Sechstes Kapitel. Die fünfte Stammreihe nach der Teilung der Linien. 149
Neffen Asche v. Kramm von Heinrich v. Holle, der es wiederkäuflich vonAsche v, Kramm, ihrem Schwager, bekommen hatte, mit allen Pertinentiendie in dem Stift Hildesheimischen Lehenbriefe angeführt und im GerichteStenerwalde gelegen sind, für 6000 Gold-G. und 4000 Thlr,, so diev> Holle hingeliehen, und 9000 Thlr. Baukosten an sich gebracht. Das Erb-schenkenamt blieb bis 1714, wo Dingelbe verkauft wurde, bei der Familie.
25. 11. 1586 wurde er mit Möst und Hinsdorf auch für seine Söhne,und wenn deren nicht mehr sein sollten, auch für feine Töchter belehnt.
1586 borgt er mit Matthias von Busso v. Bülow 2000 Thlr. zu5°/> uuter Bürgschaft von Jobft und 2000 Thlr. von Christoph v. Maren-holtz und 3000 Thlr. von Ludols v. Rössing unter Bürgschaft von Hans.
In demselben Jahre erhält er vom Kloster St. Lndgeri vor Halber-stadt einen Erbzinsbrief über einen Hof und 5 Hufen Landes zn Wulffers-dorf, die er von etlichen Bauern zu Almestorf erkauft hat.
In demselben Jahre spricht ihm brieflich der Herzog Heinrich Juliussein Bedauern in betreff seiner Krankheit aus uud schickt ihm 4 wilde Schweineund einen geräucherten Hasen, „vor einen Patienten den Appetit zu stillen".
3. 8. 1587 wird er mit seiuem Bruder Matthias vom Fürsten zuAnhalt mit Biedersee belehnt, wie es nach dein Tode des Hieronymusv. Draxdorff an das fürstliche Haus heimgefallen ist.
1587 appelliert er an das Kaiserliche Kammergericht, nachdem er vomHofgericht des Herzogs Julius zu Braunschweig verurteilt worden ist, wegen2000 Gold-G., die er von Moses Jude 1563 quittiert hat, gegenüber dervon Moses Jude hinterlasseuen Tochter Rösicke Jude.
158? borgte er von den v.Qnitzow 4000 Thlr. und vermietete sein Hans undHof iu der Altstadt Magdeburg an Hans v. Bülow für 100 Thlr. auf 9 Jahre.
25. 7. 1588 borgt er mit Matthias 500 Thlr. von Heise Krogennnd Hans v. Preutzen aus Brauuschweig.
In demselben Jahre errichtete er mit Heinrich und Achim, Gebrü-dern, Heinrichs VII Söhnen, einen Vertrag wegen des Neinstedter Zehnten,Hufen Landes nebst 2 Morgen vor Harbke, das ihm versetzt gewesen,nun aber von diesen eingelöst worden ist, wegen Vertauschung und Resti-tuierung von 6 Hufen Landes vor Harbke und Destedt zwischen den beidenLinien, wegen einer Hufe, so an Südhofs Hofe zu Wulffsdorf mangelnsoll, uud den Burgwiesen vor Harbke, welche nach Hufenzahl in Schwadengeteilt werden sollen, nnter Vermittlung auch vou Jobst und Matthias.
Nach seiner Leichenpredigt ist er von Leib etwas klein gewesen, aberin diesem kleinen Leibe hat er ein rechtes Löwenherz gehabt.
In Harbke befindet sich ein Inventarium, was alles am 1. Mai 1588in der Harnisch- und Rüstkammer vorhanden gewesen ist, woraus sich ergibt,daß Achaz ein sehr „rüstiger" Herr war.