15
äußern, und in welcher Verwandtschaft die bei unöbekannten wilden Rebarten mit jenen unter sichstehen.
Früher schon haben mehrere Oenvlogen die An»legung von Samen-Schulen für Reben empfohlen,noch ist aber nicht bekannt, ob Versuche der Artauch im Großen angestellt, und sorgfältig beobach,tet worden sind.
Wahrscheinlich hielten die damit verbundenenSchwierigkeiten und die Unsicherheit des Erfolgesdie Freunde des Wein« und Gartenbaues ab, auS«gedehnte Versuche mit solchen Pflanzungen im Freienzumachen, weil die zarten, aus dem Samen lang,sam sich entwickelnden jungen Reben, selbst im ein,gefriedigten Lande leicht der Gefahr der Zerstörungausgesetzt, nur selten dem Pflanzer die Hoffnunggewähren, die Früchte seiner Pflege zu genießen.*)
*) Nach einer Mittheilung, welche der Verfasser demHerrn Professor Schübler in Tübingen zu danken hat,zeigte ein daselbst von Herrn Or. Hehl angestellterVersuch, Weintrauben aus dem Samen zu erziehen,Folgendes: „ der Kern einer Silvanertraube wurdetm Oktober 1819 in gewöhnliche Gartenerde gesteckt,aus ihm entwickelte sich nach 6 — 7 Jahren ein mitBlättern und Zweigen reichlich versehener Weinstock,der erst tm achte» Jahre, nämlich im Herbst 182/»um erstenmale einige Beeren trug; im Herbst l »2Shatte er einige Trauben angesetzt, an welchen je-doch gleichfalls verhaltnißmäßig nur wenige Beerenzur Ausbildung kamen , die Beeren selbst halten übri,genS dem Geschmack und Aussehen nach, die gehörige