friedrich Angnst v. Kerssen- brock, Drost und Landrat auf Mönchshof, * 1738, 1- 1813. Dorothea Elisabeth Albertine v.Hodeuberg, » 13. 11. 1748, -!- 1813. 1770. Magnus Joachim Philipp v. Wedel, * 3. ti. 1739, zu Eilenstedt !- 3.8.1784 Landrat auf Eilenstedt. Sophie Louise v. Bülow, ° 22. 2.1743 zu Helmsdorf, -j-24.1.1789 zu Halberstadt. 5. 8.1775. Ferdinand Anton v. Krosigk auf Poplitz und Gröna, Landrat des Saalkreises, *5.2. 1743, 7 7.6. 1805. Dorothea Louise v. Eramm a. d. H. Sambleben, 1- 23 5.1824. Ernst Wilhelm Friedrich v. Kerssenbrock, Landrat auf Mönchshof und Helbra, -- MönchShos 16.5.1771, v Kupferberg 14.5.1827. Christiane Friedcrike Elisabeth v. Wedel a. d. H. Piesdors, * Eilenstedt, s Piesdors 5.10.1797. 1796. Anton Emil v. Krosigk auf Gröna, Wirkl. Geh. Rat, Schloßhauptmann, * Poplitz 15. 5. 1790, v Gröna 5.4.1868. Albertine Luise Wilhelmiue v. Kersseubrock, * Helmsdorf 29. 4.1797, -s Grona 18. 7.1867. !' Helmsdorf 19.9.1818. Aater: Anton Ferdinand v. Krosigk auf Gröna, Wirkl. Geh. Rat und Auhaltifcher Staatsmiuistcr, * Gröna 10. 9.1820, s Dessan 25.12.1892. Elisabeth (Elsc) Luise Klothilde v. Krosigk, ^ Mansfeld 9.7.1850, in-ti^ Gröna 26.11. 1874 Friedrich ti. Veltheim aus Destedt, ^ Helmstedt 11.3.1824, v Destedt 28.3.1896. Mutler: Naumbnrg a. S. 7.10.1849: Maria Rosa v. Schlieckmaun, * Naumburg a. S. 1.10.1827. 1>r. Heinrich Ferdinand Wilhelm Schlieckmann (geadelt: 1834), * 31.10.1800, s 3.5.1869. Rosa Johanna Lnise Friederike Brauubehrens, " Jlbersledt 25. 6.1802. Heinrich August Luise Amalie Tropaneger, Schlieckmann, Kursürstl. ^ des Superintendenten Sächs. Geleitsmann in Barby, S. des Heinrich Carl, Kurstirstl. Sächs. Geleits- mannes zti Barby. Julius Ferdiuaud. Johann Karl Andreas Frh. v. BrannbebrenS, *22. II. 1768, 1- 31. 3 1818, S. des Johann Christian Friedrich und der Christiane Sophie Elisabeth Müller. N. N. Braimbehrens. 362 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 547. Benedikt Karl Hermann, S, des Hans (Nr. 509) und der Gräfin Berta v. Oberg, * zu Helmstedt 8. 2. 1826, -f 6. 11. 1848. 548. Werner Friedrich Wilhelm, S. des Hans (Nr. 509) und der Gräfin Berta v. Oberg, * zu Stadtoldendorf 9. 12. 1827, f 8. 1. 1869. 549. Friedrich Otto Rudolf, S. des Hans (Nr. 569) und der Gräfin Berta v. Oberg, * zu Stadtoldendorf 29. 3. 1829, f 12. 9. 1832. 550. Ernst Wilhelm Hans, S. des Hans (Nr. 509) und der Gräfin Berta v. Oberg, * zn Stadtoldendorf 10. 5. 1830, -f- zu Blankenbnrg 2. 5. 1885, K. K. Oberst a. D. Die anf ihn gehaltene Taufrede aus dem Jahre 1830 (ohne Personalien) befindet sich im Staatsarchiv zu Wolfenbüttel. Gemahlin: zu Venedig 18. 2. 1860 Philippa Greaves, * zn Ehester 13. 9. 1835, -f- zu Blankenbnrg 10. 2. 1886. Kinder: 1. Berta (Nr. 616>, 2. Hans (Nr. 617), 3. Dorctte (Nr. 613), 4 — 8. S Kinder (Nr. 619). 551. Charlotte Luise Adelheid, T. des Hans (Nr. 509) und der Gräfin Berta v. Oberg, * zu Braunschweig 13. 5. 1832, Domina seit 1848 im Kloster Marienberg, wo sie auch wohnte, -s- 18. 6. 1911 nach kurzer schwerer Krankheit, nach einem an Arbeit, Liebe und Segen reichen Leben in dem von ihr so geliebten Marienberg. Seit 1862 hat sie ihre ganze Kraft nnd Liebe für Marienberg eingesetzt und es ist ihr gelungen, in dem alten fast verfallenen Kloster neues Leben zu wecken. Es dient jetzt wiederum deu ursprünglichen Bestimmungen, nämlich Werken der Barmherzigkeit, an denen sich die dort lebenden 6 Konven- tualinnen rege beteiligen. Der Regent von Brannschweig verlieh ihr aus Anlaß ihres 60 jährigen Jubiläums als Domina ein goldenes mit Edelsteinen reich verziertes Kreuz; die dazu gehörige goldene Kette hatte noch kurze Zeit vor ihrem Ableben die Herzogin Elisabeth für die Frau Domina bestimmt. Vierzehntes Kapitel. Die dreizehnte Stainmreihe nach der Teilung der Linien. ZßZ 552. Kurt Hilmar Werner, S. des Hans (Nr. 509) und der Gräfin Berta v. Oberg, * zu Braunschweig 3. 2. 1836, -f- 22. 9. 1865. 553. Natalie Friederike Charlotte, T. des Hans (Nr. 509) und der Gräfin Berta v. Oberg, * zu Braunschweig 12. 8. 1842, Oberin der Diakouifsenanstalt in Frankfurt (M.) 2. 2. 1881, -s- daselbst nach gesegneter Tätigkeit, allgemein geliebt und verehrt 20. 10. 1906. Nr. öö3. Nr. 534. 554. Luise Thekla, T. des Hans (Nr. 509) und der Gräsin Berta v. Oberg, * zu Braunschweig 16. 4. 1844, seit 1877 Konventualin des Klosters Marienberg, seit 18. 8. 1911 Domiua. 555. Dorothea (Dorette) Marie Luise, T- des Wilhelm (Nr. 512) und der Anna v. Bülow, * zu Braunschweig 24. 4. 1835, -s- zu Selesen 6.7.1865. Ehemann: 17. 4. 1855 Rudolf Wilhelm Otto v. Bandemer, * zu Weitcnhagen 19.6.1829, f zu Selesen 15.8.1906, Fideikommißherr auf Selesen, Kgl. Preusz. Kammerherr, Rittmeister a. D-, Rechtsritter des Johauniterordens. 556. Rudolf August. S. des Wilhelm (Nr. 512) uud der Auna v. Bülow, * zu Braunschweig 20. 1. 1839, auf Veltheim, K. K. Oberleutnant a. D. Gemahlin: zu Elzadar iu Nordamerika 6. 4. 1874 Karoline Baumgärtner, * zu Kassemetzen 30. 4. 1852. Kinder: 1. Anna (Nr. 630), 2. Berta (Nr. 621), 3. Emilie (Nr. 622), 4. Wilhelm (Nr. 623). 557. Hans Ludolf, S. des Wilhelm (Nr. 512) und der Anna v. Bülow, ^ zu Braunschweig 3. 9. 1840, -s- zu Leipzig 9. 9. 1892, auf Veltheim Z64 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an, a. d. Ohe, Herzog!. Braunschw. Kam- inerherr und Zeremouieumeister, Kaiserlich deutscher Legationssekretär a>D,> Rechtsritter des Johanuiterordens. Gemahlin: I. zu Sickte 1. 8. 1878 Margarete v. Veltheiin m . x- ^ ? O ^Z. !^n <7^' ^ .'^:Q 2 <5)> H'Z !5s s? ^"z-» ZA c» ?? ^ - co -» cH) Q> «) s 'Z N-« NH^ >Z S«Z ^-l.Z ^ S -i^-Z o? 5O «> . >» «7^> <5 " L S-^ -Ä. ^ ?Z N»5 6. 9.1754. l ?i -i ? s SZ >-« FZ B ^ 7S> : !G 5^1 > ' -cZ ^ . <2> S) <5Z"^ Q '^S t2) 13. 9.1763. « ?-? Z^ L «Z Z S NL « Z T N c^» ZG ^ OZ Z Ä? -Z » ^ Z-s ^>-'?! L !-- » -z >S'» « ^! «> ^ Zi L ^2 ö? 12.11.1771. Christian Friedrich Frh.v.Gut- schmid, * Kahren bei Kottbus 12.12.1721, 1- 30.12. 1798. 20. 10. 1765 erbl. Reichs- sreiherr, Kurs. Sächs Kabinettsminister Karoline Wilhelmine Müller, ^ Knauthayn 3.1. 1733, 19.6.1801. Friedrich Adolf v. Bnrqs- dorsf. »20.5,1743, fll.3.1799. Erdmute Luise Wilhelmine Senfst v. Pilsach, » l8.4.l766, f 14. 12. 1816. Bernhard Friedrich Gr. v. Bassewitz auf Dalwch?c., "24.6.1756 12^5 29. 4.1753. 7. 7.1732. Charlotte Maria v. Koppelow, * 29.5.1765, 1-27.6.1802. Gr. Friedrich Wilhelm Karl v. Schlippenbach- Arendsee, * 16.6.1772. Karoline Friederike Gräfin v. Neust, * 28.8.1772, 1- 1829. 7.11.1783. 24. 7.1793. Johann Wilhelm Frh. v. Gutsckimid, ^2.11.1761,s2.2.1830, Kgl. Sächs. Konferenzminister auf Klein-Wolmsdorf. Auguste Agnes Amalie v. Burgsdorf, * 22. 7. 1786, -!- 24. 9. 1852. 31.5.1812. Gr. Friedrich Werner Ludwig v. Bassewitz aus Wohrensdors, Perlin :c.. * 7. 10. 1788, f 31. 5. 1863. 24.11.1818. Auguste Gräfin v. Schlippenbach, * 10. 8. 1796, f 13. 8. 1883. Felix Theodor August Frh. v. Gutschmid auf Thamm, * 31. 3. 1815, 1- 30. 4. 1856. Cäcilie Gräfin v. Bassewitz, - 4. 10. 1819, -s- 7. 10. 1874. 28. 5. 1841. Klara Freiin v. Gutschmid. * 7. 10. 1843; 7. 10. 1874 Georg v. Veltheim a. d. H. Veltheim aus Barteuslebeu und Gleutors. 366 Neubau einer Arbeiterkaserne mit Stallgebäuden zu Groß-Bartensleben, den Neubau der zu Groß-Bartensleben gehörigen Ziegeleigebäude bei Schwanefeld, den Neubau fast sämtlicher Viehstülle, welche dem Einsturz drohten, auch durch große Reparatur bauten an dem zum Patronatsbezirk Groß - Bar- tensleben, gehörigen Pfar^ ren, Kirchen und Schulen. Er besitzt 1. den Braunschweigischen Orden erster Klasse Heinrichs des Löwen, 2. den Preußische» Kroneuorden erster Klasse, 3, den Preußischen Roten Adlerorden zweiter Klasse, 4. das Oldenburg. Ehren- Großkreuz des Haus- und Verdienstordens des Herzogs Peter Friedrich Lud wig. Gemahlin: zu Schwerin 7, 10. 1874 Klara Auguste Marianne Freiiu v. Gutschmid, * zu Dresden 7. 10. 1847, T. des Frh. Felix auf Tamm und der Cäcilie Gräfin v. Bassewitz (f. Ahnentafel S. 365). Kinder: 1. Klara (Nr. 624), 2. Doretle (Nr. 625), 3. Ilse (Nr. 626), 4. Ottonie (Nr. 627), S. Rose (Nr. 628), 6. Maria (Nr. 629). 560. Luise Gertrud, T. des Rudolf (Nr. 513) und der Berta v. Bülow, * 7. 12. 1835, f 11. 1. 1853. 561. Elsbeth, T. des Rudolf (Nr. 513) und der Berta v. Bülow, * zu Veltheim 17. 6. 1837. Ehemann: zu Sickte 31. 5. 1859 Arthur v. Salderu auf Peterwitz und Leppin. 562. Burkhard, S, des Rudolf (Nr. 5l3) und der Berta v. Bülow, * zu Veltheim 10. 7. 1838, f 19 8, 1852. Vierzehntes Kapitel. Die dreizehnte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 367 56?. Anna Mechtild Margarete, T, des Rndolf (Nr. 513) und der Berta v. Bülow, * zu Veltheim 2. 6. 1842, zu Brannfchweig 26. 5. 1889. Ehemann: zu Sickte 1. 8. 1878 Lndolf v. Veltheim (Nr. 557), -f- zu Leipzig 9. 2. 1892. 564. Wilhelmine Anna, T. des Nndolf (Nr. 513) und der Berta v. Bülow, ^ zu Sickte 26. 7. 1843, -s- 1876. 565. Hans Hilmar, S. des Rudolf (Nr. 513) und der Berta v. Bülow, * zu Sickte 18. 16. 1845, -s- zu Hildesheim 1864. 566. Achim, S. des Rudolf (Nr. 513) und der Berta v. Bülow, * 18. 7. 1857. Mit dem Tode des Vaters übernahm er Sickte, das er als Landwirt selbst bewirtschaftet. Gemahlin: 18. 7. 1884 Luise Johanna Bock, * zu Ringsnrt 21. 4. 1863, T. des Rittergutsbesitzers Wilhelm zu Groß-Wechsungen nnd der Marie geb. Skabell. Kinder: 1. Berta (Nr. 630), 2. Achim (Nr. 631). 567. Minna Erna, T. des Oskar (Nr. 517) und der Eddy Tepper, * zu Altona 25. 6. 1891. 568. Elisabeth Friederike, T. des Oskar (Nr. 517) und der Eddh Tepper, * zu Altona 22. 5. 1892. 569. Elfriede, T. des Oskar (Nr. 517) nnd der Eddy Tepper, * zu Altona 22. 1. 1896. 570. Otto Theodor. S. des Oskar (Nr. 517) und der Eddt, Tepper, * zu Altona 30. 6. 1897. 571. Wilhelmine Adelgunde Dorette Hedwig, T des Wilhelm (Nr. 519) und der Luise Lambrecht, * zu Münte 23. 7. 1886. Ehemann: 14. 8. 1907 Alfred Dedekind, Herzogl. Brannfchiv.- Lüneb. Regierungsrat. Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 572. Dorothea Elisabeth Agnes Martha Klara, T. des Wilhelm . > (Aus dem Wappenbuch von Grüiicnberg 1485!, im Besitz des Kgl. Heroldsamtes zu Berlin.) Fünfzehntes Kapitel. Vierzehnte Stammreilje nach der Teilung der Linien. i>) Die schwarze Linie. 575. Hedwig Margarete, T. des Werner (Nr. 524) nnd der Auguste v. Gadenstedt, zu Schönfließ 13. 7. 1869. Ehemann: zu Schönfließ 24. 8^ 189? Hans Frh. v. Haininerstein, Kgl. Prenß. Landrat, f zu Peine 10. 3. 1898. 576. Franz Albrecht Weruer, S. des Weruer (Nr. 524) nnd der Angnste v. Gadenstedt, ^ zu Schönfließ 8. S. 1872, stand als Offizier beim 3. Garde- Ulanen-Regiment und dem Pommerschen Ulanen Regiment Nr. 9, Kaiserl. Hauptmann in der Schutztruppe für Südwestafrika, lebt zurzeit als Kgl. Preuß. Rittmeister a. D. auf dem väterlichen Gute Quitzin. 577. Burchardt Werner, S. des Werner r., dann Leutnant im Kürassier-Regiment Nr. 2. 590. August, S. des Josias (Nr. 530) und der Adelheid v. Veltheim, * 30. 10. 1886, Leutnant im Husaren-Regiment Nr. 10. Fünfzehntes Kapitel. Die vierzehnte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 591. Anna, T. des Josias (Nr. 530) und der Adelheid v. Veltheim, * 15. 12. 1887. 592. Hans Hasso, S. des Franz (Nr. 533) und der Klara Herbertz, * zu Köln 15.10.1886. Er besuchte die Schule (städtische Oberrealschule) zu Halle, widmete sich darauf in München dein Kunststudium, und dem Studium der Geschichte und lebt zur Zeit in Bern, wo er zum Doktor promovieren will. Nr. S86. Nr. 592. 593. Werner Herbert, S. des Franz (Nr. 533) nnd der Klara Herbertz, * zu Köln 16. 8. 1888, studierte die Rechtswissenschaft in Oxford und ist zurzeit Leutnant im Ulanen-Regiment Nr. 16. 594. Ursula Emmy Klara Georgine, T. des Franz (Nr. 533) nnd der Gräfin Emmy r>. Lehndorff, * zu Graditz 7. 9. 1895. 595. Elisabeth Ruth Emmy Franziska Georgine Jugeborg, T- des Franz (Nr. 533) und der Gräfin Emmy v. Lehndorff, * zu Rathenow 16. 5. 1897. Z74 Die lAenealvflie des Gescklechts »on der Teilunq der Linie» mi. Nr. SL3. . Nr. 390. 596. Georg Franz Heinrich Ludolf Josias, S. des Franz (Nr. 533) und der Gräfin Emmy v. Lehndorff, ^ zu Graditz 2. 5. 1899. Er besucht die Klosterschule zu Roßleben. 597. Malte Ludolf Franz Engen, S. des Ludolf (Nr. 534) uud der Gräfin Viktoria v. Wylich uud Lottum, * zu Halberstadt 3. 1. 1889, Leutnant im Kürassier-Regiment Nr. 2. 598. Asta Klara Agnes Marie Wanda, T. des Ludolf (Nr. 534) und der Gräfin Viktoria v. Wylich und Lottnm, * zn Harbke 21. 7. 1892, f zu Pasewalk 20. 10. 1898. 599 Ludolf Burghard Moritz Heinrich, S. des Ludolf (Nr. 534) und der Gräfin Viktoria v. Wylich und Lottum, * zu Pasewalk 7. 2. 1895. Er besucht das Pädagogium zu Putbus. 600. Adelheid Katharine Elsa Marie Thekla, T. des Ludolf (Nr. 534) und der Gräfin Viktoria v. Wylich und Lottum, * zu Pasewalk 19. 4. 1898. Fünfzehntes Kapitel. Die vierzehnte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 375 Nr. 597. Nr. 599. 601. James Borante Kurt Burghardt, S. des Ludolf (Nr. 534) und der Gräfin Viktoria v. Wylich und Lottum, * zu Pasewalk 2. II. 1908, 1' daselbst 12. 10. 1904. 602. Vera Aringard Julia Marie, T. des Heinrich (Nr. 535) und der Julie Jeanette Heydemann, * zu Demmin 14. 3. 1892. 003. Marie, T. des Heinrich (Nr. 535) nnd der Julie Jeanette Heydemann, * zu Demmin 11. 8. 1896. d) Die weiße Linie. 604. Ottonie, T. des Friedrich Otto (Nr. 544) nnd der Freiin Luise v. d. Asseburg. * 31. 8. 1855, -s- 14. 1. 1876. Ehemann: Franz v. Veltheim (Nr. 527). 605. Friedrich Otto August. S. des Friedrich Otto (Nr. 544) und der Freiin Luise v. d. Asseburg, * 27. 1. 1857, Fideikommißherr auf Veltheims- burg, Klein-Santerslebeu und Nord-Germersleben. 376 ZA s; Hl -r»-^ iÄs -- « « 26.10.1683. .L LS 'S IS'S Q !2) «IZ s- L K O « Q ö? <70 ?O A' « >c?