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7 (1891) Quellen zur Geschichte der Fürstenbergischen Lande in Schwaben vom Jahre 1470 - 1509
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21
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1470.

2]

zwischen den Meiern der Zinsgüter halb Irrungen wären, ein Gericht zu besetzen; „das sy aber dem gotz-hus icht wyter schuldig syen zu raisen oder anders halb, oder das sy sy zu manen haben, das syen synit"; „vnd wyter zu uerstend, wollen sy nit bergen, wie ir vordem an das gotzhus komen syn: so habendwiland die grauen von Rordorf seligen ir vordem an das gotzhus als fry gotzhuslütt ergeben vnd sich zuohalten als fry gottshuslüt; es syen och sidher ettlich by inen anderswa burger geweßen, die haben sich och gützwillens, vmb das sy destfryer wem, an das gotzhus ergeben, vnd doch in dhainer aigenschaft; nu mainec dieherren sy zu uerkoffen für aigen, vnd das sy das swern sollen, wer vnbillich, dann sy wären nit aigen, haben ochnicht wyter gesworn, dann für fluchtsami vnd och vmb das sy nit in die stett zugen, wol vff dem land mugen syziechen, war sy wellen" ; es sei ihnen auch vom Gotteshaus vormals zugesagt worden, dass man sie ohne ihre Ein-willigung nicht verkaufe; „wa der koiffurgang haben sölt, so wären sy doch mit lib vnd gütt ir". Der von Eech-berg erwiedert, „es war lantlöffig, wa ainer ain vellen, lassen, och vmb vngenossami strauffen möcht, dasder hünr dartzü gab vnd das ain aigenschaft begriff; nu der hünr halb möcht wol sin, das die ettwannnit geantwurt wären, sonnder hetten sy die ainem vogt gelassen, vmb das er dester bas zu den armenlütten sech vnd von im beschirmbt würden, vnd das och wytlöffige halb ainem arm man zu swer war,ain hün oder mer zu den Ainsideln zu antwurten, deshalb in ir gerechtikaitt der hünr halb nicht ver-schinen war; vnd als sy ains zusagens halb haben gemeldt, des syen sy inen nit bekanntlich; sy haben ochnicht wyter, dann all ir gerechtikaitt vnd verkoft nach innehält ains rodeis, das by inen ain offnung sy".Zum Schluss reden die Vertreter der Gemeinden, sie würden, wenn sie in den Kauf mit ihrem Eid willigten,„mercklich red" von ihren 2 Obern empfangen; wenn es aber anders nicht sein könnte, und sie von demGotteshaus, dem sie allerdings lieber angehörten, ihrer Eide, „was sy inen dann bisher lutt irs aids syenschuldig geweßen," entlassen würden, wollten sie den von Rauenspurg auch schwören und hofften ihnenweiter nichts schuldig zu sein. Es wird erkannt, dass die Gemeinden, wenn sie ihres Eides entlassenwürden, dann denen von Rauenspurg schwören sollten, in gleicher Weise wie sie vormals dem Gotteshausgeschworen haben. Perg. Or. mit dem stark beschädigten Siegel der Stadt Costantz. Donaueschingen.

T.

3) 1471 sonntag Letare Halbvasten [März 24.] verkaufen Anna Pfifferin, Hannsen Pfiffers sei. vonHörüte Witwe, und ihre ehelichen Söhne Virich und Jerg, die Pfiffer, um 24 fl. Eh. an Symon Megerli zuHörüte des Rüdeis Gut daselbst für ein rechtes, lediges Ainsidlergüt, das jährlich 15 ß £\ Landeswährungund 4 Scheffel Veesen Rauenspurger Mass als Vogtrecht an das Schloss zum Hailigenberg, 17 ß A Boden-zins an das Gotteshaus zu den Ainsideln und 1 Scheffel Haber und 2 Viertel Veesen Pfnllendorfer Mass„wisatkorns" in den Kelnhof zu Hörüte zinst a ). Perg. Or. mit dem Siegel Conrat Bischoffs, Vogts zumHailigenberg, angehängt unbeschadet der „landtgraffschaft zum Hailigenberg" (wie Abbild. No. 6). Do-naueschingen.

a) Die Hälfte dieses Simon Megerli'schen Gutes, von dem die andere damals Hannsen Baggenlin ge-hörte, verkaufte Hans Mägerlin, gen. Zächy, von Hewruty mit Genehmigung der Stadt Rauenspurg 1500 vff dornstagnach st. Symon vnd Judas der hl. zwelffbotten tag [Okt. SQ.] an Hans Bächeier von Niderwyler um 47 ft 10 ß $iLandeswährung. Dagegen kaufte von letzterem Adam Smelmmayer dessen Kelnhofgütlein zu Nidrawyler [undversprach der Stadt Rauenspurg deshalb am mitwoch vor st. Jörgen tag [Apr. 21] 1501, dasselbe nur an Ge-nössige des Kelnhofs zu Höwrüti zu verkaufen oder es seinen Kindern um den Kaufpreis von 70 U h, wie er eserworben, zu überlassen. Hans Bächeier war vorher Leibeigener des Klosters Weingarten gewesen und wurde1499 monntag nach Mitteruasten [März 11.] j_-egen Hans Segk von Lenngenwyler von der Stadt Rauens-purg eingewechselt.; hiebei verzichtete Segk auf alle seine Rechte als Genosse des Kelnhofs Hewrutin. Perg. Or.Donaueschingen.

4) 1487 frittag vor st. Virichs tag [Juni 29.] schwört Virich Kretz von Höwrüti, den Bürger-meister und Rat der Stadt Rauenspurg zu ihrem Keller in Höwrüti gesetzt und dem sie darum ihrenKelnhof allda zu niessen gegeben haben, denselben in allen rechtlichen Sachen gewärtig und gehorsam zusein, ihren und der Stadt Nutzen zu fördern und Schaden zu wenden, die Rechte des Kelnhofs zu handhaben,Zins und Geld ihnen jährlich zu ihren sichern Händen zu antworten, den Kelnhof an Häusern, Hölzern und