262
1499.
280.
(1499, um Mitte Juni).
Bericht über den Einfall des Grafen Heinrich von Fürstenberg in die Schweiz.
„Item wellend wissen, daz groff Heinrich von Furstenberg mit der gärd Stroß-burg vnd wen er dan vmb sich hat gehept, nff dryg tusent man starck, ist vß ge-zogen vff sontag vor Vite Modeste 1 ) in Schwütz by Sollentürn vnd haben do selbstverbrant vier dörfer vnd uff sechstzig erstochen vnd zwey hunder pferd vnd ochßenmit inen haruß brocht vnd haben nit me dan zwen man verloren; vor eim starckenkircboff den sy gestirmt vnd verbrant haben, ist den Swützern ein großer hoch mütso tieff in sy gezogen 2 ). Sy hatten ein gefeil mit großen" bömen vff ein halb mül wegslang am Houwenstein verfeit, daz sy nit meinten, daz niemans do quer möchte; dohat groff Heinrich ettwan vil ägst vnd segen mit im genumen, daz sy bald hin durchhaben geschnitten. Ist ein worheit vnd a ) gantz nutz gelogen, anders nüwer mer weißich nit".
Fiscal etc.
Pap. Or. ohne Datum und Adresse. Innsbruck, Abthlg. Pestarchiv, II, 90.a) Or.: vnlz.
1) Juni 9.
2) 1499, Juni 15. berichtet Ulrich Strauss an Nördlingen: die Grafen Heinrich und Wolfgang vonFürstenberg haben geschrieben, dass Herr Friederich Cappeler bei Lauf, dem Bischof von Basel gehörig, ob600 Eidgenossen erstochen habe. Urk. z. Gesch. d. schwäbischen Bundes a. a. 0. 349.
1499, Juni 15.
Stuttgart.
281. Virich, Herzog zu Wirtemberg und Teck etc. mit geordnetem Regiment schreibt
an Grafen Wolfgang zu Fürstemberg, Landhofmeister und gemeinen Feldhauptmann,und andere seine Räthe bei ihm daselbst; schickt beigeschlossen eine Schrift, die ihmheute von Mümpelgart zugekommen ist, und worin auch der Büchsen erwähnt wird,die der König von Franckenrych den Eidgenossen geschenkt haben soll, auch wie dieEidgenossen Mümpelgart bedrohen.
Datum Stuttgarten vf st. Vyts tag anno etc. 99.
Pap. Or. mit zum Verschlusse aufgedrücktem rothem Siegel. Donaueschingen.
•äsw*