- « öÄ S-i ?s -O K S 5Z c?^ S L? N 'S « » « ^a« N n r: St 1672. K A o S >? G T A K 5Z -Ö c» >cz « s ö? u? S Z U S NK o K c>5r «Z SS ci 'U r: des August (Nr. 55k) und dcr Karvlinc Baumgärtel, ^ zu St. Sebald 7. 11. 1884, Leutnant und Adjutant des Husaren-Regiments Nr. 10. 624. Klara Ernestiue Cäcilie, T. des Georg (Nr. 559) und der Freiin Klara v. Gutschmid, * zu Clarens in der Schweiz 14. 10. 1875. Ehemann: zu Groß-Bartensleben 28. 5. 1896 Karl Eduard Jakob v. Schenck gen. v. Peucker, Fideikommißherr auf Flechtingen, Oberleutnant dcr Reserve des 10. Husaren-Regiments, Ehrenritter des Johanniterordens. 625. Dorette Margarete Ernestiue Lilla, T. des Georg (Nr. 559) und der Freiin Klara v. Gutschmid, * zu Veltheim 3. II. 1876, Diakonissin in Frankfurt (M.). 626. Ilse Elisabeth Wanda Luise, T. des Georg (Nr. 559) und der Freiin Klara v. Gutschmid, * 16. 11. 1878, f 27. 7. 1880. 627. Ottonie Adelheid Helene Natalie, T. des Georg (Nr. 559) und der Freiin Klara v. Gutschmid, * zu Brauuschweig 30. 10. 1879, Stiftsdame von Steterburg. 628. Rose Agnes Luise, T. des Georg (Nr. 559) und der Freiin Klara v. Gutschmid, * zu Groß-Bartensleben 24. 9. 1882, Hofdame der Prinzessin Eitel Friedrich von Preußen. 629. Marie, T. des Georg (Nr. 559) und der Freiin Klara v. Gut schmid, * und zu Groß-Bartensleben 4. 10. 1886. 630. Berta Anna Marie, T. des Achim (Nr. 566) und der Luise Bock, * zu Sickte 30. 5. 1885, Stiftsdame von Steterburg. 631. Achim Rudolf Wilhelm, S. des Achim (Nr. 566) und der Luise Bock, * zu Sickte 30. 3. 1890. 1. Anhang 1. Verzeichnis der Schwiegersöhne und Schwiegertöchter. 2. Verzeichnis der männlichen Glieder des Geschlechts. Z. Verzeichnis der weiblichen Glieder des Geschlechts. 1. Verzeichnis der Schwiegersöhne und Schwiegertöchter. v, Adelebsen, Adelheid Me- lusine —, Anna Magdalena . . - —, Burchhard Christoph - . —, Wilhelmine v, Alopäns, Maximilian . . v. Alten, Anna —, N, N v. Alvensleben, Bnsso . . - —, Eduard —, Elias —, Friedrich —, Gebhard Johann . . . —, Gebhard August . . . —, Gertraud —, Heilwig —, Heleue Dorothea . . . —, Johauua Friederike - . -, Ludolf —, Ludolf —, Ludolf —, Ludolf Burkhard . . . N. N v- Alvensleben, Sophie. . . 244 —, Valentin 102 —, Gr. Werner 531 v. Angern, G. Fr 418 ll, Arnim, Karoliue Luise Dorothea 421 —, Ottonie Henriette . . . 429 v. Arnstedt, Georg Levin . . 295 —, Henning Levin .... 233 —Johann Friedrich . . . 293 —, Johanne Sidonie . . . 372 —, Philipp Christian . . . 346 v. d. Assebnrg, Anna ... 27 —, Augustus 146 —, Ernst Ludolf .... 261 —, Gödel Magdaleua. . . 263 —, Helena 194 —, Johann 197 —, Juliaue Florine . . . 361 -—, Kurt 8 —, Luise 544 —. Luise Charlotte.... 359 1* 466 234 238 466 479 222 55 257 511 110 102 204 437 51 10 336 381 78 144 188 262 16 4 Verzeichnis der Schwiegersöhne und Schwiegertöchter. v, Bandemer, Rudolf . . . 555 v. Barkhans - Wiesenhütten, —, Heinrich Karl Baron . . 478 —, Karl Heinrich Baron . . 443 v. Barner. Tilo 143 v. Barsewisch, Christoph . . 42 v, Bartensleben, Armgard Amalie . 321 —, Gertrud 7 —, Günther 191 —, Hans Daniel . . . . 311 —, Hans 77 N. N 17 —, Salome 67 —. Ursula 203 Baumgärtner, Karoline . . 556 v. Behr-Negendank, Sophie . 475 v. Bennigsen, Levin Adolf. . 330 v. Berge, Sophie Gertrud. . 69 v. Bibow, Helene .... 309 v. Biel, Karl 525 —, Rudolf 528 v. Bock, Anna 53 —, Ilse 74 Bock, Luise 566 v. Bock-Wülffingen, Jobst Gabriel 344 v. Bodelfchwing- Plettenberg, Gisbert 545 v. Bodendorf, Hartwig . . . 216 —, Lucie 164 v. Bodenhausen, Otto Wilke . 255 v. Bodnngen, Elisabeth Florine 234 v. Borenski, Martha . . . 517 v. Borstel, N. N 168 v. Bortseld, Christoph . . . 125 v. Bose, Marie 546 v. Bredow, Fredeke .... 10 —, Hans . . ..... 130 v. Briefen, Emilie . . . -. 466 v. Bruchhausen, Georg . . . 227 v. Bruchhauseu, Erich . . . 124 Büchner, Heinrich Wilhelm . 469 v. Bülow, Anna 512 —, Armgard 164 —, Berta 513 Charlotte Antoiuette Frie- derike» ....... 465 —, Heinrich 193 —, Johann Julius Frauz . 449 v. Bünan, Hedwig .... 9 v. d. Bussche-Lohe, Philippine Friederike 429 v. Conrad, Herbert .... 581 v. Dalem, Ernst 186 v. Dorstedt, Christoph . . . 142 —, Ernst Werner .... 291 v- Eichel, Otto 588 v. Einsiedel, Gr. Ferdinand . 471 v. Elstibors, Maria Anna Ka- thariue Freiin v. Kameytzky 365 v. Eyben, Friedrich Graf . . 481 v. Frenking, Johann Siegmuud 248 v. Gadenstedt, Auguste . . . 524 Grah, Klara 506 Greaves, Philippa .... 550 v. d. Groben, Otto .... 526 Groß, Charlotte 514 v. Gustedt, Erdmann Wilhelm 302 —, Ernst 350 —, Joachim Wilhelm . . . 337 v. Gntschmid, Klara.... 559 v. Haacke, Lutter Ernst . . 231 —, Sophie 152 v. Hagen, Hans Christ. Gebhard 342 o. Hahn, Levin Ludwig . . 198 —, Ludwig Staats Frh. . . 420 v. Hammerstein, Frh. Hans . 575 v. Hanense, N. N 2 Verzeichnis der Schwiegersöhne und Schwiegertöchter. 5 ll. Häseler, Gräsin Rosa . . 49V v. Haugwitz-Baltzer .... 212 ll. Heintze, Wolf Frh. . . . 578 ll. Heringen, Maria Charlotte Konstantin Ernestine . . 462 Herbertz, Klara 533 Heydemann, Julie .... 535 v, Hodenberg, Adelheid. . . 488 —, Siegfried 178 Hoe v. Hoenegg, Heinrich . . 95 Hohnhorst, Georg Karl . . 482 ll. 5zonrodt, Felicitas . . . 304 ll. Hörda, Konrad .... 93 v. Hoym, Christoph Friedrich . 307 —, Hans 24 —, Julius 215 ll. Hugo-Sulze, Amalie Philippine 452 v. Jagow, Matthias 76. 101. 141 ll. Kämpe, Ilse 26 ll. Katte, Frieda 529 ll. Kißleben, Kurt Ernst . . 271 ll. Klencke, Johann .... 64 —, Lndolf 220 ll. d. Knesebeck, Anna Lukretia 264 —, Christoph Frauz . . . 269 —, Hans 156 —, Ilse Ursula 327 ll. Kniestedt, Arndt .... 187 ll. Kolowrat, Nikolaus . . . 158 ll. Kotze, Anna 60 —, Hermann 103 ll. Kramin, Adalbert Hilmar . 496 —, Asche 140 —, Busso 98 —, N. N 67 —, Sophie 6 Krause, Gertrud 537 v. Krebs, Dorette .... 432 ll. Krummensee, Katharine ll. Krosigk, Anton - Else —, Erich .... —, Gebhard Friedrich —, Günther . . . —, Margarete . . 96 541 546 542 205 609 501 Lambrecht, Luise 519 v. Lauterbach, Luise.... 465 v. Lehndorff, Gräfin Emmy . 533 ll. Lichtenstein, Frh. Adam Heinrich 335 v. Linde, Ludolf 36 ll. Lindheim, Charlotte Kathar. 376 ll. Löhneysen, August Rudolf Heinrich 446 —, N. N 483 v. Lüderitz, Ludolf .... 214 N. v. d. Malsburg, Kurt Hilmar v. Maltzahn, Gr. August ll. Mandelsloh, Karl . —, Katharine Dorothea —, Otto Albrecht . . ll. Marenholtz, Dorothea —, Gisela —, Kurt —, Margarete . . . ll. Marschall, Georg August ll. Marschall-Biberstein, N ll. Mengerssen, Hermann ll. Menten, Heinrich . v. Meyendorff, Gebhard —, Gebhard . . . v. Milo ll. Miltitz, Herbold . ll. Mitzlaff, Luise. . ll. Münchhansen, Anna —, Anna .... —, Borries Friedrich Wilhelm Frh 354 522 171 263 360 16 164 173 16 396 484 221 161 167 201 157 319 504 31 244 478 Verzeichnis der Schwiegersöhne und Schwiegertöchter. v, Müuchhauseu, Katharine . 184 —, Margarete Sidonie . . 440 —, N. N 100 v. Negendank, Anna Christina 359 —, Helena Benedikta . . . 412 v. Neindorff, Hennig . 125. 166 v. Oberg, Anna 121 —, Gräfin Berta .... 509 —, Hedwig Maria .... 352 —, N. N 9 v. d. Oelsnitz, Christoph . . 249 v. Oppen, Ludwig .... 414 v, Oppers^Äss, Ilse.... 45 v. Pannewitz, Friederike Alber- tine 434 v, Pfuel, Christian Friedrich . 323 v. Ponickau, Johann Georg . 319 v. Post, Johann 219 v, Putbus, Gräfin nnd Herrin Asta 490 —. Fürst Wilhelm Malte . 520 v. Quenheim, N. N, . . . 19 v. Qnitzow, Dietrich.... 133 —, Dietrich 178 —, Else ....... 174 N. N 13 —, Ursula 244 v. Rabenan, Kurt .... 622 v. Rauchhaupt, Anna . . . 185 0. Rautenberg, Bertold . . . 192 —, Lucie 147 v. Redeu, Dietrich . . . . 179 —, Wilhelmine Amalie . . 406 v. Nochow 55 v. Röder, Heinrich .... 472 v. Saldern, Anna .... 180 —, Arthur 561 v. Salderu, Heinrich . . . 138 —, Margarete 134 —, Max 497 v. Schenck, Agnes .... 80 —, Agnes 107 —, Anna 87 —, Ernst August .... 375 —, Gebhard 123 —, Matthias Arndt . . . 306 —, N. N 112 v. Schenck gen. v, Pencker, Jakob 624 v. Schkölen, Vollrad Gebhard 308 v. Schlieben, Enstach . . . 168 —, Enstach ...... 220 v. Schlotheim, Philipp Heinrich 366 v. Schmerzing, Haunibal Abraham 402 v, d. Schulenburg, Achaz . . 250 —, Albrecht 130 —, Anna 115 —, Anna Gräfin .... 512 —, Anna Sophie .... 334 —, Auguste Ehrengard . . 370 —, Gräfin Charlotte . . . 557 —. Dietrich 171 —, Gebhard Werner Gr. . . 424 —, Georg 143 —, Georg 183 —, Hans Georg 290 —, Joachim 129 —, Gräfin Juliane Friederike Luise 361 —, Levin 195 —, Margarete 14 —, Matthias 145 —, Otto Kasimir .... 402 —, Sophie 40. 43 —, Werner 172 ll, Schulz, Richard .... 539 v. Schütz, Luise Elisabeth . . 440 v, Schwicheldt, Adelheid . . 79 Verzeichnis der Schwiegersöhne und Schwiegertöchter. 7 v. Schwicheldt, Katharine . . 0. Solemacher-Antweiler, Frh. Arnold Sommer, Erna v. Spiegel, Georg . . . . —, Klara Ottilie . . . . ll, Spörcken, Kordula Anna . v. Stammer, Arndt . . . . —, Eckard Heinrich. . . . —, Luise v. Stedern, Christoph Friedrich v. Steinberg, Anna . . . . —, Burchhard —, Johann Hilmar . . . —, Magdalena —, Margarete —, Siegfried v. Stockhausen, N. N. . . . v. Streithorst, Emmanuel Friedrich Tepper, Eddy v. Tettenborn, Horst. . . . v. Tiedemann, Leo . . . . v. Tresckow, Arndt Heinrich . v. Trotha, Adolf. . . . . —, Agnes v. Tschirschky, Agnes . . . v. Neltheim, Achaz . . . . —, Gräfin Adelheid . . . —, Adelheid —, Anna —, Anna —, Anna Maria . . . . —, Christine Katharine . . —, Elisabeth Franz —, Franz —, Friedrich —, Friedrich v. Veltheim, Georg Philipp . 379 —, Heinrich 165 —, Heinrich Adrian . . . 280 —, Heinrich Adrian . . . 351 —, Heinrich Julius. . . . 320 —, Josias 606 —, Ludols 563 —, Luise Auguste .... 370 —, Margarete 557 —, Gräfin Marianne . . . 474 —, Otto August 491 —, Gräfin Ottonie.... 508 —, Ottonie 527 —, Ursula Elisabeth . . . 353 v. Vincke, Freiin Ernestine . 507 v. Wallwitz, Anna Katharine. 299 —, Magdalene (Anna) Susanna 281 v. Warberg, Edler Herr Anton 126 v. Weferlingen, Agnes . . . 151 v. Wenden, Ludolf . . 42. f. 217 v. d. Wense, Franz Otto . . 313 —, Sophie Magdalene . . 226 v. d. Werder, Heinrich . . . 232 v, Westphalen, Johann. . . 470 0, Wintzingerode, Adolf Ernst 229 —, Magdalene 53 v. Wulffen, Anna Magdalena 237 —, Eustach Friedrich . . . 297 —, Hans Christoph . . . 301 v. Wnstrow, Anton . . . . 111 0. Wnthenau, Konrad . . . 620 v. Wylich n. Lottnm, Wilhelm Malte Gr 520 —, Gräfin Marie .... 527 —, Gräfin Viktoria . . . 534 v. Zitzewitz, Albrecht . . . 607 139 523 537 124 266 222 170 457 282 291 106 41 241 99 14 178 366 391 517 621 612 292 610 106 605 123 480 530 79 546 310 355 118 468 604 464 505 2. Verzeichnis der männlichen Iamil'ienglieder. Achatius Renatus, 1706 . 364 Achaz lauf Harbke ?c., f 1538*) 79 Achaz II auf Harbke ze., 1538 bis 1588 134 Achaz III, * 1571 .... 189 Achaz 1577 — 1609 ... 202 Achaz. 1608 — 1609 ... 239 Achaz IV, 1606 — 1626 . . 254 Achaz auf Dereuburg, f 1681 266 Achaz auf Schöufließ, 1852 bis 1864 532 Achim auf Harbke, 1463. 1502 28 Achim auf Glentorf, 1485 bis 1520 55 Achim auf Bartensleben, 1564 bis 1620 185 Achim auf Sickte, * 1857. . 566 Achim, * 1890 631 Achim Friedrich, Domherr, 1598 bis 1624 245 Adrian Friedrich auf Beyen- rode, 1710 —1765 . . . 381 Adrian Hildebrand, 1610 bis 1622 251 Agmus, f vor 1511 ... 86 Albrecht, Gr., * f 1816 . . 494 Albrecht, Leutnant, * 1887 . 613 Alexander auf Veltheimsburq, 1705 — 1764 372 Alfred. 1853 — 1868 ... 516 Anton, Leutnant, * 1888 . . 614 Anton Ulrich, 1706—1707 . 378 Anton Ulrich aufBartensleben ?c., 1708 — 1769 412 Arnold Heinrich auf Aderstedt, 1648 — 1726 327 August auf Veltheim, * 1839 556 August, Leutnant, * 1886 . 590 August auf Veltheimsburg, * 1857 605 August Ferdinand Gr. auf Harbke, 1741 — 1801 . . 429 August Rudolf auf Jngers- lebeu, 1658—1729 ... 352 August Wilhelm, 1728—1771 388 August Wilhelm, 1713—1721 405 August Wilhelm, * f 1714 . 414a August Wilhelm, 1739-1741 460 Balthasar auf Harbke, 1520 . 65 Bartold 211 *) Die Zählung der alten Stammtafeln ist bei den namensgleichen Persönlichkeiten beibehalten. Nerzeichnis der männliche» Familienglieder, 9 Bernhard, Domherr, 1496 bis Erasmus auf Ueplingeu, 1511 83 1512 47 Ernst 154 Bernhard. Gr., 1814 — 1842 493 Ernst Ferdinand, 1723—1726 387 Bertram, Domherr, 1415 . . 4 Bertram, 1432. 1452 . . . 11 Ferdinand Werner auf Ostrau, Bertram, 1470 35 1744—1783 421 Bertram auf Oschersleben, Ficke al. Viktor, f 1554 . . 120 1488. 1497 44 Franz auf Ostrau, OberbergBurchard auf Osttau, 1579 bis hauptmann, . 1785 —1839 474 1625 194 Franz, 1825 — 1828 . . . 503 Burchardt, * s 1660 . . . 317 Franz. Fürst zu Putbus, * 1847 527 Burchardt, * 's 1658 . . . 322 Franz auf Osttau, * 1856 . 533 Burchardt. * s 1660 . . . 324 Franz, Rittmeister, * 1872 . 576 Burchard auf Schöufließ, 1826 Friedrich auf Destedt, 1638 bis bis 1855 504 1675 299 Burghardt, Oberleutn., * 1864 537 Friedrich, 1751 — 1766 . , 453 Burchardt, Oberleutn., * 1873 577 Friedrich auf Destedt, KammerBurkhard, 1838 — 1852 . . 562 rat, 1770 — 1805 . . . 480 Busso aufHarbke, 1536—1579 80 Friedrich, Forstmeister, 1798 Busso, 1519 — 1549 . . . 89 bis 1876 488 Busso. 1535 97 Friedrich auf Destedt, 1795 bis Busso auf Königslutter, 1593 1868 507 bis 1623 151 Friedrich Achaz auf Ostrau, Busso, s 1582 209 1739 — 1767 419 Friedrich Achaz, 1833 — 1869 540 Christian Albrecht, 1631 bis Friedrich Adolf Gr., 1770 bis 1656 279 1795 463 Christian Lndwig, * f 1682 . 349 Friedrich August auf Harbke?c,, Christian Ludwig, * f 1740 . 428 1709 — 1775 365 (Karl) Christian Septimus aus Friedrich Heinrich, 1691 bis Ostrau, 1751 — 1796 . . 434 1693. 369 Christian Werner. 1757—1767 456 Friedrich Otto auf Veltheims- Christoph I auf Alvensleben?c., burg, 1829—1867 . . . 544 1504. 1539 60 Friedrich Otto Rudolf, 1829 Christoph II, f 1547 . . . 104 bis 1834 549 Christoph, 1530 —1551 . . 90 Friedrich Ulrich auf AlvensChristoph, f 1573 .... 169 leben, 1604—1665 . . . 