Wie dies Gewand und andres Eigenthum;
Sein nennt sie dort der ew'ge Gnadenspender,
Es sind von Gott mir anvertraute Pfänder,
Drum ihre Wohlfahrt mein Beruf, mein Ruhm.Die armen Bauern, die da hungern, dürsten,
Sie sind vor Gott vielleicht mehr wie wir Fürsten.Anna. Doch mein Gemal, was soll mich denn zerstreu'n?Joh. Wilh. O Theure, was kann Menschen mehr erfreunAls ihrer Brüder Wohlfahrt aufznbau'n,
Die glücklich feh'n, die uns ihr Glück vertrau'«.Des eigenen Genusses WohlbehagenVerschwindet schneller wie der Schaum am Meer,Verlöscht wie Schrift im Sand, den Wellen schlagen,Doch dauernd von Erinnerung getragenUnd aufgeschrieben über'm SternenheerIm Buche der Vergeltung stehn die FreudenDes Glückes, das wir Anderen bereiten.
So Manches steht der Wohlfahrt schroff entgegen,Die auszubau'u uns gab der Gottheit Gunst;
Drum laß uns schaffen zu des Volkes Segen,
Und laß uns fördern auch die hehre Kunst,
Sie, die das Volk erhebt und sanfte SitteVerbreitet, wo sie in dem Herzen keimt,
Sie gilt es tragen in Palast und Hütte,
Auf daß sie in dem Land der Berge heimt.
In ihr und im Gebiet der WissenschaftWebt Hochgefühl, zu allem Gulen Kraft.
Fort Rohr und Falken, hin zu den Gemälden,
Wo Van der Werff, van Deyck und Schalken schassen!Dort schan'n wir Jagden, schauen hohe Helden,Und keine Flur verheeren Roß und Waffen.
(Joh. Wilh., der Annas Hand ergriffen, führt sie während verletzten Zeile ab. !(Vorhang fällt.)