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4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
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NACHTRÄGE.

men, da nammendt sy, waß da waß, vnd fundent das greste guott von wein vnd khorn in dem schloß, daskhain man jhe erhörte, dan es war woll ob 2000 malter fliehten. Aber sy verbranten das schloß vnd daßstättlein zue butzen vnd styll.

Die Schweitzer zugendt von Stiellingen für Khyssaberg, darauff lagendt 25 man. Do waß Römme-yuß Man I8 ), ein büschenmaister, den wolten die khnecht nit schüessen lassen. Vnd stuondt domall der haupt-man im schloß auff ein ohrt vnd sprach also: welcher ime das schloß welle helfen behalten, der standt zuemir. Do warendt ihren nit mehr dan 4 mann zue ime gestanden vnd warendt ihren 20 man, die das schloßwolten aufgeben. Wie sy es dan ohne ahle noth auffgabendt, do ließ man sy abzihen, die zugendt gleich danegsten Waldtshuot zue, alda sy all gefangen. Vnd ließ der landt vogt den 20 man, so das schloß nit habenwollen helfen behalten, allen die heupter abschlagen, dan es all Schelmen warendt, büß ahn ihren fünf, dieließ mann leben. Do*) besatzten die Schweützer das schloß mit ihren leithen, dan sy baten speüß genuog vffdem schloß.

Volgendts zogen die Schweützer für Bluomberg. Alß aber die auff dem schloß die Schweützer sahendtdaherziehen, da verbranndten sy das dorf Bluomberg selbst vnd rüsten sich zur wehr vnd wehrten sich alsoredlich auff dem schloß mit schüessen vnd thrübendt sy die Schweützer wüder vom schloß hinweg vnd behuol-ten Bluomberg das schloss, vnd düß war das erste erwehren auff vnser seytten.

Demnach zugendt. die Schweitzer für daß stettlein Bluomenfeldt, das waß so vest vnd mit leythenauch nach aller noththurft besetzt vnd waß also werhafft, das vor zeitten das gantze römische reich daruor ge-legen vnd nit gewunnen. Mann hatt ir auch khain sorg, die Schweützer Schüssen hinein g ); aber zue nachtsdo fiell ein verredterischer beswicht vber die maurren hinauß vnd offenbarte den Schweützern allen mangell,den sy in der statt hatten. Do sy solches vernohmen, do satzten sy hart darann vnd gabendt ihnen die stattauch schandtlich auff vnd nammendt sy abermall alles, waß da waß; verbranten die statt vnd zugendt wüderhaim vnd hatten auff dem seelben straypf vnd strich gewunen: Thenga, Stiellingen, Khüssaberg vnd Bluomen-feldt, darzue auch veill dörfer verbrendt, gewunnen domall veill vnd groß guott, huolten aber im wenigistennit, waß sy mit brüeff vnd sygell versprochen haben. Das ist nit hüpsch.

Auff donnstag nach sanf Jergen tag 19 ) anno 1499 jarr kham khönnig Maximillian gehn Villingen h ).

Auf Lorenzi 20 ) kam könig Philipp her gen Villingen mit 6 forsten, pfalzgraf, margraf, Hohenloe,Wertha (?), Mansfelden, Lingen. Der pfalzgraf lag zun barfüßer, der margraf ins Freyburgers haus, die 3fürsten hatten 80 pferd und die 4 grafen samt den fürsten hatten 750 edelleuth bey ihnen und lagen 2500pferd allhie. Galt ein goldsgulden 13 batzen, ein malter körn 1 fl.').

Villinger Chronik, Handschrift A (nach Mone's Bezeichnung) in 4., in der Leopold-Sophien-Bibliothek zuUeberlingen, fol. 820. Handschrift B in 2. von derselben Hand (in derselben Bibliothek), welche das obige auffol. 48 enthält, stimmt mit A bis auf unbedeutende orthographische Abweichungen überein. Ebenso eine Hand-schrift in der fürstl. Hofbibliothek zu Donaueschingen v. Jahre 1618, Nr. 637, fol. 6 v. 13, welche nur am Schlüsseden unten mitgetheilten eigenthümlichen Zusatz hat. In Mone's Ausgabe in der Quellensammlung der badischenLandesgeschichte, II , 82 flgd. ist gleich vielen anderen Abschnitten auch dieser über den Schweizerkrieg weggelas-sen, weßhalb ich ihn, wiewohl die fürstenbergische Hausgeschichte nur zum Theil berührend, hier vollständig mit-theile. Verfasser der Chronik ist nach Mone a. a. 0. 80 flgd. bis z. J. 1534 Heinrich Hug oder Haug.

a) »a7m« fehlt in A. b) A: Scliweister. c) B: Ehlewe. d) Dieser Satz wiederholt, jedoch

nicht wörtlich. e) An, B: Nymeckh. f) Handschrift B endet hier, da in derselben eine Lücke von

fol. 811 (z. Jahre 1506) ist. g) A: heinin. h) Von hier an von späterer Hand. i) Die

Donaueschinger Handschrift fol. 13 fährt hier fort: »Dozueinal zugendt vnser 100 mann ime endtgegen vndt denselbigen schanckht der khönig 6 gülden. Morgenß zöge er hinweg wider gehn Costantz zue roß vndt (sie) 800 auchzue fuoß 700 manu, vnd ehe der khönig gehn Yspruckh kham, do hatten die Grauwen Pintner vndt Engadiner