Druckschrift 
3 (1878) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg vom Jahre 1400 - 1479
Entstehung
Seite
51
Einzelbild herunterladen
 

1411.

51

basser miteinander halten söllent dise liehest künftigen fünf iore, doch mit semlichenvürworten: wolte dhein herre in disen fünf ioren einre wider den andern dün, dazsol er ime ahte tage vor erberliche abe sagen vnd ze wissende dün mit sime offenenbeseelten briefe vngeuerliche. Vnd des vbertrages zu eime vrkünde so habent wir

o

Thoman von Endingen, Johans Zorn, ritter, Johans Bock, Clans Merswin vnd VirichGosse, alt ammanmeister, vnser ieglicher sin ingesigel an disen brief gehencket. Wirgrofe Conrat von Fürstenberg vnd hertzouge Reinolt von Vrselingen vorgenant ver-iehent, das vns der ersamen wisen meister vnd rotes erbern botten, also die do vorgenant sint, gütliche vnd liepliche miteinander gerihtet vncle vbertragen haben in diewise, also vor begriffen ist, vnd hant vns ouch bede vür vns vncl die vnsern vor den-selben erbern botten die rihtigunge versprochen stete ze habende vnd ze vollefürende.Vnd des zu eime vrkünde so habent wir grofe Conrat vnd bertzonge rieinolt vnserieglicher sin ingesigel zu vor an disen brief gehencket.

Geben vf samstag nebest vor dem Palmetage des iores, do man zalte von gottesgebürte vierzehen hundert ior vnd eilf ior, vnd sint diser briefe zwene glich, der iedie partie einen het vnd bi ir blibet').

Die Siegel fehlen.Perg. Or. Donaueschingen.

1) (Zwischen 1411 und 1419), Sept. Baynolt Herzog von Vrslingen schreibt den fürsichtigen, weisenMeister undBath zu Stroßburg, seinen guten Freunden: „als ir vor zitten ainen sacz gemach et hand zwischenddem edeln graff Cünrat von Fürstenberg, vwerm burger °), vnd mir, dez ich ain guten sacz brieff inn han,also hat er mir ain min diener gefangen vnd in ain tum gelett vff disen nehsten vergangen sunentag in dendingen, daz er in fier tagen in sinem schloß ze Haslach waz .vnd sich mit wisset vor im ze besorgend, wen.daz er wond, er hett ain gnedigen herren an im, alse ich vfi' gester mentag erber botten, edel lüt, zu im ge-schickt han vnd in früntlick haissen bitten, mir min diener genannt Cünrat von Ichenhan on schaden ledig zelasend, moht daz nit sin, daz sy in den des saczes ermantin, vnd in aber von minen wegen ze bittend, daz erim ain zil geb, vnd da zwistend zu mir für vch ritt zu ainem tag vnd da vor vch laß besehen, ob er in ittbillich von dez saczs wegen ledig lan süll vnd mit eren gefangen hab vnd behalten müg, da wolt er in nitledig lan noch zil geben, daz mich gar vnbillich nimpt, vnd spricht, min diener hab im daz sin genummen,dar vmb er doch nüzit waiß vnd nie nüzit an in ervordert hat. Dar vmb bitt ich vch früntlich durch minßdienstz willen in ze vnderwisend, daz er min diener an schaden ledig laß oder im ain gerumpt zil geb, dazer sich verantwrten müg, vnd daz graff Cünrat zu mir für vch gen Stroßburg zu aim tag ritt vnd sich daalß erfinden, ob er mir min diener vtt billich von dez saczs vnd eren wegen ledig lan süll, wan ich im vornit schriben noch mich von im klagen wolt, ich wolt vch es vor kunt tun." Geben an zinstag vor dez hl.Crücztag ze herbst. Spuren des aufgedrückten Siegels. Pap. Or. Stadtarchiv Strassburg.

a) Im Strassburger Stadtarchive sind die Bürgeraufnahmsverzeichnisse erst seit 1440 erhalten; das f.f. A. bewahrt keine Urkunde über Bürgeraufnahmen der Grafen.