237 Christoph III ausAlveuslebeu zc,, Friedrich Ulrich auf Destedt. 1585—1615 174 1675 — 1738 336 Christoph, Domherr, 1573 bis Friedrich Ulrich, 1672 —1674 345 1613 218 Friedrich Ulrich, 1679 — 1681 348 10 Verzeichnis der männlichen Familienglieder. Friedrich Ulrich auf Beyenrode, Drost, 1733 — 1820 . . Friedrich Wilhelm, Komtur, 1743 — 1803 Fritz, Exz., auf Destedt, 1824 bis 1896 Fritz, Oberleutnant, 1875. . Fritz auf Destedt, Hofjagdjunker, *1881 Fritze, 1564 Gebhard, 1545 Gebhard Johauu, 1705—1707 Gebhard Werner, 1738 bis 1743 Georg, 1467 Georg, f 1568 Georg, * f 1582 . . . . Georg auf Gr.-Bartensleben, 1812 — 1874 Georg auf Bartensleben, * 1843 Georg, * 1899 Georg Friedrich Wilhelm auf Gr.-Bartensleben, 1752 bis 1827 Georg Hartwig, 1587 —1612 Georg Ludwig, 1746 —1757 Georg Philipp I, f 1683. . Georg Philipp II auf Alvens- leben ?c., 1703 —1778 . . Georg Philipp III auf Destedt, 1703—1758 Georg Philipp, f 1778 . . Gottschalk 86n. auf Lutter, 1448. 1490 Gottschalk, Komtur, 1495 bis 1504 Gottschalk auf Harbke, 1622 bis 1661 Günzel I auf Harbke, f 1487 Günzel II auf Harbke, 1496 bis 1511 51 Günzel, 1483 54 Günzel, f vor 1511 ... 85 Günzel III, f 1552 ... 91 Günzel IV auf Harbke, 1559 bis 1619 147 Günzel ........ 148 Günzel 149 Günzel Bodo, f 1604 . . 210 Günzel Heinrich ..... 148 Gustav, 1634—1642 . . . 296 Hans, Ritter, f 1415 ... 3 Hans auf Harbke ?c., 1418 bis 1471 10 Hans auf Alvensleben, f vor 1464 20 Hans auf Peiue, f 1497 . . 32 Hans auf Bartenslebeu, f 1395 106 Hans, 1613 ...... 150 Hans auf Glentorf, 1582 bis 1632. . ...... . . 222 Hans, 1?56>—1772 . . . 435 Hans, Gr., 1818 —1854 . . 495 Hans, Oberjägermeister, 1798 bis 1868 . . ....... 509 Hans, Oberst, 1830 — 1885 . 550 Hans, * 1886 592 Hans, Konsul, * 1865 . . . 617 Hans Busso 153 Hans Daniel. 1703 — 1704 . 363 Hans Heinrich, 1563 . . . 135 Hans Hilmar, 1845 — 1864 . 565 Hartwig auf Gleutorf, f vor 1464 19 Hartwig, f 1550 .... 92 Heidenreich Adrian auf Bartenslebeu zc,, 1665 —1735 355 Heinrich auf Harbke, 1418 bis 1440 . 12 451 430 546 583 611 122 177 377 459 39 136 196 490 559 596 454 223 431 282 370 376 439 16 49 264 7 Verzeichnis der männlichen Familienglieder, 11 Heinrich IV auf Ummendorf, Heinrich Christoph, 1627 bis f vor 1413 2 1677 281 Heinrich V (schwarze Linie) auf Heinrich Julius 160 Harbke, s 1458 .... 6 Heinrich Julius auf BartensHeinrich VI auf Hornburg ieben, 1596 — 1651 . . 244 (schwarze Linie), 1434 bis Heinrich Julius ans Bartens1475 15 leben ?c>, 1659 —1719 . . 353 Heinrich VII aufHarbke (schwarze Heinrich Philipp. 1672 —1673 332 Linie). 1434 — 1496 . . 17 Hempo, 1659 —1681 . . . 325 Heinrich auf Alvenslebeu, 1440 Herbert, Leutnant, * 1888 . 593 bis 1489 23 Hermann auf Alvensleben, Heinrich V (weiße Linie) auf De- f 1603 107 stedt, f 1485 40 Hermann, 1800 —1818 . . 510 Heinrich VIII auf Horneburg Hilmar auf Bartensleben, (schwarze Linie) .... 43 s 1504 27 Heinrich, Komtur, 1529 . . 57 Hilmar 68 Heinrich VI (weiße Linie) auf Hilmar auf Bartensleben, f 1566 108 Destedt, 1520. 1543 . . 69 Heinrich auf Ueplingen, 1511 82 Jakob auf Bartensleben, f 1554 59 Heinrich auf Nosenthal. s 1558 115 James, 1903 — 1904 . . . 60 l Heinrich VII (weiße Linie) auf Joachim auf Ueplingen, 1511 Destedtzc-, f 1577 . . . 118 bis 1581 87 Heinrich 132 Joachim, f 1547 .... 116 Heinrich, Kanonikus, f 1551 181 Joachim Adolf Werner, 1737 Heiurich VIII (weiße Linie) auf bis 1738 Beyenrode?c., 1558 —1615 184 Joachim Ernst, s 1622 . . 213 Heinrich, f 1622 .... 208 Joachim Heinrich, 1710—1711 403 Heinrich auf Rosenthal, 1592 Joachim Ludolf I auf Bartensbis 1668 226 leben ?c., 1629 —1707 . . 309 Heinrich, 1592 — 1612 . . . 228 Joachim Ludolf 11 auf BartensHeinrich, 1633 —1642. . . 294 leben, 1674—1730 . . . 359 Heinrich auf Alvensleben ?c,, Joachim Ludolf, Kammerjnnker, 1644 — 1696 304 1697 1724 395 Heinrich, Major, * 1860 . . 535 Jobst auf Harbke, 1470 . . 35 Heinrich Adrian auf BartensJobst, 1598 109 ieben, 1630—1674 . . . 310 Jobst, 1550 121 Heinrich Adrian auf MvensJobst auf Glentorf, s 1600 . 164 leben, 1673 — 1709 . . 334 Jobst auf Nosenthal ?c,, f 1594 180 Heinrich Adrian auf BartensJobst Wilhelm, * f 1620 . . 275 ieben ?c., 1715 —1759 . . 406 Johann August auf Beyenrode, Heinrich August, f 1755 . . 536 1754—1829 452 12 Verzeichnis der männlichen Familienglieder, Johann Ernst, Domherr, 1571 bis 1594 162 Johann Friedrich, 1616 — 1641 260 Johann Friedrich auf Destedt, 1731 — 1800 440 Johann Siegismnnd, * 1672 333 Josias. * f 1589 .... 199 Josias I auf Harbke, 1619 bis 1696 263 Josias II aus Ostrau, 1696 bis 1747 361 Josias auf Barteusleben, 1704 1729 399 Josias auf Elvershageu, 1852 bis 1888 530 Josias, Oberleutuant, * 1879 580 Josias, Leutnant, * 1884 . . 589 Iwan, 1846 — 1897 . . . 514 Karl, 1737 —1752 . : . . 426 Karl, Regierungsrat, f 1811 462 Karl, 1826 — 1848 .... 547 Karl, Leutnant, 1842 — 1898 558 Karl, * s 1852 608 Karl Achaz auf Schönfließ, 1787 — 1859 475 Karl August, Generalleutnant, 1718 — 1781 386 Karl August, 1734 — 1740 , 442 Karl Bernhard Friedrich Wilhelm, 1732 — 1733 ... 441 Karl Konrad Friedrich Wilhelm, 1732 — 1733 ... 441 Karl Ludwig, * f 1709 . . 380 Karl Wilhelm, 1724 — 1726. 416 Karsten, f 1599 175 Klamor (Klauenburg) ausSchla- den, 1448. 1497 . . 29 Kurt, 1451. 1495 ... 26 Kurt aus Derenburg, 1483 bis 1545 45 -Kurt auf Destedt, 1495 1537 70 Kurt 131 Kurt auf Derenburg, 1578 bis 1632 203 Kurt, 1836 — 1865 .... 552 Leviu, 1474 18 Leviu auf Alvensleben, f 1530 58 Leviu auf Uetze, 1529 ... 62 Levin, 1513 71 Leviu, Dompropst, f 1531 . 73 Levin auf Neplingen, 1511 . 81 Leviu auf Glentorf, 1534 bis 1568 96 Levin, 1547 105 Levin der Lange auf Nosenthal 112 Levin, 1545 119 Levin, 1533 128 Levin 137 Levin 155 Levin 163 Levin Friedrich, * 1587 . . 224 Liborius, * f 1594 .... 230 Loreuz 114 Lorenz, 1547 117 Ludols VI auf Gifhorn ?c., 1368. 1405 1 Ludols I (weiße Linie) auf Hö- tensleben, 1414. 1447 . . 9 Ludolf II (weiße Linie) auf Bar- tensleben ?c-, f nach 1494 21 Ludolf. 1492 31 Ludolf, Domdechant, 1527 . 72 Ludolf auf Neplingen, 1511. 1549 88 Ludols auf Ostrau, 1830 bis 1900 506 Ludolf auf Neklade. * 1859 . 534 Ludolf auf Veitheim, 1840 bis 1892 557 Verzeichnis der männlichen Familienglieder. 13 «udolf, * 1895 . . . . 599 Ludolf Malte. 1839 — 1861 . 521 Ludolf Werner, 1716 —1732 407 Ludovikus, Mönch, 1497 . . 48 Ludwig I iweiße Linie) auf Harbke, f vor 1472 . . 13 Ludwig aufBarteuslebeu, 1452. 1495 25 Ludwig auf Harbke, 1470 . 34 Ludwig II (weiße Linie) auf Destedt. 1490. 1530 . . 67 Ludwig, 1528 113 Ludwig der Reisige, 1580 . 176 Ludwig III auf Rosenthal, f 1611 182 Ludwig, * 1610 256 Ludwig Allton, 1749 —1754 433 Ludwig August, 1723 bis 1725 415 Ludwig Christian, 1735 bis 1737 417 Ludwig Karl, 1747 — 1751 . 422 Malte, Leutnant, * 1889 . . 597 Matthias auf Oscherslebeu, 1487 bis 1549 .... 74 Matthias auf Dereuburg ?c., f 1592 139 Matthias. 1613—1630 . . 265 Oskar, * 1855 517 Othrave auf Harbke. 1463. 1497 30 Othrave auf Harbke, 1485 bis 1531 53 Othrave ,jun, auf Harbke, 1544 99 Othrave, Gr., 1813 bis 1814 492 Otto August auf Veltheims- burg, 1797 — 1848 . . . 508 Otto Ludwig auf Ostrau ?c,, 1672 — 1714 321 Philipp auf Neplingen, 1593 bis 1626 152 Philipp Karl auf Gr.-Weiszaud, 1747 — 1820 432 Philipp Karl August, 1754 bis 1767 455 Philipp Rudolf, f 1622 . . 246 Philipp Siegmund auf Beyeu- rode, 1600 -1646 ... 234 Philipp Sieginnnd, 1646 bis 1652 305 Röttger, Gr., auf Harbke, 1781 bis 1848 465 Rudolf auf Sickte. 1805 bis 1869 513 Rudolf, Leutnant, * 1885 . 586 Rudolf August, 1711 — 1717 382 Sebastian. * 5 1667 ... 341 Sieginund auf Barteuslebeu, 1517 66 Sievert, 1517 61 Theodor, * 1897 .... 570 Ulrich. * 1851 529 Ulrich, Oberleutnant. * 1880 585 Valentin auf Ueplingen. 1511. 84 Niecke 75 Werner auf Harbke, 1434 bis 1497 14 Werner auf Harbke, 1493 bis 1497 46 14 Verzeichnis der männlichen Familienglieder. Werner, Gr., auf Harbke, 1783 — 1860 466 Werner auf Ostrau, 1817 bis 1855 501 Werner auf Schönfließ, * 1843 524 Werner, 1827 — 1869 ... 548 Werner, Referendar, * 1877 . 579 Werner, Oberleutnant, * 1879 580 Werner. 1874 —1882 . . . 582 Wilhelm anf Harbke, 1470 . 33 Wilhelm auf Veltheim, 1802 bis 1868 ...... 512 Wilhelm, * 1859 .... 519 Wilhelm, Leutnant, * 1884 . 623 Wilhelm Ludwig .... 326 3. Werzeichnis der weiblichen Iamitiengtieder. Abela, Klosterjungfrau. . . Adelgnnde, Gräfin, 1832 bis 1850 Adelheid (v. Alvensleben) . . Adelheid, Gräfin (v. Veltheim) Adelheid. 1867 — 1870 . , Adelheid (v. Bodelschwingh) . Adelheid (v. Heintze) . . . . Adelheid. * 1898 . . . . Adelheid (v. Veitheim) . . . Adelheid. * 1892 . . . . Adelheid Berta. 1841 — 1842 Adolfine Elisabeth (v. Löhneysen) Agnes, Konventualin . . . Agnes, Klosterjungfrau. , . Agnes, f 1571 Agnes (v. Menten) . . . . Agnes, 1651 Agnes (v, Schkölen), 1651 bis 1676 Agnese Florine (v. Arnstedt) . Alma (Gr. v. Maltzan). . . Amalie, 1634 — 1686 . . . Amalie Maria (v. d. Oelsnitz) Amalie Ulrike, 1706 — 1708 Anna, Klosterjungfrau, 1485 . Anna (v. Klencke) . . . . Anna (v. Bartensleben) . . 77 Anna (v. Hörda) 93 Anna (v. Münchhausen) . . 100 Anna (v. Alvensleben, v. Alvensleben) 102 Anna (v. Schenck, v. Veltheiin) 123 Anna (v. Kramm) .... 140 Anna (v. Milo) 157 Anna (v. Meyendorf) . . . 167 Anna (v. Stammer) .... 170 Anna (v. d. Schulenburg) . . 183 Anna (v. Hahu) 198 Anna, f 1586 200 Anna (v. Lüderitz) .... 214 Anna (v. Bruchhansen) . . . 227 Anna (v. Bodenhausen). . . 255 Anna (v. Veltheiin) .... 505 Anna (Gr. Alvensleben) . . 531 Anna, 1843—1876 . . . 564 Anna, * 1887 591 Anna (v. Trotha) .... 610 Anna (v. Wutheuau) . . . 620 Anna Adelheid (v. Bartenslebe» i 311 Anna Adelheid, 1701 —1703 362 Anna Barbara (v. Hagen) . . 342 Anna Dorothea (v. Dorstedt, v. Stedern) 291 127 498 188 464 538 545 578 600 606 615 543 483 28 37 94 161 258 308 293 522 314 249 411 22 64 16 Verzeichnis der weiblichen Familienglieder. Anna Katharina, * 1626 . . 277 Anna Katharine, 1670-1677 331 Anna Lucie >Q ^ . ^ T-x- L Z.L Z ^ 'G iS r: 'L « sz N S? «S> n N uz cO «O r<> >a -s> -s N N Anna. » 8.11.1646,1-16. S. 1647. Z Valentin, 1645-1700. -ü- Katharine. «z Martha. i>: Johann, 1640—1690. Anna Regina, * 1664, -f- jung. ^Eleonora Juliana. August, ^ 11.11.1659, blieb vor Belgrad. Johann Gottsried, * f 1638. ^ Johann Matthias, 1656-1737. Martha Elisabeth, * 16S4, f Dorothea Elisabeth, ^ 1633, j- Valentin Andreas, * 1628. Anna Katharina, ^ 1624, f Dorothea, 1623 —1624. Maria Magdalena, ^ 1621, f 5. 5. 1651. Melchior, " 1619. <172 . . T >^> Q N ^ ^ 8 ö?AZL^- N ^; Sz ? s -6 ^ " L. Z o- ^ « . B K-İ5 26 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. 1. Matthias, Kgl.Schwedischer Obereinnehmer im Erzstift Magdeburg, Rats-Kramermeister und Pfänner zu Halle, * 7. 4. 1392, -s- 1663. Gemahlin: I. 1618 Dorothea Wildenhan, T. des Peter, 13. 6.1631. II. 7. 2. 1632 Elisabeth Meykus, T. des Heinrich, Kämmerers des hohen Stiftes zu Magdeburg, 4. 7. 1651. III. 25. 10. 1653 Anna Maria Schmid, T. des Pfarrers zu Segrena bei Witteuberg, -j- an der Pest 1681. 2. Valentin, * 3. 12. 1607, -s- 19. 5. 1664. Er erlernte die Handlung bei seinem Bruder Matthias zu Halle, ward nachher Rats-Kramermeister und Pfänner zu Halle, wohin er 1623 gegangen war (Leichenpredigt). Gemahlin: I. 23. 8. 1630 Katharina Drechsler, T. des Magdebnrgi- schen Hofbäckers Paul Drechsler, ^ im Juli 1642; 4 S. und 4 T., davon 2 T. i- II. 30. 5. 1643 Anna Gantzland, T. des Kramers Hermann zu Halle, f 8. 6. 1659; 5 S. und 3 T. III. 12. 11. 1660 Anna Elisabeth Knoch, T. des Oberbornmeisters Gottfried zu Halle, 1- 4. 6. 1701, alt 62 I.; 2 Kinder. 3. Melchior, * 26. 3. 1619, -s- Gemahlin: 1644 Klara Sophia Merck, T- des O. Andreas Merck, Superintendenten und Oberpfarrers an der Marienkirche zu Halle und der Elisabeth Kirchhofs. 4. Valentin Andreas, Pfarrer zu Strentz-Nauendorf, * 25. 9. 1628, wohl Vater des Pastors Johann Christoph Velthem zu Groß-Rott- mersleben, welcher 1709 dem Heinrich Adrian (Nr. 234) die Leichenrede hielt. Gemahlin: 26. 10. 1652 Maria Magdalena Becker, T. des Amts- schössers zn Werdeshausen. 5. Johann Matthias, * 21. 8. 1656, -s- 9. 5. 1737, Kgl. Preuß. Quartal-Oberbornmeister, Ratmann und Pfänner zu Halle. Gemahlin: 1707 Dorothea Eleonora Mayer, * 1683, -j- 31. 3. 1748, T. des V. Johann Friedrich, Kgl. Preuß. Regierungsrates und Salzgrafen zu Halle. 2> Anhang. Die namensgleichen und namensverwandten Geschlechter. 27 6. Eleonora Juliana, * 80. 5. 1661. Ehemann: 22. 6. 1685, M. Georg Hennig, .1. ntr. 0. st zu Halle. 7. Johann, beim Tode des Vaters weilte er als stuä. tbsol. in der Fremde, später Kandidat der Theologie und Ncl^istsr pbil., dann Kursächs. Komödiendirektor, * zu Halle 27. 12. 1640, f vor 8. 4 1693. Seine Truppe, welche er als Kurs. Sächsische Komödianten-Gesellschaft bezeichnen durfte, führte den Namen: „Die berühmte Veltheimsche Bande". Eine ausführliche Beschreibung seines Lebens befindet sich in der Allgemeinen deutschen Biographie, Bd. 39, 577 — 585. Dort werden auch eine ganze Reihe von Publikationen über ihn aufgeführt. Gemahlin: Katharine Elisabeth Paul, „eine berühmte virtuöse Komödiantin, -s wenige Jahre vor 1745." Die Veltheimsche Bande soll wesentlich nach ihr genannt worden sein. Sie schrieb: „Zeugnis der Wahrheit vor die Schauspiele oder Comödien wider Johann Joseph Winkler, Diakonus zu Magdeburg". Eine Tochter aus dieser Ehe war hervorragende Schauspielerin in der Truppe ihrer Eltern. 8. Martha, * 23. 9. 1637, -s- 7. 3. 1681. Ehemann: 10. 11. 1657 Uax. Barachias Hardt, Pastor zu Lobnrg. 9. Katharina, beim Tode des Vaters unvermählt. Ehemann: 3. 7. 1666 Johann Karl Lichtemann, Kramer in Halle. 10. Valentin, * zu Halle 13. 3. 1645, -j- zu Jena 24. 4. 