Vierter Auftritt.
(Klaus und Oberhoskoch Mundt, Während Klans sich gegen das Kabinet des Fürstenwendet, stürzt Mundt, ihn abprallend heraus.)
Klaus. Welch Ungestüm ergreift Ihn, Vratspießbürger,Er unbarmherz'ger Gäns- und Entenwnrger,
Und größter Mörder in der Unschuld KleidUnd Appetitverderber weit und breit.
Mundt. Den Spott hat man noch obendrein!Ein Donnerwetter schlag darein!
Der Teufel mag da Hofkoch sein —
Nein! nein! das Maaß ist übervoll,
Es wird mir länger hier zu toll,
Ich weiß nicht was ich machen soll.
Das Denken hat mich so erhitztUnd finde, wie ich drum geschwitzt,
Nicht wo der Haas im Pfeffer sitzt.
Wie kocht ich für den guten HerrnBisher doch Alles, Alles gern,
Und was ich auch zurecht gemacht,
Es war willkommen, wie ich's bracht,
Bis er zuletzt von Bensberg kamDie Sach' ein' andre Wendung nahmMit seinem Speck und Erbsen. Nein!
Der Teufel soll da Hofkoch fein —
Das Donnerwetter schlag darein!
Ein' solche Bauernkost auf der Fürstentafel!
Und nun will er mich noch gar in den Königsforst schicken,daß ich von der Bauernfrau lernen soll Speck und Erbsen kochen.Es ist nicht znm Aushalten. Und da thut Er mich auch nochAppetitverderber schimpfen, Er Oberhof-Nasendreher mit derbunten Jacke.
Klaus. Ich ein Nasendreher? Prost Herr Kollege! Erdreht den Bratspieß und ich die Nasen, Er sorgt für den Magenund ich für die Verdauung. Ist Sein Geschäft denn nicht, dieMenschen zu sättigen? Und wo blieb den Gesättigten der Appetit?Da ist Appetitverderber ja Sein rechter Titel. Oder hieß Er lieberder Ritter vom Schmeerbauch und der Spindelwade?
Mundt. Wie Er's nimmt, hat Er Recht. Aber unsrerDurchlaucht hab ich den Appetit zur Mahlzeit nie verdorben.So oft der Herzog von Malborough hier war mit allen den
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