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1499.
II
ime Hegew vff 10 000 mann starckg vmbziechenn vnd herschen vnd ein mercklichenn, verderplichenn schadenzu fügen, vnnd ist die sag, das sy sich alher für Enngenn legem, das wir erwarten wellenn. Vnnd sindvff gestern vnnd hütt wir vff 3000 zu roß vnnd füß starckg gewessen vnnd gerattslagt vnnd vns veraint,die lutt widerumh hinder sich inn die leger gen Hufmgenn, Meringenn, Tuttlingenn vnd Mulhainn zu legen,bis der züzug vnnd der huff gar samen kompt, als wir [hoffen] noch inn dry oder vier tagen zum lenngstengeschehenn werd, alsdann mit macht züzeziechenn vnnd dann vnns vnnderston mit inen schlachenn, vnndhaben by vnns den raysigen zng behaltenn vnnd 300 buchssennschutzen vnd 100 knecht mit spiessenn vnndhellbartten vnnd wellennd also der belegerung wartten. Item sy sind yetz bis vff Stußlingen getzogenvnnd das dorff ingenomen vnnd habennd verprenndt Ranndegk, Eamshain, Eülassingen, Arlo vnnd Nyder-hennen (sie), ouch din schloß Eoßnegk vnnd Haylsperg aingenomen vnnd Haylsperg verprennt, vnnd habensorgen , das sy Eoßneckg, ouch die annderen dörffer alle am abziechenn ouch uerprennen werden. Es istouch by vnns hie graff Niclaus von Salm vnd graff Anndres von Sonnenberg vnnd sunst vil gutter rittervnnd knecht, vnnd sind dine purenn von Eüllassingen, do sy das dorf haben sechenn prennen, über das syHaine Schnygelin by ime zu belibenn by er vnnd eyd ermant hatt, vß dem schloß von ime geflochenn vnndinn mit sampt sinem wib vnd kindern ainig gelossenn, hat er sich vff stundt haruber gen Engen verfügtvnnd solichs gesagt im knecht züzegebenn, das ich, graff Heinrich, vff die nacht ze thund in willen wasvnnd inn vff stund an wider hinüber gefertigett, also do er hinüber kommen ist bis an den grabenn, habennsy das in genomen gehept vnnd ir fennly dorinn vsgesteckgt, also ist er abgetretten vnd vor nacht wideralher komen". Pap. gleichzeitige Kop. Innsbruck.
3) 1499 donstag nach Inuocauit [Febr. 21.] in der achteden stund vor mittag. Conrat von Schellen-berg, Eitter, an Graf Sigmund zu Lupfen, Hauptmann: „Als ich euch gestern geschribenn hab, wie wirzüsamen ziechenn vnnd wellennd vnndersten, mit den Eidgnossenn zu schlachenn, vnnd haben ein hüpschennzüg vnnd huffen knecht züsamen geprocht, yedoch sind wir rattig wordenn, das wir still steen wellennditzmals, dann wir sind inn nitt gnüg machtig, wann sy ligen mit hers krafft ime Hegow vnnd prennenallennthalbenn vnd ziechen darinn mächtiglich vmb, auch haben sy by acht dorfern vnd euch Eüllasingenverprenndt vnd Eoßneckg ingenomen. Deßhalb vnnser meinung ist, ditzmals sy nitt zu slachenn, dannsoltennd wir ein vnnmöglichs vffnemen vnnd ettwa vil knecht verlierenn, mögennd ir vnd wir all ermessenn,was schad dem lannd Swabenn doruß enndtsteen wurd. Darumb so wollennd vff vnd gerüst sin, wanneuch bedücht nott sin, vnnd ir wytter eruordert werdenn, vff sin vnnd vnnd vnns zu ziechenn. Ouch sowellenn mit einem huffenn vnd euwer katzbeigen mit inen ettwas furnemen mit prennen, roben vnd ann-derem, domit sy ouch benöttigt werden, vnnd mich lassenn wissenn, wie es by euch da nyden stannd, wöreuch züziech, wie mechtig vnnd was ir hanndlenn, vnnd ir wellen dös pest thün. Wir ziechennd zu vnndhabenn ime fursatz, mit ratt zu hanndlenn, vnnd sechenn inn die sach, dann die sach wil erbermlich sin".Pap. gleichzeitige Kop. Innsbruck.
4) 1499 zinßtag nach dem hl. Palmtag [März 26.~] verkaufen Vogt und Gemeinde des DorfesHaydenhouen in der Landgrafschaft Bare aus obliegender Notdurft, besonders wegen der jetzt schwebendenKriegsläufe mit Willen des Grafen Wolfgang zu Furstemberg um 50 fl. Eh. dem Priester Erhart Koub zuVillingen an seine Pfründe in der Alten Statt im Beinhause, gen. die Neue Pfründe, 2 l fr fl. Eh. Landes-währung Zins, zahlbar auf st. Martins Tag in Villingen, aus ihres Dorfes Zwing und Bann, Äckern, Matten,Holz, Wasser, Wun und Almenden. Einlager in Villingen a ). Perg. Or. mit dem Siegel des Grafen Wolf-gang (wie IV, 64). Villingen, Pfründearchiv.
a) An demselben Tage geben Vogt und „gepursamy" zu Sunthusen, die der Herrschaft Furstemberg zu-gehört, den von Haidenhouen, die ihnen mit Willen des Grafen Wolfgang obige 50 fl., deren sie in den jetztschwebenden Kriegsläufen notdürftig sind, überlassen haben, dafür einen Schadlosbrief. Perg. Or. mit dem Siegeldes Grafen Wolfgang (wie IV, 64). Villingen, Pfründearchiv.
5) „Vff den hailigen Karfrytag [März 29.'] anno etc. 99 hat Jörg Frigk von Frigkinen, zwüschendWalpurg vnd Schlier ob Eauenspurg gelegen, geschworen, wyder mym gnädigen herren vnd dem Pundt