1700, aus des Vaters 2. Ehe, v. tbsol., 1672 Professor der Ethik und Politik, 1676 der Logik und Metaphysik, 1683 der Theologie, fünfmal Rektor der Universität zu Jena. Durch seinen Streit mit Pufeudorf bekannt. Seine Lebensbeschreibung findet sich in der Allgemeinen deutschen Biographie, Bd. 39, 595 und 596. Dort werden auch allerlei Publikationen über ihn und eine ganze Reihe seiner Schriften aufgeführt (Leichenpredigt). Gemahlin: 17. 6. 1673 Katharina Frischmuth, T. des Johannes, I^io. Orient., Profeffors zu Jena. 11. Gottfried Veldhem, * 17.2. 1650, Bürger und Handelsmann zu Dresden. 28 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Gemahlin: 6. 6. 1676 Anna Greiß, T. des Michael, Handelsmannes und Ratskämmerers zu Freyberg, und der Katharine Werner, * 11. 4. 1658, -f 26. 4. 1679 (Leichenpredigt). - 12. Elisabeth, " 16. 10. 1654, ^ 1694. Ihre Leichenpredigt wurde gehalten 3. Pfingsten (1. 6.) 1694. Ehemann: 12. 1. 1681 Gerhard Traudörfser, Pastor zu Kahla in Thüringen. 13. Anna, * 14. 1. 1657. Ehemann: 14. 10. 1684 Johann Christian Grundmann. 14. Dorothea Eleonora, * 21. 3. 1708. Ehemann: 24. 5. 1740 Christian Paul Böhme, Dr. meä. u. praotieus zu Halle. 15. Maria Sophia. Ehemann: 1702 Andreas Jenisch, Handelsmann zu Dresden. Eine bürgerliche Familie des Namens Veltheim ist auck in Zittau anzutreffen. Dort wurde laut der iu der Bibliothek zu Gotha liegenden Leichenpredigt das Söhnlein des Bürgers, Kauf und Handelsherrn Gottlob Veltheim und seiner Ehefrau Auna Rosine Hennig, 14. 9. 1700 beerdigt. V. 8. 5. 1657 schrieb in Hamburg ^.nton AÄvtker a Vsltsim Oom. ?a1. Loks. Oläkllb. st juäsx provivojalis in das Stammbuch des Lorenz Baudiß v. Treschen: omnia juris wusdis «zum potsris rsx ssss tui. VI. Johann Friedrich Veltcn (der Name wohl Verkürzung von Valentin), Rittmeister im Kgl. Prcuß. Husaren-Rgt. v. Eben, wurde laut Diploms vom König Friedrich II. von Preußen 21. 10. 1786 in den Adelstand erhoben. Er blieb als Major bei einem Rekognoszierungsritt 6. 3. 1793 in einem Gefecht unfern von Frankfurt (M). Wappen (Kneschkes Adelslexikon IV, 292; v. Ledebnr, Adelslexikon III, 52; v. Zedlitz-Neukirch IV, 292; Wappenb. der Preuß. Monarchie 2. Anhang. Die namensgleichen und namensverwandten Geschlechter. 29 IV, 81) durch einen goldenen Balken quer geteilt, oben in Silber Kopf und Hals eines gekrönten schwarzen Adlers, unten in Blau ein rotgekleideter, einen Säbel schwingender Arm. Gemahlin: Sophie Thiele, f über 46 Jahre alt zu Berlin 14. 9. 1802. Aus dieser Ehe stammten 7 Kinder, von denen einer Salzinspektor zu Schwuseu war. Hierher gehören wohl auch: 1. Charlotte v. Velteu, vermählt 3. 8. 1800 mit dem Erb- und Gerichtsherrn v. Lühmann zu Gahlkow in Schw.-Pommern. 2. Leopold v. Velten, Regimentsarzt des 5. Kürassier-Rgts., Ritter des Eisernen Kreuzes, -f zu Riesenburg 24. 1. 1828. Ihm wurde von seiner Ehefrau Julie Puhlmann aus Potsdam 16. 7. 1824 zu Riesenburg eine Tochter geboren. VII. „Die Freiherren v. Veltheim, fränkische schwarze Part: Österreich, Kathol., daselbst sreiherrlich anerkannt." Unter dieser Überschrift wird im Gothaer Frh.-Kalender 1855 und 1861 eine Familie mit dem Wappen des Braunschweigisch-Magdeburgischen Geschlechts behandelt, ohne daß eine verwandtschaftliche Beziehung zu demselben nachgewiesen werden kann. In demselben Kalender findet sich folgende durch den Frh. Anton Ordolphus vervollständigte Stammreihe: Ernst Friedrich Reichsfreiherr v. Veltheim, * 1711, -j- 1786, General der Infanterie des fränkischen Kreises; ux.: Margarete Reichsfreiin v. Bernhausen. Frh. Werner Christoph, Bayer. Kämmerer, * zu Philippsburg, f 1838; mit ihm übersiedelte die Familie nach Österreich, ux.: Martha v. Boyn, T. des Reichssrh. Gustav Eberhard, Kaiser!. Rnss. Generals, und der Katharine M. Eleonore Reichsgräfin v. Lazy. Frh. Johann Theophil, * 1798, -s- 1864, K. K. Oberst; nx..- 4. S. 1831 Anna v. Sommer, * 1806. Freiin Sophie, Freiin Marie, Frh. Anton Ordol- Freiin Adelheid, Frh. Oskar *1831, Witwe * 1833. phus Christoph, Stiftsdame zu Ordolph, des K.K.Ober- ^1835, K.K. Oberleut. St. Pölten, Zögling der There- lentnants a. D. a. D., R. des Kaiser * 1838, ledig, filmischen Ritter- Joseph Franz Joseph-Ordens, akademie. Benglovich. Besitzer des Militär- Verdienstkreuzes mitd. Kriegsdekoration, des Kriegs- u. Jubiläumskreuzes u. R. d. Kgl. Bayr. St. Michael-Os. Diese österreichische Linie ist, da kein männlicher Dezendent vorhanden, im Aussterben begriffen. Nach des Frh. Anton Ordolphus Mutmaßung steht sein Zweig in keiner Beziehung zur preuß.-braunschweigischen Familie, „da derselbe sich seit Jahrhunderten zur katholischen Kirche bekennt". 30 Die Genealogie des Geschlechts von der Teilung der Linien an. Diese Familie stammt ab von: „Ernst Friedrich v. Veltheim aus dem Braunschweigischen Adel, Kommandant der fürstbischöslichen Residenzstadt Eichstedt und des dasigen Kontingentes, bei welchem er seit 1773 diente". Nach Mitteilungen aus dem Kgl. Bayerischen Kriegsarchiv zu München hatte er 2 Jahre als Kadett unter den kursächsischen Grenadieren*) gestanden, wurde 4. 2. 1737 Fähnrich im eichstättischen Kontingent, 30. 7. 1737 Leutnant, 1737 als Sekond-Major im fränkischen Kreisregiment Ferntheil (später Hohenlohe) ausmarschiert, 18. 8. 1738 Premier-Major, 4. 11. 1738 Hauptmann, 3. 9. 1761 Premier-Oberstleutnant (1760 und 1761 krank in Eichstätt), 21. 3. 1763 Sekond-Oberst, 19. 5. 1775 Generalmajor (ohne Regiment), 24. 11. 1786 gestorben. Das Kgl. Bayerische Kriegsarchiv gibt weiter Auskunft über vier um jene Zeit lebende Träger des Namens v. Veltheim, wohl Söhne des genannten Ernst Friedrich. 1. Max, 28.11.1751 Kadett im eichstättischen Kontingent, 11. 8.1769 Fähnrich, 17. 11. 1777 Lentnant, 21. 3. 1782 Oberleutnant, 16. 10. 1784 Stabs-Kapitän in der Ernst Friedrich v. Veltheim-Kompagnie, 25. 11. 1786 Hauptmann (mit eigener Kompagnie) im Regiment Hohenlohe, 4. 1. 1791 Major bei Eichstätt, beim Kreis noch Hauptmann, 1793 als Hauptmann beim fränkischen Kreisbataillon Juliazy, später Boiueburg, dann Hornstein, ausmarschiert „aus Eichstätt", 1797 hat seine Kompagnie Major v. Boineburg. Abgang nicht festgestellt. 2. Johannes Julius Joseph. Er wird in der Musterungsliste des Oberstleutnants Ernst Friedrich v. Veltheim 12. 1. 1761 als Kadett ausgeführt „beim Staud" (d. h. nicht ausmarschiert). So findet er sich auch schon in der Musterungsliste vom 6. 8. 1757 angegeben, dürfte also ^während des siebenjährigen Krieges noch im Kindes- oder Knabenalter gestanden haben. 13. 7.1762 Kornet im fränkischen Kreis-Kürassierregiment Bayreuth. Die Bezeichnung Kornet gegen Ende des Krieges in Leutnant umgewandelt. 13. 7.1778 Premierleutnant in der eichstätt. Kürassier-Kompagnie v. Gudenus. 4. 1. 1791 Rittmeister, 20. 8. 1793 Infanterie-Hauptmann, 1797 führt er die Kompagnie v. Gndenus im Bataillon Juliazy, 13. 4. 1799 Major (anscheinend beim Stand), 1800 nicht inehr erwähnt; die Kompagnie führt Kapitän v. Riedheim. 3. Friedrich, 1. 3. 1771 Leutnant, war anscheinend nur beim Hoch- stift Eichstätt, nicht auch beim Kreis angestellt. *) Nach Mitteilungen aus dem Kgl. Sächs. Kriegsministerium zu Dresden ist ein Ernst Friedrich v. Veltheim in den Kursächsischen Kadetten- und Musterlisten nicht verzeichnet. 2. Anhang. Die namensgleichen und namensverwandten Geschlechter. 31 4. Christoph, 22. 11. 1771 Leutnant, anscheinend nur beim Hochstift Eichstätt, nicht auch beim Kreis angestellt. Das Kgl. Bayerische Kriegsarchiv nennt als Druckwerke: 1. (A. v. S.) Nachricht von den fränkischen Kreistruppen. Nürnberg 1782. 2. Jnl. Sax, Militärwesen im vormaligen Hochstifte Eichstätt, 44. Jahresbericht des historischen Vereins für Mittelsranken. Ansbach 1892. S. 29 — 50. 3. H. Helmes, Kurze Geschichte der fränkischen Kreistruppen 1714—1756 und ihre Teilnahme am Feldzng von Noßbach. Darstellungen aus der Bayerischen Kriegs- und Heeresgeschichte. 16. Heft. München 1907. 4. Helmes, Die fränkischen Kreistruppen im Kriegsjahre 1758 und im Frühjahrsfeldzuge 1759. Darstellungen aus der Bayerischen Kriegs- und Heeresgeschichte. 17. Heft. München 1908. Die beiden letzten Schriften enthalten nur die Nachricht, daß 1757 v. Veltheim in Eichstätt als Oberstwachtmeister im Regiment Ferentheil stand, daß bei der Musterung des Regiments bei Führt 6. 8. 1757 Ernst Friedrich v. V. als Oberstwachtmeister aufgeführt wurde und daß 18. 8. 1759 der Kreiskonvent ihn zum Premier-Major ernannte. Im Führer durch die Sammlungen des historischen Vereins zu Mittelfranken 1904 S. 6 ist zu lesen: Oben an den Wänden des ersten Saales im Schloßslügel 7 Ölporträts, darunter ein Offizier des fränkischen Kürassier- Regiments Tresckow (v. Tresckow war Oberst im Regiment v. Ferentheil, in welchem Ernst Friedrich v. V. stand) namens v. Veltheim. Anfragen an die Pfarrämter zu Eichftedt und Philippsburg sind ergebnislos verlaufen. Noch sei bemerkt, daß sich auf der Ahnentafel von Henriette Friederike Karoline v. Blomberg geb. v. Bruchhausen eine Anna v. Feldheim zu Fal- städ, vermählt an Georg v. Brockhausen zu Reelkirchen, verzeichnet findet. Die Ahnentafeln der angeheirateten Damen. Verzeichnis der Mnentafetn. v. Adelebsen, Adelheid. —, Wilhelmine. v. Alvensleben, Helene Dorothea. —, Johanne Friederike. —, Sophie. v. Arnim, Ottonie Henriette. v. Arnstedt, JohanneSidonieCharlotte. v. d. Asseburg, Gödela Magdalena, —, Juliane Florine. —, Luise Armgard. v. Bartensleben, Armgard Amalie. v. Bibow, Helene. v. Bose, Marie. v. Bülow, Anna. —, Berta. —, Friederike. v. Gadenstedt, Auguste. v. Häseler, Gräsin Rosa. v, Katte, Gebhardine Friederike Marie. Kameytska v. Elstibors. Maria Anna Katharina, v. d. Knesebeck, Anna Lukretia. v. Krosigk, Margarete, v. Lehndorff, Gräsin Emmy. v. Mandelsloh, Katharine Dorothea, v. Oberg, Gräfin Berta. v. Pannewitz, Friederike Albertiue. v. Reden. Wilhelmine Amalie. v. d. Schulenburg, Gräfin Anua. —, Anna Sophie. —, Freiin Auguste Ehrengard. —, Gräfin Charlotte. —, Gräfin Juliane Friederike Luise, v. Stammer, Luise, v. Wulffen, Anna Magdalena. v. Wylich und Lottum, Gräfin Marie. —, Gräfin Viktoria. Ahnen sind für den nur Nullen, Der als Null zu ihnen tritt. Steh als Zahl an ihrer Spitze Und die Nullen zählen mit- N S -rQ. -rZ N Ä) -5^- G ^ c5> ^<76 -s- O n .,^ N- N »S 'S- t» » !S s S) co !^I cs N sz N S> N >S- N iÄ. S--^ K n K r: sz -S tÄ s !Ä r: S W N L S « N s- Zs cO L r»' ---- c) ? ^-.co 3 - O u «- --: . -^> <7^ <Ü L-Z K -n N c>? «5)- 6^ . co !->--- s «» Z^ s ->i ,L ^ L »1 G «. >? N K S L e^i S5S Z oi n ^ Z-l- s ^7 >cz « G N >?Q Z-6 s t?» G oo « s; sz SiS K N «2 N-I^ s cs cO et W K Albrecht Ernst v, Adeledse», * 14.10^ 1634, f S. 9^ 1691. Anna Magdalena v^ Bü^ow a. d. H. Poppendorf, *6.3.1640, f 13.3.1720 (al. f 4. 9. 1691). 1672. Georg Friedrich v. Spvrckcn auf Züscheudorf, f 12.3.172S, Drvst zu Marburg. Anna Elisabeth v.d. Schnlen- burq a. d. H. Einden, * 1673, f12.3.172S. Georg v. Steiuberg auf Bodenburg ze., " 26.4.1650, 1- IS. 6.1744. Eva v.Korff a. d, H. Waghorst. Johann Franz Dietrich v, Wendt ans Wildeu- bruck ic., »S.3.167S, f 18.3.1748. Friederike Charlotte v.d, Ansicht a. d. H. Jppenburg, * 30. I I. 1684, f 2.5.1752. Börries v. Miinch- haufen auf Remering- hansen ?e., »10.2.1663, 1'13. S. 1722. Sophie Katharine v. Voß, f 1735. 1.5.1703. 11.7.1686. Bodo Wilhelm a. d. Winkel auf Wettiu ze,, *22.5.1698, Sophie Elisabeth v. Schwar- zeufels, f 1722. Christian Ludwig v. Harden- berg, »18.9.1663, f 6.12.1736. 1721. Katharine Shbilla Freiin v. Dörnberg, *4.5.1669, f 18.6.1767. Gotthard Heinrich August v. Bnlow auf Essenrode nnd Beher- naumburg. Anna Adelheid v. Alvens- leben, * 14.9.1702, s 28.2.1766. 12.10.1728. Dietrich August v, Adelebsen, * 3. 7. 1683, f 8.3. 1758. Christine Luise v. Spörcken a. d. H. Züschendors, * 10.1.1705, -I- 18. 3.1734. Ernst v. Steiuberg auf Bodenburg :e., * 26. 9.1692, f 3.10. 1759. Maria Luise v. Wendt a. d. H. Wildenbruck, * 18.2. 1704, f 2. 9.1753. Börries v. Münchhansen nuf Moringen, Oberdorf und Remeringhaufeu, * 26. 3.1702, f 13.10.1772. Sophie Magdaleue Christiane a. d. Winkel a. d. H. Wettin, » 25. 7.1722, 1789. I Christian Ludwig v. Hardeuberg, Generalleutnant, * 3.11.1700, 1' 26.11. 1781. Anna Sophia Ehrengardt v. Bülow a. d. H. Essenrode. 1741. Friedrich v. Adelebsen, Generalmajor, * 18.6.1728, f 25.9.1791. Eva Wilhelmine v. Steinberg, ' zn Osterode 20.8.1730, -j- zu Kassel 6. 5.1769. 16. 2.1749. Albrecht Adolf Wilhelm v. Müuchhaufen, * 23. 7.1742, f 29. 2.1784. Anna Sib>)lla v. Hardenberg, Oberhofmeistcrin der Königin von Holland, * zu Essenrode 3.11.1751, f zu Berlin 25. 7.1808. 12. 5.1768. Franz August Georg v. Adelebsen auf Adelebsen, zu Hannover 3. 2.1765, -s zu Adelebsen 16.11.1810. zu Harste 2g. 12.17 Luise Angnste Sophie v. Miinchhanfen a. d. H. Remeringhaufeu, * zn Katlenburg 10.12.1772, f zu Adelebsen 6.9.1840. Wilhelmine Amalie Gertrud Charlotte Luise v. Adelebsen, * zn Adelebsen 15.4.1791, f zn Brmmschweig 28.8.1811, inai-.- zu Adelebsen 24.9.1810 ^ Gr. Werner v. Veltheim auf Harbke, Adelheid Melusine v. Adelebsen, * 14. 6.1795, f 4. 2.1823, mm-.: zu Adelebfen 10.12.1812 / * 18.2.1785, f zu Harbke 5. 6.1860. IN «5 sz S Joachim>.> v. Alvensleben auf Kalbs ze.^ »7.4.1514, i 12.2.1588. 6)- S5 Z <5^ c» .-^> N S) 's (ÄZ N >c^> (9 >2» ci5 . cn Margarete v. d.Asseburg a.d.H. Haus Neindorf, *25.5.1541, f 24. 12. 1606. 9.11, 1569. ZN a t t h i a v. Veltheim auf Aderstedt, f 15!)2. Katharine v. Schwi- cheldt a. d. H. Peine, f 1606. <5)> Daniel v.d.Schnlen- burg auf Altenhausen. ^3.6.15.^8, 76.11.1594. O T) N ^ c^> <«> ^ KZ S W Nol e» . (O Ehrengard v. Allen a. d. H. Wilkenburg. 1570. Gebhard Johanns, v. Alvensleben auf Erxleben 2.10.1^,^^ f 27. 7.1631. Gert??i>t v. Neltheim a, d. H. Aderstedt, * 22. 3.1585, f 11.11.1622. 25. 2.1610. Matthias v. d. Schulenburg auf Altenhausen, * 14. 9.1578. f 17.1.1656. 