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1502.
altar ist gestanden das creutz, welches jetz vff dem chor mitten Yff dem gatter stehet, selb hat jetzt den aplasst. Caroli Borromei, der obgemelte altar ist ernüdert vnndt benedicirt worden anno 1485 in der ehr st. Fabianivndt Sebastiani, auch des h. Ciriaci vnd seiner geselschaft vndt der h. Erasimi, Quirini, Valentini, Bernardi,Christophori, Martini, Conradi, Fides vndt aller heiligen. In disem altar ist heylthumb des h. Erassimi,Anthoni vnd sancta Margretha. Dises altars weye falt jährlichen den ersten sontag nach deß h. Creutzestag im Mayen. — Anno 1499 den 30. Martii war der heilige Osterabend vndt war deß sontags buchstabenE, da verbran leyder diß kloster zu dem anderen mahl, doch nit gar wie zu dem ersten mahl, vndt wardamals die ehrwürdig fraw Dorothea Reickenbächin, meisterin dises gottshauß, da man auß der kirchenging, alß man daß fewr gesegnet hat, wahre es noch nicht angangen, dann eß ging deß propsts oderSchaffners sein fraw durch die kirchen, vndt ehe sie zu dem spital kam, welche ob vnserem so zwischenzweyen kirchenbüninen gestanden (sie), da schlug die flamb zu dem dach aus. Eß ging ihm hug oder rauchan, maint es seye mit pulfer zugerist". Einträge im Friedenweiler Protokoll von 1452—1731, S. 5—8.Donaueschingen.
2) 1495 samstag nach dem hl. Pfinstag [Juni 13.] bescheinigen Meisterin und Konvent des KlostersFridenwiller, von Virich Krafft, beider Rechten Doktor, Meister Hans Scherer und Hansen Wetzstain, Ka-plan zu Friburg in U. 1. Fr. Münster „ain grün meßgewand damasch mit ainem erütz", das ihnen DoktorRotbletz sei. in seinem letzten Willen zu seinem und seiner Vordem Gedächtnis geordnet hat, empfangenzu haben; sie werden Rotbletz in ihr Seelbuch schreiben und ihn ihrer Gutthaten teilhaftig werdenlassen. Pap. Or., das aufgedrückte Sekretsiegel des Klosters fast ganz abgefallen. Karlsruhe.
3) 1504 zinstag nach st. Cathrinen tag [Nov. 26.] schwört Dorothea Richbächin, erwählte undconfirmierte Meisterin des Gotteshauses Fridenweiler, welche heute von Georgen Abt zu St. Georgen imSchwartzwaldt, den sie für ihren und ihres Gotteshauses ordentlichen Praelaten, Obern, Visitator undGubernator in geistlichem und weltlichem Regiment bekennt, im Amte der hl. Messe Bestätigung empfangenhat, an dessen Hand mit ihren leiblichen Fingern auf das hl. Evangelium , dem Dienste Gottes mit ihrenKonventschwestern ihrem hl. Orden nach emsig obzusein, denselben jederzeit zu fördern, den Geboten desAbtes jederzeit zu gehorchen, ihrem Gotteshause und Konvente „währhafft" und treu zu sein, alle Rent-gefälle, Güter, Ehehaften und Herkommen getreu zu handhaben und über ihr Einnehmen, Ausgeben undRegiment jedem Praelaten zu St. Georgen oder dessen Anwalt jährlich, wenn sie dazu aufgefordert wird,Rechnung zu stellen. Das Or. siegelte Hanß Starck, Schultheiss zu Villingen. Pap. Kop. 17. Jhdt. Do-naueschingen.
4) 1506 donstag nach Galli [Okt. 22.\. Nachdem Meisterin und Konventsfrauen zu Fridenwilerauf dem Swartzwald und Vogt und Gemeinde im Thal zu Rudenberg zur Schlichtung ihrer Späne überSpital- und Schaffhof zu Zusätzen gewählt: (die erstere Partei) Hanns Herman, Bürgermeister zu Vilingen,Alexius Posch, Schultheissen zu Furstenberg, Michel Streit, Vogt zu Blümneck, und Bürckly Kefer von Vffa,(die letztere) Hainrich Keßer, Schultheissen zu der Nüwenstatt, Hanns Stainhart im Alperspach, Clewy Bentzaus der Welschsenordnach und Rudy Mäder im Alperspach, diese acht Zusätze sodann als Obmann denJunker Jergen von Reggenbach, Obervogt der Grafschaft Furstenberg gewählt, dieser aber an seine StattJerg Cräbin, Vogt zu Blümberg, gesetzt hat, vernimmt der letztgenannte mit den acht Zusätzen die Par-teien. Die Gemeinde von Rüdenberg erhebt den Anspruch, dass ihr das Kloster mit dem Spital- undSchaffhof an Raißgeld und Schätzungen behilflich, desgleichen zu ihrem Gericht mit einem Mann vom Schaff-hof gehorsam und gewärtig sei; das Kloster dagegen will diesen Anspruch nicht gelten lassen, weil es denSpital- und Schaffhof, der in Frydenwiler Zwing und Bann liege und Grund und Boden des Klosters sei,bei Händen habe, selbst bauen lasse und nicht bemeiere. Die Schiedsrichter entscheiden zu Gunsten desKlosters; „wann aber die guter bemaigerend würden, so sollen die maiger dann darvon thun, wie von alterher geüpt vnnd geprucht ist". Perg. Or. mit dem Siegel Hanns Hermanns, Bürgermeisters zu Vilingen,das Jerg Crabins fehlt. Donaueschingen. R.
5) Die Thäler Rodenberg, Schwertzenbach, Ornauwe, Vrach, Schalach, Schonöw und Langenbach
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