Druckschrift 
4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
Entstehung
Seite
400
Einzelbild herunterladen
 

11

mm.

400

1507.

1) 1507, Juni 1. (zinstag vor Corp. Christi) überlässt Martin von Blumenegg wegen Alters- undKörperschwäche alle seine Lehen, die er von den Herrschaften Fürstenberg und Geroldseck hat, seinem SohneChristoph von Blumenegg, mit dem Auftrag, die geroldeckischen Lehen von königlicher Majestät, die fürsten-bergischen aber vom Grafen Wolfgang zu Fürstenberg zu empfangen. Die Siegel des Ausstellers und seinesVetters Burkhart von Eeckenbach. Nach dem Orig. in Karlsruhe mitgetheilt von Dr. W. Franck.

■I!

Bf

1501, Juli 1.

443. Der Landschreiber in Elsas J ) empfiehlt dem Grafen Wolfgang zu Fürstenberg

den Stadtschreiber von Basel, der in persönlichen Angelegenheiten zu königlicher Maje-stät reise; „dann sich bißhar in allen sachen vf vnser parthye wol gehalten vnd desnit vil genossen, vnd sich allwegs dermassen erzengt, das man denast zu zitten vilverstentnis by ime gehabt vnd man des dester besser kundschaft gewüst hat, dochso mit geheymen personen, das solichs nit geoffenbart werden, ouch so mit verborgneranzeug, das solichs nit vil mercken mögen, des würde er billich mit gnaden bedecht.Ich weiß, das ich an stat ewer gnaden in den leuffen ewer landtuogty halben- viltrosts vf in gesetzt vnd zu zitten mer dan ein anderer vernommen habe. Doch sosol dis geheym gehalten werden, dan dem gutten fromen mann stund sterben vndverderben doruff, do half nichts für; dorumb verbrennen dis brieflin, das es zu keinergesicht kemm. Ir megen dem statschriber wol vertrüen, er ist fromm vnd gerecht etc."Er, Schreiber, habe sich sagen lassen, dass der Graf in das Mderland wolle und nichtso bald heimkehren; „verwundert mich, das ir ewerm lib vnd leben so widerwärtigvnd vngünstig sein, das ir in die vngesunden land wellen." Er werde, wie er SeinerGnaden gelobt, getreulich seines Amtes warten, und sollte er dessen sterben und ver-derben, und will auch Tag und Nacht Müh und Arbeit haben; er und der Statthalterwollen das verantworten, bitten aber auch sie zu bedenken. Er sei mit solchenSchulden beladen, dass er „nyendert mer weiß vßzükomen."Datum vf den ersten tag July anno etc. 7.

Landschriber in Elsas manu propria. Die Adresse fehlt.Pap. Or. ohne Spur eines Siegels. Donaueschingen.

1) 1509, Juni 12. rechnet Wolfgang, Graf zu Fürstenberg, obrister Hauptmann und Landvogt in El-sas, mit seinem Gevatter, dem Landschreiber und lieben, getreuen Cunradt Schützen völlig ab um alles, wasderselbe von seinen Sachen Zehrungen und Amtswegen ein- und ausgegeben, laut des ihm hiemit übergebenenRegisters, und ist demselben darnach noch schuldig 168 fl. 26 kr. 4 $. Hierin ist nicht vergriffen „die rei-tung, die er kayserlicher Majestät thun, darinn im treulich helfen vnd beystendig sein soll, benantlich allebottenlon vnd zerungen der rhätten, so inn den jaren, als lang (er) landtuogt gewesen", ferner nicht die 300 fl.,