1.10. Werner v. Schenk auf Flechtingen, f 1597. Sabine v. Bredow a, d. H. Rheinsberg. Margarete Schenk v. Diepeu, * 21.6.1571, f 11.9.1636. 1609. ^ 0) 6)- ^ 0O ^ . ^ ci> . R ^ . >c> N Gcbhard v, Alvensleben auf Reu - Gat- lersleben, » 1543, A. 9.1609, s «» S- ö? <» G Katharine Lueie v. Pentz a. d. H. Friedeburg, * 1561, i 12.4.1536. 1577. Gebhard v, Alvensleben zu Pfutzenthal, * 15.4. 1534, f 6. 6.1627. K K — -S G sz Hieronymns v. Dieskau auf Dieskau. «» Lz> -S- Anna v. Pflug a. d. H. Kottwitz. N Bodo v. Rauteu- bera, f 12.9. 1597. G s? İ N G Katharine v. Steinberg, f 26. 9. 1626. Achaz v. Neltheim auf Harbke, -j- 12.11. 1588. I ci: O R ö? Margarete v. Saldern a. d. H. Eichfurth. Christine v. Dieskau a. d. H. Dieskau, * 10.10.1589, f 7. 9.1636. 1613, Barthold v. Rautenberg auf Rethmar, ? 11.2.1647. Margarete v. Veltheim a.d.H. Harbke. Joachim^H. Alvensleben auf Erxleben, . »,l20.L. 1612, f 10.12.1645. Ehrengard v. d. Schulenburg a. d. H. Altenhaufen, * im Juli 1611, f 7.2.1677. Gebhard v. Alvensleben auf Reu-Gattersleben, * 1618, f 1.10.1681. Agnes v. Rautenberg, 23. 6.1616, f 28.11.1685. 19 2.1640, 23. 6. 1650. Gebhard Johanns. Alvensleben auf Erxleben^ »t?> 1.1642, f 1.8.1700. ^ Auguste Christina v. Alvensleben, * 21.6.1651, f 1.6. 1691. 5. 9, li7>. Helene Dorothea v. Alvensleben, * 3. 7.1684, -s 28. 3. 1748, niar. A.8. 1702 Friedrich Ulrich v. Veltheim, * 25.3.1675, -j- 3.5.1738. s? N Q -s> N !>5> cÄ V s; c: G «5S- ^5 S> K> >? G K Ä L «S> sz N v S Z s G -S N <») Z A «i: cN N S N Gebhard Johann v. Alvensleben auf Erxleben:c., *2.10.1576, f27.7.1631. Gertrand v. Veltheim n. d. H. Aderstedt, *22.3.1585. f II. 11. 1622. Matthias v. d.Schuleu- burg auf Altenhansen, *14.9.1578, f17.2.1656. 25. 2. 1610. Joachim v. Alvensleben auf Erxleben, * 20. 2.1612, f 10.12. 1645. Margarete Schenk v. Diepen, *21.6 1571, fit. 9.1636 1.10 1609. Ehreugard v. d. Schulenburg a. d. H. Altenhausen, * im Juli 1611, -s- 7. 2.1677. 19. 2.1640. Gebhard Johann v. Alvensleben auf Erxleben ic., * 23.11.1642, f 1. 8.1700. Gebhard v. Alvensleben auf Pfntzenthal, »15.4.1584, f 6.6.1627. Christine v. Dieskau, * 10.10. 1589, f 7.9.1636. Berthold v. Ranten- berg auf Rethmar, fll.2.1647 Margarete v. Velthein a. d. H. Harbke. Gebhard v. Alvensleben auf Pfützenthal, *15.4.1584, 7 k 6.1627. Christine v. Dieskau, * 10.10. 1589, f 7.9.1636. 16l3. 1613. Gebhard v. Alvensleben anf Neugatterslebeu, * 1618, -f- 1.10.1681. AgneS v. Nantenberg, * 23. 6.1616, -!- 28.11.1685. Gebhard v. Alvensleben auf Neugattersleben?c., " 1618, 1- 1.10.1681. Berlhold v. Rautenberg auf Rethmar, f 11.2.1647 Margarete v. Veltheim a. d. H. Harbke. Matthias v. d. Schulenburg auf Altenhaufen, *14.9.1578, f17.1.1656. Margarete Schenk v. Diepen, *21.6.1571, 711.9,1636. 1.10.1609. Agnes v. Rantenberg, *23.6.1616, -j- 28.11.1685. Alexander v. d. Schnlenburg auf Alteuhaufen zc., * 23. 9.1616, f 17.3.1681. Gebhard v. Alvensleben auf Huudisburg ?e., * 15.6.1591, f18.1.1667. Bertha Sophie v. Saldern a. d. H. Plattenburg, -j- 3. 6.1670. 1633. Adelheid Agnes v. Alvensleben a. d. H. Hnndisburg, * 2. 3.1636, -j- 12.1.1668. 23. 6.1650. 23. 6.1650. 7.6.1657. Auguste Christine v. Alvensleben, * 21.6.1650, f 1.6.1691. Johann Friedrich v. Alvensleben auf Hnndisburg .'e., * 9.1.1657, 1' 21. 9.1725. 5. 9.1671. Adelheid v. d. Schulenburg a. d. H. Altenhausen, * 6.1.1664, 1- 22.3.1726. 14.11.1686. Johann Angnst v. Alvensleben auf Erxleben ?c., * 21.9.1680, f 8.4.1732. Agnes Sophie v. Alvensleben a. d. H. Hundisbnrg, * 13. 7.1695, f 29. 7.1749. 3. 10 1713. Johanne Friederike v. Alvens inai.: 21.7. 1750 Adrian Friedrich v > !ben, * 12. 6. 1728, f 28.2.1780, Beltheim, * 27.3. 1710, f 7.5.1765. M > > ^ > > W W I i > ! S5 c? r: U ?-> Z N A «5> N S> cO <^> e>z N Q n G s >S° G -S >s S -s «s >-» Z K L 6?^ Z' S -L>- 's s c^> «z A c^ r- ^5 R G s K <«> « G N L-Z >«! :Q « S U Ä G °S Q S 17^ cO cO c» c^> n 5? Z G 6)- S- N- Z K) ^ Ä ^ t^I r? « ^-.^> K «z . »a T SZ « 28. 5.1656. Wolf Christoph v. Arnim, Generalleutnant :e., » 19.12. 1607, 721.3.1663. 26. I I. Katharine Dorothea v. Hoym, » 25.11. 1619, f 21.8.1660. 1638. Nikolaus Heinrich v. Nischwitz auf Gröba. Sarah v. Star- schedel a. d. H, Borna. Hieronyinus v. Pflug auf Kavertitz. Anna Katharina v. Nischwitz a. d. H. Gröba. Friedrich v. Werther» auf Weichlingen, *26.6.1630, f 21.12. 1686. Justine Elisabeth v. Loser, * 11.10. 1634, v 9.1.1701, Johann Ewald v. Mirbach .aus Pusseu, 1635. Katharine Anna v. Koschkull. 30.5.167 l. N. N. v. Fischer auf Spahien. Kraft Burghard v. Boden- Haufen auf Radis :c., »27.3.1647, 1' 24.10. 1716. 12.5. Anna Katharine v. Gladebeck a. d. H. Nohra, »12.10.1652, f 15.11. 1726. 166^. Christian Friedrich v. Pfuhl auf Geilsdorf, *28.6.1653, 1- 1702. Heleue v. Velt- heiin, *4.4.1657, f 14.6.1727. 30.12.1684. Johann Georg v. Arnim, Kammerher^r auf Gröba zc., » 3. 6.1656, f 18.11.1721. Marie Magdalena v. Nischwitz a. d. H. Gröba, 1' 20. 3.1718. 11.11.1696. Adam Heinrich v. Pflug auf Kavertitz. Sophie Auguste v. Werthern, * 3.8.1681. Emmerich v. Mirbach, Rittmeister anf Puffen, * 4.4.1651, !- 13. 3.1699. Emmerentia v. Fischer a. d. H. Spahren, »in Spahren 13.8.1659, 1' 20. 9.1713. 17. 4.1702. Christoph Heinrich v. Arnim, Kammerherr auf Gröba uud Plauitz, » 20.6. 1699, f 12.11.1767. Anna Elisabeth v. Pflug a. d. H. Kavertitz. 1723. Ernst v. Mirbach, Oberstleutnant, 16. 5.1680, f 9.10.1751 (->!. 5.10.1750). Otto Wilhelm v. Vodenhauseu, » 15. 4.1680, !- 18.10.1754. Luise Emmerentia v. Psuhl, » 28. 3.1688, 1- 27. 2.1715. 16.10.1704. Helene Christiane v. Bodeuhauseu, " 11.2.1709, i' 20.12.1754. 2.8.1730. Karl Heinrich v. Arnim auf Gröba, Sächf. Kammerjunker und Oberforstmeister, » 15.7.1724, -j- 15.11.1798. Ottonie Emmerentia Dorothea v. Mirbach, » 20.7.1731. 6.5. l M, Ottonie Henriette v. Arnim, * 25.1.1760, -j- 16.3.1803, msr.: 21. 573 Gr. August Ferdinand v. Beltheim, * 19.8.1741, f 2.10.1801. <^> cO ^5 L N Z Ä- cz L Z Z o « <2 N ^5 -z « N5» <Ü S-t <8 CZ xz n 6). N cit c: N «55 ?Z e N5» <Ü !-» N ö? cZ Z « « <5^ <ü L c^> s e^i <ü . L ^ ^ -!^ a? ^ N (^z » ^ ^50 !Z ^ A N 31.8. 1584. L c^Z N-Z 5^ UD »5» 5) (V >-7) «l? N . I cO l>- >-7) L R ^>- Q G 1589. :rü V n c^ ^ n Q ^ G «ü ?O 7^' G >8" Q Z ^ U7) 5-» -5 vQ ->5t A (6) 6)- 'n' <ü N >Q 6^ n us Grvbzig Kerders- hausen, rstl.Köthen, Geh. Rat, » 1S80, 7 1636. Kalbe 18. 3. 1617, Elisabeth v. Alvens- leben, *31.1.1593, f zu Gröbzig 20.10.1624. Achaz v. Bartens- leben, s 25.6 1636. Emmerentia v. Lützen- dorff. Christoph Johann v. d. Afsebnrg auf Ampfurt und Eggenftedt, f 1651. Elisabeth v. Münch- hausen. Gebhard Friedrich v. Krosigk auf Hohen- erxlebeu, Rathmannsdorf und Merbitz, s 1630. Brigitta v. Behr. Hieronynms Brand v. Arnstedt, Domherr, auf Otzdorf ic., * 1595, f 25.10.1636. Sidonia o. Bennigfen a. d. H. Banteln. * 23. 7. 1600, f 24. 6. 1670. Kaspar Heinrich v. Haus, Brannfchw. - Lüneb. Rat auf Einbeckhaufen, 1- 18.9.1675. Jlfe Sophia v. Bennigsen. 8. 10.1620. Gebhard Paris v. Werder, Landeshauptmann zu Käthen, * 19. 4. 1621, f 19. 2. 1679. 3. 2. 1650. Dorothea v. Bartensleben, / ?! Johann Angnst v. d. Asseburg, * 1611, f 1660. Berta (Sophie) v. Krofigk a. d. H. Hohenerxleben, s 1686. Erasmus Christian v. Arnstedt auf Otzdorf zc., * 26. 6.1628, 1- 14. 4,1706. Anna Elisabeth v. Haus a. d. H. Einbeckhausen. Heinrich Gottlieb v. Werder auf Grvbzig, * 6. 3. 1654. Brigitta Sophia v. d. Asseburg, * 1659, f 1703. 19. 9. 1677. Moritz Heinrich v. Arnstedt auf Badleben und Otzdorf, Polnisch-Sächsischer Generalleutnant, * 27.1.1679, f 13.6.1751. Johanna Christiane v. Werder a. d. H. Posterstein und Sommeritz, -j- zu Torgau 3.2.1743. Johanne Sidonia Charlotte v. Arnstedt, * 1.12.1724, f zu Mersi mrg 8.4.1803, nmi-.: Alexander v, Beltheim, f 29.12.1764. «IN 7 Z H >p Q >5" G Z N « S? N 52 <ü c: N S" O cc> l.^ -z G N 52 R ^5 «5^ a5t 52 I Z k- ?: >2 A > 7' SZ L L -Z » N 52 s - ^ 7 s 52 k-9 52- Z Z ö? R 52 R 5^ cZ 52 Z 46 o ^—- V- < V -s L K N N n S5 s- s- cz ö? Brandenstein a. d. H. Oppurg (al. Dorothea). Gebhard v. Alvens- leben auf Kalbe ?e., 1-7.4.1541. Fredeke j Busso v. Wenden, ! v, Bartens- 1531. leben auf Wolfsburg. Barta v. Harden- berg a. d. H. Hardenberg. Ludwig Asche Gisela v.d.Asseburg v. Daunen-! v. Kramm ans Ellbruch. anf berg falkenftein. a. d. H Dannenberg. Margarete v. Branden- steiu a. d. H. Oppurg. Georgs v. Quitzom auf Rühstädt Margarete v. Aruim. Achaz v. Beltheim auf Derenburg, » 1524, s 1558. Adelheid v. Schwi- cheldt. Johann v. d. Affebnrg auf Falkenftein. Klara v. Kramin a. d. H. Ellbruch. Ludolf v. Alvenslebcn auf Nen-Gattersleben?c., * 1511, f 11.4.1598. Barta v. Bartenslebeu, * I5l4, f 30.1.1587. Johauu v. d. Affeburg auf Falkenftein. Klara v. Kramm a. d. H. Ellbruch. 1540. Dietrich v. Quitzow auf Kletzke, Rühstedt, Widelah. — . -,v-. Ilse v. Beltheim a. d. H. Derenburg. x . August v. d. Asseburg anf Falkenftein ?c., -!- 6. 8.1604. Elisabeth v. Alvenslebeu a. d. H. Hundisburg, » 1552, f 21.12.1609. 1577. Hans auf X. - Ernst v. d. Asseburg Beyernaumburg. Z^. Ilse v. Quitzow a. d. H. Widelah. ^ . Busso V.d.Asseburg auf Falkenstein, Neindorf :e. Magdalena v. d. Asseburg a. d. H. BeMnaumburg. Gödela Magdalena v.d.Asseburg. i 16.3.1663, msr.: 7.3.1652 Josii s v. Beltheim auf Ostrau ?c., ^ zu Harbke 7.2.1619, f daselbst 21.6.1696. 6 8 n «z 3 >L» 5? S5 n K «Z V s L Z' s cz R s >Q S n Q 8 !-» N O n N N °s^ s s s « s s « S s L) L L O K5 s c) <5S- N O s? 's G Q QV u7) ^> S s Z 's' « L N « Z G »5 R ^5 s K »« Z <5Zv s s LdZ 5V A U s s 5> G s s « N N ö? s Q <9 K s s ^5 S V Q !-» s N ^v s >s Z R s »-» ^S O (v .s 's s Z :S c^ s s L Q »L L Ä 's' « ^2- s «Ü T Q R R -s « L T- « ö? s 8 s O O « «> »-» s >Q s .« G Q s? 's' --Z « s 's «? -VZv 'Z K> O « S n S G L N- G e- ?: « <5^ o,L s . L -> 'S Z L? -K Z I K 5» Z cZ Z L s- L Ä S (6) s s R 's' 'S' s .«v 's s »5» K R L L s 5-» SZ :S N- O -L)- Z s -S W Q Q cSt S cs « L T- SZ S s .S s ö? ö? N- G « L >» "v N s »« N « K L >« ß »8 >s « » ». s s; »V S> L Z- s K n n K ö? n s K s L »8 n s ö? L L !S s- N L K s V- K « L K s N r- c: K «» c>» S »V ? -Z tv Johann v. d. Asse- burg auf Falkenstein zc> Klara v. Kramm- Ludolf v, Alvens- leben auf Kalbe zc., " 1S11, f1^4^1S96^ Berta v, Bartens- leben a.d.H. Wolssburg, * 1511, 1-30,1,1587, Johann v, d, Asse- burg auf Falkenstein zc. Klara v, Kramm, Dietrich v, Quitzow ans Kletzke?c. Ilse v. Velt- heim a. d, H. Derenburg. Henning v, Arnstedt. Erdmut v, Klöden, Hierony- mus v, Haacke auf Ohr zc. Margarete v. Frencke. Erasmus v. Bennig- sen auf Banteln. Margarete v. Welze. 1S40, Hans v, Gittelde auf Gittelde zc. Anna v. Boven- ten. Hans v. Schöning auf Schönrade zc. Elisabeth v. Strauß. Joachim v. Rülicke auf Grabow. Katharine v. Lüderitz, Anton v, Schape- low auf Gufow zc. Anna ssl. Anna Sophie) v, Wulffen. Heinrich v, Pannewitz auf Oßnig. Gertraud v, Röbel, Hans Bruno v. Pöllnitz auf Schwarzbach zc. Barbara v. Münch. Joachim v. Hell. Katharine v. Möckern, Friedrich v, Mander- scheidt. Johanna v, Juncke- radt. Christoph v, Meyer- nig. Anna v. Lennop. August v, d, Asseburg auf Falkenstein zc., f 6. 8.1608. Elisabeth v. Alvensleben, 1SS2, f 21.12.1609. Johann Ernst v, d. Asseburg auf Beyer- naumburg zc. Ilse v. Quitzow. Friedrich v. Arnstedt auf Barleben zc. Magdalena v. Haacken. 1577. Busso v, d. Asseburg auf Falkenstein zc. Magdalena v. d. Asseburg. Ludwig v. d. Asseburg auf Falkenstein zc. Hieronymus Brandt v. Arnstedt auf Ozdorf zc. Johann v. Bennigfen auf Banteln zc. Maria v. Gittelde a. d. H. Gittelde. Ernst v, Schöning auf Pantow zc. Sidonia v. Bennigfen. Anna Margarete v. Arnstedt, Hieronymus v, d, Asseburg auf Neindorf und Peseckendors, Domherr zu Halberstadt. Eva v, Rülicke, Anton v. Schapelow auf Wulkow. Hans Adam v. Schöning auf Tamfel, Joh,-Komtur zu Lagow. Sophia v. Pannewitz. Hans Georg v. Pöllnitz. Anna Petronella v. Hell. Friedrich v. Manderscheidt. Antonie v, Meyernig. Marianne v, Schapelow, Johann Ernst v, Pöllnitz, Kurs, Brand, Generalmajor. Arnoldine Katharina v. Manderscheidt. Hans Adam v. Schöning auf Tamfel, Kurs. Sächf. Generalfeldmarschall zc. * 1.10.1641, f 28. 8.1696. Johanne Margarete Luise v. Pöllnitz. 8.1.1668, Charlotte Katharine v. Schöning a, d. H. Tamfel. Juliane Florine v. d. Asseburg, f 1724. wai,: 1720 Jofias v. Beltheim auf Ostrau, Aderstedt, Groppendorf und Dingelbe, * 10.11,1696, f zu Ostrau 16.12.1747. L S RA n - ZZ- A V N V an ^ Z^> S? iA »^6 S s ^ ?! ^ . ZN . A G S ö? H GZ « ö? Friedrich Wilhelm v. Alvens- leben- Zichtau. * 18. 11. 1683, f 18.3.1752. « «> n !- 0 L LÄ «- « G S> Henriette Sophie v. d. Werder, * 21.10. 1686. -j-16. 12. 1750. 14. 9. 1711. G iS G O an Q tÄZ « . an Q n 65 Johann August v. Kospoth auf Oschitz, *25.2.1683. -j-20.5.1758. r- --»> Christiane Charlotte v. Reitzenstein a. d. H. Magwitz. G « - « v «I, « 5.S » o GZ s; Lwin Friedrich Gr. v. d. Hulenburg- Burg- cheidungen, 23.8.1708, f27.12. l?39. Z-» « Z ^ T ^ an ^ G>» 3 ^ >>Q cz? ZG L ^ ^Z. «.LS S.L L? -^--Z an Z-s ^-N L . .s«s> ZZ- sT ?G «?» Ä n ZG 'il! N ^s ZK «> ^ t^Z. LZ n cz ÄiI S, « Ä .LA ZZ .^2 « T -3 UZ S Juliane Wilhelmine Gräfin v. Putbus, * 27.1.1728, f 23.12. 1798. 11.11.1746. N Z- ö?S -K- G. iÄZ » . >Q ^ s >ZK . « ^ H. T ^ . . «2 ZN ^ s xz ^ o s .LG s? Anna Maria v. d. Schulenburg- ?lpenburg, *22.6.1681, f 29. 6. 1738. 29.1.1708. »! G « ^ « « A'Z S ^an « . L^ ^ L o-> ^ S S »» ^ Z N -> Z tt ^ Z N Gebhard Werner Gr. v. d. Schulenburg. Wolfsburg, * 20. 12. 1722, 1-23.8.1788. -! -- O -L-S G^ <5^> N O Achaz v. Velt- heim auf Harbke, f 12 .11. 1588. S G ö? Margarete v. Saldern a. d. H. Eichfurt. Sophie v. Veltheim a. d. H. Harbke, * 29. S. 1574, f 11.9.1613. 1589. Achaz v. Bartensleben auf Wolfsburg nud Brohme, f 25. 6.1636. « 17. 5.1629. W Z GZ ^6 '^> n ^ 'tt sz Hans v, Kotze auf Gr.- u. Kl.