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1507.
407
bourch", also bei Gelegenheit eines dem Grafen Friedrich von Fürstenberg, dem Sohne Wolfgangs, abgestat-teten Besuches. S. Correspondence de l'empereur Maximilien I. et de Marguerite d'Autriche, I, 342, eine Stelle,auf welche der verstorbene Herr Director v. Stalin mich aufmerksam zu machen die Güte hatte. Vorher lässtsich der Name Entenburg nicht nachweisen und die Vermuthung liegt nahe, dass ihn König Maximilian beiseinem ersten Besuche im Scherz geschöpft hat. Der Volksglaube setzt den Ursprung des Gebäudes in karo-lingische Zeit und bringt es mit dem auf der benachbarten Neidinger Höhe verstorbenen Kaiser Karl demDicken in Verbindung. Sicher ist aber nur aus getrübter Erinnerung an den Aufenthalt des letzteren in dieserGegend die irrige Annahme eines so hohen Alters des Gebäudes entstanden. Nach dem Urtheile des HerrnObersten v. Cohausen, der mit mir vor einigen Jahren die Burg besichtigte, weist die Bauart auf das 15. Jahr-hundert. Man darf daher in ihr das „hus" erkennen, das sich Graf Heinrich VI. von Fürstenberg-Wolfach1471 in Pfohren erbaute (s. oben Bd. III, Nr. 371), sowie das Schloss zu Pfohren, das Graf Wolfgang 1506(s. oben Nr. 414) als sein Eigenthum nennt. Das Haus war wohl von Anfang an vornehmlich zum Jagdschlossbestimmt, um von hier aus bequem der ergiebigen Wasserjagd auf der benachbarten Donau obliegen zu können.Die Umwallung, die vier Thürme, deren Spitzen wahrscheinlich erst später abgetragen wurden und die jetzttheilweise zugemauerten Schießscharten schließen diese Annahme nicht aus; denn der Adel liebte damals auchderartige Gebäude im Burgenstil zu erbauen.
1501, Dez. 21.
454. Cristoff, von Gottes Gnaden Markgraf zu Baden und Hochberg etc., gestattet,
dass der hochgelehrte sein Kanzler und lieber getreuer Doctor Jacob Kirsser die Güter,die derselbe bisher von ihm zu Lehen trug, nämlich zu Mülenbach oben im Buchorn undim Wyndenbach 9 '/« Lehen, zu Breitebnot, genannt zum Stein 4 Lehen, die Güterauf Dochtermansberg, zu Obernsalmenspach 1 J / 2 Lehen, auch im Biderbach zum Kirch-hofe, endlich zu Breytebnot 1 Lehen, und ein Matten, drei Tagwen, an Wylergassen,heißt des Wolfsmatten, und zu Husen ein Matten beim Dorf, an Andres Ketz, Vogtzu Wolfach, verkaufe '), und eignet dem letzteren diese Güter. Vor Kirsser hatte sieHanns von Sultz, genannt Härmen, und nach dessen Tode Friderich von Buchorn vonder Markgrafschaft Hochberg zu Lehen getragen 2 ).
Geben vff st. Thomas des hl. zwelfbotten tag 1507.
Das Siegel des Ausstellers (roth in gelber Schüssel; der geschweifte Schild quadrirt, 2 und 3 ge-schacht, über den ganzen Schild 1 Schrägbalken; auf dem gekrönten Helm 2 Steinbockhörner, beide nach r.,dazwischen 2 Federbüsehe; auf vielfach gebrochenem Bande: SS. criftofori. M, gra. ntargrcr. . . habe. &t. contüts..... teg.)
Perg. Or. Donaueschingen.
1) Der Kaufbrief darüber datirt vom 24. Dez. (hl. Wyhennacht abendt) 1507. Die Kaufsumme be-trug 400 Gulden rhein. Perg. Or. (das Siegel des Verkäufers fehlt) f. f. A.
2) Vom folgenden Jahre liegt im f. f. Ä. eine Aufzeichnung des Andres Ketz vor: „Vnderrichtung,wie ich die gütter im Millenbach vm den cantzler kofft, vnd was ir recht vnd gebruch, ouch wie ich ain vnder-
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