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man von allen gläubigen Seelen oder, wie es der Pfarrherr anordnet, für die Seelen,deren Körper in gen. Kilchsperg liegen, für die, welche zu der Jahrzeit beisteuern„und auch ob sich kein mensch, es wer lebig oder dot, mit worthen oder werkhsaumbte oder gesaumbt hete, dz im die messen und den (sie) gottsdienst und waßda guots vollbracht wird, ein stein (sie), fürderung und hilf seye zu dem ewigenleben, und dz alle gottesheilligen dem (sie) allmachtigen gott für alle menschenbitten und erwerben ihnen beichtrew und buoß, dz sie ohne dem zarten frohnleich-nam Vnsers Herren Jesu Christi von dißer weit nimmer schaiden, wer auch, ob sichein mensch versindiget hette, dz solichs der allmachtige gott durch seine barmher-zigkeit und der messen und anderer gottsdienst willen verzeichen und vergebenwolle". Der Stifter und ersten Anheber dieser Jahrzeit und aller, die zu ihr bei-steuern, aller gläubigen Seelen, einer gnädigen Herrschaft Pürstenberg, aller Prae-laten und Konventherren des Gotteshauses St. Georgen, der Meisterin und der Kon-ventfrauen zu Priedenweiler soll bei jeder Jahrzeit von der Kanzel gedacht werden.Zukünftige Gaben an die Jahrzeit dürfen nur für dieselbe verwendet werden. IhrePfleger sollen jährlich in Gegenwart des Priors zu Friedenweiler oder eines Abgeord-neten von St. Georgen, eines Amtmanns zu Newstatt und einer ganzen Gemeindezu Friedenweiler 8 Tage vor oder nach der Kirchweihe über Einnahmen und Aus-gaben der Jahrzeit Rechnung thun. Mehren sich die Einnahmen so, dass davonnoch eine Jahrzeit gestiftet werden kann, so soll das geschehen mit Gunst einesHerrn von St. Georgen. Die Jahrzeit soll stets ohne Kosten des Klosters Friedenweilergehalten werden. Den Priestern, die dabei Messe gesungen und gelesen haben,soll man Futter, Mahl und die Praesenz geben, wie dann zu Eewstatt auf ihrengemeinen Jahrzeiten Gebrauch ist.
Geben auf freytag nach der Auffährt Vnsers lieben Herrn Jesu Christi 1502.
Am Or. hieng das Abteisekret von St. Georgen.Friedenweiler Protokoll von 1777, S. 65—69. Donaueschingen.
1) „Anno 1482 vff des heiligen Jacobi des gröseren tag [Juli 25.], nachdem die kirch vnd eintheil deß klosters wider ein wenig gebawen worden, ward gemeltes kloster vnd kirch zu dem anderenmahl geweyet in der ehr der himelkönigin Maria, der mutter gottes, wie auch der fronaltar; waß selbigerfür ein altar gewesen, rundet man nicht in den geschriften, aber man vermaint, der altar vff der linckenseiten gegen dem kirchhoff, so jetzt sanet Catharina altar genant ist, seye zuuor der fron altar gewesen;vndt im obgemelten jähr vndt tag ist auch geweühet worden der altar vff der lincken seyten in Vnserlieben Frawen cappell in der ehr hernach gemelter heiligen, alß nämblichen st. Agatha , st. Clara, st. Bar-bara , st. Otilia, st. Anna, st. Apolonia, st. Sebastiani, st. Vtalarici, st. Bartolomei vndt st. Wolfgangus,die kirchweühe dises altarß ist den nechsten sontag nach Jacobi. — Anno 1487 den 2. Mayo ist benedi-cirt worden der altar in der ehr deß heiligen Creutzes, der ist vormahls gestanden mitten in der kirchen,jetzt aber stehet er vff der lincken seyten in der kirchen vnd ist genandt der h. Creutz altar, in disem
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