- Germers- leben, ^11.7.1508, 1- 3.8.1559. Z n cz i- L Dorothea v. Alten a. d. H. Wilkenburq, f 21. 9. 1575. 26.4, 1534. Hans v. Kotze auf Gr.- und Kl. - Germerslebeu, 15.12.1546, f 18.10.1616. SS Jakob v. Bartensleben auf Wolfsburg. N -s!? N N ^6 N Ä- G cZ «5 ö? N L Q Ä» ^>- c) «5t ?z <1! n T >^> N n Z N- Kz S n ä? -5 Z « N « <1: 'Z ^> N- <1: Q Z ? Z S W G c>5> ! ^ K S O G «S- Hardenack v. Bibow auf Westen- briigge, Blengau und Wig- mansdorf. Katharine v, Krackewitz a. d. H. Dewitz. Klaus v. Wacker- barth auf Wgel. Hippolyta v. Schack a. d, H. Barsthorst. Jürgen v, Bibow auf Berenshagcn und Passee. Anna v. Bremen a. d. H. Jlsberg. Sievert v. Oertzen auf Gerdes- hagen und Klausdorf. Jngeborl v. Pentz a. d, H. Redevin Sievert v. Lernen aus Gerdes- hageu und Roggau. Jngeborg v. Pentz a. d, H. Redevin. Hans v. Pogwifch auf Farpen. Agate v. Rantzau a. d. H. Pauker. Lorenz v, Revent- low auf Zieseudors, Anna v. Bülow a. d, H. Klink. Kurt Sperling auf Rntting, Egften nnd Rübow. Metta ai. Anna v. Strahlen- dorff a. d. H. Goldebee. Heidenreich v, Bibow auf Westenbrügge, Blengau und Wigmansdors. Anna Dorothea v, Wackerbarth a, d, H, Kogel. Martin v, Bibow auf Bereushageu und Passee. Ursula v, Oerven a, d. H> Gerdeshagen JaSPer v, Oertzeu ans Noggau, Gerdes- hageu und Klausdorf. Margarete v. Pogwifch a, d, H. Farpeu. Henning v, Neventlow aus Ziesmdors und Reetz. Jophie v. Sperling a. d, H. Nütting. Hardenack v. Bibow auf Westenbrügge und Alten-Larin, Helene v. Bibow a, d. H. Berenshagcn. Sievert v. Oertzen auf Gerdeshageu und Klausdorf. Anna Valentina v, Neventlow a, d. H, Ziesendorf. Heidenreich v> Bibow auf Westenbrügge im Mecklenburgischen. Sophie v> Oertzen a, d, H. Gerdeshagen, Helene v. Bibow, 29.163S, f 16. 4.170S, msr.: 21.4.1657 Joachim Lr dols v. Beltheim auf Bartenslebeu, Destedt, Glentors -e., 24.2.1629, f 5.2.1707. Z N oz Z S> s? >A> «. v >s « L Ä cZ ^ L) N G ! C). ZA Q 5? G »cd L ^ -z ^7^ '?» L2 16. 2.1647 «- « °? m K Sj ^G Z x G Z s> N s G^> c^> 'l—- LO -^> cs »cd N L«> 30.10.1695. t9 L Ä??O Z^ >^l>. c» -V S Z 6^ L) 55 >?c7^ :-Z ^ A >6 N N s; G c» c?d cO Z N co !^I >? G Lz> G 1721. «S s « « !Ä K G SS >» vs s s? « N s s5 >S T sz 'S « « »!. !^> 5- lO c>6 ZA 1^ 12.10.1728. Neiinar Hans v. Biilow, Gen.-Major, f 20.12. 1712 bei Gadebusch. Sophie Elisabeth v. Bibow a. d. H. Blcnqow. Joachim Christoph Frh. Slisser v. Wend- hausen, ^ 1W2, s-14.3.1708. Marie Elisabeth V.Wangelm a. d. H. Altschwerin, >!- 1757. Paul Schrader, Bürgermeister zu Braunschweig. Katharine Margarete v. Kalm, f 4. 3.1746. Christoph Daniel v. Köhler auf Kiiblingen, Drost, 5 27.4.1739, Jem Helene Sophie Lohse. Gr. Adolf Friedrich ),d, Schulenburg zuf Beetzen- dorf:c., 8.12.1685, 10.4.1741. Anna Adelheid Katharine v. Bartens- leben, * 20. 10. 1699, f 18.4.1756. Friedrich August V.Beltheim auf Harbke, * 21. 10. 1709, 1 19.4.177S. Freiin Marie Anna Katharine Kameitzky v. Elstibors, *20.8.1709, 1'11.5.1760. 15, 9.1718. 19.11.1732. Börries v. Müuch- hansen aus Morungen, Oberdorf?c., » 26.3.1702, f 13. 10. 1772. Sophie Magdalene Christiane a. d. Winkel a. d. H. Wettin, *25.7.1722, f 1789. 1741. Christian Ludwig v. Harden- berg, Generalleutnant. Anna Sophie Ehrengarde v. Bülow a. d. H. Essenrode. Hardenack Heidenreich v. Biilow auf Viepen, General - Major, -!- 1751. Luise Baronin v. Wendhansen a. d. H. Karchip, f 1766. 1737. Heinrich Bernhard v. Schrader auf Schlieftädt, Braunschweig- Wolsenbüttelscher Geh. Sekretär, Erbschenk von Braunschweig ze., nimmt den Namen v. Schliestedt an, 1725, f 19. 7. 1773. 12. 4. Johanne Friederike v. Köhler, Erbin von Küblingen, !- 1750. Gr. Gebhard Werner v. d. Schulenburg auf Wolfsburg, Staatsminister, * 20.12.1722, 5 23. 8. 1788. Sophie Charlotte v. Veltheim a. d. H. Harbke, * 26. 1. 1735, f 13. 11. 1793. Frh. Adolf Albrecht Wilhelm v. Münchhaufen, Oberhauptmann auf Nemmeringhausen, * 23. 7. 1742, !- 29. 2. 1784. Anna Sibylla Freiin v. Hardenberg, Oberhofmeisterin der Königin von Holland, * zu Elsenrode 3.11.1751, ?- zu Berlin 25. 7.1808. 1736. 10. 2. 1757. 12. 5. 1763. Karl Christian Friedrich v. Bülow auf Wetzen, Schlieftädt ?c., dänischer Kammerjunker und Major, * 30. 9.1740, !- 1. 7.1804. Sophia Regina v. Schrader auf Schlieftädt, * 26. 2. 1751, f 10. 1. 1801. Gr. Karl Friedrich Gebhard v. d. Schulenburg auf Wolfsburg ?c., Staatsminister, * 21. 3. 1763, f 25. 11. 1818. Freiin Anna Christiane Wilhelmine v. Münchhaufen, * 8. 4. 1769, f 21. 3. 1832. 5. 3. 1771. 17. 9. 1789. Christian Heinrich Julius v. Bülow aus Haus Neuendorf und Schweckhausen, * 7. 1. 1779, f 10. 9. 1842. Charlotte Auguste Wilhelmine Sidonie Gräfin v. d. Schulenburg, * 7. 12. 1790, f 1. 12. 1868. 30. 10 1808. Auna Henriette Adelheid v. Bülow, * 22.8.1815, f 11.4.1846: mar.: 3.2 ber tha Luise Karoline Adelheid v. Bülow, * 7.11.1816, f 3. 4.1878; mar.: 8. 2. W4 Wilhelm v. Veltheim auf Veltheim, * 20.12. 1802, f 14.12.1868. W4 Karl Friedrich Rudolf v. Veltheim auf Sickte, * 11.1.1805, f 19.4.1869. G R «» n Hartwig v. Bülow auf Scharfs- dorf :c>, Oberhauptmann, * 1637, f 1713. 1664^ k- N- « A Z N N A- T r: A> c^> Z n n et Davidia v. Loydt, 1' 1710. Johann v. Hattorff, Geh. Rat, geadelt 12. 7.1703. kZ NL« cz « 6)- L- A iö) Anna Katharine Müller. ö? IS s? s 4 « s N- Friedrich Ulrich Frh. v. Knigge, '19. 6.1665. N 'L N ^ » -- ^ L Susan na Maria v. Rvthleben n N n c>5> O n A <Ä> « <5^ Johann v. Hattorff, Geh. Rat, geadelt 12. 7.1703. « c- e r-i 9'. 2.^ 9-Z c?) I cz « 8? c»5» Ä) N c?? s eorg Philipp ^Veltheim auf harbke?c., f 1683. Luise v. Stammer a. d. H. Ballenstedt, f 14.9.1691. S> . -s ö? Z' 20. 2.1640. Gebhard Johann 0. Alvens- leben auf Erxleben :c., * 23. 11. 1642, y 1. 8.1700. 5. 9.1671. L> 'Z' >O r-I N5» ^ ^5 . ^ «> S 23. 6.16S0. >» iv L T 5» ^ « ?: L Johann Balthasar (v.) Uffenbach in Frankfurt a. M., -23.2.1641, y 10.4.1700. S « c> ö? -S- c> iZ o s « S Anna Sibylla Meyer, * 17.7.16S6, 1-13.4.1700. 29. 7.1673. Karl Jakob v. Bülow, Haunöo. Forst- und Jägermeister, * 10. 2.1677. Maria Margarete v. Hattorff a. d. H. Hethorn. Adam Christoph Frh. v. Knigge, * 1654 Mecklenb. - Schwerinscher Oberst. 1705. Anna Juliane v, Hattorff. Friedrich Ulrich v. Beltheim auf Destedt, * 25. 3.1675, 1' 3. 5.1738. Helene Dorothea v. Alvensleben a. d.H. Erxleben, * 3. 7.1684, f 28. 3.1748. 29.8. 1702. Johann Jost v. Lindheim, Handelsherr in Frankfurt a. M , * 25. 5.1662, 1' 21.1.1744. 11.1.1693. Anna Sibylla v. Uffenbach, getauft 17.8.1675, 1' 7.11.1735. Gottfried Philipp v. Bülow auf Beienrode, Hannöv. Geh. Kammerrat und Berghauptmann, * 16.4.1712. Margarete Ottilie Freiin v. Knigge a. d. H. Brcdenbeck. Johann Julius Franz v. Bülow auf Beienrode, Brannfchw. Oberforstmeister, 1' 15.12.1796. Georg Philipp v. Veltheim, Hosjägermeister auf Destedt, » 19. 8. 1703, f 22. 12. 1758. Charlotte v. Lindheim, » 25. 5. 1704, 1' 15. 2. 1784. 8. 11. 1730. Lifette (Elisabeth Wilhelmine) v. Veltheim a. d. H. Destedt, f 15.12.1828. Karoltne (al. Charlotte) Antoinette Friederike v. Bülow, * 6.7.1781, f 27.3.1848; rar.: 26.3.1808 Gr. Rötger v. Veltheim auf Harbke, * 25.1.1781, 1' 27.3.1848. 5) Goethes Urgroßeltern. M ^1 o» «> «c> S S n -S- n N -S >S Z 8 Ä cz ^ L c: «S id s Z cz >? K >S s N K ö? S S ^5 >S U G «S « s K S Ä Q c?2 S N- L) i5^ ?- ZZ c?) c?-l>- ^ < 2> ^cn> :^Z Ä? A - Z ö? :Q Q N- Z-. o- ^Z ^ ^ c>i ^ 5^ Z n Ä> '«z UZ >SZ c^» ^ Z^> ss A « Z s GZ W Z Ä Z ö? X- ^ -c6 " U7) r^i ^ D ZI »> . d! oi Zs ?! >c5 'S - GK A » ? Q L ?IZ G' LÄ s «Z Z ?, tÄ Q az G n r: -O ^ GZ ZG K s ^ . ^?>^t ö? «S s> N- S Z !Ä « »s R!S ?! ^ ! v '^s !Ä o ^ -co «s !^I « » ü O N---- tv K N K! Gadenstedt, »1ö. 4.1713, f im Sept. 1768. cv Maria Franziska Magdalena v. Friesen- Hausen a. d. H. Maspe. Friedrich Adols v. Oeyn- hausen v. d. Oldenburg. Elisabeth Sidonia v. Hären a. d. H. Hopen. Joachim Ludwig v. Marm- holh auf Schwiilper. Dorothea Elisabeth v. Platho a. d. H. Grabau. Hans Hartwig Friedrich Frh. v.Both- mar a. d. H. Bothmar u. Lauenbrück, "12.4.174S, -j-9.1.1809. Charlotte Therese Juliane v. Krosigk a. d. H. Poplitz, 23. 9. 1772. Anton Friedrich ».Krosigk auf Hohenerx- leben, tlnter- direktor, ^ Gröna 17.11.1721, f Hohenerx- leben 22. 6.1779. Eichenbarleben 4.12.1749, Ehrengard Helene v. Alvens- leben, * Eichenbarleben 17. 7.1729, f Hohenerx- leben 23. 9.1771. Alexander Jakob v. d. Schnlen- burg auf Altenhausen :c., * Altenhausen 2.3.1710, -s Emden 23.10.177S. 30. 9. Freiin Ehrengard Marie Sophie v.d. Schulenburg, * Hameln 19. S. 1737, s- Altenhausen k. 12.1786. 17S7. Christian Heinrich Philipp Edler v, West- phalen auf Bornnm u. Blücher, Vertrauter d. Herz. F-erd. v.Brannfchw. " 24.4.1724, f 21.9.1792. Jeanie v. Wishart of Pittarow aus Schottland, !-31.7.1811. Karl Christian Septimns 0. Velt- heim auf Ostrau, "13.3.1751, f 10.11. 1796. Friederike Albertine v. Pannewitz, * 2.2.17S8, f 2.3.1789. 13. 10. 1763. Wilhelm Burchard Friedrich v. Gadenstedt, * 6.11.1746, f Gadenstedt 24.6.1821. Katharine Auguste v. Oeynhansen a. d. H. Sundheim, * 4. 8.1759, f 4.1.1804. Christian Wilhelm Albrecht Frh. v. Marenholtz auf Schwülper. Karoline Philippine Albertine Antoiuette Luise Freiin v. Bothmai a. d. H. Bothmar und Lauenbrück. Gebhard Anton v. Krosigk, Gesamtrat auf Hohenerx- leben, * Hohenerxleben ZK. 2.1754, f Hohenerxleben 16.4.1840. Auguste Ernestine Elijabeth v.d.Schulenburg a. d. H. Altenhausen, * Emden 18.11.1761, 's Hohenerxleben 22.4.1840. Johann Ludwig v. Westphalen, Landrat auf Hermesbagen, * 11. 7. 1770. Elisabeth Luise Wilhelmine v. Veltheim, * 22. 6.1778. 20.10.1785. Wilhelm Adolf Friedrich v. Gadenstedt aus Gadenstedt ?c,, General-Major a. D., » Gadenstedt 2. 5.1788, f Gadenstedt 25. 2.1862. 26. 6.1823. Auguste Friederike Wilhelmiue Freiin v. Marenholtz, * Gr. Schwülper 1797, -s Gadenstedt 15.11.1839. Hnndisbnrg 6. 9.1780. Gebhard Adolf Friedrich v. Krosigk auf Hohenerxleben ze., Landrat, * Hohenerxleben 5.2.1799, 1- Hohenerxleben 3. 3.1856. Rondeshagen 3, Friederike Ottilie Karoline Elisabeth (Lisette) o. Westphalen, * Rondeshagen 5.10.1800, -s Hohenerxleben 1. 8.1863. 7.1821. Albrecht Wilhelm Börries v. Gadenstedt auf Gadenstedt, Braunfchweigifcher Hofstallmeister, * Gadenstedt 18.1.1826, f Gadenstedt 17. 2.1862. Voltcr^iein, 16.12. 1847. Wilhelmine Bernhardine Hedwig v. Krosigk, Nathmannsdorf 16.6.1828, 's Gadenstedt 17.2.1862. Klara Auguste Elisabeth Wilhelmine v. Gadenstedt, ^ Gadenstedt 3.1.1849, 's Schönfließ 15.4 M6, war.: Gadenstedt 28.7.1868 Werner v. Veltheim auf Schonfließ, * Ostrau 13.5.1843. <5 ZS? '«> L -^. k- ^ n K sz N - Z «S«Z ;.-^> W 28. 3. ^ L ?G ) « S 1697. ZtS i/v-^ Z^' G* A cO -!- cc>" ?O 'N <1! N- !Ä s" N N l^ cZ i A 1694. c^Z A ZK ^L-> ^ Z s"Z « L K-Z s- s -a, «'S) Z'.7) KZ o '-i!' Goö L ^ n c^I «-1^- !Q T « N^- . s r>. tV'^ Z2 A <--! L Z. s ^ KG -V?o « Z-L A n L? A5? o? oo <^Z -V N s n c?2 r- « N S Q n A ^«5 _. s-' Q O cD i—i cs i—> -I^- s S> SS s!2 «>- «--I- Zß >s 7. 7. iö-o i»N « °z »Z- « ^ « 1787. GZ 'L'u-Z W L -n Ä) 6. 5. 1701. ---U ^'5 7Z Z Z K- Du S) 16. 11 « Z N 'Z ^ .^.i^ sz 1716. V'l »06 NS L » ZA HZ 23.6. SV.6 Z.^ Z 1674. « o N N « tÄ Sj «s « s K A s; G « N N August v. Häseler aus Häseler, Gvsnitz, Pleismar u. Dietrichs- roda, -l- 4.8.1693, 1-14.9.1769. Johanna Christina (v.) Cramcr ans Alber- städt, Aller- städt und Wulserstädt, -j- 10.10. 1764. Heinrich Gr. v. Pode- wils, Staatsminister, " 3.10.1695, f 30.7.1760. Sophie Henriette Gräfin v.d. Schulenburg, » 7.3.1704, 1- 9. 3.17S0. Gr. Karl Leopold v. Benst auf Ober-Gvltz, *10.4.1701, -j-19.7.1778^ 29. 5. 1734. Karoline Dorothea Elisabeth v. Rex a.d.H. Uckro, * 19.10. 1719, 1 19.2.1791. Frh, Joachim Friedrich v. Beust, Kgl. dänischer Gesandter, * 3.6.1691, f28.3.1771 auf Ober- Goltzsch. 4. l. 1739. Christiane Charlotte z. Griesheim a. d. H. Elxleben. Karl Christoph Johann v.d,K»esebeck, » 1672, -chZ.2.1739. Anna Luise v. Bredow a. d. H. Markau, * 169S, 1-22.6.1753^ Ernst Ludwig vd. Groben, Geh.Fin,- R. auf Lvwen- bruch, * 1703, -j- 1774. Marie Elisabeth v. Redern, * 1718. Kaspar Friedrich v. Bredow, * zu Senzke 4. 3.168), 1' zu Senzke 8. 4.1739. Oelgarde Dorothea Friederike v. Barnewitz, Klaus Ludwig v. Hacke auf Kourads- waldau. Johanne Juliane Wilhelmine v, Seel. 27. 7.1720. 6. 7.1737. Johann August v. Häseler, I- 29. 4. 1763. Sophia Christiane Dorothea Gräfin v Podewils, * 18.11.1735, f 14.8.1802. 17. 8.1758. Gr. Leopold v, Beust auf Neu-Stadt und Berg-Sülze zc., *2.12.1740,1-4.11.1827. Amalie Christine Auguste Freiin v Beust, * 12.11.1748. 1- 10.10.1782. Friedrich Wilhelm Leopold v d. Knesebeck, * 18. 4.1735, 1- 14.2.1803. 18.12.1771. 1774. Magdalene Marie Elisabeth v. d. Groben a. d. H. Löwenbruch, * 14.2.1739, 14.2.1816. Philipp Friedrich v, Bredow auf Hage, * zu Sentzke 22.1. 1729, s 3.12.1790. Henriette Adelgunde v. Hacke, * zu Glogau 2.3.1750, 1- zu Berlin 26. 6.1831. Gr. August Ferdinand v. Häseler auf Leuthen, * 15.12.1761, 1- 6.12.1838. Gräfin Charlotte Christiane Luise v. Beust, * 13 8.1773, 1- 23.6.1812. Friedrich Wilhelm Ludwig v. d. Knesebeck auf Jühnsdorf, * 29.3.1775, 1- 11.7.1860. Johanne Elisabeth Wilhelmine Magdalene Christiane Beate v. Bredow a. d. H. Wulkow, * 27.12.1776, 1' 26.7.1856. 17.12.1792. 1800. Gr. Eduard Hermann Scivio v. Häseler, Exzellenz, Bize-Oberschloßhauptmann in Berlin, auf Blankenfelde und Glachow, * 8.2.1799, -j- 17.2.1879. Adolfine Luise Albertine v. d. Knesebeck, * 17.12.1804, -j- 13.6.1890. 18. 7.1824. Rosa Hermine Adolfine Gräfin v. Häseler, * 24.9.1839, mar.: 6.1.1864 Georg Albert Karl v. Beltheim auf Gr.-Bartensleben ?c., * 13.7.1812, -j- 17.12.1874. M N <5^ s :-Z <5^ ?- LO ^ ^.5) * cD ^.'-i '2 <72 ZZ s; -LQ> lÄ O <7iI 0^ i-» <Ü . N5» . « S-Z cn N5« ''^ S - x? cO c- ?,->> csZ G N5t . 5 c>z K l>." Q «) .^-cO R . cO ^ c» LZ ^LÖ 'S- «? Z.! M c^> ZS L ^ Uü N G Ä- Q U2 N . ^ s ^ c» :-- «z Q ^ K -S K l^^- -S !