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4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
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1491.

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1491, Febr. 9.

124. Graf Wolfgang zu Fürstenberg, Landgraf in der Bar und Herr zu Husen im

Kinzgental, beschwört der Stadt Wolfach, nachdem ihm dieselbe als Herrn gehuldigt,ihre Eechte und Freiheiten zu wahren, die er hiemit bestätigt.

Geben an mitwoch nach Vnser lieben Frowen tag, Liechtmeß genant 1491 ') 2 ).

Das Or. siegelte der Aussteller.Copialbueh der Wolfacher Freiheitsbriefe v. c. 1600, fol. 12. Donaueschingen.

1) 1491, Febr. 14. ebenso der Stadt Haselach unter Bestätigung des wörtlich inserirten Freiheitsbriefesvon 1386, Nov. 11. Geben vff den nechsten mendag nach dem sundag Esto michi 1491. Das Siegel des Aus-stellers (zerbrochen). Perg. Or. Karlsruhe.

2) Zwischen 1491 und 1509 wurde folgende Marktordnung für Haslach und Wolfach aufgezeichnet:Vnser gnediger herr graff Wolfgang etc. latt in aller siner herschafft gebietten vnd verbietten an

dry pfünd Straßburger dn„ daz kain sin hindersäß weder körn, habern, ancken, keß, ayer, hünr noch gar nichtsin sinem huß noch süst nit verkoffen noch zu märckt trägen anderswahin, sonder soll ain yeder, der vail hatoder gewynnt, das zu merckt fürn vnd tragen gon Haßlach oder Wolfach, nichts vßgenommen dann vych vndobß, daz mag ainer im huß verkoffen, sust alle kofmanschatz sol ainer vff obgemeUe vnsers gnedigeh herrnmärckt vail bringen. Wann aber ainer zwen märckttag ain ding vail hat, daz er nit verkoffen kan, daz mager dann mit wissen sins vogts füror fürn oder tragen on all geverde. Eintrag v. c. 1500 im KinzigthalerLagerbuche v. 1493, p. 194. Donaueschingen.

1491, Febr. 17.

125. Erbtheilung zwischen den Brüdern, Grafen Heinrich und Wolfgang zu Fürstenberg.

Zu wissen vnd kunt sige allermengklichem, die disen brieff imer anesehen, lesenoder hören lesen, das wir Hainrich vnd Wolfgang, gebrüdere, grauen zd Furstenberg,lantgrauen in Bare, vff disen tag siner dato mit wolbedachtem müt, zittiger vorbe-trachtüng, II gesunden üben, vernufftig vnser synnen vnd zu. den tagen, als wir daszetond wolrnechtig gewesen sint, in der aller besten, crefftigesten vnd bestentlichestenform, wiss vnd mainung, als das imer sin kan, ietzt, in künftigen gezitten vnd al-wegen hantvestnng hat, II haben sol vnd mag vor allen vnd ieden lütten, richtern,gerichten, gaistlichen, weltlichen vnd allenthalben, für vns vnd vnsere erben, vnsbruderlichen , lieblichen, fruntlichen vnd zu vnser iedes sundern benügen vnd wolge-uallen ainer rechten, redlichen taillung, wie hienach volgt, veraint vnd mit ain anderbetragen vmb die grafschaften, herschafften, lande, lütte, zins, gülte, ligends, varendsvnd alles ander zitlich hab vnd gute, des nützit vssgenommen noch hindan gestaltsIV. 15

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