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3 (1878) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg vom Jahre 1400 - 1479
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1411.

1411, April 4.

68. Bürgermeister und Rath von Strassburg schlichten durch Gesandte einen Streit zwischenGrafen Konrad von Fürstenberg und Herzog Reinold von Urslingen.

In der misselhelle (sie), die gewesen ist zwüschent den edeln herren, grofe Conratevon Fürstenberg einesite, vnd hertzouge Reinolte von Vrselingen andersite II , dieselbemissehelle darrüret von zweyer gefangener wegen, der Esselinger, Conrat vnd Hans,genant Bundschüch, gebrüder, die der egenant herre II grofe Conrat gefangen het,vnd ouch von andern sachen, derselben missehelle halp bede herren zu eime frünt-lichen tage kommen sint gen Strasburg vür die erbern, wisen meister vnd rat zeStrasburg, vnd also bede partien vür meister vncl rot gekoment, do schihtent dieselbenmeister vnd rot vns fünfe mit nammen: Thoman von Endingen, Johans Zorn vonEckerrich, ritter, Johans Bock, Claus Merswin vnd Virich Gosse, alt anmanmeister,in botten wise zu beden herren, zwüschent in ze redende vncl ze suchende, obe wirsie gütlich vmbe ire gespenne mit einander übertragen künden. Das habent wir fünfbotten geton, vnd hant bede herren gütliche vnd liepliche mit ir bedersite wissendevnd wille gerihtet vnd vbertragen in dise wise ze wissende: des ersten von der zweyergefangener wegen, der Esselingere, der gefangener einer entrannen ist, do sol grofeConrat Cünraten, den andern gefangenen, in meister vncl rotes banden stellen, vnd diemögent Conrat den gefangenen mit einer slehten vrfehten lidig lossen, vnd sol hertzougeReinolt Buntschüch Esselinger ouch eine vrfeht vor ime von der gefengnisse wegendün sweren ze haltende, vnd sollent darüf bede herren von derselben Sachen vnd ge-spenne wegen, wie sich die bitze vf disen hütigen tag zwüschent in verlouffen haben,gentzlich vncl zemole gerihtet vnd geslihtet sin vnd söllent do von dheine anesprocheme aneinander haben oder gewinnen noch das schaffen geton werden. Item von desgespannes wegen, Einbach des tales vnd der lüte, darumb bede herren gespennig ge-wesen sint, habent wir bede herren vbertragen, daz sie oder ire erben botschaft dar-umbe vürderliche riten söllent vür den hoherbornen herren, herren Eberhart grofe zuWurtemberg vnd sollent den bitten, sich des ires gespannes von des tales wegen ane-zenemmende vnd sie darumbe von einander ze entscheidende hie zwüschent vnd santJohans tage ze siingihten nehest, vnd wie sie derselbe herre grofe Eberhart vnd sinerete darumbe vncl dovon miteinander entscheident, daz sollent bede partien stete haltenvncl vollefüren. Item also clanne bede herren bitzhar eine früntlicheit miteinandergehebet hant, daz dheinre wider den andern dün solte, er seite es ime danne vor, dohabent wir bede herren des gütliche miteinander vereint, das sie die früntschaft vür-

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