->- S> « K U K ^5 S N N >O cn -z ^ ov ^ cO ^ 52 ^5 -l- crz" K> 'Z' G- ö? ->c.> S co -s> ss. ^-0 ^ QL> K // S ?- L . ^ <^> -z cn s^ ^-Z ^ 50 N ^ . <» tÄ Q l>- ZK !-> s cj c: "ZA Z" Gm 570 S . c^cD oo ^ „ <ü -x- <72 17^ <51 -k- QO Q O A n ^> . L >72 O ^ ^6 »5) .^Z .L co ^x . Q 1^ ^0) L ^ «) O Q ^ ZF David Levin v. Katte luf Zolchow, 11.2.1692, f18.7.17S8. Charlotte v. Linger. Karl Gottfried Lebrecht v, Arnstedt auf Kl.-Beuchli^ * 1710, 1' 3. 4. 1777, Christiane Elisabeth v, Köckerip, - zu Genthin 7. 5. 1776. Levin Ludolf v. Aloens- leben auf Schenken- Horst, *4.9.1715, f 8.12.1750, Anna Hedwig v. Alvens- leben, *22.4.1721, f 19.4.1772. 19. 8.1738. Gebhard August v. Alvens- leben auf Huudisbnrg, "5.8.1719, f29.3.1779. 30. I I Agnes Dorothei Friederik v. Hardei berg a. d. Rethmar ' 6. 4. f4.1I. 1743. August v d.Schulen- burg auf Altenhause», '23.5.1672, fI5.8.1722. Katharine Elisabeth v. Schenk, * 25.11. 1678, 21.8.1710 17U 1711 8. 2.1705. Frh. Georg Ernst v.d. Schulenburg aus Altendorf, * 31.10. 1704, f23.1.1765. 10 .8. Dorothea Sufauna v.d. Schulenburg. *8-8.1704, -j-16.1.1767. 1736. Philipp Frh- v. Löwenklau ans Groningen. Marie Magdalene v. Cornet, f 1736. Karl Christian Gottfried v. d. Schulenburg auf Schochwitz, 7.12.1702, f24 4.1779. 15.1. Anua Luise v. Hüuer- bein a. d. H. Harkerode, *6.10.1718^ -j- 20.12. 1752. 1743. August Friedrich Levin v. Katte auf Zolchow, * 23. 5.1713, 1- 19. 4.1826. Anna Elisabeth Fürchtegott v. Arnstedt a. d. H. Brnmby, * 1740. 1-1802. Johann Friedrich v. Alvensleben auf Schenkenhorst. * 16.12.1747. f 1. 3.1829. Luise Eleonore Amali Sophie v. AlvenSleben * 11.10.1744, f 25. 9.1815. Alexander Jakob v, d. Schulenburg auf Altenhansen ?c,, * 2. 3.1710, 1- 23.10.1775. Freiiu Ehrengard Marie Sophie v. d. Schulenbnrg. * 19.5.1737, 1- 6.12.1786. Frh. Johann Philipp d'Orville v. Lvwenklau auf Groningen, * 23.10.1732, f IS. 3.1815. Friederike Henriette Amalie v. d. Schulenburg, * 6. 6.1746, f 26. 2.1785. 5. 6.176^. 18. 2.1772. 30. 9. 1757. 7. 12.1768. Friedrich Christian Karl David v. Katte auf Neu - Klitsche ic., * 5.4.1770, 9.1.1836. Adelheid Philippine Auguste Gebhardine Adolfine v. Alvensleben, * 23. 9.1785. f 18. 8.1858. 4. 3.1804. Gr. Leopold Christian Wilhelm Johann v. d. Schulenburg auf Bodendorf. * 10.4.1769, 1' 31.10.1826. Ernestine Marie Christine d'Orville V. Lvwenklau, * 19.2.1774, f 4.4.1826. 20. 6.1791. Karl August Wilheln Rudolf v. Katte auf Neu-Klitsche, Wilhelmsthal und Mahlitz, * 26.4.1808, f 15.1.1896. Gräfin Leopoldine Valeria Charlotte Ulrike v. d. Schulenburg-Bodendorf, * 25.7.1813, f 26.8.1888. 28 i,I8Z9. Gebhardine Friederike Marie v. Katte, * 12.4.1849, ins -15.10.1873 Ulrich v. Veltheim a. d.H. Harbke, * 2,5.1851. -t Q- Ursula »nibal v. Rieppurg. v. Egg und ngers- lach. S « Z SZ S) Walpurga v. Mordaxt. Christoph ^arl Ml- v Egg > Münchiugeu Hungersbach, Krain und Kornthal,^ Mndischmarcker, r schwäbischen rblandstublmeister >rschast. in Kärnthen. Hektar Frh^ v. Ernau. ö? r: «> ö? Katharina Elisabeih v. Keut- schach. Katharine Freiin v. Ernan. llrsula v. ^ Katharine Salome Freiin v. Egg und Hungersbach. i. d. H. Sulzb^Zberg und Lsterbnrg. >ach 14. 5.Heidelberg 3.4.1693. lstadt 10. 6.1'^zg daselbst. * zu Darms! -l i, «- L Ä K N- «z K 'S N S> N S? - ^ Z- L GN >6 ?! -ZG « K s « "Ä G sz -v» - i S>>' A 1- » S sH N » SZ s « N « r: L tÄ Si sz !S N « r: Ss ö? <^. N !Ä N N A » S « >s S G cl r: WZ Z L »- Q ö? s; !S 'S 's G -i sz 6? 'S K G >8 K L ÄZ K s. » > 1- 1656,^?.^ Anna v. Jagow a. d. H. Scharpenhuse, -i- 5. 4. 1599, 1' 3. 1. 1657. 17. 8. 16Z1. Anna Lnkretia v. d. Knesebeck a. d. H. Tylsen, ^ 1. 7. 1635, 26. 3. 1697, mar. zn Harbke II. 3. 1656: Gottschalk v. Veltheim anf Harbke, Gleutorf, Schackensleben und Neu-Braudslebeu, * zu Harbke 16. 7. 1622, f zu Neu-Braudsleben 28. 6. 1661. Johann Adolf v. Krosigk, Fürstl.Anh. Amtshauptmann, *24.3.1666. f 30.8.1728, 1.9. Antoinette v. Krosigk a. d. H. Poplitz, *2.1.1696, f 18.10. 1759. 1718. Gebhard Johann v. Alvens- leben auf Eichenbarleben, * 10.2.1703, f 2.1.1763. 1.6. Sophie Wilhelmine v. Hagen, *2.1.1710, f 18.8.1742. August v.d. Schulen bürg auf Altenhausen, *23.5.1672, 1-15.8.1722. Katharine Elisabeth v. Schenck, * 25.11. 1678, f 21.8.1710. 1728. 8.2.1705. Georg Ernst Frh- v. d. Schulenburg aus Altendorf, * 31.10. 1704, f 23.1.1765. 10. 8. Dorothea Susanna o.d. Schulen- bürg, *8.8.1704, 1-26.1.177^ 1736. Jsaak Johann Christian Westphalen, Hofpostmeister, f12.4.1753. N.N. Henneberg. Rev. Dr. Georg Wishart os Pittarow zu Edinburg. Mrs. Anne Campbel os Orchard. Friedrich August v. Velt- heim auf Harbke, * 21.10. 1709, -s-19.4.1775, 19. ll. Maria Anna Katharine Freiin Kameitzky v. Elstibors, *20.8.1709, 1-11.5.1760. 1732. Friedrich Wilhelm v. Pannewitz auf Stolpe, *13,3.1719, 1-13.1.1790. Sophie Wilhelmine Albertine v. Viereck, *13.4.1731, f 13.10. 1772. 23.10.1747. Anton Friedrich v. Krosigk, Unterdirektor auf Hohenerxleben, * 17.11.1721, f 22. 6.1779. Ehrengard Helene v. Alvensleben a. d. H. Eichenbarleben, * 17.7.1729, f 23. 9.1771. Alexander Jakob v, d. Schulenburg auf Emden ?c., * 2.3.1710, f 23.10.1775. Ehrengard Marie Sophi Freiin v. d. Schulenburg, * 19. 5.1737, f 6. 12.1786. 4.12.1749. 30. 9.1757. Christian Heinrich Philipp Edlerv Westphalen auf Bornum und Blücher, Betrauter d. Herz. Ferd. v. Braunschweig, Ritter des Danebrog-O.s, *24.4.1724,1-21.9.1792. Jeanie v. Wishart os Pittarow aus Schottland, f 31.7.1811. >3.10. 1765. Karl Christian Septimus v. Veltheim auf Ostrau, * 13.3.1751, f 10.11.1796. Friederike Albertine v. Pannewitz, * 2. 2.1758, f 2. 3.1789. Gebhard Anton v. Krosigk auf Hohenerxleben, * 26. 2.1754, f 16. 4.1840. Auguste Ernestine Elisabeth v. d. Schulenburg a. d. H. Emden, * 18.11.1761, f 22.4.1840. Johann Ludwig v. Westphalen, Landrat auf Hermeshagen, * 11.7.1770. 6. 9.1781. Elisabeth Luise Wilhelmine v. Veltheim, * 22. 6.1778. Gebhard Adolf Friedrich v. Krosigk auf Hohenerxleben zc., * zu Hohenerxleben 5. 2.1799, f daselbst 3. 3.1856. Lisette (Friederike Ottilie Karoline Elisabeth) v. Westphalen, * zu Rondeshageu 5.10.1800, f zu Hohenerxleben 1.8.1863. 3.7, l821. Jsidore Margarete v. Krosigk, * 1.9. l824, f 25.11.1885, miu'.: -v.k. 1842 Werner v. Veltheim auf Harbke, * 1.7.1817, f 31.7.1855. N G 8 S Kurd v. Maudels- loh, Pfand- iuhaber von Ahlden, f 1537. ? »c5 Z A ZN -!Qv . »» Barta v. Bartens- leben, ^ 1514, I'30.1.1587. 1540. Hans v. Kotze auf Grosz- Germers- leben, ^ 11.7.1508, 1'3.8.1559. ^5 Dorothea v. Alten, 521.9.1675 26. 4. 1534. ri -rz S N Q -L Jakob v. Barlens- leben auf Wolfsburg. (72 cO t-7) >c!> R rl >s 's 'S «> >cz -S- Z 'S L? Ursula v.d. Schuleu- burg, * 1545, f 26.8.1608. 1562. Otto Asche v. Mandelsloh aus Ribbesbüttel ?c., * 1521, f 4. 8. 1575. 10. 12. 1560. Ursula v. Alvensleben a. d. H. Randau, 1' 31. 5. 1589. Segeband v. Marschalk auf Hültloh im Bremenschen. Jutta v. Brobergen. Friedrich v. Schierstedt auf Görtzke, -!- 1594. Fredeke v. Alveusleben a. d. H. Huudisburg, f 1573. Hans v. Kotze auf Groß-Germersleben ?c. *15.12.1546, f 18. 10.1616. 22. 11. 15 Anna v. Bartensleben a. d. H Wolfsburg, 1- 17.4.1604.' Andreas v. Mandelsloh, auf Hilberding, Reihen u. Wiedenhaus, 1- 19. 8. 1625. Metta b. Marfchalck a. d. H. Hüthloh. Gebhard v. Schierstedt auf Paplitz u. Bilslebeu, 1- 1635. Ursula v. Kotze a. d. H. Groß-Germersleben, * 26. 8. 1586, 1' 10. 11. 1611. 1605. Otto Asche v. Mandelsloh auf Ribbesbüttel, MalenM, Hilberding u. Reihen, Hauptmann zu Giffhorn, Land- und Schatzrat, 1' zu Zelle l654. Fredeke Ursula v. Schierstedt a. d. H. Bilslebeu u, Paplitz, -s- 15.4.1676. Kaiharine Dorothea v. Mandelsloh, ^ zu Ikibbesbüttel 16. 7. 1638, -s- zu Ostrau 15. 4. 1676, miu ^ 22. 2. al. 27. 2. 1667 Josias v. Veltheim, * zu Harbke 7. 2. 1619, f daselbst 21. 6. 1696. ?! NÄ s Z s n A s> SS «> s- «- cz G Valentin Nikolaus v. Pannewitz aus Gr. - Gaglow. ss N- es «l! SS İ s G Barbara Sophie v. Pannewitz a.d.H, Katlow, 'L ss SS Ä- K N Q Hans Georg v. Glöden auf Rugen- hagen. G -«» 'n -S Anna Maria v. Gräveni a^ d.H. Waschow, K K -s s Atelchior t>. Viereck auf Weiteu- dorf. G -S- c>5> Elisabeth v. Levetzow a. d. H. Lunow. -Z -75 ^5 Ulrich v. Wolssers- dorff auf Neu- Zauche. R SS N5t sz cn N <5)> Helene Margarete v. Klitzing a. d^ H. Briefen. K> H- s As SS cz a5» SS S Albrecht Christoph Fink v. Finke n- stein auf Hasenberg. Charlotte Katharine v. Obentraut a. d. Pfalz. SS ö? S Wilhelm v. Hoff auf Rummelshausen. -s G T K s G Johanna Dorothea v. Schwertzel zu Willings- hausen. Wolf Christoph v. Pannewitz auf Gr.-Gaglow, zu Dobrig 11. 2.1650, f zu Gr.-Gaglow 11. S. 171S. Martha Elisabeth ti. Kyau a. d. H. Strohwalde, ^ zu Strohwalde 18.10.16S4, f zu Gr.-Gaglow 18. 6.1729. 12.12.1671. Adam Friedrich v. Jasmund, Mcckl. Geh. Rat n. Hosmarschall auf Trollenhagen, * zu Kammin IS. 9.1ö71, f zu Alt-Strehlitz IS. 2.1734. IS. 9 Eleonore Juliana v. Glöden a. d. H. Rugenhagen, * zu Rugeuhagen 13. 2.1670, f zu Alt-Strehlitz 14.2.1734. 1701. Adam Otto 0. Viereck, Geh. Etats-Minister ans Weitendors ?c., * zu Gustrow 16. 6.1634, s- 16.12.1718. Anna Helene v. Wolfsersdorfs a.d.H. Neu-Zauche, ^ zu Neu-Zauche 21.12.1651, f zu Kopenhagen 3.2.1701. 30.11.1673. Albrecht Konrad Gr. v. Finkenstein, General-Feldmarschall zc. ans Finkenstein, * zu Salseld 30.10.1660, f zu Berlin 16.12.173S. Susanna Magdalena v. Hoff, * zu Kassel 22.1.1676, f 3.6.17S2. S. S. 1700. Wolf Adolf 0. Pannewitz, Preuß. General-Major ans Schönfließ, * zu Gr.-Gaglow 13.3.1679, -s- zu Berlin 30. 4.1750. Johanna Marie Auguste ». Jasmund, * zu Trollenhagen 14. 7.1702, zu Schönfließ 7.4.1771. 18. 5.1718. Friedrich Wilhelm v. Pannewitz, Residierender Kommendator zu Lagow, Preuß. Oberstleutnant aus Stolpe, Schönfließ uud Glienicke, ^ zn Alt-Strehlitz 21.7.1719, f zu Schönfließ 13.1.1730, Adam Otto H.Viereck, Preuß. Etats-Minister, Kommendator zu Lagow, Domherr zu Halberstadt ?c. auf Weitendorf :e., * zu Wattmannshausen 10.3.1684, 1' zu Berlin 11.7.1758. 4. 6.1729. Marie Amalie Gräfin v. Finkenstein, » zu Kassel 22. 5.1704, -s- zu Berlin 22.6.1758. Sophie Wilhelmine Albertine v. Viereck, * zu Berlin 13. 4.1731, f daselbst 13.10.1772. 2Z,l 1747. Friederike Albertine v. Pannewitz, * zn KöniMrg m Preußen 2.2.1758, f zu Rotheuburg 2.3.1789. Karl Christian Septimus v. Veltheim, Wolsenbüttel 13.3.1751, f zu St. Domingo 7.6.1796. cn -^5 »c') S5 LÄ » 5 . ^ 6). L Z S Z 'n « 6)> p: s Z ^6 !Ä ^>- G -5) c^i ?O N « 'L n R s5 s- :^i <5)) N A) N (9 cz G G »-> ^ 55 8 « n Z O ^ " c7^ S cD <^> -z « N LSS Q « N Q N S » Z? : z -S'^> c>? c^z r- lQ ö? ich- S G S? c?? l.^ c^z »cd oi -V O? ? Z N « c?) K^ O ^ N ^5 n r>» »n L? K AZ N ^ ^ c: Q N O « N c2) cO .'L Ä <5^ <ü tz) S) A « SÄ « Henning v. Reden auf Hameln, 29,12, 1577, f 19.10. 1643. Magdalena v. Heimburg a. d. H. Groß- Goltern. Jobst v, Bennigsen auf Bennigsen zc., f 25.1. 1671. Barbara Dorothea v. Reden a. d, H. Hüpede, *25.12. 1607, 7 26.10. 1668. 1636. Borries v. Münch- hausen auf Schwöbber zc., ^ 1587, 1-9.8.1646. Anna Dorothea v. Kerssen- brock a. d. H. Barndorf. 6.1.1622. Wilhelm v, d. Wense auf Wense ?c., * 1586, f 5.8.1641. Marie Lsterhild o. Ame- lunxen a. d. H. Amelunxen, * 1ö0k>, 1-14.9.1W Zvachim Johann v, Guftedt auf Dersheim, « 22.3. 1595, f 7.4.1652. Ursula Tugendreich v Kracht a. d. H. Milkersdorf, * 10. 11. 1606, f 18.11. 1680. 12 9.1632. Friedrich Anna Ulrich Magdalena vVel theim v Wulffen auf Alvens- a. d. H. leben, Loburg, *18.11. *20.1.1608, 1604, f 21.10. 1-29.1.1665. 1672. 26. 5.1630. Friedrich Ulrich v.Veltheim auf Aloens- leben, * 18.11. 1604, f 29.1.1665. Anna Magdalena v. Wulffen a. d. H. Loburg, " 20.1.1608, -s 21.10. 1672. Georg Friedrich v. Honrodt auf Veltheim a. d. Ohe, *15,4.1608, 1-27.5.1679. 26. 5.1630. Anna Katharine v. Weferling a, d. H. Grob-Vahl- berg, 1-21.3,1684. 1638. Wilhelm v. Reden auf Haftenbeck, * 30.10.1627, 5 5.10.1662. Adelheid Sibylla v. Bennigsen, Erbtochter von Bennigsen II, * 1637, f 1711. Johann v. Münchhausen auf Voldagfen, * 1629, 1- 1714. 10. 3.1655. Wilhelmine Osterhild v. d. Wense a. d. H. Wense postkum, * 18.4. 1642, -j- 11. 6.1676. 18. 3.1660. Erdmann Wilhelm v. Guftedt auf Dersheim ze., * 1637, 1- 1680. Hedwig v. Veltheim a. d. H, Alvensleben, * 21. 3.1642, -!- 15. 9. 1719. Heinrich o, Veltheim aus Alvensleben ?e,, * 12,12.1644, -!- 1696. Felicitas v. Honrodt a, d, H, Veltheim, * 1644, f 1702. 3,11,1663. 13. 7. 1671. Jobst Johann v. Reden auf Haftenbeck, * 21.1.1656, 1- 4.11.1734. Dorothea Maria v. Münchhausen a. d. H. Voldagsen, * 1664, f 27. 4.1733. Ernst v. Guftedt auf Dersheim ?c., Hosrat, * 1676, -s 1749, Sophie Charlotte v. Veltheim a. d. H. Alvensleben, * 2.8.1683, i 1757. 1687. 1707. Klaus Friedrich V.Reden auf Haftenbeck, * 8.3.1692, 1- 23.1.1736, Hedwig v. Guftedt a. d. H. Dersheim. 16. l 1726. Wilhelmine Amalie v.Reden a, d. H. Haftenbeck, mm-.- ( 1750) He >rich Adrian v.Veltheim auf Bartensleben, * 22.3.1715, f 1758. A- G-^i ^ -I— <Ü cO ^ »c5 '5* öÄ L L?) 6)- «I? !-» vQ ' 5l ^ ^ cO . u^> c^ 3 T ^1 ^ L ZZ >s>^ r-A) z ^ . o-> co ^Ä Q ^ ^9 U7Z -^,- - NÄ ^ c^i H-!- ^ - x- G Ä- « . -?2 -LA « cO c^?—i !-» . K G ö? Ak7 AZ- sz <5^ !Ä c?z ^>- «Ä ^ . ^ 2 Z Z AZ «G 05^ <Ü >6 « L Q N- cZ Z S- L S SH N ÜÄ « « Q !5) lÄ - -^) >^Zvc>ä R ^ 2 NS s L !L -» ?51 T i- S?^ Q ^ n!-I G3Z >^z ^1 ^ U7) Z" L L-) ^Z z^ . u^. Z »5) 5^ cO AK ZZ ej « . c: . N'^ ui: c» !^) ^ 7- .« ^— - rv» ^ I? «2^ O -- ^ » "!— ZZ sz N.,. «> A ^ Q L 5? cn> S!-? -7^ ^,—1 Q -:- ^ -x- Gr^ Adolf Friedrich v..di Schulen- bürg auf Beetzendorf zc., *8^12.1683^ ^10.7.1741 ^Si^z6^l5, 9. Anna Adelheid Katharine v. Bartens- leben a.d.H. sWolfsburg, 20^ 10^ 1699, f 18,4,1756. 1718. Levin Friedrich v.d. Schulenburg auf Burg- fcheiduugeu, *24.8.1708^ f 27.12. 1739. 14. S Heuriette Elisabeth v. Hehler a. d. H. Vitzeuburg, ^ 24.7.1717, f6.12.1739. 