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Johann Wilhelm : ein dramatisches Charakter- und Zeitbild ; in fünf Aufzügen
Entstehung
Seite
69
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Wie kann es möglich sein,verzeiht, wenn ich etwas versah!

Neunter Auftritt.

(Vorige. Kettner tritt mit Lisbeth ein.)

J o h. Will). Willkomm! Mitsprechen sollt Ihr, gute Frau,

Ein Mutterwort für dieses Paar.

Lisbeth. Ich trau

Den eignen Augen kanm. Wimar nnd Gretchen,

Der beste Sohn, das bravste, liebste Mädchen!

Gott sei gelobt, der Armut nicht verstieß,

Der schönste Tag, den ich erlebt, ist dies.

Zehnter Auftritt.

(Vorige. Stcmmler, Hemmelrath und Rasch treten ei».)

Hemmelrath. Gehorsamst zu melden, daß wir denRäuber Hopza wieder ergriffen, und Euer KurfürstlicheDurchlaucht —

I o h. W ilh. ( ihn unterbrechend, abwehrend.)

Schon gut!

Sch arr eubro i ch. Der KurFrau Sch.

Scharrenbroich. O Herr,

Frau Sch. ^ Der Fürst!

Lisbeth. U Er selbst!

Gretcheu. H Mein Gott!

Wimar. Welch Glück!

Ioh . Wllh , (Derselbe hat bisher zwischen Gretchen und Wimar, den Elterngegenüber, gestanden; faßt jetzt Gretchens Hand und. hält Wimars.Rechte empor.)

Sieh, Gretchen, diese Hand, schlag ein!

Nun, Kinder, sprecht, wollt Ihr einander?

Wimar, Gretchen ift-udig,zugleich.) Ja! Ja!

Joh. Wilh. Gott segne diesen Bund!

Klaus. Wir sprecheus nach!

I o h. W i l h. Nun, Wimar, hielt ich doch, was ich versprach —Wimar. O Herr, die Ehr!

Joh. Wilh. Nur meine Schuldigkeit!

Aus Todsgefahr hast Du mich ja befreit.

Zum Dank dafür ward ich Brautwerber nun,

Und weniger konnt ich fürwahr nicht thnn.

Die Pflicht, erzeigte Wohlthat zu belohnen,

Sie sollte nicht in Fürstenherzen wohnen?

— Doch min lebt wohl! Hier kann ich doch nur stören —Noch hoff' ich oft von Eurem Glück zu hören.