t6
Einen belohnenderett Erfolg dürften Versucheder Art, in öffentlichen botanischen Garten, längereZeit fortgesetzt und beobachtet, versprechen, und inder That würden solche Institute bleibendes Ver«dienst sich erwerben, wenn sie, auch in dieser Be-ziehung nach dem schonen Muster des i'si-äia liesxlsntes in Paris, rein «wissenschaftliche mit prak«tisch«ökonomischen Zwecken zu vereinigen, sich be-streben wollten.
Aber selbst einzelne Freunde des Weinbaues,welche den Besitz eineS zu einem Versuche der Artgeeigneten Grund, Eigenthums entbehren, könntenmanches zur Erweiterung der Kenntnisse der Wein»Rebenarten beitragen, wenn sie die Anleitung desachtungswerthen Pomologen vi. Diel*) zur sy-
Güte. Der Stock entwickelte schon seit einigen Iahrensehr viele Blätter und Zweige, und zeigte überhaupteinen starken Trieb; im Schnitt wurde er bis jetztwie die anderen tu der Gegend cultivirten Wein-Reben gehalten."
Duhamel versichert sogar, daß ein ans dem Kerngezogener Weinstock nach zwölfjähriger Pflege keineFrüchte getragen habe.
Hdrter hingegen behauptet, im Widerspruch mitvorstehenden Beobachtungen, tu seinem rheinläudischenWeinbau II. Thl. L. 1Z. bei der von ihm angegebe-nen Behandlung erscheine an der aus dem Samengezogenen Rebe schon im fünften Jahre die ersteFrucht?
») Dr. Diel über die Anlegung einer ObSt-Orangeriein Scherben. Frankfurt IM.