1733. Kuiw Friedrich v. Oppeu auf Jütrichau. Luise Hedwig v. Oppen a. d. H. Schweuow. Karl Siegismuud b. Mmptsch a. d. H. Iioßlebeu, *8.7.sI.S.8. 1721. Friederike Sidonie v. Haustein a. d. H. Osmars- lebe». hiisliau kzust Pescu ^ Wtha, Iö?Z, Rs.1737^ Maria Charlotte v. Meisebug a. d. H. Züschen, *22.4.17S3. Gr. Georg v. Werthern auf Beichlingen, ^ 8.6.1700, s 16.12. 1768. Jakobine Henriette Gräfin v.Flemming^ " 21.1.1709, f 11.6.1784. 12. S. 1724. Gr. Adolf Friedrich v.d.Schnlen- bnrg auf Beetzeudorf :c., *8.12.1685, f 10.7.1741. 15. 9. Anua Adelheid Katharine v. Bartens- leben a.d.H. Wolfsburg, * 20.10. 1699, 1-18.4.1756 1718. Friedrich August v. Veltheim auf Harbke, * 21.10. 1709. f 19.4. 1775. 16.10, Freiin Marie Anna Katharine Kameitzky 0. Elstibors a. d. H. Rücklingen, * 20.8.1709, fll.5.1760. 1732. Gr. Friedrich August v. d. Schulenburg auf Beetzeudorf zc., * 25. 9.1727, s 9. 4.1797. Gräfiu Hcuriette Sophie Friederike v. d. Schulenburg a. d. H. Burgscheidungeu, * 1.1.1736, f 25.6.1800. August Wilhelm v. Oppen auf Jütrichau. Christiane Sophie Marie v. Nimptfch a. d. H. Pesterwitz und Nosileben, hm» Friedrich Ernst v. Friesen i. d. H. Nötha, * 1725, f 20. 5.1768. Christiane Jakobine Gräfin v. Werthern a.d.H. Beichlingen, * 19.5.1727, f 30. 12.1778. Gr. Gebhard Werner v. d. Schulenburg- Wolfsburg, * 20.12.1722, f 23. 8.1788. Sophie Charlotte r>. Veltheim, * 26.1.1735, s 13.11.1793. Z. 6.1757. 12.8.1751. 10. 2.1757. Gr. Adolf Friedrich Werner v. d. Schulenburg auf Beetzendorf ?c., * zu Beetzeudorf 15. 8.1759, f zu Zangenberg 30.4.1825. Karoline Friederike Luise v. Oppen, * 6. 5.1772, f zu Roßleben bei Dresden 5. 9.1797. Frh. Johann Georg Friedrich v. Friesen auf Rötha zc., f 18.1.1824. Gräfin Juliane Karoline b. d. Schulenburg, * 7.8.1764, f 23.7.1803. 18. 5.1795. 27. 7.1783. Gr. Werner v. d. Schuleuburg-Nimptfch, zu Dresden 7.8.1797, f zu Beetzendorf 9.3.1829. Charlotte Freiin V.Friesen a.d.H. Rötha, * 12.11.1798, f zu Beetzendorf 30.4.1874. Gräfin Anna Josephine Charlotte Wich mar.: zu Beetzendorf 17.8.1852 Wilhelm «d.d. Schuleuburg, * 4.6.1827, eim, * 20.12.1802, s 14.12.1868. G N K N N Matthias v.d. Schulenburg auf Angern?c. A ?! K «> n SS L? Anna v. Wenckstern a, d. H. Lentzerwische, f 7.4,1575. Henning v. Alten auf Wilkenbnrg, Kathariuc v. Maren- holtz. Zz G K H! -S S N N K Kersten v. Schenk auf Flechtingen, f 1571. Kathariue v. Bnlom a. d H, Gartow, 1- 1575. Frh> Daniel v. d. Schulenburg auf Alteuhaufeu, * 3. 6. 1538, f 6. II. 1594. Ehreugard v. Alten a, d. H. Wilkeuburg. 1570. Werner v. Schenk auf Flechtingen, f 1SS7. sz N S? -A Achim v. Bredow auf Zieinsberg. Ludolf v. Bismarck aus Schönhausen, ' 1541, f 12.10. 1590. s? ^5 ^ Sophie v. Alvens leben a. d. H. Jfcnfchnibbe, -^7.7.1560, 1-17.9.1635. 1579. ö? -s> August v.d. Asseburg auf Falkenstein ?c., f 6.8.1604. . >c^ S? Elisabeth v. Alveus- leben a. d. H Kalbe, * 1552, -f- 21.12. 1609. 1577. Valentin v. Bismarck auf Schöuhausen, 1- 12. 4.1620. Berta v. d. Asseburg a. d. H. Falkenstein, » 21.12.1582, f 5. 3.1642. 1607. Augnst v. Bismarck auf Schöuhausen, * 13.2.1611, f 2.2.1670. G Q L N -S Christoph v. Kottwitz auf Sergen. -S cO QO t-7^ -X- G cn >5) «>- .j— -52» 5vl N s «z A G s V -S ö >Z ZA S ^ »c!7> 1—! cZ V" Ä «_»ci) . <70 ^ ' c5) . 'S >!— K» s- Q U S> I. - ^ OZ G Q SZ a G <5?- A A s L A s « L S 's K Z sz '0Z A o Q K A Z N s S? Z K ^5 (A N- O «i: Z Frh. Daniel Ehrengard Werner Sabine Valentin Berta Christoph Elisabeth Kersten Maria Volrat Ilse Andreas Dorothea Hans v. d. Schulenv. Allen v. Schenk v. Bredow v. Bismarck v. d.Affeburg v. Kottwik v. Liiben Dietrich Magdalena v. Krosigk v.d. Schulenv. Kiszleben, v, Bolhinar v.Veltheini Koronla burg auf a. d. H. auf a. d. H. auf Schöna. d. H. auf a. d. H. v. S chenk v. d. Schüleu- aus Beeseu, bnrg Obersta. d. H. anf Anna Altenhnuse», Wilkenbnrg. Flechtingen, Rheinsberg. hausen, Falkenstein, Trebeudorf Posen. aus burg, * 1577, a. d. H. leutnant Gilten. Glentorf, v. Spörcken, *3.6.1538, Erbschenk * 1580, . 12. :e. !slechtingen, 1' 5.5.1637. 1 1.7.1626. Beetzendorf, aus Uri. * 1582, -j- 1621. f 0,11 1594. zn Halber1-12.4.1620. 1582, 7 22. 12. 1- 21 . 12. f 1632. stadt ?e., f 5.3.1642. 1622. 1627. 15 70. f 1597. ! 1607. 23. 8. 1596. Frh Matthias Margarete Schenk August v. Bismarck Helene Elisabeth Werner ti. Schenk Sophia v. Krosigk Klirt Ernst v. Kißleben Maria Magdalena v. d. Schulenbnrg auf v. Diepen, auf Schöuhauseu, v. Kottwitz aus Leimbach. a . d. H. Beeseu. ans Uri. v. Veltheim Altenhausen ?e , " 21.6 . 1571 . 1611, a. d. H. 2 rebendors, a d. H. Glentorf, * 14.9 . 1578, j- 11. 9.1636. !- 2. 2 1670. 1 30.12.1645. 1- 1616. 17.1 .1656 1.10.1609. 1642. Frh. Alexander v, d. Schulenburg Auna Sophie v. Bismarck a. d. H. Schönhansen, Jakob v. Schenk aus Flechtingen, Dorothea Elisabeth v. Kißleben auf Beetzendorf ?e., 29.12. 1645, f 19.1. 1709. » 27. 6. 1643, 5 12. 2.1732. a. d. H. Uri, 23. 9. 1616, > 17- 3.1681. 20.10.1658 -i- 16 6.1724. 4. 6. 1671. 1676. Frh. August v. d. Schuleuburg auf Altenhauseu ?e., * 23. 5. 1672, v 15. k Z. 1722. Katharine Elisabeth v. Schenk a. d. H. Flechtingen, ^ 25.11 1678, f 21. 8.1710. Freiin Auguste Ehrengard v. d. Schulenbnrg, * 5 . 8. 1707, -j- zu Magdeburg 15. 6 17^5 , inar. - 3.7. 1731 Georg Philipp v. Veltheim auf Destedt, * 1703 1- 1778. G .^N N ZG « « N <1?: N Ü) N u <ü Z" c>? :^Z N Ä Q N L? K ? O G L) c>? G B A> G . ^ s ZU W Z<^) Z ^ c> K >S S ö? S N » K tv iÄS « Z ^L K G N- -Ä T ? » AA ^-Z- ?? « <Ä T tÄ sz s> s; s? « ö? -S> G K Q co N Sj N- s Gebhard Werner v. d, Schulenburg - WolfSburg auf WolfSburg zc., *20.12.1722, f 23.8.1788. 10. 2. Sophie Charlotte v. Belt- heim a. d. H. Harbke, *26.1.1735, f 13.11. 1793. 1767. Adolf Albrecht Wilhelm v. Miinch- haufen auf Remme- ring- hausen. Anna Sibylla Freiin v. Harden- berg, Hofmeisterin der Prinzessin Wilhelmine von Preußen. Ernst Jtel Jobst v. Vincke zu Ostenwalde, *21.1.1738, s-21.8.1813. Luise Sophie v. Buttlar zu Ermsch werth, *5.9.1742, i 18.4.1806. Frh- Friedrich Wilhelm v. Dalwigk zu Lichtensels. Freiin Charlotte Friederike Wilhelmine v. Kalknm zu Lohhausen. Alexander Jakob v. d. Schulenburg aus Alten- Hausen, -2.3.1710, 1- 23.10. 1775. 30.9, Ehrengard Marie Sophie Freiin v.d. Schulenburg a.d.H. Altendorf. *19.5.1737, 76.12.1786. 1757. Gebhard v. Alveus- lebeu auf Eichenbarleben, *5.1.1734, y 12.3.1801, 27.3. Johanne Karoline Christiane v. Alveus- leben a. d. H. Kalbe, *30.6.1746, f26.6.1787. 1764. Frh. Karl Friedrich Leopold v. d. Reck, * 2.9.1746. Karoline Ottina Gräfin v. Eickstedt- Peterswaldt, *25.2.1745, f 24.2.1808. 13.11.1771. Karl Ludwig v, Jngers- leben auf Vietww, * 1.4.1753. Ulrike Albertiue Sophie Ottilie Adamine v. Brausen, *21.3.1765. 26.10.1783. Karl Friedrich Gebhard Freiin Anna Christine Gr. v. d. Schulenburg, * zu Braunschweig 21. 3.1763, -f- zu WolfSburg 25.12.1818. Wilhelmine v.Miinch- haufeu a.d.H. Remme- ringhausen, * zu Katleu- bnrg 8. 4. 1769, f zu Wolfsburg 21. 3. 1832. Ernst Jtel Jobst Viktor Friedrich August Wilhelm Frh. v, Vincke ans Ostenwalde, * zu Ostenwalde 29.2.1768, f zu Ostenwalde 16.8.1845. Eberhardine Franziska Freiin v. Dalwigk a. d. H. Lichtensels, getauft zu Flamersheim 23. 6.1774, f 7.7.1801. Philipp Ernst Alexander Gr. v. d. Schulenburg- Emden, * zu Bremer- vörde 27.1.1762, s zu Emden 17.10.1820. Erneftine Friederike Karoline v. Alvensleben, * zu Eichenbarleben 18. 6.1766, f zu Potsdam 9.3.1856. Karl Friedrich August Frh. v. d. Reck, * zu Berlin 29. 8.1773, f zu Berlin 25. 4.1851. Wilhelmine Johanne Luise v, JngerSleben, * zu Salzwedel 22.8.1784, -j- zu Köln 5/7.1849. 17. 9.1789. 11. 3.1796. 31. 7.1789. 28.1.1805. Friedrich Gebhard Werner Gr. v. d. Schulenburg-Wolfsburg, * zu Braunschweig 9. 3.1792, -j- zu Braunschweig 2. 9.1861. Charlotte Freiin v. Vincke, * zu Hannover 7. 7.1797, f zu Wolfsburg 5. 2.1888. 12. 9.1818. Eduard Ernst Friedrich Karl Gr. v. d. Schuleubnrg-Emden, * zu Emden 9.1.1792, -f- zu Franzensbad 18. 5.1871. Adelheid Freiin v. d. Reck, * zu Berlin 3.10.1807, 7 zu Berlin 27. 3.1891. 9.1.1830. Günther Ernst Gebhard Karl Gr. v. d. Schnlenbnrg-Wolfsburg, * zu Braunschweig 18.12.1819, zu Wolfsburg 21.2.1895. Adelheid Gräfin v. d. Schulenburg a.d.H. Emden, * zu Emdeu 13.2.1834, f zu Wolfsburg 7. 7.1870. 5. 6 1856. Charlotte Helene Gräfin v. d. Sch inar. zu Wolfsburg 8.9.1892 Hans Ludolf v. »lcnburg, * zu Wolfsburg 5.3.1864, Beltheim, * 3.9.1840, f zu Leipzig 9.9.1892. Albrecht v, d. Schulenburg auf Hehlen :e., * 9.9.1537, V 24. 6.1607. Oleke v. Salden^ s 23. 7. 16Z2. 25.11.1582. Achaz v. d. Schulenburg auf Hehlen, * 29. 9.1602, !- 6.1.1661. Julius v. Bülow auf Essenrode, * 1.10.1575, f 7.1.1639. Elisabeth Sophie v. Zerssen a. d. H. Lauenau, * 10.6.1589, f29.3.1637. 1. 5.1615. Dorothea Elisabeth v. Bülom, * 9.10.1618, 1' 12. 5.1647. 24. 6.1638. Friedrich Achaz v. d. Schuleuburg auf Hehleu :c., * 3. 5.1647, f 25.5.1701. Frh. Matthias v d. Schulenburg auf Altenhausen ?c., * 14.9.1578, -s-17.1.1656. Margarete Schenck 0. Diepen, *24.6.1571, j-11.9.1636 1.10.1609. Frh. Alexander v, d. Schulenburg auf Beetzendorf?c., * 23.9.1616, f 17.3.1681. Gebhard v. Alvens- leben auf Hnndis- burg, *15.6.1591, 1-18.1.1667. Berta Sophie v. Saldern a. d. H. Plattenburg, f 3.6.1670. Ernst v. Steinberg auf BoSenburg, »8.6.1585, sW.7.1626. Magdalena v. d. Wenfe. Georg Spiegel 0. Pickelsheim. ! Elisabeth v. Münch- hansen, !-!-15.7.1654. Reinhard v Grappen- dorff. Katharine Johannes Maria v. Haaren, v. Klcncke. Präsident. 1633. 1617. Gertrud v. Müuch- hausen a. d. H. Schwöbber. Adelheid Agnes 0. Alvensleben, » 2. 3.1636, f 12.1.1668. 7. 6. 1657. Friedrich v. Steinberg ans Bodenburg, Herr zu Brugheim, * 18. 6.1619, 1' 25. 6.1679. Elisabeth Spiegel v. Pickelsheim, 1' 11.8.1660. 16. 2.1645. Margarete Gertrud v. d. Schulenburg, * 25. II. 16S9, f 5.8.1697. 28. 6.1681. Frh. Friedrich v. Steinberg auf Brüggen, * 23.5.1651, f 18.10.1718. Hieronhmns 0. Grappendorff auf Schvckmühle, !- 28. 3.1671. Anna Sophia v. Haaren, Erbtochter vom Hause Lahr, * 23. 5.1633, f 5.10.1711. 26. 2.1650. Gertrud Luise o. Grappendorss, * 18. 9.1667, f 27. 9. 1743. Gr. Christian Günther v. d. Schulenburg auf Hehlen, * 5.9.1684, f 12.5.1765. Freiin Hedwig Ernestine v. Steinberg a. d. H. Briiggen, » 20.2. 1692, f 27.6.1750. 15. 6. 1710. Gräsin Juliaue Friederike Luise v. d. Schulenburg, * 18.12.1714, -s 4.7.1772, 18.6.1733 Josias v. Beltheim auf Ostrau :e., ^ 10.11.1696, 's 16.12.1747. G N Eckard v. Stammer auf Westdorf. -S Margarete v. Thaal. Heinrich v. Stammer auf Wesidorf und Ballenstedt. G Heinrich v. Stammer auf Wedelitz N Anna v. Hopm a d H. Steckcnberg> Margarete v. Stammer a. d. H. Wedelitz. S? Wolf (al Ludolf) v. Tresckow auf Scharteucke. Barbara v. Arnim ad H. Krüffau. Adam (al. Heinrich) v, Tresckow auf Scharteucke. -?l 's G S> Hans v. Schöning auf Hohen - Lübbichow. «? S? Ursula o. Arnim a. d. H. Zichau. Eva v. Schöning a d. H. Hohen - Lübbichow. -S> K s s 2 's ö? D ^5 S S ^6 33. S N G N es «? K L K L « -> S L? ^2 A G -! sz ö? L s N G ?- cs «5» >? s «? « S> «. ^ ^ « czz>N r- ^S- ^ « V » c>^ Z" G r- n cv d! <5Z» 6)- S' > >! 8 o 5 ^ - tÄ «v? ^>L d "! v ^k- s G ^s >. ^ !^ s Ä LS o 3 Anna Dorothea Scherst *7.1.1740, s 14.1.1796 W D Q Joachim Friedrich v. Lamprecht, Geh. Ober- Trib.-Rat, »5.10.1733^ f 22.3.1807. Maria Luise Trucken- brod, »17.3.1741, 1-26.7.1788. 5. 12.1765. s s . 3 c>5t ^ . « G-Z T? ? S ZS Gr. Malte Friedrich zu Putbus, * 20.12. 1725, 1-8.2.1787. SZ Zs Z°L -ZA ».. GK Gräfin Sophie Charlotte Wilhelmine v. d. Schulenburg, * 19.5.1761 1. 9.1782. sz Z m 'Z s- Z-6 k- >K cÄ ^ SS 12. 7.1726. Johann Christoph v.Lauterbach, Senator und Kaiser!. Rat zu Frankfurt a. M., »15.9.1734, f26.6.1798. 31.3. N D -:- G 1760. Q O 7? Susanne Elisabeth Hindermann, *10.1.1763, f 24.9.1801. 9. 9.1778. ZZ : »c) S 5-1 !-> Johanne Ernestine 0. Heeringen a. d. H. Ustrungen, 1- zu Jlsen- burg 24. 2. 1806 i.74.J. 1759. Gr. Malte Friedrich zu Putbus, » 20.12. 1725, 1-8.2.1787. N ^ . . . >?- S i « l>» «- 12. 7.1726. Johann Christoph v.Lauterbach, Senator und Kaiser!. Rat zu Franksnrt a. M., »15.9.1734, 1-26.6.1798 ,.» « n K « . OI G «S 31. 3.1760. Susanne Elisabeth v. Hinder- mann, * 10.1.1763, f 24.9.1801. 9. 9.1778. Gr. Karl Friedrich Heinrich v. Wylich und Lottum, Kgl. Preuß. General, » 1767, f 14. 2.1841. 6. 6. 1795. Sophie Luise Friederike v. Lamprecht, » 2.11.1772, 1- 1841. Fürst Wilhelm Malte zu Putbus, » 1.8.1783, f 26. 9.1854. Sophie Friederikc Wilhelmine Luise v. Lauterbach, » 6.10.1784, -f- 27. 9.1860. 16.8.1806. Karl v. Veltheim, i 12.10.1811. Maria Charlotte v. Heeringen, » 1774, f 3. 5.1847. Fürst Wilhelm Malte zu Putbu » 1.8.1783, 1- 26. 9.1854. Sophie Friederike Wilhelmine Luise v. Laulerbach, * 6.10.1784, f 27. 9.1860. 16.8.1806. Hermann Friedrich Gr. v. Whlich und Lottum, » 3.5.1796, -j- 13.10.1847. Klotilde Gräfin und Herrin zu Putbns, » 25.4.1809, 1- 19.10.1894. 7.10.1828. Georg Albert Karl v. Veltheim auf Gr.-Bartensleben, » 13. 7.1812, 1' 17.12.1874. Gräfin Asta Luise zu Putbus, » 22.6.1812, 1- 27.3.1850. 6. 9.1836. Wilhelm Malte Fürst und Herr zu Putbus, Gr. v. Wylich und Lottum, » 16.4.1833, f 18.4.1907. Wanda v. Veltheim, » 12.7.1837, f 18.12.1867. 1.7.1 Marie Luise Klotilde Agnes Gräfin v. Wylich nnd Lottum, » 31.5.1858, M 1k. 5.1877 Franz v. Veltheim, Fürst und Herr zu Putbus, » 13.7.1848. Viktoria Wanda Gräfin v. Wylich und Lottum, » 1.2.1861, inar.: I! 1.1888 Ludolf v. Veltheim, » 24.5.1859. Die Stammtafeln des Geschlechts, mit der Teilung der Linien beginnend Die Zählung der Stammtafeln beginnt mit Nr. III, weil die Stammtafeln Nr. I und II im ersten Bande die Genealogie vor der Teilung der Linien darbieten. Mag der Ahnen lange Reihe Ztolz die Vrnst dem Enkel heben, Dock dem Leben reckte Weihe Kann nur eignes Schaffen geben.